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Infla­ti­ons­ra­te im Novem­ber 2021 bei +5,2 %

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Ver­brau­cher­preis­in­dex, Novem­ber 2021
+5,2 % zum Vor­jah­res­mo­nat (vor­läu­fi­ges Ergeb­nis bestä­tigt)
-0,2 % zum Vor­mo­nat (vor­läu­fi­ges Ergeb­nis bestätigt)

Har­mo­ni­sier­ter Ver­brau­cher­preis­in­dex, Novem­ber 2021
+6,0 % zum Vor­jah­res­mo­nat (vor­läu­fi­ges Ergeb­nis bestä­tigt)
+0,3 % zum Vor­mo­nat (vor­läu­fi­ges Ergeb­nis bestätigt)

WIESBADEN – Die Infla­ti­ons­ra­te in Deutsch­land − gemes­sen als Ver­än­de­rung des Ver­brau­cher­preis­in­dex (VPI) zum Vor­jah­res­mo­nat – lag im Novem­ber 2021 bei +5,2 %. Im Okto­ber 2021 hat­te sie bei +4,5 % gele­gen. „Damit ist die Infla­ti­ons­ra­te zum sechs­ten Mal in Fol­ge gestie­gen und hat im Novem­ber den bis­her höchs­ten Wert im Jahr 2021 erreicht“, sag­te Dr. Georg Thiel, Prä­si­dent des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes. „Eine höhe­re Infla­ti­ons­ra­te gab es zuletzt vor fast 30 Jah­ren. Im Juni 1992 hat­te die Infla­ti­ons­ra­te bei +5,8 % gele­gen.“ Wie das Sta­tis­ti­sche Bun­des­amt (Desta­tis) wei­ter mit­teilt, san­ken die Ver­brau­cher­prei­se im Ver­gleich zum Okto­ber 2021 gering­fü­gig um 0,2 %.

Hohe Infla­ti­ons­ra­te hat ver­schie­de­ne Ursachen

Die hohen Infla­ti­ons­ra­ten im 2. Halb­jahr 2021 haben ver­schie­de­ne Grün­de, dar­un­ter Basis­ef­fek­te durch nied­ri­ge Prei­se im Vor­jahr. Die tem­po­rä­re Sen­kung der Mehr­wert­steu­er­sät­ze im 2. Halb­jahr 2020 und ins­be­son­de­re nied­ri­ge Prei­se der Mine­ral­öl­pro­duk­te im Vor­jahr, die im Novem­ber Tiefst­stän­de erreich­ten, wirk­ten sich erhö­hend auf die Gesamt­teue­rung aus. Neben den tem­po­rä­ren Basis­ef­fek­ten aus der Ver­gan­gen­heit wir­ken zuneh­mend kri­sen­be­ding­te Effek­te, wie Lie­fer­eng­päs­se und die deut­li­chen Preis­an­stie­ge auf den vor­ge­la­ger­ten Wirt­schafts­stu­fen, die sich eben­falls im Ver­brau­cher­preis­in­dex niederschlagen.

Ener­gie­prei­se zogen bin­nen Jah­res­frist um 22,1 % an, Heiz­öl­preis hat sich verdoppelt

Die Prei­se für Waren ins­ge­samt erhöh­ten sich von Novem­ber 2020 bis Novem­ber 2021 über­durch­schnitt­lich um 7,9 %. Vor allem die Prei­se für Ener­gie­pro­duk­te lagen mit +22,1 % deut­lich über der Gesamt­teue­rung. Die Teue­rungs­ra­te für Ener­gie hat sich den fünf­ten Monat in Fol­ge erhöht (Okto­ber 2021: + 18,6 %). Mit +101,9 % ver­dop­pel­ten sich die Prei­se für Heiz­öl bin­nen Jah­res­frist, fer­ner wur­den die Kraft­stof­fe merk­lich teu­rer (+43,2 %). Auch die Prei­se für ande­re Haus­halt-Ener­gie­pro­duk­te wie Erd­gas (+9,6 %) und Strom (+3,1 %) erhöh­ten sich. Neben den Basis­ef­fek­ten durch die sehr nied­ri­gen Prei­se im Novem­ber 2020 wirk­te sich auch die zu Jah­res­be­ginn ein­ge­führ­te CO2-Abga­be preis­er­hö­hend aus.

Nah­rungs­mit­tel ver­teu­er­ten sich bin­nen Jah­res­frist um 4,5 %

Die Prei­se für Nah­rungs­mit­tel erhöh­ten sich im Novem­ber 2021 gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat um 4,5 %. Spür­bar teu­rer für die Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­cher wur­den ins­be­son­de­re Spei­se­fet­te und Spei­se­öle (+11,9 %) sowie Mol­ke­rei­pro­duk­te und Eier (+6,4 %). Ins­ge­samt ver­teu­er­ten sich die Ver­brauchs­gü­ter um 9,9 %. Auch die Prei­se für Gebrauchs­gü­ter erhöh­ten sich (+4,3 %, dar­un­ter Fahr­zeu­ge: +7,7 %; Möbel und Leuch­ten: +5,3 %).

Infla­ti­ons­ra­te ohne Ener­gie bei +3,4 %

Die Preis­er­hö­hun­gen bei Ener­gie und bei Nah­rungs­mit­teln gegen­über dem Vor­jah­res­mo­nat wirk­ten sich deut­lich auf die Infla­ti­ons­ra­te aus: Ohne Berück­sich­ti­gung der Ener­gie hät­te die Infla­ti­ons­ra­te im Novem­ber 2021 bei +3,4 % gele­gen, ohne bei­de Güter­be­rei­che bei +3,3 %.

Dienst­leis­tun­gen ver­teu­er­ten sich bin­nen Jah­res­frist um 2,9 %

Die Prei­se für Dienst­leis­tun­gen ins­ge­samt lagen im Novem­ber 2021 um 2,9 % über dem Niveau des Vor­jah­res­mo­nats. Die auf­grund des gro­ßen Anteils an den Kon­sum­aus­ga­ben der pri­va­ten Haus­hal­te bedeut­sa­men Net­to­kalt­mie­ten ver­teu­er­ten sich um 1,4 % und dämpf­ten somit die Gesamt­teue­rung. Auch die Preis­ent­wick­lung für Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on blieb mit 1,5 % mode­rat. Hin­ge­gen erhöh­ten sich eini­ge Dienst­leis­tun­gen deut­li­cher, wie die War­tung und Repa­ra­tur von Fahr­zeu­gen (+5,8 %) sowie die Leis­tun­gen sozia­ler Ein­rich­tun­gen (+4,7 %).

Ins­ge­samt leich­ter Preis­rück­gang gegen­über dem Vor­mo­nat um 0,2 %

Im Ver­gleich zum Okto­ber 2021 sank der Ver­brau­cher­preis­in­dex im Novem­ber 2021 um 0,2 %. Ein wesent­li­cher Grund für den Rück­gang war der sai­son­be­ding­te Preis­rück­gang bei Pau­schal­rei­sen (-21,6 %). Dage­gen zogen die Prei­se für Ener­gie­pro­duk­te an (+ 1,8 %, dar­un­ter Kraft­stof­fe: +3,0 %). Auch die Prei­se für Nah­rungs­mit­tel stie­gen (+0,5 %, dar­un­ter Spei­se­fet­te und Spei­se­öle: +5,5 %).

Quel­le: Sta­tis­ti­sches Bundesamt


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Wie ein Ein­zel­händ­ler aus Ost­fries­land Ama­zon im Preis-Check bloßstellt

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Nimmt den Kampf gegen den Online-Rie­sen auf: Fol­kert Fazal, Inha­ber von Buch und Büro Fok­ken, prä­sen­tiert eine Aus­wahl sei­ner Sam­mel­map­pen. Er ruft alle Kun­den aus­drück­lich dazu auf, mit dem eige­nen Smart­phone im Laden vor­bei­zu­kom­men und die Prei­se live mit Ama­zon zu ver­glei­chen. (Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO)

David gegen Goli­ath: War­um ein Schreib­wa­ren­ge­schäft vor Ort oft güns­ti­ger ist als Amazon

Der Spruch klang kühn: Bis zu 20 Pro­zent güns­ti­ger zu sein als der Online-Gigant Ama­zon. Mit die­ser Ansa­ge weck­te der Inha­ber von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken, Fol­kert Fazal, die Neu­gier der Lese­r­ECHO-Redak­ti­on. Kann ein loka­les Fach­ge­schäft preis­lich tat­säch­lich gegen den welt­weit größ­ten Online-Händ­ler bestehen? Ein unan­ge­kün­dig­ter Pra­xis­test direkt an der Laden­kas­se soll­te Klar­heit schaffen.

Der Pra­xis­test an der Kasse

Dass Bücher auf­grund der gesetz­li­chen Buch­preis­bin­dung in Deutsch­land über­all gleich viel kos­ten, stellt eine bekann­te Tat­sa­che dar. Bei Schul- und Büro­be­darf sieht die Lage jedoch völ­lig anders aus. Für den Test wur­den daher wahl­los Arti­kel aus den Rega­len gegrif­fen: Bunt­stif­te, Ord­ner, Schnell­hef­ter und Kunstmappen.

Direkt an der Kas­se folg­te der direk­te Abgleich: Die Strich­codes der Ware wur­den ein­ge­le­sen und par­al­lel live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf der Ama­zon-Platt­form verglichen.

Das Ergeb­nis über­rasch­te die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on deut­lich. Die Preis­un­ter­schie­de fie­len kei­nes­wegs zu Guns­ten des Online-Händ­lers aus. Im Gegen­teil: Meh­re­re Arti­kel waren bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken nicht nur gering­fü­gig, son­dern teil­wei­se bis zu 50 Pro­zent güns­ti­ger als im Online-Versand.

Kurio­si­tä­ten des Online-Preissystems

Beson­ders auf­fäl­lig zeig­te sich die Preis­ge­stal­tung im Netz bei Farb­va­ri­an­ten. Wäh­rend bei Fok­ken alle Schnell­hef­ter des­sel­ben Modells unab­hän­gig von der Far­be exakt den­sel­ben Preis besit­zen, schwank­ten die Prei­se im Online-Han­del extrem. Bei Ama­zon kos­te­te ein iden­ti­scher Schnell­hef­ter in einer ande­ren Far­be plötz­lich das Dop­pel­te. Sol­che dyna­mi­schen Preis­an­pas­sun­gen im Netz füh­ren oft dazu, dass Ver­brau­cher unbe­merkt tief für Stan­dard­ar­ti­kel zahlen.

Auch Kun­den vor Ort bestä­tig­ten die­se Beob­ach­tung. Eine Kun­din, die zeit­gleich dort ein­kauf­te, schal­te­te sich in das Gespräch ein und bestä­tig­te die Preis­un­ter­schie­de. Sie wickel­te gera­de ihren Ein­kauf von Schul­hef­ten und Sam­mel­map­pen an der Kas­se ab und berich­te­te von regel­mä­ßi­gen Preisvergleichen:

„Bei Ama­zon hät­te ich für die­sen Sta­pel locker 20 Euro mehr bezahlt. Hier spa­re ich Geld und kann die Sachen direkt mit nach Hau­se neh­men, ohne auf den Paket­dienst zu warten.“

Test­käu­fer gesucht: Machen Sie den eige­nen Praxistest!

Inha­ber Fol­kert Fazal unter­streicht sei­ne Aus­sa­ge mit einer kla­ren Akti­on: Ab sofort sind alle Kun­den herz­lich dazu ein­ge­la­den, selbst als Test­käu­fer aktiv zu wer­den. Egal ob Ord­ner, Map­pen oder die kom­plet­te Aus­rüs­tung für die Ein­schu­lung – wer den Laden betritt, kann den Preis­ver­gleich direkt vor Ort durchführen.

Das eige­ne Smart­phone ist dabei aus­drück­lich erwünscht. Kun­din­nen und Kun­den kön­nen die Bar­codes der Arti­kel im Geschäft ein­scan­nen und live mit den aktu­el­len Ange­bo­ten auf Ama­zon vergleichen.

„Ich ste­he voll und ganz hin­ter die­sem Preis­ver­gleich. Wir haben das in den ver­gan­ge­nen Tagen bereits mehr­fach gemein­sam mit Kun­den an der Kas­se durch­ge­spielt – das Ergeb­nis war jedes Mal ein­deu­tig. Des­halb wer­ben wir seit drei Tagen ganz bewusst damit und scheu­en abso­lut kei­nen Ver­gleich mit dem Online-Han­del“, erklärt Fol­kert Fazal.

Der Inha­ber reagiert damit auf die häu­fi­gen Nach­fra­gen von Kun­den, die von den deut­li­chen Preis­un­ter­schie­den über­rascht waren. Der Vor-Ort-Test zeigt trans­pa­ren­ter denn je, dass der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft nicht nur schnel­ler, son­dern oft auch mess­bar güns­ti­ger ist.

Kla­re Ansa­ge vor der Tür: Das Wer­be­schild vor dem Ein­gang von Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken weist auf Preis­vor­tei­le von im Schnitt 20 Pro­zent gegen­über Ama­zon hin. Inha­ber Fol­kert Fazal lädt alle Kun­den ein, die­ses Ver­spre­chen im Laden mit dem eige­nen Smart­phone selbst auf die Pro­be zu stel­len. (Foto: Ingo Ton­sor LeserECHO)

Spa­ren vor Ort schont den eige­nen Geld­beu­tel und stärkt die Region

Der Grund­satz „Kauf in dei­ner Stadt, damit sie eine Zukunft hat“ erweist sich damit kei­nes­wegs als rei­ner Appell zur Soli­da­ri­tät mit dem loka­len Han­del. Der Ein­kauf vor Ort schont direkt das eige­ne Budget.

Zusätz­lich ver­bleibt die Wert­schöp­fung in der Regi­on: Wäh­rend Online-Kon­zer­ne ihre Gewin­ne oft glo­bal opti­mie­ren, zahlt der ört­li­che Ein­zel­han­del Gewer­be­steu­er vor Ort. Die­se Mit­tel flie­ßen direkt in die kom­mu­na­le Infra­struk­tur, Schu­len und öffent­li­che Ein­rich­tun­gen. Der Test zeigt ein­drucks­voll: Der Weg ins Fach­ge­schäft lohnt sich – sowohl für den eige­nen Geld­beu­tel als auch für die Gemeinschaft.

Anmer­kung der Redaktion:

Für die­sen Bei­trag hat die Lese­r­ECHO-Redak­ti­on kei­ner­lei Ver­gü­tung, Sach­leis­tun­gen oder sons­ti­ge Gegen­leis­tun­gen erhal­ten; es han­delt sich um eine unent­gelt­li­che und unab­hän­gi­ge jour­na­lis­ti­sche Bericht­erstat­tung. Bei dem beschrie­be­nen Preis­ver­gleich han­delt es sich um einen redak­tio­nel­len Pro­dukt­test auf Basis einer stich­pro­ben­ar­ti­gen Aus­wahl von Schul- und Büro­ar­ti­keln an einem kon­kre­ten Test­tag. Da Online-Platt­for­men ihre Prei­se dyna­misch anpas­sen, stel­len alle Anga­ben eine Moment­auf­nah­me dar.

Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen: Die­ser Bei­trag ver­steht sich nicht als Schleich­wer­bung für ein ein­zel­nes Fach­ge­schäft. Die Redak­ti­on weist aus­drück­lich dar­auf hin, dass sich ver­gleich­ba­re Ergeb­nis­se auch bei vie­len ande­ren Ein­zel­händ­lern vor Ort zei­gen kön­nen – je nach deren preis­li­cher Ori­en­tie­rung. Der Auf­ruf gilt daher ganz all­ge­mein: Schau­en Sie vor dem nächs­ten Online-Kauf bei Ihrem Fach­händ­ler vor Ort vor­bei, prü­fen Sie die Prei­se und suchen Sie das ehr­li­che Gespräch. Wer lokal ein­kauft, tut oft gleich dop­pelt etwas Gutes: Er schont das eige­ne Porte­mon­naie und stärkt gleich­zei­tig die eige­ne Stadt.

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Auf einen Blick: War­um sich der Ein­kauf vor Ort gleich mehr­fach auszahlt

Der Pra­xis­test bei Buch und Schreib­wa­ren Fok­ken macht deut­lich, dass der Vor-Ort-Kauf preis­lich abso­lut kon­kur­renz­fä­hig ist. Neben dem rei­nen Waren­preis bie­tet der Ein­kauf im loka­len Fach­ge­schäft jedoch eine gan­ze Rei­he wei­te­rer Hand­fes­te Vor­tei­le gegen­über der Bestel­lung im Netz:

  • Sofor­ti­ge Ver­füg­bar­keit statt War­te­zeit: Die gekauf­ten Arti­kel wan­dern direkt in die eige­ne Tasche. Das War­ten auf den Paket­dienst oder das Aus­wei­chen auf Abhol­sta­tio­nen ent­fällt komplett.

  • Kei­ne ver­steck­ten Por­to­kos­ten: Online-Prei­se wir­ken auf den ers­ten Blick oft attrak­tiv, bis an der Kas­se Ver­sand­ge­büh­ren hin­zu­kom­men – beson­ders bei klei­ne­ren Bestell­wer­ten. Vor Ort zahlt man exakt den Preis, der auf dem Eti­kett steht.

  • Qua­li­tät zum Anfas­sen und Tes­ten: Schreib- und Schul­be­darf wie Stif­te, Papier­qua­li­tä­ten oder ande­re Acces­soires las­sen sich direkt im Laden in die Hand neh­men, aus­pro­bie­ren und auf Herz und Nie­ren prü­fen. Fehl­käu­fe und die damit ver­bun­de­ne Ent­täu­schung wer­den vermieden.

  • Akti­ver Umwelt­schutz durch Müll­ver­mei­dung: Jeder Vor-Ort-Kauf spart enor­me Men­gen an Ver­pa­ckungs­müll. Auf­wen­di­ge Kar­to­na­gen, Plas­tik­pols­ter und die CO₂-Belas­tung durch den Paket­trans­port entfallen.

  • Per­sön­li­che Bera­tung inklu­si­ve: Bei Fra­gen zu Schul­be­darfs­lis­ten oder spe­zi­el­len Büro­ma­te­ria­li­en steht geschul­tes Per­so­nal mit Rat und Tat zur Sei­te – ein Ser­vice, den kein Online-Such­feld erset­zen kann.

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Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen stei­gen weiter

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Zahl der Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen in Nie­der­sach­sen im 1. Halb­jahr 2026 um 8,7 % gestiegen

Das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) hat die Insol­venz­zah­len für das ers­te Halb­jahr 2026 ver­öf­fent­licht. Dem­nach ver­zeich­ne­te Nie­der­sach­sen einen spür­ba­ren Anstieg bei den Fir­men­plei­ten sowie eine deut­lich höhe­re Zahl gefähr­de­ter Arbeits­plät­ze. Gleich­zei­tig nah­men auch die Ver­brau­cher­insol­ven­zen zu.

Kern­zah­len im Überblick

  • Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen: Im ers­ten Halb­jahr 2026 bean­trag­ten 1.070 Unter­neh­men bei den 33 nie­der­säch­si­schen Insol­venz­ge­rich­ten die Eröff­nung eines Insol­venz­ver­fah­rens. Dies ent­spricht einem Plus von 8,7 % im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum (1. Halb­jahr 2025: 984 Ver­fah­ren). Der pro­zen­tua­le Anstieg bewegt sich damit auf einem ähn­li­chen Niveau wie der Über­gang vom ers­ten Halb­jahr 2024 zu 2025 (+8,8 %).

  • Gefähr­de­te Arbeits­plät­ze: Von den Plei­ten waren im ers­ten Halb­jahr 2026 ins­ge­samt 9.867 Beschäf­tig­te betrof­fen, deren Arbeits­plät­ze durch die Insol­venz ihres Arbeit­ge­bers bedroht waren. Die­se Zahl liegt deut­lich über dem Vor­jah­res­wert von 7.341 gefähr­de­ten Arbeitsplätzen.

  • Ver­brau­cher­insol­ven­zen: Bei den Pri­vat­per­so­nen gab es einen leich­te­ren Zuwachs. Im ers­ten Halb­jahr 2026 wur­den 5.784 Insol­venz­an­trä­ge von Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern gestellt. Das bedeu­tet einen Anstieg von 3,2 % gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 (5.605 Fälle).

Bran­chen­schwer­punk­te: Han­del und Bau­ge­wer­be am stärks­ten betroffen

Die Betrof­fen­heit vari­iert je nach Wirt­schafts­be­reich stark. Die meis­ten Unter­neh­mens­ver­fah­ren zwi­schen Janu­ar und Juni 2026 ent­fie­len auf den Bereich Han­del sowie Instand­hal­tung und Repa­ra­tur von Kraft­fahr­zeu­gen:

  • Han­del & Kfz: Mit 209 Ver­fah­ren ent­fiel annä­hernd jede fünf­te Insol­venz (19,5 %) auf die­sen Sek­tor. Gegen­über dem ers­ten Halb­jahr 2025 ent­spricht dies einem über­durch­schnitt­lich star­ken Anstieg von 16,1 %.

  • Bau­ge­wer­be: Eben­falls stark betrof­fen war das Bau­ge­wer­be mit 172 Insol­ven­zen (ein Anteil von 16,1 % an allen Unter­neh­mens­in­sol­ven­zen), was einem leich­ten Zuwachs von 2,4 % im Ver­gleich zum Vor­jahr entspricht.

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Creditreform‑Studie: Ein­zel­han­del bricht ein – auch Leer betroffen

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Deutsch­lands Innen­städ­te ver­lie­ren ihr Gesicht – Immer mehr klei­ne Geschäf­te verschwinden

Deutsch­lands Innen­städ­te ste­hen vor einem tief­grei­fen­den Wan­del. Der Ein­zel­han­del, einst prä­gen­des Rück­grat leben­di­ger Stadt­zen­tren, zählt heu­te zu den am stärks­ten schrump­fen­den Wirt­schafts­be­rei­chen. Eine aktu­el­le Stu­die der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung und des Han­dels­blatt Rese­arch Insti­tuts (HRI) zeigt: Vor allem klei­ne, inha­ber­ge­führ­te Geschäf­te gera­ten zuneh­mend unter Druck – mit spür­ba­ren Fol­gen für das Stadtbild.

 

16 Pro­zent weni­ger Ein­zel­han­dels­be­trie­be – klei­ne Geschäf­te beson­ders betroffen

Zwi­schen 2010 und 2025 sank die Zahl der Ein­zel­han­dels­be­trie­be in Deutsch­land um rund 16 Pro­zent auf 316.310 Unter­neh­men. Beson­ders dra­ma­tisch ist der Rück­gang bei klei­nen Geschäf­ten mit einem Jah­res­um­satz unter 250.000 Euro: 2010 gab es noch 236.143 sol­cher Betrie­be, 2025 nur noch 170.770 – ein Minus von 28 Pro­zent.

Gleich­zei­tig wächst die Zahl gro­ßer Han­dels­un­ter­neh­men mit Umsät­zen über 25 Mil­lio­nen Euro – sie hat sich im glei­chen Zeit­raum ver­dop­pelt. Der Struk­tur­wan­del beschleu­nigt sich: Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zes­se, Filia­li­sie­rung und Online­han­del ver­drän­gen zuneh­mend tra­di­tio­nel­le Fachgeschäfte.

 

„His­to­ri­scher Struk­tur­bruch“ – Cre­dit­re­form warnt vor Ver­lust der Vielfalt

Patrik‑Ludwig Hantzsch, Lei­ter der Cre­dit­re­form Wirt­schafts­for­schung, spricht von einem „his­to­ri­schen Struk­tur­bruch“ im deut­schen Ein­zel­han­del. Online­platt­for­men, Dis­coun­ter und gro­ße Filia­lis­ten gewin­nen Markt­an­tei­le, wäh­rend vie­le klei­ne und mit­tel­stän­di­sche Händ­ler wirt­schaft­lich an ihre Gren­zen stoßen.

„Fach­ge­schäf­te ver­schwin­den, Leer­stän­de neh­men zu und die Viel­falt des sta­tio­nä­ren Han­dels geht ver­lo­ren. Das klas­si­sche Waren­haus­mo­dell hat vie­ler­orts kei­ne Zukunft mehr“, so Hantzsch.

 

Insol­ven­zen stei­gen – pro­mi­nen­te Fäl­le nur die Spit­ze des Eisbergs

Die wirt­schaft­li­che Lage spie­gelt sich auch in den Insol­venz­zah­len wider. 2025 ver­zeich­ne­te der Ein­zel­han­del rund 2.440 Insol­ven­zen – ein Plus von 9 Pro­zent gegen­über dem Vor­jahr. Bereits 2024 war die Zahl um fast 20 Pro­zent gestiegen.

Zu den pro­mi­nen­ten Fäl­len gehören:

  • Gale­ria Kar­stadt Kaufhof

  • HAMMER Fach­märk­te

  • Esprit

  • Ger­ry Weber

  • Görtz

  • Depot

Doch der Groß­teil der Geschäfts­auf­ga­ben erfolgt lei­se und ohne öffent­li­che Auf­merk­sam­keit. Beson­ders betrof­fen sind zuletzt der Buch­han­del, der Back- und Süß­wa­ren­han­del sowie der Tex­til­ein­zel­han­del.

 

 

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Infla­ti­on, Kos­ten und Kauf­zu­rück­hal­tung set­zen Händ­ler unter Druck

Laut Cre­dit­re­form haben Infla­ti­on, stei­gen­de Betriebs­kos­ten und eine spür­ba­re Kauf­zu­rück­hal­tung die wirt­schaft­li­che Sub­stanz vie­ler Händ­ler wei­ter geschwächt. Klei­ne­re Unter­neh­men ver­fü­gen kaum noch über finan­zi­el­le Puffer.

Hantzsch sieht die Zukunft vor allem in:

  • mehr Kun­den­nä­he

  • kla­rer Spezialisierung

  • Erleb­nis­ori­en­tie­rung

  • digi­ta­ler Präsenz

  • schnel­ler Reaktionsfähigkeit

Wer aus­tausch­bar bleibt, wer­de es schwer haben. Erfolg­reich sei­en jene, die Bera­tung, Erleb­nis und digi­ta­le Ange­bo­te intel­li­gent kombinieren.

 

Innen­städ­te im Wan­del – Ein­kaufs­or­te müs­sen zu Lebens­räu­men werden

Par­al­lel zum Struk­tur­wan­del im Han­del ver­än­dern sich auch die Innen­städ­te. Klas­si­sche Ein­kaufs­funk­tio­nen ver­lie­ren an Bedeu­tung, wäh­rend Gas­tro­no­mie, Dienst­leis­tun­gen, Frei­zeit und Woh­nen wich­ti­ger werden.

Vie­le Kom­mu­nen reagie­ren bereits mit:

  • neu­en Nutzungskonzepten

  • Umge­stal­tung öffent­li­cher Räume

  • mehr Misch­nut­zung aus Han­del, Woh­nen und Freizeit

Trotz­dem blei­ben Leer­stän­de, sin­ken­de Fre­quen­zen und der Weg­fall gro­ßer Fre­quenz­brin­ger – etwa Waren­häu­ser – eine gro­ße Herausforderung.

„Die klas­si­sche Ein­kaufs­in­nen­stadt funk­tio­niert vie­ler­orts nicht mehr. Erfolg­reich wer­den Städ­te sein, die Ein­kauf, Frei­zeit, Gas­tro­no­mie und Woh­nen intel­li­gent mit­ein­an­der ver­bin­den“, erklärt Hantzsch.

Eine uni­ver­sel­le Lösung gebe es jedoch nicht: Was in Düs­sel­dorf funk­tio­nie­re, müs­se nicht auto­ma­tisch in klei­ne­ren Städ­ten erfolg­reich sein. Ent­schei­dend sei eine pass­ge­naue Stra­te­gie, die Grö­ße, Infra­struk­tur, Besu­cher­struk­tur und regio­na­le Wirt­schaft berücksichtigt.

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