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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020

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Kri­mi­nal­sta­tis­tik der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden 2020++Historisch höchs­te Aufklärungsquote

Leer/Emden — Nach der Vor­stel­lung der Poli­zei­li­chen Kri­mi­nal­sta­tis­tik durch das Nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­ri­um und der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück wird die­se nun auch durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden veröffentlicht.

Die Anzahl der Straf­ta­ten bleibt wei­ter­hin auf einem sehr nied­ri­gen Niveau und hat sich im Ver­gleich zum Jahr 2019 (12.731) auf 12.660 Taten im Land­kreis Leer und der Stadt Emden ver­rin­gert. Die Auf­klä­rungs­quo­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden konn­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals um 2,9% auf 66,3% gestei­gert wer­den. Dies ist der höchs­te Wert seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden im Jahr 2004.

Johan­nes Lind, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, äußert sich zu die­sen Ent­wick­lun­gen: “Ich freue mich, dass sich der Rück­gang der Fall­zah­len auch in die­sem Jahr fort­setzt und sich die sou­ve­rä­ne und enga­gier­te Poli­zei­ar­beit aus­zahlt. Gera­de im letz­ten Jahr waren die Anfor­de­run­gen an die Poli­zei immens und die Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on stär­ker denn je gefor­dert. Den­noch konn­te die Auf­klä­rungs­quo­te im Ver­gleich zum Vor­jahr noch­mals gestei­gert wer­den. Dies ist nicht nur dem Ein­satz der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, son­dern auch vie­len Hin­wei­sen aus der Bevöl­ke­rung zu ver­dan­ken. Sowohl über den direk­ten Aus­tausch der Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, als auch über die sozia­len Netz­wer­ke, erhal­ten wir immer wie­der wert­vol­le Hin­wei­se, die wir in unse­re Ermitt­lungs­ar­beit ein­be­zie­hen. In unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on konn­ten mehr als 6 von 10 Straf­ta­ten auf­ge­klärt wer­den. Las­sen Sie uns die­se bewähr­te Zusam­men­ar­beit ste­tig ver­bes­sern, damit die Men­schen sich in die­ser Regi­on wei­ter behü­tet füh­len können!”

Durch die Häu­fig­keits­zahl (Hz) wird die Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung einer Regi­on gemes­sen (Straf­ta­ten pro 100.000 Ein­woh­ner). Durch die­se kann die Gefahr, Opfer einer Straf­tat zu wer­den, sta­tis­tisch dar­ge­stellt wer­den. Im Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden fällt die­se um 0,86% auf 5.737 (2019: 5.787) und liegt damit im Ver­gleich unter dem Lan­des­durch­schnitt von 6.219.

Kern­aus­sa­gen der PKS 2020

1. Anzahl der Straf­ta­ten fort­wäh­rend auf nied­ri­gem Niveau

2. Erneu­ter Anstieg der Auf­klä­rungs­quo­te auf 66,3% (Höchst­wert seit Bestehen der Polizeiinspektion)

3. Kri­mi­na­li­täts­be­las­tung wei­ter­hin unter dem Landesdurchschnitt

4. Star­ker Rück­gang der Eigen­tums­de­lik­te (11,8% weni­ger Straftaten)

5. Wei­ter­hin Anstieg bei der Ver­brei­tung por­no­gra­fi­scher Erzeugnisse

6. 27,6% weni­ger Ein­bruchs­de­lik­te im Ver­gleich zum Vor­jahr und somit nied­rigs­ter Stand seit 2010

7. Wei­ter­hin mehr Straf­ta­ten unter Zuhil­fe­nah­me des Inter­nets (Anstieg von 30,4%)

8. Erneut star­ke Zunah­me bei Wider­stän­den und tät­li­chen Angrif­fen gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te (Anstieg von 42,86%)

9. Weni­ger tat­ver­däch­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che (Rück­gang von 16,45%)

Dieb­stahls­de­lik­te

Die­ser Bereich umfasst die soge­nann­ten Eigen­tums­de­lik­te wie etwa den Laden‑, Fahrrad‑, oder Taschen­dieb­stahl, aber auch Dieb­stäh­le unter erschwe­ren­den Umstän­den oder Ein­bruchs­hand­lun­gen. Letz­te­re wer­den jedoch geson­dert im nach­fol­gen­den Unter­punkt behan­delt. Der Trend bei den Dieb­stahls­de­lik­ten ist durch­aus posi­tiv zu betrach­ten. Im Jahr 2019 wur­den 4.525 Straf­ta­ten aus die­sem Delikts­feld regis­triert. Im Jahr 2020 konn­ten ledig­lich 3.991 Taten ver­zeich­net wer­den, was einen Rück­gang von 11,8% im Ver­gleich zum Vor­jahr bedeu­tet. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der Rück­gang von Fahr­rad­dieb­stäh­len. Im Ver­gleich zum Jahr 2019, in dem 1.130 Fahr­rä­der ent­wen­det wur­den, sind im Jahr 2020 rund 22,1% weni­ger Fahr­rä­der wider­recht­lich abhan­den­ge­kom­men. Die­ser Rück­gang mar­kiert den nied­rigs­ten Stand seit Bestehen der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Dabei konn­te die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bei den nun­mehr 880 ent­wen­de­ten Fahr­rä­dern eine Auf­klä­rungs­quo­te von 18,4% erzie­len und liegt damit deut­lich über dem nie­der­säch­si­schen Durch­schnitt von 14,3%. Mit 29,4% und ins­ge­samt 77 Fäl­len ist auch ein erheb­li­cher Rück­gang im Bereich der Taschen­dieb­stahls­de­lik­te regis­triert wor­den. Im Jahr 2019 wur­den noch 109 Straf­ta­ten die­ser Art aufgenommen.

Tho­mas Meme­ring, in sei­ner Funk­ti­on als Lei­ter des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, begrün­det die­sen Rück­gang wie folgt: “Der Rück­gang der Taschen­dieb­stäh­le ist unter ande­rem auf die feh­len­den Tat­ge­le­gen­hei­ten zurück­zu­füh­ren. Durch die Maß­nah­men der Regie­rung zur Ein­däm­mung der Coro­na-Pan­de­mie, wur­den hoch­fre­quen­tier­te Groß­ver­an­stal­tun­gen wie etwa der Gal­li- oder Weih­nachts­markt abge­sagt. Die gro­ßen Men­schen­mas­sen, in denen die Täter übli­cher­wei­se agie­ren, blie­ben aus und somit auch die güns­ti­gen Gele­gen­hei­ten zur Durch­füh­rung einer sol­chen Tat.”

Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät

Im Ver­gleich zum Vor­jahr ist die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che von 232 auf 168 gesun­ken, dies ist ein Rück­gang um 27,6% und der nied­rigs­te Stand der letz­ten zehn Jah­re. 2016 waren es noch 466 Taten. Von den 168 Taten des letz­ten Jah­res ende­ten 60 im Ver­suchs­sta­di­um. Die Auf­klä­rungs­quo­te beträgt 33,9% und bleibt somit auf einem rela­tiv kon­stan­ten Niveau (2019: 37,5%).

Hier­zu Johan­nes Lind: “Die Zahl der Woh­nungs­ein­brü­che ist auf dem nied­rigs­ten Stand der letz­ten 10 Jah­re. In der Ver­gan­gen­heit war die Bekämp­fung der Ein­bruchs­kri­mi­na­li­tät immer wie­der Fokus poli­zei­li­cher Arbeit und der Erfolg ist noch heu­te spür­bar. Als es im Jahr 2016 in die­sem Delikts­be­reich zu einem enor­men Anstieg der Fall­zah­len kam, haben wir umge­hend reagiert und vie­le per­so­nel­le Res­sour­cen ein­ge­setzt. Damals konn­ten wir inner­halb kür­zes­ter Zeit meh­re­re Per­so­nen fest­neh­men, gegen die anschlie­ßend Unter­su­chungs­haft oder Haft ange­ord­net wur­de. Wei­ter­hin ist es das Ergeb­nis guter Prä­ven­ti­ons­ar­beit im Bereich des Ein­bruch­schut­zes, wel­che die Poli­zei­in­spek­ti­on in den letz­ten Jah­ren geleis­tet hat. Im ver­gan­ge­nen Jahr waren die Wohnungseigentümer*innen auf­grund der Coro­na-Pan­de­mie häu­fi­ger Zuhau­se, wel­ches sich gewiss posi­tiv auf die rück­gän­gi­gen Zah­len auswirkt. ”

Roh­heits­de­lik­te

Im Jahr 2019 wur­den ins­ge­samt 1.878 Roh­heits­de­lik­te poli­zei­lich auf­ge­nom­men. Unter Roh­heits­de­lik­ten ver­steht man Straf­ta­ten aus dem Bereich der Raub- oder Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te, aber auch Straf­ta­ten gegen die per­sön­li­che Frei­heit. Den über­wie­gen­den Anteil an Roh­heits­de­lik­ten machen grund­sätz­lich ein­fa­che Kör­per­ver­let­zun­gen im Sin­ne des § 223 StGB aus. Im Jahr 2019 wur­den 1.353 Fäl­le der Kör­per­ver­let­zung regis­triert, wohin­ge­gen im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.261 Fäl­le ver­zeich­net wur­den. Dies bedeu­tet einen Rück­gang von 6,8%. Zusam­men­fas­send wur­den im Jahr 2020 ins­ge­samt 1.876 Roh­heits­de­lik­te ver­zeich­net, das Niveau ist somit konstant.

Sexu­al­de­lik­te

Als Sexu­al­de­lik­te wer­den Straf­ta­ten bezeich­net, die sich gegen die sexu­el­le Selbst­be­stim­mung des Opfers rich­ten. So zäh­len u.a. sexu­el­le Nöti­gun­gen, exhi­bi­tio­nis­ti­sche Hand­lun­gen, aber auch der Tat­be­stand der Ver­ge­wal­ti­gung oder das Ver­brei­ten bzw. der Besitz und die Her­stel­lung von kin­der­por­no­gra­fi­schen Inhal­ten zu den soge­nann­ten Sexu­al­de­lik­ten. Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 271 Sexu­al­de­lik­te sei­tens der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bear­bei­tet. Im Ver­gleich zum Vor­jahr, in dem 230 Sexu­al­de­lik­te regis­triert wur­den, bedeu­tet dies einen Anstieg von 17,83%. Ursäch­lich für die­sen Anstieg ist dabei vor­nehm­lich der Bereich der Ver­brei­tung bzw. des Besit­zes und der Her­stel­lung von Kin­der­por­no­gra­fie. Konn­ten im Jahr 2019 noch 47 Fäl­le ver­zeich­net wer­den, wur­den im Jahr 2020 bereits 111 Straf­ta­ten die­ser Kate­go­rie regis­triert. Dies bedeu­tet einen Anstieg von 136,17% im Ver­gleich zum Vorjahr.

“Durch inten­si­vier­te Ermitt­lungs­ar­beit sei­tens der Poli­zei und wei­te­ren Straf­ver­fol­gungs­be­hör­den stei­gen die Fall­zah­len an. So sind bei­spiels­wei­se US-ame­ri­ka­ni­sche Pro­vi­der ver­pflich­tet, dort bekannt gewor­de­ne straf­recht­lich rele­van­te Sach­ver­hal­te an die halb­staat­li­che Orga­ni­sa­ti­on Natio­nal Cen­ter For Mis­sing and Explo­i­ted Child­ren (NCMEC) wei­ter­zu­lei­ten. Die­se Orga­ni­sa­ti­on nimmt neben den Infor­ma­tio­nen der ver­schie­dens­ten Pro­vi­der auch Hin­wei­se von Pri­vat­per­so­nen ent­ge­gen, ana­ly­siert und bewer­tet die­se und lei­tet sie folg­lich an die jewei­li­gen zustän­di­gen Behör­den in den USA und ins Aus­land wei­ter. Hin­sicht­lich der inten­si­vier­ten Ermitt­lungs­ar­beit der Behör­den und wei­te­ren gesetz­li­chen Rege­lun­gen zur Bekämp­fung die­ses Kri­mi­na­li­täts­fel­des, ist auch im kom­men­den Jahr mit einem star­ken Anstieg die­ser Fall­zah­len zu rech­nen. Obers­tes Gebot ist es, andau­ern­de Miss­brauchs­fäl­le zu ent­de­cken, zu sank­tio­nie­ren und die­se Straf­ta­ten aus dem Dun­kel­feld ins Hell­feld zu holen”, erläu­tert Tho­mas Meme­ring die­se Entwicklung.

Zudem fügt Tho­mas Meme­ring noch hin­zu, dass auch Kin­der und Jugend­li­che mit dem Besitz sol­cher straf­recht­lich rele­van­ten Inhal­te die Tat­be­stands­merk­ma­le der­ar­ti­ger Straf­ta­ten erfül­len und sich des­sen oft­mals nicht bewusst sei­en. Im Zeit­al­ter der Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von zahl­rei­chen Social-Media-Platt­for­men sei­en kin­der­por­no­gra­fi­sche Inhal­te schnell geteilt, gepos­tet und ver­viel­facht. Häu­fig hand­le es sich um Zufalls­fun­de der­ar­ti­ger Datei­en bei der Ermitt­lung von Dro­gen­de­lik­ten oder der Ver­brei­tung von Kenn­zei­chen ver­fas­sungs­wid­ri­ger Organisationen.

“Wir müs­sen die Medi­en­kom­pe­tenz der Kin­der und Jugend­li­chen, aber zwin­gend auch die der Erzie­hungs­be­rech­tig­ten stär­ken. Vie­le Eltern sind im Unkla­ren dar­über, mit wel­chen Inhal­ten ihre Kin­der täg­lich in Berüh­rung kom­men”, ergänzt Tho­mas Memering.

Chris­ta Frig­ger, Beauf­trag­te für Jugend­sa­chen in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden, infor­miert und berät zu die­sen The­men­be­rei­chen. Die Ter­mi­ne für wei­te­re Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen wer­den durch die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden recht­zei­tig bekannt gegeben.

Tat­mit­tel Internet/ Cybercrime

Unter Inter­net­kri­mi­na­li­tät oder auch Cybercrime wer­den Taten sub­su­miert, die mit­tels der Nut­zung des Inter­nets began­gen wer­den. Dabei wird zwi­schen Cybercrime im enge­ren Sin­ne, also Delik­ten, die es nicht off­line gibt (z.B. das sog. Hacking) und Cybercrime im wei­te­ren Sin­ne unter­schie­den. Letz­te­res umfasst Delik­te, die eben­so off­line began­gen wer­den kön­nen (z.B. der Kre­dit­kar­ten­miss­brauch bei Ver­kaufs­platt­for­men). Waren es im Jahr 2019 noch 807 regis­trier­te Fäl­le, so stieg die Anzahl der Straf­ta­ten in die­sem Delikts­be­reich um 30,4% auf nun­mehr ins­ge­samt 1.053 Fäl­le. Erfreu­li­cher­wei­se stie­gen nicht nur die began­ge­nen Straf­ta­ten, son­dern auch die Auf­klä­rungs­quo­te. Wur­den im Jahr 2019 noch 78,31% die­ser Fäl­le auf­ge­klärt, konn­ten im Jahr 2020 bereits 81,39% der Straf­ta­ten aus­er­mit­telt werden.

“Im Inter­net began­ge­ne Straf­ta­ten stel­len einen wich­ti­gen Auf­ga­ben­be­reich unse­rer poli­zei­li­chen Ermitt­lungs­ar­beit dar. Ich bin dank­bar, dass wir in unse­rer Poli­zei­in­spek­ti­on über ein pro­fes­sio­nel­les Cybercrime-Team ver­fü­gen und durch inten­si­ve Prä­ven­ti­ons­ar­beit immer wie­der gute Erfol­ge erzie­len und dadurch eine Auf­klä­rungs­quo­te von 81,39% errei­chen konn­ten”, erklärt Tho­mas Memering.

Gewalt gegen Polizeibeamte

Unter der Begriff­lich­keit “Gewalt gegen Poli­zei­be­am­te” wer­den die Delik­te des Wider­stan­des und des tät­li­chen Angrif­fes gegen Voll­stre­ckungs­be­am­te zusam­men­ge­fasst. Mit 90 Fäl­len im Jahr 2020 ist ein Anstieg von 42,86% im Ver­gleich zum Vor­jahr mit 63 Fäl­len zu ver­zeich­nen. Damit stei­gen die all­jähr­lich erho­be­nen Fall­zah­len aus die­sem Delikts­feld bereits zum drit­ten Mal in Fol­ge stark an. Erwäh­nens­wert ist dabei, dass sich die­ser Anstieg nicht nur auf die Städ­te Leer und Emden beschränk­te, son­dern im gesam­ten Zustän­dig­keits­be­reich der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden mess­bar war. Im Bereich der Gemein­den Moorm­er­land und Rhau­der­fehn war eben­falls ein Anstieg die­ser Fall­zah­len zu ver­zeich­nen. In knapp 70% der Fäl­le stan­den die Täter unter dem Ein­fluss von Alko­hol oder Drogen.

“Der erneu­te Anstieg in die­sem Delikts­be­reich ist nicht zu tole­rie­ren und macht mich wütend. Mei­ne Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen leis­ten tag­täg­lich her­vor­ra­gen­de Arbeit zum Woh­le unse­rer Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und ver­die­nen es mit Respekt behan­delt zu wer­den. Wer Poli­zei­be­am­tin­nen und Poli­zei­be­am­te angreift, der greift den Rechts­staat an! Wir wer­den die­se Angrif­fe auf Ret­tungs­kräf­te und Poli­zei nicht dul­den und kon­se­quent ver­fol­gen”, so Johan­nes Lind.

Rausch­gift­de­lik­te

Die regis­trier­ten Rausch­gift­de­lik­te, wel­che u.a. durch Ver­stö­ße gegen das Betäu­bungs­mit­tel­ge­setz began­gen wer­den, stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jahr (861 Fäl­le) um 33,22%, sodass im Jahr 2020 1.147 Rausch­gift­de­lik­te in der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden ver­zeich­net wurden.

Jugend­kri­mi­na­li­tät

Im Jahr 2020 wur­den ins­ge­samt 584 Kin­der oder Jugend­li­che im Rah­men der poli­zei­li­chen Arbeit als Tat­ver­däch­ti­ge ermit­telt. Die Anzahl an tat­ver­däch­ti­gen Per­so­nen die­ser Alters­klas­se betrug im Vor­jahr 699, sodass ein Rück­gang um 16,45% regis­triert wer­den konnte.

Fazit

Abschlie­ßend sagt Inspek­ti­ons­lei­ter Johan­nes Lind: “Der posi­ti­ve Trend der Kri­mi­nal­sta­tis­tik der letz­ten zwei Jah­re hat sich auch 2020 fort­ge­setzt. Wir haben die his­to­risch höchs­te Auf­klä­rungs­quo­te. Ein der­ar­ti­ges Ergeb­nis kann nur durch eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und enga­gier­te Leis­tung aller Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden erzielt wer­den. Ich bedan­ke mich ganz herz­lich für die geleis­te­te Arbeit und die gute Zusam­men­ar­beit mit den Behör­den und Insti­tu­tio­nen. Allen Bür­ge­rin­nen und Bür­gern dan­ke ich für das ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en und für vie­le ent­schei­den­de Hin­wei­se, die immer wie­der zur Auf­klä­rung von Straf­ta­ten bei­tra­gen. Gemein­sam wol­len wir auch zukünf­tig einen Bei­trag dazu leis­ten, dass sich die Men­schen in unse­rer Regi­on beschützt und wohl fühlen!”


 

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Moorm­er­land — Ermitt­lun­gen nach Tötungsdelikt

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Moorm­er­land — Ermitt­lun­gen nach Tötungsdelikt

Die Staats­an­walt­schaft Aurich und die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden füh­ren der­zeit inten­si­ve Ermitt­lun­gen zu einem Tötungs­de­likt, wel­ches sich in den Vor­mit­tags­stun­den des 03.08.2022 zuge­tra­gen hat. Nach bis­he­ri­gem Ermitt­lungs­stand wur­de eine 38-jäh­ri­ge Frau aus Moorm­er­land von einem 43-jäh­ri­gen Mann mit Wohn­sitz in Wil­helms­ha­ven durch Erwür­gen getö­tet. Die Tat wur­de bekannt, als sich eine Mit­tei­le­rin in den Mor­gen­stun­den des 04.08.2022 mit einem Hin­weis an die Poli­zei in Wil­helms­ha­ven gewandt hat­te. Das Opfer und der Tat­ver­däch­ti­ge stan­den in einer per­sön­li­chen Bezie­hung zuein­an­der. Der 43-jäh­ri­ge Tat­ver­däch­ti­ge wur­de von Ein­satz­kräf­ten der Poli­zei ange­trof­fen und vor­läu­fig fest­ge­nom­men. Auf Antrag der Staats­an­walt­schaft Aurich wur­de ein Unter­brin­gungs­be­fehl gegen den Mann erwirkt. Die Ermitt­lun­gen zur der Tat wer­den fortgeführt.


 

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Dieb­stahl aus SB-Ver­kaufs­wa­gen, Betrug über Face­book “Mar­ket­place”, Wahl­pla­ka­te und Par­tei­haus beschädigt

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Moorm­er­land — Dieb­stahl aus SB-Verkaufswagen

Ein bis­lang unbe­kann­ter Täter betrat am 09.08.22 zwi­schen 11 und 18 Uhr einen SB-Ver­kaufs­wa­gen an der Kreis­stra­ße in Moorm­er­land und nahm ers­ten Erkennt­nis­sen zufol­ge Geträn­ke und Eis zu sich, ohne die­se zu bezah­len. Zudem wur­de eine fest­ge­schraub­te Geld­kas­set­te auf­ge­bro­chen und Wech­sel­geld ent­wen­det. Es ent­stand Scha­den im mitt­le­ren, zwei­stel­li­gen Bereich. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Emden — Uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfallort

Eine bis­lang unbe­kann­te Per­son stieß beim Ran­gie­ren mit sei­nem Pkw auf dem Bor­kum-Park­platz in der Stra­ße Am See­manns­heim gegen einen gepark­ten schwar­zen BMW. Der Vor­fall ereig­ne­te sich am 10.08.22 gegen 19.15 Uhr. Bei dem ver­ur­sa­chen­den Pkw han­del­te es sich ers­ten Erkennt­nis­sen nach um einen wei­ßen Klein­wa­gen der Mar­ke Hyun­dai mit Lee­ra­ner Orts­ken­nung. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

 

 

Emden — Uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfallort

Am 08.08.22 zwi­schen 17.15 und 17.45 Uhr wur­de auf einem Park­platz an der Auricher Stra­ße, in Höhe der Haus­num­mer 153 in der Nähe der Anschluss­stel­le Emden-Mit­te der A31, ein gepark­ter grau­er VW Cad­dy von einem unbe­kann­ten Fahr­zeug­fah­rer beschä­digt. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

Leer — Uner­laub­tes Ent­fer­nen vom Unfallort

Eine bis­lang unbe­kann­te Per­son tou­chier­te mit ihrem Fahr­zeug einen gepark­ten blau­en Renault Clio. Der Vor­fall ereig­ne­te sich am 10.08.22 zwi­schen 7.45 und 16.30 Uhr auf dem Park­platz Gro­ße Blei­che. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich mit der Poli­zei in Ver­bin­dung zu setzen.

Land­kreis Leer — Betrug

Zwei Per­so­nen aus dem Land­kreis Leer sind Opfer eines Betrugs über den Face­book “Mar­ket­place” gewor­den. Sie bezahl­ten jeweils dort ange­bo­te­ne Ware (ein Smart­pho­ne bzw. einen Staub­sauer), erhiel­ten die­se jedoch nicht. Die Poli­zei warnt vor Online-Käu­fen von Pri­vat­per­so­nen mit Vor­aus­zah­lung, ohne eine Mög­lich­keit zu haben, das Geld wie­der ein­zu­zie­hen. Eine wei­te­re Per­son mel­det, eine Zah­lungs­auf­for­de­rung eines Inkas­so-Unter­neh­mens erhal­ten zu haben, mit der Auf­for­de­rung, eine Rech­nung eines bekann­ten Ver­sand­hau­ses zu bezah­len. Nach Rück­fra­ge des Geschä­dig­ten bei die­sem Ver­sand­haus stell­te sich her­aus, dass es sich bei der Zah­lungs­auf­for­de­rung um einen Betrug han­deln muss. Auch hier warnt die Poli­zei: Schrei­ben von Inkas­so-Unter­neh­men soll­ten genau­es­tens auf die Rich­tig­keit über­prüft wer­den, ehe es zur Über­wei­sung des Geld­be­trags kommt. Ein Hin­weis für einen Betrug ist die Anga­be einer aus­län­di­schen IBAN, die nicht mit DE beginnt.

Wee­ner — Wahl­pla­ka­te und Par­tei­haus beschädigt

In der Risi­us­stra­ße wur­den am 09.08.22 gegen 15 Uhr Wahl­pla­ka­te beschä­digt. Zudem rief der Ver­ur­sa­cher abwer­ten­de Äuße­run­gen bezüg­lich der Par­tei. Der Ver­ur­sa­cher konn­te vor Ort von der Poli­zei ange­trof­fen wer­den. Der stark alko­ho­li­sier­te 27-Jäh­ri­ge gab die Sach­be­schä­di­gung zu. Ein Atem­al­ko­hol­test ergab 3,42 Pro­mil­le. Der Mann muss sich nun in einem Straf­ver­fah­ren ver­ant­wor­ten. Zudem wur­de in der Nacht zum 10.08.22 die Schei­be der Ein­gangs­tür zum Par­tei­haus in sel­bi­ger Stra­ße beschä­digt — ers­ten Ermitt­lun­gen zufol­ge durch das Wer­fen einer Bier­fla­sche, die vor Ort auf­ge­fun­den wur­de. Ob ein Zusam­men­hang mit der vor­he­ri­gen Tat besteht, wird der­zeit ermit­telt. Es ent­stand ein Scha­den von etwa 200 Euro. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.

West­over­le­din­gen — Betrun­ken gegen Baum gefahren

Ein 32-jäh­ri­ger Mann aus Papen­burg befuhr mit einem brau­nen Toyo­ta am 10.08.22 um 20.10 Uhr die Rus­sen­stra­ße in Rich­tung Papen­burg. Etwa 300 Meter vor der Ein­mün­dung Ellern­weg kam er rechts von der Fahr­bahn ab und prall­te gegen einen Baum. Durch die Wucht des Auf­pralls wur­de der Pkw auf die Gegen­fahr­bahn gescho­ben. Der Fah­rer wur­de mit leich­ten Ver­let­zun­gen in ein Kran­ken­haus gebracht. Zuvor wur­de vor Ort ein Atem­al­ko­hol­test durch­ge­führt, der einen Wert von 2,34 Pro­mil­le ergab. Der Füh­rer­schein wur­de sicher­ge­stellt und ein Straf­ver­fah­ren eingeleitet.

Wee­ner — Bau­schutt ille­gal entsorgt

Im “Süd­li­cher Weg” in Wee­ner wur­de von unbe­kann­ten Tätern am 06.08.22 ille­gal Bau­schutt ent­sorgt. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei oder dem Ord­nungs­amt zu melden.

Bor­kum — Suche nach ver­meint­lich in See­not befind­li­cher Person

Zu einem Groß­ein­satz kam es am 10.08.22 ab 14 Uhr in der Ost­frie­sen­stra­ße am FKK-Strand auf Bor­kum. Spa­zier­gän­ger befürch­te­ten ein Kind in See­not. Sie hat­ten das Mäd­chen, das auf 14 Jah­re alt geschätzt wird, im knie­tie­fen Was­ser ste­hen sehen. Sie erweck­te den Ein­druck, sich tie­fer ins Was­ser bege­ben zu wol­len. Als sich die Pas­san­ten nach kur­zer Zeit zu dem Kind wie­der umdreh­ten, konn­ten sie es weder im Was­ser noch am Strand ent­de­cken. Nach einer ers­ten nega­ti­ven Absu­che im Was­ser und am Strand alar­mier­ten sie den Not­ruf. Die Poli­zei Bor­kum, die Was­ser­schutz­po­li­zei Emden, ein Poli­zei­hub­schrau­ber sowie die DLRG, die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Bor­kum, die See­not­ret­tung und das MRCC waren im Ein­satz, um im Was­ser und an Land nach dem Kind zu suchen. Weil das Mäd­chen weder gefun­den noch als ver­misst gemel­det wur­de, wur­de die Suche nach rund zwei Stun­den um 16.35 Uhr ein­ge­stellt. Bis­lang gibt es kei­ne Hin­wei­se dar­auf, dass sich das Mäd­chen tat­säch­lich in See­not befun­den hatte.

Bor­kum — Meh­re­re Dieb­stäh­le von Auto-Kennzeichen

Im Zeit­raum von der Nacht von Diens­tag, 09.08.22, auf Mitt­woch, 10.08.22 bis etwa 18 Uhr, wur­den bei vier Fahr­zeu­gen Kenn­zei­chen samt Hal­te­rung abge­ris­sen. Ent­wen­det wur­den dabei jeweils nur das vor­de­re oder hin­te­re Kenn­zei­chen, je nach Park­rich­tung. Alle Pkw stan­den auf Stell­plät­zen zur Stra­ße gele­gen. Es han­delt sich bei den Tat­or­ten um die Stra­ßen Lüde­ritz, Fran­zo­sen­schan­ze, Opper­manns­pad und Ree­de­stra­ße. Auch in der Stra­ße Am Kabel­acker sind zwei Pkw betrof­fen — der Zeit­raum der Taten kann hier auf die Zeit zwi­schen dem 06.08. und dem 10.08.22 ein­ge­grenzt wer­den. Die jeweils ande­ren Kenn­zei­chen sind augen­schein­lich nicht ange­gan­gen wor­den. Wei­te­re Schä­den sind nicht bekannt. Im nähe­ren Umfeld konn­ten die Kenn­zei­chen bis­lang nicht auf­ge­fun­den wer­den. Zeu­gen wer­den gebe­ten, sich bei der Poli­zei zu melden.


 

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