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Land­kreis Leer Bil­dung und Teil­ha­be (BuT): Chan­cen­gleich­heit für alle — Zuschüs­se jetzt beantragen!

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Bil­dung und Teil­ha­be (BuT): Chan­cen­gleich­heit für alle

Das Bil­dungs­pa­ket, auch bekannt als Bil­dung und Teil­ha­be (BuT), ist ein bedeu­ten­des sozia­les Instru­ment, das Kin­dern, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen bis 25 Jah­re aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en ermög­licht, gleich­be­rech­tigt am gesell­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Es zielt dar­auf ab, Bil­dung und sozia­le Teil­ha­be zu för­dern, unab­hän­gig von der finan­zi­el­len Situa­ti­on der Familie.

Wer kann BuT-Leis­tun­gen in Anspruch nehmen?

Berech­tigt sind Kin­der und Jugend­li­che, deren Fami­li­en Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de, Sozi­al­hil­fe, Kin­der­zu­schlag oder Wohn­geld bezie­hen. Auch Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz kön­nen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen BuT-Leis­tun­gen erhalten.

Wel­che Leis­tun­gen umfasst das Bildungspaket?

  1. Kos­ten­über­nah­me für Schul­be­darf: Dazu gehö­ren Schul­hef­te, Stif­te, Sport­uten­si­li­en und Schul­ran­zen, die zwei­mal jähr­lich bezu­schusst werden.

  2. Unter­stüt­zung bei Aus­flü­gen und Klas­sen­fahr­ten: Die Kos­ten für Tages­aus­flü­ge und mehr­tä­gi­ge Klas­sen­fahr­ten wer­den über­nom­men, um allen Schü­lern die Teil­nah­me zu ermöglichen.

  3. Fahrt­kos­ten zur Schu­le: Schü­ler, die nicht zu Fuß oder mit dem Fahr­rad zur Schu­le gelan­gen kön­nen, erhal­ten einen Zuschuss zu den Fahrtkosten.

  4. Mit­tag­essen in Schu­len und Kitas: Die Kos­ten für das Mit­tag­essen kön­nen bezu­schusst wer­den, um sicher­zu­stel­len, dass alle Kin­der eine aus­ge­wo­ge­ne Ver­pfle­gung erhalten.

  5. Teil­nah­me an kul­tu­rel­len und sport­li­chen Akti­vi­tä­ten: Ein monat­li­cher Pau­schal­be­trag ermög­licht die Teil­nah­me an Ver­eins- und Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Sport­ver­ei­nen oder Musikschulen.

  6. Lern­för­de­rung: Bei gefähr­de­tem Lern­ziel kann eine Kos­ten­über­nah­me für Nach­hil­fe bewil­ligt wer­den, sofern die Schu­le den Bedarf bestätigt.

Wie kön­nen BuT-Leis­tun­gen bean­tragt werden?

Die Bean­tra­gung erfolgt über das Ser­vice­por­tal des Land­krei­ses Leer oder alter­na­tiv über Print-Anträ­ge beim ört­li­chen Sozi­al­amt oder im Job­cen­ter. Jedes Kind oder jeder Jugend­li­che benö­tigt einen eige­nen Antrag. Wich­tig ist die voll­stän­di­ge und recht­zei­ti­ge Ein­rei­chung der Anträ­ge mit den erfor­der­li­chen Unter­la­gen, um Ver­zö­ge­run­gen zu vermeiden.

Schluss­fol­ge­rung

Das Bil­dungs­pa­ket ist ein essen­ti­el­les Instru­ment zur För­de­rung der Chan­cen­gleich­heit und sozia­len Teil­ha­be. Es ermög­licht Kin­dern und Jugend­li­chen aus finan­zi­ell schwä­cher gestell­ten Fami­li­en den Zugang zu Bil­dung und ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Akti­vi­tä­ten, die für ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung ent­schei­dend sind. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Unter­stüt­zung erhal­ten inter­es­sier­te Fami­li­en bei den ört­li­chen Behör­den oder über das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Soziales.

Durch das Bil­dungs­pa­ket wird nicht nur indi­vi­du­el­le För­de­rung ermög­licht, son­dern auch ein wich­ti­ger Bei­trag zur sozia­len Inte­gra­ti­on und zur Über­win­dung von Bil­dungs­un­gleich­hei­ten geleistet.


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Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung aus dem Bil­dungs- und Teilhabepaket

Gute Bil­dung darf kei­ne Fra­ge des Ein­kom­mens sein. Das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket (BuT) der Bun­des­re­gie­rung bie­tet finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Kin­der und Jugend­li­che aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en, um deren Bil­dungs­chan­cen zu ver­bes­sern. Neben Zuschüs­sen für Schul­be­darf und das Mit­tag­essen in der Schu­le gehört auch die För­de­rung von Nach­hil­fe zu den unter­stütz­ten Maß­nah­men. So kön­nen pro­fes­sio­nel­le Lern­an­ge­bo­te kos­ten­los in Anspruch genom­men wer­den, um bes­se­re Bil­dungs- und Ent­wick­lungs­chan­cen zu ermöglichen.

Moti­vie­ren­de Nach­hil­fe durch Lerncoaches

Kin­der, die Schwie­rig­kei­ten in der Schu­le haben, kön­nen dank BuT kos­ten­lo­se Nach­hil­fe erhal­ten. Dies gilt auch, wenn sie nicht unmit­tel­bar ver­set­zungs­ge­fähr­det sind. Vor­aus­set­zung ist, dass der Schü­ler oder die Schü­le­rin nicht älter als 25 Jah­re ist und die besuch­te Schu­le kei­ne aus­rei­chen­de Lern­för­de­rung anbie­tet. Unter­stüt­zung bei der Antrag­stel­lung und der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Schu­le und Amt wird bereit­ge­stellt, um den Pro­zess zu erleichtern.

Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen

Kin­der und Jugend­li­che haben Anspruch auf Lern­för­de­rung aus dem BuT, wenn ihre Fami­li­en eine der fol­gen­den Leis­tun­gen beziehen:

  • Bür­ger­geld (ehe­mals Arbeits­lo­sen­geld II bzw. Sozi­al­geld nach SGB II)
  • Sozi­al­hil­fe nach SGB XII
  • Leis­tun­gen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Kin­der­zu­schlag nach dem Bun­des­kin­der­geld­ge­setz (BKGG)
  • Wohn­geld

Unter­stüt­zung bei der Bean­tra­gung staat­li­cher Förderung

Schul­fit-Nach­hil­fe bie­tet nicht nur Unter­stüt­zung zur Noten­ver­bes­se­rung, son­dern auch fami­li­en­ori­en­tier­te Hilfs­an­ge­bo­te. Die Bera­tung und Hil­fe zur Inan­spruch­nah­me von Nach­hil­fe im Rah­men des BuT gehö­ren dazu. Die geför­der­te Nach­hil­fe muss vom zustän­di­gen Kreis­amt, Sozi­al­amt oder Job­cen­ter geneh­migt wer­den. Schul­fit beglei­tet Sie von der Antrag­stel­lung bis zum Bescheid und freut sich mit Ihnen über die ers­ten Erfol­ge Ihres Kindes.

Gra­tis Schnupperstunden

Um das Ange­bot ken­nen­zu­ler­nen, bie­tet Schul­fit zwei kos­ten­lo­se Schnup­per­stun­den im Grup­pen­un­ter­richt an:

  • Stand­ort Leer: Heis­fel­der Stra­ße 2, Tele­fon: 0491 – 5951
  • Stand­ort Moorm­er­land: Rudolf-Eucken-Stra­ße 14, Tele­fon: 04954 — 8789

Pro­fes­sio­nel­le Nach­hil­fe und Coaching

Schul­fit bie­tet Nach­hil­fe für alle Klas­sen und Schul­for­men in ver­schie­de­nen Fächern, dar­un­ter Deutsch, Mathe­ma­tik, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Latein, Kunst, Phy­sik, Che­mie, Bio­lo­gie und vie­le mehr. Auch Online-Nach­hil­fe ist möglich.

Wei­te­re Ange­bo­te umfassen:

  • Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen
  • Indi­vi­du­el­les Coaching
  • Erwach­se­nen­bil­dung

Dar­über hin­aus bie­tet Schul­fit Bera­tung zu Lern­ent­wick­lung, Schul­lauf­bahn, Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten und Lern­the­ra­pie sowie Unter­stüt­zung für Fami­li­en und Sprach­kur­se an.

Kon­takt­in­for­ma­tio­nen

  • Stand­ort Leer: Heis­fel­der Stra­ße 2, Tele­fon: 0491 – 5951
  • Stand­ort Moorm­er­land: Rudolf-Eucken-Stra­ße 14, Tele­fon: 04954 — 8789
  • E‑Mail: info@schulfit-nachhilfe.de
  • Whats­App oder SMS: 0176 24206004

Nut­zen Sie die Mög­lich­kei­ten des Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­kets, um die Bil­dungs­chan­cen Ihres Kin­des zu ver­bes­sern. Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne auf die­sem Weg!

Lern­the­ra­pie Ost­fries­land Land­kreis Leer und Moormerland

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Ulf Thie­le besucht Wein Wolff: Ost­frie­si­sche Spi­ri­tuo­sen tref­fen auf neue EU-Bürokratie

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(von links) Geschäfts­füh­rer und Som­me­lier Jan Wolff, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ulf Thie­le und Destil­la­teur Ste­fan Men­nen­ga. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Thie­le bei Wein Wolff: Ost­frie­si­sche Tra­di­ti­on, neue Ideen – und zu viel Bürokratie

Leer, 26. August 2026. Wie ent­ste­hen neue Spi­ri­tuo­sen, die zur Regi­on und zum Geschmack der Men­schen in Ost­fries­land pas­sen? Die­ser Fra­ge ist der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le bei einem Besuch des Leera­ner Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens Wein Wolff nach­ge­gan­gen. Gemein­sam mit Geschäfts­füh­rer und Som­me­lier Jan Wolff sowie Destil­la­teur Ste­fan Men­nen­ga sprach Thie­le über die Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te, regio­na­le Geschmacks­un­ter­schie­de und die Ver­bin­dung von jahr­hun­der­te­al­ter Erfah­rung mit neu­en Ideen.

Dabei blieb es nicht bei der Theo­rie. Ste­fan Men­nen­ga, der bei Wein Wolff neue Spi­ri­tuo­sen ent­wi­ckelt und bestehen­de Rezep­tu­ren wei­ter­führt, gab Ein­bli­cke in die Arbeit mit Kräu­ter­aus­zü­gen, Aro­ma­de­stil­la­ten und unter­schied­li­chen Ansät­zen. Auch eine Ver­kos­tung gehör­te zum Besuch.

„Hier steckt unglaub­lich viel Erfah­rung, hand­werk­li­ches Kön­nen und Gespür für die Regi­on in jeder Fla­sche. Beson­ders span­nend fand ich, wie genau Jan Wolff und Ste­fan Men­nen­ga wis­sen, wel­che Geschmacks­rich­tun­gen in Ost­fries­land gefragt sind – und dass sich die Vor­lie­ben teil­wei­se sogar von Ort zu Ort unter­schei­den“, sag­te Thiele.

Spi­ri­tuo­sen mit Geschich­te und neu­en Ideen

Die Her­stel­lung eige­ner Spi­ri­tuo­sen gehört seit Gene­ra­tio­nen zum Unter­neh­men. Eini­ge Rezep­tu­ren wer­den bereits seit mehr als 100 Jah­ren ver­wen­det und inner­halb der Fami­lie wei­ter­ge­ge­ben. Gleich­zei­tig ent­ste­hen immer wie­der neue Pro­duk­te und Pro­dukt­li­ni­en, die tra­di­tio­nel­le ost­frie­si­sche Geschmacks­rich­tun­gen mit moder­nen Ideen verbinden.

Für Thie­le zeigt sich dar­in, dass Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on kein Wider­spruch sein müs­sen: „Wer sei­ne Wur­zeln kennt, kann dar­aus auch etwas Neu­es entwickeln.“

Wie tief die­se Wur­zeln rei­chen, wur­de beim anschlie­ßen­den Rund­gang mit Jan Wolff durch das his­to­ri­sche Haus Sam­son deut­lich. Das Gebäu­de in der Leera­ner Alt­stadt stammt im Kern aus dem 16. Jahr­hun­dert. Neben dem Stamm­ge­schäft und der Ver­wal­tung befin­det sich dort ein Muse­um mit einer umfang­rei­chen Samm­lung ost­frie­si­scher Wohnkultur.

Seit 2007 befin­den sich das Haus Sam­son und die Samm­lung im Besitz der Hil­ke und Fritz Wolff Stif­tung. Die weit­läu­fi­gen, teil­wei­se rund 400 Jah­re alten Kel­ler­ge­wöl­be unter den Häu­sern in der Rat­haus­stra­ße wer­den bis heu­te zur Lage­rung von Wein genutzt.

Wein Wolff: Seit 1800 in Leer

Die Geschich­te des Unter­neh­mens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heu­te führt Jan Wolff den Fami­li­en­be­trieb bereits in sieb­ter Gene­ra­ti­on. Mehr als 1.000 ver­schie­de­ne Wei­ne gehö­ren zum Sor­ti­ment. Hin­zu kom­men zahl­rei­che ost­frie­si­sche Spi­ri­tuo­sen, die direkt in Leer her­ge­stellt werden.

Pro­duk­ti­on, Han­del, Fili­al­ge­schäft und Online-Ver­sand grei­fen dabei inein­an­der. Gera­de die­se Ver­bin­dung aus tra­di­ti­ons­rei­chem Fami­li­en­un­ter­neh­men und moder­nem Mit­tel­stand war für Thie­le ein wich­ti­ger Anlass, neben den Pro­duk­ten auch über die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für Unter­neh­men zu sprechen.

Neue EU-Regeln sor­gen für zusätz­li­che Belastungen

Im Gespräch mit Jan Wolff ging es des­halb aus­führ­lich um die zuneh­men­den Anfor­de­run­gen durch euro­päi­sche Rege­lun­gen für Han­del und Online-Ver­sand. Beson­ders im Mit­tel­punkt stan­den die Emp­Co-Richt­li­nie gegen Green­wa­shing und die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR).

„Die Emp­Co-Richt­li­nie gegen Green­wa­shing und die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung stel­len klei­ne Unter­neh­men, den Mit­tel­stand und Ver­sand­händ­ler vor erheb­li­che zusätz­li­che Anfor­de­run­gen. Mehr Ver­brau­cher­schutz und weni­ger Ver­pa­ckungs­müll sind grund­sätz­lich rich­ti­ge Zie­le. Ent­schei­dend ist jedoch, dass die Umset­zung rechts­si­cher, pra­xis­taug­lich und mit­tel­stands­freund­lich erfolgt“, erklär­te Thiele.

Gera­de klei­ne Betrie­be und Online-Händ­ler benö­tig­ten kla­re Regeln statt neu­er Büro­kra­tie­fal­len. „Wer Nach­hal­tig­keit ehr­lich kom­mu­ni­ziert oder Waren ins EU-Aus­land lie­fert, darf nicht durch unkla­re Vor­ga­ben, zusätz­li­che Regis­trie­rungs­pflich­ten und Abmahn­ri­si­ken aus­ge­bremst werden.“

Emp­Co-Richt­li­nie: Stren­ge­re Vor­ga­ben für Nachhaltigkeitswerbung

Mit der Umset­zung der Emp­Co-Richt­li­nie (EU) 2024/825 wer­den die Anfor­de­run­gen an Umwelt- und Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen deut­lich ver­schärft. Die neu­en Rege­lun­gen sind ab dem 27. Sep­tem­ber 2026 anzuwenden.

All­ge­mei­ne Umwelt­aus­sa­gen wie „kli­ma­freund­lich“, „grün“ oder „nach­hal­tig“ wer­den künf­tig nur noch unter deut­lich stren­ge­ren Vor­aus­set­zun­gen zuläs­sig sein. Unter­neh­men müs­sen des­halb ihre Wer­bung, Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Ver­pa­ckun­gen und Online-Auf­trit­te über­prü­fen und gege­be­nen­falls anpassen.

Aus Sicht Thie­les ist ins­be­son­de­re pro­ble­ma­tisch, dass für bereits pro­du­zier­te Ver­pa­ckun­gen und Waren­be­stän­de kei­ne aus­rei­chen­de rechts­si­che­re Auf­brauch- oder Abver­kaufs­frist vor­ge­se­hen ist.

„Es kann nicht nach­hal­tig sein, recht­mä­ßig pro­du­zier­te Ver­pa­ckun­gen oder sogar Waren ver­nich­ten zu müs­sen, nur weil sich zwi­schen­zeit­lich die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen geän­dert haben. Des­halb unter­stüt­ze ich die For­de­rung nach einer min­des­tens ein­jäh­ri­gen Abver­kaufs­frist für vor­han­de­ne Bestän­de“, sag­te Thiele.

Zudem müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass eta­blier­te unab­hän­gi­ge Ver­brau­cher­tests und seriö­se Stan­dards nicht unbe­ab­sich­tigt unter pau­scha­le Ver­bo­te fal­len oder neue Abmahn­ri­si­ken entstehen.

EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung bringt neue Pflich­ten für Online-Händler

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung sieht Thie­le in der EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Ins­be­son­de­re der grenz­über­schrei­ten­de Ver­sand bringt zusätz­li­che Pflich­ten mit sich.

Wer ver­pack­te Waren unmit­tel­bar an End­ver­brau­cher in ande­ren EU-Mit­glied­staa­ten lie­fert, muss dort grund­sätz­lich die jewei­li­gen Vor­ga­ben der erwei­ter­ten Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung erfül­len und einen Bevoll­mäch­tig­ten benen­nen. Damit kön­nen zusätz­li­che Registrierungs‑, Mel­de- und Kos­ten­pflich­ten ver­bun­den sein.

Für klei­ne Online-Händ­ler kann die­ser Auf­wand im Ver­hält­nis zu weni­gen Lie­fe­run­gen in ein­zel­ne EU-Staa­ten erheb­lich sein. Im schlimms­ten Fall könn­te dadurch ein wirt­schaft­li­cher Anreiz ent­ste­hen, Kun­den in ande­ren Mit­glied­staa­ten gar nicht mehr zu beliefern.

„Wenn klei­ne­re Online-Händ­ler ihren Ver­sand in ande­re EU-Staa­ten ein­stel­len, weil sich eini­ge weni­ge Pake­te wegen der damit ver­bun­de­nen Büro­kra­tie nicht mehr rech­nen, läuft etwas grund­sätz­lich falsch. Das wider­spricht dem Gedan­ken des euro­päi­schen Bin­nen­mark­tes“, bekräf­tig­te Thiele.

Er for­dert des­halb eine schnel­le mit­tel­stands­freund­li­che Kor­rek­tur. Dazu gehör­ten ins­be­son­de­re eine deut­lich ein­fa­che­re Rege­lung der Bevoll­mäch­tig­ten­pflicht sowie sinn­vol­le Aus­nah­men und Erleich­te­run­gen für klei­ne Unter­neh­men und gerin­ge Versandmengen.

Thie­le sucht direkt den Kon­takt nach Brüssel

Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thie­le direkt Kon­takt mit den Abge­ord­ne­ten des Euro­päi­schen Par­la­ments Jens Gie­se­ke aus dem Ems­land und David McAl­lis­ter aus dem Land­kreis Cux­ha­ven auf.

Bei­de ver­si­cher­ten, dass sich die Frak­ti­on der Euro­päi­schen Volks­par­tei im Euro­päi­schen Par­la­ment und auch sie per­sön­lich für eine schnel­le Lösung ein­set­zen wol­len. Ziel sei es, die von der Kom­mis­si­on in Kraft gesetz­te Richt­li­nie schnellst­mög­lich außer Kraft zu set­zen und anschlie­ßend mit­tel­stands­freund­lich zu überarbeiten.

Die Fol­ge­wir­kun­gen der jetzt in Kraft gesetz­ten Emp­Co-Richt­li­nie sei­en nicht im Sin­ne der EVP-Frak­ti­on und ent­sprä­chen nicht den poli­ti­schen Vor­ga­ben des Euro­päi­schen Parlaments.

„Sol­chen Betrie­ben soll­ten wir den Rücken freihalten“

Für Ulf Thie­le hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Sei­ten des erfolg­rei­chen Mit­tel­stands sicht­bar gemacht: auf der einen Sei­te jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on, hand­werk­li­ches Kön­nen und regio­na­le Ver­bun­den­heit, auf der ande­ren Sei­te Inno­va­ti­on, neue Pro­duk­te und moder­ne Vertriebswege.

„Hier wird seit mehr als zwei Jahr­hun­der­ten unter­neh­me­ri­sche Tra­di­ti­on bewahrt und gleich­zei­tig stän­dig etwas Neu­es ent­wi­ckelt. Genau sol­chen Betrie­ben soll­ten wir den Rücken frei­hal­ten. Euro­pa muss ihnen den Zugang zum Bin­nen­markt erleich­tern – und darf ihn nicht mit neu­er Büro­kra­tie erschwe­ren“, erklär­te Thie­le abschließend.

 

Wie und wo ent­ste­hen bei Wein Wolff eigent­lich die vie­len Krea­tio­nen neu­er Spi­ri­tuo­sen? Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) schau­te hin­ter die Kulis­sen des ost­frie­si­schen Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens in der Leera­ner Alt­stadt. Neue euro­päi­sche Vor­ga­ben erschwe­ren aller­dings den Han­del im Binnenmarkt.

 

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Poli­zei­chef Tho­mas Meme­ring geht in den Ruhe­stand: Nach 44 Jah­ren endet eine beein­dru­cken­de Laufbahn

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Poli­zei­prä­si­dent de Vries (rechts) ver­ab­schie­de­te Tho­mas Meme­ring in den Ruhestand

 

Tho­mas Meme­ring geht in den Ruhe­stand: Nach fast 44 Jah­ren endet eine beein­dru­cken­de Polizeilaufbahn

Nach fast 44 Jah­ren im Dienst der Poli­zei Nie­der­sach­sen beginnt für den Lei­ten­den Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Meme­ring ein neu­er Lebens­ab­schnitt. Der 61-Jäh­ri­ge wur­de im Rah­men einer Fei­er­stun­de am 24. August 2026 mit Wir­kung zum 1. Sep­tem­ber 2026 in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det. Fünf Jah­re lang stand Meme­ring an der Spit­ze der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden.

Die Dienst­ge­schäf­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden wer­den künf­tig kom­mis­sa­risch von Poli­zei­ober­rä­tin Fri­da San­der geführt.

Tho­mas Meme­ring: „Ich bin dankbar“

Bei sei­ner Ver­ab­schie­dung stand vor allem ein Gefühl im Mit­tel­punkt: Dank­bar­keit. „Ich bin dank­bar dafür, dass ich 44 Jah­re lang einen tol­len Beruf aus­üben durf­te. Und ich bin dank­bar dafür, dass ich so tol­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen an mei­ner Sei­te haben durf­te“, sag­te Tho­mas Memering.

Gleich­zei­tig rich­te­te er den Blick auf die täg­li­che Arbeit sei­ner Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen. „Sie leis­ten jeden Tag eine anspruchs­vol­le Arbeit für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Ihre Auf­ga­ben beinhal­ten ein gro­ßes Maß an Ver­ant­wor­tung, und gleich­zei­tig müs­sen Sie viel ertra­gen – sowohl kör­per­lich als auch psy­chisch. Ich habe höchs­ten Respekt vor dem, was Sie jeden Tag leis­ten“, beton­te der schei­den­de Lei­ter der Polizeiinspektion.

Sei­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen gab Meme­ring zum Abschied einen per­sön­li­chen Wunsch mit auf den Weg: „Ich wün­sche Ihnen allen min­des­tens so viel Berufs­zu­frie­den­heit, wie ich sie genie­ßen durfte.“

Frie­do de Vries wür­digt beein­dru­cken­de Karriere

Auch Frie­do de Vries, Prä­si­dent der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück, wür­dig­te die lang­jäh­ri­ge Lauf­bahn von Tho­mas Meme­ring in sei­ner Rede zur offi­zi­el­len Verabschiedung.

Meme­ring bli­cke auf eine beein­dru­cken­de Kar­rie­re zurück. Rund 25 Jah­re war er bei der Was­ser­schutz­po­li­zei Nie­der­sach­sen tätig. Dar­über hin­aus arbei­te­te er mehr als 25 Jah­re in her­aus­ge­ho­be­nen Füh­rungs­po­si­tio­nen der Landespolizei.

Beson­ders die ver­gan­ge­nen fünf Jah­re als Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden sei­en von einem dyna­mi­schen Wan­del und zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen in der poli­zei­li­chen Arbeit geprägt gewe­sen. In die­ser Zeit trug Meme­ring Ver­ant­wor­tung für mehr als 350 Mit­ar­bei­ten­de und für die Sicher­heit von rund 225.000 Men­schen im Land­kreis Leer und in der Stadt Emden.

De Vries hob dabei ins­be­son­de­re Meme­rings gro­ße Erfah­rung, sei­nen Wer­te­kom­pass und sei­ne Sou­ve­rä­ni­tät her­vor. Er habe die Ent­wick­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on ver­läss­lich gestal­tet. Zum Abschied bezeich­ne­te de Vries Tho­mas Meme­ring als ein „beson­ne­nes und sehr geschätz­tes Urge­stein unse­rer Füh­rungs­crew“.

Poli­zei­lauf­bahn begann 1982

Der beruf­li­che Weg von Tho­mas Meme­ring begann im Okto­ber 1982 an der Lan­des­po­li­zei­schu­le Nie­der­sach­sen. Dort absol­vier­te er sei­ne Aus­bil­dung zum Poli­zei­haupt­wacht­meis­ter.

Nach Abschluss sei­ner Aus­bil­dung führ­te ihn sei­ne Lauf­bahn unter ande­rem zur Was­ser­schutz­po­li­zei in Emden, Olden­burg, Wil­helms­ha­ven und Han­no­ver. Ins­ge­samt war Meme­ring rund ein Vier­tel­jahr­hun­dert bei der Was­ser­schutz­po­li­zei Nie­der­sach­sen tätig.

Eine wei­te­re wich­ti­ge Sta­ti­on sei­ner Kar­rie­re war das Poli­zei­kom­mis­sa­ri­at in Papen­burg, das er sechs Jah­re lang leitete.

Im Okto­ber 2017 über­nahm Meme­ring die Lei­tung des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Knapp vier Jah­re spä­ter folg­te der nächs­te Schritt: Im August 2021 über­nahm er die Lei­tung der gesam­ten Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden.

Damit stand er fünf Jah­re lang an der Spit­ze der Inspek­ti­on und war für die poli­zei­li­che Arbeit in der Stadt Emden sowie im Land­kreis Leer verantwortlich.

Dank für 44 Jah­re Einsatz

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bedank­te sich bei Tho­mas Meme­ring aus­drück­lich für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment, sei­ne Füh­rungs­ar­beit und sei­nen Ein­satz für die Men­schen in der Region.

Mit dem Ein­tritt in den Ruhe­stand endet für den 61-Jäh­ri­gen eine fast 44 Jah­re dau­ern­de Dienst­zeit bei der Poli­zei Nie­der­sach­sen.

Für sei­nen neu­en Lebens­ab­schnitt wünscht die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden Tho­mas Meme­ring vor allem Gesund­heit, Zeit für Fami­lie und Freun­de sowie vie­le schö­ne Momen­te – fern­ab von Dienst­plä­nen, Lage­be­spre­chun­gen und Telefonkonferenzen.

Ab dem 1. Sep­tem­ber 2026 wird Poli­zei­ober­rä­tin Fri­da San­der die Dienst­ge­schäf­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden kom­mis­sa­risch führen.

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MS Dol­lard: Fähr­sai­son 2026 endet am 3. Okto­ber – letz­te Fahr­ten ab Ditz­um, Emden und Delfzijl

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Herbst­be­ginn mit der MS Dol­lard: Nur noch mitt­wochs und sams­tags über den Dollard

Noch zeigt sich der Som­mer von sei­ner bes­ten Sei­te – doch der Herbst steht bereits vor der Tür. Damit nähert sich auch das Ende der dies­jäh­ri­gen Fähr­sai­son der MS Dol­lard. Ab kom­men­der Woche fährt das Fahr­gast­schiff nur noch mitt­wochs und sams­tags auf der belieb­ten Rou­te zwi­schen Ditz­um, Emden und Delf­zi­jl und wie­der zurück.

Die Fähr­sai­son endet am 3. Okto­ber 2026. Wer in die­sem Jahr noch eine Schiff­fahrt über den Dol­lard mit einer Rad­tour oder einem Besuch in den Nie­der­lan­den ver­bin­den möch­te, hat damit nur noch weni­ge Gelegenheiten.

Mit der MS Dol­lard nach Delfzijl

Die Fahrt über die Mee­res­bucht Dol­lard bie­tet eine beson­de­re Mög­lich­keit, eine Rad­tour mit einer Schiff­fahrt zu ver­bin­den und gleich­zei­tig einen Abste­cher zu den nie­der­län­di­schen Nach­barn zu unter­neh­men. Beson­ders inter­es­sant ist bei­spiels­wei­se eine Fahrt am Mitt­woch zum Markt­tag in Delf­zi­jl.

Die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te als Ver­an­stal­te­rin weist dar­auf hin, dass die Fahr­kar­ten für die Fähr­ver­bin­dun­gen direkt an Bord, bei den Tou­rist-Infor­ma­tio­nen oder online erhält­lich sind.

Letz­te Mini­kreuz­fahrt von Ditz­um nach Leer am 27. September

Eine beson­de­re Gele­gen­heit bie­tet sich am 27. Sep­tem­ber 2026. Dann wird die letz­te dies­jäh­ri­ge „Mini­kreuz­fahrt“ mit der MS Dol­lard von Ditz­um nach Leer und zurück angeboten.

Vie­le Gäs­te nut­zen das Ange­bot für eine kom­bi­nier­te Schiffs- und Rad­tour. Das Schiff legt um 10 Uhr in Ditz­um ab und nimmt Kurs auf Leer. Unter­wegs pas­siert die MS Dol­lard unter ande­rem das Ems­sperr­werk, die Jann-Berg­haus-Brü­cke und die Schleu­se in Leer.

Gegen 12 Uhr erreicht das Schiff Leer. Dort bleibt rund drei Stun­den Zeit, bevor es um 15 Uhr wie­der zurück nach Ditz­um geht. Die Ankunft in Ditz­um ist gegen 17 Uhr vorgesehen.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Mini­kreuz­fahrt gibt es auf der Inter­net­sei­te der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Route.

 

Fähr­zei­ten zwi­schen Ditz­um, Emden und Delfzijl

Wäh­rend der ver­blei­ben­den Fähr­sai­son gel­ten fol­gen­de Anle­ge- und Abfahrtszeiten:

Vor­mit­tags:

  • Ditz­um ab: 8.30 Uhr
  • Emden an: 9.10 Uhr
  • Emden ab: 9.20 Uhr
  • Delf­zi­jl an: 10.40 Uhr
  • Delf­zi­jl ab: 10.50 Uhr
  • Emden an: 12.10 Uhr
  • Emden ab: 12.20 Uhr
  • Ditz­um an: 13.00 Uhr

Anschlie­ßend gibt es in Ditz­um eine Pau­se von 1,5 Stun­den.

Nach­mit­tags:

  • Ditz­um ab: 14.30 Uhr
  • Emden an: 15.10 Uhr
  • Emden ab: 15.20 Uhr
  • Delf­zi­jl an: 16.40 Uhr
  • Delf­zi­jl ab: 16.50 Uhr
  • Emden an: 18.10 Uhr
  • Emden ab: 18.20 Uhr
  • Ditz­um an: 18.55 Uhr

 

 

Tickets für die MS Dollard

Fahr­kar­ten für die Fähr­fahr­ten und die Mini­kreuz­fahrt sind direkt an Bord, bei den Tou­rist-Infor­ma­tio­nen sowie online erhältlich.

Die letz­te regu­lä­re Fähr­fahrt der Sai­son fin­det am 3. Okto­ber 2026 statt. Die letz­te Mini­kreuz­fahrt zwi­schen Ditz­um und Leer wird bereits am 27. Sep­tem­ber 2026 angeboten.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Dol­lard­fäh­re und den Fahr­ten gibt es unter www.dollard-route.de/dollartfaehre. Infor­ma­tio­nen zur Mini­kreuz­fahrt fin­den Inter­es­sier­te unter www.dollard-route.de/minikreuzfahrt/. Online-Tickets sind unter https://bit.ly/dollardticketsbuchen erhältlich.

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