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Land­kreis Leer Bil­dung und Teil­ha­be (BuT): Chan­cen­gleich­heit für alle — Zuschüs­se jetzt beantragen!

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Bil­dung und Teil­ha­be (BuT): Chan­cen­gleich­heit für alle

Das Bil­dungs­pa­ket, auch bekannt als Bil­dung und Teil­ha­be (BuT), ist ein bedeu­ten­des sozia­les Instru­ment, das Kin­dern, Jugend­li­chen und jun­gen Erwach­se­nen bis 25 Jah­re aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en ermög­licht, gleich­be­rech­tigt am gesell­schaft­li­chen Leben teil­zu­neh­men. Es zielt dar­auf ab, Bil­dung und sozia­le Teil­ha­be zu för­dern, unab­hän­gig von der finan­zi­el­len Situa­ti­on der Familie.

Wer kann BuT-Leis­tun­gen in Anspruch nehmen?

Berech­tigt sind Kin­der und Jugend­li­che, deren Fami­li­en Grund­si­che­rung für Arbeit­su­chen­de, Sozi­al­hil­fe, Kin­der­zu­schlag oder Wohn­geld bezie­hen. Auch Emp­fän­ger von Leis­tun­gen nach dem Asyl­be­wer­ber­leis­tungs­ge­setz kön­nen unter bestimm­ten Vor­aus­set­zun­gen BuT-Leis­tun­gen erhalten.

Wel­che Leis­tun­gen umfasst das Bildungspaket?

  1. Kos­ten­über­nah­me für Schul­be­darf: Dazu gehö­ren Schul­hef­te, Stif­te, Sport­uten­si­li­en und Schul­ran­zen, die zwei­mal jähr­lich bezu­schusst werden.

  2. Unter­stüt­zung bei Aus­flü­gen und Klas­sen­fahr­ten: Die Kos­ten für Tages­aus­flü­ge und mehr­tä­gi­ge Klas­sen­fahr­ten wer­den über­nom­men, um allen Schü­lern die Teil­nah­me zu ermöglichen.

  3. Fahrt­kos­ten zur Schu­le: Schü­ler, die nicht zu Fuß oder mit dem Fahr­rad zur Schu­le gelan­gen kön­nen, erhal­ten einen Zuschuss zu den Fahrtkosten.

  4. Mit­tag­essen in Schu­len und Kitas: Die Kos­ten für das Mit­tag­essen kön­nen bezu­schusst wer­den, um sicher­zu­stel­len, dass alle Kin­der eine aus­ge­wo­ge­ne Ver­pfle­gung erhalten.

  5. Teil­nah­me an kul­tu­rel­len und sport­li­chen Akti­vi­tä­ten: Ein monat­li­cher Pau­schal­be­trag ermög­licht die Teil­nah­me an Ver­eins- und Frei­zeit­an­ge­bo­ten wie Sport­ver­ei­nen oder Musikschulen.

  6. Lern­för­de­rung: Bei gefähr­de­tem Lern­ziel kann eine Kos­ten­über­nah­me für Nach­hil­fe bewil­ligt wer­den, sofern die Schu­le den Bedarf bestätigt.

Wie kön­nen BuT-Leis­tun­gen bean­tragt werden?

Die Bean­tra­gung erfolgt über das Ser­vice­por­tal des Land­krei­ses Leer oder alter­na­tiv über Print-Anträ­ge beim ört­li­chen Sozi­al­amt oder im Job­cen­ter. Jedes Kind oder jeder Jugend­li­che benö­tigt einen eige­nen Antrag. Wich­tig ist die voll­stän­di­ge und recht­zei­ti­ge Ein­rei­chung der Anträ­ge mit den erfor­der­li­chen Unter­la­gen, um Ver­zö­ge­run­gen zu vermeiden.

Schluss­fol­ge­rung

Das Bil­dungs­pa­ket ist ein essen­ti­el­les Instru­ment zur För­de­rung der Chan­cen­gleich­heit und sozia­len Teil­ha­be. Es ermög­licht Kin­dern und Jugend­li­chen aus finan­zi­ell schwä­cher gestell­ten Fami­li­en den Zugang zu Bil­dung und ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Akti­vi­tä­ten, die für ihre per­sön­li­che Ent­wick­lung ent­schei­dend sind. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Unter­stüt­zung erhal­ten inter­es­sier­te Fami­li­en bei den ört­li­chen Behör­den oder über das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Arbeit und Soziales.

Durch das Bil­dungs­pa­ket wird nicht nur indi­vi­du­el­le För­de­rung ermög­licht, son­dern auch ein wich­ti­ger Bei­trag zur sozia­len Inte­gra­ti­on und zur Über­win­dung von Bil­dungs­un­gleich­hei­ten geleistet.


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Finan­zi­el­le Unter­stüt­zung aus dem Bil­dungs- und Teilhabepaket

Gute Bil­dung darf kei­ne Fra­ge des Ein­kom­mens sein. Das Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­ket (BuT) der Bun­des­re­gie­rung bie­tet finan­zi­el­le Unter­stüt­zung für Kin­der und Jugend­li­che aus ein­kom­mens­schwa­chen Fami­li­en, um deren Bil­dungs­chan­cen zu ver­bes­sern. Neben Zuschüs­sen für Schul­be­darf und das Mit­tag­essen in der Schu­le gehört auch die För­de­rung von Nach­hil­fe zu den unter­stütz­ten Maß­nah­men. So kön­nen pro­fes­sio­nel­le Lern­an­ge­bo­te kos­ten­los in Anspruch genom­men wer­den, um bes­se­re Bil­dungs- und Ent­wick­lungs­chan­cen zu ermöglichen.

Moti­vie­ren­de Nach­hil­fe durch Lerncoaches

Kin­der, die Schwie­rig­kei­ten in der Schu­le haben, kön­nen dank BuT kos­ten­lo­se Nach­hil­fe erhal­ten. Dies gilt auch, wenn sie nicht unmit­tel­bar ver­set­zungs­ge­fähr­det sind. Vor­aus­set­zung ist, dass der Schü­ler oder die Schü­le­rin nicht älter als 25 Jah­re ist und die besuch­te Schu­le kei­ne aus­rei­chen­de Lern­för­de­rung anbie­tet. Unter­stüt­zung bei der Antrag­stel­lung und der Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Schu­le und Amt wird bereit­ge­stellt, um den Pro­zess zu erleichtern.

Anspruchs­vor­aus­set­zun­gen

Kin­der und Jugend­li­che haben Anspruch auf Lern­för­de­rung aus dem BuT, wenn ihre Fami­li­en eine der fol­gen­den Leis­tun­gen beziehen:

  • Bür­ger­geld (ehe­mals Arbeits­lo­sen­geld II bzw. Sozi­al­geld nach SGB II)
  • Sozi­al­hil­fe nach SGB XII
  • Leis­tun­gen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz
  • Kin­der­zu­schlag nach dem Bun­des­kin­der­geld­ge­setz (BKGG)
  • Wohn­geld

Unter­stüt­zung bei der Bean­tra­gung staat­li­cher Förderung

Schul­fit-Nach­hil­fe bie­tet nicht nur Unter­stüt­zung zur Noten­ver­bes­se­rung, son­dern auch fami­li­en­ori­en­tier­te Hilfs­an­ge­bo­te. Die Bera­tung und Hil­fe zur Inan­spruch­nah­me von Nach­hil­fe im Rah­men des BuT gehö­ren dazu. Die geför­der­te Nach­hil­fe muss vom zustän­di­gen Kreis­amt, Sozi­al­amt oder Job­cen­ter geneh­migt wer­den. Schul­fit beglei­tet Sie von der Antrag­stel­lung bis zum Bescheid und freut sich mit Ihnen über die ers­ten Erfol­ge Ihres Kindes.

Gra­tis Schnupperstunden

Um das Ange­bot ken­nen­zu­ler­nen, bie­tet Schul­fit zwei kos­ten­lo­se Schnup­per­stun­den im Grup­pen­un­ter­richt an:

  • Stand­ort Leer: Heis­fel­der Stra­ße 2, Tele­fon: 0491 – 5951
  • Stand­ort Moorm­er­land: Rudolf-Eucken-Stra­ße 14, Tele­fon: 04954 — 8789

Pro­fes­sio­nel­le Nach­hil­fe und Coaching

Schul­fit bie­tet Nach­hil­fe für alle Klas­sen und Schul­for­men in ver­schie­de­nen Fächern, dar­un­ter Deutsch, Mathe­ma­tik, Eng­lisch, Fran­zö­sisch, Latein, Kunst, Phy­sik, Che­mie, Bio­lo­gie und vie­le mehr. Auch Online-Nach­hil­fe ist möglich.

Wei­te­re Ange­bo­te umfassen:

  • Prü­fungs­vor­be­rei­tun­gen
  • Indi­vi­du­el­les Coaching
  • Erwach­se­nen­bil­dung

Dar­über hin­aus bie­tet Schul­fit Bera­tung zu Lern­ent­wick­lung, Schul­lauf­bahn, Ver­hal­tens­auf­fäl­lig­kei­ten und Lern­the­ra­pie sowie Unter­stüt­zung für Fami­li­en und Sprach­kur­se an.

Kon­takt­in­for­ma­tio­nen

  • Stand­ort Leer: Heis­fel­der Stra­ße 2, Tele­fon: 0491 – 5951
  • Stand­ort Moorm­er­land: Rudolf-Eucken-Stra­ße 14, Tele­fon: 04954 — 8789
  • E‑Mail: info@schulfit-nachhilfe.de
  • Whats­App oder SMS: 0176 24206004

Nut­zen Sie die Mög­lich­kei­ten des Bil­dungs- und Teil­ha­be­pa­kets, um die Bil­dungs­chan­cen Ihres Kin­des zu ver­bes­sern. Wir unter­stüt­zen Sie ger­ne auf die­sem Weg!

Lern­the­ra­pie Ost­fries­land Land­kreis Leer und Moormerland

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Land­ge­richt ver­han­delt wegen ver­such­ten Tötungs­de­likts in Leer

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Ver­such­tes Tötungs­de­likt in Leer: Pro­zess­be­ginn am Dienstag

Pro­zess­be­ginn am 13. Okto­ber 2026 – 28-jäh­ri­ger Ange­klag­ter soll einen Mann mit zahl­rei­chen Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben

Leer/Aurich – Vor dem Land­ge­richt beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, ein Straf­ver­fah­ren gegen einen 28-jäh­ri­gen Ange­klag­ten aus Leer. Die Schwur­ge­richts­kam­mer ver­han­delt den Vor­wurf eines ver­such­ten Tötungs­de­likts. Nach der Ankla­ge­schrift der Staats­an­walt­schaft Aurich soll der Mann im Juni 2026 in Leer einen ande­ren Men­schen mit zahl­rei­chen mas­si­ven Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben.

Ange­klag­ter soll mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben

Dem Ange­klag­ten wird vor­ge­wor­fen, dem Geschä­dig­ten zahl­rei­che kräf­ti­ge Faust­schlä­ge gegen das Gesicht, den Kopf und den Ober­kör­per ver­setzt zu haben. Dabei soll er mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben. Auf­grund der Schwe­re sei­ner Ver­let­zun­gen muss­te der Geschä­dig­te nach Anga­ben der Ankla­ge­schrift im Kran­ken­haus in ein künst­li­ches Koma ver­setzt werden.

Der Tat soll eine Aus­ein­an­der­set­zung des Ange­klag­ten mit einer wei­te­ren Geschä­dig­ten vor­aus­ge­gan­gen sein. Im Ver­lauf die­ses Streits soll der 28-Jäh­ri­ge die Frau unter ande­rem ins Gesicht geschla­gen und getre­ten haben.

Der Ange­klag­te befin­det sich inzwi­schen vor­läu­fig in einem psych­ia­tri­schen Krankenhaus.

Drei Ver­hand­lungs­ter­mi­ne angesetzt

Die Haupt­ver­hand­lung beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, um 9 Uhr im Saal 116 des Land­ge­richts. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt San­ders. Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 10/26 geführt.

Als wei­te­re Ver­hand­lungs­ter­mi­ne sind der 20. Okto­ber und der 5. Novem­ber 2026, jeweils um 9 Uhr in Saal 116, vorgesehen.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­tag sind fünf Zeu­gen, ein Dol­met­scher und ein Neben­klä­ger geladen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Verurteilung

Im Ver­lauf der Haupt­ver­hand­lung soll geklärt wer­den, ob sich die erho­be­nen Vor­wür­fe bestä­ti­gen. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für den Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

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Stadt­rat Leer ver­ab­schie­det 18 Mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war 38 Jah­re poli­tisch aktiv

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Stadt Leer ver­ab­schie­det 18 Rats­mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re poli­tisch aktiv

Leer – In der Stadt Leer steht ein per­so­nel­ler Umbruch im Stadt­rat bevor. Bei der letz­ten Sit­zung des Gre­mi­ums in der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode haben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und Rats­vor­sit­zen­der Hau­ke Satt­ler am Don­ners­tag­abend 18 Rats­mit­glie­der ver­ab­schie­det. Wäh­rend 20 Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger auch dem künf­ti­gen Rat ange­hö­ren wer­den, waren 18 ent­we­der nicht erneut ange­tre­ten oder nicht wie­der­ge­wählt worden.

Die Ver­ab­schie­dung fand im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses statt. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst wür­dig­te das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Enga­ge­ment der aus­schei­den­den Rats­mit­glie­der und dank­te ihnen für ihre Arbeit zum Woh­le der Stadt Leer.

Bür­ger­meis­ter wür­digt Enga­ge­ment im Stadtrat

In sei­ner Anspra­che beton­te Horst, dass es kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich sei, sich in der Rats­ar­beit zu enga­gie­ren. Dazu gehö­re auch Mut, zumal der Respekt, der den poli­tisch Akti­ven ent­ge­gen­ge­bracht wer­de, lei­der immer wei­ter abnehme.

„Dan­ke, dass Sie durch­ge­hal­ten haben“, sag­te der Bür­ger­meis­ter mit Blick auf die aus­schei­den­den Mitglieder.

Anschlie­ßend bat Horst jedes anwe­sen­de Rats­mit­glied ein­zeln nach vor­ne und wür­dig­te des­sen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ein­satz mit per­sön­li­chen Wor­ten. Dabei erin­ner­te er an das lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment und die unter­schied­li­chen Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt Leer.

Die­se 18 Rats­mit­glie­der schei­den aus

Im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses wur­den fol­gen­de Mit­glie­der des Stadt­ra­tes verabschiedet:

  • Mih­di Acar

  • Sven Albert

  • Egon Diek­mann

  • Sieg­bert Knoop

  • Enge­li­ne Kramer

  • Gerd Lüb­bers

  • Fried­helm Penning

  • Gün­ter Podlich

  • Chris­toph Runden

  • Freya Schä­fer

  • Heinz-Die­ter Schmidt

  • Dr. Hei­ner Schröder

  • Susan­ne Smit

  • Bea­te Stammwitz

  • Chris­ti­na Stoye-Grunau

  • Her­mann Visser

Eben­falls nicht mehr dem künf­ti­gen Stadt­rat ange­hö­ren wer­den Katha­ri­na Birch und Olav Fri­cke. Bei­de konn­ten an der Ver­ab­schie­dung nicht teilnehmen.

Vier lang­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker beson­ders gewürdigt

Beson­ders aus­führ­lich fiel die Wür­di­gung von vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus, die die poli­ti­sche Arbeit in Leer über vie­le Jah­re hin­weg geprägt haben.

Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re kom­mu­nal­po­li­tisch aktiv. Damit gehör­te sie zu den dienst­äl­tes­ten Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes. Bür­ger­meis­ter Horst blick­te anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te und Schlag­zei­len auf ihr Wir­ken, ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und ihre Erfol­ge zurück.

Heinz-Die­ter Schmidt gehör­te dem Rat 30 Jah­re lang an. Auch bei ihm erin­ner­te der Bür­ger­meis­ter an wich­ti­ge Sta­tio­nen sei­ner kom­mu­nal­po­li­ti­schen Arbeit.

Chris­ti­na Stoye-Gru­n­au war 29 Jah­re poli­tisch aktiv. Horst hob eben­falls ihre lang­jäh­ri­ge Mit­wir­kung und ihre Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt hervor.

Bea­te Stamm­witz enga­gier­te sich 25 Jah­re im Stadt­rat. Auch ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und Erfol­ge wur­den anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te näher beleuchtet.

Die Rück­bli­cke mach­ten deut­lich, wie lan­ge die vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die Rats­ar­beit und damit die Ent­wick­lung der Stadt Leer mit­ge­stal­tet haben.

Enge­li­ne Kra­mer will sich wei­ter­hin für Leer einsetzen

Enge­li­ne Kra­mer nutz­te die Gele­gen­heit, um selbst auf ihre lang­jäh­ri­ge Zeit im Stadt­rat zurück­zu­bli­cken. Mit dem Aus­schei­den aus dem städ­ti­schen Gre­mi­um endet ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment jedoch nicht voll­stän­dig: Sie wird wei­ter­hin dem Kreis­tag ange­hö­ren und sich dort nach eige­nen Wor­ten für die Belan­ge der Stadt Leer einsetzen.

Mit Blick auf die Zukunft rich­te­te sie einen Appell an Poli­tik und Bevöl­ke­rung. „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und die Poli­tik müs­sen mehr mit­ein­an­der reden. Es geht dar­um, von­ein­an­der zu ler­nen“, beton­te Kramer.

Damit setz­te sie zum Abschluss ihrer Zeit im Stadt­rat ein Zei­chen für den Dia­log zwi­schen kom­mu­na­ler Poli­tik und Bevölkerung.

Per­so­nel­ler Wech­sel im Rat der Stadt Leer

Mit der Ver­ab­schie­dung von 18 Mit­glie­dern endet für zahl­rei­che Kom­mu­nal­po­li­ti­ker eine teil­wei­se jahr­zehn­te­lan­ge Tätig­keit im Rat der Stadt Leer. Gleich­zei­tig wer­den 20 bis­he­ri­ge Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger ihre Arbeit im künf­ti­gen Gre­mi­um fortsetzen.

Die letz­te Sit­zung der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode stand damit nicht nur im Zei­chen des Abschieds, son­dern auch der Aner­ken­nung für das ehren­amt­li­che poli­ti­sche Enga­ge­ment, das die Ent­wick­lung der Stadt über vie­le Jah­re beglei­tet hat.

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te wird 30: 354 Kilo­me­ter Rad­fah­ren zwi­schen Ost­fries­land und den Niederlanden

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te fei­ert 30-jäh­ri­ges Bestehen: Heu­te 354 Kilo­me­ter Rad­ver­gnü­gen zwi­schen Deutsch­land und den Niederlanden

Ostfriesland/Niederlande – Seit 30 Jah­ren ver­bin­det die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te (IDR) Deutsch­land und die Nie­der­lan­de mit einem grenz­über­schrei­ten­den Rad­wan­der­weg. Was 1996 als tou­ris­ti­sches Gemein­schafts­pro­jekt in einer wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zeit begann, ist heu­te eine 354 Kilo­me­ter lan­ge Rund­rou­te durch abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten, his­to­ri­sche Orte und die Küs­ten­re­gi­on rund um Dol­lart und Ems­mün­dung. Jähr­lich nut­zen rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer das Ange­bot für Mehr­ta­ges­tou­ren, Stern­fahr­ten oder Tagesausflüge.

Die Rou­te ist inzwi­schen fast dop­pelt so lang wie bei ihrer Eröff­nung. Zu ihren Beson­der­hei­ten gehö­ren die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart, die Anbin­dung an die Nord­see­insel Bor­kum und die Mög­lich­keit, Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer zu buchen.

Von der wirt­schaft­li­chen Kri­se zum grenz­über­schrei­ten­den Tourismusprojekt

Die Geschich­te der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te begann in einer Zeit, in der die Regi­on mit hoher Arbeits­lo­sig­keit und knap­pen kom­mu­na­len Haus­hal­ten zu kämp­fen hat­te. Eine teu­re Infra­struk­tur war für vie­le Städ­te und Gemein­den kaum finan­zier­bar. Des­halb kon­zen­trier­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen auf den Tou­ris­mus als Mög­lich­keit, die Regi­on gemein­sam weiterzuentwickeln.

Die Euro­päi­sche Uni­on unter­stütz­te das Vor­ha­ben über das Inter­reg-Pro­gramm „Tou­ris­mus ohne Grenzen“.

Die­ter Schrö­er, ehe­ma­li­ger Wirt­schafts­för­de­rer des Land­krei­ses Leer, Ideen­ge­ber und ers­ter Geschäfts­füh­rer der IDR, erin­nert sich an die dama­li­gen Her­aus­for­de­run­gen: „Alle Kom­mu­nen waren knapp bei Kas­se und konn­ten sich kei­ne teu­re Infra­struk­tur leis­ten. Wir haben uns daher auf das Pro­jekt Tou­ris­mus kon­zen­triert, das wir aus eige­ner Kraft umset­zen konnten.“

Am 29. Mai 1996 grün­de­ten die betei­lig­ten Part­ner den Ver­ein. Die offi­zi­el­le Eröff­nung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te folg­te am 2. August 1996.

Zu den Grün­dungs­mit­glie­dern gehör­ten auf deut­scher Sei­te die Städ­te und Gemein­den Leer, Papen­burg, Wee­ner, Bun­de, Jem­gum und Emden sowie der Land­kreis Leer. Auf nie­der­län­di­scher Sei­te betei­lig­ten sich die Gemein­den Rei­der­land, Win­scho­ten, Sche­em­da, Appin­ge­dam und Delfzijl.

War­um die Dol­lard Rou­te mit „d“ geschrie­ben wird

Eine Fra­ge beglei­tet die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung: War­um wird Dol­lard mit „d“ statt mit „t“ geschrieben?

Im Deut­schen ist die Schreib­wei­se „Dol­lart“ gebräuch­lich. Im Nie­der­län­di­schen und auf See­kar­ten wird dage­gen „Dol­lard“ ver­wen­det. Die Grün­der des deutsch-nie­der­län­di­schen Ver­eins ent­schie­den sich bewusst für die nie­der­län­di­sche Schreib­wei­se. Der Name steht damit auch für den grenz­über­schrei­ten­den Cha­rak­ter des Projekts.

Die Fäh­re ver­bin­det Ditz­um, Emden und Delfzijl

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te ist seit Beginn die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart. Sie ver­bin­det die Häfen von Ditz­um, Emden und Delf­zi­jl und ermög­licht Rad­fah­ren­den, die deutsch-nie­der­län­di­sche Grenz­re­gi­on auch vom Was­ser aus zu erleben.

Den Anfang mach­te der nie­der­län­di­sche Kapi­tän Pie­ter Bak­ker mit dem Schiff „Twee Gebroe­der“. Im Jahr 2008 über­nahm die „Kom­man­dant“ der Ger­ma­nia Schif­fahrt den Fähr­dienst. 2009 gab es ein Jahr lang kei­ne Fährverbindung.

Seit 2010 ist das Fahr­gast­schiff „Dol­lard“ im Ein­satz. Bis 2017 wur­de es von der Ree­de­rei Brie­se betrie­ben. In den Jah­ren 2018 und 2019 über­nahm die Ree­de­rei Frei­muth aus Esens den Betrieb. Seit 2020 ist die Balt­rum-Linie für das Schiff verantwortlich.

Die Bilanz der Fähr­ver­bin­dun­gen seit 1996 kann sich sehen las­sen: Ins­ge­samt beför­der­ten die drei ein­ge­setz­ten Schif­fe rund 128.000 Per­so­nen und 75.000 Fahrräder.

Rad­rei­sen mit und ohne Gepäcktransfer

Seit 1997 kön­nen Rad­rei­sen­de über die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te orga­ni­sier­te Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer buchen. Rund 3.400 Grup­pen mit ins­ge­samt 14.900 Per­so­nen haben die­ses Ange­bot bis­lang genutzt.

Die meis­ten Gäs­te erkun­den die Stre­cke aller­dings indi­vi­du­ell. Dafür stellt der Ver­ein Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung, mit dem sich die Tou­ren eigen­stän­dig pla­nen lassen.

Zusätz­lich orga­ni­siert die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te Bus­ta­ges­fahr­ten zu tou­ris­ti­schen Zie­len in der Regi­on. Das aktu­el­le Pro­gramm umfasst unter ande­rem das Dol­lart­mu­se­um in Bun­de, den Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ in Oost­wold, Appin­ge­dam und eine Schiff­fahrt auf dem Oldambtmeer.

Der Besuch im Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ ist 2026 letzt­ma­lig Bestand­teil des Programms.

Zwi­schen Wat­ten­meer, Warf­ten­dör­fern und his­to­ri­schen Städten

Die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te zeich­net sich durch ihren beson­de­ren Ver­lauf ent­lang der Küs­te und durch das Bin­nen­land aus. Immer wie­der füh­ren Stre­cken­ab­schnit­te an den Dol­lart und die Ems­mün­dung. Dort begeg­nen Rad­fah­ren­de der Geschich­te des Deich­baus und der Land­ge­win­nung, der See­fahrt und Fische­rei sowie dem Natio­nal­park Wat­ten­meer, der zum UNESCO-Welt­na­tur­er­be gehört.

Im Lan­des­in­ne­ren wech­seln sich Warf­ten­dör­fer, Korn­fel­der und gepfleg­te Kul­tur­land­schaf­ten ab. Die Stre­cke bie­tet damit sowohl Natur­er­leb­nis­se als auch Ein­bli­cke in die Geschich­te und Kul­tur der deutsch-nie­der­län­di­schen Grenzregion.

Zu den Sehens­wür­dig­kei­ten ent­lang der Rou­te zäh­len unter anderem:

  • Leer: die his­to­ri­sche Alt­stadt mit ihren cha­rak­te­ris­ti­schen Gas­sen und Gebäuden.

  • Appin­ge­dam: die bekann­ten Hän­gen­den Küchen, die zu den mar­kan­ten Wahr­zei­chen der nie­der­län­di­schen Stadt gehören.

  • Win­scho­ten: die Pie­ter-Smit-Brü­cke, eine der längs­ten Fahr­rad­brü­cken Europas.

  • Papen­burg: die Mey­er Werft, die inter­na­tio­nal für den Bau gro­ßer Kreuz­fahrt­schif­fe bekannt ist.

  • Die Nie­der­lan­de: zahl­rei­che klei­ne Schlös­ser und his­to­ri­sche Anwe­sen ent­lang der Strecke.

  • Bor­kum: die größ­te der Ost­frie­si­schen Inseln, die eben­falls an die Rou­te ange­bun­den ist.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Küs­ten­land­schaft, his­to­ri­schen Orten, mari­ti­mer Kul­tur und grenz­über­schrei­ten­den Erleb­nis­sen macht den beson­de­ren Cha­rak­ter der Rund­rou­te aus.

Von 180 auf 354 Kilo­me­ter: Die Rou­te wächst weiter

Bei ihrer Eröff­nung im Jahr 1996 war die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te rund 180 Kilo­me­ter lang. Heu­te umfasst sie 354 Kilo­me­ter und ist damit fast dop­pelt so lang wie zu Beginn.

Im Jahr 2002 kam Sloch­te­ren hin­zu. Mit dem Ort wur­de auch das Schloss Fre­ay­le­ma­borg in die Rou­te ein­ge­bun­den. 2012 erwei­ter­ten Eems­mond, Lop­per­sum und die Nord­see­insel Bor­kum das Ange­bot. Seit­dem bie­tet der Ver­ein auch Rad­rei­sen mit Gepäck­trans­fer bis auf die Insel an.

Wei­te­re Erwei­te­run­gen folg­ten 2024 und 2025 mit Mid­den-Gro­nin­gen und Het Hogeland.

Die Ent­wick­lung zeigt, wie sich das grenz­über­schrei­ten­de Tou­ris­mus­pro­jekt über drei Jahr­zehn­te hin­weg wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Heu­te nut­zen jähr­lich rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­ren­de die Rou­te – von län­ge­ren Mehr­ta­ges­tou­ren bis hin zu Tages­aus­flü­gen und Sternfahrten.

 

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Kon­ti­nui­tät und Qua­li­tät als Erfolgsfaktoren

Für Ulrich Schmun­kamp, Geschäfts­füh­rer der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te, ist die lang­fris­ti­ge Arbeit ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg des Pro­jekts. „Das Erfolgs­re­zept ist Kon­ti­nui­tät über die Jah­re und Prä­senz am Markt“, sagt Schmunkamp.

Auch Hem­mo Phil­bert bei, ehe­ma­li­ger Tou­ris­mus­re­fe­rent der Gemein­de Sche­em­da und einer der Initia­to­ren der Dol­lard Rou­te in den Nie­der­lan­den, hebt die Qua­li­tät des Ange­bots her­vor: „Die Qua­li­tät zählt und die ist von Beginn an gut.“

Der Ver­ein möch­te die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auch künf­tig attrak­tiv hal­ten und wei­ter­ent­wi­ckeln. Poten­zi­al sieht Geschäfts­füh­rer Schmun­kamp ins­be­son­de­re in einer bes­se­ren Ver­bin­dung mit der Bahn­stre­cke „Wun­der­line“. Dafür sei­en attrak­ti­ve Kom­bi­ti­ckets erfor­der­lich, mit denen Rad­fah­ren­de Bahn und Fahr­rad unkom­pli­ziert mit­ein­an­der ver­bin­den können.

Auch bei nie­der­län­di­schen Gäs­ten sieht der Ver­ein noch Mög­lich­kei­ten, das Inter­es­se an der Rou­te zu stei­gern. Bis­lang stam­men rund zwei Drit­tel der Rad­tou­ris­ten aus Deutschland.

EU-För­de­rung unter­stützt wei­te­re Verbesserungen

Die Euro­päi­sche Uni­on beglei­tet die Ent­wick­lung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung. Der Ver­ein war im Lau­fe der Jah­re an meh­re­ren Inter­reg-Pro­gram­men beteiligt.

Auch im aktu­el­len Inter­reg-Pro­gramm 6a „Wat­ten­Vi­si­on“ wird die Rou­te wei­ter auf­ge­wer­tet. Unter Feder­füh­rung des Öko­werks aus Emden ent­ste­hen natur­na­he Rast­plät­ze ent­lang der Stre­cke. Sie sol­len Rad­fah­ren­den zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Pau­sen bie­ten und zugleich den Natur­raum stär­ker in das tou­ris­ti­sche Ange­bot einbeziehen.

Mit dem 30-jäh­ri­gen Bestehen blickt die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auf eine Ent­wick­lung zurück, die aus einer gemein­sa­men Idee in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten her­vor­ge­gan­gen ist. Aus dem ursprüng­lich rund 180 Kilo­me­ter lan­gen Rad­wan­der­weg ist ein 354 Kilo­me­ter umfas­sen­des grenz­über­schrei­ten­des Tou­ris­mus­an­ge­bot gewor­den, das Ost­fries­land und die nie­der­län­di­sche Pro­vinz Gro­nin­gen mit­ein­an­der verbindet.

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