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Rede der Bür­ger­meis­te­rin zur Eröff­nung des Gal­li­mark­tes in Leer

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Moin mit­nan­ner,
Van Har­ten Will­ko­men in Leer to de fiev­hun­nert­elf­te Gall­markt! Lie­be Gäs­te aus Nah und Fern aus Poli­tik, Wirt­schaft, Ver­bän­den, Ver­ei­nen und vor allem lie­be Gal­li­markts­be­su­cher. Mooi, dat se all daar­bi sünd!

Bei die­sem Wet­ter kür­ze ich heu­te mal mei­ne Begrü­ßung ab: Lie­be Wür­den­trä­ger, sol­che, die es sind, sol­che die es waren, die die es wer­den wol­len und sol­che, die froh sind, es nie wer­den zu müssen!
Stell­ver­tre­tend für so vie­le, die ich per­sön­lich begrü­ßen möch­te, hei­ße ich einen wah­ren Ober­ost­frie­sen will­kom­men. Ik proot natür­elk van de Prä­si­dent van d‘ Oost­frees­ke Lands­kupp, Rico Meck­len­burg. Mooi, dat se van­da­ag hier sünd.

Und natür­lich möch­te ich die Dele­ga­ti­on unse­rer Part­ner­stadt Trow­bridge mit unse­rem Ehren­he­rold Tre­vor Heeks begrü­ßen. I’am sure Tre­vor, you have some­thing to say to our gal­li­markt visitors?
Trevor

Thank you Trevor.

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich hof­fe, dass Groß­bri­tan­ni­en sich das mit dem Brexit viel­leicht doch noch­mal überlegt.

Tja, leev Lüü, wenn de Brexit kummt, dann will ik hopen, dat uns Tre­vor, wenn he nächs­te Jahr up d‘ Gall­m­akt komen will, ok en Visum kriggt. Aber maakt jo man kien Sör­gen: Nood­falls, wenn d‘ wesen mutt, dann roop ik sülvst bi Boris John­son an un segg hum, dat wi up Tre­vor neet ver­zich­ten könen.

Auch unse­re Freun­de aus den Nie­der­lan­den aus der Geme­en­te Oldambt fei­ern heu­te mit uns. Har­te­lyk wel­kom Jan Veen …!

Nie­der­län­der
Bedankt Jan.

Frü­her….. frü­her war alles ganz anders. Da war der Früh­ling ver­reg­net mit eini­gen war­men Tagen, der Som­mer heiß, der Herbst stür­misch und kalt und im Win­ter war die Land­schaft vom Schnee weiß bedeckt.
Und heu­te? Die Jah­res­zei­ten sind nicht mehr so bestän­dig. In den letz­ten zwei Jah­ren war das Wet­ter selbst zum Gal­li­markt noch so som­mer­lich warm – T‑Shirt war angesagt.

Un bi d‘ Kuscheln in d‘ Rie­sen­radd is man bold in d‘ Swe­ten komen.

Ohne Zwei­fel: Die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels sind bereits spür­bar. Und auch wenn wir heu­te hof­fen, dass es wäh­rend des Gal­li­mark­tes tro­cken und warm sein wird – also bes­ser als heute/genauso wie heu­te, ist das Kli­ma zu Recht im Fokus der Diskussionen.

Jetzt auch dank der vie­len jün­ge­ren Men­schen, denen sich immer mehr Bür­ge­rin­nen und Bür­ger anschlie­ßen. Und über das hin­aus, was wir bereits ange­sto­ßen haben in Deutsch­land, wer­den vie­le ein­ge­fah­re­ne Wege in Fra­ge gestellt. Die Bot­schaft lau­tet auch für uns alle:
Man sall sük eerst Maal an d‘ egen Nöös faten.
Und was vie­le nicht wis­sen ist, dass die Poli­tik und Ver­wal­tung der Stadt Leer hier schon seit eini­gen Jah­ren eine hohe Sen­si­bi­li­tät besitzt.

Die Stadt Leer ist seit 2016 Mit­glied im Kli­ma­bünd­nis, in des­sen Rah­men jähr­lich die Akti­on „Stadt­ra­deln – Radeln für ein gutes Kli­ma“ durch­ge­führt wird. Auch in die­sem Jahr, und somit das drit­te Mal in Fol­ge, konn­ten wir uns ganz oben auf dem Trepp­chen unter den Kom­mu­nen bis 50.000 Ein­woh­nern plat­zie­ren, unse­re Leis­tung des Vor­jah­res noch ein­mal stei­gern und den ers­ten Platz verteidigen.

Hei­ke Dirks, unser Stadt­ra­del­star, hat mit ihrem Fahr­rad eine Kilo­me­ter­stre­cke von über 1.700 km gefah­ren und setzt sich somit als Deutsch­lands bes­ter weib­li­cher Stadt­ra­del­star an die Spitze.

Und jeder ein­zel­ne Mit­fah­rer hat zu die­ser wahn­sin­nig guten Gesamt­leis­tung beigetragen.
Der gesam­te Land­kreis Leer konn­te sich unab­hän­gig von der Ein­woh­ner­zahl in Nie­der­sach­sen auf Platz 3, hin­ter der Regi­on Han­no­ver und Braun­schweig einreihen.

Wir Men­schen in Leer und Land­kreis kön­nen stolz sein uns gegen wesent­lich grö­ße­re Kom­mu­nen behaup­tet zu habe! Dan­ke an alle!

Und sonst? Kli­ma­freund­li­ches Bau­en, Pel­let­hei­zung, Block­heiz­kraft­werk, Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen – haben wir, wenn auch Bäu­me in den letz­ten Jah­ren gefällt wer­den muss­ten, reden die wenigs­ten dar­über, dass wir in den letz­ten fünf Jah­ren über 500 neue Bäu­me gepflanzt haben. 33,3 Pro­zent Elek­tro­au­tos in unse­rem klei­nen Fuhr­park – haben wir. Seit letz­ter Woche bie­ten wir Car Sha­ring an: Leev Lüü – damit könnt ihr euer Auto abschaf­fen, Geld spa­ren und was fürs Kli­ma tun – nut­zen Sie die Autos, infor­mie­ren Sie sich im Bür­ger­bü­ro – das ist der Schlüs­sel zur öko­lo­gisch sinn­vol­len Autonutzung.

Sie wis­sen es, oder? Dass die vie­len Unter­neh­men, seit mehr als hun­dert Jah­ren das Rück­grat unse­rer Stadt sind? Erin­nern Sie sich auch noch an die rau­chen­den Schorn­stei­ne mit hohen Emis­sio­nen und CO² Aus­stoß? Und heu­te? Die Unter­neh­men haben sich den Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels schon gestellt und erfül­len heu­te stren­ge Auf­la­gen, die das Kli­ma in der Stadt im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes deut­lich ver­bes­sert haben.

Wäh­rend wir in der Umwelt­po­li­tik noch gegen den Kli­ma­wan­del kämp­fen müs­sen, ist das gesell­schaft­li­che Kli­ma in unse­rer Stadt so gut wie es ist und ein Grund, war­um es wun­der­bar ist, Ihre Bür­ger­meis­te­rin zu sein.

Es gibt hier bei uns ein gro­ßes Mit­ein­an­der. Ver­ei­ne, Ver­bän­de, aber auch vie­le enga­gier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger tra­gen dazu bei. Stell­ver­tre­tend für vie­le möch­te ich in die­sem Jahr das Fest der Kul­tu­ren her­vor­he­ben. Ein Fest, das für mich sym­bo­lisch für unser täg­li­ches Zusam­men­le­ben steht. Leer ist eine welt­of­fe­ne und tole­ran­te Stadt, deren Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in der Viel­falt ver­eint sind.

Nen­nen möch­te ich auch den Bin­gu­mer Shan­ty-Chor, der immer wie­der mit vol­ler Inbrunst See­manns­lie­der schmet­tert und damit den mari­ti­men Cha­rak­ter unse­rer Stadt unter­streicht. Beson­ders ist auch der Ver­ein Schip­per Klott­je und das Hei­mat­mu­se­um, der sich mit viel Lei­den­schaft und Lie­be zum Detail um den his­to­ri­schen Hafen und das Muse­um ehren­amt­lich ver­dient macht. Der Sän­ger­club Euter­pe fei­er­te die­ses Jahr 160 Jah­re – ein Jubi­lä­um, das heu­te sei­nes glei­chen sucht.
Die Feu­er­wehr ist da, wenn sie geru­fen wird, die­ses Jahr unter vie­len Ein­sät­zen – das erwäh­ne ich, weil es zum Kli­ma­wan­del dazu gehört, muss­te der Teich in Leer­ort, die Gro­ße Graf­te, gewäs­sert wer­den – die Tro­cken­heit hat auch hier Spu­ren hinterlassen.

Vie­le, vie­le Men­schen in Leer sind ein wich­ti­ger und vor allem nach­hal­ti­ger Bau­stein unse­res guten Kli­mas in der Stadt!

Gutes Kli­ma in der Stadt. Eines muss ich Ihnen aber an die­ser Stel­le ganz offen geste­hen. Auch wenn es mor­gen als „fal­sche“ Schlag­zei­le in der Zei­tung ste­hen könn­te: Manch­mal wäre ich für einen Klimawandel.

Aber ver­ste­hen Sie mich nicht falsch! Den Kli­ma­wan­del unse­rer Umwelt, dem soll­ten wir enga­giert ent­ge­gen­tre­ten. Ich möch­te auch kei­nen Wan­del in der städ­ti­schen Gesell­schaft, denn das Kli­ma ist her­vor­ra­gend! Nein, den Kli­ma­wan­del, den ich mei­ne, den ich mir wün­sche, der betrifft die poli­ti­sche Diskussionskultur.

Wir in der Poli­tik müs­sen uns weni­ger mit uns selbst beschäf­ti­gen. Unse­re Auf­ga­be ist es nicht nach Schul­di­gen zu suchen, son­dern nach Lösun­gen. Weni­ger in der Öffent­lich­keit über­ein­an­der, son­dern in der Poli­tik mehr mit­ein­an­der reden, das ist mein Wunsch! Die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erwar­ten zu Recht, dass wir kon­struk­tiv zum Woh­le der Stadt Leer zusammenarbeiten.

Sluss mit Schand­aal maken. Wi Poli­ti­kers mut­ten wat doon, denn daar­för hett man uns wählt.

Wenn wir gera­de beim Kli­ma sind, möch­te ich an die­ser Stel­le noch zwei Sät­ze an unse­re Men­zi richten.

Men­zi ist in Leer min­des­tens so bekannt wie die Bür­ger­meis­te­rin! Fröh­lich gestimmt hat sie jah­re­lang dafür gesorgt, dass es in der Alt­stadt und rund um den Hafen sau­ber ist und dabei die Lip­pen gespitzt und ein fröh­li­ches Lied gepfif­fen. Das Pfei­fen wur­de ihr Mar­ken­zei­chen, Sai­son abge­stimmt, und hat so viel gute Lau­ne ver­brei­tet und ihre Mit­strei­ter moti­viert. Men­zi wird zum Ende des Jah­res in den wohl­ver­dien­ten Ruhe­stand gehen. Lie­be Men­zi: Dan­ke und alles Gute für die Zukunft – mir wer­den Sie feh­len. Sie wer­den uns allen fehlen.

Und für ein posi­ti­ves Kli­ma im Rat­haus hat eine Per­son gesorgt, die ich künf­tig in der täg­li­chen Arbeit sehr ver­mis­sen wer­de. Mei­ne Vor­zim­m­er­kraft Bar­ba­ra Uhle­mann wird bald eben­falls in den Ruhe­stand gehen. Frau Uhle­mann war nicht nur für mich, son­dern auch für mei­ne Vor­gän­ger, Wolf­gang Kell­ner und Gün­ther Boek­hoff wer­den mir zustim­men, eine wich­ti­ge Stüt­ze und stets ein stil­les, aber dafür ein umso wich­ti­ge­res Räd­chen im Getrie­be der Stadt Leer. Lie­be Frau Uhle­mann, Dan­ke für alles!

Ganz zum Ende mei­ner Rede möch­te ich ganz tra­di­tio­nell den zahl­rei­chen Ehren­amt­li­chen in der Stadt und den Orga­ni­sa­to­ren, Mit­ar­bei­ter und Schau­stel­ler, unse­res tol­len Mark­tes dan­ken. Ohne Sie wäre Vie­les nicht mög­lich! Zum Bei­spiel in kür­zes­ter Zeit ein grö­ße­res Zelt auf dem Gal­li­markt­platz bereit­stel­len – dan­ke dafür!!!! Vie­le von den Ehren­amt­li­chen und wei­te­ren Gäs­ten beglei­ten mich heu­te in die­ses Fest­zelt!! Ihre Teil­nah­me berei­chert die­se Veranstaltung.

Doch her­vor­he­ben möch­te ich an die­ser Stel­le jetzt DIE Aus­hän­ge­schil­der des Gal­li­mark­tes. Und damit mei­ne ich vor allem drei Per­so­nen, die jedes Jahr mit viel Lei­den­schaft eine ganz beson­de­re Rol­le einnehmen.

Se sünd Stim­mungs­maa­kers. Mit hör tra­di­tio­nel­le Kleer, mit Trum­mel un Hel­le­bar­de, mit Glo­cke un Stimm ver­middeln se de Flair van dis­se besün­ner Fest. Ohne hör kann de Gall­m­akt gaar neet stattfinnen.

Ich spre­che natür­lich von unse­ren drei Herolden!
Lie­ber Hel­mut Kock, lie­ber Franz Krä­mer und unser Aus­ru­fer, lie­ber Hans-Arno Loerts! Ihr steht heu­te ganz vor­ne! Vie­len Dank, dass Ihr die­se Auf­ga­be Jahr für Jahr über­nehmt – dazu sind mir eini­ge Gedicht­zei­len eingefallen:

Lie­be Leu­te stellt euch vor,
der Gal­li­markt öff­net sein Tor,
die Herol­de hat‘s krank erwischt,
lie­gen im Bett und kom­men nicht.

Mit was könn­te man das vergleichen?
Ein Bahn­hof wäre ohne Weichen.
Ein Schiff würd‘ ohne Ruder fahren,
Ein Super­markt wär ohne Waren.

Das Wat­ten­meer ohn Wattenwurm
Die Nord­see­küs­te ohne Sturm,
Ost­fries­land hät­te Ber­ge gar,
Und Dünen bei Leer wärn plötz­lich wahr.

Jedoch, zu dritt steht Ihr an mei­ner Seite,
ganz treu und such­tet nicht das Weite.
Ruft‘s aus, macht heu­te alle froh.
Radeau, Radeau, radit­jes doe…

(Leev Herol­de, bit­te maakt nu för uns de fiev­hun­nert­elf­te Gall­markt open!)

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Rau­chen, Ziga­ret­ten und Vapes wer­den teu­rer – bis zu 14 Euro für eine Schachtel?

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Bun­des­tag beschließt Erhö­hung der Tabak­steu­er: Ziga­ret­ten könn­ten bis 2030 deut­lich teu­rer werden

Der Deut­sche Bun­des­tag hat am 15. Okto­ber 2026 eine Erhö­hung der Tabak­steu­er beschlos­sen. Die Abga­ben auf Ziga­ret­ten und wei­te­re Tabak­pro­duk­te sol­len über vier Jah­re hin­weg schritt­wei­se stei­gen. Nach den über­ar­bei­te­ten Plä­nen der Regie­rungs­ko­ali­ti­on wer­den für 2027 zusätz­li­che Steu­er­ein­nah­men von rund 1,5 Mil­li­ar­den Euro erwar­tet. Auch die durch­schnitt­li­chen Ver­kaufs­prei­se für Ziga­ret­ten dürf­ten in den kom­men­den Jah­ren deut­lich steigen.

Bun­des­tag stimmt für höhe­re Tabaksteuer

Am Don­ners­tag, 15. Okto­ber 2026, hat der Deut­sche Bun­des­tag nach einer rund 20-minü­ti­gen Aus­spra­che dem Gesetz­ent­wurf der Bun­des­re­gie­rung zur Ände­rung des Tabak­steu­er­ge­set­zes zuge­stimmt. Grund­la­ge war die vom Finanz­aus­schuss geän­der­te Fas­sung des Gesetzentwurfs.

Für die Geset­zes­än­de­rung stimm­ten die Frak­tio­nen von CDU/CSU und SPD. Dage­gen votier­ten die AfD, Bünd­nis 90/Die Grü­nen, die Links­frak­ti­on sowie zwei Abge­ord­ne­te aus den Rei­hen der Union.

Mit der beschlos­se­nen Neu­re­ge­lung soll die Tabak­steu­er über einen Zeit­raum von vier Jah­ren regel­mä­ßig ange­ho­ben wer­den. Betrof­fen sind nicht nur klas­si­sche Ziga­ret­ten, son­dern auch zahl­rei­che wei­te­re Tabak­pro­duk­te und Ersatzprodukte.

Ziga­ret­ten­prei­se: Die­se Ent­wick­lun­gen wer­den bis 2030 erwartet

Wie stark sich die Steu­er­än­de­run­gen auf die Prei­se aus­wir­ken könn­ten, ver­deut­li­chen die im Gesetz­ent­wurf genann­ten gewich­te­ten durch­schnitt­li­chen Klein­ver­kaufs­prei­se für eine Packung mit 20 Zigaretten.

Jahr Gewich­te­ter durch­schnitt­li­cher Kleinverkaufspreis
2027 8,77 Euro
2028 9,56 Euro
2029 10,42 Euro
2030 11,36 Euro

Damit wür­de der zugrun­de geleg­te durch­schnitt­li­che Ver­kaufs­preis von 8,77 Euro im Jahr 2027 auf 11,36 Euro im Jahr 2030 stei­gen. Das ent­spricht einer Zunah­me um 2,59 Euro inner­halb des betrach­te­ten Zeitraums.

Wich­tig ist dabei: Es han­delt sich um die im Gesetz­ent­wurf genann­ten gewich­te­ten durch­schnitt­li­chen Klein­ver­kaufs­prei­se. Die tat­säch­li­chen Prei­se ein­zel­ner Ziga­ret­ten­mar­ken kön­nen davon abwei­chen. Auch die kon­kre­te Preis­ent­wick­lung im Han­del hängt von den jewei­li­gen Her­stel­lern und Anbie­tern ab.

Auch Fein­schnitt, Pfei­fen­ta­bak und Was­ser­pfei­fen­ta­bak betroffen

Die geplan­te Steu­er­erhö­hung beschränkt sich nicht auf Ziga­ret­ten. Auch ande­re Pro­duk­te sol­len künf­tig stär­ker besteu­ert wer­den. Dazu gehören:

  • Fein­schnitt und ande­re Tabakwaren

  • Pfei­fen­ta­bak

  • erhitz­ter Tabak

  • Was­ser­pfei­fen­ta­bak

  • Sub­sti­tu­te für Tabakwaren

Die Ände­run­gen betref­fen damit unter­schied­li­che Pro­dukt­grup­pen des Tabak­mark­tes. Für Zigar­ren, Ziga­ril­los, Pfei­fen­ta­bak und Was­ser­pfei­fen­ta­bak sol­len die neu­en Steu­er­ta­ri­fe aller­dings erst ab dem 1. März 2027 gelten.

Bun­des­re­gie­rung nennt Haus­halts­kon­so­li­die­rung und Gesund­heits­schutz als Ziele

Die Bun­des­re­gie­rung begrün­det die Steu­er­erhö­hung sowohl mit der Haus­halts­la­ge als auch mit gesund­heits­po­li­ti­schen Zielen.

Bereits mit dem Eck­wer­te­be­schluss vom 29. April 2026 hat­te sich die Bun­des­re­gie­rung dar­auf ver­stän­digt, den Hand­lungs­be­darf im Bun­des­haus­halt zu ver­rin­gern. Die Erhö­hung der Tabak­steu­er ist Teil der ver­ein­bar­ten Maß­nah­men zur Kon­so­li­die­rung der öffent­li­chen Finanzen.

Dar­über hin­aus soll die Neu­re­ge­lung zum Schutz der öffent­li­chen Gesund­heit bei­tra­gen. Nach der Begrün­dung des Gesetz­ent­wurfs steht die Ände­rung im Ein­klang mit den Nach­hal­tig­keits­zie­len der Bun­des­re­gie­rung, die Rau­cher­quo­te bei Jugend­li­chen und Erwach­se­nen zu senken.

Höhe­re Prei­se sol­len damit neben zusätz­li­chen Ein­nah­men für den Staat auch einen Bei­trag zur Ver­rin­ge­rung des Tabak­kon­sums leisten.

Deut­lich höhe­re Steu­er­ein­nah­men nach Ände­run­gen im Finanzausschuss

Im par­la­men­ta­ri­schen Ver­fah­ren wur­den die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen des Geset­zes noch­mals ver­än­dert. Der Finanz­aus­schuss hat­te dem Gesetz­ent­wurf am Mitt­woch, 14. Okto­ber 2026, in geän­der­ter Fas­sung zuge­stimmt. Die Ände­run­gen gin­gen auf die Koali­ti­ons­frak­tio­nen zurück.

Nach den ursprüng­li­chen Berech­nun­gen der Bun­des­re­gie­rung soll­ten die Steu­er­mehr­ein­nah­men im kom­men­den Jahr 756 Mil­lio­nen Euro betra­gen. Bis 2030 wur­de mit zusätz­li­chen Ein­nah­men von 3,589 Mil­li­ar­den Euro gerechnet.

Durch die Ände­run­gen im Finanz­aus­schuss stei­gen die erwar­te­ten Mehr­ein­nah­men deutlich:

Jahr Erwar­te­te Steu­er­mehr­ein­nah­men nach der Ausschussänderung
2027 1,5 Mil­li­ar­den Euro
2030 4,461 Mil­li­ar­den Euro

Für 2027 wer­den damit rund 750 Mil­lio­nen Euro mehr erwar­tet als im ursprüng­li­chen Gesetz­ent­wurf. Für 2030 liegt die neue Pro­gno­se um 872 Mil­lio­nen Euro über der ursprüng­li­chen Berechnung.

Die Beträ­ge sind Pro­gno­sen zu den erwar­te­ten zusätz­li­chen Steu­er­ein­nah­men und kei­ne bereits erziel­ten Einnahmen.

 

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Bun­des­rat hat­te kei­ne Einwände

Auch die Län­der hat­ten sich mit dem Gesetz­ent­wurf befasst. Der Bun­des­rat erhob nach sei­ner Stel­lung­nah­me kei­ne Ein­wän­de gegen den ursprüng­li­chen Gesetz­ent­wurf der Bundesregierung.

Die end­gül­ti­ge par­la­men­ta­ri­sche Ent­schei­dung traf der Bun­des­tag am 15. Okto­ber 2026 mit der Zustim­mung zur über­ar­bei­te­ten Fassung.

Grü­nen-Antrag zur Ver­mei­dung steu­er­li­cher Aus­weich­be­we­gun­gen scheitert

Neben dem Gesetz­ent­wurf lag dem Bun­des­tag ein Ent­schlie­ßungs­an­trag der Frak­ti­on Bünd­nis 90/Die Grü­nen vor. Dar­in for­der­ten die Grü­nen unter ande­rem, die Steu­er­sät­ze für Ziga­ret­ten, Fein­schnitt und ande­re Tabak­wa­ren bes­ser auf­ein­an­der abzustimmen.

Damit soll­te ver­hin­dert wer­den, dass Ver­brau­cher aus steu­er­li­chen Grün­den auf güns­ti­ge­re Pro­dukt­grup­pen ausweichen.

Der Ent­schlie­ßungs­an­trag fand kei­ne Mehr­heit. CDU/CSU, AfD und SPD stimm­ten dage­gen. Die Links­frak­ti­on ent­hielt sich.

Haus­halts­aus­schuss prüf­te Finanzierbarkeit

Im Zusam­men­hang mit der Geset­zes­än­de­rung lag dem Bun­des­tag außer­dem ein Bericht des Haus­halts­aus­schus­ses gemäß Para­graf 96 der Geschäfts­ord­nung des Bun­des­ta­ges zur Finan­zier­bar­keit vor.

Der Bericht war Teil der par­la­men­ta­ri­schen Prü­fung der finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen der Neuregelung.

Tabak­steu­er steigt über meh­re­re Jahre

Mit dem Beschluss vom 15. Okto­ber 2026 hat der Bun­des­tag den Weg für eine schritt­wei­se Erhö­hung der Tabak­steu­er geeb­net. Die Neu­re­ge­lung soll zusätz­li­che Ein­nah­men für den Bun­des­haus­halt brin­gen und zugleich gesund­heits­po­li­ti­sche Zie­le unterstützen.

Für Ver­brau­cher bedeu­tet die geplan­te Ent­wick­lung, dass Ziga­ret­ten und wei­te­re Tabak­pro­duk­te in den kom­men­den Jah­ren teu­rer wer­den könn­ten. Beson­ders deut­lich wird dies bei den im Gesetz­ent­wurf aus­ge­wie­se­nen durch­schnitt­li­chen Ver­kaufs­prei­sen für eine Packung mit 20 Ziga­ret­ten: Sie stei­gen von 8,77 Euro im Jahr 2027 auf 11,36 Euro im Jahr 2030.

Quel­le: Deut­scher Bun­des­tag, Beschluss zur Ände­rung des Tabak­steu­er­ge­set­zes vom 15. Okto­ber 2026; Gesetz­ent­wurf und Bericht des Finanzausschusses.

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Zucker­steu­er ab Juli 2027: Limo­na­de, Eis­tee und Ener­gy­drinks könn­ten teu­rer werden

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Zucker­steu­er ab Juli 2027: Wel­che Geträn­ke in Deutsch­land teu­rer wer­den könnten

Wer im Super­markt regel­mä­ßig zu Limo­na­de, Eis­tee oder Ener­gy­drinks greift, muss sich womög­lich auf höhe­re Prei­se ein­stel­len. Das Bun­des­ka­bi­nett hat am 14. Okto­ber 2026 den Ent­wurf für eine Zucker­ge­trän­ke­steu­er auf den Weg gebracht. Die Abga­be soll ab dem 1. Juli 2027 grei­fen, sofern das wei­te­re Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren wie geplant verläuft.

Die Bun­des­re­gie­rung ver­folgt mit dem Vor­ha­ben zwei Haupt­zie­le: Einer­seits soll der Zucker­kon­sum der Bevöl­ke­rung sin­ken, um gesund­heit­li­che Fol­ge­schä­den ein­zu­däm­men. Ande­rer­seits sol­len die Steu­er­ein­nah­men dazu bei­tra­gen, die Finanz­la­ge der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung zu stabilisieren.

Wie hoch fällt die Zucker­steu­er aus?

Die Höhe der geplan­ten Abga­be rich­tet sich nach der Zucker­men­ge im jewei­li­gen Getränk. Vor­ge­se­hen sind zwei gestaf­fel­te Steuerstufen:

  • 26 Cent pro Liter: bei einem Zucker­ge­halt von 5 bis unter 8 Gramm pro 100 Milliliter.

  • 32 Cent pro Liter: ab einem Zucker­ge­halt von min­des­tens 8 Gramm pro 100 Milliliter.

Geträn­ke mit einem beson­ders hohen Zucker­an­teil wer­den somit stär­ker belas­tet. For­mal han­delt es sich um eine Ver­brauch­steu­er. Her­stel­ler und Han­del ent­schei­den zwar selbst über ihre Ver­kaufs­prei­se, es ist jedoch davon aus­zu­ge­hen, dass die Steu­er zumin­dest teil­wei­se auf die Kun­den umge­legt wird.

Was bedeu­tet das kon­kret für den Einkauf?

Aus­wir­kun­gen auf die Laden­prei­se zei­gen sich erst, wenn die Unter­neh­men die Steu­er an die Ver­brau­cher wei­ter­rei­chen. Behält der Han­del die Sum­me eins zu eins ein, erge­ben sich fol­gen­de Zusatzkosten:

  • 0,5 Liter: 13 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 16 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 1,0 Liter: 26 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 32 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 1,5 Liter: 39 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 48 Cent (bei 32 Cent/l)

  • 2,0 Liter: 52 Cent Zusatz­be­las­tung (bei 26 Cent/l) bzw. 64 Cent (bei 32 Cent/l)

Bei die­sen Wer­ten han­delt es sich um eine rein rech­ne­ri­sche Mehr­be­las­tung und nicht um fes­te End­prei­se im Supermarkt.

Wel­che Geträn­ke sind betroffen?

Die geplan­te Abga­be zielt auf gesüß­te Geträn­ke ab, die die vor­ge­ge­be­nen Zucker-Schwel­len­wer­te errei­chen. Unter die Rege­lung fal­len unter anderem:

  • Klas­si­sche Limo­na­den und Colagetränke

  • Gesüß­te Eistees

  • Ener­gy­drinks mit ent­spre­chen­dem Zuckergehalt

  • Frucht­nek­tare und Frucht­saft­ge­trän­ke mit zuge­setz­tem Zucker

  • Zucker­hal­ti­ge Geträn­ke­si­rups und Kon­zen­tra­te zur Mischung

Maß­geb­lich für die Besteue­rung ist nicht der Name des Pro­dukts, son­dern der tat­säch­li­che Zucker­ge­halt sowie die recht­li­che Ein­ord­nung. Daher fällt nicht jedes Frucht­ge­tränk auto­ma­tisch unter die glei­che Steuerstufe.

Wel­che Aus­nah­men sind vorgesehen?

Nach den Plä­nen der Bun­des­re­gie­rung sind bestimm­te Pro­dukt­ka­te­go­rien von der Abga­be befreit:

  • Rei­ne Frucht- und Gemü­se­säf­te sowie ent­spre­chen­de Konzentrate

  • Unge­süß­te Fruchtsaftschorlen

  • Milch, Hafer- und Reis­drinks sowie dar­aus her­ge­stell­te Mischgetränke

  • Geträn­ke, die aus­schließ­lich mit Süßungs­mit­teln statt Zucker gesüßt sind

  • Alko­ho­li­sche Geträn­ke, die bereits eige­nen Steu­ern unterliegen

  • Alko­hol­freie Alter­na­ti­ven auf die­ser Basis

Die­se Aus­nah­men stel­len sicher, dass die Steu­er ziel­ge­rich­tet wirkt. Die end­gül­ti­ge steu­er­li­che Bewer­tung hängt jedoch vom fina­len Geset­zes­text ab.

Aus wel­chen Grün­den kommt die Steuer?

Die Bun­des­re­gie­rung begrün­det den Schritt vor allem mit den gesund­heit­li­chen Risi­ken eines hohen Zucker­kon­sums. Über­mä­ßi­ger Ver­zehr begüns­tigt Über­ge­wicht, Herz-Kreis­lauf-Erkran­kun­gen, Kari­es und Diabetes.

Die Maß­nah­me soll ins­be­son­de­re Kin­der und Jugend­li­che schüt­zen, rich­tet sich aber eben­so an Erwach­se­ne. Zudem ent­steht für die Geträn­ke­indus­trie ein Anreiz, Rezep­tu­ren anzu­pas­sen und den Zucker­ge­halt zu senken.

Hohe Gesund­heits­kos­ten entlasten

Nach Regie­rungs­an­ga­ben ver­ur­sa­chen Krank­hei­ten infol­ge hoher Zucker­men­gen jähr­lich Behand­lungs­kos­ten von mehr als zwei Mil­li­ar­den Euro. Die­se Sum­me belas­tet das gesam­te Gesundheitssystem.

Ein gerin­ge­rer Zucker­kon­sum soll die­se Aus­ga­ben lang­fris­tig sen­ken und die Bei­trag­sät­ze der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen sta­bi­li­sie­ren. Die erwar­te­ten Ein­nah­men sol­len zudem genutzt wer­den, um eine Sen­kung des Bun­des­zu­schus­ses an den Gesund­heits­fonds abzufedern.

Son­der­re­geln für klei­ne Hersteller

Für klei­ne­re Geträn­ke­pro­du­zen­ten sind geson­der­te Bestim­mun­gen vor­ge­se­hen. Im wei­te­ren Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren muss noch geklärt wer­den, ab wann und unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen klei­ne­re Betrie­be von der Abga­be befreit wer­den können.

Wie ist der aktu­el­le Stand des Gesetzes?

Der Beschluss des Bun­des­ka­bi­netts vom 14. Okto­ber 2026 ist der ers­te Schritt im Ver­fah­ren. Das Vor­ha­ben wird nun von den Regie­rungs­frak­tio­nen in den Deut­schen Bun­des­tag ein­ge­bracht und dort bera­ten. Erst nach dem voll­stän­di­gen Durch­lauf aller par­la­men­ta­ri­schen Gre­mi­en wird die Rege­lung rechts­kräf­tig. Als Start­ter­min ist der 1. Juli 2027 vorgesehen.

Aus­blick

Die geplan­te Steu­er soll den Ver­zehr stark gesüß­ter Geträn­ke ein­däm­men und die Finan­zen der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung ent­las­ten. Ob das Vor­ha­ben lang­fris­tig zu einer bes­se­ren Gesund­heit der Bevöl­ke­rung führt, zeigt sich erst nach der Ein­füh­rung. Schon jetzt lohnt sich für Ver­brau­cher der Blick auf die Nähr­wert­ta­bel­le auf der Rück­sei­te der Ver­pa­ckung, um den Zucker­ge­halt ver­schie­de­ner Pro­duk­te zu vergleichen.

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Alko­hol­ver­bot an Bahn­hö­fen: Deut­sche Bahn führt neue Regel ein

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Ab heu­te gilt das Alko­hol­ver­bot an allen Bahn­hö­fen der Deut­schen Bahn

Deut­sche Bahn führt Alko­hol­kon­sum­ver­bot an rund 5.700 Bahn­hö­fen ein – 79 Pro­zent Zustim­mung in einer Umfrage

Deutsch­land – Ab heu­te, Don­ners­tag, 15. Okto­ber 2026, gilt an sämt­li­chen Bahn­hö­fen der Deut­schen Bahn (DB) ein Alko­hol­kon­sum­ver­bot. Damit will das Unter­neh­men für mehr Sicher­heit und Sau­ber­keit sor­gen und das Umfeld für Rei­sen­de sowie Mit­ar­bei­ten­de ange­neh­mer gestal­ten. Nach Anga­ben der Deut­schen Bahn zei­gen die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen an zahl­rei­chen Sta­tio­nen posi­ti­ve Ergebnisse.

Weni­ger Müll und Kon­flik­te durch Alkoholverbot

An knapp 40 gro­ßen Bahn­hö­fen galt das Alko­hol­kon­sum­ver­bot bereits vor der bun­des­wei­ten Ein­füh­rung. Dort habe sich gezeigt, dass die Rege­lung zu weni­ger Müll, rück­läu­fi­gen Kon­flik­ten und einem ins­ge­samt ange­neh­me­ren Umfeld beitrage.

Auch in der Bevöl­ke­rung fin­det die Maß­nah­me brei­te Unter­stüt­zung. Einer aktu­el­len reprä­sen­ta­ti­ven Umfra­ge zufol­ge spre­chen sich rund 80 Pro­zent der Befrag­ten für alko­hol­freie Bahn­hö­fe aus. Die Deut­sche Bahn nennt eine Zustim­mung von 79 Pro­zent. Auch die Mie­ter in den Bahn­hö­fen unter­stüt­zen nach Unter­neh­mens­an­ga­ben die Bemü­hun­gen um mehr Sicher­heit in den öffent­li­chen Bereichen.

Was Rei­sen­de jetzt beach­ten müssen

Das Alko­hol­kon­sum­ver­bot ist ab dem 15. Okto­ber 2026 Bestand­teil der Haus­ord­nung der Deut­schen Bahn. Ent­spre­chen­de Hin­wei­se fin­den Rei­sen­de auf Aus­hän­gen in den Bahn­hö­fen sowie online unter www.bahnhof.de/hausordnung.

Die neue Rege­lung gibt den Sicher­heits­kräf­ten der Deut­schen Bahn eine kla­re Hand­ha­be, um gegen Ver­stö­ße vor­zu­ge­hen. Bei ihren regu­lä­ren Kon­troll­gän­gen sol­len die Mit­ar­bei­ten­den der DB Sicher­heit aktiv Per­so­nen anspre­chen, die gegen das Ver­bot verstoßen.

Bei wie­der­hol­ten Ver­stö­ßen kann die Deut­sche Bahn ein Haus­ver­bot aussprechen.

Gas­tro­no­mie und ver­schlos­se­ne Geträn­ke blei­ben erlaubt

Das Ver­bot gilt nicht unein­ge­schränkt für sämt­li­che alko­ho­li­schen Geträn­ke. Die Gas­tro­no­mie an den Bahn­hö­fen ist aus­drück­lich von der Rege­lung aus­ge­nom­men. Rei­sen­de dür­fen außer­dem wei­ter­hin ver­schlos­se­ne alko­ho­li­sche Geträn­ke im Gepäck mit­füh­ren oder sol­che Geträn­ke aus Ein­käu­fen transportieren.

Ent­schei­dend ist damit der Alko­hol­kon­sum im Bahn­hof und nicht allein das Mit­füh­ren ent­spre­chen­der Getränke.

Die­se Bahn­hö­fe waren bereits alkoholfrei

Meh­re­re gro­ße Bahn­hö­fe in Deutsch­land haben das Alko­hol­kon­sum­ver­bot bereits vor dem bun­des­wei­ten Start ein­ge­führt. Dazu gehö­ren unter anderem:

  • Köln Haupt­bahn­hof

  • Hei­del­berg Hauptbahnhof

  • Mün­chen Hauptbahnhof

  • Ham­burg Hauptbahnhof

Zuletzt kamen zum 1. Sep­tem­ber 2026 der Ber­li­ner Haupt­bahn­hof, Ber­lin Gesund­brun­nen, der Kie­ler Haupt­bahn­hof und der Braun­schwei­ger Haupt­bahn­hof hinzu.

Die Deut­sche Bahn bewer­tet die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit dem Alko­hol­kon­sum­ver­bot durch­weg posi­tiv. Mit der Aus­wei­tung auf das gesam­te Netz soll die Rege­lung nun bun­des­weit für ein­heit­li­che Ver­hält­nis­se sorgen.

Alko­hol­ver­bot gilt an rund 5.700 Bahnhöfen

Nach Anga­ben der Deut­schen Bahn umfasst die neue Rege­lung ins­ge­samt rund 5.700 Bahn­hö­fe und Sta­tio­nen. Dazu zäh­len etwa 5.400 Bahn­hö­fe der DB Infra­GO AG sowie rund 300 Sta­tio­nen der DB Regio­Netz GmbH.

Mit dem bun­des­wei­ten Alko­hol­kon­sum­ver­bot setzt die Deut­sche Bahn auf stren­ge­re Regeln in öffent­li­chen Bahn­hofs­be­rei­chen. Ziel ist es, Kon­flik­te zu redu­zie­ren, die Sau­ber­keit zu ver­bes­sern und das Sicher­heits­ge­fühl der Rei­sen­den und Beschäf­tig­ten zu stärken.

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