Blaulicht
Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte / weitere Polizeimeldungen
Jemgum — Verkehrsunfälle auf der Autobahn
Am 15.02.2022 kam es gleich zu zwei Verkehrsunfällen auf der Autobahn A31 in Fahrtrichtung Emden, kurz nach der AS Jemgum vor dem Emstunnel. In diesem Bereich ist derzeit eine temporäre Baustelle eingerichtet. Die Fahrzeugführer werden von dem verkürzten Beschleunigungsstreifen über den gesperrten Hauptfahrtstreifen auf die Überholfahrspur geführt.
Um 08:45 Uhr befuhr eine 71-jährige Fahrerin aus Weener mit ihrem grauen PKW Mercedes den Beschleunigungsstreifen, um auf die A31 aufzufahren. Hierbei übersah sie einen 22-jährigen Fahrer aus den Niederlanden, der mit einem Sattelschlepper Scania auf dem Überholfahrstreifen fuhr. Die Fahrzeuge stießen zusammen, blieben jedoch fahrbereit. Durch den Unfall wurde niemand verletzt.
Knapp eine Stunde später, um 09:40 Uhr beabsichtigte ein Fahrer eines PKW VW auf die A31 aufzufahren und übersah hier einen auf dem Überholfahrstreifen fahrenden, bevorrechtigten LKW DAF. Auch in diesem Fall kam es zum Zusammenstoß beider Fahrzeuge. Der 65-jährige LKW-Fahrer aus Kassel und der 49-jährige PKW-Fahrer aus Leer wurden durch den Zusammenstoß ebenfalls nicht verletzt. Die Unfälle wurden polizeilich aufgenommen.
Leer — Urkundenfälschung
In der vergangenen Woche am 08.02.2022 wurde eine 33-jährige Frau aus Leer von Mitarbeitern einer Speditionsfirma getäuscht. Wie sie in einer Anzeigenerstattung berichtet, vereinbarte sie im Zusammenhang mit dem Kauf eines Sofas Serviceleistungen. Das Sofa wurde geliefert und aufgebaut, jedoch wurde es nicht ausgepackt und die Verpackungsmaterialen verblieben entgegen der Vereinbarung bei der 33-Jährigen. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass ihre Unterschrift auf einem Dokument, welches die ordnungsgemäße Lieferung und Erfüllung der Serviceleistungen bestätigt, gefälscht wurde. Es wurde ein Strafverfahren gegen derzeit noch unbekannte Täter eingeleitet. Die Ermittlungen dauern an.
Weener — Tätlicher Angriff auf Polizeibeamte
Am 15.02.2022 um 19:00 Uhr beabsichtigten Polizeibeamte einen Fahrradfahrer im Rahmen einer allgemeinen Verkehrskontrolle anzuhalten. Der 28-jährige Mann aus Weener versuchte sich der Verkehrskontrolle durch Flucht zu entziehen, konnte jedoch durch die Beamten gestellt werden. Unvermittelt schlug er plötzlich einer 23-jährigen Polizistin mit der Faust in das Gesicht, wodurch sie leicht verletzt wurde. Anschließend schubste er einen 28-jährigen Polizisten. Die Beamten konnten den Angreifer unter Zuhilfenahme von Einsatzmitteln unter Kontrolle bringen. Da sich der 28-Jährige Weeneraner zur Wehr setzte, stürzte er und verletzte sich hierbei vermutlich am Handgelenk. Er wurde zur weiteren Behandlung durch Rettungssanitäter mittels eines Rettungswagens in ein anliegendes Krankenhaus gebracht. Bei dem Beschuldigten konnten diverse Betäubungsmittel sowie ein Einhandmesser festgestellt werden.
Ostrhauderfehn — Körperverletzung nach Streitigkeiten
Nach einer verbalen Streitigkeit am 16.02.2022 um 00:05 Uhr zwischen zwei sich bekannten Männern kam es zu einem Körperverletzungsdelikt. Der beschuldigte 24-Jährige aus Ostrhauderfehn schlug dem 37-jährigen Mann ebenfalls aus Ostrhauderfehn mit einer Flasche und einer Faust ins Gesicht und in den Bauch. Eine medizinische Versorgung wurde durch Rettungssanitäter gewährleistet. Demnach habe der 37-Jährige lediglich leichte Verletzungen erlitten und konnte nach der Behandlung entlassen werden. Der Beschuldigte wird sich in einem Strafverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung rechtfertigen müssen.
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Blaulicht
Gefahrgut-Einsatz unter Realbedingungen: Feuerwehren proben den Ernstfall in Diele
Gefahrgut und Menschenrettung: Feuerwehren proben den Ernstfall in Diele
Am Samstagmorgen absolvierten die Freiwilligen Feuerwehren Oberrheiderland und Weenermoor eine umfangreiche und realitätsnahe Einsatzübung. Im Fokus der gemeinsamen Übung stand die Bewältigung eines komplexen Gefahrgutszenarios, um die Zusammenarbeit und die taktischen Einsatzabläufe der beiden Wehren unter Beweis zu stellen und weiter zu optimieren.
Gegen 08:30 Uhr schrillten die Melder der Einsatzkräfte. Als Übungsobjekt diente ein ehemaliges, leerstehendes landwirtschaftliches Anwesen im Osseweg in Diele (Stadt Weener). Die angenommene Lage hatte es in sich: Bewohner des Anwesens hatten einen qualmenden Eimer entdeckt und versucht, diesen mit Wasser zu löschen. Was sie nicht ahnten, war, dass der Eimer mit Karbid gefüllt war. Durch den Kontakt mit Wasser kam es zu einer heftigen chemischen Reaktion und einer starken Rauchentwicklung.
Schnelle Menschenrettung unter Atemschutz
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang bereits dichter Qualm aus dem Gebäude. Die Feuerwehrleute sahen sich sofort mit mehreren Herausforderungen gleichzeitig konfrontiert.
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Wasserversorgung: Um die Brandbekämpfung einzuleiten, musste zunächst eine über 100 Meter lange Schlauchleitung verlegt werden, um die Wasserversorgung zu sichern.
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Personenrettung: Danach gingen mehrere Trupps unter Atemschutz in das verqualmte Gebäude vor und retteten erfolgreich zwei Personen aus dem Erdgeschoss sowie eine weitere Person aus dem Obergeschoss.
Aufbau der Sofort-Dekontamination
Da es sich um einen Einsatz mit Gefahrstoffen handelte, wurde parallel zur Menschenrettung ein Platz zur sogenannten Sofort-Dekontamination (Dekon-Stufe I) aufgebaut.
Diese unverzüliche Notfallmaßnahme dient der schnellen Beseitigung gefährlicher Stoffe direkt am Einsatzort. Dabei wird die verunreinigte Schutzkleidung der Atemschutztrupps so abgelegt, dass jeglicher Hautkontakt mit dem Gefahrstoff vermieden wird.
Insgesamt waren über 30 Einsatzkräfte mit vier Einsatzfahrzeugen vor Ort.
Positives Fazit der Einsatzleitung
Der stellvertretende Stadtbrandmeister und Einsatzleiter Steffen Voß zeigte sich nach dem Ende der Übung äußerst zufrieden mit dem Ergebnis. Der Ablauf sei reibungslos gewesen, die Reaktion schnell und die Zusammenarbeit der beiden Wehren hochgradig effektiv. Solche gemeinsamen Übungen seien essenziell, um die Einsatzbereitschaft auf hohem Niveau zu halten und im Ernstfall schnell und koordiniert Hilfe leisten zu können.
Foto: Joachim Rand
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LKW-Unfall auf der A28 – Gefahrguteinsatz und Vollsperrung
LKW-Unfall auf der A28: Gefahrgutzug und Logistik-Einheit stundenlang im Einsatz
FILSUM / LEER – Zu einem schweren Verkehrsunfall mit einem glimpflichen Ausgang für die Umwelt kam es am Mittwochmittag, den 13. Mai 2026, auf der Bundesautobahn zwischen den Anschlussstellen Filsum und Leer-Ost. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war bis in die Abendstunden gefordert.
Gegen 12:40 Uhr ereignete sich im dichten Verkehr ein Auffahrunfall zwischen zwei Lastkraftwagen. Durch die Wucht des Aufpralls kam das hintere Fahrzeug von der Fahrbahn ab, durchbrach die Leitplanke und kam erst in der angrenzenden Berme zum Stillstand. Beide LKW-Fahrer erlitten leichte Verletzungen und wurden nach einer Erstversorgung vor Ort zur weiteren Behandlung in umliegende Krankenhäuser transportiert.
Spezialtank verhindert Umweltschaden
Aufgrund der zunächst unklaren Lage bezüglich der Ladung wurden neben den Freiwilligen Feuerwehren Detern-Stickhausen-Velde, Filsum, Lammertsfehn und Wiesmoor auch der Gefahrgutzug der Kreisfeuerwehr Leer alarmiert. Vor Ort konnte jedoch schnell eine Teilentwarnung gegeben werden.
Wie Zugführer Sirke Siebens (Gefahrgutzug Leer) mitteilte, war der verunfallte Auflieger mit einem speziellen, doppelwandigen Wechseltanksystem ausgestattet. Zwar hatte ein Holzpfahl beim Abkommen von der Fahrbahn die äußere Tankhülle durchstoßen, die innere Wand blieb jedoch glücklicherweise intakt. Somit trat kein Ladegut – ein bauschaumähnliches Mittel – aus. Die Einsatzkräfte konzentrierten sich daraufhin auf das Abdichten austretender Betriebsstoffe. Geringe Mengen an Diesel und AdBlue wurden zügig gesichert; ein großflächiges Abpumpen der Kraftstofftanks war letztlich nicht mehr erforderlich.
Aufwendige Bergung und Logistik-Einsatz
Die Bergung des schweren Lastzuges gestaltete sich zeitintensiv. Während das Fahrzeug mittels Spezialgerät aufgerichtet wurde, stellten die Feuerwehren kontinuierlich den Brandschutz sicher. Die Untere Wasserbehörde des Landkreises Leer begutachtete vor Ort zudem mögliche Bodenverunreinigungen.
Um die rund 60 Einsatzkräfte (darunter 35 Mitglieder des Gefahrgutzuges) bei dem kräftezehrenden Einsatz bei Kräften zu halten, wurde gegen 16:50 Uhr die Logistik-Einheit der Kreisfeuerwehr nachgefordert. Unter der Leitung von Zugführer Joshua Zimmer versorgte das Team die Kameradinnen und Kameraden vor Ort mit warmen und kalten Getränken sowie einer Stärkung.
Vollsperrung bis zum Abend
Nachdem das Fahrzeug sicher aufgerichtet worden war und feststand, dass keine Gefahr für die Umwelt mehr bestand, konnten die Einsatzkräfte am Abend wieder einrücken. Für die Dauer der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen blieb die Autobahn zwischen Filsum und Leer-Ost voll gesperrt.
Foto: Kreisfeuerwehr Leer
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Also: Mitmachen lohnt sich – das Gewinnspiel startet heute Abend auf „Wir Leeraner“

Blaulicht
Schwerer Lkw-Unfall auf der A28 – Vollsperrung bei Leer
POL-LER: Weitere Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 13.05.2026
Leer/ A28 — Verkehrsunfall mit Gefahrgut-LKW
Am heutigen Tag gegen 12:40 Uhr wurde der Polizei ein verunfallter Lkw auf der A28 in Fahrtrichtung Leer in Höhe des Parkplatzes Brinkum gemeldet. Feuerwehr und Rettungsdienst wurden ebenfalls alarmiert.
Nach bisherigen Erkenntnissen befuhren zwei Sattelzüge den Bereich zwischen den Anschlussstellen Filsum und Leer-Ost, als der vorausfahrende Lkw verkehrsbedingt abbremsen musste. Der nachfolgende Sattelzug fuhr auf den vorausfahrenden Lkw auf, kam anschließend nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach die Schutzplanke und kippte seitlich in die Berme.
Der 23-jährige Fahrer aus den Niederlanden des verunfallten Lkw konnte das Fahrzeug leicht verletzt verlassen. Der 48-jährige Fahrer aus den Niederlanden des vorausfahrenden Lkw wurde ebenfalls leicht verletzt. Die beiden beteiligten Personen wurden in ein Krankenhaus gebracht.
Der Sattelzug war mit Gefahrgut beladen. Eine Überprüfung ergab, dass kein Gefahrstoff austrat. Allerdings liefen Betriebsstoffe aus dem Fahrzeug aus.
Für die Dauer der Bergungs- und Reinigungsarbeiten ist die A28 zwischen den Anschlussstellen Filsum und Leer-Ost voll gesperrt. Die Sperrung wird voraussichtlich noch längere Zeit andauern.
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