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Verzögerung beim Bahnprojekt Wunderline: Bauprobleme verschieben Start auf Ende 2025
Noch immer ist die neue Friesenbrücke nicht fertig – aufgenommen am 1. Juni 2025. Am 3. Dezember 2015 rammte der Frachter „Emsmoon“ die alte Brücke, einen Tag später sprach die Deutsche Bahn vom Totalschaden. In fünf Monaten jährt sich der Unfall zum zehnten Mal. Zehn Jahre Bauzeit für eine Brücke, die es schon gab – ein Trauerspiel für die Region! Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
Wunderline Groningen–Bremen: Inbetriebnahme verzögert sich auf Ende 2025
Herausforderungen im Baugrund, Ressourcenengpässe und hoher Grundwasserstand verzögern Fertigstellung der grenzüberschreitenden Zugstrecke
Die geplante Inbetriebnahme der Wunderline, einer wichtigen grenzüberschreitenden Zugverbindung zwischen Bremen (Deutschland) und Groningen (Niederlande), verschiebt sich auf Ende 2025. Ursprünglich war die Fertigstellung der Strecke für den Sommer 2025 vorgesehen. Grund für die Verzögerung sind vor allem schwierige Bodenverhältnisse, ein hoher Grundwasserstand sowie Engpässe bei Bauressourcen und Fachkräften.
Bauarbeiten durch schwierige Bodenverhältnisse erschwert
Die Bauarbeiten entlang der 173 Kilometer langen Strecke – davon 124 Kilometer auf deutschem Boden – werden stark durch hochstehendes Grundwasser behindert. Dieses verschlechtert die Bodenverhältnisse erheblich, sodass Bautechnologie und Bauplanung angepasst werden mussten. Gleichzeitig erschweren Engpässe bei Großmaschinen, Spezialtiefbauunternehmen und Fachpersonal infolge hoher Bauaktivität in Deutschland die Fortschritte.
Modernisierung bringt Vorteile für Fahrgäste
Trotz der Herausforderungen arbeiten die Deutsche Bahn (DB) und die Provinz Groningen mit Hochdruck daran, die Wunderline fertigzustellen. Die Modernisierung der Strecke soll künftig höhere Streckengeschwindigkeiten ermöglichen und die Reisezeit zwischen Bremen und Groningen deutlich verkürzen.
Bis zur vollständigen Inbetriebnahme bleibt das Ersatzangebot mit Bussen bestehen. Die Deutsche Bahn bittet alle Reisenden um Verständnis für die Verzögerungen und wird über Änderungen und Zwischenlösungen rechtzeitig informieren.

Baufortschritt auf deutscher Seite: Friesenbrücke und Bahnhöfe im Fokus
Auf deutscher Seite ist ein Großteil der Infrastrukturmaßnahmen bereits abgeschlossen:
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Mehrere Brücken, Stützwände und Durchlässe wurden fertiggestellt.
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Der Oberbau (Gleisbauarbeiten) ist weit fortgeschritten.
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Die neue Friesenbrücke bei Ihrhove, ein zentrales Bauwerk über die Ems, kann bereits gleisgebunden erreicht werden.
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Die Friesenbrücke wurde bereits testweise erfolgreich geöffnet und geschlossen – ein wichtiger Meilenstein für das Projekt.
Derzeit wird der Unterbau westlich der Friesenbrücke bearbeitet, sodass bald Gleisschotter eingebracht und Schienen verlegt werden können. Parallel laufen:
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Erneuerung mehrerer Bahnübergänge
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Kabeltiefbauarbeiten
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Installation der Leit- und Sicherungstechnik
Zudem schreiten die Arbeiten an den neuen, barrierefreien Bahnhöfen Bunde und Ihrhove zügig voran. Diese sollen mit der Inbetriebnahme der Wunderline voll nutzbar sein.

Letzte Maßnahmen auf niederländischer Seite geplant
Auch auf niederländischer Seite ist das Projekt weit fortgeschritten. Der Infrastrukturbetreiber ProRail wird voraussichtlich im Spätherbst 2025 die letzten Maßnahmen abschließen. Damit ist der grenzüberschreitende Zugverkehr zwischen Groningen und Bremen auf gutem Weg.
Friesenbrücke bald auch für Rad- und Fußverkehr geöffnet
Neben dem Bahnverkehr ist die Friesenbrücke auch für Fußgänger und Radfahrer von Bedeutung. Die zuständigen Gemeinden bauen derzeit die Zuwegungen für den Rad- und Fußweg aus. Schon im Sommer 2025 sollen Passanten die Brücke über die Ems nutzen können.


Der parallel zu den Bahngleisen verlaufende alte Radweg an der Hilkenborger Straße (Kreisstraße 22) in Westoverledingen muss noch erneuert werden. Er ist Teil der künftigen Radwegverbindung zur Friesenbrücke. Die Aufnahmen zeigen den Bereich an der neuen Eisenbahnbrücke. Fotos vom 1. Juni 2025: Ingo Tonsor / LeserECHO.
Bedeutung der Wunderline für Europa
Die Wunderline ist nicht nur für die Region zwischen Nordwestdeutschland und den Niederlanden von hoher Bedeutung. Sie ist auch ein zentrales Bindeglied im gesamteuropäischen Schienenverkehr, insbesondere auf der Achse Amsterdam – Bremen – Hamburg – Skandinavien.
Die DB und ProRail arbeiten daher weiterhin eng zusammen, um das Projekt erfolgreich abzuschließen. Sollte die finale Abnahme der Strecke planmäßig und ohne größere Mängel verlaufen, ist die Inbetriebnahme für Ende 2025 vorgesehen. Andernfalls wird mit einem Start Anfang 2026 gerechnet.
Die Wunderline kommt – nur später
Die Wunderline steht für moderne, schnelle und klimafreundliche Mobilität zwischen Deutschland und den Niederlanden. Zwar verzögert sich die Inbetriebnahme durch unvorhergesehene Probleme im Baugrund und logistische Engpässe, doch der Großteil der Strecke ist bereits fertiggestellt. Mit einem planmäßigen Verlauf der restlichen Arbeiten wird die Wunderline Ende 2025 den Betrieb aufnehmen – und eine neue Ära im grenzüberschreitenden Bahnverkehr einläuten.

Die Friesenbrücke – Geschichte, Zerstörung und Neubau eines Wahrzeichens
Die Friesenbrücke über die Ems bei Weener verbindet nicht nur Ostfriesland mit den Niederlanden, sondern ist auch ein bedeutendes Bauwerk mit bewegter Geschichte. Am 3. Dezember 2015 ereignete sich ein folgenschwerer Unfall: Der Frachter Emsmoon rammte die geschlossene Eisenbahnbrücke und verursachte dabei einen Totalschaden. Auch der parallel verlaufende Rad- und Fußweg wurde zerstört, sodass eine Überquerung der Ems zwischen Westoverledingen und Weener nicht mehr möglich war. Die Bahnverbindung von Leer nach Groningen wurde unterbrochen, woraufhin ein Schienenersatzverkehr eingerichtet wurde.
Der Neubau der Friesenbrücke begann im Juli 2021 nach einer aufwändigen Planungsphase. Die neue Brücke wird 337 Meter lang und als größte Hub-Drehbrücke Europas ein technisches Meisterwerk darstellen. Das drehbare Mittelteil wird auf der Seite von Westoverledingen errichtet und soll bis Dezember 2024 fertiggestellt sein. Mit ihrer beeindruckenden Technik und modernen Bauweise wird die neue Friesenbrücke voraussichtlich auch ein touristischer Anziehungspunkt werden.
Ein Blick in die Vergangenheit
Die Geschichte der Friesenbrücke reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück. Am 16. November 1864 unterzeichneten das Königreich Hannover und die Niederlande einen Staatsvertrag zum Bau einer Bahnverbindung. Zwischen 1874 und 1876 entstand daraufhin die erste Friesenbrücke zwischen Hilkenborg und Weener.
Ein dramatischer Zwischenfall ereignete sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1913: Ein Personenzug fuhr auf die geöffnete Brücke zu. Obwohl der Brückenwärter versuchte, die Brücke rechtzeitig zu schließen, gelang dies nicht vollständig. Der Zug bremste, doch die Lokomotive hing über der Öffnung – nur durch eine verklemmte Kupplung und die Waggons wurde ein Absturz verhindert.
Auch in den folgenden Jahren blieb die Brücke nicht von Schäden verschont. 1922 kollidierte der Zweitmastdampfer Hohefelde mit der Brücke, wodurch der Verkehr für vier Wochen unterbrochen werden musste. Zwischen 1924 und 1926 wurde schließlich eine neue Klappbrücke mit einem eigenen Fuß- und Radweg gebaut, begleitet vom Bau des Wärterhauses.
Im April 1945, gegen Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde die Brücke von deutschen Soldaten gesprengt, um den Vormarsch kanadischer Truppen zu behindern. In dieser Zeit gewann die einfache, mit einem Seil gezogene Emsfähre vorübergehend wieder an Bedeutung.
Nach rund einjähriger Bauzeit konnte die Brücke am 18. Mai 1951 erneut feierlich eröffnet werden. Mit 335 Metern Länge verband sie wieder Leer mit dem niederländischen Groningen – eine bedeutende Verkehrsachse für Bahn, Radfahrer und Fußgänger gleichermaßen.
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Anmerkung der Redaktion
Die folgende Darstellung eines historischen Brückenbaus ist rein zufällig und hat selbstverständlich nichts mit aktuellen Infrastrukturprojekten in Deutschland zu tun. Jegliche Ähnlichkeit mit echten Verzögerungen, Planungsschleifen oder plötzlich entdecktem Grundwasser ist rein konstruktionsbedingt.
Natürlich kann man die Golden Gate Bridge in San Francisco nicht mit der neuen Friesenbrücke im ostfriesischen Weener vergleichen – wirklich nicht. Während die eine sich majestätisch über das Golden Gate spannt, verbindet die andere Ihrhove mit Weener – was regional nicht weniger wichtig ist, versteht sich. Und doch… der Vergleich drängt sich ganz unfreiwillig auf.
Die Golden Gate Bridge wurde 1933 gebaut – ohne digitale Bauplanung, ohne EU-Vergaberichtlinie, dafür mit jeder Menge Stahl, Strömung und Sturm. Sie ist knapp 2,8 Kilometer lang, wiegt fast 900.000 Tonnen und galt zur Fertigstellung 1937 als technisches Weltwunder. Die Bauzeit: gut vier Jahre. Mitten in der Weltwirtschaftskrise. Ohne Zoom-Meetings.
Die neue Friesenbrücke an der Ems – rund 160 Meter lang – wird seit 2016 neu gebaut, nachdem ein Frachter sie versehentlich “abgeräumt” hatte. Die Bauzeit: voraussichtlich bis Ende 2025. Das ergibt fast ein Jahrzehnt – für eine Brücke, die im Prinzip schon einmal da war. Natürlich gab es hierzulande ganz andere Herausforderungen: Grundwasser, Bodengutachten, Maschinenmangel, Ausschreibungsverfahren, Wetter – und vermutlich auch ein bisschen Bürokratie.
Golden Gate Bridge: Jahrhundertbauwerk in Rekordzeit – ein Vergleich, der weh tut
Während in Deutschland die neue Friesenbrücke fast zehn Jahre nach ihrer Zerstörung durch das Frachtschiff Emsmoon noch immer nicht fertiggestellt ist, erinnert ein Blick nach Kalifornien an das Gegenteil: den Bau eines Weltwunders in Rekordzeit.
Die Golden Gate Bridge in San Francisco gilt bis heute als technische Meisterleistung. Am 5. Januar 1933 wurde der Baubeginn gefeiert – trotz weltwirtschaftlicher Krise. Bereits am 19. April 1937, also nur etwas mehr als vier Jahre später, war die Brücke fertig – unter Budget und vor dem Zeitplan.
Die Dimensionen waren gewaltig: Die höchsten Pfeiler ihrer Zeit (227 Meter), das längste Hängebrückenspannfeld (1.280 Meter) und Kabel mit 92 cm Durchmesser, in denen mehr als 27.000 Drähte pro Kabel verbaut wurden. Allein für die südlichen Fundamente mussten Konstrukteure in den von Strömungen geprägten Gewässern des Golden Gate unter extremen Bedingungen arbeiten. Dennoch schritt der Bau mit unglaublicher Präzision voran.
Die Stahlelemente der Brücke wurden quer durchs Land transportiert, über den Panamakanal verschifft und schließlich vor Ort montiert – mithilfe einer logistischen Meisterleistung. Die Kabel wurden im aufwendigen Luftspinnverfahren installiert, ein Verfahren, das in San Francisco in nur sechs Monaten abgeschlossen wurde – und damals als bahnbrechend galt.
Am 28. Mai 1937 eröffnete US-Präsident Franklin D. Roosevelt die Brücke feierlich per Telegrafensignal aus dem Weißen Haus. Bereits am Vortag hatten 200.000 Fußgänger die Gelegenheit genutzt, die Brücke erstmals zu betreten.
Mit einem Gesamtgewicht von 887.000 Tonnen, 600.000 Nieten pro Turm und einer unvergleichlichen Symbolkraft steht die Golden Gate Bridge heute als Ikone für Fortschritt, Mut und Ingenieurskunst – und erinnert schmerzhaft daran, wie lange sich Infrastrukturprojekte anderswo ziehen können.
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Regionale Suchthilfe tauscht sich im Krankenhaus Rheiderland aus
(v.l.n.r.): Uwe Dogs (Leitender Suchttherapeut), Daniela Kamp (Geschäftsführerin), Larissa Leemhuis (Ergotherapeutin), Jörg Schäfer (Suchttherapeut), Sarah Koopmann (Suchttherapeutin).
22. Regionales Suchthilfe-Treffen: Austausch und strategische Zukunftsausrichtung im Krankenhaus Rheiderland
Leer/Ostfriesland, 10. März 2026. Am Dienstag, den 3. März 2026, fand zum 22. Mal das Regionale Suchthilfe-Treffen im Krankenhaus Rheiderland statt. Die Veranstaltung, die sich als fester Bestandteil des regionalen Suchthilfesystems etabliert hat, diente erneut dem fachlichen Dialog sowie der Stärkung der Vernetzung zwischen den beteiligten Einrichtungen und Akteuren.
Fachlicher Austausch im Fokus
Die Geschäftsführerin des Krankenhauses Rheiderland, Daniela Kamp, sowie der leitende Suchttherapeut des Qualifizierten Entzuges, Uwe Dogs, begrüßten die zahlreichen Teilnehmenden herzlich. Ziel des Treffens war es, aktuelle Arbeitsschwerpunkte zu erörtern und die regionalen Angebote der Suchthilfe gemeinsam weiterzuentwickeln.
Ein zentraler Programmpunkt war der detaillierte Bericht von Uwe Dogs über die aktuelle Arbeit des Qualifizierten Entzuges. Er beleuchtete dabei sowohl die tägliche Praxis als auch spezifische Herausforderungen des Fachbereichs. Ergänzend dazu bot das Format „Open Micro“ allen Anwesenden die Möglichkeit, Projekte und Entwicklungen aus ihren jeweiligen Institutionen und Gruppen direkt einzubringen.
Strategische Weiterentwicklung als Fachkrankenhaus
Einen wesentlichen Diskussionspunkt bildeten die Zukunftspläne des Krankenhauses Rheiderland, sich als „Fachkrankenhaus für Psychiatrie und Psychotherapie“ zu etablieren. Ein entsprechender Antrag wurde bereits beim niedersächsischen Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung eingereicht.
Der niedersächsische Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi hatte bei der Mitgliederversammlung des Krankenhausvereins Anfang Februar seine Unterstützung für dieses Vorhaben bekräftigt und über den aktuellen Sachstand informiert. Die Bestrebungen zur Neuaufstellung treffen jedoch auf Widerstand des benachbarten Klinikums Emden. Derzeit lässt das zuständige Ministerium den Neuzuschnitt der psychiatrischen Pflichtversorgungsgebiete durch ein externes Bedarfsgutachten prüfen.
Bedeutung der Vernetzung
Das 22. Regionale Suchthilfe-Treffen verdeutlichte nachdrücklich, dass ein engmaschiges Netzwerk und ein kontinuierlicher, offener Austausch für eine erfolgreiche Suchthilfe in der Region unverzichtbar sind. Die Teilnehmenden unterstrichen die hohe Relevanz dieses Formats und bekräftigten ihr Bestreben, die Zusammenarbeit auch in Zukunft intensiv zu fördern.
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Neue Weiterbildung für ehrenamtliche Vereinsführung in Leer starten
Informationsabend zur Weiterbildung: Referentin Katrin Hübscher klärt online alle Fragen rund um die Qualifizierung zum ehrenamtlichen Vereinsmanager.
Online-Infoveranstaltung: Weiterbildung zum ehrenamtlichen Vereinsmanager
Die ehrenamtliche Arbeit in Vorständen und leitenden Funktionen von Vereinen ist mit komplexen Herausforderungen verbunden. Um Engagierte bestmöglich in ihrer täglichen Vereinsarbeit zu unterstützen, bietet der Landkreis Leer eine strukturierte Qualifizierung an. Am 23. März 2026 findet eine Online-Informationsveranstaltung statt, die einen detaillierten Einblick in die Fortbildungsreihe zum ehrenamtlichen Vereinsmanager bzw. zur ehrenamtlichen Vereinsmanagerin gibt.
Informationen zur Infoveranstaltung
Ziel der Online-Veranstaltung ist es, Transparenz über den Ablauf der Fortbildung zu schaffen und alle offenen Fragen der Teilnehmenden zu klären. Dabei stehen die folgenden Aspekte im Fokus:
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Ablauf der Qualifizierung: Welche Inhalte werden vermittelt?
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Zielgruppe: Wer kann an der Fortbildung teilnehmen?
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Anforderungen: Welche zeitlichen und persönlichen Voraussetzungen sollten mitgebracht werden?
Durch den Abend führen Anja Lücht von der Stabsstelle Ehrenamt sowie die Referentin Katrin Hübscher. Beide stehen für Rückfragen bereit und geben einen umfassenden Überblick über das Programm.
| Detail | Information |
| Datum | 23. März 2026 |
| Uhrzeit | 17:30 bis 18:30 Uhr |
| Format | Online-Veranstaltung |

Vereine und Pressearbeit: So nutzen Sie die Reichweite des LeserECHO-Verlags
Eine effektive Pressearbeit ist für Vereine unerlässlich, um auf Veranstaltungen, Erfolge und die eigene Arbeit aufmerksam zu machen. Der LeserECHO-Verlag bietet hierbei eine wertvolle Plattform, um eine breite Öffentlichkeit zu erreichen und das Vereinsleben in der Region zu stärken.
Warum Pressearbeit für Vereine wichtig ist
Pressearbeit ermöglicht es Vereinen, ihre Bekanntheit zu steigern, neue Mitglieder zu gewinnen und Sponsoren zu finden. Durch regelmäßige Pressemitteilungen und Fotos von Veranstaltungen können Vereine ihr Image pflegen und ihre Relevanz in der Gesellschaft unterstreichen.
Tipps für eine gute Pressemitteilung
Eine gelungene Pressemitteilung sollte prägnant, informativ und gut strukturiert sein. Hier sind einige Tipps, die Sie beachten sollten:
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Klare Überschrift: Eine aussagekräftige Überschrift, die das Thema der Pressemitteilung auf den Punkt bringt.
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Wichtige Informationen zuerst: Die wichtigsten Informationen sollten am Anfang der Pressemitteilung stehen.
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Kurze Sätze und Absätze: Vermeiden Sie lange Schachtelsätze und strukturieren Sie den Text in kurze Absätze.
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Zitate: Fügen Sie Zitate von Vereinsmitgliedern oder Experten hinzu, um die Pressemitteilung lebendiger zu gestalten.
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Kontaktdaten: Geben Sie am Ende der Pressemitteilung Kontaktdaten für Rückfragen an.
Tipps für gute Fotos
Fotos sind ein wichtiger Bestandteil der Pressearbeit, insbesondere für Social Media. Hier sind einige Tipps für gelungene Fotos:
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Action-Fotos: Machen Sie Fotos von Menschen in Aktion, anstatt nur gestellte Gruppenfotos.
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Gute Beleuchtung: Achten Sie auf eine gute Beleuchtung, um scharfe und klare Fotos zu erhalten.
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Verschiedene Perspektiven: Experimentieren Sie mit verschiedenen Perspektiven, um interessante Fotos zu machen.
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Hohe Auflösung: Senden Sie Fotos in hoher Auflösung, um eine gute Qualität zu gewährleisten.
Nutzung von KI
Künstliche Intelligenz (KI) kann Vereine bei der Pressearbeit unterstützen. KI-gestützte Tools können beispielsweise helfen, Pressemitteilungen zu schreiben oder Fotos zu optimieren. Es ist jedoch wichtig, KI-gestützte Tools verantwortungsvoll zu nutzen und die Ergebnisse immer kritisch zu prüfen.
Kooperation mit dem LeserECHO-Verlag
Der LeserECHO-Verlag bietet Vereinen die Möglichkeit, Pressemitteilungen und Fotos auf dem News-Portal und auf der Facebook-Seite “Wir-Leeraner” zu veröffentlichen. Mit über 39.500 Followern und einer Reichweite von über 8 Millionen Aufrufen im Monat* bietet der LeserECHO-Verlag eine enorme Reichweite für Vereine.
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KI im Handwerk: Wissensmanagement digital effizient gestalten
Während des Branchentreffens auf dem Kongress Zukunft Handwerk im München Anfang März wurde die Entwicklung von Sven Glowalla (3.v.l.) vorgestellt. Mit dabei waren Vertriebspartner Dennis Schnier (4.v.l.) und Vertreter der Handwerkskammer für Ostfriesland: Hauptgeschäftsführer Jörg Frerichs (l.), Präsident Albert Lienemann (2.v.l.), Vizepräsidentin Imke Hennig (3.v.r.), Vizepräsident Jörg Klein (2.v.r.) und Betriebsberater Daniel Bigl (r.).
Künstliche Intelligenz im Handwerk: Effizientes Wissensmanagement durch KI-Wiki
Die Digitalisierung bietet dem Handwerk zahlreiche Chancen, um den Herausforderungen durch den Fachkräftemangel zu begegnen und steigende Kundenansprüche zu bewältigen. Ein Praxisbeispiel aus Wittmund zeigt, wie durch den gezielten Einsatz von Künstliche Intelligenz im Handwerk operative Prozesse optimiert und interne Wissenslücken geschlossen werden können.
Unterstützung durch die Digitalisierungswerkstatt
Im Rahmen des Projektes „Künstliche Intelligenz – neuer Problemlöser im Handwerk“ des Mittelstand-Digital Zentrums Handwerk erhielten deutschlandweit über 1000 Betriebe die Gelegenheit, digitale Lösungen kennenzulernen. Ziel der Digitalisierungswerkstatt war es, Unternehmen durch Vorträge, Workshops und den Austausch mit Experten fit für die digitale Zukunft zu machen.
Daniel Bigl, Berater für Innovation und Technologie der Handwerkskammer für Ostfriesland, betreute 31 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen, darunter Elektrobetriebe, Anlagenbauer und Stahlbauunternehmen. Die Ergebnisse der intensiven Projektarbeit wurden Anfang März auf der Internationalen Handwerksmesse (IHM) in München präsentiert. Dabei wurde deutlich: Praxisnahe KI-Lösungen sind auch ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse umsetzbar.

Vom PDF-Chaos zum automatisierten Wissensmanagement
Ein herausragendes Beispiel für gelungene Innovation ist das Unternehmen „SGUJ Prüfdienst Sven Glowalla und Junior“ aus Wittmund. Der Juniorchef Oliver Glowalla, Betriebswirt und Software-Entwickler, stand vor einer wachsenden organisatorischen Herausforderung. In sechs Jahren wuchs das Unternehmen von zwei auf 50 Mitarbeitende. Mit dem Wachstum stieg die Komplexität: Arbeitsanweisungen, wechselnde Vorschriften und zahlreiche Kundenanfragen sorgten für ein hohes Aufkommen an Abstimmungsbedarf. Insbesondere die Urlaubsvertretung stellte ohne zentrale Dokumentation ein Risiko für den Betriebsablauf dar.
Um diese Problematik zu lösen, entwickelte Glowalla während der Teilnahme an der Digitalisierungswerkstatt das webbasierte KI-Wiki namens „DRUVIS“. Das System fungiert als zentrale Wissensdatenbank.
Funktionsweise und Mehrwert von DRUVIS
Nach einer Entwicklungszeit von etwa 200 Arbeitsstunden entstand eine Plattform, die firmeninternes Know-how, Prozesse und Dokumente intelligent miteinander verknüpft. Das Wissensmanagement-System zeichnet sich durch folgende Aspekte aus:
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Sekundenschnelle Antwortzeiten: Mitarbeiteranfragen, etwa zu Urlaubsanträgen oder spezifischen Messverfahren, werden durch das System automatisch mit dem entsprechenden Quellenverweis beantwortet.
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Strukturierte Datenhaltung: Informationen werden systematisch aufbereitet, was die Suchzeiten im Vergleich zur klassischen Dateiverwaltung massiv verkürzt.
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Unterstützung im Onboarding: Ein integrierter Assistent generiert automatisch aus Arbeitsanweisungen Entwürfe für Schulungsunterlagen.
Dieser Automatisierungsgrad führt zu einer geschätzten Reduktion der internen Rückfragen um rund 70 Prozent. Aktuell durchläuft das Tool eine Testphase, bei der unter anderem ein Sanitätshaus wertvolle Rückmeldungen zur Praxistauglichkeit liefert.
Fazit und Kontakt
Die Entwicklung zeigt, dass Künstliche Intelligenz im Handwerk nicht zwingend hochkomplexe Systeme erfordert, sondern durch gezieltes Wissensmanagement den Arbeitsalltag spürbar entlasten kann. Betriebe, die an einer ähnlichen Lösung oder an einer digitalen Prozessoptimierung interessiert sind, können die Beratungsangebote der Handwerkskammer für Ostfriesland nutzen.
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Informationen zu DRUVIS: www.druvis.de
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Beratung: Daniel Bigl, Telefon 04941 1797–60, E‑Mail: d.bigl@hwk-aurich.de
























