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Ver­zö­ge­rung beim Bahn­pro­jekt Wun­der­line: Bau­pro­ble­me ver­schie­ben Start auf Ende 2025

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Noch immer ist die neue Frie­sen­brü­cke nicht fer­tig – auf­ge­nom­men am 1. Juni 2025. Am 3. Dezem­ber 2015 ramm­te der Frach­ter „Ems­moon“ die alte Brü­cke, einen Tag spä­ter sprach die Deut­sche Bahn vom Total­scha­den. In fünf Mona­ten jährt sich der Unfall zum zehn­ten Mal. Zehn Jah­re Bau­zeit für eine Brü­cke, die es schon gab – ein Trau­er­spiel für die Regi­on! Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO 

 

Wun­der­line Groningen–Bremen: Inbe­trieb­nah­me ver­zö­gert sich auf Ende 2025

Her­aus­for­de­run­gen im Bau­grund, Res­sour­cen­eng­päs­se und hoher Grund­was­ser­stand ver­zö­gern Fer­tig­stel­lung der grenz­über­schrei­ten­den Zugstrecke

Die geplan­te Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line, einer wich­ti­gen grenz­über­schrei­ten­den Zug­ver­bin­dung zwi­schen Bre­men (Deutsch­land) und Gro­nin­gen (Nie­der­lan­de), ver­schiebt sich auf Ende 2025. Ursprüng­lich war die Fer­tig­stel­lung der Stre­cke für den Som­mer 2025 vor­ge­se­hen. Grund für die Ver­zö­ge­rung sind vor allem schwie­ri­ge Boden­ver­hält­nis­se, ein hoher Grund­was­ser­stand sowie Eng­päs­se bei Bau­res­sour­cen und Fachkräften.

Bau­ar­bei­ten durch schwie­ri­ge Boden­ver­hält­nis­se erschwert

Die Bau­ar­bei­ten ent­lang der 173 Kilo­me­ter lan­gen Stre­cke – davon 124 Kilo­me­ter auf deut­schem Boden – wer­den stark durch hoch­ste­hen­des Grund­was­ser behin­dert. Die­ses ver­schlech­tert die Boden­ver­hält­nis­se erheb­lich, sodass Bau­tech­no­lo­gie und Bau­pla­nung ange­passt wer­den muss­ten. Gleich­zei­tig erschwe­ren Eng­päs­se bei Groß­ma­schi­nen, Spe­zi­al­tief­bau­un­ter­neh­men und Fach­per­so­nal infol­ge hoher Bau­ak­ti­vi­tät in Deutsch­land die Fortschritte.

Moder­ni­sie­rung bringt Vor­tei­le für Fahrgäste

Trotz der Her­aus­for­de­run­gen arbei­ten die Deut­sche Bahn (DB) und die Pro­vinz Gro­nin­gen mit Hoch­druck dar­an, die Wun­der­line fer­tig­zu­stel­len. Die Moder­ni­sie­rung der Stre­cke soll künf­tig höhe­re Stre­cken­ge­schwin­dig­kei­ten ermög­li­chen und die Rei­se­zeit zwi­schen Bre­men und Gro­nin­gen deut­lich ver­kür­zen.

Bis zur voll­stän­di­gen Inbe­trieb­nah­me bleibt das Ersatz­an­ge­bot mit Bus­sen bestehen. Die Deut­sche Bahn bit­tet alle Rei­sen­den um Ver­ständ­nis für die Ver­zö­ge­run­gen und wird über Ände­run­gen und Zwi­schen­lö­sun­gen recht­zei­tig informieren.

 

Glei­se im Grü­nen: Bau der neu­en Bahn­stei­ge für den Bahn­hal­te­punkt Ihr­ho­ve. Die Deut­sche Bahn plant, die Arbei­ten bereits bis Juli die­ses Jah­res abzu­schlie­ßen – ein wich­ti­ger Schritt für die Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line. Foto: 01. Juni 2025 — Ingo Ton­sor @ LeserECHO 

Bau­fort­schritt auf deut­scher Sei­te: Frie­sen­brü­cke und Bahn­hö­fe im Fokus

Auf deut­scher Sei­te ist ein Groß­teil der Infra­struk­tur­maß­nah­men bereits abgeschlossen:

  • Meh­re­re Brü­cken, Stütz­wän­de und Durch­läs­se wur­den fertiggestellt.

  • Der Ober­bau (Gleis­bau­ar­bei­ten) ist weit fortgeschritten.

  • Die neue Frie­sen­brü­cke bei Ihr­ho­ve, ein zen­tra­les Bau­werk über die Ems, kann bereits gleis­ge­bun­den erreicht werden.

  • Die Frie­sen­brü­cke wur­de bereits test­wei­se erfolg­reich geöff­net und geschlos­sen – ein wich­ti­ger Mei­len­stein für das Projekt.

Der­zeit wird der Unter­bau west­lich der Frie­sen­brü­cke bear­bei­tet, sodass bald Gleis­schot­ter ein­ge­bracht und Schie­nen ver­legt wer­den kön­nen. Par­al­lel laufen:

  • Erneue­rung meh­re­rer Bahnübergänge

  • Kabel­tief­bau­ar­bei­ten

  • Instal­la­ti­on der Leit- und Sicherungstechnik

Zudem schrei­ten die Arbei­ten an den neu­en, bar­rie­re­frei­en Bahn­hö­fen Bun­de und Ihr­ho­ve zügig vor­an. Die­se sol­len mit der Inbe­trieb­nah­me der Wun­der­line voll nutz­bar sein.

 

Neu­er Bahn­über­gang „Wes­ter­gas­te“ in Wes­t­ov­er­le­din­gen – kurz vor der Fer­tig­stel­lung. Auf­nah­me vom 1. Juni 2025. Foto: Ingo Ton­sor / LeserECHO.

Letz­te Maß­nah­men auf nie­der­län­di­scher Sei­te geplant

Auch auf nie­der­län­di­scher Sei­te ist das Pro­jekt weit fort­ge­schrit­ten. Der Infra­struk­tur­be­trei­ber ProRail wird vor­aus­sicht­lich im Spät­herbst 2025 die letz­ten Maß­nah­men abschlie­ßen. Damit ist der grenz­über­schrei­ten­de Zug­ver­kehr zwi­schen Gro­nin­gen und Bre­men auf gutem Weg.

Frie­sen­brü­cke bald auch für Rad- und Fuß­ver­kehr geöffnet

Neben dem Bahn­ver­kehr ist die Frie­sen­brü­cke auch für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer von Bedeu­tung. Die zustän­di­gen Gemein­den bau­en der­zeit die Zuwe­gun­gen für den Rad- und Fuß­weg aus. Schon im Som­mer 2025 sol­len Pas­san­ten die Brü­cke über die Ems nut­zen können.

 

Der par­al­lel zu den Bahn­glei­sen ver­lau­fen­de alte Rad­weg an der Hil­ken­bor­ger Stra­ße (Kreis­stra­ße 22) in Wes­t­ov­er­le­din­gen muss noch erneu­ert wer­den. Er ist Teil der künf­ti­gen Rad­weg­ver­bin­dung zur Frie­sen­brü­cke. Die Auf­nah­men zei­gen den Bereich an der neu­en Eisen­bahn­brü­cke. Fotos vom 1. Juni 2025: Ingo Ton­sor / LeserECHO.

Bedeu­tung der Wun­der­line für Europa

Die Wun­der­line ist nicht nur für die Regi­on zwi­schen Nord­west­deutsch­land und den Nie­der­lan­den von hoher Bedeu­tung. Sie ist auch ein zen­tra­les Bin­de­glied im gesamt­eu­ro­päi­schen Schie­nen­ver­kehr, ins­be­son­de­re auf der Ach­se Ams­ter­dam – Bre­men – Ham­burg – Skan­di­na­vi­en.

Die DB und ProRail arbei­ten daher wei­ter­hin eng zusam­men, um das Pro­jekt erfolg­reich abzu­schlie­ßen. Soll­te die fina­le Abnah­me der Stre­cke plan­mä­ßig und ohne grö­ße­re Män­gel ver­lau­fen, ist die Inbe­trieb­nah­me für Ende 2025 vor­ge­se­hen. Andern­falls wird mit einem Start Anfang 2026 gerechnet.


Die Wun­der­line kommt – nur später

Die Wun­der­line steht für moder­ne, schnel­le und kli­ma­freund­li­che Mobi­li­tät zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den. Zwar ver­zö­gert sich die Inbe­trieb­nah­me durch unvor­her­ge­se­he­ne Pro­ble­me im Bau­grund und logis­ti­sche Eng­päs­se, doch der Groß­teil der Stre­cke ist bereits fer­tig­ge­stellt. Mit einem plan­mä­ßi­gen Ver­lauf der rest­li­chen Arbei­ten wird die Wun­der­line Ende 2025 den Betrieb auf­neh­men – und eine neue Ära im grenz­über­schrei­ten­den Bahn­ver­kehr einläuten.

Das Hin­weis­schild an der Frie­sen­brü­cke doku­men­tiert zen­tra­le his­to­ri­sche Ereig­nis­se – von der Eröff­nung der ers­ten Brü­cke im 19. Jahr­hun­dert bis zum Neu­bau im 21. Jahr­hun­dert. Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO

Die Frie­sen­brü­cke – Geschich­te, Zer­stö­rung und Neu­bau eines Wahrzeichens

Die Frie­sen­brü­cke über die Ems bei Wee­ner ver­bin­det nicht nur Ost­fries­land mit den Nie­der­lan­den, son­dern ist auch ein bedeu­ten­des Bau­werk mit beweg­ter Geschich­te. Am 3. Dezem­ber 2015 ereig­ne­te sich ein fol­gen­schwe­rer Unfall: Der Frach­ter Ems­moon ramm­te die geschlos­se­ne Eisen­bahn­brü­cke und ver­ur­sach­te dabei einen Total­scha­den. Auch der par­al­lel ver­lau­fen­de Rad- und Fuß­weg wur­de zer­stört, sodass eine Über­que­rung der Ems zwi­schen Wes­t­ov­er­le­din­gen und Wee­ner nicht mehr mög­lich war. Die Bahn­ver­bin­dung von Leer nach Gro­nin­gen wur­de unter­bro­chen, wor­auf­hin ein Schie­nen­er­satz­ver­kehr ein­ge­rich­tet wurde.

Der Neu­bau der Frie­sen­brü­cke begann im Juli 2021 nach einer auf­wän­di­gen Pla­nungs­pha­se. Die neue Brü­cke wird 337 Meter lang und als größ­te Hub-Dreh­brü­cke Euro­pas ein tech­ni­sches Meis­ter­werk dar­stel­len. Das dreh­ba­re Mit­tel­teil wird auf der Sei­te von Wes­t­ov­er­le­din­gen errich­tet und soll bis Dezem­ber 2024 fer­tig­ge­stellt sein. Mit ihrer beein­dru­cken­den Tech­nik und moder­nen Bau­wei­se wird die neue Frie­sen­brü­cke vor­aus­sicht­lich auch ein tou­ris­ti­scher Anzie­hungs­punkt werden.

 

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Geschich­te der Frie­sen­brü­cke reicht bis ins 19. Jahr­hun­dert zurück. Am 16. Novem­ber 1864 unter­zeich­ne­ten das König­reich Han­no­ver und die Nie­der­lan­de einen Staats­ver­trag zum Bau einer Bahn­ver­bin­dung. Zwi­schen 1874 und 1876 ent­stand dar­auf­hin die ers­te Frie­sen­brü­cke zwi­schen Hil­ken­borg und Weener.

Ein dra­ma­ti­scher Zwi­schen­fall ereig­ne­te sich in der Nacht vom 26. auf den 27. Juli 1913: Ein Per­so­nen­zug fuhr auf die geöff­ne­te Brü­cke zu. Obwohl der Brü­cken­wär­ter ver­such­te, die Brü­cke recht­zei­tig zu schlie­ßen, gelang dies nicht voll­stän­dig. Der Zug brems­te, doch die Loko­mo­ti­ve hing über der Öff­nung – nur durch eine ver­klemm­te Kupp­lung und die Wag­gons wur­de ein Absturz verhindert.

Auch in den fol­gen­den Jah­ren blieb die Brü­cke nicht von Schä­den ver­schont. 1922 kol­li­dier­te der Zweit­mast­damp­fer Hohe­fel­de mit der Brü­cke, wodurch der Ver­kehr für vier Wochen unter­bro­chen wer­den muss­te. Zwi­schen 1924 und 1926 wur­de schließ­lich eine neue Klapp­brü­cke mit einem eige­nen Fuß- und Rad­weg gebaut, beglei­tet vom Bau des Wärterhauses.

Im April 1945, gegen Ende des Zwei­ten Welt­kriegs, wur­de die Brü­cke von deut­schen Sol­da­ten gesprengt, um den Vor­marsch kana­di­scher Trup­pen zu behin­dern. In die­ser Zeit gewann die ein­fa­che, mit einem Seil gezo­ge­ne Ems­fäh­re vor­über­ge­hend wie­der an Bedeutung.

Nach rund ein­jäh­ri­ger Bau­zeit konn­te die Brü­cke am 18. Mai 1951 erneut fei­er­lich eröff­net wer­den. Mit 335 Metern Län­ge ver­band sie wie­der Leer mit dem nie­der­län­di­schen Gro­nin­gen – eine bedeu­ten­de Ver­kehrs­ach­se für Bahn, Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger gleichermaßen.

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Anmer­kung der Redaktion

Die fol­gen­de Dar­stel­lung eines his­to­ri­schen Brü­cken­baus ist rein zufäl­lig und hat selbst­ver­ständ­lich nichts mit aktu­el­len Infra­struk­tur­pro­jek­ten in Deutsch­land zu tun. Jeg­li­che Ähn­lich­keit mit ech­ten Ver­zö­ge­run­gen, Pla­nungs­schlei­fen oder plötz­lich ent­deck­tem Grund­was­ser ist rein konstruktionsbedingt.

Natür­lich kann man die Gol­den Gate Bridge in San Fran­cis­co nicht mit der neu­en Frie­sen­brü­cke im ost­frie­si­schen Wee­ner ver­glei­chen – wirk­lich nicht. Wäh­rend die eine sich majes­tä­tisch über das Gol­den Gate spannt, ver­bin­det die ande­re Ihr­ho­ve mit Wee­ner – was regio­nal nicht weni­ger wich­tig ist, ver­steht sich. Und doch… der Ver­gleich drängt sich ganz unfrei­wil­lig auf.

Die Gol­den Gate Bridge wur­de 1933 gebaut – ohne digi­ta­le Bau­pla­nung, ohne EU-Ver­ga­be­richt­li­nie, dafür mit jeder Men­ge Stahl, Strö­mung und Sturm. Sie ist knapp 2,8 Kilo­me­ter lang, wiegt fast 900.000 Ton­nen und galt zur Fer­tig­stel­lung 1937 als tech­ni­sches Welt­wun­der. Die Bau­zeit: gut vier Jah­re. Mit­ten in der Welt­wirt­schafts­kri­se. Ohne Zoom-Meetings.

Die neue Frie­sen­brü­cke an der Ems – rund 160 Meter lang – wird seit 2016 neu gebaut, nach­dem ein Frach­ter sie ver­se­hent­lich “abge­räumt” hat­te. Die Bau­zeit: vor­aus­sicht­lich bis Ende 2025. Das ergibt fast ein Jahr­zehnt – für eine Brü­cke, die im Prin­zip schon ein­mal da war. Natür­lich gab es hier­zu­lan­de ganz ande­re Her­aus­for­de­run­gen: Grund­was­ser, Boden­gut­ach­ten, Maschi­nen­man­gel, Aus­schrei­bungs­ver­fah­ren, Wet­ter – und ver­mut­lich auch ein biss­chen Bürokratie.

Gol­den Gate Bridge: Jahr­hun­dert­bau­werk in Rekord­zeit – ein Ver­gleich, der weh tut

Wäh­rend in Deutsch­land die neue Frie­sen­brü­cke fast zehn Jah­re nach ihrer Zer­stö­rung durch das Fracht­schiff Ems­moon noch immer nicht fer­tig­ge­stellt ist, erin­nert ein Blick nach Kali­for­ni­en an das Gegen­teil: den Bau eines Welt­wun­ders in Rekord­zeit.

Die Gol­den Gate Bridge in San Fran­cis­co gilt bis heu­te als tech­ni­sche Meis­ter­leis­tung. Am 5. Janu­ar 1933 wur­de der Bau­be­ginn gefei­ert – trotz welt­wirt­schaft­li­cher Kri­se. Bereits am 19. April 1937, also nur etwas mehr als vier Jah­re spä­ter, war die Brü­cke fer­tig – unter Bud­get und vor dem Zeit­plan.

Die Dimen­sio­nen waren gewal­tig: Die höchs­ten Pfei­ler ihrer Zeit (227 Meter), das längs­te Hän­ge­brü­cken­spann­feld (1.280 Meter) und Kabel mit 92 cm Durch­mes­ser, in denen mehr als 27.000 Dräh­te pro Kabel ver­baut wur­den. Allein für die süd­li­chen Fun­da­men­te muss­ten Kon­struk­teu­re in den von Strö­mun­gen gepräg­ten Gewäs­sern des Gol­den Gate unter extre­men Bedin­gun­gen arbei­ten. Den­noch schritt der Bau mit unglaub­li­cher Prä­zi­si­on voran.

Die Stahl­ele­men­te der Brü­cke wur­den quer durchs Land trans­por­tiert, über den Pana­ma­ka­nal ver­schifft und schließ­lich vor Ort mon­tiert – mit­hil­fe einer logis­ti­schen Meis­ter­leis­tung. Die Kabel wur­den im auf­wen­di­gen Luft­spinn­ver­fah­ren instal­liert, ein Ver­fah­ren, das in San Fran­cis­co in nur sechs Mona­ten abge­schlos­sen wur­de – und damals als bahn­bre­chend galt.

Am 28. Mai 1937 eröff­ne­te US-Prä­si­dent Frank­lin D. Roo­se­velt die Brü­cke fei­er­lich per Tele­gra­fen­si­gnal aus dem Wei­ßen Haus. Bereits am Vor­tag hat­ten 200.000 Fuß­gän­ger die Gele­gen­heit genutzt, die Brü­cke erst­mals zu betreten.

Mit einem Gesamt­ge­wicht von 887.000 Ton­nen, 600.000 Nie­ten pro Turm und einer unver­gleich­li­chen Sym­bol­kraft steht die Gol­den Gate Bridge heu­te als Iko­ne für Fort­schritt, Mut und Inge­nieurs­kunst – und erin­nert schmerz­haft dar­an, wie lan­ge sich Infra­struk­tur­pro­jek­te anders­wo zie­hen kön­nen.

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Kli­ni­kum Leer: Neue Trans­for­ma­tor­sta­ti­on stärkt die regio­na­le Patientenversorgung

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High-Tech für die Pati­en­ten­ver­sor­gung: Kli­ni­kum Leer stärkt Energie-Infrastruktur

Sicher­heit steht im Kran­ken­haus an obers­ter Stel­le – das gilt nicht nur für die Medi­zin, son­dern auch für die Tech­nik im Hin­ter­grund. Um für die Zukunft gerüs­tet zu sein, hat das Kli­ni­kum Leer sei­ne Ener­gie­ver­sor­gung mas­siv aus­ge­baut. Ein neu­er Zehn-Ton­nen-Koloss im Kes­sel­haus sorgt ab sofort für noch mehr Verlässlichkeit.

Leer/Ostfriesland, 19. Janu­ar 2026. Ein Kran­ken­haus schläft nie. Rund um die Uhr sind lebens­er­hal­ten­de Sys­te­me, hoch­mo­der­ne OP-Säle und Dia­gno­se­ge­rä­te im Ein­satz. Mit dem ste­tig wach­sen­den Ein­satz medi­zi­ni­scher Groß­ge­rä­te stei­gen jedoch auch die Anfor­de­run­gen an das Strom­netz. Um die­sen Bedarf lang­fris­tig zu decken und die Aus­fall­si­cher­heit zu maxi­mie­ren, hat das Kli­ni­kum Leer im ver­gan­ge­nen Monat einen drit­ten Trans­for­ma­tor erfolg­reich in Betrieb genommen.

Prä­zi­si­ons­ar­beit: Zehn Ton­nen am Haken

Die Instal­la­ti­on war eine logis­ti­sche Meis­ter­leis­tung. Das neue Tra­fo­ge­bäu­de bringt ein stol­zes Gewicht von rund zehn Ton­nen auf die Waa­ge. Um das Gehäu­se an sei­nen end­gül­ti­gen Bestim­mungs­ort im Kes­sel­haus zu brin­gen, war schwe­res Gerät erfor­der­lich: Ein Spe­zi­al­kran hob die Anla­ge zen­ti­me­ter­ge­nau an ihren Platz.

Zah­len und Fak­ten zur neu­en Anlage

Der neue Trans­for­ma­tor ist ein ech­tes Kraft­pa­ket und sorgt für die not­wen­di­ge „Red­un­danz“. Das bedeu­tet: Soll­te eine Anla­ge gewar­tet wer­den müs­sen oder eine Stö­rung vor­lie­gen, über­neh­men die ande­ren Sys­te­me naht­los die Versorgung.

  • Leis­tung: 1.000 kVA

  • Pri­mär­span­nung: 20.000 Volt (20 kV)

  • Sekun­där­span­nung: 231/400 Volt (haus­halts­üb­li­che Span­nung für medi­zi­ni­sche Gerä­te und Infrastruktur)

Wei­chen­stel­lung für grü­ne Energie

Die Moder­ni­sie­rung dient nicht nur der rei­nen Kapa­zi­täts­er­wei­te­rung. Das Kli­ni­kum nutzt die Umbau­ar­bei­ten auch für den Weg in eine nach­hal­ti­ge­re Zukunft. Im Zuge der Instal­la­ti­on wur­den bereits die vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men für den Anschluss einer neu­en Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge getrof­fen. Damit wird das Kli­ni­kum künf­tig einen Teil sei­nes Strom­be­darfs kli­ma­freund­lich selbst erzeu­gen können.

Ver­sor­gungs­si­cher­heit wäh­rend der Bauphase

Ein span­nen­der Moment war die eigent­li­che Ein­bin­dung in das Strom­netz, für die die regu­lä­re Ver­sor­gung kurz­zei­tig unter­bro­chen wer­den muss­te. Doch die Pati­en­ten beka­men davon nichts mit: Ein mobi­les Aggre­gat über­nahm wäh­rend der Arbei­ten die gesam­te Ener­gie­ver­sor­gung des Hau­ses ohne Unterbrechung.

Ein kla­res Bekennt­nis zur Patientenversorgung

Geschäfts­füh­re­rin Danie­la Kamp unter­streicht die Bedeu­tung der Maßnahme:

„Mit der Inves­ti­ti­on in die neue Trans­for­ma­tor­an­la­ge stär­ken wir nach­hal­tig die tech­ni­sche Infra­struk­tur und stel­len eine siche­re Ener­gie­ver­sor­gung für unser Haus und damit die Pati­en­ten­ver­sor­gung sicher.“

Mit die­ser 1.000-kVA-Investition zeigt das Kli­ni­kum Leer ein­mal mehr, dass Spit­zen­me­di­zin nur mit einer eben­so star­ken und moder­nen Tech­nik im Hin­ter­grund funktioniert.

 

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Exklu­si­ve Kunst­edi­ti­on: Lions-Club star­tet Bene­fiz-Ver­kauf limi­tier­ter Sammlerstücke

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Die dies­jäh­ri­ge Kunst­edi­ti­on des Lions-Club Leer-Even­burg besticht durch exklu­si­ve Moti­ve des Künst­lers Udo Stei­ni­ge­weg und dient zugleich einem guten Zweck in der Regi­on. (Foto: Talea Klüss)

Exklu­si­ve Samm­ler­stü­cke für den guten Zweck: Die gro­ße Oster­ei-Tom­bo­la in Leer 

In die­sem Früh­jahr erwar­tet die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in und um Leer eine ganz beson­de­re Akti­on, die Kunst­ge­nuss mit Herz­lich­keit ver­bin­det. Der Lions-Club Leer-Even­burg lädt herz­lich dazu ein, Teil der dies­jäh­ri­gen Oster­ei-Tom­bo­la zu wer­den. Dabei geht es um weit mehr als eine klas­si­sche Ver­lo­sung: Es ist die Chan­ce für alle Käu­fe­rin­nen und Käu­fer, ein hoch­wer­ti­ges Kunst­ob­jekt zu erwer­ben und gleich­zei­tig wert­vol­le sozia­le Arbeit in unse­rer Regi­on direkt zu unterstützen.

Ein Stück regio­na­le Kunst: Die Moti­ve von Udo Steinigeweg

Das Herz­stück der Akti­on sind 4.000 streng limi­tier­te Metal­lei­er, die durch ihre edle Optik und erst­klas­si­ge Ver­ar­bei­tung bestechen. Jedes Ei ist ein klei­nes Kunst­werk für sich, denn es trägt exklu­si­ve Moti­ve des renom­mier­ten Künst­lers Udo Stei­ni­ge­weg

Die­se hoch­wer­ti­gen Samm­ler­stü­cke sind für alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die per­fek­te Deko­ra­ti­on für das Oster­fest oder ein stil­vol­les Geschenk für Men­schen, denen man eine beson­de­re Freu­de berei­ten möch­te. Auf­grund der limi­tier­ten Auf­la­ge und der künst­le­ri­schen Gestal­tung haben die­se Eier einen blei­ben­den Wert, der weit über die Fei­er­ta­ge hinausreicht.

Span­nung garan­tiert: 150 Gewin­ne warten

Neben dem künst­le­ri­schen Aspekt ver­spricht die Akti­on auch eine span­nen­de Besche­rung: In jedem ein­zel­nen Oster­ei befin­det sich ein Los. Die Teil­neh­mer haben damit die Chan­ce auf einen von ins­ge­samt 150 attrak­ti­ven Gewin­nen. So wird jedes Ei zu einer klei­nen Über­ra­schungs­tru­he, die mit etwas Glück dop­pel­te Freu­de bereitet.

Hel­fen, wo es ankommt: Jeder Euro zählt

Mit dem Kauf eines Oster­ei­es zum Preis von 5 Euro leis­ten die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger einen direk­ten Bei­trag für unse­re Gemein­schaft. Der gesam­te Erlös fließt ohne Abzü­ge in sozia­le Pro­jek­te, die Frau­en stär­ken, Kin­der schüt­zen und Fami­li­en för­dern. Unter­stützt wer­den unter anderem:

  • Rücken­wind e.V. sowie die Initia­ti­ve „Die Löwen­kin­der“

  • Die Sup­pen­kü­che der Christuskirche

  • Ver­schie­de­ne Pro­jek­te zur Fami­li­en­för­de­rung in der Region

Spon­so­ren für regio­na­le Hil­fe gesucht

Damit der Ver­kaufs­er­lös von 5 Euro pro Exem­plar voll­stän­dig und ohne Abzü­ge in die kari­ta­ti­ven Pro­jek­te flie­ßen kann, setzt der Lions-Club auf die Unter­stüt­zung der regio­na­len Wirt­schaft. Die Anschaf­fungs­kos­ten der Kunst­edi­ti­on wer­den durch Spon­so­ren gedeckt.

Unter­neh­men, die sich als Spon­so­ren betei­li­gen, erhal­ten eine nament­li­che Erwäh­nung auf der Web­sei­te der Initia­ti­ve. Bei einer Unter­stüt­zung ab 500 Euro wird zudem das Fir­men­lo­go auf dem Begleit­fly­er plat­ziert, der jedem ein­zel­nen Samm­ler­stück bei­gelegt wird. Offi­zi­el­le Spen­den­quit­tun­gen wer­den für alle Bei­trä­ge ausgestellt.

Inter­es­sier­te Unter­neh­mer, die Teil die­ser exklu­si­ven Akti­on wer­den möch­ten, kön­nen sich für wei­te­re Infor­ma­tio­nen direkt an die Alli­anz Haupt­ver­tre­tung Hei­di Noor­mann in Leer wenden:

Kon­takt für Sponsoren:

Hei­di Noormann

Blin­ke 32

26789 Leer

Tele­fon: 0491 99239152

Mobil: 0173 5606746

E‑Mail: heidi.noormann@allianz.de

Ver­kaufs­start und Verfügbarkeit

Inter­es­sier­te Bür­ge­rin­nen und Bür­ger kön­nen die exklu­si­ven Samm­ler­stü­cke in Kür­ze an zahl­rei­chen Stand­or­ten erwer­ben. Die genaue Lis­te der Ver­kaufs­stel­len sowie der offi­zi­el­le Start­ter­min wer­den zeit­nah im Lese­r­ECHO-Por­tal sowie auf der Face­book-Sei­te „Wir Leera­ner“ bekannt gege­ben. Damit alle Infor­ma­tio­nen für jeden zugäng­lich sind, wer­den sämt­li­che Bei­trä­ge des Lese­r­ECHO grund­sätz­lich ohne Bezahl­schran­ke ver­öf­fent­licht. So ist sicher­ge­stellt, dass alle Lese­rin­nen und Leser jeden Arti­kel in vol­lem Umfang und kos­ten­frei mit­ver­fol­gen können.

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Warn­streik legt Jann-Berg­haus-Brü­cke lahm: Mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen erwartet

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Warn­streik im öffent­li­chen Dienst: Mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen auf Ost­fries­lands Stra­ßen am Dienstag

Pend­ler und Rei­sen­de in Ost­fries­land und Fries­land müs­sen sich am mor­gi­gen Diens­tag, den 20. Janu­ar, auf erheb­li­che Behin­de­run­gen ein­stel­len. Im Zuge der Tarif­aus­ein­an­der­set­zun­gen im öffent­li­chen Dienst der Län­der wur­de ein Warn­streik ange­kün­digt, der wei­te Tei­le des Stra­ßen­be­triebs­diens­tes lahm­le­gen könnte.

Beson­ders Pend­ler im Raum Leer sind betrof­fen: Die Jann-Berg­haus-Brü­cke (B 436) wird fast den gesam­ten Tag über unpas­sier­bar sein.

Jann-Berg­haus-Brü­cke: Voll­sper­rung von 6 bis 23 Uhr

Die wich­tigs­te Ver­bin­dung über die Ems in Leer ist vom Streik mas­siv betrof­fen. Um den gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Vor­rang des Schiffs­ver­kehrs zu gewähr­leis­ten, wird die Brü­cke wäh­rend der Streik­pha­se in Hoch­la­ge (auf­ge­klappt) verbleiben.

Die Details zur Sperrung:

  • Zeit­raum: Diens­tag, 20. Janu­ar, von 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr.

  • Betrof­fe­ne: Kraft­fahr­zeu­ge, Rad­fah­rer und Fußgänger.

  • Umlei­tung für Kfz: Der Ver­kehr wird groß­räu­mig über die Auto­bahn A 31 (Ems­tun­nel) umgeleitet.

  • Rad­fah­rer & Fuß­gän­ger: Für die­sen Per­so­nen­kreis kann lei­der kei­ne alter­na­ti­ve Umlei­tung ange­bo­ten werden.

Not­fall­be­reit­schaft trotz Streik

Trotz der Arbeits­nie­der­le­gung bleibt die Brü­cke mit Brü­cken­wär­tern besetzt. Dies dient der Sicher­heit und der Auf­recht­erhal­tung der kri­ti­schen Infra­struk­tur: Soll­te es bei­spiels­wei­se im Ems­tun­nel der A 31 zu einer Stö­rung oder einem Unfall kom­men, kann das Per­so­nal sofort reagie­ren, um die Brü­cke für den Not­ver­kehr wie­der befahr­bar zu machen.

Regio­na­le Auswirkungen

Neben dem Hot­spot in Leer kann es im gesam­ten Bereich der Bun­des- und Lan­des­stra­ßen in den Land­krei­sen Leer, Aurich, Witt­mund und Fries­land zu Ein­schrän­kun­gen kom­men. Dies betrifft vor allem War­tungs­ar­bei­ten und den all­ge­mei­nen Betriebs­dienst durch die zustän­di­gen Straßenmeistereien.

Ver­kehrs­teil­neh­mer wer­den gebe­ten, mehr Zeit ein­zu­pla­nen und den Bereich um die Jann-Berg­haus-Brü­cke nach Mög­lich­keit weit­räu­mig zu umfahren.

Bei­trags­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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