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Landgericht Aurich: Vier neue Strafverfahren wegen Vergewaltigung, Raub und Betrug
Vier neue Strafverfahren: Landgericht verhandelt schwere Vorwürfe in Ostfriesland
In der ersten Septemberwoche beginnen am Landgericht mehrere erstinstanzliche Strafverfahren. Die Fälle reichen von dem Vorwurf einer Vergewaltigung über schwere Gewaltkriminalität bis hin zu bandenmäßigem Betrug und Geldwäsche. Verhandelt wird in Aurich und Emden betreffend Taten aus den Jahren 2022 bis 2025.
Das Landgericht hat die neu beginnenden erstinstanzlichen Strafverfahren für die Kalenderwoche 36 bekannt gegeben. Insgesamt stehen vier Verfahren vor den Großen Strafkammern beziehungsweise der Großen Jugendkammer an. Die Vorwürfe sind unterschiedlich, teilweise geht es um schwere Straftaten.
Wichtig: Bei sämtlichen Angeklagten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung. Die Hauptverhandlungen dienen dazu, zu klären, ob die erhobenen Vorwürfe tatsächlich zutreffen.
Vergewaltigung in Emden: Prozess gegen 37-Jährigen beginnt
Am 31. August 2026 um 9 Uhr beginnt unter dem Aktenzeichen 11 KLs 10/26 ein Verfahren vor der 4. Großen Strafkammer. Den Vorsitz führt der Vorsitzende Richter am Landgericht Dr. Gralla. Verhandelt wird in Saal 116.
Angeklagt ist ein 37-jähriger Mann aus Emden. Ihm wird vorgeworfen, im November 2025 in seiner Wohnung in Emden eine während der Tat schlafende Zeugin vergewaltigt zu haben.
Für den ersten Hauptverhandlungstermin sind zwei Zeugen und ein Sachverständiger geladen.
Ein Fortsetzungstermin ist für 7. September 2026 um 9 Uhr in Saal 116 angesetzt.
Vier Fälle von Vergewaltigung und Körperverletzung in Dornum
Ebenfalls vor der 2. Großen Strafkammer beginnt am 2. September 2026 um 9 Uhr ein weiteres Strafverfahren. Das Verfahren trägt das Aktenzeichen 11 KLs 48/23. Den Vorsitz hat die Vorsitzende Richterin am Landgericht Dr. Fuchs.
Angeklagt ist ein 38-jähriger Mann aus Dornum. Ihm wird vorgeworfen, zwischen Januar 2022 und Mai 2022 in Dornum und an anderen Orten in insgesamt vier Fällen jeweils durch dieselbe Handlung eine Vergewaltigung und eine Körperverletzung zum Nachteil seiner damaligen Lebensgefährtin begangen zu haben.
Für den Auftakt sind vier Zeugen geladen.
Die Verhandlung findet im Saal 107 des Amtsgerichts Aurich statt. Als Fortsetzungstermine sind der 9. September und 15. September 2026, jeweils um 9 Uhr, vorgesehen.
Bandenmäßiger Betrug und Geldwäsche: Vier Angeklagte vor der Jugendkammer
Am 2. September 2026 um 9 Uhr beginnt außerdem unter dem Aktenzeichen 13 KLs 14/26 ein umfangreiches Verfahren vor der 1. Großen Jugendkammer. Vorsitzender Richter ist Richter am Landgericht Witte. Verhandelt wird in Saal 108.
In diesem Verfahren müssen sich vier Angeklagte verantworten.
Ein 33-jähriger Angeklagter aus Norden befindet sich derzeit in Untersuchungshaft. Zwei weitere Angeklagte im Alter von 32 und 25 Jahren wohnen ebenfalls in Norden. Der vierte Angeklagte ist 22 Jahre alt und kommt aus Westerholt. Ihm wird vorgeworfen, die Taten als Heranwachsender begangen zu haben.
Dem 33- und dem 32-Jährigen wird zur Last gelegt, zwischen Juli 2023 und März 2024, unter anderem in Norden und Wittmund, als Mitglieder einer Bande gewerbsmäßige Betrugsstraftaten begangen zu haben.
Dabei sollen sich die Täter bei ihren Anrufen gegenüber Geschädigten als Bankmitarbeiter ausgegeben haben. Auf diese Weise sollen sie die Betroffenen dazu bewegt haben, Transaktionen im Online-Banking auf ein Konto der Tätergruppe vorzunehmen.
Dem 33-jährigen Angeklagten wird innerhalb der mutmaßlichen Bande unter anderem die Anwerbung sogenannter Finanzagenten zugeschrieben. Der 32-Jährige soll ihn dabei unterstützt haben.
Den beiden weiteren Angeklagten wird unter anderem Geldwäsche vorgeworfen. Sie sollen unter anderem inkriminierte Gelder für die beiden vorgenannten Angeklagten weitergeleitet haben.
Zum ersten Hauptverhandlungstermin ist ein Dolmetscher geladen.
Das Verfahren ist auf mehrere Termine angesetzt. Weitere Verhandlungstage sind der 23. September, 7. Oktober, 9. Oktober, 30. Oktober, 6. November, 25. November und 27. November 2026.
Schwerer Raub in Emden: Zwei Angeklagte befinden sich in Haft
Am 3. September 2026 um 10 Uhr beginnt unter dem Aktenzeichen 19 KLs 11/26 ein weiteres Verfahren vor der 4. Großen Strafkammer. Den Vorsitz führt erneut der Vorsitzende Richter am Landgericht Dr. Gralla. Die Verhandlung findet in Saal 116 statt.
Angeklagt sind ein 28-Jähriger und ein 22-Jähriger, die sich derzeit beide in Haft befinden.
Den beiden Angeklagten wird vorgeworfen, im November 2025 in Emden gemeinsam mit weiteren, gesondert verfolgten Tatverdächtigen einen schweren Raub und eine gefährliche Körperverletzung begangen zu haben.
Nach dem Tatvorwurf soll die Gruppe am Abend des Tattages mit einem Messer, einem Baseballschläger und einer Schusswaffe in die Wohnung des mutmaßlich Geschädigten in Emden eingedrungen sein.
Dort soll der mutmaßlich Geschädigte mit dem Baseballschläger gegen den Kopf geschlagen worden sein und zu Boden gegangen sein. Im weiteren Verlauf sollen die Täter ihm weitere Schläge mit dem Baseballschläger sowie Tritte zugefügt haben.
Anschließend sollen die Täter das Handy und die Schlüssel des mutmaßlich Geschädigten an sich genommen haben.
Für den ersten Verhandlungstag sind drei Zeugen und ein Dolmetscher geladen.
Als Fortsetzungstermine sind der 14. September und 21. September 2026, jeweils um 10 Uhr, vorgesehen.
Unschuldsvermutung gilt für alle Angeklagten
Bei der Berichterstattung über die Verfahren ist zu beachten, dass es sich um Vorwürfe der Staatsanwaltschaft beziehungsweise Anklagebehörde handelt, die im Prozess erst noch überprüft werden müssen. Die Hauptverhandlung dient gerade dazu, die erhobenen Vorwürfe aufzuklären.
Für alle Angeklagten gilt daher bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.
Das Landgericht weist zudem darauf hin, dass sich angesetzte Termine kurzfristig ändern oder ausfallen können. Besucher sollten deshalb die Hinweistafel im Eingangsbereich des Landgerichts beachten.
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Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherrekord und positive Bilanz
Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherstärkster Gallimarkt seit vielen Jahren
Positive Bilanz zum Gallimarkt-Finale: Mehr Familien, hohe Besucherzahlen und wenige Zwischenfälle. Polizei, DRK und Stadt ziehen ein positives Fazit zum fünftägigen Volksfest in Leer.
Leer – Der 518. Gallimarkt in Leer geht an diesem Sonntag in seine letzten Stunden. Bis 23 Uhr läuft das traditionelle Volksfest in der ostfriesischen Ledastadt. Bereits am Nachmittag haben die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen bei der täglichen Lagebesprechung im Rathaus ein vorläufiges und überaus positives Abschlussresümee gezogen. Ihr Fazit: Der Gallimarkt 2026 war ein herausragender Markt und zählt zu den besucherstärksten Veranstaltungen der vergangenen Jahre.
Gallimarkt 2026 lockt wieder mehr Familien nach Leer
Marktmeister Michael Meyer und Schausteller-Chef Timo von Halle sprachen übereinstimmend von einem „herausragenden Markt“. Besonders erfreulich sei, dass es gelungen sei, wieder deutlich mehr Familien auf den Gallimarkt zu locken als in den Vorjahren.
Meyer und von Halle gingen davon aus, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 im Laufe des Sonntags übertroffen werde. Damit wäre der aktuelle Gallimarkt der besucherstärkste seit vielen Jahren – und das, obwohl es zeitweise Regenwetter gab.
Besonders stark waren nach Einschätzung der Verantwortlichen der Auftakt am Mittwoch, der Donnerstag und der Sonnabend. Lediglich am Freitag fiel die Resonanz wetterbedingt etwas schwächer aus.
Bürgermeister lobt friedlichen Verlauf des Gallimarktes
Bürgermeister Claus-Peter Horst freute sich über die überaus gelungene „Fünfte Jahreszeit“ in Leer. Erneut habe das traditionsreiche Volksfest zahlreiche Menschen in die Stadt an der Leda gelockt.
Besonders wichtig sei, dass der Gallimarkt an allen fünf Tagen friedlich verlaufen sei und es keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben habe. Horst sprach allen engagierten Kräften seinen Dank aus. Ein besonderes Lob richtete er an die Sicherheitskräfte, die maßgeblich dazu beigetragen hätten, diesen außergewöhnlichen Gallimarkt zu ermöglichen.
Polizei registriert 23 Straftaten in fünf Tagen
Auch die Polizei zog eine positive Bilanz. Nach ihren Angaben blieb die Zahl der registrierten Straftaten mit insgesamt 23 überschaubar. Darunter waren zwölf Körperverletzungen und vier Beleidigungen.
Das entspricht weniger als fünf Straftaten pro Tag. Angesichts der hohen Besucherzahlen sei dies ein „verschwindend geringer Wert“.
Die Zahlen unterstreichen aus Sicht der Verantwortlichen den insgesamt friedlichen Verlauf des fünftägigen Volksfestes. Trotz des großen Besucherandrangs kam es demnach zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.
DRK behandelt 112 Besucher auf dem Gallimarkt
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) berichtete von insgesamt 112 Besuchern, die während des Gallimarktes medizinisch behandelt werden mussten. Damit lag die Zahl der Behandlungen unter dem Wert des Vorjahres.
Ein größerer Teil der Einsätze war nach Angaben des DRK auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Darüber hinaus mussten unter anderem einige kleinere chirurgische Verletzungen versorgt werden, beispielsweise nach Stürzen.
Die Zahl der Personen, die zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, lag im einstelligen Bereich. Auch dieser Wert war im Vergleich zu anderen Veranstaltungen und angesichts des großen Besucheraufkommens vergleichsweise niedrig.
350 Verwarnungen wegen Falschparkens – 25 Fahrzeuge abgeschleppt
Neben der Sicherheit auf dem Veranstaltungsgelände beschäftigte auch die Verkehrssituation rund um den Gallimarkt die Verantwortlichen.
Insgesamt wurden 350 Verwarnungen wegen Falschparkens ausgesprochen. Darüber hinaus mussten 25 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Die Zahl der abgeschleppten Fahrzeuge lag damit deutlich unter den Werten der Vorjahre.
Weniger Wildpinkler als im Vorjahr
Noch nicht abschließend bekannt war die genaue Zahl der Personen, die während des Gallimarktes unerlaubt urinierten. Nach Einschätzung der Verantwortlichen waren es jedoch weniger als im Vorjahr. Damals waren rund 70 entsprechende Fälle bekannt geworden.
Verstöße wurden mit einer Anzeige und der Einleitung eines Bußgeldverfahrens geahndet.
Positive Gesamtbilanz zum Gallimarkt-Finale
Der Gallimarkt 2026 überzeugte nach dem vorläufigen Abschlussresümee durch hohe Besucherzahlen, mehr Familien auf dem Festgelände und einen insgesamt friedlichen Verlauf. Die starken Besuchertage am Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend trugen maßgeblich zur positiven Einschätzung bei. Auch die vergleichsweise niedrigen Zahlen bei Straftaten, medizinischen Behandlungen und abgeschleppten Fahrzeugen flossen in die Bilanz ein.
Auch die breiteren Hauptgänge machten sich nach Einschätzung von Marktmeister Michael Meyer bemerkbar. Sie boten mehr Bewegungsfläche und trugen dazu bei, Staus selbst am besucherstarken Sonnabend erheblich zu verringern.
Mit dem Abschluss am Sonntag um 23 Uhr endet für Leer eine intensive fünftägige Gallimarkt-Woche. Die Verantwortlichen zeigten sich bereits am Nachmittag zufrieden mit dem Verlauf des traditionsreichen Volksfestes und rechneten damit, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 übertroffen wird.

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Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Ein beeindruckendes Farbenmeer am Nachthimmel über Leer: Das Gallimarkt-Feuerwerk erleuchtete den Himmel über dem Museumshafen mit kraftvollen Leuchteffekten und spektakulären Feuerwerksbildern. Foto: Nael Fotografie & Fotostudio
Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Leer – Ein farbenprächtiger Himmel, beeindruckende Fächereffekte und ein Finale mit einer rasanten Folge von Feuerwerksschüssen: Das große Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend begeisterte zahlreiche Besucher in Leer. Als die letzten Effekte am Himmel verglühten, gab es kräftigen Applaus. Für einen besonderen Abschluss sorgten anschließend die Boote im Museumshafen, deren Besatzungen mit einem regelrechten Hupkonzert auf das Spektakel reagierten.
Pyrotechnik der Extraklasse am Himmel über Leer
Pünktlich um 22 Uhr richteten sich die Blicke der Besucher auf den Himmel. Rund 15 Minuten lang präsentierte das Team von Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller eine abwechslungsreiche Show mit zahlreichen Farben, Formen und aufeinander abgestimmten Effekten.
Besonders eindrucksvoll waren die breit aufgefächerten Bilder, die sich über den Nachthimmel verteilten. Immer wieder folgten auf große Leuchteffekte schnelle Salven, die das Feuerwerk dynamisch erscheinen ließen. Das Finale setzte schließlich noch einmal einen besonderen Akzent und sorgte für einen entsprechend lauten und farbenprächtigen Abschluss.
Der Applaus unmittelbar nach den letzten Schüssen zeigte, wie gut die Darbietung beim Publikum ankam. Kurz darauf meldeten sich auch die Boote im Hafen zu Wort: Mit ihren Schiffshupen verabschiedeten sie das Feuerwerk auf ihre ganz eigene Weise.

Hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal
Bereits vor dem Feuerwerk hatte Geschäftsführer Semmer einen Einblick in die eingesetzte Pyrotechnik gegeben. Zu den besonderen Höhepunkten gehörten hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal. Diese zählen zu den aufwendigeren Feuerwerkskörpern und ermöglichen besonders vielseitige Effekte.
Bei sogenannten Mehrschlagbomben können innerhalb eines einzigen Feuerwerkskörpers mehrere unterschiedliche Effekte nacheinander sichtbar werden. Je nach Ausführung sind bis zu sechs Effektfolgen möglich. Dadurch entstehen am Himmel abwechslungsreiche Bilder, bei denen sich Farben und Formen innerhalb kurzer Zeit verändern.
Auch die Menge der eingesetzten Pyrotechnik war beachtlich. Knapp 20 Feuerwerksbatterien sowie weitere Feuerwerkskörper, darunter römische Lichter und große Abschusskörper, kamen zum Einsatz. Insgesamt rechnete Semmer mit mehreren Tausend Schüssen. Eine der verwendeten Batterien kann nach seinen Angaben rund 300 Schüsse innerhalb von sieben Sekunden abgeben.
Für das Finale wurden mehrere Abschusspositionen miteinander kombiniert. Dadurch konnten die Effekte in unterschiedlichen Richtungen und breiten Fächerformen am Himmel erscheinen.

Semmer Feuerwerk gestaltet das Spektakel seit 2018
Verantwortlich für das Feuerwerk war erneut Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller. Das Unternehmen gestaltet das Gallimarkt-Feuerwerk bereits seit 2018 und war damit zum achten Mal für die pyrotechnische Inszenierung in Leer im Einsatz.
Die Vorbereitungen hatten am Freitag bereits am Vormittag begonnen. Geschäftsführer Semmer war nach eigenen Angaben gegen 10 Uhr vor Ort, weitere Mitarbeiter kamen später mit Material und Anhänger hinzu. Das Team wollte den Aufbau möglichst vor dem einsetzenden Regen abschließen. Dieses Ziel wurde erreicht.
Gezündet wurden die Feuerwerkskörper über ein elektrisches System. Dabei werden die einzelnen Effekte über Empfänger und einen Sender ausgelöst. Da die tatsächlichen Abläufe und Verzögerungen einzelner Effekte leicht variieren können, wird die Dauer eines solchen Feuerwerks grundsätzlich nur ungefähr angegeben.
Die Schausteller finanzieren das Gallimarkt-Feuerwerk gemeinsam
Eine wichtige Frage ist auch, wer ein solches Feuerwerk finanziert. Beim Gallimarkt wird das Spektakel von den Schaustellern getragen. Die Kosten werden über eine Umlage finanziert, die im Zusammenhang mit den Standgebühren von den teilnehmenden Schaustellern mitgetragen wird.
Damit ist das Feuerwerk eine Gemeinschaftsleistung der Schausteller, die den Gallimarkt mit ihren Fahrgeschäften, Buden und gastronomischen Angeboten gestalten. Das Spektakel ist nicht nur ein Höhepunkt für die Besucher, sondern auch ein fester Bestandteil des Volksfestes.
Der gemeinsame finanzielle Beitrag ermöglicht es, den Besuchern ein aufwendiges Feuerwerk mit hochwertigen Effekten und einem großen Finale zu präsentieren.
Applaus und Schiffshupen als Abschluss
Nach rund einer Viertelstunde war das Feuerwerk beendet. Doch der Schlussakkord kam nicht allein vom Himmel: Der kräftige Applaus der Besucher und das anschließende Hupkonzert der Boote im Hafen verliehen dem Abend einen besonderen Abschluss.
So wurde das Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftserlebnis – getragen von der Arbeit der Pyrotechniker, dem Engagement der Schausteller und der Begeisterung des Publikums.
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Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden kostenlos verteilt
(v.l.n.r.): Die Vorsitzenden der ostfriesischen Verkehrswachten Hajo Reershemius (Norden), Karl-Heinz Krämer (Aurich), Hans-Günter Jelting (Leer), Sascha Nowak (Wittmund) und Berthold Tuitjer (Emden) appellieren mit Signe Foetzki (Pressesprecherin der Brandkasse) an alle Radfahrer „Reflektierende Fahrradhelme retten Leben!“
Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden verteilt
Ostfriesische Verkehrswachten und Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse starten gemeinsames Präventionsprojekt – kostenlose Fahrradhelmabdeckungen sollen in der dunklen Jahreszeit für bessere Sichtbarkeit sorgen.
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Bedeutung einer guten Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Um Radfahrer besser zu schützen, starten die ostfriesischen Verkehrswachten gemeinsam mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse ein neues Präventionsprojekt. Insgesamt 1.500 reflektierende Fahrradhelmabdeckungen, sogenannte „Helmmützen“, im Wert von rund 3.200 Euro werden kostenlos in ganz Ostfriesland verteilt.
Die auffälligen Abdeckungen bestehen aus leuchtendem und reflektierendem Material. Sie sollen dazu beitragen, dass Fahrradfahrer bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen werden.
1.500 reflektierende Helmmützen für mehr Sicherheit
Immer wieder kommt es zu Fahrradunfällen, bei denen die Betroffenen Kopfverletzungen oder noch schwerere Verletzungen erleiden. Bei Verkehrsunfällen gehören Kopfverletzungen zu den besonders gravierenden Folgen. Deshalb sprechen sich die Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ausdrücklich dafür aus, beim Fahrradfahren einen Schutzhelm zu tragen.
Mit den reflektierenden Helmabdeckungen soll nun ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet werden.
„Hiermit starten wir ein neues Projekt“, erklärt Sascha Nowak, Gebietsbeauftragter der ostfriesischen Verkehrswachten. Gerade mit Blick auf die dunkle Jahreszeit werde man nicht müde, alle Verkehrsteilnehmenden auf das Prinzip „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ hinzuweisen.
Die zunächst 1.500 beschafften Helmmützen haben einen Gesamtwert von rund 3.200 Euro. Die Verkehrswachten wollen sie bei praxisnahen Aktionen, beispielsweise bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings, kostenlos zur Verfügung stellen.
Ermöglicht wird die Verteilung in ganz Ostfriesland durch die finanzielle Unterstützung der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Schutzhelme können schwere Kopfverletzungen reduzieren
Signe Foetzki, Pressesprecherin der Brandkasse, unterstreicht die Bedeutung eines geeigneten Schutzhelms. Ihr Appell richtet sich sowohl an Fahrradfahrer als auch an Fahrer von E‑Scootern.
Ein Helm könne einen Unfall zwar nicht verhindern, das Risiko schwerer Kopfverletzungen jedoch deutlich reduzieren. Beim Aufprall wirke er wie ein Airbag und könne bis zu zwei Drittel der Schlagenergie absorbieren.
Auch die Gestaltung der Helmabdeckungen spielte bei der Entscheidung für das Projekt eine wichtige Rolle. Das Angebot soll Menschen unterschiedlichen Alters erreichen. Dank eines flexiblen Gummizugs lassen sich die Abdeckungen an verschiedene Helmgrößen anpassen.
Damit sollen möglichst viele Fahrradfahrer von der zusätzlichen Sichtbarkeit profitieren können.
Verkehrswacht will Menschen aus der „nächtlichen Unsichtbarkeit“ holen
Hajo Reershemius, Vorsitzender der Norder Verkehrswacht, sieht das neue Projekt als konsequente Ergänzung der klassischen Präventionsarbeit.
Gefahren frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren und mit einfachen, wirkungsvollen Maßnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen – das seien zentrale Aufgaben der Verkehrswachten.
Zwar gibt es für Radfahrer in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Helmtragepflicht und keine allgemeine Bekleidungsvorschrift, die reflektierende Kleidung vorschreibt. Dennoch wollen die Initiatoren dafür werben, die eigene Sicherheit durch sichtbare Kleidung und reflektierende Ausrüstung zu erhöhen.
Insbesondere bei Dunkelheit können Radfahrer für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar sein. Die reflektierenden Helmmützen sollen helfen, diese „nächtliche Unsichtbarkeit“ zu verringern.
Brandkasse unterstützt die Aktion: „Nu süchst Du mi!“
Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse sagte ihre Unterstützung zu, nachdem die Verkehrswachten ihre Idee vorgestellt hatten.
Signe Foetzki macht zugleich deutlich, dass die 1.500 Helmabdeckungen den tatsächlichen Bedarf nicht vollständig decken können. Dennoch solle die Aktion ein positives Zeichen setzen und möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren.
Die Botschaft der Brandkasse lautet: „Sicherheit durch Sichtbarkeit!“ Mit einem Augenzwinkern wird sie auf Plattdeutsch ergänzt: „Nu süchst Du mi!“
Der humorvolle Spruch bringt den Kern der Aktion auf den Punkt: Wer im Straßenverkehr rechtzeitig gesehen wird, kann dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.
Verkehrswachten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer
Sascha Nowak richtet seinen Appell an sämtliche Verkehrsteilnehmenden. Gerade in der dunklen Jahreszeit könne leuchtende und optimal reflektierende Kleidung einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit leisten.
Zwar sei der Trend zu mehr Sichtbarkeit zunehmend erkennbar, vielerorts seien jedoch weiterhin Menschen ohne leuchtende oder reflektierende Gegenstände im Straßenverkehr unterwegs.
Die Empfehlung der Verkehrswachten lautet deshalb: Möglichst einen gut sichtbaren Helm tragen, auf helle und reflektierende Kleidung achten und damit auch für andere Verkehrsteilnehmer ein Vorbild sein.
Die kostenlose Verteilung der Helmmützen bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings soll diese Botschaft in ganz Ostfriesland unterstützen.
Ansprechpartner der Verkehrswachten in Ostfriesland
Interessierte können sich an die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort wenden:
-
Aurich: info@verkehrswacht-aurich.de
-
Wittmund: info@verkehrswacht.wittmund.de
-
Norden: verkehrswacht-norden@ewe.net
Mit 1.500 kostenlosen, reflektierenden Fahrradhelmabdeckungen setzen die ostfriesischen Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ein Zeichen für mehr Sicherheit auf den Straßen. Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Gute Sichtbarkeit und ein Schutzhelm können helfen, Unfallfolgen zu verringern.
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