Lokal
FDP fordert Erlaubnis für private Osterfeuer im Landkreis Leer
Osterfeuerregelung im Kreis Leer kleinkariert
Die FDP ist enttäuscht und verärgert über die restriktive Regelung zu Osterfeuern im Kreis Leer . Das Verbot der öffentlichen Osterfeuer ist in der Pandemie nachvollziehbar und richtig. Private Osterfeuer, wie sie in Ostfriesland üblich sind, hat die Landesregierung aber gerade am Mittwoch erlaubt. „ Diesem muss der Landkreis Leer jetzt folgen und die privaten Osterfeuer erlauben,“ fordert FDP Politiker Carl Friedrich Brüggemann aus Leer.
Dass der Landkreis bei einem faktischen Verbot bleibe, sei eine nicht hinnehmbare Gängelung, meint die FDP. Natürlich müssten geltende Regeln und Kontaktbeschränkungen eingehalten werden, aber auch mit diesen sei ein privates Osterfeuer möglich und durchführbar. Die Auflage zur Nutzung eines Feuerkorbes sei hierbei jedoch völlig unnütz, so die FDP. „Das ist überflüssig und hilft niemandem weiter, der auf seinem Strauchschnitt sitzen bleibt. Die, die Wallhecken pflegen, sind obendrein bestraft,“ reagiert Brüggemann verständnislos auf die gemachten Auflagen.
„Das hat alles nichts mehr mit Pandemiebekämpfung zu tun, sondern nur mit behördlicher Besserwisserei, Bevormundung und mangelndem Respekt vor dem Brauchtum. Die Bürger müssen sich vorkommen wie in einem schlecht geführten Kindergarten,“ moniert Carl Friedrich Brüggemann abschließend die vom Landkreis gemachten zusätzlichen Auflagen.
Lokal
Traditionelles Grünkohlessen im Rahmen des „Klingendes Krankenhaus“ gestartet
Traditionelles Grünkohlessen: Auftakt für das „Klingende Krankenhaus“ 2026 in Weener
Weener, 27. Februar 2026. Ende Februar versammelten sich zahlreiche Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus verschiedenen musikalischen Chören und Gruppen sowie Vertreterinnen und Vertreter des Allgemeinen Krankenhausvereins zum traditionellen Grünkohlessen. Die Veranstaltung im Rahmen des Projekts „Klingendes Krankenhaus“ bot nicht nur Gelegenheit zum geselligen Austausch, sondern markierte zugleich den offiziellen Auftakt für die Planung der musikalischen Auftritte im Kalenderjahr 2026.
Erfolgreiche Bilanz des Jahres 2025
Das „Klingende Krankenhaus“ wurde auch im Jahr 2025 erfolgreich fortgeführt. Jeden Monat fanden mehrere Auftritte von Chören und Musikgruppen im Krankenhaus Rheiderland statt. Organisiert werden diese musikalischen Beiträge durch die Ehrenamtlichen des Allgemeinen Krankenhausvereins, die mit großem Engagement für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Ansprache und Würdigung des Ehrenamts
Der Vorsitzende des Allgemeinen Krankenhausvereins, Jakobus Baumann, begrüßte die Anwesenden herzlich. Er sprach dabei auch im Namen der Geschäftsführerin Daniela Kamp sowie seiner Vorstandskollegen Heiko Abbas und Bernd Lindemann. Baumann dankte allen Mitwirkenden für ihren Einsatz im vergangenen Jahr und betonte: „Wir freuen uns, dass die Bereitschaft, ins Krankenhaus zu kommen und Musik zu machen, nicht nachlässt.“
Ein besonderer Dank des Vorsitzenden galt dabei der Arbeitsgruppe sowie den Koordinatorinnen. Insgesamt neun Ehrenamtliche übernehmen im Rahmen des „Klingenden Krankenhauses“ die Begrüßung der Chöre und Gruppen vor Ort.
Personelle Veränderungen bei Begrüßungsgruppe und Verein
Im Zuge der Veranstaltung wurden personelle Veränderungen in der Begrüßungsgruppe der Aktiven bekannt gegeben:
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Die Aufgaben von Marion Machoczek übernimmt künftig Barbara Ostendorp, die dabei von Henny Frey und Ulrieke Tirrel vertreten wird.
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Egon Smid gibt seine Aufgaben ab; für seine Nachfolge hat sich Bernie Ostendorp bereit erklärt, die Begrüßungen künftig zu unterstützen.
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Der Verein sprach sowohl Marion Machoczek als auch Egon Smid für das langjährige Engagement einen herzlichen Dank aus.
Eine weitere Veränderung betrifft den Allgemeinen Krankenhausverein selbst: Freerk Tirrel, der über 40 Jahre in der Verwaltung des Krankenhauses Rheiderland tätig war, wurde feierlich in den Ruhestand verabschiedet. Dem Verein bleibt er jedoch erhalten und wird sich auch in Zukunft ehrenamtlich engagieren.
Lob für die kulinarische Ausrichtung
Nach dem gemeinsamen Essen wurde Küchenchef Ronny Bolschwig und seinem Team sowie den Mitarbeiterinnen des Cafés für das Grünkohlessen großer Beifall und viel Lob ausgesprochen.
Foto: Jan Bruins.
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Lokal
CDU-Antrag zur Hindenburgstraße in heutiger Ratssitzung erfolgreich
CDU setzt Aufhebung des Umbenennungsbeschlusses der Hindenburgstraße durch
Pressemitteilung der CDU-Fraktion der Stadt Leer
Leer, 26. Februar 2026 – In der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Leer wurde eine zentrale politische Entscheidung der vergangenen Monate revidiert. Auf Antrag der CDU-Fraktion hob das Gremium den bestehenden Beschluss zur Umbenennung der Hindenburgstraße mehrheitlich auf. Damit bleibt der Straßenname erhalten, während die Diskussion um die historische Einordnung in eine neue Phase geht.
Demokratische Korrektur und Bürgerwille
Der Fraktionsvorsitzende der CDU im Rat der Stadt Leer, Ulf-Fabian Heinrichsdorff, bezeichnete das Ergebnis als eine „wichtige demokratische Korrektur“. Die geplante Umbenennung habe über Monate hinweg zu einer erheblichen Polarisierung innerhalb der Bürgerschaft geführt. Laut Heinrichsdorff habe die CDU das Signal vieler Bürger ernst genommen, die sich im bisherigen Entscheidungsprozess nicht ausreichend berücksichtigt fühlten.
„Demokratie lebt nicht nur von Mehrheiten, sondern von Akzeptanz. Wenn sich große Teile der Bürgerschaft nicht mitgenommen fühlen, muss Politik bereit sein, Entscheidungen zu überprüfen“, so Heinrichsdorff.
Einordnung statt Auslöschung
Trotz der Entscheidung gegen die Umbenennung betont die CDU-Fraktion, dass damit keine Relativierung der historischen Rolle Paul von Hindenburgs einhergehe. Hindenburg bleibe eine historisch belastete Persönlichkeit, deren Rolle in der Geschichte niemand verteidige.
Die Fraktion vertritt jedoch den Standpunkt, dass Geschichte nicht durch das Entfernen eines Straßennamens verschwindet. Stattdessen müsse sie eingeordnet und erklärt werden. Als sachgerechten Weg schlägt die CDU weiterhin eine sichtbare historische Kontextualisierung vor Ort vor. Ein erläuterndes Hinweisschild soll künftig die notwendige Erinnerungskultur mit den Interessen der Anwohner in Einklang bringen.
Dank an bürgerschaftliches Engagement
Besonderen Dank sprach die CDU-Fraktion der Bürgerinitiative Hindenburgstraße sowie Sophia Ihnen aus. Deren intensives Engagement habe verdeutlicht, wie wichtig Transparenz, Mitwirkung und gegenseitiger Respekt im politischen Prozess für die Menschen in Leer sind.
Fokus auf den Zusammenhalt
Für die CDU ist die heutige Entscheidung kein Zeichen von Schwäche, sondern Ausdruck einer funktionierenden kommunalen Demokratie. Es gehe nun darum, den Zusammenhalt in der Stadt wieder zu stärken.
„Heute geht es nicht um Gewinner oder Verlierer. Es geht um den Zusammenhalt in unserer Stadt. Mit der Aufhebung des Beschlusses schaffen wir die Grundlage für mehr Sachlichkeit und ein respektvolles Miteinander“, erklärte Heinrichsdorff abschließend.


Lokal
Rat stoppt Umbenennung der Hindenburgstraße nach kontroverser Debatte
Rat der Stadt Leer kippt Umbenennung der Hindenburgstraße
Pressemitteilung der FDP-Fraktion der Stadt Leer
Leer, 26. Februar 2026 – In einer emotionsgeladenen Sitzung hat der Rat der Stadt Leer am heutigen Donnerstagabend eine weitreichende Entscheidung revidiert. Mit Mehrheit stimmten die Ratsmitglieder für einen Antrag der CDU-Fraktion, den ursprünglichen Beschluss zur Umbenennung der Hindenburgstraße aufzuheben. Damit bleibt der historisch umstrittene Straßenname vorerst erhalten.
Erfolg für die Bürgerbeteiligung: FDP-Fraktion setzt sich geschlossen für Erhalt der Hindenburgstraße ein
In der heutigen Sitzung des Rates der Stadt Leer wurde ein entscheidender Sieg für die Beständigkeit und den Bürgerwillen errungen. Mit großer Mehrheit (20 Ja-Stimmen gegen 9 Nein-Stimmen bei 7 Enthaltungen) folgte der Rat dem Antrag auf Aufhebung des Umbenennungsbeschlusses für die Hindenburgstraße. Die FDP-Fraktion stimmte dabei geschlossen und aus tiefer Überzeugung für den Erhalt des Straßennamens.
Geschlossene Haltung der Liberalen
Die FDP-Fraktionsmitglieder Sven Albert, Günter Podlich und Susanne Smit hatten bereits im Vorfeld der Entscheidung eine klare, einheitliche Linie vertreten. Die liberale Fraktion sah in der geplanten Umbenennung nicht nur einen unverhältnismäßigen Eingriff in die Lebenswelt der Anwohner, sondern auch eine verpasste Chance für eine reflektierte Erinnerungskultur.
Rückblick: Wort gehalten seit September 2025
Bereits vor fünf Monaten, als am 25. September 2025 eine knappe Mehrheit in geheimer Abstimmung für die Umbenennung votierte, bezog die FDP deutlich Stellung. Die Fraktion betonte damals wie heute, dass Paul von Hindenburg zwar eine historisch komplexe und kritisch zu betrachtende Persönlichkeit sei, eine Tilgung des Namens aus dem Stadtbild jedoch der falsche Weg wäre.
In ihrem damaligen Statement und dem heutigen Diskurs unterstrich die FDP:
„Ohne Erinnerung gibt es weder Überwindung des Bösen noch Lehren für die Zukunft.“ (Roman Herzog)
Argumente für Identität und historische Einordnung
Die FDP-Fraktion stützte ihre Entscheidung auf drei zentrale Säulen:
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Respekt vor dem Bürgerwillen: Die Straße ist seit fast 100 Jahren Teil des Lebensumfeldes. Die Fraktion respektiert die persönliche Identifikation der Anwohner mit ihrer Heimatadresse und lehnt eine politische Bevormundung gegen das klare Votum der Betroffenen ab.
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Historische Authentizität: Der Name Hindenburgstraße in Loga erinnert auch an den Besuch des Reichspräsidenten im Mai 1927 auf der Evenburg – ein Ereignis, das damals ganz Ostfriesland bewegte. Diese lokale Historie sollte nicht ausgelöscht werden.
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Lernen statt Verdrängen: Statt eines neuen Namens fordert die FDP weiterhin eine reflektierte Erinnerungspolitik. Ziel bleibt die Installation einer sichtbaren Hinweistafel mit historischem Kontext direkt an der Friedenskirche, um die Geschichte kritisch und sichtbar zu vermitteln.
Ein Sieg der Vernunft
„Wir freuen uns, dass der Rat heute die Größe besessen hat, eine Entscheidung zu korrigieren, die in der Bürgerschaft zu tiefem Unfrieden geführt hatte“, so die Fraktion nach der Abstimmung. Besonders die hohe Beteiligung an der Bürgerinitiative und die über 1.100 Unterschriften hätten gezeigt, dass die Menschen in Leer Beständigkeit und einen ehrlichen Umgang mit der Geschichte fordern.
Die FDP-Fraktion sieht in dem heutigen Ergebnis eine Bestätigung ihrer Arbeit: Geschichte muss ausgehalten und erklärt werden, anstatt sie durch Umbenennungen in den Hintergrund zu drängen.
























