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Schul­ter­schluss im Nord­wes­ten: CDU for­dert „Nut­zen statt Abre­geln“ für Windstrom

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Gemein­sa­mer Vor-Ort-Ter­min in Jem­gum: Die Vor­stän­de der CDU Olden­burg und Ost­fries­land besich­tig­ten unter Lei­tung von Jochen Stein­kamp (10. v. r.) und Ulf Thie­le (12. v. r.) den EWE-Gas­spei­cher. Im anschlie­ßen­den Aus­tausch mit Jus­tin Mül­ler (Lei­ter Kon­zern Poli­ti­sche Ange­le­gen­hei­ten EWE AG, 5. v. r.) und Alex­an­der Malch­us (EWE Gas­spei­cher GmbH, ganz rechts) stan­den aktu­el­le Fra­gen der Ener­gie­po­li­tik im Fokus. Foto: CDU

Wind­ener­gie spei­chern statt abre­geln: CDU-Ver­bän­de aus dem Nord­wes­ten schlie­ßen Schulterschluss

Ein gemein­sa­mes ener­gie­po­li­ti­sches Signal ging am ver­gan­ge­nen Sams­tag von den CDU-Lan­des­ver­bän­den Olden­burg und Ost­fries­land aus. Bei einer his­to­ri­schen ers­ten gemein­sa­men Sit­zung in Jem­gum (Land­kreis Leer) ver­ab­schie­de­ten die Vor­stän­de bei­der Ver­bän­de ein Posi­ti­ons­pa­pier, das eine grund­le­gen­de Neu­aus­rich­tung in der Nut­zung von Über­schuss­strom und den Aus­bau der Was­ser­stoff­in­fra­struk­tur fordert.

Fokus auf Was­ser­stoff und Speicherinfrastruktur

Der Ort der Zusam­men­kunft – der EWE-Gas­spei­cher in Jem­gum – unter­strich die the­ma­ti­sche Aus­rich­tung. Vor Ort infor­mier­ten sich die Vor­stands­mit­glie­der über die Ein- und Aus­spei­che­rung von Erd­gas in Salz­ka­ver­nen sowie deren künf­ti­ge Eig­nung als Was­ser­stoff­spei­cher. In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on mit Ver­tre­tern der EWE AG wur­de deut­lich, dass die Regi­on im Nord­wes­ten durch ihre bestehen­de Kaver­nen- und Lei­tungs­struk­tur prä­de­sti­niert für die moder­ne Was­ser­stoff­wirt­schaft ist.

For­de­rung nach Gesetzesänderungen

Zen­tra­ler Punkt des gemein­sam ver­ab­schie­de­ten Papiers ist die Kri­tik an der aktu­el­len Pra­xis der Anla­gen­ab­re­ge­lung. Jochen Stein­kamp (Lan­des­vor­sit­zen­der CDU Olden­burg) und Ulf Thie­le (Bezirks­vor­sit­zen­der CDU Ost­fries­land) mach­ten deut­lich, dass das Her­aus­dre­hen von Wind­rä­dern aus dem Wind gegen Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen volks­wirt­schaft­lich inef­fi­zi­ent sei.

Die Kern­for­de­run­gen umfassen:

  • Anrei­ze statt Abre­ge­lung: Eine Ände­rung des Ener­gie­wirt­schafts­ge­set­zes soll die Nut­zung von Über­schuss­ener­gie för­dern und die soge­nann­ten Redis­patch-Kos­ten senken.

  • Netz­aus­bau und loka­le Nut­zung: Strom, der zeit­wei­se nicht ins Netz ein­ge­speist wer­den kann, soll direkt vor Ort für die Was­ser­stoff­pro­duk­ti­on oder in Groß­spei­chern genutzt werden.

  • Infra­struk­tur­be­schleu­ni­gung: Der Aus­bau von Strom- und Was­ser­stoff­net­zen müs­se beschleu­nigt und Belas­tun­gen für die betrof­fe­nen Kom­mu­nen gebün­delt werden.

Kom­mu­na­le Teil­ha­be und stra­te­gi­sche Reserven

Neben der tech­ni­schen Kom­po­nen­te rück­ten die Christ­de­mo­kra­ten die Akzep­tanz vor Ort in den Fokus. Stein­kamp for­der­te eine Anpas­sung des Gewer­be­steu­er­rechts: Kom­mu­nen, die Stand­or­te für wich­ti­ge Infra­struk­tur­maß­nah­men sind, müss­ten unab­hän­gig von der Anzahl der dor­ti­gen Arbeits­plät­ze stär­ker von der loka­len Wert­schöp­fung profitieren.

Abge­run­det wird das Posi­ti­ons­pa­pier durch For­de­run­gen zum Auf­bau einer stra­te­gi­schen Gas­re­ser­ve für Deutsch­land sowie zur Unter­stüt­zung von Car­bon Cap­tu­re and Sto­rage (CCS) – der dau­er­haf­ten Spei­che­rung von CO₂ in unter­ir­di­schen Gesteinsformationen.

Durch das koor­di­nier­te Auf­tre­ten der bei­den gro­ßen Regio­nal­ver­bän­de erhofft sich die CDU im Nord­wes­ten eine stär­ke­re Durch­set­zungs­kraft ihrer ener­gie­po­li­ti­schen Zie­le auf Lan­des- und Bundesebene.

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Ener­gie­wen­de mit Nord-Fokus: CDU-Ver­bän­de for­dern struk­tu­rel­len „Nord­bo­nus“

Das Olden­bur­ger Land und Ost­fries­land bil­den das Rück­grat der deut­schen Ener­gie­ver­sor­gung. Doch die aktu­el­le Situa­ti­on ist von einer dop­pel­ten Schief­la­ge geprägt: Wäh­rend im Nord­wes­ten kli­ma­neu­tra­ler Wind­strom in Rekord­men­gen pro­du­ziert wird, füh­ren Netz­eng­päs­se zu mas­si­ven Abre­ge­lun­gen und hohen Redis­patch-Kos­ten. Gleich­zei­tig steht die regio­na­le Indus­trie unter erheb­li­chem Kostendruck.

Mit einem gemein­sa­men Beschluss­pa­pier for­dern die CDU-Lan­des­ver­bän­de Olden­burg und Ost­fries­land nun eine ener­gie­po­li­ti­sche Kurs­kor­rek­tur, die regio­na­le Wert­schöp­fung ins Zen­trum stellt.


1. „Nut­zen statt Abre­geln“: Der Nord­bo­nus als Lösung

Die Christ­de­mo­kra­ten for­dern die Ein­füh­rung eines Nord­bo­nus. Dabei han­delt es sich um ein markt­wirt­schaft­li­ches Instru­ment für fle­xi­ble Las­ten in Regio­nen mit hoher Abre­ge­lungs­quo­te. Ziel ist es, den Strom dort zu ver­brau­chen, wo er ent­steht, anstatt Anla­gen gegen Ent­schä­di­gungs­zah­lun­gen abzuschalten.

  • Wei­ter­ent­wick­lung des §13k EnWG: Der Fokus soll auf lang­fris­ti­ger Pla­nungs­si­cher­heit statt kurz­fris­ti­ger Akti­vie­rung liegen.

  • Inves­ti­ti­ons­an­rei­ze: Sys­tem­dienli­che Anla­gen wie Elek­tro­ly­seu­re und Groß­spei­cher müs­sen ver­bind­lich inte­griert und dau­er­haft von Netz­ent­gel­ten sowie Bau­kos­ten­zu­schüs­sen befreit werden.

  • Fis­ka­li­sche Effi­zi­enz: Durch die Sen­kung der Redis­patch-Kos­ten soll das Instru­ment haus­halts­neu­tral umge­setzt werden.

2. Was­ser­stoff­wirt­schaft als indus­tri­el­ler Anker

Damit der Nord­wes­ten zur Was­ser­stoff­dreh­schei­be wird, for­dert das Papier den Abbau büro­kra­ti­scher Hür­den auf EU- und Bundesebene.

    • Tech­no­lo­gie­of­fen­heit: Für den schnel­len Hoch­lauf muss neben grü­nem auch blau­er Was­ser­stoff (aus Erd­gas mit CO₂-Abschei­dung) zuge­las­sen werden.

    • Pra­xis­na­he Regu­la­to­rik: Die kom­ple­xen Strom­be­zugs­vor­ga­ben müs­sen ver­ein­facht wer­den, um Inves­ti­tio­nen in regio­na­le Elek­tro­ly­se-Pro­jek­te zu ermöglichen.

    • Regio­na­le Net­ze: Par­al­lel zum natio­na­len Was­ser­stoff-Kern­netz wird die Ent­wick­lung von Regio­nal­net­zen gefor­dert, um loka­le Indus­trie­clus­ter anzubinden.

 

3. Spei­cher- und Kraft­werks­stra­te­gie verzahnen

Die geo­lo­gi­schen Vor­aus­set­zun­gen im Nord­wes­ten – ins­be­son­de­re die Salz­ka­ver­nen – sind stra­te­gi­sche Pfei­ler der Versorgungssicherheit.

  • Infra­struk­tur-Umwid­mung: Der Bund muss die wirt­schaft­li­che Trans­for­ma­ti­on bestehen­der Erd­gas­spei­cher zu Was­ser­stoff­spei­chern durch Inves­ti­ti­ons­ab­si­che­run­gen unterstützen.

  • Stra­te­gi­sche Gas­re­ser­ve: Die CDU spricht sich für den Auf­bau einer natio­na­len Gas­re­ser­ve von 70 bis 80 TWh aus, um die Kri­sen­re­si­li­enz zu erhöhen.

4. Akzep­tanz durch fai­re Lastenverteilung

Der mas­si­ve Aus­bau der Infra­struk­tur darf nicht zu einer ein­sei­ti­gen Belas­tung der länd­li­chen Räu­me führen.

  • Koor­di­nie­rungs­pflicht: Infra­struk­tur­maß­nah­men müs­sen gesetz­lich ver­pflich­tend gebün­delt und beschleu­nigt wer­den, um Bür­ger und Kom­mu­nen zu entlasten.

  • Finan­zi­el­le Teil­ha­be: Stand­ort­kom­mu­nen sol­len ver­bind­lich an der Wert­schöp­fung der vor Ort befind­li­chen Ener­gie­an­la­gen und Netz­kno­ten betei­ligt werden.

  • Netz­ent­gelt-Reform: Eine fai­re Sys­te­ma­tik muss sicher­stel­len, dass Regio­nen mit hohem Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien nicht durch höhe­re loka­le Netz­ent­gel­te bestraft werden.

5. Häfen als Energiedrehscheiben

Die Häfen im Nord­wes­ten sind als natio­na­le Auf­ga­be zu begrei­fen. Inves­ti­tio­nen in Umschlag­flä­chen und Infra­struk­tur für Wind­ener­gie-Kom­po­nen­ten müs­sen gemein­schaft­lich von Bund, Land und Kom­mu­nen finan­ziert wer­den. Zudem bekennt sich das Papier aus­drück­lich zur Erfor­schung und Anwen­dung von CCS-Tech­no­lo­gien (Car­bon Cap­tu­re and Sto­rage) im Onshore- und Offshore-Bereich.


 

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Sicher­heit auf der B70: Thors­ten Sin­ning for­dert Maß­nah­men gegen Unfallgefahren

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Sicher­heit auf der B70: Thors­ten Sin­ning for­dert Maß­nah­men gegen Unfall­ge­fah­ren zwi­schen Folm­husen und Großwolde

Wes­t­ov­er­le­din­gen – Die Bun­des­stra­ße 70 ist eine unver­zicht­ba­re Ver­kehrs­ach­se für die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen. Doch hin­ter der ver­meint­lich über­sicht­li­chen und gera­den Stre­cken­füh­rung zwi­schen Folm­husen und Groß­wol­de ver­ber­gen sich erheb­li­che Gefah­ren­quel­len, die nun den Bür­ger­meis­ter­kan­di­da­ten Thors­ten Sin­ning auf den Plan rufen. Er for­dert ein kon­se­quen­tes Umden­ken bei der Ver­kehrs­si­cher­heit und kon­kre­te Maß­nah­men, um den Abschnitt siche­rer zu gestalten.

Ein Abschnitt mit Gefahrenpotenzial

Obwohl die Stre­cke auf den ers­ten Blick sicher erscheint, ist sie Schau­platz zahl­rei­cher gefähr­li­cher Situa­tio­nen. Der Mix aus Ein­mün­dun­gen, land­wirt­schaft­li­chem Ver­kehr, Anwoh­nern und que­ren­dem Ver­kehr erfor­dert hohe Auf­merk­sam­keit. Beson­ders ris­kan­te Über­hol­ma­nö­ver bei hohen Geschwin­dig­kei­ten stel­len für Sin­ning ein inak­zep­ta­bles Risi­ko dar. „Wer hier bei Tem­po 100 oder sogar dar­über hin­aus über­holt, unter­schätzt die tat­säch­li­che Gefähr­lich­keit die­ser Stre­cke“, warnt der Bürgermeisterkandidat.

Dass Hand­lungs­be­darf besteht, zei­gen auch die wie­der­keh­ren­den Schä­den an Ver­kehrs­schil­dern und Ein­rich­tun­gen nahe des Kreis­ver­kehrs Folm­husen. Ange­fah­re­ne Absper­run­gen und beschä­dig­te Schil­der sei­en deut­li­che Warn­si­gna­le, die auf unan­ge­pass­tes Fahr­ver­hal­ten hin­deu­ten und nicht igno­riert wer­den dürften.

For­de­rungs­ka­ta­log für mehr Sicherheit

Thors­ten Sin­ning betont, dass Prä­ven­ti­on stets vor der Betrof­fen­heit nach einem schwe­ren Unglück ste­hen müs­se. In der Ver­gan­gen­heit wur­de der Bereich bereits durch töd­li­che Unfäl­le erschüt­tert – etwa im Bereich der Brü­cke Reinkebarg/Friesenweg, wo ein Gedenk­kreuz lan­ge Zeit an ein tra­gi­sches Ereig­nis erinnerte.

Um die B70 für alle Ver­kehrs­teil­neh­mer – vom Pkw-Fah­rer bis zum Rad­fah­rer und Anwoh­ner – siche­rer zu machen, setzt sich Sin­ning bei den zustän­di­gen Stel­len für ein Maß­nah­men­pa­ket ein:

  • Über­hol­ver­bot: Ein­füh­rung eines Über­hol­ver­bots auf dem genann­ten Streckenabschnitt.

  • Geschwin­dig­keits­prü­fung: Eine erneu­te Über­prü­fung der zuläs­si­gen Höchstgeschwindigkeiten.

  • Sicht­bar­keit: Opti­mie­rung der Beschilderung.

  • Kon­trol­len: Kon­se­quen­te­re Über­wa­chung der Geschwindigkeit.

  • Ana­ly­se: Eine detail­lier­te Aus­wer­tung von Unfall­fol­gen und Sach­schä­den im Bereich des Kreis­ver­kehrs Folmhusen.

„Nicht län­ger als Renn­stre­cke wahrgenommen“

„Die B70 zwi­schen Folm­husen und Groß­wol­de darf nicht län­ger als Renn­stre­cke wahr­ge­nom­men wer­den. Wenn es dort ris­kan­te Über­hol­ma­nö­ver und über­höh­te Geschwin­dig­keit gibt, müs­sen wir han­deln. Ein Über­hol­ver­bot wäre ein kla­res Signal für mehr Sicher­heit“, so Sin­ning. Sein Ziel sei es, die Sicher­heit der Men­schen in den Vor­der­grund zu stel­len, anstatt Zeit­ge­winn zu prio­ri­sie­ren. Sicher­heit dür­fe in Wes­t­ov­er­le­din­gen nicht erst nach dem nächs­ten schwe­ren Unfall ein The­ma wer­den, son­dern müs­se jetzt durch akti­ves Han­deln gewähr­leis­tet wer­den, so Sinning.

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DRK Leer: Innen­mi­nis­te­rin Beh­rens posi­tio­niert sich gegen geplan­te Gesundheitsreform

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Rücken­de­ckung aus Han­no­ver: Innen­mi­nis­te­rin Beh­rens stärkt DRK-Kreis­ver­band Leer im Reform-Disput

Leer – Die nie­der­säch­si­sche Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens hat bei einem Besuch des DRK-Kreis­ver­ban­des Leer ein deut­li­ches Signal in Rich­tung Bun­des­po­li­tik gesen­det. Gemein­sam mit Land­rat Mat­thi­as Groo­te wür­dig­te die Minis­te­rin die Arbeit der Hilfs­or­ga­ni­sa­ti­on und sicher­te ihr Unter­stüt­zung im Wider­stand gegen die geplan­te Gesund­heits­re­form des Bun­des zu.

Kla­re Absa­ge an Bundesreform

Wäh­rend ihres Aus­tauschs mit DRK-Geschäfts­füh­rer Mar­kus Wucher­pfen­nig, dem haupt­amt­li­chen Per­so­nal sowie zahl­rei­chen Ehren­amt­li­chen fand die Minis­te­rin kla­re Wor­te zur geplan­ten Reform: „Hier wird gute und wich­ti­ge Arbeit geleis­tet. Da kön­nen und wol­len wir nicht kür­zen. Die vor­ge­leg­te Reform wird bei den Bun­des­län­dern kei­ne Zustim­mung fin­den“. Beh­rens unter­strich damit die Bedeu­tung des Deut­schen Roten Kreu­zes für eine sta­bi­le Gesund­heits­ver­sor­gung und einen resi­li­en­ten Bevölkerungsschutz.

Ein­bli­cke in den Rettungsalltag

Im Rah­men eines Rund­gangs durch den Kreis­ver­band erhielt die Minis­te­rin einen pra­xis­na­hen Ein­blick in die Struk­tu­ren vor Ort. Neben der Besich­ti­gung der Räum­lich­kei­ten ver­folg­te sie ein Fall­bei­spiel aus der Aus­bil­dung zur Not­fall­sa­ni­tä­te­rin bezie­hungs­wei­se zum Not­fall­sa­ni­tä­ter, bevor sie sich einem offe­nen Dia­log mit den Mit­ar­bei­ten­den stellte.

Ein Schwer­punkt der Dis­kus­si­on lag auf der ste­tig wach­sen­den Belas­tung des Ret­tungs­diens­tes. Geschäfts­füh­rer Wucher­pfen­nig ver­deut­lich­te die Pro­ble­ma­tik der Baga­tell­ein­sät­ze: „Unse­re hoch qua­li­fi­zier­ten Ret­tungs­dienst­kräf­te wer­den immer häu­fi­ger für Ein­sät­ze gebun­den, die kei­nen medi­zi­ni­schen Not­fall dar­stel­len. Auf die­sen Zustand müs­sen wir immer wie­der hinweisen“.

Bil­dung und Bevöl­ke­rungs­schutz im Fokus

Ergän­zend wur­de die Rol­le des DRK als Bil­dungs­trä­ger her­vor­ge­ho­ben. Durch das regel­mä­ßi­ge Ange­bot an Ers­te-Hil­fe-Kur­sen für alle Alters­grup­pen leis­tet der Kreis­ver­band einen essen­zi­el­len Bei­trag zur Hand­lungs­si­cher­heit in der Bevöl­ke­rung – ein Fak­tor, der ins­be­son­de­re bei Herz-Kreis­lauf-Not­fäl­len über Leben und Tod ent­schei­den kann.

Zudem stieß die Ankün­di­gung einer lan­des­wei­ten Bevöl­ke­rungs­schutz­kam­pa­gne, die im kom­men­den Herbst star­ten soll, auf posi­ti­ve Reso­nanz. Wucher­pfen­nig begrüß­te die Initia­ti­ve: „Wir stel­len einen Groß­teil der Kräf­te für den Kata­stro­phen­schutz. Des­halb begrü­ßen wir jede Initia­ti­ve, die das Bewusst­sein für den Bevöl­ke­rungs­schutz stärkt“.

Moti­va­ti­on durch gesell­schaft­li­chen Mehrwert

Beein­druckt zeig­te sich die Minis­te­rin von der hohen Moti­va­ti­on des DRK-Nach­wuch­ses. In den Gesprä­chen wur­de deut­lich, dass neben der Viel­sei­tig­keit des Berufs­fel­des vor allem der gesell­schaft­li­che Mehr­wert die zen­tra­le Antriebs­fe­der für das Enga­ge­ment ist. „Es ist ein­fach ein span­nen­der und viel­sei­ti­ger Job“, lau­te­te das Fazit der Aktiven.

Der Ter­min wur­de durch den SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em orga­ni­siert, der jedoch auf­grund einer kurz­fris­ti­gen Erkran­kung nicht per­sön­lich anwe­send sein konnte.

 

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Feu­er­wehr­nach­wuchs boomt: 40 Kin­der auf der Warteliste!

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In der Hal­le des Feu­er­wehr­hau­ses in Jhe­rings­fehn (von links): Jür­gen Köp­ke, Tho­mas Buß, Jan Hei­ko Die­ling, Timo Pis­to­or, Johann Har­te­ma, Dani­el Seve­rigs (alle SPD Moorm­er­land), Bür­ger­meis­ter Hen­drik Schulz, Andre­as Trä­napp (SPD Moorm­er­land), Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens, Gemein­de­brand­meis­ter Mat­thi­as Ihler und Land­rat Mat­thi­as Groo­te. Bild: privat

Vor­bild­li­che Jugend­ar­beit und stra­te­gi­scher Bau­tur­bo: Minis­te­rin Beh­rens besucht Jheringsfehn

Jhe­rings­fehn – Der Stel­len­wert des Ehren­amts und die zukunfts­wei­sen­de Infra­struk­tur­ent­wick­lung stan­den im Mit­tel­punkt des jüngs­ten Besuchs der nie­der­säch­si­schen Innen­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens in Jhe­rings­fehn. Der Ter­min, initi­iert durch den SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em, unter­strich die enge Ver­bun­den­heit der Lan­des­po­li­tik mit den frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren vor Ort.

Gro­ße Nach­fra­ge bei der Feuerwehrnachwuchsarbeit

Ein zen­tra­les The­ma des Aus­tauschs war die erfolg­rei­che Nach­wuchs­ge­win­nung der Feu­er­wehr Jhe­rings­fehn. Ange­sichts einer War­te­lis­te von 40 Kin­dern äußer­te sich die Minis­te­rin beein­druckt: „40 Kin­der auf der War­te­lis­te – das ist für die war­ten­den Kin­der nicht schön, zeigt aber, wie attrak­tiv und beliebt die frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren sind. Kom­pli­ment“, so Beh­rens. Die­se hohe Reso­nanz unter­streicht die gesell­schaft­li­che Bedeu­tung der Jugend­feu­er­wehr als fes­te Grö­ße im Ort.

Bau­tur­bo für Infrastrukturprojekte

Neben der Jugend­ar­beit bil­de­ten die aktu­el­len Bau­vor­ha­ben der Gemein­de Moorm­er­land einen wei­te­ren Schwer­punkt. Nach­dem in den ver­gan­ge­nen zwölf Mona­ten die Feu­er­wehr­häu­ser in Jhe­rings­fehn und Veen­husen bereits erfolg­reich eröff­net wur­den, steht nun der Neu­bau in Neer­moor an. Bei die­sem Pro­jekt plant die Gemein­de, die neu­en gesetz­li­chen Bestim­mun­gen zur Ver­ein­fa­chung von Neu­bau­ten – den soge­nann­ten „Bau­tur­bo“ – gezielt einzusetzen.

Beh­rens begrüß­te die­sen Ansatz aus­drück­lich. Die Anwen­dung der neu­en Rege­lun­gen bie­te erheb­li­ches Poten­zi­al: „Das höre ich sehr ger­ne. Im bes­ten Fall spart man dabei andert­halb Jah­re“, beton­te die Ministerin.

Her­aus­for­de­run­gen für das Ehrenamt

Im Gespräch mit Bür­ger­meis­ter Hen­drik Schulz sowie dem Orts- und Gemein­de­brand­meis­ter Mat­thi­as Ihler wur­den zudem die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen der Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren inten­siv debat­tiert. Ihler ver­wies auf die wach­sen­de Belas­tung der Ehren­amt­li­chen, die es zuneh­mend erschwe­re, Füh­rungs­kräf­te zu bin­den. Auch die stei­gen­den Kos­ten für Füh­rer­schei­ne zur Bedie­nung von Feu­er­wehr­fahr­zeu­gen sowie die all­ge­mei­ne finan­zi­el­le Belas­tung der Kom­mu­nen durch Fahr­zeug­be­schaf­fun­gen wur­den kri­tisch thematisiert.

Hin­sicht­lich der Aus­bil­dungs­kos­ten äußer­te Beh­rens Ver­ständ­nis für die vor­ge­brach­te Kri­tik und mahn­te Augen­maß an: „Wir dür­fen dabei nicht über­zie­hen.“ Ergän­zend gab die Minis­te­rin einen Aus­blick auf den Kata­stro­phen­schutz: Das Land pla­ne für den kom­men­den Herbst eine lan­des­wei­te Kam­pa­gne zum Bevöl­ke­rungs­schutz, um die Resi­li­enz wei­ter zu stärken.

Wert­schät­zung des Ehrenamts

Zum Abschluss ihres Besuchs bekräf­tig­te Beh­rens die stra­te­gi­sche Bedeu­tung der Feu­er­weh­ren für das Land Nie­der­sach­sen. „Wir wis­sen in Nie­der­sach­sen, was wir an den frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren haben. Sie sind tief in der Bevöl­ke­rung ver­an­kert. Das wur­de mir auch hier ein­drucks­voll vor Augen geführt“, fass­te die Minis­te­rin zusam­men. Trotz der krank­heits­be­ding­ten Abwe­sen­heit des Orga­ni­sa­tors Nico Blo­em ver­deut­lich­te der Ter­min die enge Abstim­mung zwi­schen den kom­mu­na­len Akteu­ren und der Landesregierung.

 

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WEMA-Geschäfts­füh­rer Tobi­as Fischer stellt das neue Raum­kon­zept vor. Rechts neben ihm ver­fol­gen Chris­ti­an Hoch (eben­falls WEMA-Geschäfts­füh­rung) und Dipl.-Ing. Archi­tekt BDA...

Lokal

Senio­ren­zen­trum Pro­Se­nis: Tack im Aus­tausch über die aktu­el­len Herausforderungen

Die Teil­neh­men­den beim Tref­fen am 11. Juni 2026 im Senio­ren­zen­trum am Julia­nen­park in Leer. v.l.n.r.: hin­ten: Julia Kös­ter, Ste­fan Wilts,...

Lokal

Digi­ta­li­sie­rung und Besol­dung: Jus­tiz­ge­werk­schaft for­dert Kurskorrektur

(Am Gespräch teil­neh­men­de Vor­stands­mit­glie­der und Gäs­te: Manue­la Has­sel, Hel­mut Leu, Mai­ke Preuss, Nico Blo­em, Elke Kosic, Clau­dia Dirks-Fischer, Karin Vry...

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Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

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Lese­r­ECHO — Medi­en­haus für IHR Mar­ke­ting in Ost­fries­land und Emsland

Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

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Wee­ner: Der Hafen­Markt lockt mit Hand­werk, Kul­tur und mari­ti­mer Atmosphäre

Hafen­markt in Wee­ner: Wenn der Ems-Hafen zum Markt­platz der Mög­lich­kei­ten wird Wee­ner. Es sind oft die klei­nen, beharr­lich gepfleg­ten Tra­di­tio­nen, die...

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Event­tipps Ost­fries­land: Lek­ker­markt & Basketball‑Cup bele­ben Leer

Ost­fries­land star­tet in den Juni: Lek­ker­markt, Basketball‑Cup und Klein­kunst bele­ben die Leera­ner Innenstadt Wenn der Juni beginnt, ver­wan­delt sich die...

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35. Emder Mat­jes­ta­ge — Pro­gramm-High­lights an allen Festtagen

35. Emder Mat­jes­ta­ge 2026: Ein Fest für die gan­ze Familie  Vom 29. bis zum 31. Mai 2026 ver­wan­delt sich Emden...

Lokal

Digi­ta­le Zukunft in Leer: KI, Robo­tik und Inno­va­ti­on bei der Digi­tal-Tour 2026 erleben

Digi­ta­le Zukunft direkt vor der Haus­tür: Digi­tal-Tour 2026 macht Sta­ti­on in Leer LEER – Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein blo­ßes Schlag­wort...

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Bun­tes Trei­ben am See: Das Julia­nen­park­fest 2026 lädt zum gro­ßen Fami­li­en­tag nach Leer

Das Julia­nen­park­fest 2026 in Leer: Ein Fest für die gan­ze Fami­lie im Her­zen der Stadt LEER. Es ist wie­der so weit:...

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Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: PS-Gewalt, Qualm und Action für die gan­ze Familie

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: Kraft­vol­les Motor­sport-Spek­ta­kel für die gan­ze Familie Am Sonn­tag, den 16. August 2026, ver­wan­delt sich Wit­ten­sand wie­der...

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Som­mer­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga für die Sup­pen­kü­che Leer

Impres­si­on aus dem Vor­jahr: Die Gitarren­ju­gend Loga beim Bene­fiz­kon­zert 2025. (Foto: Wolf­gang Vogelsang) Gitarren­ju­gend Loga lädt zum gro­ßen Som­mer­kon­zert in...

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Kom over de Brug: Ein Som­mer­tag vol­ler Kunst und Har­mo­nie in Blauwestad Wenn das Son­nen­licht auf der Was­ser­ober­flä­che glit­zert und...

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Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen in Tim­mel lädt ein

13. Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen zu Tim­mel: Zeit­rei­se am Pfingstwochenende Tim­mel ver­wan­delt sich in eine leben­di­ge Kulis­se ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te. Vom 23. bis...

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