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Neue Radwegbrücke über die Leda könnte bis 2030 entstehen
So könnte die geplante Radwegbrücke über die Leda künftig aussehen: Die Visualisierung zeigt die mögliche neue Querung westlich der bestehenden Eisenbahnbrücke. Nach den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie bietet ein Standort rund 60 Meter westlich des Bahnviadukts die günstigsten Voraussetzungen. Dort können die erforderlichen Abstände zur Eisenbahnbrücke und zur westlich verlaufenden Hochspannungsleitung eingehalten werden. Zudem lassen sich die Rampen zur Überwindung der Deichkrone flacher ausführen und die Eingriffe in den Deich reduzieren. Die geplante Brücke wäre rund 190 Meter lang und etwa vier Meter breit. Visualisierung: Machbarkeitsstudie
Neue Radwegbrücke über die Leda: Zehn-Millionen-Projekt könnte bis 2030 entstehen
Machbarkeitsstudie von Stadt Leer und Gemeinde Westoverledingen liegt vor – Förderantrag über Sonderprogramm „Stadt und Land“ gestellt
Eine neue Radwegbrücke über die Leda könnte künftig die Stadt Leer und die Gemeinde Westoverledingen miteinander verbinden. Die Stadt Leer und die Gemeinde Westoverledingen haben hierzu eine gemeinsame Machbarkeitsuntersuchung in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse liegen inzwischen vor und zeigen, unter welchen Voraussetzungen das Vorhaben technisch und wirtschaftlich umgesetzt werden könnte.
Wichtig ist dabei: Für die konkrete Ausführung des Projektes wurden bislang noch keine Beschlüsse gefasst. Die derzeit vorliegenden Angaben beruhen auf den Ergebnissen der gemeinsamen Machbarkeitsstudie und stellen damit den aktuellen Planungsstand dar.
Die beiden Kommunen haben sich grundsätzlich dafür ausgesprochen, das Projekt weiterzuverfolgen. Voraussetzung ist allerdings, dass die erforderlichen Fördermittel bewilligt werden. Ein Förderantrag wurde bereits über das Sonderprogramm „Stadt und Land“ gestellt. Eine Entscheidung über die Bewilligung steht noch aus.
Machbarkeit umfassend untersucht
Im Rahmen der Untersuchung wurde unter anderem geprüft, unter welchen Voraussetzungen eine Radwegbrücke über die Leda gebaut werden könnte. Dabei ging es auch um die Frage, ob ein Anbau an die bereits bestehende Eisenbahnbrücke möglich wäre.
Darüber hinaus wurden verschiedene Brückentypen miteinander verglichen und hinsichtlich ihrer Eignung und Wirtschaftlichkeit untersucht. Auch die voraussichtlichen Projektkosten wurden ermittelt.
Die Ergebnisse der Studie bilden nun die Grundlage für die weiteren Überlegungen von Stadt Leer und Gemeinde Westoverledingen.
Geplanter Standort rund 60 Meter westlich der Bahnbrücke
Nach den derzeitigen Erkenntnissen bietet ein Trassenverlauf rund 60 Meter westlich der bestehenden Bahnbrücke die günstigsten Voraussetzungen für die Realisierung.
Für die Wahl des Standorts spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Zwischen der geplanten Radwegbrücke und der bestehenden Bahnbrücke muss ein entsprechender Mindestabstand eingehalten werden. Gleichzeitig befindet sich westlich der Bahnbrücke eine Hochspannungsleitung, die über die Leda führt. Auch zu dieser Leitung müssen die vorgeschriebenen Mindestabstände berücksichtigt werden.
Ein weiterer Aspekt betrifft die Überwindung der Deichkrone. Die Nutzer der künftigen Brücke müssten den Deich mit entsprechenden Rampen überwinden. Durch den ermittelten Abstand zur bestehenden Bahnbrücke könnten nach den Ergebnissen der Machbarkeitsstudie flacher geneigte Rampen realisiert werden. Dadurch wäre ein geringerer baulicher Eingriff in den Deich möglich.
Balkenbrücke als wirtschaftlichste Variante
Für die mögliche Konstruktion wurden im Rahmen der Machbarkeitsstudie insgesamt fünf gängige Brückentypen untersucht. Als wirtschaftlichste Lösung wurde dabei eine Balkenbrücke mit kurzer Spannweite ermittelt.
Bei dieser Variante sollen die Stützen der neuen Radwegbrücke in derselben Flucht wie die Stützen der bestehenden Eisenbahnbrücke angeordnet werden.
Die geplante Brücke wäre nach den derzeitigen Planungsgrundlagen rund 190 Meter lang. Auf Grundlage der Empfehlungen für Radverkehrsanlagen (ERA 2010) ist eine Nutzbreite von etwa vier Metern vorgesehen.
Damit würde ausreichend Raum für den vorgesehenen Rad- und Fußverkehr geschaffen. Zusätzlich soll die Brücke mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet werden.
Investitionskosten von rund zehn Millionen Euro
Auch die finanziellen Rahmenbedingungen wurden in der Machbarkeitsstudie betrachtet. Für das Gesamtprojekt wurde eine Größenordnung von rund 10 Millionen Euro ermittelt.
Die Kommunen streben dabei eine Förderung von etwa 90 Prozent der Projektkosten an. Entsprechend kommt der Entscheidung über den bereits gestellten Förderantrag eine zentrale Bedeutung für die weitere Umsetzung des Vorhabens zu.
Ob und wann die Brücke tatsächlich gebaut werden kann, hängt somit unter anderem von der Bewilligung der Fördermittel ab.
Baubeginn und Fertigstellung noch offen
Einen konkreten Baubeginn gibt es derzeit noch nicht. Neben der Frage der Finanzierung hängt der weitere Zeitplan auch davon ab, ob für das Projekt ein Planfeststellungsverfahren erforderlich ist.
Unter idealen Voraussetzungen könnte die neue Radwegbrücke nach den Ergebnissen der bisherigen Untersuchung bis zum Ende des Jahres 2030 realisiert werden.
Bis dahin sind allerdings noch weitere Planungsschritte erforderlich. Die vorliegende Machbarkeitsstudie stellt zunächst die Grundlage für die weiteren Entscheidungen und Planungen dar. Erst wenn die notwendigen Voraussetzungen geschaffen und entsprechende Beschlüsse gefasst wurden, kann das Projekt in die nächsten Phasen gehen.
Verbindung für den Radverkehr
Die geplante Brücke würde eine neue Querungsmöglichkeit über die Leda schaffen und damit insbesondere für den Radverkehr von Bedeutung sein. Die rund 190 Meter lange Verbindung soll dabei nicht als Anbau an die bestehende Eisenbahnbrücke ausgeführt werden. Stattdessen sieht die derzeit als wirtschaftlichste bewertete Variante einen eigenständigen Brückenbau westlich des bestehenden Bauwerks vor.
Die nächsten entscheidenden Schritte liegen nun bei der weiteren Planung, der Klärung der Genehmigungsvoraussetzungen und vor allem bei der Fördermittelzusage. Erst danach lässt sich konkreter bestimmen, wann die Bauarbeiten beginnen können.
Eine erste Skizze zur Machbarkeitsstudie zeigt bereits die mögliche Anordnung der geplanten Radwegbrücke im Verhältnis zur bestehenden Eisenbahnbrücke. Sie dient der Veranschaulichung des derzeitigen Planungsstandes und stellt noch keine endgültige Ausführungsplanung dar.
Hintergrundinformationen aus der Gemeinde Westoverledingen
Die Fragen zum aktuellen Planungsstand, zur möglichen Trassenführung, Bauweise, Finanzierung und zum weiteren Zeitplan wurden von Christian Ortmann, Fördermittelmanagement im Fachbereich I – Zentrale Dienste der Gemeinde Westoverledingen, beantwortet. Die Gemeinde stellte darüber hinaus die entsprechenden Hintergrundinformationen aus der gemeinsamen Machbarkeitsstudie zur Verfügung und erläuterte die derzeitigen Rahmenbedingungen des Projekts.
Leserbrief: Nadelöhr Ledabrücke: Mehr Radverkehr, aber auch mehr Herausforderungen
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Wie ein Einzelhändler aus Ostfriesland Amazon im Preis-Check bloßstellt
Nimmt den Kampf gegen den Online-Riesen auf: Folkert Fazal, Inhaber von Buch und Büro Fokken, präsentiert eine Auswahl seiner Sammelmappen. Er ruft alle Kunden ausdrücklich dazu auf, mit dem eigenen Smartphone im Laden vorbeizukommen und die Preise live mit Amazon zu vergleichen. (Foto: Ingo Tonsor @ LeserECHO)
David gegen Goliath: Warum ein Schreibwarengeschäft vor Ort oft günstiger ist als Amazon
Der Spruch klang kühn: Bis zu 20 Prozent günstiger zu sein als der Online-Gigant Amazon. Mit dieser Ansage weckte der Inhaber von Buch und Schreibwaren Fokken, Folkert Fazal, die Neugier der LeserECHO-Redaktion. Kann ein lokales Fachgeschäft preislich tatsächlich gegen den weltweit größten Online-Händler bestehen? Ein unangekündigter Praxistest direkt an der Ladenkasse sollte Klarheit schaffen.
Der Praxistest an der Kasse
Dass Bücher aufgrund der gesetzlichen Buchpreisbindung in Deutschland überall gleich viel kosten, stellt eine bekannte Tatsache dar. Bei Schul- und Bürobedarf sieht die Lage jedoch völlig anders aus. Für den Test wurden daher wahllos Artikel aus den Regalen gegriffen: Buntstifte, Ordner, Schnellhefter und Kunstmappen.
Direkt an der Kasse folgte der direkte Abgleich: Die Strichcodes der Ware wurden eingelesen und parallel live mit den aktuellen Angeboten auf der Amazon-Plattform verglichen.
Das Ergebnis überraschte die LeserECHO-Redaktion deutlich. Die Preisunterschiede fielen keineswegs zu Gunsten des Online-Händlers aus. Im Gegenteil: Mehrere Artikel waren bei Buch und Schreibwaren Fokken nicht nur geringfügig, sondern teilweise bis zu 50 Prozent günstiger als im Online-Versand.
Kuriositäten des Online-Preissystems
Besonders auffällig zeigte sich die Preisgestaltung im Netz bei Farbvarianten. Während bei Fokken alle Schnellhefter desselben Modells unabhängig von der Farbe exakt denselben Preis besitzen, schwankten die Preise im Online-Handel extrem. Bei Amazon kostete ein identischer Schnellhefter in einer anderen Farbe plötzlich das Doppelte. Solche dynamischen Preisanpassungen im Netz führen oft dazu, dass Verbraucher unbemerkt tief für Standardartikel zahlen.
Auch Kunden vor Ort bestätigten diese Beobachtung. Eine Kundin, die zeitgleich dort einkaufte, schaltete sich in das Gespräch ein und bestätigte die Preisunterschiede. Sie wickelte gerade ihren Einkauf von Schulheften und Sammelmappen an der Kasse ab und berichtete von regelmäßigen Preisvergleichen:
„Bei Amazon hätte ich für diesen Stapel locker 20 Euro mehr bezahlt. Hier spare ich Geld und kann die Sachen direkt mit nach Hause nehmen, ohne auf den Paketdienst zu warten.“
Testkäufer gesucht: Machen Sie den eigenen Praxistest!
Inhaber Folkert Fazal unterstreicht seine Aussage mit einer klaren Aktion: Ab sofort sind alle Kunden herzlich dazu eingeladen, selbst als Testkäufer aktiv zu werden. Egal ob Ordner, Mappen oder die komplette Ausrüstung für die Einschulung – wer den Laden betritt, kann den Preisvergleich direkt vor Ort durchführen.
Das eigene Smartphone ist dabei ausdrücklich erwünscht. Kundinnen und Kunden können die Barcodes der Artikel im Geschäft einscannen und live mit den aktuellen Angeboten auf Amazon vergleichen.
„Ich stehe voll und ganz hinter diesem Preisvergleich. Wir haben das in den vergangenen Tagen bereits mehrfach gemeinsam mit Kunden an der Kasse durchgespielt – das Ergebnis war jedes Mal eindeutig. Deshalb werben wir seit drei Tagen ganz bewusst damit und scheuen absolut keinen Vergleich mit dem Online-Handel“, erklärt Folkert Fazal.
Der Inhaber reagiert damit auf die häufigen Nachfragen von Kunden, die von den deutlichen Preisunterschieden überrascht waren. Der Vor-Ort-Test zeigt transparenter denn je, dass der Einkauf im lokalen Fachgeschäft nicht nur schneller, sondern oft auch messbar günstiger ist.

Sparen vor Ort schont den eigenen Geldbeutel und stärkt die Region
Der Grundsatz „Kauf in deiner Stadt, damit sie eine Zukunft hat“ erweist sich damit keineswegs als reiner Appell zur Solidarität mit dem lokalen Handel. Der Einkauf vor Ort schont direkt das eigene Budget.
Zusätzlich verbleibt die Wertschöpfung in der Region: Während Online-Konzerne ihre Gewinne oft global optimieren, zahlt der örtliche Einzelhandel Gewerbesteuer vor Ort. Diese Mittel fließen direkt in die kommunale Infrastruktur, Schulen und öffentliche Einrichtungen. Der Test zeigt eindrucksvoll: Der Weg ins Fachgeschäft lohnt sich – sowohl für den eigenen Geldbeutel als auch für die Gemeinschaft.
Anmerkung der Redaktion:
Für diesen Beitrag hat die LeserECHO-Redaktion keinerlei Vergütung, Sachleistungen oder sonstige Gegenleistungen erhalten; es handelt sich um eine unentgeltliche und unabhängige journalistische Berichterstattung. Bei dem beschriebenen Preisvergleich handelt es sich um einen redaktionellen Produkttest auf Basis einer stichprobenartigen Auswahl von Schul- und Büroartikeln an einem konkreten Testtag. Da Online-Plattformen ihre Preise dynamisch anpassen, stellen alle Angaben eine Momentaufnahme dar.
Um Missverständnissen vorzubeugen: Dieser Beitrag versteht sich nicht als Schleichwerbung für ein einzelnes Fachgeschäft. Die Redaktion weist ausdrücklich darauf hin, dass sich vergleichbare Ergebnisse auch bei vielen anderen Einzelhändlern vor Ort zeigen können – je nach deren preislicher Orientierung. Der Aufruf gilt daher ganz allgemein: Schauen Sie vor dem nächsten Online-Kauf bei Ihrem Fachhändler vor Ort vorbei, prüfen Sie die Preise und suchen Sie das ehrliche Gespräch. Wer lokal einkauft, tut oft gleich doppelt etwas Gutes: Er schont das eigene Portemonnaie und stärkt gleichzeitig die eigene Stadt.
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Auf einen Blick: Warum sich der Einkauf vor Ort gleich mehrfach auszahlt
Der Praxistest bei Buch und Schreibwaren Fokken macht deutlich, dass der Vor-Ort-Kauf preislich absolut konkurrenzfähig ist. Neben dem reinen Warenpreis bietet der Einkauf im lokalen Fachgeschäft jedoch eine ganze Reihe weiterer Handfeste Vorteile gegenüber der Bestellung im Netz:
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Sofortige Verfügbarkeit statt Wartezeit: Die gekauften Artikel wandern direkt in die eigene Tasche. Das Warten auf den Paketdienst oder das Ausweichen auf Abholstationen entfällt komplett.
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Keine versteckten Portokosten: Online-Preise wirken auf den ersten Blick oft attraktiv, bis an der Kasse Versandgebühren hinzukommen – besonders bei kleineren Bestellwerten. Vor Ort zahlt man exakt den Preis, der auf dem Etikett steht.
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Qualität zum Anfassen und Testen: Schreib- und Schulbedarf wie Stifte, Papierqualitäten oder andere Accessoires lassen sich direkt im Laden in die Hand nehmen, ausprobieren und auf Herz und Nieren prüfen. Fehlkäufe und die damit verbundene Enttäuschung werden vermieden.
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Aktiver Umweltschutz durch Müllvermeidung: Jeder Vor-Ort-Kauf spart enorme Mengen an Verpackungsmüll. Aufwendige Kartonagen, Plastikpolster und die CO₂-Belastung durch den Pakettransport entfallen.
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Persönliche Beratung inklusive: Bei Fragen zu Schulbedarfslisten oder speziellen Büromaterialien steht geschultes Personal mit Rat und Tat zur Seite – ein Service, den kein Online-Suchfeld ersetzen kann.

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Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen steigen weiter
Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Niedersachsen im 1. Halbjahr 2026 um 8,7 % gestiegen
Das Landesamt für Statistik Niedersachsen (LSN) hat die Insolvenzzahlen für das erste Halbjahr 2026 veröffentlicht. Demnach verzeichnete Niedersachsen einen spürbaren Anstieg bei den Firmenpleiten sowie eine deutlich höhere Zahl gefährdeter Arbeitsplätze. Gleichzeitig nahmen auch die Verbraucherinsolvenzen zu.
Kernzahlen im Überblick
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Unternehmensinsolvenzen: Im ersten Halbjahr 2026 beantragten 1.070 Unternehmen bei den 33 niedersächsischen Insolvenzgerichten die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens. Dies entspricht einem Plus von 8,7 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. Halbjahr 2025: 984 Verfahren). Der prozentuale Anstieg bewegt sich damit auf einem ähnlichen Niveau wie der Übergang vom ersten Halbjahr 2024 zu 2025 (+8,8 %).
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Gefährdete Arbeitsplätze: Von den Pleiten waren im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 9.867 Beschäftigte betroffen, deren Arbeitsplätze durch die Insolvenz ihres Arbeitgebers bedroht waren. Diese Zahl liegt deutlich über dem Vorjahreswert von 7.341 gefährdeten Arbeitsplätzen.
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Verbraucherinsolvenzen: Bei den Privatpersonen gab es einen leichteren Zuwachs. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 5.784 Insolvenzanträge von Verbraucherinnen und Verbrauchern gestellt. Das bedeutet einen Anstieg von 3,2 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 (5.605 Fälle).
Branchenschwerpunkte: Handel und Baugewerbe am stärksten betroffen
Die Betroffenheit variiert je nach Wirtschaftsbereich stark. Die meisten Unternehmensverfahren zwischen Januar und Juni 2026 entfielen auf den Bereich Handel sowie Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen:
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Handel & Kfz: Mit 209 Verfahren entfiel annähernd jede fünfte Insolvenz (19,5 %) auf diesen Sektor. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2025 entspricht dies einem überdurchschnittlich starken Anstieg von 16,1 %.
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Baugewerbe: Ebenfalls stark betroffen war das Baugewerbe mit 172 Insolvenzen (ein Anteil von 16,1 % an allen Unternehmensinsolvenzen), was einem leichten Zuwachs von 2,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

























