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VW-Zukunftsplan beschlossen: Was wird aus dem Werk Emden?
VW-Zukunftsplan 2030 beschlossen: Was der Milliarden-Umbau für das Werk Emden bedeutet
Volkswagen stellt die Weichen für einen tiefgreifenden Konzernumbau. Der Aufsichtsrat hat den Zukunftsplan 2030 einstimmig beschlossen. Geplant sind Investitionen in Milliardenhöhe, weniger Modelle, schlankere Strukturen – und der Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen weltweit. Besonders aufmerksam blickt Ostfriesland nach Wolfsburg: Für das Volkswagen-Werk Emden ist eine wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über das Jahr 2030 hinaus bislang nicht gesichert.
Wolfsburg/Emden. Der Aufsichtsrat der Volkswagen Group hat nach intensiven Beratungen den sogenannten Zukunftsplan 2030 einstimmig gebilligt. Damit soll die Transformation des Volkswagen-Konzerns deutlich beschleunigt werden. Vorstand, Marken, Gesellschaften und Arbeitnehmervertreter sollen den beschlossenen Kurs nun gemeinsam umsetzen.
Für die Region Ostfriesland hat die Entscheidung eine besondere Bedeutung. Das VW-Werk Emden gehört neben den Standorten Zwickau, Hannover und Neckarsulm zu den vier deutschen Werken, für die nach Angaben des Konzerns derzeit noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung für die Jahre 2031 bis 2034 gesichert ist. Gleichzeitig sollen weltweit rund 50.000 Stellen, einschließlich Stellen im Management, abgebaut werden.
Damit ist die Zukunft des Standorts Emden erneut eines der zentralen Themen im Volkswagen-Konzern.
Drei Milliardenbeträge für die Zukunft – aber auch massive Einschnitte
Volkswagen will trotz des harten Sparkurses in den kommenden Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag investieren. Das Geld soll unter anderem in neue Produkte, Technologien und künftige Wachstumsfelder fließen.
Konzernchef Oliver Blume bezeichnete die einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats als starkes Signal. Volkswagen müsse seine bekannten Marken attraktiver, stärker und wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig müsse der Konzern seine Kosten deutlich reduzieren und seine Strukturen effizienter aufstellen.
Das Ziel ist klar formuliert: Volkswagen will bis 2030 eine operative Umsatzrendite von neun Prozent erreichen. Bei einem geplanten Absatz von rund neun Millionen Fahrzeugen pro Jahr würde dies einem operativen Ergebnis von etwa 31 Milliarden Euro entsprechen.
Für den Planungszeitraum 2027 bis 2031 sind insgesamt rund 135 Milliarden Euro für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung vorgesehen. Die einzelnen Investitions- und Entwicklungsprojekte sollen im üblichen Planungsprozess weiter konkretisiert und dem Aufsichtsrat erneut zur Entscheidung vorgelegt werden.

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VW will Modellangebot drastisch reduzieren
Ein wesentlicher Bestandteil des Zukunftsplans ist eine deutliche Vereinfachung des Produktprogramms.
Bis 2035 soll das Modellangebot um rund 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig soll die Angebotskomplexität sogar um etwa 75 Prozent sinken.
Volkswagen setzt künftig stärker auf weniger, dafür größere und stärker ausgelastete Modelle. Durch die Konzentration auf weniger Varianten sollen höhere Stückzahlen pro Modell, niedrigere Kosten und bessere Skaleneffekte erreicht werden.
Auch Plattformen, elektronische Architekturen, Fahrerassistenzsysteme und Software sollen stärker vereinheitlicht werden.
Effizienzprogramm über den gesamten Konzern
Mit einem konzernweiten Operational-Excellence-Programm will Volkswagen die Effizienz deutlich steigern. Dabei werden unter anderem die Bereiche Technische Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität, Vertrieb und die Gemeinkosten betrachtet.
Ziel sind bessere Prozesse, schnellere Entscheidungen und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
Auch die Führungsstrukturen sollen schlanker werden. Verantwortlichkeiten sollen klarer verteilt, Entscheidungswege verkürzt und Teams mit mehr Verantwortung ausgestattet werden.
Für Führungskräfte ist außerdem ein einheitlicheres Leistungs- und Bonussystem vorgesehen, das stärker auf Ergebnisse und den gemeinsamen Unternehmenserfolg ausgerichtet werden soll.
Volkswagen-Werk Emden: Zukunft nach 2030 bleibt offen
Für Emden ist vor allem eine Passage des Zukunftsplans von großer Bedeutung.
Volkswagen sieht innerhalb des Konzerns eine Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa. Deshalb soll bis Ende Juni 2027 ein Konzept für eine langfristig wettbewerbsfähige Produktionsstruktur der europäischen Werke entwickelt werden.
Für vier Standorte ist derzeit jedoch noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gesichert:
- Emden
- Zwickau
- Hannover
- Neckarsulm
Die Zeiträume für die offenen Zukunftsperspektiven liegen zwischen 2031 und 2034.
Für das VW-Werk Emden bedeutet dies: Eine konkrete wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über den bisherigen Planungshorizont hinaus ist derzeit nicht abgesichert. Gleichzeitig sollen alternative Nutzungsmöglichkeiten der betroffenen Standorte geprüft werden.
Die Nachricht ist deshalb für Ostfriesland von erheblicher Bedeutung. Das VW-Werk ist nicht nur ein großer Arbeitgeber in Emden, sondern hat auch Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region.
Aktuelle Berichte bestätigen, dass Emden zu den vier besonders im Fokus stehenden deutschen Volkswagen-Standorten gehört.
Rund 50.000 Stellen sollen weltweit wegfallen
Neben den Veränderungen bei den Werken sieht der Zukunftsplan einen weiteren grundlegenden Personalabbau vor.
Volkswagen geht davon aus, dass weltweit zusätzlich zu bereits laufenden Programmen eine weitere Anpassung der Personalkapazitäten notwendig ist. Als Gründe nennt der Konzern den zunehmenden internationalen Wettbewerb, veränderte Nachfragestrukturen und den technologischen Wandel.
Insgesamt sieht der Zukunftsplan einen Abbau von rund 50.000 Stellen weltweit vor – einschließlich Managementpositionen.
Wie sich diese Zahl konkret auf einzelne Marken, Gesellschaften, Länder und Standorte verteilt, ist mit der jetzigen Entscheidung noch nicht festgelegt. Auch für Emden lässt sich aus der genannten Gesamtzahl daher noch keine konkrete Zahl für den Standort ableiten.
Niedersachsen fordert Perspektiven für die Standorte
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht die Herausforderungen für Volkswagen und die gesamte deutsche Automobilindustrie ebenfalls als enorm an. Der internationale Wettbewerb habe sich deutlich verschärft.
Gleichzeitig müsse es nach seiner Auffassung einen gemeinsamen Weg geben, um die Transformation zu bewältigen. Investitionen in Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit seien notwendig, müssten aber mit langfristigen Perspektiven für die Standorte verbunden werden.
Die Politik müsse Volkswagen dabei unterstützen, unter anderem durch bessere Wettbewerbsbedingungen und eine Handelspolitik, die den Industriestandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stärkt.
Gerade für Niedersachsen und Ostfriesland ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Das Land Niedersachsen ist als Anteilseigner eng mit Volkswagen verbunden.
Arbeitnehmervertreter sehen weiterhin große Verantwortung
Auch die Arbeitnehmerseite betont die Bedeutung des jetzt beschlossenen Zukunftsplans.
Christiane Benner, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Vorsitzende der IG Metall, erklärte, man habe intensiv an Lösungen gearbeitet. Der Zukunftsplan sei gemeinsam mit Vorstand und Anteilseignern entwickelt worden.
Jetzt müsse es darum gehen, die entscheidenden Aufgaben anzugehen und Zukunftsszenarien für sämtliche Werke zu entwickeln.
Volkswagen trage als einer der größten Industriekonzerne eine besondere Verantwortung für seine Beschäftigten und ganze Regionen. Die Mitbestimmung müsse dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Auch Gesamt- und Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo sieht den Zukunftsplan als notwendig an, um Volkswagen erfolgreich in das kommende Jahrzehnt zu führen. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass die Beschäftigten die Last der Veränderungen einseitig tragen.
Aus Sicht des Betriebsrats gehören Beschäftigungssicherung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammen. Beide Ziele seien keine Gegensätze, sondern könnten sich gegenseitig bedingen.
Für die Beschäftigten an allen Standorten sollen auf dieser Grundlage attraktive Modelle und langfristige Perspektiven entwickelt werden.
Nordamerika und China werden neu ausgerichtet
Der Volkswagen-Konzern will seine internationale Strategie ebenfalls verändern.
In Nordamerika soll der Schwerpunkt künftig stärker auf besonders profitablen Fahrzeugsegmenten liegen.
In China reagiert Volkswagen auf die veränderten Wachstumserwartungen des chinesischen Automobilmarktes. Gleichzeitig sollen die Exportaktivitäten in Richtung des sogenannten Global South ausgebaut werden.
Damit reagiert Volkswagen auf die erheblichen Veränderungen des internationalen Automobilmarktes und den zunehmenden Wettbewerbsdruck.
Konzernstruktur soll einfacher und schneller werden
Auch die Struktur des Volkswagen-Konzerns selbst soll sich verändern.
Der Vorstand soll ein Modell für eine weiterentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur erarbeiten. Ziel sind technologische und weitere Synergien, geringere Kosten, klarere Verantwortlichkeiten sowie schnellere und effizientere Entscheidungen.
Außerdem soll der Aufsichtsrat seine Zustimmungsvorbehalte stärker auf Maßnahmen konzentrieren, die für den gesamten Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. Die entsprechenden Schwellenwerte sollen an die übliche Praxis großer DAX-Unternehmen angepasst werden.
Auch das Beteiligungsportfolio von Volkswagen soll deutlich schlanker werden.
Nach den Vorgaben des Zukunftsplans sollen Beteiligungen und Geschäftsaktivitäten anhand ihres strategischen und wirtschaftlichen Beitrags zum Kerngeschäft überprüft werden. Das Beteiligungsportfolio soll um rund ein Drittel reduziert werden.
Nichtstrategische Aktivitäten sollen verkauft oder neu strukturiert werden. Auch der Immobilienbestand des Konzerns wird überprüft.
Ziel ist eine schlankere Konzernstruktur und eine effizientere Nutzung des vorhandenen Kapitals.
Was bedeutet der Beschluss für Emden?
Der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats bringt für Volkswagen zunächst Klarheit über die strategische Richtung. Für das VW-Werk Emden bedeutet er allerdings noch keine langfristige Standortgarantie.
Entscheidend wird sein, welche Produktionsstruktur Volkswagen für Europa entwickelt und welche Nachfolgeprodukte für die einzelnen Werke vorgesehen werden.
Bis spätestens Ende Juni 2027 soll das Konzept für eine wettbewerbsfähige europäische Produktionsstruktur vorliegen. Bis dahin dürfte die Frage nach der Zukunft des Emder Volkswagen-Werks deshalb eines der wichtigsten industriepolitischen Themen in Ostfriesland bleiben.
Parallel dazu sollen bereits laufende Maßnahmen fortgeführt und weitere Schritte unmittelbar eingeleitet werden. Dort, wo Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretern notwendig sind, sollen die zuständigen Gremien der Marken und Gesellschaften einbezogen und Gespräche zügig aufgenommen werden.
Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung. Der Aufsichtsrat will den Prozess eng begleiten, regelmäßig informiert werden und sich dort beteiligen, wo Entscheidungen erforderlich sind.
Für Ostfriesland steht damit viel auf dem Spiel: Der Zukunftsplan 2030 soll Volkswagen international wieder wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, welche konkrete Zukunft das Werk Emden nach 2030 haben wird.
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Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherrekord und positive Bilanz
Gallimarkt 2026 in Leer: Besucherstärkster Gallimarkt seit vielen Jahren
Positive Bilanz zum Gallimarkt-Finale: Mehr Familien, hohe Besucherzahlen und wenige Zwischenfälle. Polizei, DRK und Stadt ziehen ein positives Fazit zum fünftägigen Volksfest in Leer.
Leer – Der 518. Gallimarkt in Leer geht an diesem Sonntag in seine letzten Stunden. Bis 23 Uhr läuft das traditionelle Volksfest in der ostfriesischen Ledastadt. Bereits am Nachmittag haben die Verantwortlichen der beteiligten Organisationen bei der täglichen Lagebesprechung im Rathaus ein vorläufiges und überaus positives Abschlussresümee gezogen. Ihr Fazit: Der Gallimarkt 2026 war ein herausragender Markt und zählt zu den besucherstärksten Veranstaltungen der vergangenen Jahre.
Gallimarkt 2026 lockt wieder mehr Familien nach Leer
Marktmeister Michael Meyer und Schausteller-Chef Timo von Halle sprachen übereinstimmend von einem „herausragenden Markt“. Besonders erfreulich sei, dass es gelungen sei, wieder deutlich mehr Familien auf den Gallimarkt zu locken als in den Vorjahren.
Meyer und von Halle gingen davon aus, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 im Laufe des Sonntags übertroffen werde. Damit wäre der aktuelle Gallimarkt der besucherstärkste seit vielen Jahren – und das, obwohl es zeitweise Regenwetter gab.
Besonders stark waren nach Einschätzung der Verantwortlichen der Auftakt am Mittwoch, der Donnerstag und der Sonnabend. Lediglich am Freitag fiel die Resonanz wetterbedingt etwas schwächer aus.
Bürgermeister lobt friedlichen Verlauf des Gallimarktes
Bürgermeister Claus-Peter Horst freute sich über die überaus gelungene „Fünfte Jahreszeit“ in Leer. Erneut habe das traditionsreiche Volksfest zahlreiche Menschen in die Stadt an der Leda gelockt.
Besonders wichtig sei, dass der Gallimarkt an allen fünf Tagen friedlich verlaufen sei und es keine nennenswerten Zwischenfälle gegeben habe. Horst sprach allen engagierten Kräften seinen Dank aus. Ein besonderes Lob richtete er an die Sicherheitskräfte, die maßgeblich dazu beigetragen hätten, diesen außergewöhnlichen Gallimarkt zu ermöglichen.
Polizei registriert 23 Straftaten in fünf Tagen
Auch die Polizei zog eine positive Bilanz. Nach ihren Angaben blieb die Zahl der registrierten Straftaten mit insgesamt 23 überschaubar. Darunter waren zwölf Körperverletzungen und vier Beleidigungen.
Das entspricht weniger als fünf Straftaten pro Tag. Angesichts der hohen Besucherzahlen sei dies ein „verschwindend geringer Wert“.
Die Zahlen unterstreichen aus Sicht der Verantwortlichen den insgesamt friedlichen Verlauf des fünftägigen Volksfestes. Trotz des großen Besucherandrangs kam es demnach zu keinen nennenswerten Zwischenfällen.
DRK behandelt 112 Besucher auf dem Gallimarkt
Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) berichtete von insgesamt 112 Besuchern, die während des Gallimarktes medizinisch behandelt werden mussten. Damit lag die Zahl der Behandlungen unter dem Wert des Vorjahres.
Ein größerer Teil der Einsätze war nach Angaben des DRK auf übermäßigen Alkoholkonsum zurückzuführen. Darüber hinaus mussten unter anderem einige kleinere chirurgische Verletzungen versorgt werden, beispielsweise nach Stürzen.
Die Zahl der Personen, die zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden mussten, lag im einstelligen Bereich. Auch dieser Wert war im Vergleich zu anderen Veranstaltungen und angesichts des großen Besucheraufkommens vergleichsweise niedrig.
350 Verwarnungen wegen Falschparkens – 25 Fahrzeuge abgeschleppt
Neben der Sicherheit auf dem Veranstaltungsgelände beschäftigte auch die Verkehrssituation rund um den Gallimarkt die Verantwortlichen.
Insgesamt wurden 350 Verwarnungen wegen Falschparkens ausgesprochen. Darüber hinaus mussten 25 Fahrzeuge abgeschleppt werden. Die Zahl der abgeschleppten Fahrzeuge lag damit deutlich unter den Werten der Vorjahre.
Weniger Wildpinkler als im Vorjahr
Noch nicht abschließend bekannt war die genaue Zahl der Personen, die während des Gallimarktes unerlaubt urinierten. Nach Einschätzung der Verantwortlichen waren es jedoch weniger als im Vorjahr. Damals waren rund 70 entsprechende Fälle bekannt geworden.
Verstöße wurden mit einer Anzeige und der Einleitung eines Bußgeldverfahrens geahndet.
Positive Gesamtbilanz zum Gallimarkt-Finale
Der Gallimarkt 2026 überzeugte nach dem vorläufigen Abschlussresümee durch hohe Besucherzahlen, mehr Familien auf dem Festgelände und einen insgesamt friedlichen Verlauf. Die starken Besuchertage am Mittwoch, Donnerstag und Sonnabend trugen maßgeblich zur positiven Einschätzung bei. Auch die vergleichsweise niedrigen Zahlen bei Straftaten, medizinischen Behandlungen und abgeschleppten Fahrzeugen flossen in die Bilanz ein.
Auch die breiteren Hauptgänge machten sich nach Einschätzung von Marktmeister Michael Meyer bemerkbar. Sie boten mehr Bewegungsfläche und trugen dazu bei, Staus selbst am besucherstarken Sonnabend erheblich zu verringern.
Mit dem Abschluss am Sonntag um 23 Uhr endet für Leer eine intensive fünftägige Gallimarkt-Woche. Die Verantwortlichen zeigten sich bereits am Nachmittag zufrieden mit dem Verlauf des traditionsreichen Volksfestes und rechneten damit, dass die Besucherzahl des Vorjahres von 550.000 übertroffen wird.

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Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Ein beeindruckendes Farbenmeer am Nachthimmel über Leer: Das Gallimarkt-Feuerwerk erleuchtete den Himmel über dem Museumshafen mit kraftvollen Leuchteffekten und spektakulären Feuerwerksbildern. Foto: Nael Fotografie & Fotostudio
Gallimarkt Leer 2026: Begeisterter Applaus und Hupkonzert nach spektakulärem Feuerwerk
Leer – Ein farbenprächtiger Himmel, beeindruckende Fächereffekte und ein Finale mit einer rasanten Folge von Feuerwerksschüssen: Das große Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend begeisterte zahlreiche Besucher in Leer. Als die letzten Effekte am Himmel verglühten, gab es kräftigen Applaus. Für einen besonderen Abschluss sorgten anschließend die Boote im Museumshafen, deren Besatzungen mit einem regelrechten Hupkonzert auf das Spektakel reagierten.
Pyrotechnik der Extraklasse am Himmel über Leer
Pünktlich um 22 Uhr richteten sich die Blicke der Besucher auf den Himmel. Rund 15 Minuten lang präsentierte das Team von Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller eine abwechslungsreiche Show mit zahlreichen Farben, Formen und aufeinander abgestimmten Effekten.
Besonders eindrucksvoll waren die breit aufgefächerten Bilder, die sich über den Nachthimmel verteilten. Immer wieder folgten auf große Leuchteffekte schnelle Salven, die das Feuerwerk dynamisch erscheinen ließen. Das Finale setzte schließlich noch einmal einen besonderen Akzent und sorgte für einen entsprechend lauten und farbenprächtigen Abschluss.
Der Applaus unmittelbar nach den letzten Schüssen zeigte, wie gut die Darbietung beim Publikum ankam. Kurz darauf meldeten sich auch die Boote im Hafen zu Wort: Mit ihren Schiffshupen verabschiedeten sie das Feuerwerk auf ihre ganz eigene Weise.

Hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal
Bereits vor dem Feuerwerk hatte Geschäftsführer Semmer einen Einblick in die eingesetzte Pyrotechnik gegeben. Zu den besonderen Höhepunkten gehörten hochwertige Zylinderbomben aus Italien und Portugal. Diese zählen zu den aufwendigeren Feuerwerkskörpern und ermöglichen besonders vielseitige Effekte.
Bei sogenannten Mehrschlagbomben können innerhalb eines einzigen Feuerwerkskörpers mehrere unterschiedliche Effekte nacheinander sichtbar werden. Je nach Ausführung sind bis zu sechs Effektfolgen möglich. Dadurch entstehen am Himmel abwechslungsreiche Bilder, bei denen sich Farben und Formen innerhalb kurzer Zeit verändern.
Auch die Menge der eingesetzten Pyrotechnik war beachtlich. Knapp 20 Feuerwerksbatterien sowie weitere Feuerwerkskörper, darunter römische Lichter und große Abschusskörper, kamen zum Einsatz. Insgesamt rechnete Semmer mit mehreren Tausend Schüssen. Eine der verwendeten Batterien kann nach seinen Angaben rund 300 Schüsse innerhalb von sieben Sekunden abgeben.
Für das Finale wurden mehrere Abschusspositionen miteinander kombiniert. Dadurch konnten die Effekte in unterschiedlichen Richtungen und breiten Fächerformen am Himmel erscheinen.

Semmer Feuerwerk gestaltet das Spektakel seit 2018
Verantwortlich für das Feuerwerk war erneut Semmer Feuerwerk aus Langwedel bei Verden an der Aller. Das Unternehmen gestaltet das Gallimarkt-Feuerwerk bereits seit 2018 und war damit zum achten Mal für die pyrotechnische Inszenierung in Leer im Einsatz.
Die Vorbereitungen hatten am Freitag bereits am Vormittag begonnen. Geschäftsführer Semmer war nach eigenen Angaben gegen 10 Uhr vor Ort, weitere Mitarbeiter kamen später mit Material und Anhänger hinzu. Das Team wollte den Aufbau möglichst vor dem einsetzenden Regen abschließen. Dieses Ziel wurde erreicht.
Gezündet wurden die Feuerwerkskörper über ein elektrisches System. Dabei werden die einzelnen Effekte über Empfänger und einen Sender ausgelöst. Da die tatsächlichen Abläufe und Verzögerungen einzelner Effekte leicht variieren können, wird die Dauer eines solchen Feuerwerks grundsätzlich nur ungefähr angegeben.
Die Schausteller finanzieren das Gallimarkt-Feuerwerk gemeinsam
Eine wichtige Frage ist auch, wer ein solches Feuerwerk finanziert. Beim Gallimarkt wird das Spektakel von den Schaustellern getragen. Die Kosten werden über eine Umlage finanziert, die im Zusammenhang mit den Standgebühren von den teilnehmenden Schaustellern mitgetragen wird.
Damit ist das Feuerwerk eine Gemeinschaftsleistung der Schausteller, die den Gallimarkt mit ihren Fahrgeschäften, Buden und gastronomischen Angeboten gestalten. Das Spektakel ist nicht nur ein Höhepunkt für die Besucher, sondern auch ein fester Bestandteil des Volksfestes.
Der gemeinsame finanzielle Beitrag ermöglicht es, den Besuchern ein aufwendiges Feuerwerk mit hochwertigen Effekten und einem großen Finale zu präsentieren.
Applaus und Schiffshupen als Abschluss
Nach rund einer Viertelstunde war das Feuerwerk beendet. Doch der Schlussakkord kam nicht allein vom Himmel: Der kräftige Applaus der Besucher und das anschließende Hupkonzert der Boote im Hafen verliehen dem Abend einen besonderen Abschluss.
So wurde das Gallimarkt-Feuerwerk am Freitagabend zu einem eindrucksvollen Gemeinschaftserlebnis – getragen von der Arbeit der Pyrotechniker, dem Engagement der Schausteller und der Begeisterung des Publikums.
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Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden kostenlos verteilt
(v.l.n.r.): Die Vorsitzenden der ostfriesischen Verkehrswachten Hajo Reershemius (Norden), Karl-Heinz Krämer (Aurich), Hans-Günter Jelting (Leer), Sascha Nowak (Wittmund) und Berthold Tuitjer (Emden) appellieren mit Signe Foetzki (Pressesprecherin der Brandkasse) an alle Radfahrer „Reflektierende Fahrradhelme retten Leben!“
Mehr Sicherheit für Radfahrer in Ostfriesland: 1.500 reflektierende Helmmützen werden verteilt
Ostfriesische Verkehrswachten und Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse starten gemeinsames Präventionsprojekt – kostenlose Fahrradhelmabdeckungen sollen in der dunklen Jahreszeit für bessere Sichtbarkeit sorgen.
Mit Beginn der dunklen Jahreszeit steigt die Bedeutung einer guten Sichtbarkeit im Straßenverkehr. Um Radfahrer besser zu schützen, starten die ostfriesischen Verkehrswachten gemeinsam mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse ein neues Präventionsprojekt. Insgesamt 1.500 reflektierende Fahrradhelmabdeckungen, sogenannte „Helmmützen“, im Wert von rund 3.200 Euro werden kostenlos in ganz Ostfriesland verteilt.
Die auffälligen Abdeckungen bestehen aus leuchtendem und reflektierendem Material. Sie sollen dazu beitragen, dass Fahrradfahrer bei Dunkelheit und schlechten Sichtverhältnissen von anderen Verkehrsteilnehmern früher wahrgenommen werden.
1.500 reflektierende Helmmützen für mehr Sicherheit
Immer wieder kommt es zu Fahrradunfällen, bei denen die Betroffenen Kopfverletzungen oder noch schwerere Verletzungen erleiden. Bei Verkehrsunfällen gehören Kopfverletzungen zu den besonders gravierenden Folgen. Deshalb sprechen sich die Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ausdrücklich dafür aus, beim Fahrradfahren einen Schutzhelm zu tragen.
Mit den reflektierenden Helmabdeckungen soll nun ein weiterer Beitrag zur Verkehrssicherheit geleistet werden.
„Hiermit starten wir ein neues Projekt“, erklärt Sascha Nowak, Gebietsbeauftragter der ostfriesischen Verkehrswachten. Gerade mit Blick auf die dunkle Jahreszeit werde man nicht müde, alle Verkehrsteilnehmenden auf das Prinzip „Sicherheit durch Sichtbarkeit“ hinzuweisen.
Die zunächst 1.500 beschafften Helmmützen haben einen Gesamtwert von rund 3.200 Euro. Die Verkehrswachten wollen sie bei praxisnahen Aktionen, beispielsweise bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings, kostenlos zur Verfügung stellen.
Ermöglicht wird die Verteilung in ganz Ostfriesland durch die finanzielle Unterstützung der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse.
Schutzhelme können schwere Kopfverletzungen reduzieren
Signe Foetzki, Pressesprecherin der Brandkasse, unterstreicht die Bedeutung eines geeigneten Schutzhelms. Ihr Appell richtet sich sowohl an Fahrradfahrer als auch an Fahrer von E‑Scootern.
Ein Helm könne einen Unfall zwar nicht verhindern, das Risiko schwerer Kopfverletzungen jedoch deutlich reduzieren. Beim Aufprall wirke er wie ein Airbag und könne bis zu zwei Drittel der Schlagenergie absorbieren.
Auch die Gestaltung der Helmabdeckungen spielte bei der Entscheidung für das Projekt eine wichtige Rolle. Das Angebot soll Menschen unterschiedlichen Alters erreichen. Dank eines flexiblen Gummizugs lassen sich die Abdeckungen an verschiedene Helmgrößen anpassen.
Damit sollen möglichst viele Fahrradfahrer von der zusätzlichen Sichtbarkeit profitieren können.
Verkehrswacht will Menschen aus der „nächtlichen Unsichtbarkeit“ holen
Hajo Reershemius, Vorsitzender der Norder Verkehrswacht, sieht das neue Projekt als konsequente Ergänzung der klassischen Präventionsarbeit.
Gefahren frühzeitig zu erkennen, Verkehrsteilnehmende zu sensibilisieren und mit einfachen, wirkungsvollen Maßnahmen für mehr Sicherheit zu sorgen – das seien zentrale Aufgaben der Verkehrswachten.
Zwar gibt es für Radfahrer in Deutschland keine allgemeine gesetzliche Helmtragepflicht und keine allgemeine Bekleidungsvorschrift, die reflektierende Kleidung vorschreibt. Dennoch wollen die Initiatoren dafür werben, die eigene Sicherheit durch sichtbare Kleidung und reflektierende Ausrüstung zu erhöhen.
Insbesondere bei Dunkelheit können Radfahrer für Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer schwer erkennbar sein. Die reflektierenden Helmmützen sollen helfen, diese „nächtliche Unsichtbarkeit“ zu verringern.
Brandkasse unterstützt die Aktion: „Nu süchst Du mi!“
Die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse sagte ihre Unterstützung zu, nachdem die Verkehrswachten ihre Idee vorgestellt hatten.
Signe Foetzki macht zugleich deutlich, dass die 1.500 Helmabdeckungen den tatsächlichen Bedarf nicht vollständig decken können. Dennoch solle die Aktion ein positives Zeichen setzen und möglichst viele Menschen für das Thema sensibilisieren.
Die Botschaft der Brandkasse lautet: „Sicherheit durch Sichtbarkeit!“ Mit einem Augenzwinkern wird sie auf Plattdeutsch ergänzt: „Nu süchst Du mi!“
Der humorvolle Spruch bringt den Kern der Aktion auf den Punkt: Wer im Straßenverkehr rechtzeitig gesehen wird, kann dazu beitragen, gefährliche Situationen zu vermeiden.
Verkehrswachten appellieren an alle Verkehrsteilnehmer
Sascha Nowak richtet seinen Appell an sämtliche Verkehrsteilnehmenden. Gerade in der dunklen Jahreszeit könne leuchtende und optimal reflektierende Kleidung einen wichtigen Beitrag zur eigenen Sicherheit leisten.
Zwar sei der Trend zu mehr Sichtbarkeit zunehmend erkennbar, vielerorts seien jedoch weiterhin Menschen ohne leuchtende oder reflektierende Gegenstände im Straßenverkehr unterwegs.
Die Empfehlung der Verkehrswachten lautet deshalb: Möglichst einen gut sichtbaren Helm tragen, auf helle und reflektierende Kleidung achten und damit auch für andere Verkehrsteilnehmer ein Vorbild sein.
Die kostenlose Verteilung der Helmmützen bei Fahrrad- und Pedelec-Trainings soll diese Botschaft in ganz Ostfriesland unterstützen.
Ansprechpartner der Verkehrswachten in Ostfriesland
Interessierte können sich an die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort wenden:
-
Aurich: info@verkehrswacht-aurich.de
-
Wittmund: info@verkehrswacht.wittmund.de
-
Norden: verkehrswacht-norden@ewe.net
Mit 1.500 kostenlosen, reflektierenden Fahrradhelmabdeckungen setzen die ostfriesischen Verkehrswachten und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse ein Zeichen für mehr Sicherheit auf den Straßen. Gerade in der dunklen Jahreszeit gilt: Gute Sichtbarkeit und ein Schutzhelm können helfen, Unfallfolgen zu verringern.
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