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Geflü­gel­pest im Land­kreis Leer nach­ge­wie­sen – Was Geflü­gel­hal­ter jetzt wis­sen müssen!

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Geflü­gel­pest: Aus­bruch in Hüh­ner-Hob­by­hal­tung im Land­kreis Leer
Vor­erst kei­ne Sperr­zo­nen oder Auf­stall­pflicht / Vete­ri­när­amt weist auf Ein­hal­tung von Bio­si­cher­heits­maß­nah­men hin
 
 
In einer Hüh­ner-Hob­by­hal­tung im Land­kreis Leer ist der Aus­bruch der Geflü­gel­pest fest­ge­stellt wor­den. Es han­delt sich um einen Kleinst­be­trieb mit weni­ger als 50 Tie­ren, Kon­takt zu ande­ren Geflü­gel­be­trie­ben bestand nicht. Das Vete­ri­när­amt des Land­krei­ses Leer hat daher von der Ein­rich­tung von Sperr­zo­nen und einer damit ein­her­ge­hen­den Auf­stall­pflicht sowie ande­ren Maß­nah­men abge­se­hen, weist aber auf die drin­gen­de Not­wen­dig­keit der Ein­hal­tung von Hygie­ne- und Bio­si­cher­heits­maß­nah­men in pri­va­ten und gewerb­li­chen Geflü­gel­hal­tun­gen hin.
 
 
Hin­ter­grund
Die aviä­re Influ­en­za, umgangs­sprach­lich auch Geflü­gel­pest oder Vogel­grip­pe genannt, ist eine durch Viren aus­ge­lös­te und für Geflü­gel hoch­an­ste­cken­de Infek­ti­ons­krank­heit. Sie kann durch direk­ten Tier­kon­takt, aber auch über die Luft über­tra­gen wer­den. Die Tier­seu­che brei­tet sich daher rasch aus.
 
 
Die Anzahl der Aus­brü­che der hoch­pa­tho­ge­nen aviä­ren Influ­en­za (HPAI) nahm in den ver­gan­ge­nen Mona­ten euro­pa­weit stark zu. Auch in Deutsch­land hat die Anzahl der Aus­brü­che der HPAI H5N1 bei Haus­ge­flü­gel und bei Wild­vö­geln deut­lich zuge­nom­men. Dabei ist Nie­der­sach­sen beson­ders betrof­fen. Dem­entspre­chend schätzt das Fried­rich-Löff­ler-Insti­tut (FLI) in sei­ner aktu­el­len Risi­ko­ein­schät­zung das Risi­ko von Ein­trä­gen des hoch­pa­tho­ge­nen aviä­ren Influ­en­za­vi­rus vom Sub­typ H5 (HPAIV H5) in deut­sche Geflü­gel­hal­tun­gen und Vogel­be­stän­de in zoo­lo­gi­schen Ein­rich­tun­gen durch direk­te und indi­rek­te Kon­tak­te zu Wild­vö­geln wei­ter als hoch ein.
 
Ein­hal­tung von Bio­si­cher­heits­maß­nah­men erforderlich
Schutz vor Anste­ckung kann die Ein­hal­tung von Bio­si­cher­heits­maß­nah­men bie­ten. Tier­hal­ter soll­ten daher den Zutritt frem­der Per­so­nen in die Stäl­le auf ein not­wen­di­ges Mini­mum beschrän­ken. Im Stall und um Außen­be­reich soll­te eine regel­mä­ßi­ge Schad­na­ger­be­kämp­fung durch­ge­führt wer­den. Fut­ter­plät­ze und Trän­ken soll­ten für Wild­vö­gel unzu­gäng­lich auf­ge­stellt und mit einer nach oben hin dich­ten Abde­ckung vor Ein­trä­gen geschützt wer­den und Fut­ter, Ein­streu und Gegen­stän­de, die mit dem Geflü­gel in Berüh­rung kom­men, unzu­gäng­lich für Wild­vö­gel gela­gert werden.
 
 
Jetzt Vor­be­rei­tun­gen für Auf­stall­pflicht treffen
Bei einer fort­schrei­ten­den Ent­wick­lung des Seu­chen­ge­sche­hens kann – auch kurz­fris­tig – die Auf­stal­lung von Geflü­gel ange­ord­net wer­den. Geflü­gel­hal­ter soll­ten daher bereits jetzt ent­spre­chen­de Vor­keh­run­gen tref­fen, damit auch im Fal­le eines Auf­stal­lungs­ge­bo­tes schnell reagiert und eine tier­schutz­ge­rech­te Unter­brin­gung der Tie­re gewähr­leis­tet wer­den kann. Dar­über hin­aus emp­fiehlt das Vete­ri­när­amt schon jetzt eine frei­wil­li­ge Auf­stal­lung von frei­lau­fen­dem Geflügel.
 
Die Siche­rung der Tie­re kann zum Bei­spiel erfol­gen, indem Aus­läu­fe durch ein eng­ma­schi­ges Draht­ge­flecht nach allen Sei­ten gegen das Ein­drin­gen von Wild­vö­geln geschützt wer­den. Die­se Schutz­vor­rich­tung muss dabei auch nach oben durch Pla­nen oder Dächer gegen Kot­ein­trag von Wild­vö­geln geschützt sein. Wei­ter­hin soll­ten der Stall oder der Aus­lauf nur in betriebs­ei­ge­ner Schutz­klei­dung mit ent­spre­chen­dem Schuh­werk betre­ten und auf das Hän­de­wa­schen und das Rei­ni­gen und Des­in­fi­zie­ren von Fahr­zeu­gen, Gerät­schaf­ten und Mate­ria­li­en geach­tet wer­den, wenn die­se zwi­schen unter­schied­li­chen Hal­tungs­ein­rich­tun­gen ein­ge­setzt wer­den. Bei einer rei­nen Stall­hal­tung soll­te dar­auf geach­tet wer­den, dass die­se Stäl­le aus­rei­chend Licht, gute Luft­zu­fuhr und aus­rei­chend Platz bie­ten, sodass eine tier­schutz­ge­rech­te Hal­tung gewähr­leis­tet wer­den kann.
 
 
Auf­fäl­lig­kei­ten dem Vete­ri­när­amt melden
Im Fal­le der Ein­schlep­pung des Geflü­gel­pest-Virus in den Tier­be­stand ist es für die erfolg­rei­che Ein­däm­mung der Seu­che von größ­ter Bedeu­tung, dass die Infek­ti­on schnellst­mög­lich erkannt wird. Tier­ärz­tin­nen und Tier­ärz­te sowie Geflü­gel­hal­te­rin­nen und Geflü­gel­hal­ter wer­den daher gebe­ten, kli­ni­sche Auf­fäl­lig­kei­ten des Geflü­gel­be­stands, die auf eine Infek­ti­on mit dem HPAIV hin­deu­ten kön­nen sowie eine Ver­än­de­rung der Gesund­heits­pa­ra­me­ter (wie erhöh­te Sterb­lich­keit, Abnah­me der Fut­ter- und Was­ser­auf­nah­me, Abnah­me der Lege­leis­tung) dem Vete­ri­när­amt mitzuteilen.
 
 
Wei­ter weist das Vete­ri­när­amt dar­auf hin, dass sämt­li­ches gehal­te­nes Geflü­gel sowohl bei der Nie­der­säch­si­schen Tier­seu­chen­kas­se als auch beim Vete­ri­när­amt anzu­mel­den ist. Dies gilt auch für pri­vat gehal­te­ne Kleinst­be­stän­de. Bei Ver­stö­ßen gegen die Mel­de­pflicht kön­nen Buß­gel­der fest­ge­setzt wer­den. Zudem kön­nen im Aus­bruchs­fall Ent­schä­di­gungs­leis­tun­gen der Tier­seu­chen­kas­se gemin­dert oder auch ver­sagt werden.
 
 
Wei­te­re Informationen
Wei­ter­ge­hen­de Infor­ma­tio­nen und Hin­wei­se sind abruf­bar auf der Inter­net­sei­te des Land­krei­ses Leer unter www.landkreis-leer.de/tierseuchen sowie auf der Inter­net­sei­te des nie­der­säch­si­schen Lan­des­am­tes für Ver­brau­cher­schutz und Lebens­mit­tel­si­cher­heit unter www.tierseucheninfo.niedersachsen.de.

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Klei­ne Hän­de, gro­ße Wir­kung: Erst­kläss­ler der Eichen­wall­schu­le räu­men in Leer auf!

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Ein­satz für ein sau­be­res Leer: Rund 80 Erst­kläss­ler der Eichen­wall­schu­le tra­fen sich nach ihrer gro­ßen Müll­sam­mel­ak­ti­on zum gemein­sa­men Abschluss­fo­to auf dem Denk­mals­platz. Mit gro­ßem Eifer und tat­kräf­ti­ger Unter­stüt­zung durch Lehr­kräf­te, Eltern und Ehren­amt­li­che von Green­peace haben die Kin­der ein star­kes Zei­chen für den Umwelt­schutz in unse­rer Stadt gesetzt – eine wirk­lich respekt­vol­le Aktion!

Klei­ne Umwelt­schüt­zer ganz groß: Erst­kläss­ler der Eichen­wall­schu­le rei­ni­gen die Leera­ner Innenstadt

Leer. Ein beson­de­rer Vor­mit­tag für den Umwelt­schutz: Am Don­ners­tag, dem 4. Juni 2026, ver­wan­del­te sich die Leera­ner Innen­stadt in ein Klas­sen­zim­mer unter frei­em Him­mel. Rund 80 Erst­kläss­ler der Eichen­wall­schu­le Leer mach­ten sich gemein­sam mit etwa 20 Begleit­per­so­nen – dar­un­ter Lehr­kräf­te, enga­gier­te Eltern und Frei­wil­li­ge der ört­li­chen Green­peace-Grup­pe – auf den Weg, um die Stadt von acht­los weg­ge­wor­fe­nem Müll zu befreien.

Mit Greif­zan­gen gegen den Abfall

Start- und Ziel­punkt der Akti­on war der Denk­mals­platz. Von dort aus schwärm­ten die Kin­der in elf ver­schie­de­nen Grup­pen aus, um die Fuß­gän­ger­zo­ne sys­te­ma­tisch abzu­su­chen. Aus­ge­stat­tet mit Müll­sä­cken und Greif­zan­gen, die freund­li­cher­wei­se von den Stadt­wer­ken Leer bereit­ge­stellt wur­den, füll­ten die jun­gen Umwelt­schüt­zer mit beacht­li­chem Eifer zahl­rei­che Beutel.

Vom Klas­sen­zim­mer in die Praxis

Die Akti­on war der krö­nen­de Abschluss einer inten­si­ven Unter­richts­rei­he im Sach­un­ter­richt. In den ver­gan­ge­nen Wochen hat­ten sich die Erst­kläss­ler inten­siv mit den The­men Müll­ver­mei­dung, kor­rek­te Müll­tren­nung und den kom­ple­xen Wegen unse­res Abfalls beschäf­tigt. Dabei lern­ten sie, wie wich­tig es ist, bereits im All­tag Abfäl­le zu redu­zie­ren und sie fach­ge­recht zu entsorgen.

Ein beson­de­res High­light die­ser Unter­richts­ein­heit war der Besuch im Ent­sor­gungs­zen­trum Brei­ner­moor. Vor Ort konn­ten die Kin­der den „Lebens­weg“ ihres Mülls haut­nah ver­fol­gen und aus nächs­ter Nähe erle­ben, wie moder­ne Abfall­ent­sor­gung in der Pra­xis funktioniert.

Gemein­sam für eine sau­be­re­re Stadt

Die Begeis­te­rung der Kin­der am Akti­ons­tag zeig­te ein­drucks­voll, dass schon die Jüngs­ten bereit und in der Lage sind, Ver­ant­wor­tung für ihre direk­te Umge­bung zu über­neh­men. Die Akti­on war nicht nur ein wert­vol­ler Bei­trag zur Sau­ber­keit in Leer, son­dern ver­mit­tel­te den Kin­dern vor allem eine wich­ti­ge Bot­schaft: Gemein­sam Ver­ant­wor­tung für die Umwelt zu über­neh­men, ist sinn­voll, schafft ein Bewusst­sein für unse­re Stadt – und macht zudem viel Spaß.

Nach geta­ner Arbeit waren sich alle Betei­lig­ten einig, dass der Ein­satz der Eichen­wall­schü­ler ein tol­les Signal für eine sau­be­re Zukunft in Leer war.

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Platt­deutsch hat wie­der eine Stim­me: Harald Klaa­ßen ist neu­er Beauf­trag­ter für Westoverledingen

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Neue Impul­se für das Platt­deut­sche: Bür­ger­meis­ter Theo Dou­wes (links) über­reich­te gemein­sam mit Petra Rosen­boom, Fach­be­reichs­lei­te­rin für „Fami­lie und Bil­dung“, dem neu­en ehren­amt­li­chen Platt­deutsch­be­auf­trag­ten Harald Klaa­ßen aus Steen­fel­de offi­zi­ell sei­ne Ernen­nungs­ur­kun­de. Klaa­ßen fun­giert künf­tig als wich­ti­ges Bin­de­glied zwi­schen Ver­wal­tung, Bil­dungs­ein­rich­tun­gen und der platt­deutsch spre­chen­den Bevöl­ke­rung in Westoverledingen.

Harald Klaa­ßen ist neu­er Platt­deutsch­be­auf­trag­ter für Westoverledingen

Wes­t­ov­er­le­din­gen. Die Regio­nal­spra­che Platt­deutsch hat in der Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen wie­der eine star­ke Stim­me: Harald Klaa­ßen aus Steen­fel­de wur­de offi­zi­ell zum ehren­amt­li­chen Platt­deutsch­be­auf­trag­ten bestellt. Den ent­spre­chen­den Beschluss hat­te der Ver­wal­tungs­aus­schuss bereits am 13. Mai 2026 gefasst. Jüngst konn­te Bür­ger­meis­ter Theo Dou­wes gemein­sam mit Petra Rosen­boom, der Fach­be­reichs­lei­te­rin für „Fami­lie und Bil­dung“, dem neu­en Beauf­trag­ten fei­er­lich die Ernen­nungs­ur­kun­de überreichen.

Erfolg­rei­che Suche nach neu­er Besetzung

Die Posi­ti­on des ehren­amt­li­chen Platt­deutsch­be­auf­trag­ten war in Wes­t­ov­er­le­din­gen für län­ge­re Zeit vakant. Nach einem wie­der­hol­ten öffent­li­chen Auf­ruf der Gemein­de konn­ten nun end­lich die erhoff­ten Rück­mel­dun­gen ver­zeich­net wer­den, die zur Neu­be­set­zung die­ser wich­ti­gen Auf­ga­be führten.

Ein Auf­trag mit kul­tu­rel­lem Gewicht

Platt­deutsch­be­auf­trag­te leis­ten einen essen­zi­el­len Bei­trag zur Kul­tur­land­schaft in Ost­fries­land. Seit 2009 enga­gie­ren sie sich in enger Koope­ra­ti­on mit dem Platt­düütskbü­ro der Ost­frie­si­schen Land­schaft für den Erhalt und die För­de­rung der Regio­nal­spra­che. Mit der Beset­zung die­ses Amtes erfüllt die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen zudem einen bedeu­ten­den Teil der Euro­päi­schen Char­ta für Regio­nal- und Minderheitssprachen.

Die Platt­deutsch­be­auf­trag­ten fun­gie­ren dabei als zen­tra­les Bin­de­glied zwi­schen der kom­mu­na­len Ver­wal­tung, den Bil­dungs­ein­rich­tun­gen vor Ort und der platt­deutsch spre­chen­den Bevöl­ke­rung. Das Ziel ist es, die nie­der­deut­sche Spra­che aktiv im öffent­li­chen Bewusst­sein zu ver­an­kern und ihre Zukunft zu sichern.

Viel­fäl­ti­ge Auf­ga­ben für den Erhalt der Sprache

Harald Klaa­ßen erwar­tet ein breit gefä­cher­tes Auf­ga­ben­ge­biet, das die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät der Gemein­de stär­ken soll. Zu sei­nen Kern­auf­ga­ben gehö­ren unter anderem:

  • Bil­dungs­för­de­rung: Die Unter­stüt­zung bei der Wei­ter­ga­be des Platt­deut­schen in Kin­der­ta­ges­stät­ten und Schulen.

  • Ver­an­stal­tungs­ma­nage­ment: Die Orga­ni­sa­ti­on und Beglei­tung loka­ler kul­tu­rel­ler Höhe­punk­te, wie etwa des „Platt­düütsk­ma­ant“ (Platt­deut­scher Monat) im September.

  • Netz­werk­ar­beit: Die Bera­tung von Inter­es­sier­ten sowie die Ver­mitt­lung und Ver­net­zung zwi­schen akti­ven Platt­deutsch-Spre­chern und der Sprachgemeinschaft.

Mit der Ernen­nung von Harald Klaa­ßen unter­streicht die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen ihr Bestre­ben, die nie­der­deut­sche Spra­che als leben­di­gen Teil des kul­tu­rel­len Erbes aktiv in den All­tag ein­zu­bin­den und für kom­men­de Gene­ra­tio­nen erleb­bar zu halten.

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Ost­fries­land wird Was­ser­stoff­land: Emder Was­ser­stoff macht grü­nen Stahl möglich!

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Bild­un­ter­schrift: (v.l.n.r.) Ste­fan Doh­ler Vor­stands­vor­sit­zen­der EWE AG, Git­ta Con­ne­mann MdB, Gun­nar Groeb­ler Vor­stands­vor­sit­zen­der Salz­git­ter AG

Ost­fries­land wird Was­ser­stoff­land: EWE und Salz­git­ter AG star­ten weg­wei­sen­de Kooperation

BERLIN/EMDEN/OSTFRIESLAND. In der Haupt­stadt wur­de heu­te Ener­gie­ge­schich­te geschrie­ben: Mit der Unter­zeich­nung eines lang­fris­ti­gen Lie­fer­ver­trags zwi­schen dem Ener­gie­un­ter­neh­men EWE und der Salz­git­ter Flach­stahl GmbH – einer Toch­ter der Salz­git­ter AG – wur­de der Start­schuss für ein weg­wei­sen­des Pro­jekt gege­ben, das Ost­fries­land fest auf der Land­kar­te der grü­nen Ener­gie­tech­no­lo­gien verankert.

Vom Nor­den in den Süden: Grü­ner Was­ser­stoff für grü­nen Stahl

Das Herz­stück der Ver­ein­ba­rung ist eine kla­re Auf­ga­ben­ver­tei­lung mit gro­ßer Wir­kung: Die EWE errich­tet der­zeit in Emden eine leis­tungs­star­ke 320-Mega­watt-Erzeu­gungs­an­la­ge. Ab dem Jahr 2030 soll dort pro­du­zier­ter grü­ner Was­ser­stoff nach Salz­git­ter gelie­fert wer­den, um dort die Stahl­pro­duk­ti­on kli­ma­freund­lich zu trans­for­mie­ren. Über eine Lauf­zeit von sie­ben Jah­ren ist die Abnah­me von jähr­lich rund 10.000 Ton­nen Was­ser­stoff vereinbart.

Poli­ti­sche Unter­stüt­zung als Fundament

Mög­lich wur­de die­ser Ver­trags­ab­schluss durch ein mas­si­ves finan­zi­el­les Enga­ge­ment von Bund und Land Nie­der­sach­sen. Die Par­la­men­ta­ri­sche Staats­se­kre­tä­rin Git­ta Con­ne­mann (CDU) unter­strich bei der Ver­trags­un­ter­zeich­nung die Bedeu­tung für den Indus­trie­stand­ort Deutsch­land: „Die­ser Ver­trag ist eine gute Nach­richt für Deutsch­land und Ost­fries­land. In Emden wird Was­ser­stoff erzeugt, in Salz­git­ter wird damit grü­ner Stahl pro­du­ziert – das ist der Kreis­lauf der Zukunft.“

Der Bund unter­stützt die­ses Vor­ha­ben mit ins­ge­samt 925 Mil­lio­nen Euro für die Umstel­lung der Stahl­pro­duk­ti­on in Salz­git­ter sowie 267 Mil­lio­nen Euro für den Auf­bau der Was­ser­stoff­er­zeu­gung in Emden. „Das ist eine Inves­ti­ti­on in Arbeits­plät­ze, Wert­schöp­fung und Zukunft“, so Con­ne­mann. Sie beton­te zudem die stra­te­gi­sche Not­wen­dig­keit, die eige­ne Ener­gie­er­zeu­gung aus­zu­bau­en, um Ver­sor­gungs­si­cher­heit zu gewähr­leis­ten und Abhän­gig­kei­ten zu reduzieren.

Ost­fries­land als Vor­rei­ter der Energiewende

Auch auf Lan­des­ebe­ne wird das Pro­jekt als Erfolg gefei­ert. Der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le wer­tet die Zusam­men­ar­beit als star­kes Signal: „Ost­fries­land ist Vor­rei­ter bei der Her­stel­lung und Nut­zung grü­ner Ener­gie. Das Land Nie­der­sach­sen inves­tiert rund 153 Mil­lio­nen Euro in die EWE-Anla­ge in Emden und för­dert den Elek­tro­licht­bo­gen­ofen der Salz­git­ter Stahl AG mit 397 Mil­lio­nen Euro.“ Thie­le ver­wies dar­auf, dass die Wei­chen für die­ses Pro­jekt bereits in der vor­an­ge­gan­ge­nen Lan­des­re­gie­rung gestellt wur­den, um die Was­ser­stoff­tech­no­lo­gie zur Markt­rei­fe zu füh­ren. Der Nord­wes­ten ent­wick­le sich damit immer mehr zur füh­ren­den Was­ser­stoff­re­gi­on Europas.

Chan­cen für die Regi­on Emden

Wil­ke Held, CDU-Kreis­vor­sit­zen­der in Emden, blickt opti­mis­tisch auf die regio­na­len Aus­wir­kun­gen. Für ihn steht der Aus­bau der Erneu­er­ba­ren Ener­gien in direk­tem Zusam­men­hang mit der wirt­schaft­li­chen Zukunft der Stadt: „Neben den öko­lo­gi­schen Zie­len, von denen wir alle pro­fi­tie­ren, schaf­fen wir damit siche­re Arbeits­plät­ze und wirt­schaft­li­che Wertschöpfung.“

Ein Leucht­turm­pro­jekt für die Industrie

Die Salz­git­ter AG ver­folgt mit die­sem Schritt eine kon­se­quen­te Stra­te­gie: Weg von Koh­le, Gas und Koks, hin zu einer kli­ma­neu­tra­len Stahl­er­zeu­gung. Das Pro­jekt in Emden gilt als „Leucht­turm“, der zei­gen soll, wie grü­ner Was­ser­stoff zu einem inter­na­tio­nal wett­be­werbs­fä­hi­gen Ener­gie­trä­ger wer­den kann. Die Part­ner­schaft zwi­schen Erzeu­ger und Anwen­der gilt dabei als Blau­pau­se für den not­wen­di­gen Was­ser­stoff­hoch­lauf in Deutschland.

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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

Veranstaltung

Wee­ner: Der Hafen­Markt lockt mit Hand­werk, Kul­tur und mari­ti­mer Atmosphäre

Hafen­markt in Wee­ner: Wenn der Ems-Hafen zum Markt­platz der Mög­lich­kei­ten wird Wee­ner. Es sind oft die klei­nen, beharr­lich gepfleg­ten Tra­di­tio­nen, die...

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Event­tipps Ost­fries­land: Lek­ker­markt & Basketball‑Cup bele­ben Leer

Ost­fries­land star­tet in den Juni: Lek­ker­markt, Basketball‑Cup und Klein­kunst bele­ben die Leera­ner Innenstadt Wenn der Juni beginnt, ver­wan­delt sich die...

Veranstaltung

35. Emder Mat­jes­ta­ge — Pro­gramm-High­lights an allen Festtagen

35. Emder Mat­jes­ta­ge 2026: Ein Fest für die gan­ze Familie  Vom 29. bis zum 31. Mai 2026 ver­wan­delt sich Emden...

Lokal

Digi­ta­le Zukunft in Leer: KI, Robo­tik und Inno­va­ti­on bei der Digi­tal-Tour 2026 erleben

Digi­ta­le Zukunft direkt vor der Haus­tür: Digi­tal-Tour 2026 macht Sta­ti­on in Leer LEER – Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein blo­ßes Schlag­wort...

Veranstaltung

Bun­tes Trei­ben am See: Das Julia­nen­park­fest 2026 lädt zum gro­ßen Fami­li­en­tag nach Leer

Das Julia­nen­park­fest 2026 in Leer: Ein Fest für die gan­ze Fami­lie im Her­zen der Stadt LEER. Es ist wie­der so weit:...

Veranstaltung

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: PS-Gewalt, Qualm und Action für die gan­ze Familie

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: Kraft­vol­les Motor­sport-Spek­ta­kel für die gan­ze Familie Am Sonn­tag, den 16. August 2026, ver­wan­delt sich Wit­ten­sand wie­der...

Veranstaltung

Som­mer­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga für die Sup­pen­kü­che Leer

Impres­si­on aus dem Vor­jahr: Die Gitarren­ju­gend Loga beim Bene­fiz­kon­zert 2025. (Foto: Wolf­gang Vogelsang) Gitarren­ju­gend Loga lädt zum gro­ßen Som­mer­kon­zert in...

Veranstaltung

Hei­mat­mu­se­um Leer: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2026: Muse­en mit Freu­de entdecken

Kos­ten­los am 17. Mai: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, 17. Mai 2026, lädt das Hei­mat­mu­se­um Leer zum Inter­na­tio­na­len...

Veranstaltung

Kom over de Brug: Kunst, Musik & Som­mer­fee­ling in Blauwestad

Kom over de Brug: Ein Som­mer­tag vol­ler Kunst und Har­mo­nie in Blauwestad Wenn das Son­nen­licht auf der Was­ser­ober­flä­che glit­zert und...

Veranstaltung

Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen in Tim­mel lädt ein

13. Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen zu Tim­mel: Zeit­rei­se am Pfingstwochenende Tim­mel ver­wan­delt sich in eine leben­di­ge Kulis­se ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te. Vom 23. bis...

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