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Außerschulischer Lernort im Entsorgungszentrum Breinermoor startet mit interaktiven Bildungsangeboten
Von links nach rechts: Landrat Matthias Groote, Andre Jansen (stellvertretender Betriebsleiter), Klaus Anneken (Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes) und Antje Jansen (zuständig für den außerschulischen Lernort) vor dem handbetriebenen Abfall-Sortierband. An dieser interaktiven Station lernen Kinder und Jugendliche, dass nur sortenrein sortierter Abfall recycelt werden kann – ein wichtiger Schritt hin zu mehr Umweltbewusstsein.
Breinermoor: Außerschulischer Lernort bietet Umweltbildung zum Mitmachen
Westoverledingen/Breinermoor – Seit dem Frühjahr 2025 ergänzt ein neuer außerschulischer Lernort das Entsorgungszentrum Breinermoor. Ziel der Einrichtung ist es, Kindern, Jugendlichen und interessierten Erwachsenen einen praxisnahen Einblick in die Themen Abfallvermeidung, Mülltrennung und Kreislaufwirtschaft zu ermöglichen.
Der Lernort ist Teil eines umfassenden Konzepts zur Umweltbildung im Landkreis Leer. Gefördert wurde das Projekt durch die Europäische Union im Rahmen des LEADER-Programms. Träger ist der Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Leer.

Landrat Matthias Groote betont die gesellschaftliche Bedeutung solcher Bildungsangebote: „Als Landkreis möchten wir Impulse setzen – gerade bei Kindern und Jugendlichen. Nachhaltigkeit muss erfahrbar werden. Plattformen wie Temu zeigen, wie kurzlebig Konsum geworden ist. Umso wichtiger ist es, mit Projekten wie diesem gegenzusteuern und Wertschätzung für Ressourcen zu vermitteln.“
Lernen durch Erleben – direkt vor Ort
Das pädagogische Angebot richtet sich an Kindergärten, Schulklassen, Jugendgruppen, aber auch Erwachsenen-Gruppen wie Vereine oder Umweltinitiativen. Im Rahmen einer Führung lernen die Teilnehmenden unter anderem, wie Abfälle entstehen, wie sie vermieden oder korrekt getrennt werden können, und wie aus organischen Resten hochwertiger Kompost wird.
„Wir möchten über unsere tägliche Arbeit informieren, Verständnis schaffen und zugleich Handlungskompetenz fördern“, erklärt Klaus Anneken, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebs. Dabei sei die Zusammenarbeit mit Bildungseinrichtungen ein zentraler Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit.
Interaktive Lernstationen
Herzstück des Lernorts ist eine Reihe an interaktiven Lernstationen, die auf dem Gelände des Entsorgungszentrums verteilt sind. Dazu zählen:
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ein Sortierband, an dem verschiedene Abfallarten manuell getrennt werden,
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eine Einkaufstheke mit Alltagsprodukten, die zur Reflexion des eigenen Konsumverhaltens anregt,
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ein Abfallsuchfeld, in dem Unrat im Gelände gefunden werden soll,
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ein Müllfriedhof, der verdeutlicht, wie lange bestimmte Abfallarten in der Natur verbleiben,
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sowie ein gläserner Komposter, der den Verrottungsprozess sichtbar macht.




Begleitet werden die Gruppen durch Fachpersonal. Für die pädagogische Gestaltung ist Antje Jansen verantwortlich. Sie betreut den Lernort und passt die Inhalte je nach Altersgruppe und Interesse individuell an.
Kombination aus Theorie und Praxis
Ergänzt wird das Programm durch eine Führung über das Betriebsgelände. Dabei erhalten die Besucherinnen und Besucher Einblicke in die Abfallannahme, das Kompostwerk, die Sortieranlagen, die Deponie und den Wertstoffhof. Auch die Schadstoffsammelstelle wird vorgestellt.
Ein besonderes Highlight ist der Aufstieg auf den 35 Meter hohen Deponiekörper, von dem sich bei klarer Sicht ein weiter Blick über das Umland bis zur Meyer Werft eröffnet.
Im neu eingerichteten Besucherzentrum, untergebracht im umgebauten ehemaligen Blockheizkraftwerk, werden zudem Kurzfilme über die Abfallwirtschaft im Landkreis Leer gezeigt. Der barrierefreie Raum bietet Sitzgelegenheiten und wird auch für Vorträge und Austausch genutzt.

Antje Jansen ist die zentrale Ansprechpartnerin für den außerschulischen Lernort im Entsorgungszentrum Breinermoor. Sie plant und begleitet die pädagogischen Programme, organisiert Führungen für Schulklassen, Kindergärten und andere Gruppen und vermittelt Fachwissen rund um Abfallvermeidung, Wertstofftrennung und nachhaltiges Handeln.
Auf dem Foto steht sie an der sogenannten „Einkaufstheke“ – einer interaktiven Lernstation, die mit typischen Alltagsprodukten bestückt ist. Welche Verpackung ist nachhaltiger? Was lässt sich wiederverwenden? Wo kann bereits beim Einkauf Abfall vermieden werden?
Positives Feedback aus Schulen und Kitas
Die Angebote werden laut Betreiber gut angenommen. Besonders Schulen und Kindergärten aus dem Landkreis nutzen die Möglichkeit, einen außerschulischen Lernort im eigenen Umfeld zu besuchen. Die Teilnahme an Führungen ist kostenfrei. Termine werden individuell vergeben.
„Die Verbindung von theoretischem Wissen und praktischer Anschauung kommt bei jungen Menschen gut an“, so Anneken. Langfristig soll so das Bewusstsein für Müllvermeidung, Ressourcenschonung und Umweltschutz gestärkt werden.
Hintergrund:
Das Entsorgungszentrum Breinermoor wurde 1974 als Zentraldeponie gegründet und hat sich seitdem kontinuierlich weiterentwickelt. Heute steht der Standort für moderne Kreislaufwirtschaft: Neben der Deponie befindet sich dort eine Kompostieranlage, in der jährlich rund 7.000 m³ hochwertiger Kompost aus Grünabfällen produziert werden. Außerdem wird Deponiegas zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.
Weitere Informationen:
📍 Entsorgungszentrum Breinermoor
Deponiestraße 1, 26810 Westoverledingen
📞 Terminvereinbarungen über den Abfallwirtschaftsbetrieb Landkreis Leer

Lokal
20 Jahre Nessebrücke in Leer – ein Wahrzeichen feiert Jubiläum!
20 Jahre Nessebrücke in Leer: Ein architektonisches Highlight über dem Handelshafen
Seit 2006 verbindet die Nessebrücke in Leer die historische Altstadt und Fußgängerzone mit dem neu erschlossenen Gelände auf der Halbinsel Nesse. Die geschwungene Fuß- und Radwegbrücke über den Handelshafen ist längst zu einem markanten Wahrzeichen der Stadt geworden und verbindet dabei Funktionalität mit außergewöhnlicher Ingenieurkunst.
Eine Brücke mit besonderer Architektur
Wer die Nessebrücke überquert, bemerkt schnell ihre besondere Form. Die Brücke ist nicht einfach geradlinig über den Handelshafen geführt, sondern besitzt einen gezielten Knick im Grundriss. Dieser architektonische Kniff erfüllt nicht nur gestalterische Zwecke: Während der Überquerung eröffnet sich dadurch ein freier und besonders schöner Blick auf das gegenüberliegende Ufer.
Eine weitere Besonderheit sind die innovativen Spreizstäbe. Sie sorgen dafür, dass der eigentliche Fußgängerraum frei von störenden Seilen bleibt. Dadurch wirkt die Konstruktion trotz ihrer technischen Komplexität ausgesprochen leicht und offen.
123 Meter lang und teilweise klappbar
Die Nessebrücke ist insgesamt 123 Meter lang und verfügt über eine Spannweite von 82 Metern. Ihre Breite variiert zwischen drei und fünf Metern, sodass Fußgänger und Radfahrer ausreichend Platz haben.
Eine besondere technische Herausforderung stellt die Schifffahrt dar. Die Brücke besitzt eine Durchfahrtsbreite von 14 Metern und kann für größere Schiffe hydraulisch aufgeklappt werden.
Im Mittelteil befindet sich dafür eine rund 42 Quadratmeter große Stahl-Klappbrücke. Damit verbindet die Nessebrücke die Anforderungen des Fuß- und Radverkehrs mit der Bedeutung des Leeraner Handelshafens für die Schifffahrt.


Schlanke Stahlverbundkonstruktion
Auch die Bauweise macht die Nessebrücke zu einem interessanten Beispiel moderner Ingenieurkunst. Die Konstruktion wurde als schlanke Stahlverbundkonstruktion ausgeführt. Insgesamt verfügt die Brücke über eine Fläche von rund 520 Quadratmetern.
Der Entwurf stammt vom renommierten Ingenieurbüro schlaich bergermann partner, das für außergewöhnliche Brücken- und Tragwerkskonstruktionen bekannt ist.
Ein Wahrzeichen von Leer
Seit ihrer Fertigstellung im Jahr 2006 ist die Nessebrücke zu einem festen Bestandteil des Stadtbildes geworden. Sie schafft eine direkte Verbindung zwischen der historischen Innenstadt und dem Bereich auf der Halbinsel Nesse und ist damit sowohl für den täglichen Fuß- und Radverkehr als auch für Spaziergänger von Bedeutung.
Besonders reizvoll ist die Perspektive vom und auf den Leeraner Handelshafen. Die Kombination aus Wasser, historischer Innenstadt, moderner Brückenkonstruktion und vorbeifahrenden Schiffen macht die Nessebrücke zu einem besonderen Fotomotiv.
Die wichtigsten Daten zur Nessebrücke
📅 Baujahr: 2006
📏 Gesamtlänge: 123 Meter
↔️ Spannweite: 82 Meter
📐 Breite: 3 bis 5 Meter
🚢 Durchfahrtsbreite: 14 Meter
🏙️ Brückenfläche: rund 520 Quadratmeter
🏗️ Bauweise: schlanke Stahlverbundkonstruktion
🔧 Klappbrücke: rund 42 Quadratmeter, hydraulisch klappbar
✍️ Entwurf: schlaich bergermann partner
Ob beim Spaziergang durch die Leeraner Innenstadt, auf dem Fahrrad oder beim Blick auf den Handelshafen: Die Nessebrücke ist auch zwei Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung ein prägendes Stück Leeraner Stadtbild und ein gelungenes Beispiel dafür, wie moderne Ingenieurkunst und historische Stadtlandschaft miteinander verbunden werden können.
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Bestattertag auf der Evenburg: Bestattungskultur im Wandel
Rund 50 Bestatterinnen und Bestatter aus der Region Weser-Ems kamen zum 4. Bestattertag des Gedächtniswaldes Herrlichkeit Gödens auf der Evenburg in Leer-Loga zusammen. Foto: Karsten Gleich
4. Bestattertag auf der Evenburg: Bestattungskultur im Wandel und historische Verbindungen
Leer-Loga – Die Bestattungskultur befindet sich im Wandel. Neue Formen der Bestattung, veränderte Bedürfnisse von Angehörigen und zusätzliche Angebote beschäftigen auch die Bestattungsbranche. Beim 4. Bestattertag des Gedächtniswaldes Herrlichkeit Gödens standen deshalb aktuelle Entwicklungen ebenso im Mittelpunkt wie der persönliche Austausch.
Rund 50 Bestatterinnen und Bestatter aus der gesamten Region Weser-Ems waren der Einladung des Gedächtniswaldes gefolgt und kamen auf der Evenburg in Leer-Loga zusammen. Die Veranstaltung verband fachliche Informationen mit Gesprächen und einem besonderen Einblick in die Geschichte des Veranstaltungsortes.
Evenburg und Herrlichkeit Gödens historisch verbunden
Die Wahl der Evenburg als Veranstaltungsort war nicht zufällig. Zwischen dem Schloss und der Herrlichkeit Gödens besteht eine direkte historische Verbindung über die Familie von Wedel.
Bereits 1665 heiratete Gustav Wilhelm von Wedel Maria, die jüngere Tochter des Erbauers der Evenburg, Erhard von Ehrentreuter. Damit begann die mehr als 260 Jahre währende Verbindung der Familie von Wedel mit der Evenburg.
Auch die Herrlichkeit Gödens gelangte später in den Besitz der Familie. 1746 kam die Herrlichkeit durch die Heirat von Graf Erhard Friedrich von Wedel mit einer Urenkelin der Familie von Frydag an die Familie von Wedel.
Erst 1930 endete die Epoche der Familie von Wedel auf der Evenburg. Die Familie verlegte ihren Wohnsitz endgültig nach Schloss Gödens.

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Besuch der historischen Familiengruft
Nach dem Eintreffen der Teilnehmer auf der Terrasse des Schlosscafés führte das Programm zunächst zur Kirche in Loga. Dort erhielten die Bestatter die Gelegenheit, die historische Familiengruft der Familien von Ehrentreuter und von Wedel zu besichtigen.
In der Gruft befindet sich unter anderem die letzte Ruhestätte von Oberst Erhard von Ehrentreuter, dem Erbauer der Evenburg, sowie seiner jüngsten Tochter Maria von Wedel.
Besonders eindrucksvoll sind zwei restaurierte Prunksärge aus dem 17. Jahrhundert. Die historische Gruft ist seit 2015 im Rahmen von Führungen zugänglich.
Anschließend ging es zurück zur Evenburg. Bei einer Schlossführung erhielten die Teilnehmer weitere Einblicke in die Geschichte und Entwicklung des traditionsreichen Gebäudes.
Nach dem Rundgang stand im Festsaal ein gemeinsames Mittagsbuffet auf dem Programm. Der anschließende Austausch bot den Bestattern Gelegenheit, Erfahrungen zu teilen, Kontakte zu pflegen und über aktuelle Entwicklungen in der Bestattungskultur zu sprechen.
Gedächtniswald arbeitet mit 62 Bestattungsunternehmen zusammen
Der Bestattertag ist für den Gedächtniswald Herrlichkeit Gödens zugleich ein wichtiger Bestandteil seiner Netzwerkarbeit. Aktuell arbeitet der Gedächtniswald mit 62 Bestattungsunternehmen zusammen.
Der regelmäßige persönliche Austausch soll dazu beitragen, dass Bestatter ihre Kunden und Angehörigen zuverlässig über die verschiedenen Möglichkeiten und Entwicklungen rund um die Waldbestattung informieren können.
Auch die Kommunikation mit Interessierten und Angehörigen hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt. Der Gedächtniswald informiert unter anderem über Facebook und Instagram regelmäßig über die Waldbestattung, die verschiedenen Standorte und aktuelle Entwicklungen.
Mensch-Tier-Bereich in Friedeburg wächst
Zu den jüngeren Entwicklungen gehört der Mensch-Tier-Bereich am Standort Friedeburg. Dieser ist seit rund einem Jahr in Betrieb. Inzwischen haben dort bereits erste Tierbestattungen stattgefunden.
Das Interesse an diesem besonderen Angebot wächst. Deshalb soll die vorhandene Fläche künftig weiter ausgebaut werden.

Auch Standort Leer wird weiterentwickelt
Auch am Standort Leer schreitet die Entwicklung des Gedächtniswaldes voran. Die bestehende Fläche wird kontinuierlich erweitert.
Perspektivisch soll außerdem der Betrieb auf einer bereits genehmigten Erweiterungsfläche gegenüber der B 436 aufgenommen werden. Damit entstehen zusätzliche Möglichkeiten für Menschen, die sich für eine Waldbestattung interessieren.
Historie trifft auf moderne Bestattungskultur
Der 4. Bestattertag auf der Evenburg verband damit zwei unterschiedliche Aspekte: Einerseits ging es um die aktuellen Entwicklungen und neuen Angebote in der Bestattungskultur, andererseits bot der historische Veranstaltungsort die Gelegenheit, sich mit den Themen Tod, Erinnerung und Bestattung auch aus einem geschichtlichen Blickwinkel auseinanderzusetzen.
Für den Gedächtniswald Herrlichkeit Gödens ist der Bestattertag zugleich ein wichtiger Termin, um das bestehende Netzwerk zu pflegen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam über die zukünftige Entwicklung der Bestattungskultur in der Region zu sprechen.
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Verein Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region – Nico Bloem zeigt sich beeindruckt
Zum Bild: Beim Verein Straßenanker in Steenfelde (von links): Ilona van Santen, Michael Lakeberg, Nico Bloem und Gerhard Wiechers. Foto: privat
Straßenanker hilft Bedürftigen in der Region: Nico Bloem beeindruckt von ehrenamtlichem Engagement
Westoverledingen/Leer/Weener – Beim Verein Straßenanker stehen Menschen im Mittelpunkt, die häufig am Rand der Gesellschaft stehen. Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen erhalten Unterstützung, Essen und vor allem eine Anlaufstelle. Bei seiner Sommerreise informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem aus Weener über die Arbeit des Vereins und zeigte sich beeindruckt.
„Hier wird von Ehrenamtlichen Außergewöhnliches für die Schwächsten in unserer Gesellschaft geleistet. Dafür kann ich mich nur bedanken“, sagte Nico Bloem bei seinem Besuch beim Verein Straßenanker. An dem Termin nahm auch der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Gerhard Wiechers teil.
Der Verein wird von zwölf Ehrenamtlichen getragen und steht unter der Leitung von Ilona van Santen und Michael Lakeberg. Straßenanker kümmert sich um Menschen, die Unterstützung benötigen – insbesondere um Obdachlose, Bedürftige und altersarme Menschen aus der gesamten Region.
Der Verein ist mit zwei Standorten in Steenfelde und Leer aktiv und finanziert seine Arbeit ausschließlich über Spenden.

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Hilfe unabhängig von Berechtigungsscheinen
Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit sind die Essensausgaben in Leer und Weener. Darüber hinaus arbeitet Straßenanker mit der Leeraner Suppenküche und der Begegnungsstätte „Kopf an“ zusammen.
Dabei setzt der Verein bewusst auf einen niedrigschwelligen Zugang. „Bei uns wird jeder bedient, egal ob er einen Berechtigungsschein hat oder nicht“, erklärt Ilona van Santen.
Wie groß der Bedarf ist, zeigen die Besucherzahlen. In Leer erreicht der Verein regelmäßig zwischen 60 und 80 Bedürftige, in Weener sind es etwa 30 bis 40 Menschen.
Für viele Besucher ist die Unterstützung längst zu einem festen Bestandteil ihres Alltags geworden. „Wir haben einen festen Kreis von Menschen, die regelmäßig zu uns kommen – für sie sind wir tatsächlich ein Anker“, sagt van Santen.
Wunsch nach weniger Bürokratie und mehr Zusammenarbeit
Im Gespräch mit Nico Bloem machten Ilona van Santen und Michael Lakeberg auch deutlich, wo sie Verbesserungsbedarf sehen. Sie wünschen sich insbesondere weniger Bürokratie und eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Initiativen, die sich in der Region um Menschen in schwierigen Lebenssituationen kümmern.
Denn die Herausforderungen sind vielfältig. Nicht alle Menschen, die Unterstützung benötigen, erreichen die bestehenden Hilfsangebote. Bei manchen reichen die staatlichen Leistungen nicht aus, bei anderen kommen die vorhandenen sozialen Hilfen aus unterschiedlichen Gründen nicht an.
Nico Bloem: „Es muss sich politisch was tun“
Auch Nico Bloem sieht hier Handlungsbedarf. „Es gibt auch bei uns in der Region viele Menschen, denen es nicht gut geht. Bei denen die sozialen Hilfen, die unser Sozialstaat bietet, nicht ankommen oder einfach nicht reichen – aus welchen Gründen auch immer. Das ist eine Situation, die keiner akzeptieren darf“, betonte der SPD-Landtagsabgeordnete.
Aus seiner Sicht müsse deshalb auch auf politischer Ebene nach Lösungen gesucht werden. Gleichzeitig hob Bloem die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor.
„Es muss sich politisch was tun, keine Frage. Ich bin sehr froh, dass es in unserer Region Initiativen wie den Verein Straßenanker gibt, der mit viel Leidenschaft und Herzblut hilft. Respekt und herzlichen Dank für diesen beeindruckenden Einsatz“, sagte Bloem.
Straßenanker als wichtiger Anlaufpunkt
Der Besuch machte deutlich, welche Bedeutung ehrenamtliche Hilfsangebote für Menschen in schwierigen Lebenssituationen haben. Mit seinen Standorten und den zahlreichen Kooperationen leistet der Verein Straßenanker einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung von Bedürftigen in Leer, Weener, Westoverledingen und der gesamten Region.
Finanziert wird die Arbeit ausschließlich durch Spenden. Das Engagement der zwölf Ehrenamtlichen ermöglicht es dem Verein, Menschen unabhängig von bürokratischen Hürden Unterstützung und eine Anlaufstelle zu bieten.
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