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Grüne Zukunft für Leer: Klimaresiliente Stadtbäume gepflanzt
Stadtbäume der Zukunft: Klimaresiliente Bäume in Leer gepflanzt
Leer – Ein Zeichen für nachhaltigen Klimaschutz
Im Rahmen der “Green Action Week” der Tourismus-Agentur Nordsee GmbH (TANO) wurden am Mittwoch vier klimaresiliente “Stadtbäume der Zukunft” in Leer gepflanzt. Die Neupflanzungen umfassen zwei Eisenholzbäume sowie zwei Kornelkirschen und bereichern nun die Uferpromenade auf Höhe des Hotels Hafenspeicher.
Gemeinschaftsaktion für eine grünere Stadt
Die Pflanzaktion wurde von den Stadtwerken vorbereitet und fand unter tatkräftiger Mithilfe von Jonas Hinrichs (TANO), Jessica Zimmermann und Michael Dekker (Sparkasse LeerWittmund) sowie Bürgermeister Claus-Peter Horst, Stadtbaurat Jens Lüning und Klimaschutzmanagerin Cindy Grätz statt. Die TANO und die Sparkasse LeerWittmund förderten die Aktion maßgeblich und setzen damit ein klares Zeichen für den Umwelt- und Klimaschutz.
Green Action Week: Nachhaltiger Tourismus an der Nordsee
Die “Green Action Week” ist eine Initiative der TANO, die den nachhaltigen Tourismus in den Partnerkommunen an der Nordsee stärken soll. Im Mittelpunkt stehen Umwelt- und Klimaschutzprojekte, die dazu beitragen, städtische Lebensräume grüner und widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen zu gestalten.
Weitere Baumpflanzungen in Leer geplant
Zusätzlich zu den vier Bäumen an der Uferpromenade hat die Stadt Leer insgesamt zehn klimaresiliente Bäume erhalten. Die verbleibenden sechs Bäume – darunter eine Sumpfeiche, ein Fächerblattbaum, ein Rot-Ahorn, eine Kupfer-Felsenbirne, eine Baum-Magnolie und eine weitere Kornelkirsche – werden in den Stadtteilen Bingum, Bingumgaste, Siebenbergen, Loga, Logabirum sowie im Inselgarten der Innenstadt gepflanzt.
Diese Baumarten wurden gezielt ausgewählt, da sie aufgrund ihrer Robustheit besser mit klimatischen Herausforderungen wie Trockenheit und Hitze umgehen können und damit langfristig zur Klimaanpassung der Stadt Leer beitragen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Pflanzaktion in Leer verdeutlicht, wie wichtig nachhaltige Stadtplanung und der Schutz natürlicher Ressourcen sind. Durch das Engagement der beteiligten Akteure wird nicht nur die Umwelt geschützt, sondern auch das Stadtbild nachhaltig verbessert – ein Gewinn für Bürger und Besucher gleichermaßen.
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Internationale Dollard Route wird 30: 354 Kilometer Radfahren zwischen Ostfriesland und den Niederlanden
Internationale Dollard Route feiert 30-jähriges Bestehen: Heute 354 Kilometer Radvergnügen zwischen Deutschland und den Niederlanden
Ostfriesland/Niederlande – Seit 30 Jahren verbindet die Internationale Dollard Route (IDR) Deutschland und die Niederlande mit einem grenzüberschreitenden Radwanderweg. Was 1996 als touristisches Gemeinschaftsprojekt in einer wirtschaftlich schwierigen Zeit begann, ist heute eine 354 Kilometer lange Rundroute durch abwechslungsreiche Landschaften, historische Orte und die Küstenregion rund um Dollart und Emsmündung. Jährlich nutzen rund 10.000 bis 12.000 Radfahrerinnen und Radfahrer das Angebot für Mehrtagestouren, Sternfahrten oder Tagesausflüge.
Die Route ist inzwischen fast doppelt so lang wie bei ihrer Eröffnung. Zu ihren Besonderheiten gehören die Fährverbindung über den Dollart, die Anbindung an die Nordseeinsel Borkum und die Möglichkeit, Radreisen mit oder ohne Gepäcktransfer zu buchen.
Von der wirtschaftlichen Krise zum grenzüberschreitenden Tourismusprojekt
Die Geschichte der Internationalen Dollard Route begann in einer Zeit, in der die Region mit hoher Arbeitslosigkeit und knappen kommunalen Haushalten zu kämpfen hatte. Eine teure Infrastruktur war für viele Städte und Gemeinden kaum finanzierbar. Deshalb konzentrierten sich die Verantwortlichen auf den Tourismus als Möglichkeit, die Region gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die Europäische Union unterstützte das Vorhaben über das Interreg-Programm „Tourismus ohne Grenzen“.
Dieter Schröer, ehemaliger Wirtschaftsförderer des Landkreises Leer, Ideengeber und erster Geschäftsführer der IDR, erinnert sich an die damaligen Herausforderungen: „Alle Kommunen waren knapp bei Kasse und konnten sich keine teure Infrastruktur leisten. Wir haben uns daher auf das Projekt Tourismus konzentriert, das wir aus eigener Kraft umsetzen konnten.“
Am 29. Mai 1996 gründeten die beteiligten Partner den Verein. Die offizielle Eröffnung der Internationalen Dollard Route folgte am 2. August 1996.
Zu den Gründungsmitgliedern gehörten auf deutscher Seite die Städte und Gemeinden Leer, Papenburg, Weener, Bunde, Jemgum und Emden sowie der Landkreis Leer. Auf niederländischer Seite beteiligten sich die Gemeinden Reiderland, Winschoten, Scheemda, Appingedam und Delfzijl.
Warum die Dollard Route mit „d“ geschrieben wird
Eine Frage begleitet die Internationale Dollard Route seit ihrer Gründung: Warum wird Dollard mit „d“ statt mit „t“ geschrieben?
Im Deutschen ist die Schreibweise „Dollart“ gebräuchlich. Im Niederländischen und auf Seekarten wird dagegen „Dollard“ verwendet. Die Gründer des deutsch-niederländischen Vereins entschieden sich bewusst für die niederländische Schreibweise. Der Name steht damit auch für den grenzüberschreitenden Charakter des Projekts.
Die Fähre verbindet Ditzum, Emden und Delfzijl
Ein wichtiger Bestandteil der Internationalen Dollard Route ist seit Beginn die Fährverbindung über den Dollart. Sie verbindet die Häfen von Ditzum, Emden und Delfzijl und ermöglicht Radfahrenden, die deutsch-niederländische Grenzregion auch vom Wasser aus zu erleben.
Den Anfang machte der niederländische Kapitän Pieter Bakker mit dem Schiff „Twee Gebroeder“. Im Jahr 2008 übernahm die „Kommandant“ der Germania Schiffahrt den Fährdienst. 2009 gab es ein Jahr lang keine Fährverbindung.
Seit 2010 ist das Fahrgastschiff „Dollard“ im Einsatz. Bis 2017 wurde es von der Reederei Briese betrieben. In den Jahren 2018 und 2019 übernahm die Reederei Freimuth aus Esens den Betrieb. Seit 2020 ist die Baltrum-Linie für das Schiff verantwortlich.
Die Bilanz der Fährverbindungen seit 1996 kann sich sehen lassen: Insgesamt beförderten die drei eingesetzten Schiffe rund 128.000 Personen und 75.000 Fahrräder.
Radreisen mit und ohne Gepäcktransfer
Seit 1997 können Radreisende über die Internationale Dollard Route organisierte Radreisen mit oder ohne Gepäcktransfer buchen. Rund 3.400 Gruppen mit insgesamt 14.900 Personen haben dieses Angebot bislang genutzt.
Die meisten Gäste erkunden die Strecke allerdings individuell. Dafür stellt der Verein Informationsmaterial zur Verfügung, mit dem sich die Touren eigenständig planen lassen.
Zusätzlich organisiert die Internationale Dollard Route Bustagesfahrten zu touristischen Zielen in der Region. Das aktuelle Programm umfasst unter anderem das Dollartmuseum in Bunde, den Privatgarten „Tuinfleur“ in Oostwold, Appingedam und eine Schifffahrt auf dem Oldambtmeer.
Der Besuch im Privatgarten „Tuinfleur“ ist 2026 letztmalig Bestandteil des Programms.
Zwischen Wattenmeer, Warftendörfern und historischen Städten
Die Internationale Dollard Route zeichnet sich durch ihren besonderen Verlauf entlang der Küste und durch das Binnenland aus. Immer wieder führen Streckenabschnitte an den Dollart und die Emsmündung. Dort begegnen Radfahrende der Geschichte des Deichbaus und der Landgewinnung, der Seefahrt und Fischerei sowie dem Nationalpark Wattenmeer, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Im Landesinneren wechseln sich Warftendörfer, Kornfelder und gepflegte Kulturlandschaften ab. Die Strecke bietet damit sowohl Naturerlebnisse als auch Einblicke in die Geschichte und Kultur der deutsch-niederländischen Grenzregion.
Zu den Sehenswürdigkeiten entlang der Route zählen unter anderem:
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Leer: die historische Altstadt mit ihren charakteristischen Gassen und Gebäuden.
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Appingedam: die bekannten Hängenden Küchen, die zu den markanten Wahrzeichen der niederländischen Stadt gehören.
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Winschoten: die Pieter-Smit-Brücke, eine der längsten Fahrradbrücken Europas.
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Papenburg: die Meyer Werft, die international für den Bau großer Kreuzfahrtschiffe bekannt ist.
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Die Niederlande: zahlreiche kleine Schlösser und historische Anwesen entlang der Strecke.
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Borkum: die größte der Ostfriesischen Inseln, die ebenfalls an die Route angebunden ist.
Die Kombination aus Küstenlandschaft, historischen Orten, maritimer Kultur und grenzüberschreitenden Erlebnissen macht den besonderen Charakter der Rundroute aus.
Von 180 auf 354 Kilometer: Die Route wächst weiter
Bei ihrer Eröffnung im Jahr 1996 war die Internationale Dollard Route rund 180 Kilometer lang. Heute umfasst sie 354 Kilometer und ist damit fast doppelt so lang wie zu Beginn.
Im Jahr 2002 kam Slochteren hinzu. Mit dem Ort wurde auch das Schloss Freaylemaborg in die Route eingebunden. 2012 erweiterten Eemsmond, Loppersum und die Nordseeinsel Borkum das Angebot. Seitdem bietet der Verein auch Radreisen mit Gepäcktransfer bis auf die Insel an.
Weitere Erweiterungen folgten 2024 und 2025 mit Midden-Groningen und Het Hogeland.
Die Entwicklung zeigt, wie sich das grenzüberschreitende Tourismusprojekt über drei Jahrzehnte hinweg weiterentwickelt hat. Heute nutzen jährlich rund 10.000 bis 12.000 Radfahrende die Route – von längeren Mehrtagestouren bis hin zu Tagesausflügen und Sternfahrten.
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Kontinuität und Qualität als Erfolgsfaktoren
Für Ulrich Schmunkamp, Geschäftsführer der Internationalen Dollard Route, ist die langfristige Arbeit ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Projekts. „Das Erfolgsrezept ist Kontinuität über die Jahre und Präsenz am Markt“, sagt Schmunkamp.
Auch Hemmo Philbert bei, ehemaliger Tourismusreferent der Gemeinde Scheemda und einer der Initiatoren der Dollard Route in den Niederlanden, hebt die Qualität des Angebots hervor: „Die Qualität zählt und die ist von Beginn an gut.“
Der Verein möchte die Internationale Dollard Route auch künftig attraktiv halten und weiterentwickeln. Potenzial sieht Geschäftsführer Schmunkamp insbesondere in einer besseren Verbindung mit der Bahnstrecke „Wunderline“. Dafür seien attraktive Kombitickets erforderlich, mit denen Radfahrende Bahn und Fahrrad unkompliziert miteinander verbinden können.
Auch bei niederländischen Gästen sieht der Verein noch Möglichkeiten, das Interesse an der Route zu steigern. Bislang stammen rund zwei Drittel der Radtouristen aus Deutschland.
EU-Förderung unterstützt weitere Verbesserungen
Die Europäische Union begleitet die Entwicklung der Internationalen Dollard Route seit ihrer Gründung. Der Verein war im Laufe der Jahre an mehreren Interreg-Programmen beteiligt.
Auch im aktuellen Interreg-Programm 6a „WattenVision“ wird die Route weiter aufgewertet. Unter Federführung des Ökowerks aus Emden entstehen naturnahe Rastplätze entlang der Strecke. Sie sollen Radfahrenden zusätzliche Möglichkeiten für Pausen bieten und zugleich den Naturraum stärker in das touristische Angebot einbeziehen.
Mit dem 30-jährigen Bestehen blickt die Internationale Dollard Route auf eine Entwicklung zurück, die aus einer gemeinsamen Idee in wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervorgegangen ist. Aus dem ursprünglich rund 180 Kilometer langen Radwanderweg ist ein 354 Kilometer umfassendes grenzüberschreitendes Tourismusangebot geworden, das Ostfriesland und die niederländische Provinz Groningen miteinander verbindet.
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Ledabrücke in Leer gesperrt: Umleitungen am 20. und 21. Oktober 2026
Ledabrücke in Leer wird am 20. und 21. Oktober tagsüber gesperrt
Leer – Autofahrer müssen sich am 20. und 21. Oktober 2026 auf Verkehrsbehinderungen im Bereich der Ledabrücke in Leer einstellen. Wegen einer turnusmäßigen Bauwerksprüfung wird die Brücke an der Bundesstraße 70 (B 70), Papenburger Straße, an beiden Tagen jeweils von 9 bis 16 Uhr für den gesamten Kraftfahrzeugverkehr gesperrt. Das teilte die Stadt Leer mit.
Bauwerksprüfung an der Ledabrücke
Die regelmäßige Prüfung ist erforderlich, um den Zustand des Bauwerks beurteilen und mögliche Veränderungen frühzeitig erkennen zu können. Dafür muss die Ledabrücke an zwei Tagen vorübergehend für den Kraftfahrzeugverkehr gesperrt werden.
Die Stadt Leer weist darauf hin, dass es sich bei den angegebenen Zeiten um Planungstermine handelt. Die tatsächliche Dauer der Sperrung kann daher kürzer oder länger ausfallen als vorgesehen.
Fußgänger und Radfahrer können die Brücke passieren
Für Fußgänger und Radfahrer bleibt die Ledabrücke während der Arbeiten eingeschränkt passierbar. Sie können den Bereich einseitig passieren. Die Durchfahrt für Rettungsfahrzeuge wird jederzeit gewährleistet.
Für den Kraftfahrzeugverkehr werden ausgeschilderte Umleitungen eingerichtet.
Umleitung von Papenburg nach Leer
Wer aus Richtung Papenburg nach Leer fahren möchte, wird über die Umleitung U1 geführt. Diese verläuft über die Bundesstraße 438 (B 438) in Richtung Rhauderfehn. Von dort geht es über die B 72 und die Autobahn 28 (A 28) weiter zur B 436 nach Leer.
Umleitung von Leer nach Papenburg
Für Verkehrsteilnehmer, die von Leer in Richtung Papenburg unterwegs sind, ist die Umleitung U2 vorgesehen. Sie führt zunächst über die B 436 und anschließend auf die A 28. An der Anschlussstelle Filsum wechseln die Fahrer auf die B 72. In Höhe Rhauderfehn geht es schließlich über die B 438 weiter in Richtung Papenburg.
Verkehrsteilnehmer sollten die Umleitungen bei ihrer Fahrtplanung berücksichtigen und gegebenenfalls zusätzliche Fahrzeit einplanen.
Verkehrsmaßnahmen ab Aufstellung der Schilder
Die verkehrsbehördlichen Maßnahmen treten mit der Anbringung beziehungsweise Aufstellung der entsprechenden Verkehrszeichen in Kraft. Die Umleitungen werden ausgeschildert.
Die Bekanntmachung der Stadt Leer trägt das Datum vom 8. Oktober 2026. Als zuständige Behörde zeichnet die Stadt Leer (Ostfriesland), vertreten durch den Bürgermeister, verantwortlich.
Die wichtigsten Termine im Überblick:
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Sperrung: Ledabrücke (B 70/Papenburger Straße), Leer
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Datum: Dienstag, 20. Oktober, und Mittwoch, 21. Oktober 2026
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Uhrzeit: jeweils von 9 bis 16 Uhr
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Betroffen: gesamter Kraftfahrzeugverkehr
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Fußgänger und Radfahrer: einseitige Passage möglich
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Rettungsfahrzeuge: Durchfahrt jederzeit gewährleistet
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Umleitungen: U1 von Papenburg nach Leer, U2 von Leer nach Papenburg
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Leer wird „Kinderfreundliche Kommune“: Stadt stärkt Beteiligung von Kindern und Jugendlichen
Das Foto zeigt (v.l.): Claus-Peter Horst, Arne Salge, Björn Steinau, Inka Ripken, Detlef Holz und Dr. Heide-Rose Brückner.
Stadt Leer wird „Kinderfreundliche Kommune“
Leer – Die Stadt Leer tritt dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ bei. Mit der Unterschrift von Bürgermeister Claus-Peter Horst wurde der Beitritt am Donnerstag offiziell besiegelt. Zuvor hatte der Stadtrat die entsprechende Entscheidung getroffen.
Ziel des Programms ist es, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in Leer künftig noch stärker zu berücksichtigen. Dies soll bei der Planung, bei politischen Entscheidungen und auch bei der Umsetzung von Projekten und Maßnahmen eine größere Rolle spielen.
„Das Ziel ist klar: Es geht darum, die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen in allen Bereichen noch stärker zu berücksichtigen – egal ob bei der Planung, Entscheidung oder Umsetzung von Projekten und Maßnahmen in Leer“, erklärte Bürgermeister Claus-Peter Horst.
Stadt Leer will Beteiligung von Kindern und Jugendlichen stärken
Unterstützung erhält die Stadt dabei vom Verein „Kinderfreundliche Kommune“. Dr. Heide-Rose Brückner, Senior-Consultant des Vereins, begrüßte den Beitritt und erklärte: „Wir freuen uns darauf, die Stadt dabei zu begleiten, noch zukunftsfähiger und attraktiver für junge Menschen und Familien zu werden.“
Bei dem Termin im Rathaus waren neben Bürgermeister Claus-Peter Horst auch der Erste Stadtrat Detlef Holz, die städtische Koordinatorin für das Projekt, Inka Ripken, sowie Björn Steinau und Arne Salge vom Fachdienst Jugend, Schule, Sport und Soziales dabei.
Leer ist damit in Niedersachsen bereits die 23. Kommune, die sich offiziell dem Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ angeschlossen hat. Träger des Vereins „Kinderfreundliche Kommune“ sind UNICEF Deutschland und das Deutsche Kinderhilfswerk.
Bestehende Angebote sollen besser miteinander verknüpft werden
In Leer gibt es bereits zahlreiche Angebote und Maßnahmen für Kinder und Jugendliche. Diese finden bislang allerdings häufig an unterschiedlichen Stellen statt. Im Rahmen des Programms sollen die bestehenden Aktivitäten künftig stärker zusammengeführt und weiterentwickelt werden.
Im Mittelpunkt steht dabei der Aufbau einer strukturierten und nachhaltigen Beteiligungskultur. Die Perspektiven von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien sollen in unterschiedlichen Bereichen der Stadt stärker berücksichtigt werden.
Damit sollen junge Menschen nicht nur Zielgruppe städtischer Maßnahmen sein, sondern ihre Erfahrungen, Wünsche und Bedürfnisse auch aktiv in die weitere Entwicklung der Stadt einbringen können.
Bestandsaufnahme bildet den ersten Schritt
Als nächstes ist zunächst eine Bestandsaufnahme geplant. Dabei soll untersucht werden, wie die Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen in Leer bereits heute aussehen und an welchen Stellen weiterer Verbesserungsbedarf besteht.
Nach der Auswertung dieser Bestandsaufnahme erhält die Stadt gemeinsam mit Sachverständigen konkrete Empfehlungen. Diese sollen anschließend in einen Aktionsplan für eine kinderfreundlichere Stadt Leer einfließen.
Der Aktionsplan soll konkrete Maßnahmen enthalten. Über deren Umsetzung muss anschließend der Stadtrat entscheiden. Die beschlossenen Maßnahmen sollen Schritt für Schritt umgesetzt werden.
Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ für Leer
Im Zusammenhang mit dem Beitritt erhält die Stadt Leer das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Damit beginnt für die Stadt zugleich ein längerfristiger Prozess, bei dem die Interessen von Kindern und Jugendlichen stärker in die kommunale Entwicklung einbezogen werden sollen.
Das Programm soll dazu beitragen, Leer für Kinder, Jugendliche und Familien noch attraktiver und zukunftsfähiger zu gestalten.
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