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Kriminalstatistik 2025: Hohe Aufklärungsquote bei leicht steigender Kriminalität
Kriminalstatistik 2025: Hohe Aufklärungsquote bei leicht steigender Kriminalität
Leer/Emden. Die Polizeiinspektion Leer/Emden hat ihre Kriminalstatistik für das Jahr 2025 vorgestellt. Das Gesamtbild zeigt eine weitgehend stabile Sicherheitslage bei leicht steigenden Fallzahlen – bei gleichzeitig erneut sehr hoher Aufklärungsquote.
Gesamtentwicklung: Leichter Anstieg, langfristig rückläufig
Im Jahr 2025 registrierte die Polizei insgesamt 13.472 Straftaten. Das entspricht einem Anstieg um 3,09 Prozent (+404 Fälle) gegenüber 2024 (13.068 Fälle).
Trotz dieser Entwicklung bleibt der langfristige Trend rückläufig:
2015 wurden noch 14.532 Straftaten erfasst.
Auch die sogenannte Häufigkeitszahl – also Straftaten pro 100.000 Einwohner – stieg leicht von 5.819 auf 6.171 (+6,05 %). Damit liegt die Region leicht über dem niedersächsischen Durchschnitt (6.134).
Im Zuständigkeitsbereich leben rund 218.300 Menschen.
Entwicklung in Emden
Für die Stadt Emden ergibt sich ein gegenläufiger Trend:
- 4.154 Straftaten (–3,82 %)
- Häufigkeitszahl leicht gesunken: 8.443 (2024: 8.526)
Hohe Aufklärungsquote bleibt stabil
Die Aufklärungsquote liegt bei 70,69 Prozent und damit nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Im landesweiten Vergleich gehört die Polizeiinspektion Leer/Emden damit erneut zur Spitzengruppe.
Als wesentlicher Faktor für den leichten Anstieg der Fallzahlen werden verstärkte Grenzkontrollen im Bereich Bunde genannt.
Rohheitsdelikte: Zunahme insbesondere bei Raub
Die sogenannten Rohheitsdelikte stiegen auf 2.574 Fälle (+4,25 %). Dazu zählen unter anderem:
- Körperverletzung
- Raub
- Bedrohung und Nötigung
Die Aufklärungsquote ist mit 90,40 Prozent sehr hoch.
Auffällige Entwicklungen:
- Körperverletzung: 1.654 Fälle (weitgehend stabil)
- Raubdelikte: deutlicher Anstieg auf 88 Fälle (2024: 53)
- Straßenraub: mehr als verdoppelt (31 Fälle, zuvor 14)
- Bedrohung/Nötigung: leicht rückläufig
Messerangriffe: Weiterhin erhöhtes Niveau
2025 wurden 83 Messerangriffe registriert (2024: 79).
Ein Großteil entfiel auf:
- Körperverletzung
- Bedrohung
- Raub
Besonders relevant:
- 5 schwere Straftaten gegen Leben oder sexuelle Selbstbestimmung unter Einsatz eines Messers
- 46 Fälle in Emden (deutlich mehr als 2024: 33)
Häusliche Gewalt: Zahlen stagnieren auf hohem Niveau
Die Fallzahlen im Bereich häusliche Gewalt bleiben nahezu konstant:
- 814 Fälle (2024: 820)
Struktur der Delikte:
- 683 Rohheitsdelikte bzw. Freiheitsdelikte
- 37 Sexualstraftaten
Weitere Erkenntnisse:
- 80,34 % der Tatverdächtigen männlich
- 17,94 % unter Alkoholeinfluss
Langfristig ist weiterhin ein steigender Trend erkennbar.
Gewalt gegen Polizeikräfte nimmt zu
Die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamtinnen und ‑beamte stieg auf:
- 104 Fälle (+10,64 %)
Zusätzlich wurden erfasst:
- 1 gefährliche Körperverletzung
- 1 versuchtes Tötungsdelikt
- mehrere Bedrohungen und Nötigungen
Fast die Hälfte der Tatverdächtigen stand unter Alkohol- oder Drogeneinfluss.
Diebstahl: Deutlicher Anstieg, sinkende Aufklärung
Die Diebstahlsdelikte nahmen deutlich zu:
- 3.670 Fälle (2024: 3.332)
Die Aufklärungsquote sank leicht:
- 38,04 % (2024: 40,97 %)
Einzelbereiche:
- Fahrraddiebstahl: starker Anstieg auf 716 Fälle
- Taschendiebstahl: leicht gestiegen
In Emden fällt die Entwicklung moderater aus:
- 286 Fahrraddiebstähle (+2,88 %)
Wohnungseinbruch: Weiterhin niedriges Niveau
- 75 Fälle (+5,63 %)
- Deutlich unter früheren Werten (2016: 301 Fälle)
Aufklärungsquote:
- 22,67 %
Tageswohnungseinbrüche:
- 39 Fälle (+25,81 %)
- Aufklärungsquote deutlich gestiegen auf 41,03 %
Sexualdelikte: Hohe Aufklärungsquote, digitale Delikte nehmen zu
- 442 Fälle (+0,68 %)
- Aufklärungsquote: 93,67 %
Auffällig:
- 230 Fälle Verbreitung pornografischer Inhalte (+16,75 %)
- 211 Fälle mit kinder- und jugendpornografischen Inhalten (Anstieg)
Rückgänge gab es bei:
- sexueller Nötigung
- sexuellem Missbrauch von Kindern
- exhibitionistischen Delikten
Viele dieser Straftaten finden im digitalen Raum statt.
Rauschgiftkriminalität: Rückgang durch Cannabis-Teillegalisierung
- 879 Fälle (–5,38 %)
- Aufklärungsquote: 90,33 %
Der Rückgang hängt maßgeblich mit der Teillegalisierung von Cannabis zusammen. Gleichzeitig bleibt der illegale Drogenmarkt weiterhin relevant.
Tatverdächtige: Mehr Fälle, stabile Struktur
2025 wurden 7.005 Tatverdächtige ermittelt:
- 5.306 männlich
- 1.699 weiblich
Weitere Merkmale:
- 4.731 deutsche Staatsangehörige
- 2.274 nichtdeutsche Tatverdächtige
Altersstruktur:
- 5.624 Erwachsene
- 491 Heranwachsende
- 604 Jugendliche
- 286 Kinder
Rund zwei Drittel der Tatverdächtigen stammen aus der Region.
Jugendkriminalität: Besonders Emden im Fokus
Die Zahl junger Tatverdächtiger blieb nahezu konstant:
- 1.381 Personen (+2,30 %)
- Anteil: etwa 20 %
Auffällig:
- Zunahme bei Kindern und Jugendlichen
- Besonders stark in Emden:
- Kinder: +79,41 % (von 68 auf 122)
Hintergrund ist eine identifizierte Jugendgruppierung, die inzwischen nicht mehr aktiv ist.
Schwerpunkte:
- Rohheitsdelikte
- Sachbeschädigung
- Ladendiebstahl
Betrug zum Nachteil von Senioren: Deutlicher Anstieg
Ein besonders besorgniserregender Trend zeigt sich bei Betrugsdelikten gegen ältere Menschen:
- 225 Fälle (2024: 155)
Typische Maschen:
- „Schockanrufe“
- falsche Polizeibeamte oder Amtspersonen
- Enkeltrick
Viele Taten blieben im Versuchsstadium, zeigen jedoch die hohe Gefährdungslage.
Die Kriminalitätslage in Leer und Emden bleibt insgesamt stabil. Der leichte Anstieg der Fallzahlen wird vor allem auf verstärkte Kontrollen zurückgeführt. Gleichzeitig unterstreicht die weiterhin sehr hohe Aufklärungsquote die effektive Polizeiarbeit.
Besondere Herausforderungen zeigen sich in einzelnen Deliktsfeldern:
- Zunahme von Raubdelikten
- steigende Gewalt gegen Einsatzkräfte
- wachsender Betrug zulasten älterer Menschen
- zunehmende digitale Kriminalität
Parallel dazu bestätigen langfristige Trends – etwa beim Wohnungseinbruch – die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen.
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Bunde: Bundespolizei nimmt 27-Jährigen bei Grenzkontrolle fest – 17 Tage Haft
Zu sehen ist das Bundespolizeirevier Bunde am Schliekenweg. Foto: Preucon Immobilien Service / Marco Thos
Bundespolizei kontrolliert Bus bei Bunde: 27-Jähriger muss ins Gefängnis
Bunde – Bei einer Kontrolle an der deutsch-niederländischen Grenze hat die Bundespolizei in der Nacht von Samstag auf Sonntag einen 27-jährigen Mann festgenommen. Gegen den Fahrgast lag ein Haftbefehl vor. Da er eine offene Geldstrafe nicht bezahlen konnte, muss er nun eine Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen verbüßen.
Fernreisebus aus den Niederlanden kontrolliert
Der 27-Jährige war als Fahrgast in einem grenzüberschreitenden Bus unterwegs, der aus den Niederlanden nach Deutschland fuhr.
Im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen hielten Bundespolizisten den Fernreisebus in der Nacht von Samstag auf Sonntag gegen 2 Uhr an. Die Kontrolle fand auf der Rastanlage Bunderneuland an der Bundesautobahn 280 (BAB 280) statt.
Bei der Überprüfung der Personalien des Mannes stellten die Einsatzkräfte fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag.
Verurteilung wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln
Der 27-jährige Lette war im Januar 2026 rechtskräftig wegen unerlaubter Einfuhr von Betäubungsmitteln verurteilt worden.
Aus diesem Urteil war noch eine Geldstrafe in Höhe von 680 Euro offen. Alternativ sah die Entscheidung eine Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen vor.
Da der Mann die ausstehende Geldstrafe bei der Kontrolle nicht bezahlen konnte, wurde der Haftbefehl durch die Bundespolizei vollstreckt.
17 Tage Haft
Die Bundespolizisten nahmen den 27-Jährigen fest und brachten ihn anschließend in die nächstgelegene Justizvollzugsanstalt.
Dort muss der Mann nun die im Haftbefehl festgelegte Ersatzfreiheitsstrafe von 17 Tagen verbüßen.
Der Fall zeigt zugleich, dass die im Rahmen der vorübergehend wiedereingeführten Binnengrenzkontrollen durchgeführten Überprüfungen auch zur Feststellung bereits bestehender Haftbefehle führen können.
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Einbruch, Diebstahl, Brand und Unfallflucht – mehrere Ermittlungen
POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/ Emden für den 28.09.2026
Diebstahl aus Lebensmittelgeschäft ++ Einbruch in Einfamilienhaus ++ Brand eines Pavillons auf Spielplatz ++ Sachbeschädigung an Rohbau ++ Autofahrer unter Drogeneinfluss und ohne Fahrerlaubnis ++ Verkehrsunfallflucht — Zeugen gesucht
+ Leer — Diebstahl aus Lebensmittelgeschäft +
Am 27.09.2026 betrat ein bislang unbekannter Mann gegen 09:30 Uhr ein Lebensmittelgeschäft in der Mühlenstraße in Leer. Dort wurde er dabei beobachtet, wie er Waren in seinen Rucksack verstaute. Anschließend verließ er das Geschäft, ohne die Waren zu bezahlen und entfernte sich mit einem silbernen Herrenrad in Richtung Brunnenstraße. Zeugen zufolge trug der Mann eine dunkelblaue Sportjacke sowie einen grauen Hoodie. Sein äußeres Erscheinungsbild wird als ungepflegt beschrieben. Die Höhe des entstandenen Schadens ist bislang nicht bekannt.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
+ Westoverledingen — Einbruch in Einfamilienhaus +
In der Zeit vom 26.09.2026, 00:00 Uhr, bis zum 27.09.2026, 21:30 Uhr, gelangte eine bislang unbekannte Täterschaft in ein Einfamilienhaus im Tjücher Weg in Westoverledingen. Im Inneren des Hauses wurden mehrere Räumlichkeiten durchsucht. Die Täterschaft entwendete schließlich Diebesgut in bislang unbekannter Höhe. Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden.
+ Hesel — Brand eines Pavillons auf Spielplatz +
Am 12.09.2026 kam es zu einem Brand auf einem Spielplatz in der Edzardstraße in Hesel. Gegen 21:00 Uhr stellten Anwohner fest, dass ein dortiger Holzpavillon in Brand geraten war. Der Pavillon sowie eine darin befindliche Holzgarnitur wurden durch das Feuer bis zur Unbrauchbarkeit zerstört. Wie es zu dem Brandgeschehen gekommen ist, ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Leer zu melden.
+ Emden — Sachbeschädigung an Rohbau +
Im Zeitraum vom 24.09.2026, 16:00 Uhr, bis zum 27.09.2026, 14:00 Uhr, verschaffte sich eine unbekannte Täterschaft Zugang zu einem Rohbau im Barschweg in Emden. Auf der Baustelle wurden durch das Aufsprühen von Graffiti mehrere Bereiche beschädigt. Zudem wurde durch das Öffnen einer Wasserleitung der Keller des Rohbaus geflutet. Der Sachschaden wird auf einen mittleren vierstelligen Betrag geschätzt.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Emden zu melden.
+ Emden — Autofahrer ohne Fahrerlaubnis und unter Drogeneinfluss unterwegs +
Am 27.09.2026 kontrollierten Polizeibeamte gegen 21:45 Uhr einen 48-jährigen Mercedesfahrer in der Menso-Alting-Straße in Emden. Im Rahmen der Kontrolle ergaben sich Hinweise darauf, dass der Mann unter dem Einfluss von Kokain stand. Zudem stellte sich heraus, dass er nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist. Dem 48-Jährigen wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt.
+ Emden — Unfall zwischen Pedelec und E‑Scooter — Zeugen gesucht +
Am 04.09.2026 befuhr ein 55-jähriger Pedelec-Fahrer zwischen 22:00 Uhr und 22:30 Uhr den Radweg der Petkumer Straße in Emden. Während der Fahrt kam ihm ein E‑Scooter-Fahrer entgegen. Beide versuchten, einander auszuweichen, wodurch es zur Kollision der beiden Fahrzeuge kam. Der E‑Scooter-Fahrer entfernte sich anschließend von der Unfallstelle, ohne seine Personalien für die Schadensregulierung anzugeben.
Zeugen, die Hinweise zum Tatgeschehen geben können, werden gebeten, sich bei der Polizei Emden zu melden.
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Tödlicher Motorradunfall auf der Leerer Landstraße in Aurich: 20-Jährige erliegt ihren Verletzungen
Tödlicher Verkehrsunfall auf der Leerer Landstraße bei Aurich
20-jährige Motorradfahrerin stirbt nach Zusammenstoß mit entgegenkommendem Motorrad – 32-Jährige schwer verletzt
Am Samstagabend ist es auf der Leerer Landstraße in Aurich in Höhe des Leegstruddenwegs zu einem tödlichen Verkehrsunfall gekommen. Eine 20-jährige Motorradfahrerin aus Ihlow erlitt dabei schwerste Verletzungen und verstarb noch an der Unfallstelle. Eine weitere Motorradfahrerin wurde schwer verletzt.
Nach Angaben der Polizei ereignete sich der Unfall gegen 19 Uhr. Die 20-jährige Frau aus Ihlow war mit ihrem Motorrad auf der Leerer Landstraße aus Richtung Leer kommend in Richtung Aurich unterwegs. Dabei beabsichtigte sie, einen vorausfahrenden Pkw zu überholen. Das Auto wurde von einer 18-jährigen Frau aus Aurich gesteuert.
Während des Überholvorgangs bemerkte die 20-Jährige ein entgegenkommendes Motorrad. Dieses wurde von einer 32-jährigen Frau aus Ihlow gefahren.
Die 20-Jährige beabsichtigte vermutlich, den Überholvorgang abzubrechen und wieder auf ihre rechte Fahrspur einzuscheren. Dabei kam es zunächst zu einem seitlichen Zusammenstoß mit dem zu überholenden Pkw.
Durch den Anstoß geriet das Motorrad anschließend wieder auf die Gegenfahrbahn. Dort kam es zum frontalen Zusammenstoß mit dem entgegenkommenden Motorrad der 32-Jährigen.
20-Jährige stirbt noch an der Unfallstelle
Bei dem Zusammenstoß erlitt die 20-jährige Motorradfahrerin schwerste Verletzungen. Sie verstarb noch an der Unfallstelle.
Die 32-jährige Motorradfahrerin aus Ihlow wurde ebenfalls schwer verletzt. Sie wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Klinikum Westerstede gebracht.
Die 18-jährige Autofahrerin aus Aurich erlitt infolge des Unfallgeschehens einen Schock.
An allen beteiligten Fahrzeugen entstand hoher Sachschaden.
Leerer Landstraße rund fünf Stunden gesperrt
Für die Unfallaufnahme und die erforderlichen Maßnahmen blieb die Leerer Landstraße für rund fünf Stunden vollständig gesperrt.
Die Polizei hat die Ermittlungen zum genauen Unfallhergang aufgenommen.
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