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“LÜTTJE GALLMARKT” — Rede der Bür­ger­meis­te­rin Bea­trix Kuhl

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Rede der Bür­ger­meis­te­rin Bea­trix Kuhl zur Dis­kus­si­on um den “Lütt­je Gall­markt” aus der Sit­zung des Feu­er­wehr- und Markt­aus­schus­ses am 30.09.2020

Und daher mei­ne Fra­ge und mein Appell an Sie alle heu­te: Wie kön­nen Sie heu­te den Frei­zeit­park in sei­nen engen Begren­zun­gen zur Dis­kus­si­on stel­len und glau­ben, dass wir dann als Ver­wal­tung den Weih­nachts­markt und ande­re Ver­an­stal­tun­gen genehmigen??

Die­ses wer­den wir nicht tun – die­se Ver­ant­wor­tung wer­den wir nicht über­neh­men. Im Rah­men des Gleich­heits­grund­sat­zes sind nach dem Gesetz alle gleich zu behan­deln. Mit dem Beschluss gegen den Frei­zeit­park gibt Rot/Grün die Rich­tung vor.

Ich mache mir Sor­gen. Ich mache mir Sor­gen, weil mei­ne Toch­ter in einer WG lebt, in Qua­ran­tä­ne – dort blei­ben muss! — zusam­men mit zwei posi­tiv getes­te­ten Mit­be­woh­nern. Ich ken­ne auch Bil­der von jun­gen Men­schen, die schwer erkrankt sind.

Ich mache mir Sor­gen um mei­ne Mit­ar­bei­te­rin­nen, die im Span­nungs­feld arbei­ten zwi­schen Kon­tak­ten mit Bür­ge­rin­nen und ihrer eige­nen Angst, sich mit Coro­na zu infi­zie­ren, nicht nur für sich sel­ber, son­dern für Part­ner, Eltern, Freun­de, die sie anste­cken könnten.

Ich mache mir Sor­gen um mei­ne Freun­din, die als Ärz­tin jeden Tag in ihrer Pra­xis steht, im Übri­gen von Anfang an, als es noch kei­ne Schutz­aus­rüs­tung gab. Ich mache mir Sor­gen, weil Pati­en­tin­nen dort ein und aus­ge­hen mit ihren Krank­hei­ten und nie­mand weiß, ob und wann Coro­na in die Pra­xis getra­gen wird.

Ich mache mir auch Sor­gen um mich selbst: ganz ehr­lich, ich brau­che die Krank­heit nicht, ich will das Schick­sal nicht herausfordern!

Und trotz aller die­ser Sor­gen, mei­nem Ver­ständ­nis für Fami­lie, Mit­ar­bei­ter, Freun­de haben wir hier in der Ver­wal­tung Ent­schei­dung zu tref­fen, die den Lock­down wei­ter öff­nen, die die Rege­lung von Land und Bund umset­zen. In der Leera­ner Stadt­ver­wal­tung fin­den die Sor­gen der Ein­zel­händ­ler, der Gewer­be­trei­ben­den, der Unter­neh­men, aller Men­schen genau­so Berück­sich­ti­gung wie bei allen ande­ren Ent­schei­dungs­fin­dern, die sich zur­zeit mit Coro­na beschäf­ti­gen müssen.

Mit den Mit­ar­bei­tern zusam­men ent­schei­den wir im Kri­sen­stab, wel­chen Weg durch die Coro­na Zeit wir gemein­sam gehen. Wir müs­sen Ent­schei­dun­gen tref­fen ent­lang der Richt­li­ni­en von Bund, Land und Land­kreis, ent­lang unter­schied­li­chen Bedürf­nis­se von Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern, Bür­ge­rin­nen und Bür­gern, Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer, alles Men­schen deren Gesund­heit und Wohl es zu schüt­zen gilt und es ande­rer­seits dar­um geht, wirt­schaft­li­che Fol­gen abzumildern.

Kei­ne Ent­schei­dung der Bür­ger­meis­te­rin im Übri­gen, kei­ne Ent­schei­dung eines Ein­zel­nen, son­dern Ent­schei­dun­gen nach inten­si­ven Dis­kus­sio­nen des Ver­wal­tungs­kri­sen­stabs. Wobei der Mit­ar­bei­ter, der viel stär­ker dar­auf drängt, noch nicht zu öff­nen, noch nicht die Richt­li­ni­en von Bund und Land umzu­set­zen genau­so ernst genom­men wird, wie der Mit­ar­bei­ter, der mit­teilt, doch stär­ker Öff­nun­gen zu zulassen.

Wir alle in der Ver­wal­tung sind uns bewusst, dass wir eine Pan­de­mie mit vie­len Toten durch­lau­fen. Es macht jedem von uns Magen­schmer­zen Ent­schei­dung ent­lang der Richt­li­ni­en zu tref­fen, des­sen Ergeb­nis und Fol­gen nicht bekannt sind.

Ich bin als Bür­ger­meis­te­rin dank­bar, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Mit­ar­bei­ter zu haben, die sich im Coro­na-Kri­sen­stab aus­tau­schen und dann gemein­sam ent­schei­den mit Ers­tem Stadt­rat und Bür­ger­meis­te­rin, wel­chen Weg wir gehen wol­len — schwer genug in allen Abwä­gun­gen mit allen Unsi­cher­hei­ten, die blei­ben!!! Schwer genug vor dem Hin­ter­grund der Pan­de­mie Entwicklung.

Ich habe gro­ßes Ver­trau­en in die Mit­ar­bei­ter des Hau­ses.
Ver­trau­en ist hier das Schlüs­sel­wort für mich. Ver­trau­en ist so wichtig.

Ver­trau­en ist etwas, dass uns als Ver­wal­tung von Ihnen nicht ent­ge­gen­ge­bracht wird. Sie als kom­mu­na­le Ver­tre­ter teil­ten mir in der letz­ten Rats­sit­zung mit, dass Sie eini­ge Kom­pe­ten­zen an sich zie­hen wol­len, und Geneh­mi­gun­gen coro­nabe­dingt nicht Geschäft der lau­fen­den Ver­wal­tung sei­en. Eini­ge war­fen mir vor, die Gesund­heit mei­ner Bür­ge­rin­nen und Bür­ger aufs Spiel zu set­zen und dafür ver­ant­wort­lich zu sein, wenn Leera­ner zukünf­tig nicht mehr in den Urlaub fah­ren kön­nen, falls hier ein Hot­spot ent­steht. Gro­ßer öffent­lich­keits­wirk­sa­mer Auf­tritt, der die Bür­ger­meis­te­rin tref­fen soll und trifft.

Und jetzt neh­men Rot und Grün für sich in Anspruch über die Pres­se uns mit­zu­tei­len, den längst gefäll­ten Beschluss, den Lütt­je Gall­markt durch­zu­füh­ren, wie­der aufzuheben.

Mei­ne Fra­ge: Den­ken Sie bei die­ser Vor­ge­hens­wei­se an die Konsequenzen?

Ich rede nicht vom wirt­schaft­li­chen Scha­den für alle Betrof­fe­nen, son­dern ledig­lich über die Art und Wei­se des Tuns. Über die Ost­frie­sen Zei­tung, nicht über Anträ­ge oder Gesprä­che. Ver­wal­tungs­re­ak­ti­on, die Sie auch in der Vor­la­ge fin­den, dass dies für uns Signal­wir­kung haben wird, wird von Ihnen Herr Schach­ner als Kin­der­gar­ten zurückgewiesen!!

Ich bemü­he mich die­se Art der Kom­men­tie­rung nicht zu kom­men­tie­ren, tei­le Ihnen aber unmiss­ver­ständ­lich die Kon­se­quen­zen sei­tens der Ver­wal­tung mit:

Die­se Ent­schei­dung heu­te hat für uns Signal­wir­kung!
Sie wol­len nur über den Lütt­je Gall­markt reden? War­um? Nen­nen Sie mir einen Grund, war­um Sie die­sen her­aus­he­ben! Sie reden davon, Scha­den von der Stadt abzu­wen­den! War­um der Park?

Also: wenn es für Sie Grün­de gibt den Frei­zeit­park zu unter­sa­gen, dann sagen wir in der Ver­wal­tung uns ganz klar: die ande­ren Ver­an­stal­tun­gen wer­den wir dann auch absagen!!!

DENN: die­ser Park ist eine Ver­an­stal­tung, die unter frei­em Himmel/draußen statt­fin­det, mit Ein­gangs- und Aus­gang­kon­trol­len, Per­so­nen­be­schrän­kung (7 (!) Qua­drat­me­ter pro Per­son), stren­gen Auf­la­gen für Hygie­ne und Sicher­heit, ohne Alko­hol­an­ge­bo­te – übri­gens einem Antrag der SPD, der mit Mehr­heit der Stim­men ange­nom­men wur­de, kurz mit einem Kon­zept, dass in Papen­burg, Lin­gen, Olden­burg, Bre­men und vie­len Städ­ten mehr ange­bo­ten und mit Erfolg durch­ge­führt wird.

Und geneh­mi­gungs­fä­hig ist!!!

War­um soll­ten wir also Ver­an­stal­tun­gen, die nach glei­chen Regeln beur­teilt wer­den, bei denen die­se stren­gen Vor­keh­run­gen ent­we­der iden­tisch sind oder aber auch schlech­ter! War­um sol­len wir die­se geneh­mi­gen? Sagen Sie uns einen Grund!

Und dazu gehö­ren in die­sem Jahr:

  • Antik­markt am 03.10.20
  • Floh­markt Außen­ge­län­de Ost­fries­land­hal­le im Oktober
  • Floh­märk­te Ost­fries­land­hal­le im Novem­ber und Dezember
  • Madame Floh am 25.10.20 in der Ostfrieslandhalle
  • Klein­tier­schau am 10.+11.10.20 in der der Geflügelzüchterhalle
  • Hob­by & Frei­zeit am 07.+08.11.20
  • Advents­aus­stel­lun­gen im November/Dezember

Glaubt denn einer der hier Anwe­sen­den, dass die Zah­len der Coro­na Infek­tio­nen im Dezem­ber abge­nom­men haben? Ca. 16 Infi­zier­te (Stand 13 Uhr) haben wir jetzt im Land­kreis Leer auf 165.000!!

Was ist denn dann mit dem Weihnachtsmarkt?

Übri­gens, den Weih­nachts­markt hat die Ost­frie­sen­zei­tung ins Spiel gebracht, den hat­ten wir gar nicht erwähnt, weder im Gespräch, noch in der Vor­la­ge, wir haben nur von einer Signal­wir­kung des heu­ti­gen Beschlus­ses geschrieben:

Aber jetzt tei­le ich Ihnen mit: Der Weih­nachts­markt ist nach Ihren Defi­ni­ti­on nicht geneh­mi­gungs­fä­hig. Er fin­det zwar drau­ßen statt, aber beim Weih­nachts­markt in der Fuß­gän­ger­zo­ne kön­nen wir Eines ganz und gar nicht garan­tie­ren: dass genug Abstand für die Besu­che­rin­nen vor­han­den ist, das wür­den wir sogar kri­tisch sehen.

Und daher mei­ne Fra­ge und mein Appell an Sie alle heu­te: Wie kön­nen Sie heu­te den Frei­zeit­markt in sei­nen engen Begren­zun­gen zu Dis­kus­si­on stel­len, und glau­ben, dass wir dann als Ver­wal­tung den Weih­nachts­markt und ande­re Ver­an­stal­tun­gen genehmigen???

Die­ses wer­den wir nicht tun — die­se Ver­ant­wor­tung wer­den wir nicht über­neh­men. Im Rah­men des Gleich­heits­grund­sat­zes sind nach dem Gesetzt alle gleich zu behan­deln. Mit dem Beschluss gegen den Frei­zeit­park gibt Rot/Grün die Rich­tung vor!

Und zwar nur auf­grund Ihres Beschlus­ses: Denn Bund und Land machen mit ihren Coro­na Richt­li­ni­en die­se Geneh­mi­gun­gen mög­lich und Sie stel­len sich dabei mit Ihren bis­he­ri­gen Aus­sa­gen gegen die­se Mög­lich­kei­ten.
Ihre Hal­tung ist legi­tim, tun Sie das, aber erwar­ten Sie dann nicht von uns als Ver­wal­tung, dass wir ande­re Ver­an­stal­tun­gen geneh­mi­gen, die die glei­chen Grund­la­gen haben.
Dem setz­ten wir uns nicht mehr aus.

Und jetzt mein Appell an Sie Alle!!!!!! Das habe ich bereits in der Wirt­schafts­aus­schuss­sit­zung getan:

Stär­ken Sie gemein­sam die Ver­wal­tung und gucken Sie mit uns genau hin, und stim­men Sie so ab, dass mit einer Stim­me gespro­chen wer­den kann: Mit ver­ein­zel­ten Ent­hal­tun­gen und evtl. auch ein­zel­ne Gegen­stim­men kön­nen wir leben, aber mit einer gesam­ten Frak­ti­on oder gar zwei Frak­tio­nen, die dage­gen stim­men oder sich geschlos­sen ent­hält und damit ihr Miss­trau­en der Ver­wal­tung gegen­über deut­lich macht, wer­den wir kei­ne Geneh­mi­gun­gen für ande­re Ver­an­stal­tun­gen mehr ertei­len. Und auch wenn Sie sagen das sei Erpres­sung oder Kin­der­gar­ten, muss ich dem klar ent­ge­gen­tre­ten und mache hier ein­mal ganz klar deut­lich, dass ist für mich kla­rer Schutz für die Mit­ar­bei­te­rin­nen der Ver­wal­tung, aber auch mei­ner eige­nen Person!!

Oder über­las­sen Sie es der Ver­wal­tung, die Ent­schei­dun­gen zu tref­fen, wie es der Fall sein könn­te – und glau­ben Sie uns:

Wir machen uns Sor­gen um die Men­schen, um Sie alle und auch um uns!!


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Armut in Deutsch­land: Neu­er Höchst­stand erreicht!

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Pari­tä­ti­scher Armuts­be­richt 2026: Sozia­le Spal­tung ver­schärft sich – 13,3 Mil­lio­nen Men­schen in Armut

Der neue Armuts­be­richt des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des unter dem Titel „Wach­sen­de Armut, schrump­fen­de Sicher­heit“ lie­fert alar­mie­ren­de Ergeb­nis­se: Die sozia­le Spal­tung in Deutsch­land nimmt wei­ter zu. Mit 13,3 Mil­lio­nen betrof­fe­nen Men­schen steigt die Armuts­quo­te auf einen Höchst­stand von 16,1 Pro­zent.

Alar­mie­ren­de Trends bei zen­tra­len Bevölkerungsgruppen

Die Kluft zwi­schen ver­schie­de­nen gesell­schaft­li­chen Grup­pen ver­grö­ßert sich ste­tig. Beson­ders betrof­fen sind älte­re Men­schen, Frau­en und Alleinerziehende.

  • Senio­ren: Mit einer Quo­te von 19,5 Pro­zent ist fast jede fünf­te Per­son ab 65 Jah­ren armuts­ge­fähr­det. Bei Frau­en über 75 Jah­ren liegt der Wert sogar bei 21,3 Pro­zent. Der Lebens­abend droht zuneh­mend zur Armuts­fal­le zu werden.

  • Haus­halts­ty­pen: Allein­le­ben­de und Allein­er­zie­hen­de tra­gen das höchs­te Risi­ko. Mit Armuts­quo­ten von 30,3 Pro­zent bei Allein­le­ben­den und 28,9 Pro­zent bei Allein­er­zie­hen­den ist etwa jede drit­te Per­son in die­sen Lebens­la­gen von Armut betroffen.

  • Geschlech­ter­un­ter­schie­de: Frau­en sind mit 16,7 Pro­zent etwas häu­fi­ger von Armut betrof­fen als Män­ner mit 15,6 Pro­zent.

Bei dem ver­wen­de­ten Bei­trags­bild han­delt es sich um eine KI-gene­rier­te Illus­tra­ti­on, die dazu dient, das The­ma des Arti­kels visu­ell zu veranschaulichen.

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Mate­ri­el­le Not und regio­na­le Unterschiede

Die Aus­wir­kun­gen der Armut sind längst im All­tag ange­kom­men – sei es bei der Ent­schei­dung für eine voll­wer­ti­ge Mahl­zeit oder beim Ver­zicht auf Teil­ha­be. Ins­ge­samt 4,6 Mil­lio­nen Men­schen leben in erheb­li­cher mate­ri­el­ler Ent­beh­rung, dar­un­ter etwa 1 Mil­li­on min­der­jäh­ri­ge Kin­der und Jugend­li­che sowie 650.000 Alters­rent­ner.

Auch regio­nal drif­tet Deutsch­land aus­ein­an­der. Wäh­rend in Bay­ern etwa jede ach­te Per­son armuts­ge­fähr­det ist, betrifft dies in Sach­sen-Anhalt mehr als jede fünf­te und in Bre­men sogar mehr als jede vier­te Per­son. Der Abstand zwi­schen dem Bun­des­land mit der nied­rigs­ten und der höchs­ten Quo­te wächst wei­ter – von 14,1 Pro­zent­punk­ten im Jahr 2024 auf nun­mehr 14,9 Pro­zent­punk­te.

Kri­tik an Kürzungsplänen

Dr. Joa­chim Rock, Haupt­ge­schäfts­füh­rer des Pari­tä­ti­schen Gesamt­ver­ban­des, warnt ein­dring­lich vor den Fol­gen aktu­el­ler poli­ti­scher Debat­ten über Sozi­al­kür­zun­gen. „Wir sehen eine Gesell­schaft, die sozi­al wei­ter aus­ein­an­der­drif­tet. Men­schen spü­ren das. Jetzt immer neue Kür­zun­gen zu dis­ku­tie­ren, schürt Angst und Unsi­cher­heit. Das spielt Popu­lis­ten und Extre­mis­ten in die Hän­de“, so Rock.

Er kri­ti­siert ins­be­son­de­re geplan­te Ein­schnit­te beim Wohn­geld, Unter­halts­vor­schuss sowie in der Jugend- und Ein­glie­de­rungs­hil­fe. „Dass älte­re Men­schen nach einem lan­gen Erwerbs­le­ben und Haus­hal­te mit Kin­dern beson­ders betrof­fen sind, zeigt die schon jetzt bestehen­den Defi­zi­te im Sozi­al­staat. Wer zusätz­li­che Kür­zun­gen betreibt, bekämpft kei­ne Kri­sen, son­dern ver­schärft sie“, warnt der Hauptgeschäftsführer.

Sein Appell an die Bun­des­re­gie­rung ist deut­lich: Der aktu­el­le Kurs müs­se gestoppt wer­den, um eine Poli­tik zu eta­blie­ren, die Armut aktiv bekämpft, statt sie ledig­lich zu verwalten.

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Ille­ga­ler Tier­han­del 2025 – Immer mehr Fäl­le aufgedeckt

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Ein herz­kran­ker ille­gal trans­por­tier­ter Hun­de­wel­pe. Copy­right: Tier­heim Freital

Ille­ga­ler Heim­tier­han­del: Fall­zah­len stei­gen 2025 erneut an

Eine neue Aus­wer­tung des Deut­schen Tier­schutz­bun­des bestä­tigt einen besorg­nis­er­re­gen­den Trend: Der ille­ga­le Han­del mit Heim- und Wild­tie­ren nimmt wie­der zu. Beson­ders die Belas­tung für Tier­hei­me und das Leid der oft kran­ken Tie­re errei­chen neue Höchststände.

Der ille­ga­le Heim­tier­han­del bleibt eines der größ­ten Tier­schutz­pro­ble­me in Deutsch­land. Laut der aktu­el­len Sta­tis­tik wur­den im Jahr 2025 min­des­tens 2.250 Tie­re in 257 auf­ge­deck­ten Fäl­len regis­triert. Damit stei­gen die Zah­len nach einem vor­über­ge­hen­den Rück­gang nach der Coro­na­pan­de­mie wie­der deut­lich an. Da die Dun­kel­zif­fer mas­siv sein dürf­te, bil­den die­se Zah­len nur die Spit­ze des Eis­bergs ab.

Skru­pel­lo­ses Geschäft mit dem Tierleid

Die betrof­fe­nen Tie­re wer­den meist unter kata­stro­pha­len Bedin­gun­gen gezüch­tet und viel zu jung ille­gal trans­por­tiert. „Der skru­pel­lo­se Han­del mit Hun­den und Kat­zen geht unauf­hör­lich wei­ter“, warnt Dr. Romy Zel­ler, Fach­re­fe­ren­tin beim Deut­schen Tier­schutz­bund. Neben Hun­den und Kat­zen gera­ten zuneh­mend auch exo­ti­sche Wild­tie­re in den Fokus der Schmuggler.

Die Zah­len für 2025 im Überblick:

  • Hun­de: 598 Tie­re (vor allem Moderas­sen wie Zwerg­spit­ze, Mal­te­ser und Pudel).

  • Kat­zen: 56 Tiere.

  • Ande­re Arten: 1.596 Tie­re, dar­un­ter Land­schild­krö­ten, Vogel­spin­nen, aber auch Exo­ten wie Affen, Zebras und ein Serval.

Die Haupt­re­gio­nen für Auf­grif­fe waren Bay­ern, Sach­sen und Ham­burg. Als häu­figs­tes Her­kunfts­land wur­de bereits zum zehn­ten Mal in Fol­ge Rumä­ni­en iden­ti­fi­ziert, gefolgt von Bulgarien.

For­de­run­gen nach stren­ge­ren Gesetzen

Um dem kri­mi­nel­len Han­del das Hand­werk zu legen, for­dert der Deut­sche Tier­schutz­bund ein Ver­bot des Online­han­dels mit Tie­ren oder zumin­dest eine strik­te Iden­ti­täts­pflicht für Ver­käu­fer auf Online-Por­ta­len. Ein Licht­blick ist die jüngst vom EU-Par­la­ment beschlos­se­ne Ver­ord­nung zur EU-wei­ten Kenn­zeich­nungs- und Regis­trie­rungs­pflicht für Hun­de und Kat­zen, wel­che die Rück­ver­folg­bar­keit ver­bes­sern soll.

Tier­hei­me am Limit

Die Fol­gen des ille­ga­len Han­dels tra­gen oft die ohne­hin über­las­te­ten Tier­hei­me. Die beschlag­nahm­ten Tie­re sind häu­fig schwer krank und benö­ti­gen eine kos­ten­in­ten­si­ve medi­zi­ni­sche Betreu­ung. Trotz der Zusa­ge im Koali­ti­ons­ver­trag, Tier­hei­me finan­zi­ell zu unter­stüt­zen, feh­len im Bun­des­haus­halt 2026 bis­lang die ent­spre­chen­den Mit­tel. Der Tier­schutz­bund sieht die Bun­des­re­gie­rung hier drin­gend in der Pflicht, um den dro­hen­den Kol­laps der Ein­rich­tun­gen abzuwenden.

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Raus aus dem Hams­ter­rad: Wenn das Leben nur noch aus Funk­tio­nie­ren besteht

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Wenn das Leben nur noch aus „Funk­tio­nie­ren“ besteht: Der Weg zurück zu sich selbst

Ken­nen Sie die­se Pha­sen, in denen sich das Leben wie ein end­lo­ser Mara­thon anfühlt? Ein Umbruch jagt den nächs­ten, Kri­sen for­dern Ihre gesam­te Kraft und plötz­lich bemer­ken Sie: Die inne­re Ruhe ist ver­schwun­den. Der Kopf ist voll, der Kör­per steht unter Dauerstrom.

In sol­chen Momen­ten schal­ten wir oft auf „Auto­pi­lot“. Wir funk­tio­nie­ren prä­zi­se wie ein Uhr­werk, um den All­tag zu bewäl­ti­gen – doch das eigent­li­che Leben, das Spü­ren und Genie­ßen, fin­det ohne uns statt.

Dein Kör­per spricht, wenn der Kopf schweigt

Als Kine­sio­lo­gin betrach­te ich den Men­schen als untrenn­ba­re Ein­heit. Psy­chi­sche Belas­tun­gen sind weit mehr als nur „belas­ten­de Gedan­ken“. Sie mani­fes­tie­ren sich als hand­fes­te ener­ge­ti­sche und kör­per­li­che Blockaden.

  • Der Stress „sitzt“ tief in den Muskeln.

  • Ver­zweif­lung blo­ckiert den natür­li­chen Energiefluss.

  • Das Ner­ven­sys­tem ver­harrt in einem erschöp­fen­den Überlebensmodus.

Wenn wir auf­hö­ren zu füh­len, um den Schmerz oder den Stress zu bewäl­ti­gen, beginnt der Kör­per, die Signa­le zu sen­den, die wir im Kopf nicht mehr zulassen.

Kein Stan­dard-Rezept, son­dern Ihr indi­vi­du­el­ler Weg

Das Wich­tigs­te, was ich in mei­ner täg­li­chen Arbeit gelernt habe: Es gibt kei­nen Ein­heits­weg aus einer Kri­se. Jeder Mensch bringt sei­ne eige­ne Geschich­te, indi­vi­du­el­le Stress­mus­ter und ein ganz per­sön­li­ches Tem­po mit.

In der Kine­sio­lo­gie nut­zen wir den Mus­kel­test als prä­zi­ses Bio­feed­back-Instru­ment Ihres Kör­pers. Anstatt nach star­ren Sche­ma­ta vor­zu­ge­hen, schau­en wir ganz individuell:

  1. Was braucht Ihr Sys­tem jetzt gera­de wirk­lich? Geht es um Ent­las­tung, Sta­bi­li­sie­rung oder einen sanf­ten Impuls zur Veränderung?

  2. Wo lie­gen die Ursa­chen? Wir suchen nach den Wur­zeln der Anspan­nung, die Sie am frei­en Atmen hindern.

  3. Wel­che Res­sour­cen schla­fen in Ihnen? Wir reak­ti­vie­ren Ihre per­sön­li­chen Kraft­quel­len, damit Sie nicht mehr nur funk­tio­nie­ren, son­dern wie­der leben­dig spüren.


Wor­an mer­ken Sie, dass Sie im „Funk­ti­ons-Modus“ feststecken?

Die fol­gen­den Sym­pto­me sind häu­fi­ge Indi­ka­to­ren dafür, dass Ihr Sys­tem Hil­fe benötigt:

  • Psy­chi­sche Belas­tung: Erschöp­fung, Trau­rig­keit, ein Gefühl inne­rer Lee­re, Angst, stän­di­ges Grü­beln oder tief­sit­zen­de Selbstzweifel.

  • Psy­cho­so­ma­ti­sche Signa­le: Schlaf­stö­run­gen, chro­ni­sche Ver­span­nun­gen, Ver­dau­ungs­pro­ble­me, Zäh­ne­knir­schen oder eine blei­er­ne Müdigkeit.

  • Lebens­kri­sen & Umbrü­che: Über­for­de­rung im Beruf, Trau­er­pro­zes­se, Tren­nun­gen, fami­liä­re Kon­flik­te oder die Suche nach dem Sinn in neu­en Lebens­pha­sen (wie dem Ren­ten­ein­tritt oder dem Aus­zug der Kinder).


Den Kreis­lauf durchbrechen

Hei­lung beginnt dort, wo wir auf­hö­ren zu kämp­fen und anfan­gen hin­zu­schau­en. Gemein­sam fin­den wir her­aus, wie wir Ihren Kopf ent­las­ten und Ihren Kör­per wie­der in die Ent­span­nung füh­ren kön­nen – maß­ge­schnei­dert auf Ihre aktu­el­le Lebenssituation.

Sie müs­sen die­sen Weg nicht allei­ne gehen. Wenn Sie das Gefühl haben, fest­zu­ste­cken, las­sen Sie uns gemein­sam schau­en, was Ihr Kör­per Ihnen sagen möchte.

„Ganz gleich, wie beschwer­lich das Ges­tern war, stets kannst du im Heu­te von Neu­em anfan­gen.“ (Bud­dha)

Kon­takt & Beratung

Ger­ne beglei­te ich Sie auf Ihrem Weg zu mehr Leich­tig­keit und inne­rer Balance.

Natur­heil­pra­xis Astrid Frey Spie­ker­oo­ger Str. 12, 26810 Westoverledingen

Tele­fon: 04955 / 9899844 | Mobil: 0152 5183 8740

E‑Mail: info@astridfrey.de

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Früh­lings-Wal­king im Julia­nen­park: Bewe­gung, Wald­luft & Geselligkeit

Genie­ßen Sie den Früh­ling in Leer aktiv! Jeden Mitt­woch um 14 Uhr lädt die Nor­dic-Wal­king-Grup­pe im Julia­nen­park zum gemein­sa­men Lau­fen und Klö­nen ein. Hier ste­hen sport­li­ches Mit­ein­an­der und locke­re Gesel­lig­keit im Fokus – auch abseits der Stre­cke. Egal ob Anfän­ger oder Fort­ge­schrit­te­ne, mit oder ohne Stö­cke: Die Teil­nah­me unter der Lei­tung von Heil­prak­ti­ke­rin Astrid Frey ist kos­ten­frei und unver­bind­lich. Treff­punkt ist der Park­platz bei Bur­ger King. Atmen Sie tief durch und bewe­gen Sie sich mit in bes­ter Gesellschaft!

… mehr lesen — bit­te HIER klicken.

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Gesuch­ter Betrü­ger am Bre­mer Flug­ha­fen fest­ge­nom­men – Haft­be­fehl des Amts­ge­richts Aurich Aurich/Bremen – Eine Ein­rei­se nach Deutsch­land hat für einen...

Blaulicht

Euro­pa­weit gesuch­ter Mann bei Grenz­kon­trol­le in Bun­de festgenommen

Zu sehen ist das Bun­des­po­li­zei­re­vier Bun­de am Schlie­ken­weg. Foto: Preu­con Immo­bi­li­en Ser­vice / Mar­co Thos Euro­pa­weit gesuch­ter Mann bei Grenz­kon­trol­le in...

Lokal

Feu­er­wehr­wett­kampf in Ihr­ho­ve: Holt­gas­te gewinnt den Wett­be­werb vor Folm­husen und Ditzum

Feu­er­wehr­wett­kampf in Ihr­ho­ve: Holt­gas­te sichert sich den ers­ten Platz Am Frei­tag­abend stand in Ihr­ho­ve ein Feu­er­wehr­wett­kampf nach alter Art auf dem...

Blaulicht

Poli­zei im Ein­satz: Fat­bike unter Dro­gen­ein­fluss, 1,33 Pro­mil­le und Unfall­flucht in Hesel

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sams­tag, 26.09.2026     Füh­ren eines Fat­bike unter Drogeneinfluss++Trunkenheitsfahrt++Diebstahl aus Pkw++Verkehrsunfallflucht mit/durch Trunkenheit Emden...

Lokal

CDU-Frak­ti­on im Leera­ner Stadt­rat kon­sti­tu­iert sich: Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff erneut Vorsitzender

Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorff wur­de erneut zum Vor­sit­zen­den der CDU-Frak­ti­on im Rat der Stadt Leer gewählt. Er steht damit auch in der...

Lokal

Wes­t­ov­er­le­din­gen: Kin­der zei­gen, wo ihre Schul­we­ge siche­rer wer­den können

Kin­der beschäf­ti­gen sich mit siche­ren Schulwegen Wes­t­ov­er­le­din­gen. Zum Start der Euro­päi­schen Mobi­li­täts­wo­che (EMW) fand am 16. Sep­tem­ber ein Mobi­li­täts­work­shop zum...

Lokal

60 neue Ehren­amts­kar­ten im Land­kreis Leer ver­lie­hen – Enga­ge­ment von 16 bis 86 Jah­ren gewürdigt

60 ehren­amt­li­che Enga­gier­te erhiel­ten die Ehren­amts­kar­te. Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter von Kom­mu­nen und des Kreis­ta­ges waren dabei. Bür­ger­meis­ter oder Stellvertreter/innen: Mat­thi­as...

Veranstaltung

Schloss Even­burg im Okto­ber 2026: Füh­run­gen, Zeit­rei­sen, Fahr­rad­aus­stel­lung und Kinderprogramm

Schloss Even­burg: Füh­run­gen, Zeit­rei­sen und Kin­der­pro­gramm im Okto­ber 2026 Leer/Loga. Das Schloss Even­burg bie­tet auch im Okto­ber 2026 ein abwechs­lungs­rei­ches Ver­an­stal­tungs­pro­gramm....

Politik

5.084 mög­li­che Ver­stö­ße gegen 12-Uhr-Tank­re­ge­lung in Nie­der­sach­sen – jetzt dro­hen Bußgelder

Nie­der­sach­sen erfasst wei­te­re 5.084 mög­li­che Ver­stö­ße gegen die 12-Uhr-Tankregelung Hannover/Niedersachsen. In Nie­der­sach­sen sind bei der Über­prü­fung der soge­nann­ten 12-Uhr-Tank­re­ge­lung wei­te­re...

Blaulicht

Ver­kehrs­un­fäl­le in Ost­fries­land: Fuß­gän­ge­rin ver­letzt – zwei Schwer­ver­letz­te bei Unfall

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 24.09.2026   Emden — Fuß­gän­ge­rin nach Ver­kehrs­un­fall leicht verletzt  Am 23.09.2026 kam...

Veranstaltung

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­le­r­und mari­ti­mes Programm

Wil­helms­ha­ven Sai­ling-CUP 2026: Tra­di­ti­ons­seg­ler, Regat­ten und mari­ti­mes Pro­gramm am Bontekai Wil­helms­ha­ven. Vom 2. bis 4. Okto­ber 2026 steht Wil­helms­ha­ven ganz...

Lokal

Kita Lütt­je Lü in Völ­len­er­fehn gewinnt zehn Bob­by­cars – Fahr­spaß ganz ohne Spritkosten

Das Foto zeigt die Ver­tre­ter des Auto­hau­ses Por­sche in Leer, Kita-Lei­tung Ste­fa­nie Olt­manns sowie eini­ge Kin­der, die an der Mal­ak­ti­on...

Lokal

Senio­ren­bei­rat Wes­t­ov­er­le­din­gen: Wahl­vor­schlä­ge noch bis 30. Sep­tem­ber möglich

Das Foto zeigt den aktu­el­len Senio­ren­bei­rat. Das Bild zeigt v.l. Thea Boel­sen, Burk­hard Rei­ne­ke, Ulla Kor­te, Hans-Georg Füll­brunn, Hel­la Gei­ken,...

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