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Neue Mobi­li­tät für Ihr­ho­ve: Bahn­hal­te­punkt nimmt Gestalt an

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Bahn­hal­te­punkt Ihr­ho­ve: Bau­ar­bei­ten lie­gen im Zeitplan

Ihr­ho­ve. Die Arbei­ten am neu­en Bahn­hal­te­punkt in Ihr­ho­ve neh­men sicht­bar Gestalt an. Wer in den ver­gan­ge­nen Wochen ent­lang der Glei­se unter­wegs war, kann die Fort­schrit­te bereits mit blo­ßem Auge erken­nen – ins­be­son­de­re an Gleis 1 und in den angren­zen­den Bereichen.

An der Ecke Teichstraße/Wagnerstraße ist die neue Park+Ride-Anlage in Rich­tung Leer bereits in Tei­len fer­tig­ge­stellt. Die Fir­ma Her­mann Jan­sen aus Aschen­dorf hat hier sie­ben Pkw-Stell­plät­ze ange­legt. Ergänzt wird das Ange­bot durch 15 Fahr­rad­bü­gel, die Platz für bis zu 30 Fahr­rä­der bie­ten. In Kür­ze sol­len zusätz­lich vier abschließ­ba­re Fahr­rad­bo­xen instal­liert wer­den, um noch mehr Kom­fort für Pend­le­rin­nen und Pend­ler zu schaffen.

Auch bei den Bahn­stei­gen geht es zügig vor­an: Die Deut­sche Bahn, die für den Bau der neu­en Bahn­stei­ge zustän­dig ist, plant die Fer­tig­stel­lung bereits bis Juli die­ses Jah­res. Im Anschluss dar­an kann die Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen mit dem nächs­ten Bau­ab­schnitt begin­nen – der Errich­tung der gro­ßen P+R‑Anlage am Conrebbersweg/Leegmeedlandsweg.

Die­se grö­ße­re Anla­ge wird aktu­ell noch als Bau­stel­len­flä­che durch die Bahn genutzt. Sobald die­se frei­ge­ge­ben ist, ent­ste­hen auf der Abstell­flä­che an Gleis 2 ins­ge­samt 20 Pkw-Stell­plät­ze, 12 über­dach­te Fahr­rad­bü­gel sowie vier wei­te­re Fahr­rad­bo­xen.

Mit dem neu­en Bahn­hal­te­punkt ver­bes­sert sich nicht nur die Ver­kehrs­an­bin­dung der Regi­on deut­lich – auch die kom­for­ta­blen Park- und Abstell­mög­lich­kei­ten sol­len den Umstieg vom Auto auf die Bahn künf­tig attrak­ti­ver machen.

Fahr­rad­bü­gel an Gleis 1: An der Ecke Teichstraße/Wagnerstraße sind bereits 15 neue Fahr­rad­bü­gel mit Platz für 30 Räder instal­liert – ergänzt wer­den sie bald durch vier abschließ­ba­re Fahr­rad­bo­xen. Wei­te­re Stell­mög­lich­kei­ten ent­ste­hen an Gleis 2.
Pkw-Stell­plät­ze an Gleis 1: Sie­ben neu ange­leg­te Pkw-Stell­plät­ze an Gleis 1 ergän­zen das P+R‑Angebot in Ihr­ho­ve. Nach Fer­tig­stel­lung der Bahn­stei­ge fol­gen am Gleis 2 zusätz­lich 20 Park­plät­ze, 12 über­dach­te Fahr­rad­bü­gel und vier wei­te­re Fahrradboxen.
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Nie­der­sach­sens Ret­tungs­dienst soll moder­ner und schnel­ler werden!

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Ein­satz­fahr­zeu­ge des DRK im Land­kreis Leer beim Blau­licht­tag der Stadt Leer: Die Fahr­zeu­ge und ihre Aus­stat­tung konn­ten von den Besu­che­rin­nen und Besu­chern aus nächs­ter Nähe besich­tigt werden.

Nie­der­säch­si­scher Ret­tungs­dienst soll digi­ta­ler, schnel­ler und leis­tungs­fä­hi­ger werden

Lan­des­ka­bi­nett gibt Gesetz­ent­wurf zur Ände­rung des Nie­der­säch­si­schen Ret­tungs­dienst­ge­set­zes frei – digi­ta­le Fall­über­ga­be, bes­se­re Qua­li­täts­si­che­rung und lan­des­wei­te Inten­siv­trans­por­te geplant

Han­no­ver, 26. August 2026. Der Ret­tungs­dienst in Nie­der­sach­sen soll moder­ner, effi­zi­en­ter und leis­tungs­fä­hi­ger wer­den. Das Lan­des­ka­bi­nett hat am Diens­tag den Ent­wurf eines Geset­zes zur Ände­rung des Nie­der­säch­si­schen Ret­tungs­dienst­ge­set­zes zur Ein­brin­gung in den Land­tag freigegeben.

Mit der geplan­ten Novel­lie­rung will die Lan­des­re­gie­rung die Not­fall­ver­sor­gung im Land zukunfts­fest auf­stel­len. Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len schnel­ler die pas­sen­de medi­zi­ni­sche Hil­fe erhal­ten, die Qua­li­tät des Ret­tungs­diens­tes soll wei­ter ver­bes­sert und vor­han­de­ne Res­sour­cen geziel­ter ein­ge­setzt werden.

Ein beson­de­rer Schwer­punkt liegt dabei auf der Digitalisierung.

Digi­ta­le Fall­über­ga­be soll Ver­sor­gung beschleunigen

Künf­tig soll eine digi­ta­le Fall­über­ga­be dazu bei­tra­gen, die Infor­ma­ti­ons­qua­li­tät im Ret­tungs­dienst zu ver­bes­sern und soge­nann­te Medi­en­brü­che zu redu­zie­ren. Infor­ma­tio­nen sol­len damit schnel­ler und struk­tu­rier­ter zwi­schen den betei­lig­ten Stel­len wei­ter­ge­ge­ben wer­den können.

Davon ver­spricht sich die Lan­des­re­gie­rung beschleu­nig­te Behand­lungs­ab­läu­fe und eine ziel­ge­rich­te­te­re Ver­sor­gung. Gleich­zei­tig soll der Ret­tungs­dienst von Ein­sät­zen mit nied­ri­ger Prio­ri­tät ent­las­tet werden.

Das Ziel: Ret­tungs­wa­gen sol­len häu­fi­ger für drin­gen­de Not­fäl­le zur Ver­fü­gung ste­hen, wäh­rend Men­schen mit weni­ger aku­ten Beschwer­den schnel­ler an die jeweils pas­sen­de Ver­sor­gungs­struk­tur ver­mit­telt wer­den können.

Der Gesetz­ent­wurf soll dar­über hin­aus eine rechts­si­che­re Grund­la­ge dafür schaf­fen, rele­van­te Pati­en­ten­da­ten digi­tal zwi­schen den Ret­tungs­leit­stel­len und dem Bereit­schafts­dienst der Kas­sen­ärzt­li­chen Ver­ei­ni­gung zu übermitteln.

Qua­li­täts­si­che­rung soll gesetz­lich ver­an­kert werden

Ein wei­te­rer wich­ti­ger Bestand­teil der geplan­ten Geset­zes­än­de­rung ist die Qua­li­täts­si­che­rung im Ret­tungs­dienst. Dafür soll eine ent­spre­chen­de recht­li­che Grund­la­ge geschaf­fen werden.

Die Trä­ger des Ret­tungs­diens­tes sol­len ver­pflich­tet wer­den, erfor­der­li­che Daten in anony­mi­sier­ter Form bereit­zu­stel­len. Die­se Daten sol­len sys­te­ma­tisch erfasst und aus­ge­wer­tet wer­den. Auf die­se Wei­se sol­len Qua­li­täts­stan­dards kon­ti­nu­ier­lich wei­ter­ent­wi­ckelt und die Leis­tungs­fä­hig­keit des Ret­tungs­diens­tes ver­bes­sert werden.

Auch die Pati­en­ten­si­cher­heit steht dabei im Mit­tel­punkt. Ver­bes­se­rungs­po­ten­zia­le sol­len früh­zei­tig erkannt wer­den, damit die Not­fall­ver­sor­gung in Nie­der­sach­sen dau­er­haft wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.

Land soll Ver­ant­wor­tung für Inten­siv­trans­por­te übernehmen

Eine wei­te­re zen­tra­le Ände­rung betrifft die Inten­siv­trans­por­te mit Inten­siv­trans­port­wa­gen (ITW). Die Trä­ger­schaft für die­se hoch­spe­zia­li­sier­ten Trans­port­ka­pa­zi­tä­ten soll künf­tig beim Land Nie­der­sach­sen liegen.

Durch die lan­des­wei­te Zustän­dig­keit sol­len Inten­siv­trans­por­te künf­tig bes­ser abge­stimmt und bedarfs­ge­rech­ter orga­ni­siert wer­den. Schwerst­kran­ke Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten sol­len dadurch noch zuver­läs­si­ger ver­sorgt wer­den können.

Gleich­zei­tig soll die neue Struk­tur dazu bei­tra­gen, vor­han­de­ne hoch­spe­zia­li­sier­te Res­sour­cen effi­zi­en­ter einzusetzen.

Tele­fon­re­ani­ma­ti­on soll ver­pflich­tend werden

Auch bei Herz-Kreis­lauf-Still­stän­den setzt der Gesetz­ent­wurf auf eine stär­ke­re Unter­stüt­zung durch die Rettungsleitstellen.

Künf­tig sol­len die Leit­stel­len ver­pflich­tet wer­den, Anru­fen­de im Bedarfs­fall zur Durch­füh­rung einer Wie­der­be­le­bung anzu­lei­ten. Die­se soge­nann­te Tele­fon­re­ani­ma­ti­on kann eine ent­schei­den­de Rol­le spie­len, wenn ein Mensch einen Herz-Kreis­lauf-Still­stand erleidet.

Denn jede Minu­te bis zum Ein­tref­fen des Ret­tungs­diens­tes kann ent­schei­dend sein. Durch die tele­fo­ni­sche Anlei­tung zur Reani­ma­ti­on soll die Zeit bis zum Ein­tref­fen pro­fes­sio­nel­ler Hil­fe sinn­voll über­brückt und die Ret­tungs­ket­te gestärkt werden.

Ver­bän­de begrü­ßen geplan­te Änderungen

Im Rah­men der Ver­bands­be­tei­li­gung haben sich die betei­lig­ten Ver­bän­de inten­siv mit den geplan­ten Ände­run­gen aus­ein­an­der­ge­setzt. Der Gesetz­ent­wurf wur­de dabei mehr­heit­lich aus­drück­lich begrüßt.

Beson­ders posi­tiv bewer­tet wur­den die vor­ge­se­he­nen Schwer­punk­te. Die Ver­bän­de unter­stüt­zen die geplan­ten Maß­nah­men grund­sätz­lich und haben ledig­lich ein­zel­ne Ände­rungs- und Ergän­zungs­wün­sche eingebracht.

Danie­la Beh­rens: „Schnel­le, hoch­wer­ti­ge und moder­ne Notfallversorgung“

Nie­der­sach­sens Minis­te­rin für Inne­res, Sport und Digi­ta­li­sie­rung, Danie­la Beh­rens, betont die Bedeu­tung der geplan­ten Reform.

„Unser Ziel ist klar: Wer in Nie­der­sach­sen medi­zi­ni­sche Hil­fe benö­tigt, soll sich jeder­zeit auf eine schnel­le, hoch­wer­ti­ge und moder­ne Not­fall­ver­sor­gung ver­las­sen kön­nen“, erklärt Behrens.

Mit der Novel­lie­rung des Nie­der­säch­si­schen Ret­tungs­dienst­ge­set­zes sol­len die Vor­aus­set­zun­gen geschaf­fen wer­den, um den Ret­tungs­dienst noch leis­tungs­fä­hi­ger, effi­zi­en­ter und pati­en­ten­ori­en­tier­ter aufzustellen.

Die Minis­te­rin hebt dabei ins­be­son­de­re die vier zen­tra­len Maß­nah­men her­vor: die digi­ta­le Fall­über­ga­be, eine ver­bind­li­che Qua­li­täts­si­che­rung, die lan­des­wei­te Steue­rung der Inten­siv­trans­por­te und die ver­pflich­ten­de Telefonreanimation.

Die­se Maß­nah­men sol­len die Ver­sor­gung der Bevöl­ke­rung spür­bar ver­bes­sern. Gleich­zei­tig will das Land die Mög­lich­kei­ten der Digi­ta­li­sie­rung kon­se­quen­ter nut­zen, die Ver­net­zung der betei­lig­ten Akteu­re stär­ken und vor­han­de­ne Res­sour­cen geziel­ter einsetzen.

Der Gesetz­ent­wurf wird nun in den Nie­der­säch­si­schen Land­tag ein­ge­bracht. Damit beginnt das par­la­men­ta­ri­sche Ver­fah­ren zur geplan­ten Ände­rung des Rettungsdienstgesetzes.

Ziel der Lan­des­re­gie­rung ist ein Ret­tungs­dienst, der auch künf­tig schnell, ver­läss­lich und auf einem hohen Qua­li­täts­ni­veau arbei­tet – und gleich­zei­tig die Chan­cen der Digi­ta­li­sie­rung nutzt, um Men­schen im Not­fall noch geziel­ter zu helfen.

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Ulf Thie­le besucht Wein Wolff: Ost­frie­si­sche Spi­ri­tuo­sen tref­fen auf neue EU-Bürokratie

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(von links) Geschäfts­füh­rer und Som­me­lier Jan Wolff, Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Ulf Thie­le und Destil­la­teur Ste­fan Men­nen­ga. Foto: Wahl­kreis­bü­ro Ulf Thiele

Thie­le bei Wein Wolff: Ost­frie­si­sche Tra­di­ti­on, neue Ideen – und zu viel Bürokratie

Leer, 26. August 2026. Wie ent­ste­hen neue Spi­ri­tuo­sen, die zur Regi­on und zum Geschmack der Men­schen in Ost­fries­land pas­sen? Die­ser Fra­ge ist der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le bei einem Besuch des Leera­ner Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens Wein Wolff nach­ge­gan­gen. Gemein­sam mit Geschäfts­füh­rer und Som­me­lier Jan Wolff sowie Destil­la­teur Ste­fan Men­nen­ga sprach Thie­le über die Ent­wick­lung neu­er Pro­duk­te, regio­na­le Geschmacks­un­ter­schie­de und die Ver­bin­dung von jahr­hun­der­te­al­ter Erfah­rung mit neu­en Ideen.

Dabei blieb es nicht bei der Theo­rie. Ste­fan Men­nen­ga, der bei Wein Wolff neue Spi­ri­tuo­sen ent­wi­ckelt und bestehen­de Rezep­tu­ren wei­ter­führt, gab Ein­bli­cke in die Arbeit mit Kräu­ter­aus­zü­gen, Aro­ma­de­stil­la­ten und unter­schied­li­chen Ansät­zen. Auch eine Ver­kos­tung gehör­te zum Besuch.

„Hier steckt unglaub­lich viel Erfah­rung, hand­werk­li­ches Kön­nen und Gespür für die Regi­on in jeder Fla­sche. Beson­ders span­nend fand ich, wie genau Jan Wolff und Ste­fan Men­nen­ga wis­sen, wel­che Geschmacks­rich­tun­gen in Ost­fries­land gefragt sind – und dass sich die Vor­lie­ben teil­wei­se sogar von Ort zu Ort unter­schei­den“, sag­te Thiele.

Spi­ri­tuo­sen mit Geschich­te und neu­en Ideen

Die Her­stel­lung eige­ner Spi­ri­tuo­sen gehört seit Gene­ra­tio­nen zum Unter­neh­men. Eini­ge Rezep­tu­ren wer­den bereits seit mehr als 100 Jah­ren ver­wen­det und inner­halb der Fami­lie wei­ter­ge­ge­ben. Gleich­zei­tig ent­ste­hen immer wie­der neue Pro­duk­te und Pro­dukt­li­ni­en, die tra­di­tio­nel­le ost­frie­si­sche Geschmacks­rich­tun­gen mit moder­nen Ideen verbinden.

Für Thie­le zeigt sich dar­in, dass Tra­di­ti­on und Inno­va­ti­on kein Wider­spruch sein müs­sen: „Wer sei­ne Wur­zeln kennt, kann dar­aus auch etwas Neu­es entwickeln.“

Wie tief die­se Wur­zeln rei­chen, wur­de beim anschlie­ßen­den Rund­gang mit Jan Wolff durch das his­to­ri­sche Haus Sam­son deut­lich. Das Gebäu­de in der Leera­ner Alt­stadt stammt im Kern aus dem 16. Jahr­hun­dert. Neben dem Stamm­ge­schäft und der Ver­wal­tung befin­det sich dort ein Muse­um mit einer umfang­rei­chen Samm­lung ost­frie­si­scher Wohnkultur.

Seit 2007 befin­den sich das Haus Sam­son und die Samm­lung im Besitz der Hil­ke und Fritz Wolff Stif­tung. Die weit­läu­fi­gen, teil­wei­se rund 400 Jah­re alten Kel­ler­ge­wöl­be unter den Häu­sern in der Rat­haus­stra­ße wer­den bis heu­te zur Lage­rung von Wein genutzt.

Wein Wolff: Seit 1800 in Leer

Die Geschich­te des Unter­neh­mens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heu­te führt Jan Wolff den Fami­li­en­be­trieb bereits in sieb­ter Gene­ra­ti­on. Mehr als 1.000 ver­schie­de­ne Wei­ne gehö­ren zum Sor­ti­ment. Hin­zu kom­men zahl­rei­che ost­frie­si­sche Spi­ri­tuo­sen, die direkt in Leer her­ge­stellt werden.

Pro­duk­ti­on, Han­del, Fili­al­ge­schäft und Online-Ver­sand grei­fen dabei inein­an­der. Gera­de die­se Ver­bin­dung aus tra­di­ti­ons­rei­chem Fami­li­en­un­ter­neh­men und moder­nem Mit­tel­stand war für Thie­le ein wich­ti­ger Anlass, neben den Pro­duk­ten auch über die aktu­el­len Her­aus­for­de­run­gen für Unter­neh­men zu sprechen.

Neue EU-Regeln sor­gen für zusätz­li­che Belastungen

Im Gespräch mit Jan Wolff ging es des­halb aus­führ­lich um die zuneh­men­den Anfor­de­run­gen durch euro­päi­sche Rege­lun­gen für Han­del und Online-Ver­sand. Beson­ders im Mit­tel­punkt stan­den die Emp­Co-Richt­li­nie gegen Green­wa­shing und die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR).

„Die Emp­Co-Richt­li­nie gegen Green­wa­shing und die neue EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung stel­len klei­ne Unter­neh­men, den Mit­tel­stand und Ver­sand­händ­ler vor erheb­li­che zusätz­li­che Anfor­de­run­gen. Mehr Ver­brau­cher­schutz und weni­ger Ver­pa­ckungs­müll sind grund­sätz­lich rich­ti­ge Zie­le. Ent­schei­dend ist jedoch, dass die Umset­zung rechts­si­cher, pra­xis­taug­lich und mit­tel­stands­freund­lich erfolgt“, erklär­te Thiele.

Gera­de klei­ne Betrie­be und Online-Händ­ler benö­tig­ten kla­re Regeln statt neu­er Büro­kra­tie­fal­len. „Wer Nach­hal­tig­keit ehr­lich kom­mu­ni­ziert oder Waren ins EU-Aus­land lie­fert, darf nicht durch unkla­re Vor­ga­ben, zusätz­li­che Regis­trie­rungs­pflich­ten und Abmahn­ri­si­ken aus­ge­bremst werden.“

Emp­Co-Richt­li­nie: Stren­ge­re Vor­ga­ben für Nachhaltigkeitswerbung

Mit der Umset­zung der Emp­Co-Richt­li­nie (EU) 2024/825 wer­den die Anfor­de­run­gen an Umwelt- und Nach­hal­tig­keits­aus­sa­gen deut­lich ver­schärft. Die neu­en Rege­lun­gen sind ab dem 27. Sep­tem­ber 2026 anzuwenden.

All­ge­mei­ne Umwelt­aus­sa­gen wie „kli­ma­freund­lich“, „grün“ oder „nach­hal­tig“ wer­den künf­tig nur noch unter deut­lich stren­ge­ren Vor­aus­set­zun­gen zuläs­sig sein. Unter­neh­men müs­sen des­halb ihre Wer­bung, Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, Ver­pa­ckun­gen und Online-Auf­trit­te über­prü­fen und gege­be­nen­falls anpassen.

Aus Sicht Thie­les ist ins­be­son­de­re pro­ble­ma­tisch, dass für bereits pro­du­zier­te Ver­pa­ckun­gen und Waren­be­stän­de kei­ne aus­rei­chen­de rechts­si­che­re Auf­brauch- oder Abver­kaufs­frist vor­ge­se­hen ist.

„Es kann nicht nach­hal­tig sein, recht­mä­ßig pro­du­zier­te Ver­pa­ckun­gen oder sogar Waren ver­nich­ten zu müs­sen, nur weil sich zwi­schen­zeit­lich die gesetz­li­chen Anfor­de­run­gen geän­dert haben. Des­halb unter­stüt­ze ich die For­de­rung nach einer min­des­tens ein­jäh­ri­gen Abver­kaufs­frist für vor­han­de­ne Bestän­de“, sag­te Thiele.

Zudem müs­se sicher­ge­stellt wer­den, dass eta­blier­te unab­hän­gi­ge Ver­brau­cher­tests und seriö­se Stan­dards nicht unbe­ab­sich­tigt unter pau­scha­le Ver­bo­te fal­len oder neue Abmahn­ri­si­ken entstehen.

EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung bringt neue Pflich­ten für Online-Händler

Eine wei­te­re Her­aus­for­de­rung sieht Thie­le in der EU-Ver­pa­ckungs­ver­ord­nung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Ins­be­son­de­re der grenz­über­schrei­ten­de Ver­sand bringt zusätz­li­che Pflich­ten mit sich.

Wer ver­pack­te Waren unmit­tel­bar an End­ver­brau­cher in ande­ren EU-Mit­glied­staa­ten lie­fert, muss dort grund­sätz­lich die jewei­li­gen Vor­ga­ben der erwei­ter­ten Her­stel­ler­ver­ant­wor­tung erfül­len und einen Bevoll­mäch­tig­ten benen­nen. Damit kön­nen zusätz­li­che Registrierungs‑, Mel­de- und Kos­ten­pflich­ten ver­bun­den sein.

Für klei­ne Online-Händ­ler kann die­ser Auf­wand im Ver­hält­nis zu weni­gen Lie­fe­run­gen in ein­zel­ne EU-Staa­ten erheb­lich sein. Im schlimms­ten Fall könn­te dadurch ein wirt­schaft­li­cher Anreiz ent­ste­hen, Kun­den in ande­ren Mit­glied­staa­ten gar nicht mehr zu beliefern.

„Wenn klei­ne­re Online-Händ­ler ihren Ver­sand in ande­re EU-Staa­ten ein­stel­len, weil sich eini­ge weni­ge Pake­te wegen der damit ver­bun­de­nen Büro­kra­tie nicht mehr rech­nen, läuft etwas grund­sätz­lich falsch. Das wider­spricht dem Gedan­ken des euro­päi­schen Bin­nen­mark­tes“, bekräf­tig­te Thiele.

Er for­dert des­halb eine schnel­le mit­tel­stands­freund­li­che Kor­rek­tur. Dazu gehör­ten ins­be­son­de­re eine deut­lich ein­fa­che­re Rege­lung der Bevoll­mäch­tig­ten­pflicht sowie sinn­vol­le Aus­nah­men und Erleich­te­run­gen für klei­ne Unter­neh­men und gerin­ge Versandmengen.

Thie­le sucht direkt den Kon­takt nach Brüssel

Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thie­le direkt Kon­takt mit den Abge­ord­ne­ten des Euro­päi­schen Par­la­ments Jens Gie­se­ke aus dem Ems­land und David McAl­lis­ter aus dem Land­kreis Cux­ha­ven auf.

Bei­de ver­si­cher­ten, dass sich die Frak­ti­on der Euro­päi­schen Volks­par­tei im Euro­päi­schen Par­la­ment und auch sie per­sön­lich für eine schnel­le Lösung ein­set­zen wol­len. Ziel sei es, die von der Kom­mis­si­on in Kraft gesetz­te Richt­li­nie schnellst­mög­lich außer Kraft zu set­zen und anschlie­ßend mit­tel­stands­freund­lich zu überarbeiten.

Die Fol­ge­wir­kun­gen der jetzt in Kraft gesetz­ten Emp­Co-Richt­li­nie sei­en nicht im Sin­ne der EVP-Frak­ti­on und ent­sprä­chen nicht den poli­ti­schen Vor­ga­ben des Euro­päi­schen Parlaments.

„Sol­chen Betrie­ben soll­ten wir den Rücken freihalten“

Für Ulf Thie­le hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Sei­ten des erfolg­rei­chen Mit­tel­stands sicht­bar gemacht: auf der einen Sei­te jahr­hun­der­te­al­te Tra­di­ti­on, hand­werk­li­ches Kön­nen und regio­na­le Ver­bun­den­heit, auf der ande­ren Sei­te Inno­va­ti­on, neue Pro­duk­te und moder­ne Vertriebswege.

„Hier wird seit mehr als zwei Jahr­hun­der­ten unter­neh­me­ri­sche Tra­di­ti­on bewahrt und gleich­zei­tig stän­dig etwas Neu­es ent­wi­ckelt. Genau sol­chen Betrie­ben soll­ten wir den Rücken frei­hal­ten. Euro­pa muss ihnen den Zugang zum Bin­nen­markt erleich­tern – und darf ihn nicht mit neu­er Büro­kra­tie erschwe­ren“, erklär­te Thie­le abschließend.

 

Wie und wo ent­ste­hen bei Wein Wolff eigent­lich die vie­len Krea­tio­nen neu­er Spi­ri­tuo­sen? Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) schau­te hin­ter die Kulis­sen des ost­frie­si­schen Tra­di­ti­ons­un­ter­neh­mens in der Leera­ner Alt­stadt. Neue euro­päi­sche Vor­ga­ben erschwe­ren aller­dings den Han­del im Binnenmarkt.

 

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Poli­zei­chef Tho­mas Meme­ring geht in den Ruhe­stand: Nach 44 Jah­ren endet eine beein­dru­cken­de Laufbahn

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Poli­zei­prä­si­dent de Vries (rechts) ver­ab­schie­de­te Tho­mas Meme­ring in den Ruhestand

 

Tho­mas Meme­ring geht in den Ruhe­stand: Nach fast 44 Jah­ren endet eine beein­dru­cken­de Polizeilaufbahn

Nach fast 44 Jah­ren im Dienst der Poli­zei Nie­der­sach­sen beginnt für den Lei­ten­den Poli­zei­di­rek­tor Tho­mas Meme­ring ein neu­er Lebens­ab­schnitt. Der 61-Jäh­ri­ge wur­de im Rah­men einer Fei­er­stun­de am 24. August 2026 mit Wir­kung zum 1. Sep­tem­ber 2026 in den Ruhe­stand ver­ab­schie­det. Fünf Jah­re lang stand Meme­ring an der Spit­ze der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden.

Die Dienst­ge­schäf­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden wer­den künf­tig kom­mis­sa­risch von Poli­zei­ober­rä­tin Fri­da San­der geführt.

Tho­mas Meme­ring: „Ich bin dankbar“

Bei sei­ner Ver­ab­schie­dung stand vor allem ein Gefühl im Mit­tel­punkt: Dank­bar­keit. „Ich bin dank­bar dafür, dass ich 44 Jah­re lang einen tol­len Beruf aus­üben durf­te. Und ich bin dank­bar dafür, dass ich so tol­le Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen an mei­ner Sei­te haben durf­te“, sag­te Tho­mas Memering.

Gleich­zei­tig rich­te­te er den Blick auf die täg­li­che Arbeit sei­ner Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen. „Sie leis­ten jeden Tag eine anspruchs­vol­le Arbeit für die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger. Ihre Auf­ga­ben beinhal­ten ein gro­ßes Maß an Ver­ant­wor­tung, und gleich­zei­tig müs­sen Sie viel ertra­gen – sowohl kör­per­lich als auch psy­chisch. Ich habe höchs­ten Respekt vor dem, was Sie jeden Tag leis­ten“, beton­te der schei­den­de Lei­ter der Polizeiinspektion.

Sei­nen Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen gab Meme­ring zum Abschied einen per­sön­li­chen Wunsch mit auf den Weg: „Ich wün­sche Ihnen allen min­des­tens so viel Berufs­zu­frie­den­heit, wie ich sie genie­ßen durfte.“

Frie­do de Vries wür­digt beein­dru­cken­de Karriere

Auch Frie­do de Vries, Prä­si­dent der Poli­zei­di­rek­ti­on Osna­brück, wür­dig­te die lang­jäh­ri­ge Lauf­bahn von Tho­mas Meme­ring in sei­ner Rede zur offi­zi­el­len Verabschiedung.

Meme­ring bli­cke auf eine beein­dru­cken­de Kar­rie­re zurück. Rund 25 Jah­re war er bei der Was­ser­schutz­po­li­zei Nie­der­sach­sen tätig. Dar­über hin­aus arbei­te­te er mehr als 25 Jah­re in her­aus­ge­ho­be­nen Füh­rungs­po­si­tio­nen der Landespolizei.

Beson­ders die ver­gan­ge­nen fünf Jah­re als Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden sei­en von einem dyna­mi­schen Wan­del und zahl­rei­chen Her­aus­for­de­run­gen in der poli­zei­li­chen Arbeit geprägt gewe­sen. In die­ser Zeit trug Meme­ring Ver­ant­wor­tung für mehr als 350 Mit­ar­bei­ten­de und für die Sicher­heit von rund 225.000 Men­schen im Land­kreis Leer und in der Stadt Emden.

De Vries hob dabei ins­be­son­de­re Meme­rings gro­ße Erfah­rung, sei­nen Wer­te­kom­pass und sei­ne Sou­ve­rä­ni­tät her­vor. Er habe die Ent­wick­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on ver­läss­lich gestal­tet. Zum Abschied bezeich­ne­te de Vries Tho­mas Meme­ring als ein „beson­ne­nes und sehr geschätz­tes Urge­stein unse­rer Füh­rungs­crew“.

Poli­zei­lauf­bahn begann 1982

Der beruf­li­che Weg von Tho­mas Meme­ring begann im Okto­ber 1982 an der Lan­des­po­li­zei­schu­le Nie­der­sach­sen. Dort absol­vier­te er sei­ne Aus­bil­dung zum Poli­zei­haupt­wacht­meis­ter.

Nach Abschluss sei­ner Aus­bil­dung führ­te ihn sei­ne Lauf­bahn unter ande­rem zur Was­ser­schutz­po­li­zei in Emden, Olden­burg, Wil­helms­ha­ven und Han­no­ver. Ins­ge­samt war Meme­ring rund ein Vier­tel­jahr­hun­dert bei der Was­ser­schutz­po­li­zei Nie­der­sach­sen tätig.

Eine wei­te­re wich­ti­ge Sta­ti­on sei­ner Kar­rie­re war das Poli­zei­kom­mis­sa­ri­at in Papen­burg, das er sechs Jah­re lang leitete.

Im Okto­ber 2017 über­nahm Meme­ring die Lei­tung des Zen­tra­len Kri­mi­nal­diens­tes der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. Knapp vier Jah­re spä­ter folg­te der nächs­te Schritt: Im August 2021 über­nahm er die Lei­tung der gesam­ten Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden.

Damit stand er fünf Jah­re lang an der Spit­ze der Inspek­ti­on und war für die poli­zei­li­che Arbeit in der Stadt Emden sowie im Land­kreis Leer verantwortlich.

Dank für 44 Jah­re Einsatz

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden bedank­te sich bei Tho­mas Meme­ring aus­drück­lich für sein lang­jäh­ri­ges Enga­ge­ment, sei­ne Füh­rungs­ar­beit und sei­nen Ein­satz für die Men­schen in der Region.

Mit dem Ein­tritt in den Ruhe­stand endet für den 61-Jäh­ri­gen eine fast 44 Jah­re dau­ern­de Dienst­zeit bei der Poli­zei Nie­der­sach­sen.

Für sei­nen neu­en Lebens­ab­schnitt wünscht die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden Tho­mas Meme­ring vor allem Gesund­heit, Zeit für Fami­lie und Freun­de sowie vie­le schö­ne Momen­te – fern­ab von Dienst­plä­nen, Lage­be­spre­chun­gen und Telefonkonferenzen.

Ab dem 1. Sep­tem­ber 2026 wird Poli­zei­ober­rä­tin Fri­da San­der die Dienst­ge­schäf­te der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden kom­mis­sa­risch führen.

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