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Nico Blo­em: „Unse­re Gesell­schaft braucht das Hand­werk drin­gen­der denn je“

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Im Gespräch mit dem Hand­werk (von links): Nico Blo­em, Jan-Ulfert Claa­sen, Mar­kus Legg­ge­dör und Hei­ner Hei­jen. Bild: privat

Nico Blo­em: „Unse­re Gesell­schaft braucht das Hand­werk drin­gen­der denn je“

Leer – „Unse­re Gesell­schaft braucht das Hand­werk drin­gen­der denn je. Ein Haus baut sich nicht von allei­ne, das Schwein wird nicht ein­fach zur Wurst, und das defek­te Auto wird sich nicht von allei­ne repa­rie­ren. Dar­um muss end­lich mit der Schlecht­re­de­rei des Hand­werks Schluss sein“, mein­te der SPD-Land­tags­kan­di­dat Nico Blo­em (Wee­ner) bei einem Gespräch in der Kreis­hand­wer­ker­schaft Leer-Witt­mund mit Kreis­hand­werks­meis­ter Hei­ner Hei­jen und sei­nen bei­den Stell­ver­tre­tern Mar­kus Leg­ge­dör und Jan-Ulfert Claa­sen. Zur aktu­ell schwie­ri­gen Lage der ener­gie­in­ten­si­ven Hand­werks­be­trie­be wie Bäcke­rei oder Schlach­ter und ande­rer betrof­fe­ner Fir­men äußer­te sich Blo­em klar: „Wir müs­sen ihnen hel­fen und Lösun­gen fin­den — so wie wir den Ban­ken in der Finanz­kri­se und den Unter­neh­men wäh­rend der Coro­na-Pan­de­mie auch gehol­fen haben.”


Das Hand­werk lei­det grund­sätz­lich beson­ders unter dem Fach­kräf­te­man­gel. Immer mehr Betrie­be haben Pro­ble­me, ihre Aus­bil­dungs­stel­len zu beset­zen und für Nach­wuchs zu sor­gen. Dabei sei es egal, ob es sich um Mau­rer, Elek­tri­ker, Fri­seu­re, Flei­scher, Instal­la­teu­re, Lackie­rer, Auto­me­cha­ni­ker oder Dach­de­cker han­de­le. „Es ist schwer, jun­ge Leu­te für das Hand­werk zu begeis­tern, auch wenn das Bild vom schmut­zi­gen Hand­werk schon lan­ge nicht mehr stimmt“, mein­ten Hei­jen, Leg­ge­dör und Claa­sen. „Wir wis­sen, dass vie­le Eltern ihren Kin­dern raten, stu­die­ren zu gehen – und von hand­werk­li­chen Beru­fen abra­ten. Das müs­sen wir ändern – zum Bei­spiel, indem wir die aka­de­mi­sche und die hand­werk­li­che Aus­bil­dung auf ein gemein­sa­mes Niveau heben“, mein­te Hei­jen. Blo­em stimm­te zu: “Das kön­nen wir zum Bei­spiel durch eine bes­se­re Berufs­ori­en­tie­rung in allen Schul­for­men erreichen.”


Es ging auch um die poli­ti­sche Unter­stüt­zung für Hand­werks­be­trie­be. Hei­jen, Leg­ge­dör und Claa­sen beklag­ten, dass die vor­han­de­nen För­der­pro­gram­me oft nicht auf das Hand­werk aus­ge­legt sei­en und daher nicht genutzt wer­den könn­ten. „Um die­ses The­ma möch­te ich mich in Han­no­ver küm­mern. Das gilt auch für die viel beklag­te Büro­kra­tie, die vor allem klei­ne Betrie­be trifft. Da gibt es durch­aus guten Wil­len. Aber wir müs­sen noch mehr Tem­po machen“, so Bloem.


Die unter­schied­li­chen Löh­ne in Indus­trie und Hand­werk – in der Regel wird in der Indus­trie mehr gezahlt – sieht Blo­em als wei­te­res Pro­blem. „Die Sche­re darf nicht wei­ter aus­ein­an­der­ge­hen – und wir müs­sen das Hand­werk attrak­ti­ver machen. Es ist noch viel zu tun“, so Blo­em. Ange­sichts der gro­ßen Her­aus­for­de­run­gen in der gegen­wär­ti­gen Kri­se und bei der Bewäl­ti­gung des Kli­ma­wan­dels ist der SPD-Poli­ti­ker aber opti­mis­tisch, „denn das Hand­werk hat eine gro­ße Zukunft“.


 
 
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Dr. Mar­kus Rohe neu­er SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Stadt­rat Leer

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Dr. Mar­kus Rohe ist neu­er Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer. (Foto: Ute Müller)

Dr. Mar­kus Rohe ist neu­er SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Stadt­rat Leer

Leer – Die neue SPD-Stadt­rats­frak­ti­on in Leer hat nach der Kom­mu­nal­wahl ihre Arbeit auf­ge­nom­men und einen neu­en Frak­ti­ons­vor­stand gewählt. Dr. Mar­kus Rohe über­nimmt künf­tig den Vor­sitz der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer. Er folgt damit auf Heinz Die­ter Schmidt, der die Frak­ti­on vie­le Jah­re geführt hat­te und bei der Kom­mu­nal­wahl aus Alters­grün­den nicht erneut für den Stadt­rat kandidierte.

Die Wahl des neu­en Frak­ti­ons­vor­stands gehör­te zu den ers­ten Auf­ga­ben der neu zusam­men­ge­setz­ten SPD-Frak­ti­on. Dr. Mar­kus Rohe wur­de dabei eben­so wie die wei­te­ren Vor­stands­mit­glie­der ein­stim­mig in sein Amt gewählt. Nach Anga­ben der SPD unter­strei­che das Ergeb­nis die gro­ße Geschlos­sen­heit inner­halb der neu­en Stadtratsfraktion.

Neu­er Vor­stand der SPD-Frak­ti­on im Stadt­rat Leer

Neben dem neu­en Frak­ti­ons­vor­sit­zen­den Dr. Mar­kus Rohe gehö­ren Sil­ke Men­ge und Jar­no Beh­rens als stell­ver­tre­ten­de Vor­sit­zen­de dem Frak­ti­ons­vor­stand an. Tom­ke Lüb­be­hü­sen über­nimmt das Amt der Schrift­füh­re­rin. Ihre Stell­ver­tre­te­rin ist Anke Schlingmann.

Frak­ti­ons­ge­schäfts­füh­rer bleibt Hau­ke Satt­ler. Er ist bereits seit vie­len Jah­ren in die­ser Funk­ti­on tätig und bringt ent­spre­chend umfang­rei­che Erfah­rung in die Arbeit der SPD-Frak­ti­on im Leera­ner Stadt­rat ein.

Mit Dr. Mar­kus Rohe steht damit ein erfah­re­nes Rats­mit­glied an der Spit­ze der SPD-Frak­ti­on. Er über­nimmt den Vor­sitz in einer neu­en Wahl­pe­ri­ode, die nach der Kom­mu­nal­wahl mit einer ver­än­der­ten Zusam­men­set­zung des Stadt­ra­tes beginnt.

Aus­schuss­be­set­zung und Zusam­men­ar­beit im Stadtrat

In den kom­men­den Wochen wird sich die SPD-Frak­ti­on unter ande­rem mit der Beset­zung der Aus­schüs­se des Stadt­ra­tes beschäf­ti­gen. Gleich­zei­tig sol­len Gesprä­che über die zukünf­ti­ge Zusam­men­ar­beit im Leera­ner Stadt­rat geführt werden.

Dr. Mar­kus Rohe beton­te, dass die SPD-Frak­ti­on ein kon­struk­ti­ves und fai­res Mit­ein­an­der mit allen demo­kra­ti­schen Mit­glie­dern und Frak­tio­nen des neu­en Stadt­ra­tes anstre­be. Die Grund­la­ge für eine ent­spre­chen­de Zusam­men­ar­beit soll in den kom­men­den Wochen gelegt werden.

Bis zur Kon­sti­tu­ie­rung des neu­en Stadt­ra­tes am 3. Novem­ber ste­hen daher wei­te­re Gesprä­che und Abstim­mun­gen an. Dabei geht es neben der Beset­zung der Aus­schüs­se auch dar­um, die Zusam­men­ar­beit wäh­rend der gesam­ten neu­en Wahl­pe­ri­ode vorzubereiten.

Mit der Wahl des Frak­ti­ons­vor­stands hat die SPD-Stadt­rats­frak­ti­on in Leer damit einen ers­ten orga­ni­sa­to­ri­schen Schritt nach der Kom­mu­nal­wahl gemacht. Dr. Mar­kus Rohe steht künf­tig an der Spit­ze der Frak­ti­on und wird deren Arbeit im neu­en Leera­ner Stadt­rat maß­geb­lich mitgestalten.

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Fern­mel­de­mu­se­um Leer: His­to­ri­sche Tech­nik soll für Ost­fries­land erhal­ten bleiben

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Nico Blo­em besuch­te das Fern­mel­de­mu­se­um Leer gemein­sam mit Mit­glie­dern des Ver­eins­vor­stands. Auch der ehe­ma­li­ge Leera­ner Land­rat Bern­hard Bramla­ge, der den Ver­ein unter­stützt, nahm an dem Gespräch teil.

Fern­mel­de­mu­se­um Leer vor Her­aus­for­de­run­gen: Nico Blo­em sagt Unter­stüt­zung zu

His­to­ri­sche Tech­nik und ost­frie­si­sche Fern­mel­de­ge­schich­te: Das Fern­mel­de­mu­se­um Leer gibt Ein­bli­cke in eine längst ver­gan­ge­ne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­welt. Bei einem Besuch mach­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em ein Bild von der Samm­lung und beton­te: „Das muss erhal­ten werden.“

Leer – Das Fern­mel­de­mu­se­um Leer im ehe­ma­li­gen Tele­kom-Gebäu­de an der Bavink­stra­ße bewahrt ein Stück Kul­tur- und Tech­nik­ge­schich­te Ost­fries­lands. Zahl­rei­che his­to­ri­sche Gerä­te erin­nern dort an die Ent­wick­lung der Tele­kom­mu­ni­ka­ti­on. Bei einem Besuch über­zeug­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em aus Wee­ner von der Arbeit des Ver­eins. An dem Gespräch nahm auch der ehe­ma­li­ge Leera­ner Land­rat Bern­hard Bramla­ge teil, der sich eben­falls für den Erhalt des Muse­ums einsetzt.

Das Team um den Ver­eins­vor­sit­zen­den Wal­ter Brück­mann hat seit der Grün­dung des Ver­eins und des Muse­ums viel auf­ge­baut. In den Räu­men des ehe­ma­li­gen Tele­kom-Gebäu­des befin­den sich zahl­rei­che Ori­gi­nal­stü­cke aus der Fern­mel­de­ge­schich­te Ost­fries­lands. Die Aus­stel­lung reicht von alten See­ka­beln über Tele­fo­ne unter­schied­li­cher Bau­jah­re und Gene­ra­tio­nen bis hin zu his­to­ri­schen Tele­fon­zel­len, Fern­schrei­bern, Ver­mitt­lungs­stel­len und Morsetastern.

„Wir konn­ten ein­fach die alte Tech­nik nicht weg­wer­fen“, erklärt Brück­mann. Aus die­ser Hal­tung ist inzwi­schen eine umfang­rei­che Samm­lung ent­stan­den, die nicht nur his­to­ri­sche Gerä­te bewahrt, son­dern auch deren Funk­ti­ons­wei­se nach­voll­zieh­bar macht.

Ehe­ma­li­ge Fern­mel­de­tech­ni­ker hal­ten Tech­nik am Leben

Der Ver­ein zählt der­zeit rund 50 Mit­glie­der, etwa zehn von ihnen enga­gie­ren sich regel­mä­ßig im Muse­um. Sie restau­rie­ren his­to­ri­sche Gerä­te, set­zen sie instand und berei­ten sie für die Aus­stel­lung auf.

Vie­le Ver­eins­mit­glie­der sind ehe­ma­li­ge Fern­mel­de­tech­ni­ker. Sie ver­fü­gen daher nicht nur über tech­ni­sches Wis­sen, son­dern ken­nen einen gro­ßen Teil der aus­ge­stell­ten Gerä­te noch aus ihrer eige­nen beruf­li­chen Ver­gan­gen­heit. Gleich­zei­tig ver­bin­det der Ver­ein die his­to­ri­sche Tech­nik mit moder­nen Entwicklungen.

Ein beson­de­res Bei­spiel dafür ist ein alter Fern­schrei­ber. Über das his­to­ri­sche Gerät kön­nen inzwi­schen sogar Anfra­gen an ChatGPT gestellt und beant­wor­tet wer­den. Damit zeigt das Muse­um auf unge­wöhn­li­che Wei­se, wie sich Kom­mu­ni­ka­ti­ons- und Infor­ma­ti­ons­tech­nik über Jahr­zehn­te ent­wi­ckelt haben.

Muse­um steht vor finan­zi­el­len und räum­li­chen Herausforderungen

Trotz des Enga­ge­ments der Ver­eins­mit­glie­der steht das Fern­mel­de­mu­se­um vor meh­re­ren Pro­ble­men. Ein wesent­li­cher Punkt ist die feh­len­de Bar­rie­re­frei­heit: Das Gebäu­de ver­fügt über kei­nen Aufzug.

Hin­zu kom­men stei­gen­de Kos­ten. Zwar kön­nen die Räu­me der­zeit noch miet­frei genutzt wer­den, doch die finan­zi­el­le Situa­ti­on macht eine lang­fris­ti­ge Wei­ter­ent­wick­lung schwie­rig. „Auf die Dau­er ist das Muse­um unter den der­zei­ti­gen Bedin­gun­gen nicht zu hal­ten“, sagt Wal­ter Brückmann.

Damit stellt sich für den Ver­ein zuneh­mend die Fra­ge, wie das Fern­mel­de­mu­se­um Leer dau­er­haft gesi­chert und gleich­zei­tig wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.

Nico Blo­em zeigt sich beein­druckt von der Aus­stel­lung und emp­fiehlt einen Besuch im Fern­mel­de­mu­se­um Leer: Die viel­fäl­ti­ge Samm­lung und die his­to­ri­schen Gerä­te sei­en für alle Alters­klas­sen sehenswert.

Nico Blo­em sieht Zukunfts­per­spek­ti­ve im Museum

Nico Blo­em zeig­te sich bei sei­nem Besuch beein­druckt und signa­li­sier­te sei­ne Bereit­schaft, bei der Suche nach einer Per­spek­ti­ve zu hel­fen. Vor­aus­set­zung sei aller­dings ein ent­spre­chen­des Kon­zept, das den wei­te­ren Weg des Muse­ums aufzeigt.

Für Blo­em ist das Fern­mel­de­mu­se­um mehr als eine Samm­lung alter tech­ni­scher Gerä­te. Es ver­mit­telt einen Ein­blick in die tech­ni­sche Ent­wick­lung der Regi­on und macht anhand kon­kre­ter Ori­gi­nal­stü­cke nach­voll­zieh­bar, wie Kom­mu­ni­ka­ti­on frü­her funktionierte.

Beson­ders beein­druckt zeig­te sich der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te vom per­sön­li­chen Enga­ge­ment der Ver­eins­mit­glie­der. „Ich bin wirk­lich sehr ange­tan, mit wel­chem Herz­blut hier gear­bei­tet wird“, erklär­te Blo­em. Die Aus­stel­lung sei für alle Alters­klas­sen sehens­wert.

Rund 300 Besu­cher pro Jahr

Das Fern­mel­de­mu­se­um ver­fügt der­zeit über kei­ne regel­mä­ßi­gen Öff­nungs­zei­ten. Wer die Aus­stel­lung besich­ti­gen möch­te, kann einen Besuch über die Inter­net­sei­te www.femule.de anmelden.

Trotz die­ser ein­ge­schränk­ten Zugangs­mög­lich­kei­ten fin­den jähr­lich bereits rund 300 Besu­che­rin­nen und Besu­cher den Weg in das Muse­um in der Bavink­stra­ße. Die Samm­lung bie­tet dabei nicht nur ehe­ma­li­gen Fern­mel­de­tech­ni­kern Gele­gen­heit, Erin­ne­run­gen auf­zu­fri­schen. Auch jün­ge­re Besu­cher kön­nen nach­voll­zie­hen, wie sich die Kom­mu­ni­ka­ti­on von Tele­fo­nen, Fern­schrei­bern und Ver­mitt­lungs­stel­len bis hin zu moder­ner digi­ta­ler Kom­mu­ni­ka­ti­on ent­wi­ckelt hat.

Für den Ver­ein steht nun die Fra­ge im Mit­tel­punkt, wie das Fern­mel­de­mu­se­um Leer lang­fris­tig erhal­ten wer­den kann. Die vor­han­de­ne Samm­lung, das tech­ni­sche Fach­wis­sen der Mit­glie­der und das Besu­cher­inter­es­se bil­den dafür eine Grund­la­ge. Ent­schei­dend wird jedoch sein, ein trag­fä­hi­ges Kon­zept für die Zukunft und die damit ver­bun­de­nen räum­li­chen und finan­zi­el­len Anfor­de­run­gen zu entwickeln.

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Emder Kräu­ter­mat­jes ist „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“

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Urkun­den­über­ga­be „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“: (v. l.) Klaas Mül­ler (Geschäfts­füh­rung Fok­ken & Mül­ler), Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies (Schirm­herr), Sil­via Schmid­chen (Öffent­lich­keits­ar­beit Fok­ken & Mül­ler) und Huber­tus Ber­ges (Vor­stands­vor­sit­zen­der der Mar­ke­ting­ge­sell­schaft der nie­der­säch­si­schen Land- und Ernäh­rungs­wirt­schaft e. V.).

Aus­zeich­nung in der Regi­on Han­no­ver: Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets sind „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“

Aus­zeich­nung für die Emder Mat­jes- und Fein­kost­ma­nu­fak­tur Fok­ken & Mül­ler: Tra­di­tio­nel­le Rezep­tur, hand­werk­li­che Ver­ar­bei­tung und regio­na­le Ver­wur­ze­lung über­zeug­ten die unab­hän­gi­ge Fachjury

Eine beson­de­re Aus­zeich­nung geht nach Ost­fries­land: Die Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets der Manu­fak­tur Fok­ken & Mül­ler aus Emden dür­fen künf­tig den Titel „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“ tra­gen. Das Pro­dukt über­zeug­te die unab­hän­gi­ge Fach­ju­ry des Wett­be­werbs und wur­de gemein­sam mit wei­te­ren her­aus­ra­gen­den nie­der­säch­si­schen Lebens­mit­teln ausgezeichnet.

Die Urkun­den wur­den auf dem Guts­hof Reth­mar in der Regi­on Han­no­ver über­reicht. Nie­der­sach­sens Minis­ter­prä­si­dent Olaf Lies, der als Schirm­herr des Wett­be­werbs fun­giert, wür­dig­te dabei die erfolg­rei­chen Unter­neh­men und die Men­schen, die hin­ter den aus­ge­zeich­ne­ten Pro­duk­ten stehen.

Die „Kuli­na­ri­schen Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen“ ste­hen für beson­de­re Qua­li­tät, regio­na­le Her­kunft und die kuli­na­ri­sche Viel­falt des Lan­des. Hin­ter den aus­ge­zeich­ne­ten Lebens­mit­teln ste­hen Unter­neh­men, die auf ganz unter­schied­li­che Wei­se zei­gen, was die Land- und Ernäh­rungs­wirt­schaft in Nie­der­sach­sen ausmacht.

Vie­le der aus­ge­zeich­ne­ten Betrie­be sind klei­ne und mit­tel­stän­di­sche, regio­nal ver­wur­zel­te Unter­neh­men. Sie ver­ar­bei­ten Roh­stof­fe aus der Regi­on, bewah­ren hand­werk­li­ches Wis­sen und ent­wi­ckeln tra­di­tio­nel­le Pro­duk­te wei­ter. Gleich­zei­tig set­zen sie mit neu­en Ideen Impul­se und tra­gen damit nicht nur zur Viel­falt hoch­wer­ti­ger Lebens­mit­tel, son­dern auch zur Wert­schöp­fung und wirt­schaft­li­chen Ent­wick­lung in den Regio­nen Nie­der­sach­sens bei.

Stren­ge Kri­te­ri­en für die Auszeichnung

Der Titel „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen“ wird nicht ohne Wei­te­res ver­ge­ben. Die teil­neh­men­den Pro­duk­te müs­sen hohe Anfor­de­run­gen erfül­len. Im Mit­tel­punkt des Wett­be­werbs steht vor allem die sen­so­ri­sche Qua­li­tät.

Bewer­tet wer­den unter ande­rem Aus­se­hen, Geruch, Geschmack, Kon­sis­tenz und Tex­tur. Dar­über hin­aus flie­ßen der Gesamt­ein­druck und der Genuss­wert in die Beur­tei­lung ein. Auch die Pro­dukt­idee, Ori­gi­na­li­tät, Prä­sen­ta­ti­on und die Geschich­te eines Lebens­mit­tels wer­den berücksichtigt.

Eine wich­ti­ge Rol­le spie­len außer­dem die regio­na­le Ver­an­ke­rung und die Her­kunft der Haupt­zu­ta­ten. Damit soll sicher­ge­stellt wer­den, dass die aus­ge­zeich­ne­ten Pro­duk­te nicht nur geschmack­lich über­zeu­gen, son­dern auch einen nach­voll­zieh­ba­ren Bezug zu Nie­der­sach­sen und sei­ner Lebens­mit­tel­wirt­schaft haben.

Über die Ver­ga­be der Aus­zeich­nun­gen ent­schied eine unab­hän­gi­ge Fach­ju­ry mit Fach­leu­ten aus unter­schied­li­chen Berei­chen. Ver­tre­ten waren unter ande­rem Exper­ten aus Gas­tro­no­mie, Land­wirt­schaft, Wis­sen­schaft, Lebens­mit­tel­han­del und Trend­for­schung. Jedes ein­ge­reich­te Pro­dukt wur­de in einem detail­lier­ten Aus­wahl­ver­fah­ren ver­kos­tet und bewertet.

Zusätz­lich wur­de die Her­kunft der Haupt­zu­ta­ten bezie­hungs­wei­se der Ver­ar­bei­tungs­ort in Nie­der­sach­sen durch die Gesell­schaft für Res­sour­cen­schutz (GfRS) geprüft.

Emder Kräu­ter­mat­jes: Tra­di­ti­on aus der Seehafenstadt

Bei den aus­ge­zeich­ne­ten Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets spielt die lan­ge Geschich­te des Unter­neh­mens Fok­ken & Mül­ler eine wich­ti­ge Rol­le. Die Manu­fak­tur wur­de bereits 1895 in Emden gegrün­det. Heu­te wird das Fami­li­en­un­ter­neh­men in der vier­ten Gene­ra­ti­on geführt.

Fok­ken & Mül­ler ist eng mit der Fische­rei­tra­di­ti­on der See­ha­fen­stadt ver­bun­den. Die Mat­jes- und Fein­kost­ma­nu­fak­tur arbei­tet nach tra­di­tio­nel­ler Rezep­tur und ver­bin­det dabei hand­werk­li­che Ver­ar­bei­tung mit der beson­de­ren Qua­li­tät der ver­wen­de­ten Rohware.

Die Grund­la­ge für die Emder Kräu­ter­mat­jes­fi­lets bil­den Herin­ge aus Som­mer­fän­gen vor den Küs­ten Nor­we­gens. In Emden wer­den die Filets in der Manu­fak­tur von Hand ent­häu­tet. Anschlie­ßend rei­fen sie nach nor­di­scher Art als Filet.

Beson­de­ren Wert legt das Unter­neh­men auf einen nied­ri­gen Salz­ge­halt. Für einen Mat­jes ist das unge­wöhn­lich und sorgt für einen beson­ders mil­den Geschmack. Aus­ge­wähl­te Kräu­ter ver­lei­hen den Filets zusätz­lich ihre cha­rak­te­ris­ti­sche wür­zi­ge Note.

Damit ver­bin­det das Pro­dukt hoch­wer­ti­ge Som­mer­roh­wa­re mit tra­di­tio­nel­ler Ver­ar­bei­tung und einer eige­nen geschmack­li­chen Aus­rich­tung. Aus den Herin­gen ent­steht so eine Spe­zia­li­tät, die eng mit der Emder Fische­rei­tra­di­ti­on ver­bun­den ist.

Die Aus­zeich­nung als „Kuli­na­ri­scher Bot­schaf­ter Nie­der­sach­sen 2026/27“ wür­digt damit nicht nur ein ein­zel­nes Pro­dukt, son­dern auch die jahr­zehn­te­lan­ge hand­werk­li­che Tra­di­ti­on und die Ver­bin­dung des Fami­li­en­un­ter­neh­mens zur Stadt Emden und zur ost­frie­si­schen Küstenregion.

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Küchen­brand in Groß­wol­de: Woh­nung nach Feu­er unbewohnbar Rund 45 Ein­satz­kräf­te der Feu­er­wehr Wes­t­ov­er­le­din­gen bei Brand in der Raiff­ei­sen­stra­ße im Einsatz...

Blaulicht

Gro­ße Ein­satz­übung an der Friesenbrücke

Groß­an­ge­leg­te Ein­satz­übung an der Frie­sen­brü­cke: Feu­er­weh­ren pro­ben kom­ple­xe Rettungsszenarien Feu­er­weh­ren aus Wee­ner und Wes­t­ov­er­le­din­gen trai­nie­ren Brand­be­kämp­fung, Men­schen­ret­tung und Was­ser­ver­sor­gung unter...

Blaulicht

Meh­re­re Trun­ken­heits­fahr­ten und ein Brand in Ostfriesland

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für den 03.10.2026     Trun­ken­heits­fahr­ten Leer — Am 03.10.2026 führ­te eine Funk­strei­fen­wa­gen­be­sat­zung gegen 01:05...

News

Küs­ten­schutz in Ost­fries­land: Deich in der Krumm­hörn für den stei­gen­den Mee­res­spie­gel gerüstet

Chris­ti­an Mey­er (Zwei­ter von rechts) besich­tig­te das abge­schlos­se­ne Deich­pro­jekt. Die Arbei­ten in der Krumm­hörn zeig­ten ihn Dr. Tho­mas Schone­boom (links)...

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