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Niedersachsen: Landtag setzt Zeichen für Krabbenfischer
Nico Bloem: „Unsere Position ist klar“ — Landtag setzt Zeichen für Krabbenfischer
Hannover/Ostfriesland – Der niedersächsische Landtag lehnt die aktuelle Kürzung bei der Fischereiförderung ab und fordert die Landesregierung auf, sich für den Erhalt der Küstenfischerei einzusetzen. „Unsere Position ist klar. Das Land Niedersachsen setzt ein Signal für unsere Krabbenfischer“, meint der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem (Weener). Der Landtag hat einen dementsprechenden Antrag der Fraktionen von SPD und Grünen zur Zukunft der Krabben- und Muschelfischerei jetzt verabschiedet.
Die umstrittene Kürzung der so genannten Fischereikomponente durch die Bundesregierung stößt vor allem deshalb auf Unverständnis im Landtag, weil die Fischer nach Ansicht von SPD und Grünen im Landtag finanzielle Unterstützung benötigen, um den Aktionsplan der Europäischen Union für eine nachhaltige Fischerei auch umsetzen zu können. Dabei gehe es auch um den Einsatz von neuen, umweltfreundlichen Fangmethoden, die zum Beispiel den Beifang verringern und den Meeresboden schonen. „Unsere Fischer bemühen sich bereit um eine schonende Fischerei. Wenn es der Europäischen Union wirklich darum geht, Überfischung und Umweltschäden am Meeresboden zu verringern, dann ist die industriell betriebene Fischerei die erste Adresse – nicht aber die traditionelle, in der Region lange verankerte Krabbenfischerei“, so Bloem.
Der Landtag betont in dem Antrag zudem die große Bedeutung der Küstenfischerei für die Küstengemeinden. „Ohne die echte Wertschöpfung durch Fang, Verkauf und Vertrieb der Krabben würde auch die touristische Anziehungskraft der Kutterhäfen leiden — wir wünschen uns, dass der in Arbeit befindliche Aktionsplan der EU diese Aspekte stärker berücksichtigt“ meint Bloem.
Konkret bittet der Landtag die Landesregierung darum, sich für den Erhalt der Küstenfischerei einzusetzen, neue Technologien für eine nachhaltige Fischerei zu fördern, schonende Produktions- und Fangmethoden zu unterstützen und sich dafür einzusetzen, die Fischer stärker an den Entscheidungsprozessen zu beteiligen.
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Sperrung der Jann-Berghaus-Brücke Ende Mai
Verkehrsinfo: Sperrungen der Jann-Berghaus-Brücke (B436)
Aufgrund abschließender Arbeiten an der Hydraulikanlage im Auftrag der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr kommt es Ende Mai zu Einschränkungen:
1. Halbseitige Sperrung
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Wann: Dienstag, 26.05.2026
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Zeitraum: 09:30 Uhr bis 11:00 Uhr
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Auswirkung: Der Verkehr wird einspurig an der Baustelle vorbeigeführt. Fußgänger und Radfahrer können den Bereich einseitig passieren. Es ist mit Behinderungen zu rechnen.
2. Vollsperrung (Brücke wird geöffnet)
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Wann: Mittwoch, 27.05.2026
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Zeitraum: 20:00 Uhr bis 22:00 Uhr
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Auswirkung: Keine Passage für Kraftfahrzeuge, Fußgänger oder Radfahrer möglich.
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Umleitung: * Kraftfahrzeuge: Über die BAB 31 (Emstunnel).
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Radfahrer & Fußgänger: Für diesen Personenkreis kann leider keine Umleitung angeboten werden.
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Die Stadt Leer bittet alle Betroffenen um Verständnis für die notwendigen Arbeiten und um erhöhte Aufmerksamkeit im Baustellenbereich.
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Sparkasse stärkt Bildung und Gemeinschaft in Leer
Das Foto zeigt (v. l.): Carsten Löning (vhs-Fachbereichsleiter Grundbildung und Digitalisierung), Stephan Kühl (vhs-Leitung), Jann-Edzard Müller (Sparkasse LeerWittmund), Sabine Kasimir (vhs-Leitung) und Juliane Blech (Veranstaltungsmanagement, Presse- u. Öffentlichkeitsarbeit).
Starker Rückenwind für Bildung und Spiel: Sparkasse unterstützt vhs Leer mit 1.500 Euro
Leer – Bildung ist mehr als nur das Büffeln von Vokabeln oder Formeln; sie lebt von Begegnung und Gemeinschaft. Um genau diese Aspekte zu fördern, hat die Sparkasse LeerWittmund der Volkshochschule (vhs) Leer eine großzügige Spende in Höhe von 1.500 Euro zukommen lassen.
Investition in Sichtbarkeit und Begegnung
Die finanzielle Unterstützung fließt in drei wichtige Bereiche der vhs-Arbeit. Ein Teil wird für die Gestaltung eines neuen Imageflyers verwendet, der das vielfältige Angebot der Volkshochschule noch moderner und übersichtlicher präsentieren soll.
Besonders spannend wird es in der zweiten Jahreshälfte: Die Spende sichert die Durchführung zweier Highlights im Veranstaltungskalender. Ende September kommen Strategen bei der zweiten Tabletop Convention auf ihre Kosten, während Anfang November das traditionelle 16. Spielefest „Ostfriesland spielt“ kleine und große Besucher zum gemeinsamen Ausprobieren und Verweilen einlädt.
Ein Herz für das gesellschaftliche Miteinander
„Auf diese Weise kann ein Bereich unterstützt werden, der uns besonders am Herzen liegt: Veranstaltungen und Lernorte, die Menschen zusammenbringen, persönliche Begegnungen schaffen und das gesellschaftliche Miteinander stärken“, freut sich Sabine Kasimir, Leiterin der Volkshochschule, über die Zuwendung.
Auch seitens des Kreditinstituts sieht man den Mehrwert für die gesamte Region. Jann-Edzard Müller, Kommunalkundenberater der Sparkasse LeerWittmund, betont:
„Die Volkshochschule leistet einen wichtigen Beitrag für Bildung, Kultur und Gemeinschaft in unserer Region. Dieses Engagement unterstützen wir sehr gerne.“
Mit diesem finanziellen Impuls kann die vhs Leer auch weiterhin als zentraler Ort der Bildung und des sozialen Austauschs fungieren. Ein herzliches Dankeschön ging an die Sparkasse für die langjährige Verbundenheit und das Vertrauen in die pädagogische Arbeit vor Ort.
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Eltern-Talk in Leer startet mit großer Resonanz
Auf dem Foto zu sehen (v. l. n. r.): Firida Batiyera, Bürgermeister Claus-Peter Horst, Gertrud Auge (Organisatorin), Arne Salge (Fachdienst Kinder, Jugend und Gemeinwesenarbeit), Nogin Ramo, Maren Struckmann (Gemeinwesenarbeit Weststadt), Dindare Özgeyikci und Natia Machalikashvili.
Erziehung auf Augenhöhe: Phänomenaler Start für den „Eltern-Talk“ in Leer
In der Stadt Leer, in der Menschen aus 124 Nationen zu Hause sind, ist ein neues Herzensprojekt des Präventionsrates erfolgreich angelaufen. Unter dem Namen „Eltern-Talk“ hat die Stadt in Kooperation mit der Landesstelle Jugendschutz Niedersachsen ein Format geschaffen, das Mütter und Väter direkt dort abholt, wo das Leben spielt: im eigenen Wohnzimmer.
Austausch im vertrauten Rahmen
Das Konzept ist so simpel wie effektiv: Eine Gastgeberin oder ein Gastgeber lädt fünf bis sieben andere Eltern zu sich nach Hause ein. In gemütlicher Runde wird etwa zwei Stunden lang über die Herausforderungen des Erziehungsalltags gesprochen. Ob es um das richtige Maß beim Taschengeld, das „Handy-ABC“ oder die Grundlagen für ein gesundes Aufwachsen geht – beim „Eltern-Talk“ stehen die persönlichen Erfahrungen der Teilnehmenden im Mittelpunkt.
Expertinnen für das Gespräch
Begleitet werden die Runden von geschulten Moderatorinnen, die den Dialog moderieren und mit Bildkarten wichtige Impulse geben. Sieben Frauen aus der Region wurden bereits für diese Aufgabe qualifiziert. Das Besondere: Die Moderatorinnen stammen unter anderem aus der Türkei, Syrien und Georgien. Dadurch können die Talks in verschiedenen Sprachen angeboten werden, was die Hürden für Eltern mit Migrationshintergrund deutlich senkt.
Gertrud Auge, die Regionalbeauftragte und Koordinatorin des Projekts, zeigt sich begeistert über die erste Resonanz und spricht von einem „phänomenalen Start“. Sie konnte für das Projekt auf engagierte Frauen zurückgreifen, die bereits in Sprach-Cafés oder theaterpädagogischen Projekten aktiv waren.
Ein Gewinn für die Gemeinschaft
Auch Bürgermeister Claus-Peter Horst lobt die Initiative ausdrücklich. Für ihn ist der „Eltern-Talk“ weit mehr als ein Beratungsangebot:
„Diese Frauen tragen nicht nur dazu bei, die Erziehungs- und Medienkompetenz der Teilnehmenden zu steigern. Sie fördern durch ihre Arbeit auch das friedvolle Zusammenleben und das gegenseitige Verständnis der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt.“
Zukunft und Unterstützung
Das Projekt ist langfristig angelegt und wird für drei Jahre über die Landesstelle Jugendschutz finanziert. Geplant sind stolze 120 Talks pro Jahr.
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Für Gastgeber: Als Dankeschön erhalten Gastgeber einen Gutschein sowie ein kleines Gastgeschenk.
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Für Moderatorinnen: Die ehrenamtlichen Talkerinnen erhalten eine Pauschale von 50 Euro pro Einsatz.
Der „Eltern-Talk“ beweist eindrucksvoll, dass die besten Lösungen oft im direkten Gespräch von Mensch zu Mensch entstehen – ganz ohne Zeigefinger, dafür mit viel Empathie und gegenseitiger Unterstützung.
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