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Nie­der­sach­sen schlägt „Ost­frie­si­sche Land­schaft” und „Para­men­tik” als imma­te­ri­el­le Kul­tur­er­be vor

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Nie­der­sach­sen ist reich an Tra­di­tio­nen. Loka­les Brauch­tum, Ritua­le, Kul­tur­tech­ni­ken, Aus­drucks­for­men, tra­di­tio­nel­les Wis­sen und Kön­nen prä­gen und fes­ti­gen die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät Nie­der­sach­sens. Zwei die­ser leben­di­gen und lan­des­ty­pi­schen Tra­di­tio­nen schlägt das Nie­der­säch­si­sche Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kul­tur (MWK) nun für die Auf­nah­me in das bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes vor: die „Ost­frie­si­sche Land­schaft” und die „Para­men­tik”.

„Mit der Ost­frie­si­schen Land­schaft und der Para­men­tik schla­gen wir zwei Bei­spie­le dafür vor, wie Wis­sen von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on über­lie­fert wird und iden­ti­täts­stif­ten­de Tra­di­tio­nen auch in der heu­ti­gen Zeit gelebt wer­den”, so Nie­der­sach­sens Kul­tur­mi­nis­ter Björn Thüm­ler. „Bei­de Anträ­ge ste­hen zugleich stell­ver­tre­tend für alle nie­der­säch­si­schen Gemein­schaf­ten und Grup­pen, die auch in den Mona­ten der Coro­na-Pan­de­mie die kul­tu­rel­len Tra­di­tio­nen und Aus­drucks­for­men leben­dig gehal­ten haben.”

Die Ost­frie­si­sche Land­schaft steht für den kon­kre­ten Aus­druck eines Lebens­ge­fühls in der Regi­on Ost­fries­land, der sei­nen Hin­ter­grund in der noch heu­te gepfleg­ten und geleb­ten kul­tu­rel­len Tra­di­ti­on der Frie­si­schen Frei­heit hat. Zugleich ist die Ost­frie­si­sche Land­schaft eine moder­ne Insti­tu­ti­on, die staat­li­che Auf­ga­ben wahr­nimmt und in der legi­ti­men Rechts­nach­fol­ge der his­to­ri­schen Land­stän­de in der Tra­di­ti­on der Frie­si­schen Frei­heit steht. Die Ost­frie­si­sche Land­schaft ist eine öffent­li­che Wis­sen­schafts- und Kul­tur­ein­rich­tung in spät­mit­tel­al­ter­li­cher Tradition.

Die Para­men­tik ist eine geleb­te Tra­di­ti­on der Tex­til­kunst und Fer­ti­gung von Lit­ur­gi­schen Gewän­dern für Kir­chen­räu­me in den Far­ben des Kir­chen­jah­res. In der Para­men­tik fin­den vie­le tra­di­tio­nel­le Hand­werks­tech­ni­ken wie Webe­rei, Bild­wir­ke­rei, Sti­cken, Fil­zen oder Klöp­peln Anwen­dung. Eine sol­che Para­men­ten­werk­statt ist im Klos­ter St. Mari­en­berg in Helm­stedt zu fin­den. Die­ses nie­der­säch­si­sche Kom­pe­tenz­zen­trum setzt die Tra­di­ti­on auf moder­ne Wei­se fort und macht die Kul­tur auch für Nicht-Fach­leu­te erlebbar.

Hin­ter­grund

Seit 2013 kön­nen sich alle zwei Jah­re nie­der­säch­si­sche Gemein­schaf­ten und Grup­pen, die geleb­te Tra­di­tio­nen ver­tre­ten und wei­ter­ge­ben, beim MWK bewer­ben, um vom Land Nie­der­sach­sen für die Auf­nah­me in das natio­na­le Ver­zeich­nis imma­te­ri­el­ler Kul­tur­gü­ter vor­ge­schla­gen zu wer­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr war dies zum fünf­ten Mal mög­lich. Die 2021 ein­ge­gan­ge­nen Anträ­ge wur­den durch eine sechs­köp­fi­ge Jury aus exter­nen Exper­tin­nen und Exper­ten auf Lan­des­ebe­ne geprüft, inten­siv dis­ku­tiert und aus­ge­wer­tet. Die bei­den aus­ge­wähl­ten Tra­di­tio­nen wur­den nun an die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz weitergeleitet.

Im Lau­fe des Jah­res wer­den die von den Bun­des­län­dern ein­ge­reich­ten Anträ­ge von einem unab­hän­gi­gen Exper­ten­gre­mi­um bei der deut­schen UNESCO-Kom­mis­si­on ana­ly­siert. Die Anträ­ge, die den inter­na­tio­na­len Richt­li­ni­en ent­spre­chen, bil­den das bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes. Es ist die Grund­la­ge für Anmel­dun­gen zur inter­na­tio­na­len Lis­te des imma­te­ri­el­len Erbes der UNESCO. Auf der natio­na­len Lis­te des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes befin­den sich aktu­ell sie­ben geleb­te Tra­di­tio­nen und Aus­drucks­for­men aus Nie­der­sach­sen. Der Blau­druck steht zudem auch auf der inter­na­tio­na­len Liste.


SPD-Abge­ord­ne­te sicher: Ost­frie­si­sche Land­schaft wird ein „imma­te­ri­el­les Kulturerbe“

Ost­fries­land – Die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Han­ne Mod­der (Bun­de), Mat­thi­as Are­nds (Emden), Sascha Laa­ken (Ost­rhau­der­fehn) und Wiard Sie­bels (Aurich) sind zuver­sicht­lich, dass die Ost­frie­si­sche Land­schaft von der Unesco als „imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be“ aner­kannt wird. So reagier­ten sie auf die Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und Kul­tur (MWK), die Ost­frie­si­sche Land­schaft als „imma­te­ri­el­les Kul­tur­wer­be“ bei der Unesco vorzuschlagen.

„Die Ost­frie­si­sche Land­schaft ist die Nach­fol­ge­rin der ost­frie­si­schen Land­stän­de, die als Ver­fech­ter der Frie­si­schen Frei­heit ein Allein­stel­lungs­merk­mal in der deut­schen Geschich­te haben und eine bemer­kens­wer­te demo­kra­ti­sche Tra­di­ti­on begrün­det haben“, so die SPD-Abge­ord­ne­ten. Noch heu­te gebe die Ost­frie­si­sche Land­schaft die­se Tra­di­ti­on und die­ses Lebens­ge­fühl wei­ter – als welt­of­fe­ne und moder­ne Wis­sen­schafts- und Kul­tur­ein­rich­tung, die heu­te noch in die­ser Form ein­ma­lig ist. „Wir begrü­ßen daher die Ent­schei­dung des Minis­te­ri­ums und sehen gute Chan­cen, dass die Unesco den Vor­schlag auf­greift“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Vor­schlag wur­de jetzt an die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz wei­ter­ge­lei­tet und wird einem unab­hän­gi­gen Exper­ten­gre­mi­um der deut­schen Unesco-Kom­mis­si­on geprüft. „In jedem Fall ist schon der Vor­schlag ein Lob für die enga­gier­te Arbeit der Ost­frie­si­schen Land­schaft und ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den ver­gan­ge­nen Jah­ren“, mei­nen die SPD-Abgeordneten. 


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„Aus Ost­fries­land, für Ostfriesland!“

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Frei­tag der 13. ist Rauch­mel­der­tag: Feu­er­weh­ren mah­nen zur Vorsorge

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Frei­tag der 13. ist Rauch­mel­der­tag: Ein Appell, der Leben rettet

OSTFRIESLAND. Der kom­men­de Frei­tag der 13. ist weit mehr als ein Datum für Aber­glau­be – er ist der offi­zi­el­le “Rauch­mel­der­tag”. Aus­ge­ru­fen vom Deut­schen Feu­er­wehr­ver­band, nut­zen der Ost­frie­si­sche Feu­er­wehr­ver­band und die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se die­sen Tag für einen ein­dring­li­chen Appell: „Rauch­mel­der ret­ten Leben!“ Die Aktua­li­tät die­ses The­mas ist unge­bro­chen, wie jüngs­te Ereig­nis­se in Ost­fries­land dras­tisch vor Augen führen.

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Stil­le Lebens­ret­ter in der Nacht

Allein im letz­ten Quar­tal haben Rauch­mel­der in Nor­den, War­singsfehn und Aurich schla­fen­de Bewoh­ner recht­zei­tig geweckt und so Schlim­me­res ver­hin­dert. Die­se Vor­fäl­le sind nur die Spit­ze des Eis­bergs, da vie­le erfolg­rei­che Alar­mie­run­gen ohne Feu­er­wehr­ein­satz gar nicht sta­tis­tisch erfasst wer­den. Seit 29 Jah­ren wer­ben der Feu­er­wehr­ver­band und die Brand­kas­se gemein­sam für die Instal­la­ti­on die­ser klei­nen, aber wir­kungs­vol­len Gerä­te. „Rund 200 Men­schen­le­ben wur­den hier dank des Alarms der Rauch­mel­der geret­tet!“, betont Fried­helm Tan­nen, Prä­si­dent des Feu­er­wehr­ver­bands Ost­fries­land e.V.

Gesetz­li­che Pflicht und geteil­te Verantwortung

Dank der lang­jäh­ri­gen ost­frie­si­schen Initia­ti­ve gibt es mitt­ler­wei­le in allen 16 Bun­des­län­dern eine gesetz­li­che Pflicht, Häu­ser und Woh­nun­gen mit Rauch­mel­dern aus­zu­stat­ten. Für den Ein­bau ist grund­sätz­lich der Gebäu­de-Eigen­tü­mer ver­ant­wort­lich. Tammo Keck von der Brand­kas­se erklärt jedoch: „Für die Sicher­stel­lung der Betriebs­be­reit­schaft in ver­mie­te­ten Woh­nun­gen ist der Mie­ter ver­ant­wort­lich.“ Dies beinhal­tet ins­be­son­de­re den regel­mä­ßi­gen Bat­te­rie­wech­sel und die Funk­ti­ons­prü­fung. Eine aus­drück­li­che Rege­lung im Miet­ver­trag kann die­se Auf­ga­ben auf den Mie­ter über­tra­gen. Ein beson­de­res Augen­merk gilt Feri­en­häu­sern und ‑woh­nun­gen, wo die Funk­ti­ons­fä­hig­keit der Mel­der auf­grund der unre­gel­mä­ßi­gen Nut­zung beson­ders wich­tig ist.

Die töd­li­che Gefahr des Brandrauchs

Die Flam­men sind sel­ten die häu­figs­te Todes­ur­sa­che bei Brän­den. „Der gif­ti­ge Rauch ist es“, warnt Signe Foetz­ki, Pres­se­spre­che­rin der Brand­kas­se. Nachts ist die Gefahr am größ­ten, da der Geruchs­sinn im Schlaf aus­ge­schal­tet ist. Das Koh­len­mon­oxid im Rauch wirkt betäu­bend. „Schon nach ein paar Atem­zü­gen im gif­ti­gen Brand­rauch ist man bewusst­los, etwa zehn Atem­zü­ge sind töd­lich“, so Foetz­ki wei­ter. Es blei­ben oft nur Minu­ten, manch­mal Sekun­den, um sich in Sicher­heit zu bringen.

Viel­fäl­ti­ge Aus­füh­run­gen und Zertifizierungen

Warn­mel­der sind in unter­schied­li­chen Aus­füh­run­gen erhält­lich, von Ein­zel­mel­dern über funk­ver­netz­te Sys­te­me bis hin zu Model­len mit Tele­fon­kar­ten-Alar­mie­rung. Für Men­schen mit Beein­träch­ti­gun­gen gibt es akus­ti­sche Mel­der für Gehör­lo­se oder sol­che mit Vibra­ti­ons­alarm und Blitz­lam­pen. Bei der Aus­wahl soll­te auf Zer­ti­fi­zie­run­gen geach­tet wer­den. „Das VdS-Prüf­zei­chen, die DIN EN 14604, das CE-Zei­chen und das rela­tiv neue Zer­ti­fi­zie­rungs­zei­chen ‚Q‘ mit einer inte­grier­ten Flam­me“ sind ent­schei­den­de Kri­te­ri­en für ein gutes Pro­dukt, erklärt Fried­helm Tannen.

Mon­ta­ge und Ver­hal­ten im Ernstfall

Die Mon­ta­ge von Rauch­mel­dern ist unkom­pli­ziert. Sie soll­ten grund­sätz­lich immer an der Zim­mer­de­cke mon­tiert wer­den, da Rauch nach oben steigt. Falls es den­noch brennt, gilt: Ruhe bewah­ren, Mit­be­woh­ner war­nen, Fens­ter und Türen schlie­ßen, kei­ne Auf­zü­ge benut­zen, das Haus umge­hend ver­las­sen und den Not­ruf 112 abset­zen. Der Rauch­mel­der­tag am Frei­tag den 13. ist eine wich­ti­ge Erin­ne­rung dar­an, dass Vor­sor­ge Leben ret­ten kann.

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SPD-Poli­ti­ker Blo­em besucht Jem­gu­mer Tisch­le­rei: Hand­werk als Wirtschaftsmacht

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„Wirt­schafts­macht Num­mer eins“: Nico Blo­em wür­digt Jem­gu­mer Handwerkstradition

JEMGUM. Gro­ße Wor­te für das regio­na­le Hand­werk: Bei sei­nem Besuch der renom­mier­ten Tisch­le­rei Baartz in Jem­gum unter­strich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em (Wee­ner) die immense Bedeu­tung die­ses Wirt­schafts­zweigs. „Unser Hand­werk ist die Wirt­schafts­macht Num­mer eins“, beton­te Blo­em und stell­te damit die zen­tra­le Rol­le von Hand­werks­be­trie­ben für die Stär­ke und Zukunfts­fä­hig­keit der Regi­on heraus.

Aner­ken­nung für her­aus­ra­gen­de Leis­tun­gen und Nachwuchsförderung

Ein beson­de­rer Fokus des Besuchs lag auf der Wür­di­gung des 20-jäh­ri­gen Hau­ke Tie­rel. Nach sei­ner erfolg­rei­chen Aus­bil­dung bei Baartz erziel­te er den Lan­des­sieg und qua­li­fi­zier­te sich für die Bun­des­meis­ter­schaf­ten im Deut­schen Tisch­ler­hand­werk. „Sei­ne Leis­tung zeigt, wie viel Talent, Enga­ge­ment und Zukunft in unse­rem Hand­werk steckt“, lob­te Blo­em. „Er lebt das Hand­werk.“ Tie­rel wird dem Unter­neh­men auch nach sei­ner Aus­bil­dung erhal­ten blei­ben, was Blo­em als posi­ti­ves Signal für die Fach­kräf­te­si­che­rung in der Regi­on wer­te­te. An dem Ter­min nahm auch Uwe Flink, SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der im Rat der Gemein­de Jem­gum, teil.

Spe­zia­li­sie­rung auf Denk­mal­schutz und his­to­ri­sche Bausubstanz

Die Tisch­le­rei Baartz, ein Tra­di­ti­ons­be­trieb seit 1931, hat sich unter der Lei­tung von Fir­men­chef Johan­nes Baartz auf hoch­wer­ti­ge Restau­rie­rungs­ar­bei­ten und den Denk­mal­schutz spe­zia­li­siert. Ein Schwer­punkt liegt dabei auf Kir­chen­sa­nie­run­gen. „Wir müs­sen die Vor­ge­hens­wei­se unse­rer ehe­ma­li­gen Kol­le­gen lesen. Das ist sehr reiz­voll“, erklär­te Baartz. Er äußer­te gro­ßen Respekt vor dem Kön­nen frü­he­rer Gene­ra­tio­nen, die ohne moder­ne tech­ni­sche Hilfs­mit­tel beein­dru­cken­de Wer­ke geschaf­fen hätten.

Erfolg­rei­che Posi­tio­nie­rung und Her­aus­for­de­run­gen durch Bürokratie

Mit vier Gesel­len und zwei Aus­zu­bil­den­den sieht sich der Betrieb, der Kun­den in ganz Ost­fries­land und dar­über hin­aus bedient, gut auf­ge­stellt. „Wir kön­nen zufrie­den sein“, so Baartz. Kri­tik äußer­te er jedoch an der zuneh­men­den Doku­men­ta­ti­on und den gesetz­li­chen Vor­ga­ben, die er als „Bevor­mun­dung“ empfindet.

Poli­ti­scher Rücken­wind für den Bürokratieabbau

Nico Blo­em zeig­te sich beein­druckt von der Qua­li­tät der Arbeit bei Baartz und bezeich­ne­te den Betrieb als „Aus­hän­ge­schild der Regi­on“. Hand­werks­be­trie­be stün­den für Arbeits­plät­ze und eine star­ke Zukunft. Zum The­ma Büro­kra­tie erklär­te er, dass die­ses The­ma in Han­no­ver prä­sent sei und mit der Ände­rung der Bau­ord­nung bereits Fort­schrit­te erzielt wor­den sei­en. „Aber das war nur ein ers­ter Schritt, wir müs­sen beim Büro­kra­tie-Abbau sicht­bar Tem­po machen“, so der Landtagsabgeordnete.

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Bun­des­wei­te Schwer­punkt­prü­fung: Zoll kon­trol­liert Bau­stel­len in der Region

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Bun­des­wei­te Schwer­punkt­prü­fung: Zoll nimmt das Bau­ge­wer­be ins Visier

OLDENBURG / OSTFRIESLAND. Die Finanz­kon­trol­le Schwarz­ar­beit (FKS) hat im Rah­men einer bun­des­wei­ten kon­zer­tier­ten Akti­on eine umfas­sen­de Über­prü­fung der Bau­bran­che durch­ge­führt. Auch im Nord­wes­ten war der Zoll mit einem Groß­auf­ge­bot im Ein­satz, um Schwarz­ar­beit, ille­ga­ler Beschäf­ti­gung und dem Miss­brauch von Sozi­al­leis­tun­gen entgegenzuwirken.

Groß­ein­satz in Olden­burg und dem Land­kreis Aurich

Das Haupt­zoll­amt Olden­burg betei­lig­te sich mit ins­ge­samt 51 Ein­satz­kräf­ten der Stand­or­te Emden und Olden­burg an der risi­ko­ori­en­tier­ten Schwer­punkt­prü­fung. Im Fokus stan­den dabei meh­re­re Bau­stel­len im Stadt­ge­biet von Olden­burg sowie im Land­kreis Aurich.

Die Beam­ten kon­trol­lier­ten vor Ort, ob Arbeit­ge­ber ihren Mel­de­pflich­ten zur Sozi­al­ver­si­che­rung nach­ge­kom­men sind, ob der gesetz­li­che Min­dest­lohn gezahlt wird und ob aus­län­di­sche Arbeits­kräf­te über die erfor­der­li­chen Arbeits­ge­neh­mi­gun­gen ver­fü­gen. Ins­ge­samt wur­den 44 Arbeit­neh­mer zu ihren Beschäf­ti­gungs­ver­hält­nis­sen befragt. In zwei Fäl­len wur­de zudem unmit­tel­bar mit der Prü­fung der Geschäfts­un­ter­la­gen in den jewei­li­gen Betrie­ben begonnen.

Ers­te Bilanz: Zahl­rei­che Verdachtsfälle

Die vor­läu­fi­gen Ergeb­nis­se der Kon­trol­len unter­strei­chen die Not­wen­dig­keit der Maß­nah­men. Bei den Befra­gun­gen und ers­ten Sich­tun­gen erga­ben sich in 35 Fäl­len Anhalts­punk­te, die auf Unre­gel­mä­ßig­kei­ten schlie­ßen las­sen. Die­se Ver­dachts­mo­men­te müs­sen nun durch die FKS im Detail aus­er­mit­telt wer­den. Die Schwer­punk­te der wei­te­ren Unter­su­chun­gen lie­gen auf:

  • Bei­trags­vor­ent­hal­tung: Mög­li­che Unter­schla­gung von Sozialversicherungsbeiträgen.

  • Leis­tungs­miss­brauch: Unbe­rech­tig­ter Bezug von Sozi­al­leis­tun­gen trotz Erwerbstätigkeit.

  • Min­dest­lohn­ver­stö­ße: Prü­fung der Ein­hal­tung des gesetz­li­chen Min­dest­lohns, der seit dem 1. Janu­ar 2026 bei 13,90 Euro pro Stun­de liegt.

  • Ille­ga­le Aus­län­der­be­schäf­ti­gung: Über­prü­fung von Auf­ent­halts­ti­teln und Arbeitserlaubnissen.

Hohe volks­wirt­schaft­li­che Relevanz

Der Zoll legt auf­grund der enor­men volks­wirt­schaft­li­chen Bedeu­tung einen beson­de­ren Fokus auf das Bau­ge­wer­be. Wie mas­siv die Aus­wir­kun­gen sind, zei­gen die Zah­len des Vor­jah­res: Im Jahr 2025 wur­den im Bau­haupt- und Neben­ge­wer­be bun­des­weit über 10.000 Straf­ver­fah­ren sowie knapp 7.900 Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren ein­ge­lei­tet. Rund 60 Pro­zent der gesam­ten durch die FKS fest­ge­stell­ten Scha­dens­sum­me ent­fie­len im Jahr 2025 auf die­se Branche.

Sol­che kon­zer­tier­ten Prü­fun­gen die­nen laut Zoll nicht nur der Auf­de­ckung von Ver­stö­ßen, son­dern sol­len auch die gesell­schaft­li­che Akzep­tanz von Schwarz­ar­beit sen­ken und für fai­re Wett­be­werbs­be­din­gun­gen auf dem Arbeits­markt sorgen.

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SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on – Lese­r­ECHO für nach­hal­ti­ges Marketing

SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on: War­um Lese­r­ECHO der rich­ti­ge Part­ner für nach­hal­ti­ges Mar­ke­ting ist Im digi­ta­len Wett­be­werb reicht es längst nicht mehr...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

Veranstaltung

Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

Veranstaltung

Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...