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Nie­der­sach­sen schlägt „Ost­frie­si­sche Land­schaft” und „Para­men­tik” als imma­te­ri­el­le Kul­tur­er­be vor

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Nie­der­sach­sen ist reich an Tra­di­tio­nen. Loka­les Brauch­tum, Ritua­le, Kul­tur­tech­ni­ken, Aus­drucks­for­men, tra­di­tio­nel­les Wis­sen und Kön­nen prä­gen und fes­ti­gen die kul­tu­rel­le Iden­ti­tät Nie­der­sach­sens. Zwei die­ser leben­di­gen und lan­des­ty­pi­schen Tra­di­tio­nen schlägt das Nie­der­säch­si­sche Minis­te­ri­um für Wis­sen­schaft und Kul­tur (MWK) nun für die Auf­nah­me in das bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes vor: die „Ost­frie­si­sche Land­schaft” und die „Para­men­tik”.

„Mit der Ost­frie­si­schen Land­schaft und der Para­men­tik schla­gen wir zwei Bei­spie­le dafür vor, wie Wis­sen von Gene­ra­ti­on zu Gene­ra­ti­on über­lie­fert wird und iden­ti­täts­stif­ten­de Tra­di­tio­nen auch in der heu­ti­gen Zeit gelebt wer­den”, so Nie­der­sach­sens Kul­tur­mi­nis­ter Björn Thüm­ler. „Bei­de Anträ­ge ste­hen zugleich stell­ver­tre­tend für alle nie­der­säch­si­schen Gemein­schaf­ten und Grup­pen, die auch in den Mona­ten der Coro­na-Pan­de­mie die kul­tu­rel­len Tra­di­tio­nen und Aus­drucks­for­men leben­dig gehal­ten haben.”

Die Ost­frie­si­sche Land­schaft steht für den kon­kre­ten Aus­druck eines Lebens­ge­fühls in der Regi­on Ost­fries­land, der sei­nen Hin­ter­grund in der noch heu­te gepfleg­ten und geleb­ten kul­tu­rel­len Tra­di­ti­on der Frie­si­schen Frei­heit hat. Zugleich ist die Ost­frie­si­sche Land­schaft eine moder­ne Insti­tu­ti­on, die staat­li­che Auf­ga­ben wahr­nimmt und in der legi­ti­men Rechts­nach­fol­ge der his­to­ri­schen Land­stän­de in der Tra­di­ti­on der Frie­si­schen Frei­heit steht. Die Ost­frie­si­sche Land­schaft ist eine öffent­li­che Wis­sen­schafts- und Kul­tur­ein­rich­tung in spät­mit­tel­al­ter­li­cher Tradition.

Die Para­men­tik ist eine geleb­te Tra­di­ti­on der Tex­til­kunst und Fer­ti­gung von Lit­ur­gi­schen Gewän­dern für Kir­chen­räu­me in den Far­ben des Kir­chen­jah­res. In der Para­men­tik fin­den vie­le tra­di­tio­nel­le Hand­werks­tech­ni­ken wie Webe­rei, Bild­wir­ke­rei, Sti­cken, Fil­zen oder Klöp­peln Anwen­dung. Eine sol­che Para­men­ten­werk­statt ist im Klos­ter St. Mari­en­berg in Helm­stedt zu fin­den. Die­ses nie­der­säch­si­sche Kom­pe­tenz­zen­trum setzt die Tra­di­ti­on auf moder­ne Wei­se fort und macht die Kul­tur auch für Nicht-Fach­leu­te erlebbar.

Hin­ter­grund

Seit 2013 kön­nen sich alle zwei Jah­re nie­der­säch­si­sche Gemein­schaf­ten und Grup­pen, die geleb­te Tra­di­tio­nen ver­tre­ten und wei­ter­ge­ben, beim MWK bewer­ben, um vom Land Nie­der­sach­sen für die Auf­nah­me in das natio­na­le Ver­zeich­nis imma­te­ri­el­ler Kul­tur­gü­ter vor­ge­schla­gen zu wer­den. Im ver­gan­ge­nen Jahr war dies zum fünf­ten Mal mög­lich. Die 2021 ein­ge­gan­ge­nen Anträ­ge wur­den durch eine sechs­köp­fi­ge Jury aus exter­nen Exper­tin­nen und Exper­ten auf Lan­des­ebe­ne geprüft, inten­siv dis­ku­tiert und aus­ge­wer­tet. Die bei­den aus­ge­wähl­ten Tra­di­tio­nen wur­den nun an die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz weitergeleitet.

Im Lau­fe des Jah­res wer­den die von den Bun­des­län­dern ein­ge­reich­ten Anträ­ge von einem unab­hän­gi­gen Exper­ten­gre­mi­um bei der deut­schen UNESCO-Kom­mis­si­on ana­ly­siert. Die Anträ­ge, die den inter­na­tio­na­len Richt­li­ni­en ent­spre­chen, bil­den das bun­des­wei­te Ver­zeich­nis des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes. Es ist die Grund­la­ge für Anmel­dun­gen zur inter­na­tio­na­len Lis­te des imma­te­ri­el­len Erbes der UNESCO. Auf der natio­na­len Lis­te des imma­te­ri­el­len Kul­tur­er­bes befin­den sich aktu­ell sie­ben geleb­te Tra­di­tio­nen und Aus­drucks­for­men aus Nie­der­sach­sen. Der Blau­druck steht zudem auch auf der inter­na­tio­na­len Liste.


SPD-Abge­ord­ne­te sicher: Ost­frie­si­sche Land­schaft wird ein „imma­te­ri­el­les Kulturerbe“

Ost­fries­land – Die SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Han­ne Mod­der (Bun­de), Mat­thi­as Are­nds (Emden), Sascha Laa­ken (Ost­rhau­der­fehn) und Wiard Sie­bels (Aurich) sind zuver­sicht­lich, dass die Ost­frie­si­sche Land­schaft von der Unesco als „imma­te­ri­el­les Kul­tur­er­be“ aner­kannt wird. So reagier­ten sie auf die Ent­schei­dung des Nie­der­säch­si­schen Minis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und Kul­tur (MWK), die Ost­frie­si­sche Land­schaft als „imma­te­ri­el­les Kul­tur­wer­be“ bei der Unesco vorzuschlagen.

„Die Ost­frie­si­sche Land­schaft ist die Nach­fol­ge­rin der ost­frie­si­schen Land­stän­de, die als Ver­fech­ter der Frie­si­schen Frei­heit ein Allein­stel­lungs­merk­mal in der deut­schen Geschich­te haben und eine bemer­kens­wer­te demo­kra­ti­sche Tra­di­ti­on begrün­det haben“, so die SPD-Abge­ord­ne­ten. Noch heu­te gebe die Ost­frie­si­sche Land­schaft die­se Tra­di­ti­on und die­ses Lebens­ge­fühl wei­ter – als welt­of­fe­ne und moder­ne Wis­sen­schafts- und Kul­tur­ein­rich­tung, die heu­te noch in die­ser Form ein­ma­lig ist. „Wir begrü­ßen daher die Ent­schei­dung des Minis­te­ri­ums und sehen gute Chan­cen, dass die Unesco den Vor­schlag auf­greift“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Der Vor­schlag wur­de jetzt an die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz wei­ter­ge­lei­tet und wird einem unab­hän­gi­gen Exper­ten­gre­mi­um der deut­schen Unesco-Kom­mis­si­on geprüft. „In jedem Fall ist schon der Vor­schlag ein Lob für die enga­gier­te Arbeit der Ost­frie­si­schen Land­schaft und ihrer Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter in den ver­gan­ge­nen Jah­ren“, mei­nen die SPD-Abgeordneten. 


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„Aus Ost­fries­land, für Ostfriesland!“

Wir, die Ost­frie­si­sche Land­schaft­li­che Brand­kas­se, sind als selbst­stän­di­ger öffent­lich-recht­li­cher Regio­nal­ver­si­che­rer seit 1754 in Ost­fries­land aus­schließ­lich die­ser Regi­on und sei­nen Men­schen ver­pflich­tet. Wir „leben“ dies unter der Phi­lo­so­phie „aus Ost­fries­land, für Ostfriesland!“.

Die Ver­si­che­rung der Ostfriesen

Die Ost­frie­si­sche Land­schaft, die gewähl­te Ver­tre­tung der Ost­frie­sen, ist unse­re „Mut­ter“. Somit sind wir im wahrs­ten Sin­ne des Wor­tes „Die Ver­si­che­rung der Ostfriesen“.

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Sozia­ler Woh­nungs­bau in Leer nimmt wei­ter Fahrt auf

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Sozia­ler Woh­nungs­bau: KWL star­tet durch

Leer-Loga – Am Logaer Weg in Leer-Loga ist der offi­zi­el­le Start­schuss für den Bau eines neu­en Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses mit sechs Wohn­ein­hei­ten gefal­len. Auf Ein­la­dung der Kom­mu­na­len Woh­nungs­ver­wal­tung Leer (KWL) kamen am Mon­tag Ver­tre­ter der Stadt­ver­wal­tung, des Stadt­rats, des aus­füh­ren­den Bau­un­ter­neh­mens sowie des Archi­tek­tur­bü­ros zusam­men, um mit dem sym­bo­li­schen ers­ten Spa­ten­stich die Bau­pha­se einzuleiten.

Der Neu­bau ist wesent­li­cher Bestand­teil eines umfas­sen­den KWL-Stra­te­gie­pa­piers. Wie Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst vor Ort berich­te­te, ver­folgt die Stadt damit das kla­re Ziel, auf eige­nen Grund­stü­cken im Rah­men des sozia­len Woh­nungs­baus mög­lichst viel bezahl­ba­ren Wohn­raum zu schaf­fen. Aktu­ell umfasst die Pla­nung mehr als 50 Wohn­ein­hei­ten, die sich auf die Okko-ten-Broek-Stra­ße, den Logaer Weg, die Bres­lau­er Stra­ße, die Log­abir­um­er Stra­ße, den Wei­den­weg und den Eichen­weg ver­tei­len. Davon befin­den sich der­zeit 20 Ein­hei­ten in der akti­ven Umset­zung, wäh­rend eini­ge ande­re bereits fer­tig­ge­stellt wer­den konn­ten. Eine Fort­set­zung der Initia­ti­ve im Zuge einer behut­sa­men Nach­ver­dich­tung und unter Nut­zung des soge­nann­ten „Bau­tur­bos“ ist im Anschluss vorgesehen.

Moder­ner und bar­rie­re­frei­er Wohn­raum mit Nachhaltigkeitskonzept

Auf dem rund 900 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück am Logaer Weg ent­steht ein durch­dach­ter Mix aus ver­schie­de­nen Woh­nungs­grö­ßen. KWL-Betriebs­lei­te­rin Elke Hin­richs erläu­ter­te die genaue Auf­tei­lung: Geplant sind jeweils zwei Ein­hei­ten mit 59 und 69 Qua­drat­me­tern sowie zwei wei­te­re Woh­nun­gen mit 52 und 58 Qua­drat­me­tern. Um den Bedürf­nis­sen aller Gene­ra­tio­nen gerecht zu wer­den, wer­den die drei Ein­hei­ten im Erd­ge­schoss voll­kom­men bar­rie­re­frei gestaltet.

Auch in punc­to Nach­hal­tig­keit setzt das Pro­jekt Maß­stä­be. Als zen­tra­les Heiz­sys­tem wird eine moder­ne Wär­me­pum­pe instal­liert, zudem wird das Dach mit Pho­to­vol­ta­ik­an­la­gen aus­ge­stat­tet. Zum Gesamt­ensem­ble gehö­ren außer­dem fes­te Park­plät­ze, prak­ti­sche Schup­pen­ab­tei­le für die Mie­ter sowie eige­ne Bal­ko­ne bezie­hungs­wei­se Ter­ras­sen für jede Wohneinheit.

Ein­zug im Mai 2027 – Ver­ga­be star­tet im Herbst

Der Zeit­plan für das Bau­vor­ha­ben steht fest: Nach den nun anlau­fen­den Roh­bau- und Dach­de­cker­ar­bei­ten soll das Richt­fest vor­aus­sicht­lich Ende Sep­tem­ber gefei­ert wer­den. Da das Pro­jekt maß­geb­lich durch Wohn­raum­för­der­mit­tel des Lan­des finan­ziert wird, kann der Wohn­raum zu einer güns­ti­gen Kalt­mie­te von 6,10 Euro pro Qua­drat­me­ter ange­bo­ten wer­den. Die Fer­tig­stel­lung und der Bezug der Woh­nun­gen sind für den 1. Mai 2027 geplant.

Inter­es­sen­ten kön­nen sich ab Okto­ber direkt bei der KWL mel­den. Für die Anmie­tung ist zwin­gend ein Wohn­be­rech­ti­gungs­schein (WBS) erforderlich.


Kon­takt und Auskunft

  • Miet­in­ter­es­sen­ten (ab Okto­ber): Tele­fon: 0491 / 9782–178 (Frau Ulfers) oder 0491 / 9782–430 (Frau Büchter)

  • Aus­künf­te zum Wohn­be­rech­ti­gungs­schein (WBS): Tele­fon: 0491 / 9782–215 (Herr Abels) oder 0491 / 9782–365 (Frau Remmers-Behrends)

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Früh­lings­fest der Kita Am Wäld­chen begeis­tert Familien

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Früh­lings­fest in der Kita „Am Wäld­chen“ war ein vol­ler Erfolg

Steen­fel­de – Kürz­lich fei­er­te die Kita „Am Wäld­chen“ an der Pas­tor-Kers­ten-Stra­ße in Steen­fel­de ein rund­um gelun­ge­nes Früh­lings­fest. Bei bes­tem Wet­ter ver­wan­del­te sich der Spiel­platz der Kin­der­ta­ges­stät­te in ein bun­tes Paradies.

Maß­geb­li­chen Anteil an der fei­er­li­chen Deko­ra­ti­on hat­ten die Kin­der selbst mit zahl­rei­chen krea­ti­ven Bas­te­lei­en. Unter­stützt wur­de die Gestal­tung zudem durch groß­zü­gi­ge Blu­men­spen­den von Tho­mas Phil­ipps (Frank Hol­len­bach). Ein opti­sches High­light bot zudem Mari­na Pos­ti­na von „MPO Fun & Show“ mit ihrer beein­dru­cken­den Luft­bal­lon­kunst, die vom Immo­bi­li­en­mak­ler Chris­ti­an Tam­men gespon­sert wurde.

Begeis­tern­de Vor­füh­run­gen und bun­te Spielstationen

Bei den jun­gen Besu­chern sorg­te das Fest für gro­ße Begeis­te­rung. Die Kin­der hat­ten im Vor­feld flei­ßig Lie­der und Tän­ze ein­stu­diert, die sie wäh­rend des Fes­tes vol­ler Stolz den Eltern und Gäs­ten vor­führ­ten. Ver­schie­de­ne Spiel­sta­tio­nen und ein pro­fes­sio­nel­les Kin­der­schmin­ken tru­gen zusätz­lich zur aus­ge­las­se­nen Stim­mung auf dem Gelän­de bei.

Für das leib­li­che Wohl war eben­falls bes­tens gesorgt: Die Eltern der Kin­der­gar­ten­kin­der hat­ten ein viel­fäl­ti­ges Kuchen­buf­fet sowie fri­sche Waf­feln organisiert.

Tom­bo­la-Erlös fließt in ein neu­es Baum-Tipi

Als beson­de­rer Höhe­punkt des Nach­mit­tags erwies sich eine Tom­bo­la. Die­se wur­de durch hoch­wer­ti­ge Sach­spen­den der Ver­si­che­rung AXA Leer (Alex­an­der Engel­mann), der Fir­ma Ammers­ken Bau­ele­men­te GmbH, von Ede­ka Neu­mann sowie vom Hof Schat­te­burg ermög­licht. Wei­te­re klei­ne­re Prei­se wur­den von der Raiff­ei­sen­bank Flachs­meer beigesteuert.

Die Ein­nah­men und Spen­den des Fes­tes kom­men direkt den Kin­dern zuguns­ten. „Ein gro­ßes Dan­ke­schön gilt allen Spon­so­ren und auch den Eltern für die Mit­hil­fe, für wei­te­re Geld­spen­den und die groß­ar­ti­ge Gemein­schaft. Von die­sem Geld kau­fen wir für die Kin­der­gar­ten­kin­der ein Baum-Tipi“, freut sich Kita-Lei­tung Sabi­ne Her­mes über den Erfolg der Veranstaltung.

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Schiffs­werft Died­rich inves­tiert in die Zukunft der Emsregion

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Ver­band­s­in­ge­nieur Adolf Wil­ken, Ober­siel­rich­ter Moe­teus Barth, Mari­ko-Geschäfts­füh­re­rin Kat­ja Bau­mann, Jens Died­rich, Werft-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Brandt, Nico Blo­em und Orts­bür­ger­meis­ter Jens de Vries. Bild: privat

Schiffs­werft Died­rich auf Kurs: Auf­trags­bü­cher voll und Inves­ti­tio­nen für die Zukunft geplant

Older­sum – Die tra­di­ti­ons­rei­che Schiffs­werft Died­rich in Older­sum blickt opti­mis­tisch in die Zukunft. Ange­sichts einer her­vor­ra­gen­den Auf­trags­la­ge plant das Unter­neh­men geziel­te Inves­ti­tio­nen in die Schiff­bau­hal­le sowie den gesam­ten Maschi­nen­park. Im Rah­men eines Werft­be­suchs über­zeug­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em (Wee­ner) von der Leis­tungs­fä­hig­keit des Betriebs.

„Die Werft liegt vol­ler Schif­fe, es gibt mehr Anfra­gen, als die Werft bewäl­ti­gen kann. Das höre ich in die­sen Zei­ten ger­ne. Und das zeigt mir auch, wie stark unse­re Stand­or­te an der Ems sind“, beton­te Blo­em, der als gelern­ter Schiff­bau­er einen fach­män­ni­schen Blick auf den Betrieb hat.

Star­ke Aus­las­tung durch Küs­ten­re­pa­ra­tu­ren und Offshore-Geschäft

Die Kern­kom­pe­tenz der Schiffs­werft Died­rich liegt in Repa­ra­tu­ren und anspruchs­vol­len Umbau­ten. Zu den Stamm­kun­den zählt fast die gesam­te ost­frie­si­sche Küs­ten- und Insel­ree­de­rei – die soge­nann­te „wei­ße Flot­te“ – sowie ver­schie­de­ne Schiff­fahrts­be­hör­den. Zudem sorgt das wach­sen­de Off­shore-Geschäft für eine kon­ti­nu­ier­lich hohe Auslastung.

Der­zeit beschäf­tigt die Werft 26 eige­ne Mit­ar­bei­ter. Durch die enge Zusam­men­ar­beit mit regio­na­len Zulie­fer­fir­men befin­den sich in der Regel jedoch bis zu 100 Beschäf­tig­te gleich­zei­tig auf dem Werft­ge­län­de, was die Bedeu­tung des Betriebs als regio­na­ler Wirt­schafts­mo­tor unter­streicht. Um die­sen Erfolg lang­fris­tig zu sichern, stellt sich das Unter­neh­men durch Moder­ni­sie­run­gen im Maschi­nen- und Hal­len­be­reich zukunfts­si­cher auf.

Sor­gen über den Mas­ter­plan Ems und die Tidesteuerung

Trotz der wirt­schaft­lich posi­ti­ven Dyna­mik gibt es auf der Werft sowie in der Regi­on spür­ba­re Sor­gen mit Blick auf den Mas­ter­plan Ems. Kon­kret geht es um die geplan­te Tide­steue­rung durch das Ems­sperr­werk, die zur Ver­bes­se­rung der Was­ser­qua­li­tät bei­tra­gen soll. Das zuge­hö­ri­ge Plan­fest­stel­lungs­ver­fah­ren hat zwar noch nicht begon­nen, doch die Befürch­tun­gen im Hin­blick auf regel­mä­ßi­ge Sper­run­gen der Ems sind groß.

Werft-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Brandt erklär­te, dass die poten­zi­el­len Fol­gen für den Betrieb der­zeit schwer ein­schätz­bar sei­en. Es wird befürch­tet, dass die Sper­run­gen den Werft­be­trieb beein­träch­ti­gen und zudem die Was­ser­stän­de für die Ems­hä­fen nega­tiv beein­flus­sen könn­ten. Aus die­sem Grund steht die Werft bereits in engem Aus­tausch mit dem Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN).

Schul­ter­schluss mit Sie­lach­ten und Entwässerungsverbänden

Die Beden­ken tei­len auch die regio­na­len Sie­lach­ten und Ent­wäs­se­rungs­ver­bän­de, die eben­falls an dem Aus­tausch mit dem Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten teil­nah­men. Sie befürch­ten, dass durch die Ein­grif­fe in die Tide­steue­rung die Ent­wäs­se­rung des Bin­nen­lan­des erschwert wird.

Nico Blo­em sicher­te den Betei­lig­ten sei­ne Unter­stüt­zung zu: „Es darf nicht sein, dass unse­re Hafen­wirt­schaft und die Siel­ver­bän­de einen Nach­teil durch die Tide­steue­rung erhal­ten. Wir wer­den die Gesprä­che gemein­sam führen.“

An dem kon­struk­ti­ven Dia­log in Older­sum nah­men neben Werft-Geschäfts­füh­rer Mat­thi­as Brandt und dem Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em auch Kat­ja Bau­mann (Geschäfts­füh­re­rin des Mari­ti­men Kom­pe­tenz­zen­trums, Mari­ko), Ober­siel­rich­ter Moe­teus Barth, Ver­band­s­in­ge­nieur Adolf Wil­ken (Ent­wäs­se­rungs­ver­band Older­sum), der Older­su­mer Orts­bür­ger­meis­ter Jens de Vries sowie Jens Died­rich teil.

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Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Hei­mat­mu­se­um Leer: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2026: Muse­en mit Freu­de entdecken

Kos­ten­los am 17. Mai: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, 17. Mai 2026, lädt das Hei­mat­mu­se­um Leer zum Inter­na­tio­na­len...

Veranstaltung

Kom over de Brug: Kunst, Musik & Som­mer­fee­ling in Blauwestad

Kom over de Brug: Ein Som­mer­tag vol­ler Kunst und Har­mo­nie in Blauwestad Wenn das Son­nen­licht auf der Was­ser­ober­flä­che glit­zert und...

Veranstaltung

Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen in Tim­mel lädt ein

13. Mit­tel­al­ter­li­ches Heer­la­ger­tref­fen zu Tim­mel: Zeit­rei­se am Pfingstwochenende Tim­mel ver­wan­delt sich in eine leben­di­ge Kulis­se ver­gan­ge­ner Jahr­hun­der­te. Vom 23. bis...

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Zwei Tage Aus­nah­me­zu­stand: Flachs­meer freut sich auf sein Schüt­zen­fest mit gro­ßem Festumzug

Rück­blick auf glanz­vol­le Momen­te: Impres­sio­nen vom Schüt­zen­fest-Umzug des Vor­jah­res. Auch in die­sem Jahr bil­det der gro­ße Marsch durch Flachs­meer am...

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Rock­abend in Emden: Grum­py­na­tors live im LMC

Rock-Nacht in Hin­te: Riot at the Moons­hi­ne Bar und Grum­py­na­tors live im LMC — 9. Mai 2026 Ein­lass: 19.00 Uhr /...

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Kunst- und Hand­wer­ker­markt Gro­te­gas­te am 7. Juni 2026

Krea­ti­vi­tät und Tra­di­ti­on: Kunst- und Hand­wer­ker­markt in Gro­te­gas­te lädt ein Gro­te­gas­te – Wenn sich am Sonn­tag, den 7. Juni 2026, der...

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Best Of Poet­ry Slam 2026 kehrt nach Leer zurück

Durch den Abend führt wie gewohnt Andy Strauß, gebür­ti­ger Leera­ner, lang­jäh­ri­ger Mode­ra­tor und einer der prä­gends­ten Köp­fe der deutsch­spra­chi­gen Slam-Sze­ne. Foto:...

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19. Klein­bahn-Lauf in Rhauderfehn

Lau­fen und Wal­ken in Gemein­schaft – das steht beim 19. Klein­bahn-Lauf in Rhau­der­fehn im Mit­tel­punkt. Bild: KI-generiert 19. Klein­bahn-Lauf in...

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80er-Par­ty bringt Kult­mu­sik ins LMC Hinte

Das Team DJ, Lopi (li) und Brun­ki (re), wird die Gäste wie­der zurück in eine ande­re Zeit kata­pul­tie­ren. Dies­mal sind...

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Eins­Sein-Mes­se Olden­burg: Impul­se für Gesund­heit und bewuss­te Lebensgestaltung

Die Eins­Sein-Mes­se in Olden­burg bie­tet Mes­se­be­su­chern eine beein­dru­cken­de Viel­falt: Rund 70 Exper­ten prä­sen­tie­ren am 18. und 19. April 2026 in...

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