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Besuch im Rathaus: Das Who-is-Who der Friesland-Krimis in Leer
Das Foto von allen Geehrten zeigt (von links): Florian Weber, Veronique Coubard, Sophie Dal, Maxim Mehmet, Melissa Graj, Felix Vörtler (sitzend), Kristina Löbbert, René Jamm und Bürgermeister Claus-Peter Horst.
Ein Hauch von Hollywood in Leer: Friesland-Stars verewigen sich im Goldenen Buch
Es ist eine Erfolgsgeschichte, die seit über einem Jahrzehnt Millionen Menschen vor die Bildschirme lockt. Nun hat die Stadt Leer ihre besondere Beziehung zum „Friesland-Krimi“ mit einer feierlichen Geste besiegelt: Die Gesichter hinter den beliebten Charakteren trugen sich am Montagnachmittag in das Goldene Buch der Stadt ein.
Leer, 12. Januar 2026 – Das historische Rathaus bildete am Montag die Bühne für ein außergewöhnliches Klassentreffen. Wo sonst politische Debatten geführt werden, herrschte dieses Mal der Glanz der Filmwelt. Gleich acht neue Unterschriften zieren nun die Seiten des Goldenen Buches – ein seltener Anblick in dieser Dichte.
Die Köpfe hinter dem Erfolg
Angeführt wurde die Riege von den Schauspielern Maxim Mehmet, Sophie Dal, Veronique Coubard und Felix Vörtler. Begleitet wurden sie von den Köpfen hinter der Kamera: Kristina Löbbert und Melissa Graj (Warner Bros.), René Jamm (CEO Warner Bros.) sowie ZDF-Produktionsleiter Florian Weber. Krankheitsbedingt fehlten lediglich Holger Stockhaus und Tina Pfurr, deren Abwesenheit der herzlichen Atmosphäre jedoch keinen Abbruch tat.
„Bester Werbeträger für unsere Stadt“
Bürgermeister Claus-Peter Horst fand in seiner Ansprache vor Vertretern der politischen Fraktionen deutliche Worte der Anerkennung. Seit dem Start im Jahr 2013 ist das Team rund um „Brocki und Co.“ fest mit Leer verwachsen.
„Einen besseren Werbeträger als den Friesland-Krimi kann man sich nicht wünschen“, betonte Horst. Die Zahlen geben ihm recht:
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Millionenpublikum: Regelmäßig schalten sechs bis acht Millionen Zuschauer im ZDF ein.
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Tourismusmagnet: Die Krimi-Führungen in Leer verzeichneten allein im Jahr 2025 über 3.000 Teilnehmer.
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Stadtbild: Die Altstadt und der Hafen sind längst nicht mehr nur historische Kulisse, sondern begehrte Fotomotive für Fans auf der Suche nach den Original-Drehorten.
Mehr Morde, mehr Drehtage
Dass die Verbindung zwischen Stadt und Produktion immer enger wird, zeigt auch die Schlagzahl der Dreharbeiten: Inzwischen werden jährlich vier Folgen in Leer produziert. Mit einem Augenzwinkern merkte der Bürgermeister an, dass man die damit einhergehende „steigende Mordrate“ in der Stadt angesichts der positiven Effekte gerne in Kauf nehme.
Premiere der 25. Folge
Der feierliche Akt im Rathaus war erst der Auftakt für einen langen Krimi-Tag. Am Abend steht im Leeraner Kinocenter die Premiere der Jubiläumsfolge „Friesland – Schiffe schrotten“ an, bei der die Stars hautnah für ihr Publikum da sein werden.
Wer nicht bei der Premiere dabei sein kann, muss sich noch ein wenig gedulden: Die bundesweite Ausstrahlung der 25. Folge im ZDF ist voraussichtlich für den 4. März geplant.
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Startschuss für den Frühjahrsputz 2026 in der Stadt Leer
Wilder Müll am Ostfriesland Wanderweg: An d. Seeschleuse und nahe der Eisenbahnbrücke gefährden Plastikreste und rostiger Unrat die Natur. Ein konkreter Anlass für den „Frühjahrsputz 2026“ der Stadtwerke Leer – Greifer und Säcke für Freiwillige werden kostenlos vom Baubetriebshof gestellt.
Gemeinsam für eine saubere Stadt: Startschuss zum „Frühjahrsputz 2026“ in Leer
LEER – Passend zum meteorologischen Frühlingsbeginn rufen die Stadt Leer und die Stadtwerke Leer auch in diesem Jahr wieder zur großen Reinigungsaktion auf. Unter dem Motto „Frühjahrsputz 2026“ sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, die heimische Landschaft von achtlos entsorgtem Unrat zu befreien.
Seit vielen Jahren ist die gemeinsame Aktion ein fester Bestandteil im Terminkalender der Stadt. Das Ziel ist klar definiert: Sogenannter „wilder Müll“, der leider viel zu oft vorsätzlich in der freien Natur entsorgt wird, soll gesammelt und fachgerecht entsorgt werden. Dies schont nicht nur die Optik unserer schönen Region, sondern beseitigt auch handfeste Gefahren für die Umwelt und die heimische Tierwelt.
Unterstützung durch die Stadtwerke
Damit die Sammelaktion ein voller Erfolg wird, greifen die Stadtwerke Leer den freiwilligen Helfern tatkräftig unter die Arme. Egal ob Einzelpersonen, Familien, Vereine oder Gruppen – der Baubetriebshof stellt die notwendige Ausrüstung zur Verfügung:
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Material: Greifer und Müllsäcke können direkt über die Stadtwerke bezogen werden.
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Logistik: Der gesammelte Unrat kann entweder beim Baubetriebshof abgegeben werden oder wird nach vorheriger Absprache an einem vereinbarten Ort von den Stadtwerken abgeholt.
Kontakt und Anmeldung
Um die Verteilung der Materialien und die Abholung des Mülls zu koordinieren, wird um eine vorherige Terminabsprache gebeten. Interessierte können sich direkt an die zuständigen Ansprechpartner wenden:
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Jan Tülp und Jens Denekas: Telefonisch erreichbar unter 0491/92770–413 oder ‑415.
Fotogruß von der Sammelaktion
Um das Engagement der Leeraner sichtbar zu machen, freuen sich die Stadt und die Stadtwerke über Bildmaterial von den Aktionen. Wer seine Funde oder die fleißigen Teams präsentieren möchte, kann Fotos per E‑Mail an presse@leer.de senden. Eine Auswahl der Bilder soll anschließend auf den offiziellen Social-Media-Kanälen veröffentlicht werden.
Machen wir unsere Stadt gemeinsam bereit für den Frühling! 🌸🧹
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Lokal
Bund fördert Sanierung des Traditionskutters HINDERK in Ditzum
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Finanzspritze aus Berlin: Bundesförderung rettet den Traditionskutter „HINDERK“
JEMGUM / DITZUM – Gute Nachrichten für die maritime Kultur in Ostfriesland: Der historische Holzkutter „HINDERK“ kann saniert werden. Dank einer Förderung in Höhe von knapp 78.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes ist der Fortbestand des 1969 gebauten Schiffes gesichert.
Von Wasser und Wetter gezeichnet, steht dem Traditionskutter „HINDERK“ eine umfassende Verjüngungskur bevor. Wie die CDU-Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann nun mitteilte, unterstützt der Bund die notwendigen Instandsetzungsarbeiten mit einer Summe von exakt 77.933,10 Euro. Für die Betreiber, die Ditzumer Hafen- und Kuttergemeenskupp, ist dies ein entscheidender Durchbruch, da die anstehenden Kosten die Kapazitäten des Vereins allein überstiegen hätten.
Ein Zeuge der Ditzumer Schiffbaukunst
Die „HINDERK“ ist tief in der Region verwurzelt. Sie lief im Jahr 1969 auf der renommierten Bültjer-Werft in Ditzum vom Stapel. Über Jahrzehnte hinweg prägte der Kutter das Bild auf der Ems und vor den Ostfriesischen Inseln, wo er als Fisch- und Krabbenkutter im harten Einsatz war. Heute dient er als schwimmendes Kulturgut und ermöglicht bei Ems- und Fangfahrten einen lebendigen Einblick in die traditionelle Seefahrt.
Umfangreiche Sanierungsmaßnahmen erforderlich
Nach 57 Jahren im Dienst haben die Elemente dem Holzrumpf zugesetzt. Die Mängelliste ist lang und eine Sanierung zwingend erforderlich, um die Seetüchtigkeit dauerhaft zu erhalten:
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Struktur: Umfangreiche Holzarbeiten an der Steuerbordwand sowie die Erneuerung der Vordersteven sind geplant.
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Versiegelung: Das Oberdeck muss komplett neu versiegelt werden, um das Schiff gegen eindringende Feuchtigkeit zu schützen.
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Optik und Schutz: Die Masten erhalten einen neuen Schutzanstrich.
Anerkennung von nationaler Bedeutung
Die Mittel für das Projekt stammen aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm, das seit 2009 bundesweit bedeutende Kulturdenkmäler fördert. Dass die „HINDERK“ in dieses Programm aufgenommen wurde, ist auch eine Auszeichnung.
„HINDERK ist mehr als nur ein ‘alter Kutter’. Er hat viel erlebt, trägt Geschichte und Geschichten in sich“, unterstreicht Gitta Connemann. Die Zusage aus Berlin sei laut der Abgeordneten ein Siegel dafür, dass das Schiff von nationaler Bedeutung ist. Mit der nun gesicherten Finanzierung könne die Sanierung zeitnah beginnen. Ziel ist es, dass der Kutter bald wieder in seinem alten Glanz erstrahlt und sicher in See stechen kann.
Das maritime Erbe der Emsregion erhält damit einen wichtigen Rückhalt, damit es auch für künftige Generationen erlebbar bleibt.
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Stadt Leer entwickelt 40 konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung
Klimaanpassung in Leer: 40 konkrete Ideen für eine resiliente Stadt
Die Stadt Leer rüstet sich für die Herausforderungen des Klimawandels. Unter der Leitung der städtischen Klimafolgenanpassungsmanagerin Carolin Heiler und des Gutachterbüros Green Adapt fand kürzlich der zweite Fachworkshop zur Klimaanpassung statt. Ziel der Veranstaltung war es, wirksame Strategien gegen die zunehmenden Gefahren durch Starkregen und extreme Hitzeperioden zu entwickeln.
Ein breites Bündnis für den Klimaschutz
An dem Workshop beteiligten sich zahlreiche Akteure aus verschiedenen Bereichen der Stadtgesellschaft. Neben der Stadtverwaltung und den Stadtwerken brachten auch Vertreter des Borromäus-Hospitals, des BUND, der Grundschulen sowie des Landkreises ihre Expertise ein. Ebenfalls vertreten waren die Landwirtschaftskammer und der NABU, um eine ganzheitliche Perspektive auf die notwendigen Maßnahmen zu gewährleisten.
Von der Dachbegrünung bis zum Bauverbot
Das Ergebnis des intensiven Austauschs ist beeindruckend: Rund 40 konkrete Ideen wurden erarbeitet und auf ihre realistische Umsetzbarkeit geprüft. Die Ansätze sind dabei vielfältig und in speziellen Maßnahmensteckbriefen festgehalten worden:
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Naturbasierte Lösungen: Hierzu zählen unter anderem Dachbegrünungen zur Kühlung und Wasserspeicherung.
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Infrastruktur & Technik: Die Liste umfasst technische Bauten wie Deiche und Rückhaltebecken sowie den Einsatz hitzeresilienter Baustoffe.
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Stadtplanung: Diskutiert wurden Regelungen wie Bauverbote in Überschwemmungsgebieten und der Erhalt wichtiger Frischluftschneisen.
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Förderung & Information: Auch ökonomische Anreize durch Förderprogramme, Info-Kampagnen und die Stärkung der privaten Eigenvorsorge durch Beratungen am Haus sind Teil des Konzepts.
Datenbasierte Planung: Hitze- und Starkregenkarten
Grundlage für die Diskussionen bildeten moderne Analysetools. Während des Workshops wurden eine Starkregengefahrenkarte und eine Hitzehotspot-Karte für das Leeraner Stadtgebiet vorgestellt. Diese Karten basieren auf hydrologischen Daten sowie satellitengestützten Luftbildauswertungen und zeigen präzise auf, wo im Stadtgebiet besonderer Handlungsbedarf besteht. Zudem gab Dr. Andreas Marx vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Einblicke in den bundesweiten Dürremonitor und erläuterte die Folgen für Landwirtschaft und Biodiversität.
So geht es weiter: Der Weg zum Klimaanpassungskonzept
Im nächsten Schritt werden die Maßnahmensteckbriefe detailliert ausgearbeitet und mit konkreten Zuständigkeiten, Finanzierungsplänen und Zeithorizonten versehen. In einem dritten Workshop sollen schließlich Prioritäten für den finalen Maßnahmenkatalog festgelegt werden, der anschließend der Politik zur Entscheidung vorgelegt wird.
Bürgerbeteiligung weiterhin erwünscht
Das Projekt lebt vom Mitmachen. Auch nach dem Workshop haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre eigenen Ideen einzubringen. Dies ist entweder online über die Beteiligungskarten der Stadt Leer oder direkt vor Ort in der Stadtbibliothek möglich.
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