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Ratsmitglieder beeindruckt von der Arbeit der Hospiz-Initiative in Leer
Einblick in die Arbeit des Leeraner Hospizhuus: Ratsmitglieder beeindruckt von der Hospiz-Initiative
Die Hospiz-Initiative Leer hat kürzlich Ratsmitglieder der Stadt Leer in das Hospizhuus eingeladen, um einen Einblick in ihre Arbeit zu geben. Die Ehrenvorsitzende Gretel Bluhm-Janssen informierte die Gäste über die vielseitige Arbeit der Initiative, die 1999 gegründet wurde. Dabei wurde deutlich, dass ein Großteil der ehrenamtlichen Arbeit ambulant bei den Menschen zuhause geleistet wird.
Fast 100 Ehrenamtliche sind derzeit für die Hospiz-Initiative tätig, und alle haben an einem umfassenden Kursus mit 120 Unterrichtsstunden und einem 40-stündigen Praktikum teilgenommen, um sich auf diese verantwortungsvolle Arbeit vorzubereiten. “Die Arbeit ist von Achtung, Respekt und bedingungsloser Wertschätzung geprägt”, betonte Bluhm-Janssen.
Das Hospizhuus verfügt über 12 Zimmer, in denen Menschen untergebracht werden können, die unheilbar krank sind und deren Lebenszeit begrenzt ist. Diese Patienten werden von Fachkräften mit einer Palliativ Care-Zusatzausbildung versorgt. Obwohl der größte Teil der Kosten durch die Krankenkassen übernommen wird, ist die Initiative auf Spenden angewiesen, um ihre Arbeit aufrechterhalten zu können.
Ein weiterer wichtiger Teil der Arbeit der Hospiz-Initiative sind Angebote für Trauernde. Es gibt viele unterschiedliche Trauergruppen und Angebote, die auf die Bedürfnisse der Trauernden zugeschnitten sind. Die Ratsmitglieder zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Hospiz-Initiative und dem großen ehrenamtlichen Engagement.
Die Hospiz-Initiative ist ein wichtiger Bestandteil der Gemeinde und bietet den Menschen in Leer und Umgebung Unterstützung und Trost in einer schwierigen Zeit. Es ist bewundernswert, wie viele Ehrenamtliche sich für die Arbeit der Initiative engagieren und wie sehr sie sich bemüht, den Bedürfnissen der Patienten und ihrer Familien gerecht zu werden. Es bleibt zu hoffen, dass die Hospiz-Initiative auch in Zukunft die notwendige Unterstützung erhält, um ihre wichtige Arbeit fortzusetzen.
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Individuelle und liebevolle Abschiedszeremonien für Ihren geliebten Menschen
In schwierigen Zeiten möchten wir unseren Kunden helfen, die unerträgliche Last des Abschieds etwas leichter zu tragen. Das Uitvaartcentrum Oost-Groningen in Winschoten bietet bescheidene, stilvolle Räumlichkeiten für Beerdigungs- und Feuerbestattungszeremonien in einer rustikalen Umgebung. Bei uns finden Sie alles unter einem Dach — von der Aufbahrung bis zur Zeremonie.

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Gedächtniswald Logabirum — Eine würdevolle Alternative zum klassischen Friedhof
Der Wald verkörpert den Kreislauf des Lebens auf einzigartige Weise und bietet einen Ort, an dem Anfang und Ende miteinander verschmelzen. Der Gedächtniswald Logabirum ist ein solcher Ort und bietet mit seiner Baumbestattung eine würdevolle Alternative zum traditionellen Friedhof. Hier wird der Verstorbene in einer biologisch abbaubaren Urne im Wurzelbereich eines Baumes beigesetzt und wird so Teil des kontinuierlichen Wandels der Natur im Rhythmus der Jahreszeiten. Diese Vorstellung kann in schwierigen Zeiten Trost spenden und den Baum zu einem Ort der Erinnerung für Freunde und Familie machen, an dem die Kraft des Lebens spürbar ist und die Erinnerung an den Verstorbenen lebendig bleibt.

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Bestattungshaus Koss — Persönliche Unterstützung im Trauerfall
Im Falle eines Todesfalls in der Familie ist der Schmerz oft überwältigend und es fällt schwer, klare Überlegungen anzustellen. Wir vom Bestattungshaus Koss verstehen dies und sind hier, um Ihnen in allen Fragen sachkundig zur Seite zu stehen und die Erledigung aller notwendigen Formalitäten für Sie zu übernehmen.
Unsere vorrangige Aufgabe ist es, Ihnen und Ihren Angehörigen in dieser schwierigen Zeit zu helfen und Ihnen unsere Unterstützung anzubieten. Informieren Sie sich auf unserer Website über unser Unternehmen und unser Leistungsspektrum und nehmen Sie gerne Kontakt mit uns auf, um in einem persönlichen Gespräch beraten zu werden.

Lokal
Verzögerung auf B70: Stadt prüft rechtliche Schritte
Stadt prüft rechtliche Schritte: Erneute Verzögerung an der B70 sorgt für Unmut
Leer. Die Geduld der Stadtverwaltung Leer ist am Ende: Die für Montagmorgen um 9:00 Uhr angekündigte halbseitige Sperrung der Papenburger Straße (B70) südlich der Ledabrücke wurde erneut nicht umgesetzt. Angesichts der wiederholten Missachtung von Vereinbarungen prüft die Stadt nun rechtliche Schritte gegen die zuständige Baufirma.
Kommunikationsdefizite und ausgebliebene Infos
Nachdem die Sperrung am Vormittag nicht wie geplant aktiviert wurde, blieb zudem die erforderliche Information der städtischen Verkehrsbehörde durch das Bauunternehmen aus. Erst Stunden später gelang es der Stadtverwaltung, die Verantwortlichen zu erreichen.
Die Stadt Leer hat aufgrund dieser Vorfälle sowohl gegenüber der Baufirma als auch gegenüber der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) als Auftraggeberin der Baumaßnahme ihren deutlichen Unmut geäußert. Es ist nicht das erste Mal, dass getroffene Absprachen bei diesem Projekt nicht eingehalten wurden.
Neuer Termin für Mittwoch geplant
Nach den nun erfolgten Gesprächen gibt es einen neuen Zeitplan für die Verkehrseinschränkung. Die halbseitige Sperrung soll nun voraussichtlich am Mittwoch um 9:00 Uhr aktiviert werden.
Die Stadtverwaltung betont, dass die Zuverlässigkeit bei Baumaßnahmen an solch zentralen Verkehrsknotenpunkten wie der B70 oberste Priorität haben müsse, um das Verkehrschaos für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.
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Gedenken im Westerhammrich: Mahnung gegen das Vergessen
Gedenken im Westerhammrich: Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner und Heisfeldes Ortsvorsteherin Beate Stammwitz mahnten am Sonnabend anlässlich des 81. Jahrestages der Ermordung von fünf niederländischen Widerstandskämpfern durch die Gruppe um den Hochstapler Willi Herold zu Frieden und Menschlichkeit.
„Nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt“: Bewegendes Gedenken im Westerhammrich
Leer. Ein stiller Nachmittag im Westerhammrich wurde am vergangenen Sonnabend zum Ort tiefer Erinnerung und mahnender Worte. Im Zentrum standen fünf Namen: Kornelis Fielstra, Johannes Kok, Carolus Magermans, Johannes Magermans und Johannes Verbiest. Diese fünf Niederländer wurden vor genau 81 Jahren, am 24. April 1945, Opfer eines grausamen Verbrechens, das kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs die Stadt Leer erschütterte.
Ein Verbrechen kurz vor Kriegsende
Die Geschichte hinter dem Gedenken ist erschütternd. In der Nähe des heutigen Gedenkorts wurden die fünf Männer von der Gruppe um den damals erst 19-jährigen Hochstapler Willi Herold ermordet. Herold, der sich als Hauptmann ausgab und als „Henker vom Emsland“ traurige Berühmtheit erlangte, ließ die Widerstandskämpfer nach einem willkürlichen Scheinprozess erschießen.
Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner erinnerte in seiner Ansprache an diese dunklen Stunden und die Skrupellosigkeit der Täter. Er zeichnete den Weg der Männer nach, der sie über das Leeraner Rathaus – wo damals die Polizeiwache und ein Gefängnis untergebracht waren – in den Tod führte. Bereits am Mittag wurden dort, an der Gedenktafel am Seiteneingang, Rosen als Zeichen der Ehrerbietung niedergelegt.
Mahnung für die Gegenwart
Heisfeldes Ortsvorsteherin Beate Stammwitz schlug in ihrer Rede die Brücke zur Gegenwart. Ihr Appell an die Bürgerinnen und Bürger von Leer war deutlich:
„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt.“
Frieden, Freiheit und Menschlichkeit seien keine Selbstverständlichkeit, sondern die höchsten Güter, die es jeden Tag aufs Neue zu schützen gelte.
Ein persönlicher Abschluss: Dank an die Aufarbeitung
Besonders emotional wurde die Gedenkstunde durch die Anwesenheit von Kees Fielstra, dem Sohn des damals getöteten Kornelis Fielstra. In einer bewegenden Dankesrede richtete er sich direkt an Menna Hensmann, die ehemalige Leiterin des Stadtarchivs.

Ein bewegender Moment des Dankes: Kees Fielstra mit der ehemaligen Stadtarchivarin Menna Hensmann. Jahrzehntelang wusste Fielstra nicht, wie sein Vater 1945 ums Leben kam – erst die Recherchen von Hensmann brachten 2010 die entscheidende Gewissheit und ermöglichten ihm so eine späte Verbindung zu seiner Familiengeschichte.
Lange Zeit blieb für die Familie Fielstra im Unklaren, wie der Vater genau zu Tode gekommen war. Erst durch ein Zusammentreffen mit Hensmann im Jahr 2010 konnten die Puzzleteile zusammengesetzt werden. „Menna hat mein Leben im Hinblick auf die Ereignisse im April 1945 bereichert“, betonte Fielstra. Dank ihrer Forschungsarbeit habe er auf eine besondere Weise einen späten Kontakt zu seinem Vater gefunden und Gewissheit über dessen Schicksal erhalten.
Die Gedenkfeier unterstrich einmal mehr, wie wichtig die lokale Erinnerungskultur ist – nicht nur zur Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern als Kompass für eine menschliche Zukunft.
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Wilhelmine-Siefkes-Preis 2026 im Leeraner Rathaus
Festakt im historischen Rathaus: Stadt Leer verleiht den Wilhelmine-Siefkes-Preis 2026
Ein besonderes Jubiläum wirft seine Schatten voraus: Zum zehnten Mal ehrt die Stadt Leer herausragendes literarisches Schaffen im Geiste ihrer bedeutenden Ehrenbürgerin und Schriftstellerin Wilhelmine Siefkes (1890–1984). In feierlichem Rahmen wird im Mai der renommierte Wilhelmine-Siefkes-Preis verliehen, um das kulturelle Erbe der Region und die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten.
Eine hochkarätige Jury hat entschieden
Die Auswahl der diesjährigen Preisträgerin oder des Preisträgers lag in den Händen einer fachkundigen Jury. Neben Bürgermeister Claus-Peter Horst brachten Dr. Reinhard Goltz aus Bremen, Grietje Kammler aus Aurich sowie Claus Dreier aus Holtland ihre Expertise ein. Als Literaturwissenschaftler und profunde Kenner der plattdeutschen Sprache bürgen sie für die hohe Qualität dieser Auszeichnung, die alle vier Jahre vergeben wird.
Einladung zur öffentlichen Preisverleihung
Die Stadt Leer lädt alle Bürgerinnen, Bürger und Literaturinteressierten herzlich dazu ein, diesem kulturellen Höhepunkt beizuwohnen. Der Festakt findet statt am:
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Datum: Sonntag, 10. Mai 2026
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Uhrzeit: 17:00 Uhr
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Ort: Festsaal des historischen Rathauses, Leer
Der historische Festsaal bietet die ideale Kulisse, um das Werk der Namensgeberin zu würdigen und die aktuelle Preisträgerin oder den Preisträger gebührend zu feiern.
Anmeldung erforderlich
Da die Kapazitäten im historischen Rathaus begrenzt sind, wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten. Interessierte können sich über die folgenden Wege einen Platz reservieren:
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Telefon: 0491 97 82 242
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E‑Mail: kultur@leer.de
Erleben Sie einen Abend im Zeichen der Literatur und der regionalen Identität – ganz im Sinne von Wilhelmine Siefkes.
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