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Schloss Even­burg: Zahl­rei­che Ange­bo­te im August

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Schloss Even­burg: Zahl­rei­che Ange­bo­te im August

 

Rund um das Schloss Even­burg wer­den im August ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten, dar­un­ter gibt es auch ver­schie­de­ne Ange­bo­te für Kin­der und Fami­li­en sowie eini­ge Zeit­rei­se-Füh­run­gen. Die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“ ist zudem täg­lich von 11 bis 17 Uhr für Besu­che­rin­nen und Besu­cher geöffnet. 

Öffent­li­che Füh­run­gen
An Sonn- und Fei­er­ta­gen wer­den um 11.30 und um 14.30 Uhr öffent­li­che Füh­run­gen ange­bo­ten. Gezeigt wer­den die ehe­ma­li­gen Pri­vat­räu­me des gräf­li­chen Ehe­paa­res. Edle Tape­ten und Decken­zier bezeu­gen adli­ges Leben anno 1862. Es wird über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert erzählt und Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu der letz­ten Restau­rie­rung. Zum Schloss gehör­te einst auch ein füh­ren­der Gar­ten­bau­be­trieb – der Kata­log von 1889 lis­tet mehr als 2400 Gar­ten­pflan­zen auf. Die Teil­nah­me inklu­si­ve Ein­tritt ins Schloss kos­tet 8 Euro für Erwach­se­ne, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Eintritt.

Qigong auf der Schloss­wie­se
Wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en bie­tet der VFB Rajen/Rhauderfehn zum wie­der­hol­ten Male Qigong auf der gro­ßen Schloss­wie­se an. Das Ange­bot star­tet an jedem Diens­tag um 19 Uhr. Die Aben­de kön­nen auch ein­zeln besucht wer­den und sind für jedes Alter und auch für sport­lich unge­üb­te Men­schen geeig­net. Der Ein­tritt ist frei, es wird um eine Spen­de gebeten.

Spaß-und Geschick­lich­keits­rä­der zum Aus­pro­bie­ren
Als Teil der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“ ste­hen am 3., 10. und 17. August jeweils ab 15 Uhr an der Even­burg 15 ganz beson­de­re Räder zum Aus­pro­bie­ren bereit: Kin­der-Hoch­rad, Mini-Artis­ten­rad, Rad mit Vor­der- und Hin­ter­rad­len­kung, Rol­ler, Drei­rä­der, Lauf­rad sowie Bob­by­cars. Gefah­ren wird auf einer begrenz­ten Stre­cke im Park. Die Akti­on ist für jedes Alter geeig­net. Kin­der kön­nen in Beglei­tung Erwach­se­ner teil­neh­men. Die Teil­nah­me kos­ten 5 Euro für Erwach­se­ne und 3 Euro für Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re. Eine Anmel­dung unter Tel. 0491–99756000 ist erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei acht Per­so­nen. Treff­punkt ist der Schloss­vor­platz der Evenburg.

The­men­füh­rung Kir­che mit Gra­fen­gruft
Bei einer Füh­rung am Don­ners­tag, 4. August 2022, ab 15 Uhr, kann nicht nur das Schloss Even­burg besich­tigt wer­den, die Füh­rung ermög­licht auch die Besich­ti­gung der nicht öffent­lich zugäng­li­chen Gra­fen­gruft in der im 13. Jahr­hun­dert erbau­ten ehe­ma­li­gen Patro­nats­kir­che. Zu bestau­nen sind zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert, die auch die gesell­schaft­li­che Stel­lung der bestat­te­ten Fami­li­en­mit­glie­der deut­lich wer­den las­sen. Im Schloss wird über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert berich­tet. Der Ein­tritt kos­tet 11 Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei 10 Personen.

Thea­ter­füh­rung: „Sus­ci­pe­re et finie­re!“ — Unter­neh­men und zu Ende füh­ren
Anläss­lich des 195. Geburts­ta­ges des Gra­fen bie­tet das Schloss Even­burg am Sonn­tag, 7. August, ab 16 Uhr sowie am Don­ners­tag, 11. August, ab 15 Uhr die Thea­ter­füh­rung „Sus­ci­pe­re et finie­re!“ — Unter­neh­men und zu Ende füh­ren — an.

1860 erbt der jun­ge Graf Carl Georg von Wedel ein maro­des Bau­werk mit umlie­gen­den Län­de­rei­en. Als Majo­rats­herr stellt er sich der Her­aus­for­de­rung, krem­pelt die Ärmel hoch und errich­tet mit einem neu­en, hoch­mo­der­nen Schloss sei­ner Fami­lie einen wür­di­gen Stamm­sitz. Beglei­ten Sie den tat­kräf­ti­gen Gra­fen und erle­ben Sie haut­nah, wie er nach 25 Jah­ren auf sein Werk zurück­blickt: einen flo­rie­ren­den Besitz mit Han­dels­gärt­ne­rei, Imke­rei und Forst­wirt­schaft, wie Loga ihn noch nicht gese­hen hat.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm: Erleb­nis­füh­rung durch die Even­burg
Als Teil des Kin­der­fe­ri­en­pro­gramms bie­tet das Schloss Even­burg am Diens­tag, 9. August 2022, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr eine Erleb­nis­füh­rung für Kin­der im Alter von 6 bis 10 Jah­ren durch die Even­burg an. Es wird dabei in die Ver­gan­gen­heit gereist und ent­deckt, wie die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner frü­her im Schloss gelebt haben und war­um sie einen Geheim­gang brauch­ten. Die Teil­nah­me kos­tet 3 Euro. Die Teil­neh­mer­an­zahl ist begrenzt. Eine Anmel­dung bei der Stadt Leer ist unter Tel. 0491 960 675 20 erforderlich.

Thea­ter­füh­rung: Eine Zeit­rei­se mit Graf Carl Georg von Wedel „Will­kom­men auf mei­nem Schloss!“
Am Don­ners­tag, 18. August 2022, bie­tet das Schloss Even­burg die Thea­ter­füh­rung „Graf Carl Georg von Wedel „,Will­kom­men auf mei­nem Schloss!‘“ an. Los geht es um 15 Uhr.

Graf Carl Georg emp­fängt Sie per­sön­lich und gelei­tet Sie durch die reprä­sen­ta­ti­ven Räu­me der Even­burg. Stolz prä­sen­tiert der Haus- und Majo­rats­herr sei­nen Gäs­ten sein land- und forst­wirt­schaft­li­ches Unter­neh­men. Authen­tisch berich­tet er von den gro­ßen Ver­än­de­run­gen des 19. Jahr­hun­derts, gesell­schaft­li­chen Anläs­sen zum Bei­spiel dem Besuch des Königs­paa­res von Han­no­ver und sei­ner gro­ßen Errun­gen­schaft von der Welt­aus­stel­lung in Paris. Und je nach Lau­ne gibt er viel­leicht auch das eine oder ande­re Fami­li­en­ge­heim­nis preis.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Thea­ter­füh­rung:  Eine Zeit­rei­se mit Frau Boek­hoff und Frau Ibe­lings: „Refor­miert oder luthe­risch?“ — Das ist hier die Frage

 

Die Thea­ter­füh­rung „Frau Boek­hoff und Frau Ibe­lings: ‚Refor­miert oder luthe­risch?’ — Das ist hier die Fra­ge“ wird am Sams­tag, 20. August, ab 14 Uhr im Schloss Even­burg angeboten.

Jahr­zehn­te­lang scheint alles in bes­ter Ord­nung. Die refor­mier­te Kir­che gehört zur luthe­ri­schen Gra­fen­fa­mi­lie. Bis Graf Carl Georg von Wedel eine neue Kir­che bau­en lässt, die luthe­ri­sche Frie­dens­kir­che. Eine Kon­kur­renz-Situa­ti­on ent­steht und mit­ten drin: Frau Ibe­lings, Gat­tin des refor­mier­ten Pas­tors, und Frau Boek­hoff, Ehe­frau des luthe­ri­schen Pas­tors. Hier prallt christ­li­che Nächs­ten­lie­be auf weib­li­che Scharf­zün­gig­keit, bie­der­mei­er­li­che Hei­mat­lie­be auf inter­re­li­giö­sen Dis­kurs, wirt­schaft­li­cher Weit­blick auf ein­ge­kel­ler­te Kartoffeln.

Die Teil­nah­me kos­tet 14 Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“
Dinus Voß, ein pri­va­ter Zwei­rad-Samm­ler mit gro­ßer Lei­den­schaft und Sach­kennt­nis, führt am Mon­tag, 22. August 2022, Besu­che­rin­nen und Besu­cher durch die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“. Die Aus­stel­lung zeigt eine unglaub­li­che Viel­falt an Kin­der­fahr­zeu­gen von etwa 1820 bis in die Neu­zeit. Zwei Muse­en und eine Pri­vat­samm­lung haben ihre Expo­na­te für die­se Aus­stel­lung erst­ma­lig in Deutsch­land zusam­men­ge­führt. Los geht die Ver­an­stal­tung um 15 Uhr. Der Ein­tritt kos­tet 8 Euro für Erwach­se­ne, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter Tel. 0491–99756000 ist erforderlich.

Thea­ter­füh­rung:  Eine Zeit­rei­se mit Grä­fin Julia­ne von Wedel  „Kunst oder Krem­pel“
Am Don­ners­tag, 25. August 2022, wird ab 15 Uhr die Thea­ter­füh­rung „Grä­fin Julia­ne von Wedel ‚Kunst oder Krem­pel‘“ im Schloss Even­burg angeboten.

Grä­fin Julia von Wedel wird mit ihrem Gat­ten Graf Georg-Ehr­hard von Wedel, ers­ter Land­rat von Leer, ein­mal das Sagen auf der Even­burg haben. Vor ihrem Ein­zug möch­te sie dem gräf­li­chen Inte­ri­eur im Schloss eine Fri­sche­kur ver­pas­sen. Dazu lädt sie ihre Freun­din­nen und Freun­de ein, die ihr mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen. Wäh­rend die­sem sehr pri­va­ten Rund­gang erle­ben Sie haut­nah das ade­li­ge Leben mit Lie­be, Macht und Intrigen.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Fami­li­en­pick­nick:
Im Schloss­park der Even­burg wird am Sonn­tag, 28. August, ein Fami­li­en­pick­nick ange­bo­ten. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr gibt es künst­le­ri­sche Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che sowie Bewe­gungs­spie­le und Natur­er­leb­nis­an­ge­bo­te für die gan­ze Fami­lie. Die Spaß- und Geschick­lich­keits­rä­der ste­hen zum Aus­pro­bie­ren bereit. Außer­dem wer­den alte und regio­na­le Kar­tof­fel­sor­ten im Schloss­park geern­tet. Die­se dür­fen dann zuhau­se pro­biert werden.


 
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Bund för­dert Sanie­rung des Tra­di­ti­ons­kut­ters HINDERK in Ditzum

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Finanz­sprit­ze aus Ber­lin: Bun­des­för­de­rung ret­tet den Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“

JEMGUM / DITZUM – Gute Nach­rich­ten für die mari­ti­me Kul­tur in Ost­fries­land: Der his­to­ri­sche Holz­kut­ter „HINDERK“ kann saniert wer­den. Dank einer För­de­rung in Höhe von knapp 78.000 Euro aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm des Bun­des ist der Fort­be­stand des 1969 gebau­ten Schif­fes gesichert.

Von Was­ser und Wet­ter gezeich­net, steht dem Tra­di­ti­ons­kut­ter „HINDERK“ eine umfas­sen­de Ver­jün­gungs­kur bevor. Wie die CDU-Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te Git­ta Con­ne­mann nun mit­teil­te, unter­stützt der Bund die not­wen­di­gen Instand­set­zungs­ar­bei­ten mit einer Sum­me von exakt 77.933,10 Euro. Für die Betrei­ber, die Dit­zu­mer Hafen- und Kut­ter­ge­meens­kupp, ist dies ein ent­schei­den­der Durch­bruch, da die anste­hen­den Kos­ten die Kapa­zi­tä­ten des Ver­eins allein über­stie­gen hätten.

Ein Zeu­ge der Dit­zu­mer Schiffbaukunst

Die „HINDERK“ ist tief in der Regi­on ver­wur­zelt. Sie lief im Jahr 1969 auf der renom­mier­ten Bült­jer-Werft in Ditz­um vom Sta­pel. Über Jahr­zehn­te hin­weg präg­te der Kut­ter das Bild auf der Ems und vor den Ost­frie­si­schen Inseln, wo er als Fisch- und Krab­ben­kut­ter im har­ten Ein­satz war. Heu­te dient er als schwim­men­des Kul­tur­gut und ermög­licht bei Ems- und Fang­fahr­ten einen leben­di­gen Ein­blick in die tra­di­tio­nel­le Seefahrt.

Umfang­rei­che Sanie­rungs­maß­nah­men erforderlich

Nach 57 Jah­ren im Dienst haben die Ele­men­te dem Holz­rumpf zuge­setzt. Die Män­gel­lis­te ist lang und eine Sanie­rung zwin­gend erfor­der­lich, um die See­tüch­tig­keit dau­er­haft zu erhalten:

  • Struk­tur: Umfang­rei­che Holz­ar­bei­ten an der Steu­er­bord­wand sowie die Erneue­rung der Vor­der­ste­ven sind geplant.

  • Ver­sie­ge­lung: Das Ober­deck muss kom­plett neu ver­sie­gelt wer­den, um das Schiff gegen ein­drin­gen­de Feuch­tig­keit zu schützen.

  • Optik und Schutz: Die Mas­ten erhal­ten einen neu­en Schutzanstrich.

Aner­ken­nung von natio­na­ler Bedeutung

Die Mit­tel für das Pro­jekt stam­men aus dem Denk­mal­schutz-Son­der­pro­gramm, das seit 2009 bun­des­weit bedeu­ten­de Kul­tur­denk­mä­ler för­dert. Dass die „HINDERK“ in die­ses Pro­gramm auf­ge­nom­men wur­de, ist auch eine Auszeichnung.

„HINDERK ist mehr als nur ein ‘alter Kut­ter’. Er hat viel erlebt, trägt Geschich­te und Geschich­ten in sich“, unter­streicht Git­ta Con­ne­mann. Die Zusa­ge aus Ber­lin sei laut der Abge­ord­ne­ten ein Sie­gel dafür, dass das Schiff von natio­na­ler Bedeu­tung ist. Mit der nun gesi­cher­ten Finan­zie­rung kön­ne die Sanie­rung zeit­nah begin­nen. Ziel ist es, dass der Kut­ter bald wie­der in sei­nem alten Glanz erstrahlt und sicher in See ste­chen kann.

Das mari­ti­me Erbe der Ems­re­gi­on erhält damit einen wich­ti­gen Rück­halt, damit es auch für künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen erleb­bar bleibt.

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Stadt Leer ent­wi­ckelt 40 kon­kre­te Maß­nah­men zur Klimaanpassung

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Kli­ma­an­pas­sung in Leer: 40 kon­kre­te Ideen für eine resi­li­en­te Stadt

Die Stadt Leer rüs­tet sich für die Her­aus­for­de­run­gen des Kli­ma­wan­dels. Unter der Lei­tung der städ­ti­schen Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler und des Gut­ach­ter­bü­ros Green Adapt fand kürz­lich der zwei­te Fach­work­shop zur Kli­ma­an­pas­sung statt. Ziel der Ver­an­stal­tung war es, wirk­sa­me Stra­te­gien gegen die zuneh­men­den Gefah­ren durch Stark­re­gen und extre­me Hit­ze­pe­ri­oden zu entwickeln.

Ein brei­tes Bünd­nis für den Klimaschutz

An dem Work­shop betei­lig­ten sich zahl­rei­che Akteu­re aus ver­schie­de­nen Berei­chen der Stadt­ge­sell­schaft. Neben der Stadt­ver­wal­tung und den Stadt­wer­ken brach­ten auch Ver­tre­ter des Bor­ro­mä­us-Hos­pi­tals, des BUND, der Grund­schu­len sowie des Land­krei­ses ihre Exper­ti­se ein. Eben­falls ver­tre­ten waren die Land­wirt­schafts­kam­mer und der NABU, um eine ganz­heit­li­che Per­spek­ti­ve auf die not­wen­di­gen Maß­nah­men zu gewährleisten.

Von der Dach­be­grü­nung bis zum Bauverbot

Das Ergeb­nis des inten­si­ven Aus­tauschs ist beein­dru­ckend: Rund 40 kon­kre­te Ideen wur­den erar­bei­tet und auf ihre rea­lis­ti­sche Umsetz­bar­keit geprüft. Die Ansät­ze sind dabei viel­fäl­tig und in spe­zi­el­len Maß­nah­men­steck­brie­fen fest­ge­hal­ten worden:

  • Natur­ba­sier­te Lösun­gen: Hier­zu zäh­len unter ande­rem Dach­be­grü­nun­gen zur Küh­lung und Wasserspeicherung.

  • Infra­struk­tur & Tech­nik: Die Lis­te umfasst tech­ni­sche Bau­ten wie Dei­che und Rück­hal­te­be­cken sowie den Ein­satz hit­ze­re­si­li­en­ter Baustoffe.

  • Stadt­pla­nung: Dis­ku­tiert wur­den Rege­lun­gen wie Bau­ver­bo­te in Über­schwem­mungs­ge­bie­ten und der Erhalt wich­ti­ger Frischluftschneisen.

  • För­de­rung & Infor­ma­ti­on: Auch öko­no­mi­sche Anrei­ze durch För­der­pro­gram­me, Info-Kam­pa­gnen und die Stär­kung der pri­va­ten Eigen­vor­sor­ge durch Bera­tun­gen am Haus sind Teil des Konzepts.

Daten­ba­sier­te Pla­nung: Hit­ze- und Starkregenkarten

Grund­la­ge für die Dis­kus­sio­nen bil­de­ten moder­ne Ana­ly­se­tools. Wäh­rend des Work­shops wur­den eine Stark­re­gen­ge­fah­ren­kar­te und eine Hit­zehot­spot-Kar­te für das Leera­ner Stadt­ge­biet vor­ge­stellt. Die­se Kar­ten basie­ren auf hydro­lo­gi­schen Daten sowie satel­li­ten­ge­stütz­ten Luft­bild­aus­wer­tun­gen und zei­gen prä­zi­se auf, wo im Stadt­ge­biet beson­de­rer Hand­lungs­be­darf besteht. Zudem gab Dr. Andre­as Marx vom Helm­holtz-Zen­trum für Umwelt­for­schung Ein­bli­cke in den bun­des­wei­ten Dür­re­mo­ni­tor und erläu­ter­te die Fol­gen für Land­wirt­schaft und Biodiversität.

So geht es wei­ter: Der Weg zum Klimaanpassungskonzept

Im nächs­ten Schritt wer­den die Maß­nah­men­steck­brie­fe detail­liert aus­ge­ar­bei­tet und mit kon­kre­ten Zustän­dig­kei­ten, Finan­zie­rungs­plä­nen und Zeit­ho­ri­zon­ten ver­se­hen. In einem drit­ten Work­shop sol­len schließ­lich Prio­ri­tä­ten für den fina­len Maß­nah­men­ka­ta­log fest­ge­legt wer­den, der anschlie­ßend der Poli­tik zur Ent­schei­dung vor­ge­legt wird.

Bür­ger­be­tei­li­gung wei­ter­hin erwünscht

Das Pro­jekt lebt vom Mit­ma­chen. Auch nach dem Work­shop haben Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die Mög­lich­keit, ihre eige­nen Ideen ein­zu­brin­gen. Dies ist ent­we­der online über die Betei­li­gungs­kar­ten der Stadt Leer oder direkt vor Ort in der Stadt­bi­blio­thek möglich.

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IGS Moorm­er­land führt neu­en Wahl­pflicht­kurs zum Ehren­amt ein

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„Löppt!Mitnanner“ in der Schu­le: IGS Moorm­er­land setzt neue Impul­se im Ehrenamt

In einer Zeit, in der gesell­schaft­li­cher Zusam­men­halt wich­ti­ger denn je ist, geht die IGS Moorm­er­land einen inno­va­ti­ven Weg. Seit Beginn des Schul­jah­res 2025/2026 hat die Schu­le ihr Bil­dungs­an­ge­bot um einen beson­de­ren Wahl­pflicht­kurs (WPK) zum The­ma Ehren­amt für den 9. Jahr­gang erwei­tert. Mit über 20 teil­neh­men­den Jugend­li­chen stieß das Ange­bot von Beginn an auf eine beein­dru­cken­de Resonanz.

Schul­lei­te­rin Car­men Boom­gaar­den sieht in dem Kurs einen essen­zi­el­len Bau­stein für die Schul­kul­tur: Das sozia­le Enga­ge­ment soll durch die­ses Pro­jekt nach­hal­tig gestärkt werden.

Ein star­kes Netz­werk für jun­ges Engagement

Das päd­ago­gi­sche Kon­zept ent­stand in enger Koope­ra­ti­on mit der Stabs­stel­le Ehren­amt und Frei­wil­li­gen­agen­tur des Land­krei­ses Leer. Dabei griff man auf die Exper­ti­se des Pro­gramms „Löppt!Mitnanner“ zurück, das bereits seit 2018 die frei­wil­li­ge Arbeit jun­ger Men­schen in der Regi­on fördert.

Lena Bus­boom von der Stabs­stel­le betont, dass die Beglei­tung der IGS bei der Kon­zep­ti­on und Umset­zung eine logi­sche Fort­füh­rung der bis­he­ri­gen Bemü­hun­gen sei, Jugend­li­che aktiv in das gesell­schaft­li­che Leben einzubinden.

Theo­rie trifft Pra­xis: Der Auf­bau des Kurses

Der auf zwei Jah­re ange­leg­te Kurs, der von Lehr­kraft Daja­na Haa­ke gelei­tet wird, ver­folgt einen ganz­heit­li­chen Ansatz:

  • Fun­dier­te Vor­be­rei­tung: Zu Beginn erhiel­ten die Schü­ler theo­re­ti­sche Ein­bli­cke in die Grund­la­gen des bür­ger­schaft­li­chen Engagements.

  • Drei Pra­xis­pha­sen: Die Jugend­li­chen ent­wi­ckeln eige­ne Pro­jekt­ideen und set­zen die­se aktiv um.

  • Doku­men­ta­ti­on und Nach­hal­tig­keit: Alle Erfah­run­gen wer­den in Port­fo­lio­map­pen fest­ge­hal­ten. Die­se die­nen nicht nur der per­sön­li­chen Refle­xi­on, son­dern sol­len auch künf­ti­gen Jahr­gän­gen als Ori­en­tie­rungs­hil­fe dienen.

Die ers­te Pra­xis­pha­se ver­lief bereits äußerst erfolg­reich. Daja­na Haa­ke berich­tet von beein­dru­cken­den Ergeb­nis­sen und einer hohen Moti­va­ti­on der Schü­ler, die sich aktu­ell bereits inten­siv auf ihren zwei­ten Ein­satz vor­be­rei­ten. Im kom­men­den 10. Schul­jahr wird die Aus­bil­dung durch eine wei­te­re prak­ti­sche Tätig­keit in einer sozia­len Ein­rich­tung vervollständigt.

Blick in die Zukunft

Der Erfolg des ers­ten Durch­gangs hat bereits Früch­te getra­gen: Die Pla­nun­gen für den nächs­ten Wahl­pflicht­kurs zum The­ma Ehren­amt lau­fen bereits. Damit eta­bliert die IGS Moorm­er­land gemein­sam mit dem Land­kreis Leer eine Struk­tur, die zeigt, dass schu­li­sches Ler­nen und gesell­schaft­li­che Ver­ant­wor­tung Hand in Hand gehen können.


Wuss­ten Sie schon? Der Land­kreis Leer unter­stützt jun­ges Ehren­amt auf viel­fäl­ti­ge Wei­se. Neben Work­shops an Schu­len und Video­bei­trä­gen in sozia­len Medi­en wird jähr­lich der Löppt!Mitnanner-Preis ver­lie­hen, um beson­de­res Enga­ge­ment auszuzeichnen.

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Neu­er Chef­arzt für Anäs­the­sie und Inten­siv­me­di­zin am Kli­ni­kum Leer

Chef­arzt der Kli­nik für Anäs­the­sie und Inten­siv­me­di­zin Dr. med. Jür­gen Hin­kel­mann gemein­sam mit Geschäfts­füh­re­rin Danie­la Kamp. Ver­stär­kung in der Kli­nik­lei­tung: Dr....

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Kreis­tag Leer: Even­burg-Sekt – vol­le Trans­pa­renz der Frak­ti­ons­gel­der – Personalentscheidungen

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Lokal

Geflü­gel­pest im Land­kreis Leer amt­lich festgestellt

Geflü­gel­pest im Land­kreis Leer: Amt­li­cher Aus­bruch in Moorm­er­land festgestellt Am 2. März 2026 wur­de in einer Geflü­gel­hal­tung in der Gemein­de...

Allgemein

Trun­ken­heits­fahrt und Wider­stand: Vater und Sohn in Wil­des­hau­sen gestellt

Poli­zei­ein­satz in Wil­des­hau­sen: Trun­ken­heits­fahrt endet mit Widerstand In der Nacht zum Sonn­tag, den 01.03.2026, kam es in Wil­des­hau­sen nach einer...

Lokal

Tra­di­tio­nel­les Grün­kohl­es­sen im Rah­men des „Klin­gen­des Kran­ken­haus“ gestartet

Tra­di­tio­nel­les Grün­kohl­es­sen: Auf­takt für das „Klin­gen­de Kran­ken­haus“ 2026 in Weener Wee­ner, 27. Febru­ar 2026. Ende Febru­ar ver­sam­mel­ten sich zahl­rei­che Teil­neh­me­rin­nen...

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