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Schloss Even­burg: Zahl­rei­che Ange­bo­te im August

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Schloss Even­burg: Zahl­rei­che Ange­bo­te im August

 

Rund um das Schloss Even­burg wer­den im August ver­schie­de­ne Ver­an­stal­tun­gen ange­bo­ten, dar­un­ter gibt es auch ver­schie­de­ne Ange­bo­te für Kin­der und Fami­li­en sowie eini­ge Zeit­rei­se-Füh­run­gen. Die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“ ist zudem täg­lich von 11 bis 17 Uhr für Besu­che­rin­nen und Besu­cher geöffnet. 

Öffent­li­che Füh­run­gen
An Sonn- und Fei­er­ta­gen wer­den um 11.30 und um 14.30 Uhr öffent­li­che Füh­run­gen ange­bo­ten. Gezeigt wer­den die ehe­ma­li­gen Pri­vat­räu­me des gräf­li­chen Ehe­paa­res. Edle Tape­ten und Decken­zier bezeu­gen adli­ges Leben anno 1862. Es wird über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert erzählt und Besu­che­rin­nen und Besu­cher erhal­ten Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zu der letz­ten Restau­rie­rung. Zum Schloss gehör­te einst auch ein füh­ren­der Gar­ten­bau­be­trieb – der Kata­log von 1889 lis­tet mehr als 2400 Gar­ten­pflan­zen auf. Die Teil­nah­me inklu­si­ve Ein­tritt ins Schloss kos­tet 8 Euro für Erwach­se­ne, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Eintritt.

Qigong auf der Schloss­wie­se
Wäh­rend der Som­mer­fe­ri­en bie­tet der VFB Rajen/Rhauderfehn zum wie­der­hol­ten Male Qigong auf der gro­ßen Schloss­wie­se an. Das Ange­bot star­tet an jedem Diens­tag um 19 Uhr. Die Aben­de kön­nen auch ein­zeln besucht wer­den und sind für jedes Alter und auch für sport­lich unge­üb­te Men­schen geeig­net. Der Ein­tritt ist frei, es wird um eine Spen­de gebeten.

Spaß-und Geschick­lich­keits­rä­der zum Aus­pro­bie­ren
Als Teil der aktu­el­len Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“ ste­hen am 3., 10. und 17. August jeweils ab 15 Uhr an der Even­burg 15 ganz beson­de­re Räder zum Aus­pro­bie­ren bereit: Kin­der-Hoch­rad, Mini-Artis­ten­rad, Rad mit Vor­der- und Hin­ter­rad­len­kung, Rol­ler, Drei­rä­der, Lauf­rad sowie Bob­by­cars. Gefah­ren wird auf einer begrenz­ten Stre­cke im Park. Die Akti­on ist für jedes Alter geeig­net. Kin­der kön­nen in Beglei­tung Erwach­se­ner teil­neh­men. Die Teil­nah­me kos­ten 5 Euro für Erwach­se­ne und 3 Euro für Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re. Eine Anmel­dung unter Tel. 0491–99756000 ist erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei acht Per­so­nen. Treff­punkt ist der Schloss­vor­platz der Evenburg.

The­men­füh­rung Kir­che mit Gra­fen­gruft
Bei einer Füh­rung am Don­ners­tag, 4. August 2022, ab 15 Uhr, kann nicht nur das Schloss Even­burg besich­tigt wer­den, die Füh­rung ermög­licht auch die Besich­ti­gung der nicht öffent­lich zugäng­li­chen Gra­fen­gruft in der im 13. Jahr­hun­dert erbau­ten ehe­ma­li­gen Patro­nats­kir­che. Zu bestau­nen sind zwei restau­rier­te Prunk­sär­ge aus dem 17. Jahr­hun­dert, die auch die gesell­schaft­li­che Stel­lung der bestat­te­ten Fami­li­en­mit­glie­der deut­lich wer­den las­sen. Im Schloss wird über das Leben und Wirt­schaf­ten der Gra­fen­fa­mi­lie im 19. Jahr­hun­dert berich­tet. Der Ein­tritt kos­tet 11 Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei 10 Personen.

Thea­ter­füh­rung: „Sus­ci­pe­re et finie­re!“ — Unter­neh­men und zu Ende füh­ren
Anläss­lich des 195. Geburts­ta­ges des Gra­fen bie­tet das Schloss Even­burg am Sonn­tag, 7. August, ab 16 Uhr sowie am Don­ners­tag, 11. August, ab 15 Uhr die Thea­ter­füh­rung „Sus­ci­pe­re et finie­re!“ — Unter­neh­men und zu Ende füh­ren — an.

1860 erbt der jun­ge Graf Carl Georg von Wedel ein maro­des Bau­werk mit umlie­gen­den Län­de­rei­en. Als Majo­rats­herr stellt er sich der Her­aus­for­de­rung, krem­pelt die Ärmel hoch und errich­tet mit einem neu­en, hoch­mo­der­nen Schloss sei­ner Fami­lie einen wür­di­gen Stamm­sitz. Beglei­ten Sie den tat­kräf­ti­gen Gra­fen und erle­ben Sie haut­nah, wie er nach 25 Jah­ren auf sein Werk zurück­blickt: einen flo­rie­ren­den Besitz mit Han­dels­gärt­ne­rei, Imke­rei und Forst­wirt­schaft, wie Loga ihn noch nicht gese­hen hat.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Kin­der­fe­ri­en­pro­gramm: Erleb­nis­füh­rung durch die Even­burg
Als Teil des Kin­der­fe­ri­en­pro­gramms bie­tet das Schloss Even­burg am Diens­tag, 9. August 2022, in der Zeit von 11 bis 13 Uhr eine Erleb­nis­füh­rung für Kin­der im Alter von 6 bis 10 Jah­ren durch die Even­burg an. Es wird dabei in die Ver­gan­gen­heit gereist und ent­deckt, wie die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner frü­her im Schloss gelebt haben und war­um sie einen Geheim­gang brauch­ten. Die Teil­nah­me kos­tet 3 Euro. Die Teil­neh­mer­an­zahl ist begrenzt. Eine Anmel­dung bei der Stadt Leer ist unter Tel. 0491 960 675 20 erforderlich.

Thea­ter­füh­rung: Eine Zeit­rei­se mit Graf Carl Georg von Wedel „Will­kom­men auf mei­nem Schloss!“
Am Don­ners­tag, 18. August 2022, bie­tet das Schloss Even­burg die Thea­ter­füh­rung „Graf Carl Georg von Wedel „,Will­kom­men auf mei­nem Schloss!‘“ an. Los geht es um 15 Uhr.

Graf Carl Georg emp­fängt Sie per­sön­lich und gelei­tet Sie durch die reprä­sen­ta­ti­ven Räu­me der Even­burg. Stolz prä­sen­tiert der Haus- und Majo­rats­herr sei­nen Gäs­ten sein land- und forst­wirt­schaft­li­ches Unter­neh­men. Authen­tisch berich­tet er von den gro­ßen Ver­än­de­run­gen des 19. Jahr­hun­derts, gesell­schaft­li­chen Anläs­sen zum Bei­spiel dem Besuch des Königs­paa­res von Han­no­ver und sei­ner gro­ßen Errun­gen­schaft von der Welt­aus­stel­lung in Paris. Und je nach Lau­ne gibt er viel­leicht auch das eine oder ande­re Fami­li­en­ge­heim­nis preis.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Thea­ter­füh­rung:  Eine Zeit­rei­se mit Frau Boek­hoff und Frau Ibe­lings: „Refor­miert oder luthe­risch?“ — Das ist hier die Frage

 

Die Thea­ter­füh­rung „Frau Boek­hoff und Frau Ibe­lings: ‚Refor­miert oder luthe­risch?’ — Das ist hier die Fra­ge“ wird am Sams­tag, 20. August, ab 14 Uhr im Schloss Even­burg angeboten.

Jahr­zehn­te­lang scheint alles in bes­ter Ord­nung. Die refor­mier­te Kir­che gehört zur luthe­ri­schen Gra­fen­fa­mi­lie. Bis Graf Carl Georg von Wedel eine neue Kir­che bau­en lässt, die luthe­ri­sche Frie­dens­kir­che. Eine Kon­kur­renz-Situa­ti­on ent­steht und mit­ten drin: Frau Ibe­lings, Gat­tin des refor­mier­ten Pas­tors, und Frau Boek­hoff, Ehe­frau des luthe­ri­schen Pas­tors. Hier prallt christ­li­che Nächs­ten­lie­be auf weib­li­che Scharf­zün­gig­keit, bie­der­mei­er­li­che Hei­mat­lie­be auf inter­re­li­giö­sen Dis­kurs, wirt­schaft­li­cher Weit­blick auf ein­ge­kel­ler­te Kartoffeln.

Die Teil­nah­me kos­tet 14 Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Füh­rung durch die Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“
Dinus Voß, ein pri­va­ter Zwei­rad-Samm­ler mit gro­ßer Lei­den­schaft und Sach­kennt­nis, führt am Mon­tag, 22. August 2022, Besu­che­rin­nen und Besu­cher durch die aktu­el­le Son­der­aus­stel­lung „Zau­ber beweg­ter Kind­heit“. Die Aus­stel­lung zeigt eine unglaub­li­che Viel­falt an Kin­der­fahr­zeu­gen von etwa 1820 bis in die Neu­zeit. Zwei Muse­en und eine Pri­vat­samm­lung haben ihre Expo­na­te für die­se Aus­stel­lung erst­ma­lig in Deutsch­land zusam­men­ge­führt. Los geht die Ver­an­stal­tung um 15 Uhr. Der Ein­tritt kos­tet 8 Euro für Erwach­se­ne, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung unter Tel. 0491–99756000 ist erforderlich.

Thea­ter­füh­rung:  Eine Zeit­rei­se mit Grä­fin Julia­ne von Wedel  „Kunst oder Krem­pel“
Am Don­ners­tag, 25. August 2022, wird ab 15 Uhr die Thea­ter­füh­rung „Grä­fin Julia­ne von Wedel ‚Kunst oder Krem­pel‘“ im Schloss Even­burg angeboten.

Grä­fin Julia von Wedel wird mit ihrem Gat­ten Graf Georg-Ehr­hard von Wedel, ers­ter Land­rat von Leer, ein­mal das Sagen auf der Even­burg haben. Vor ihrem Ein­zug möch­te sie dem gräf­li­chen Inte­ri­eur im Schloss eine Fri­sche­kur ver­pas­sen. Dazu lädt sie ihre Freun­din­nen und Freun­de ein, die ihr mit Rat und Tat zur Sei­te ste­hen. Wäh­rend die­sem sehr pri­va­ten Rund­gang erle­ben Sie haut­nah das ade­li­ge Leben mit Lie­be, Macht und Intrigen.

Die Teil­nah­me kos­tet zehn Euro, Kin­der und Jugend­li­che bis 17 Jah­re haben frei­en Ein­tritt. Eine Anmel­dung ist im Schloss unter Tele­fon 0491–99756000 erfor­der­lich. Die Min­dest­teil­neh­mer­zahl liegt bei zehn Personen.

Fami­li­en­pick­nick:
Im Schloss­park der Even­burg wird am Sonn­tag, 28. August, ein Fami­li­en­pick­nick ange­bo­ten. In der Zeit von 11 bis 17 Uhr gibt es künst­le­ri­sche Ange­bo­te für Kin­der und Jugend­li­che sowie Bewe­gungs­spie­le und Natur­er­leb­nis­an­ge­bo­te für die gan­ze Fami­lie. Die Spaß- und Geschick­lich­keits­rä­der ste­hen zum Aus­pro­bie­ren bereit. Außer­dem wer­den alte und regio­na­le Kar­tof­fel­sor­ten im Schloss­park geern­tet. Die­se dür­fen dann zuhau­se pro­biert werden.


 
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Neue Stra­ße in Leer: His­to­ri­sche Häu­ser und die Geschich­te der Altstadt

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Neue Stra­ße in Leer: His­to­ri­sche Häu­ser erzäh­len die Geschich­te der ost­frie­si­schen Handelsstadt

Leer. Die Neue Stra­ße gehört zu den his­to­risch bedeut­sa­men Stra­ßen der Leera­ner Alt­stadt. Mit ihren alten Wohn- und Hand­wer­ker­häu­sern, his­to­ri­schen Pack­häu­sern und cha­rak­te­ris­ti­schen Fas­sa­den ver­mit­telt sie bis heu­te das Bild einer klei­nen ost­frie­si­schen Han­dels- und Hafen­stadt. Tei­le des Gebäu­de­be­stands rei­chen im Kern bis ins 16. und 17. Jahr­hun­dert zurück. Die gesam­te his­to­ri­sche Gebäu­de­grup­pe ist im Denk­mal­ver­zeich­nis des Lan­des Nie­der­sach­sen eingetragen.

His­to­ri­sche Alt­stadt mit denk­mal­ge­schütz­tem Gebäudebestand

Die Neue Stra­ße liegt im Süden der Leera­ner Alt­stadt und setzt den Ver­lauf der Rat­haus­stra­ße nach Süd­wes­ten fort. Von der Waa­ge führt sie am his­to­ri­schen Markt­platz am Ufer der Leda vor­bei und ver­läuft par­al­lel zum frü­he­ren Han­dels­ha­fen. Nach Wes­ten zwei­gen die Garr­el­stra­ße und die Kamp­stra­ße ab. Wei­ter süd­lich knickt die Neue Stra­ße nach Süd­wes­ten ab und mün­det schließ­lich in den Stra­ßen­zug Pfer­de­markt­stra­ße und Gro­nin­ger Straße.

Der süd­li­che Abschnitt ist durch einen weit­ge­hend geschlos­se­nen his­to­ri­schen Gebäu­de­be­stand geprägt. Die Häu­ser ste­hen auf einer alten Par­zel­len­struk­tur und säu­men den Stra­ßen­raum in dich­ter Fol­ge. Schma­le Grund­stü­cke, unter­schied­li­che Gebäu­de­hö­hen und viel­fäl­ti­ge Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen ver­lei­hen der Stra­ße ihren beson­de­ren Charakter.

Die Gebäu­de­grup­pe „Neue Stra­ße“ ist im Denk­mal­at­las Nie­der­sach­sen als Grup­pe bau­li­cher Anla­gen gemäß § 3 Absatz 3 Satz 1 des Nie­der­säch­si­schen Denk­mal­schutz­ge­set­zes erfasst. Ihre Bedeu­tung wird sowohl aus geschicht­li­cher als auch aus städ­te­bau­li­cher Sicht begründet.

 

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Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser aus meh­re­ren Jahrhunderten

Das Stra­ßen­bild wird von ein- bis zwei­ge­schos­si­gen Wohn­häu­sern mit Steil­dä­chern bestimmt. Die Gebäu­de ste­hen ent­we­der mit ihrem Gie­bel oder mit ihrer Trauf­sei­te zur Stra­ße. Vie­le der älte­ren Häu­ser wur­den im Lau­fe der Jahr­hun­der­te umge­stal­tet, sodass sich unter­schied­li­che Bau­pha­sen und Bau­sti­le mit­ein­an­der verbinden.

Zu den ältes­ten Gebäu­den zäh­len ein­ge­schos­si­ge, gie­bel­stän­di­ge Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser, deren bau­li­che Ursprün­ge teil­wei­se im 16. und 17. Jahr­hun­dert lie­gen. Im 18. und 19. Jahr­hun­dert erhiel­ten meh­re­re die­ser Häu­ser neue, ver­putz­te Stra­ßen­fas­sa­den. Bei­spie­le dafür fin­den sich unter ande­rem bei den Häu­sern Neue Stra­ße 45, 46, 48, 51 und 57.

Die jün­ge­ren his­to­ri­schen Gebäu­de ent­stan­den über­wie­gend zwi­schen dem spä­ten 18. und dem spä­ten 19. Jahr­hun­dert. Vie­le von ihnen sind zwei­ge­schos­sig und trauf­stän­dig aus­ge­rich­tet. Archi­tek­to­nisch spie­geln sie ins­be­son­de­re den Klas­si­zis­mus und den His­to­ris­mus wider.

Als qua­li­tät­vol­le klas­si­zis­ti­sche Bei­spie­le nennt der Denk­mal­at­las die Wohn­häu­ser Neue Stra­ße 39, 49 und 52. Das Wohn­haus Neue Stra­ße 56 steht bei­spiel­haft für den spä­ten His­to­ris­mus. Sicht­ba­res Back­stein­mau­er­werk und ver­putz­te Fas­sa­den wech­seln sich ab und sor­gen für ein abwechs­lungs­rei­ches, zugleich regio­nal­ty­pi­sches Straßenbild.

His­to­ri­sche Pack­häu­ser erin­nern an den Han­del über die Leda

Die Lage am ehe­ma­li­gen Han­dels­ha­fen präg­te die Nut­zung der Grund­stü­cke ent­lang der Neu­en Stra­ße. Ins­be­son­de­re die öst­li­che, dem Hafen zuge­wand­te Stra­ßen­sei­te bot einen direk­ten Zugang zum Was­ser. Neben Hand­wer­kern sie­del­ten sich des­halb auch Kauf­manns­fa­mi­li­en an.

Die his­to­ri­schen Pack­häu­ser erin­nern an die wirt­schaft­li­che Bedeu­tung des Groß- und See­han­dels. Dazu gehö­ren die Pack­häu­ser Neue Stra­ße 41 und 57 sowie das statt­li­che Wohn-Pack­haus Neue Stra­ße 63.

Das Wohn-Pack­haus mit der Haus­num­mer 63 wur­de im Jahr 1757 errich­tet. Es zählt zu den beson­ders mar­kan­ten Gebäu­den der Stra­ße und doku­men­tiert die Ver­bin­dung von Woh­nen und Waren­la­ge­rung, wie sie für his­to­ri­sche Han­dels­or­te typisch war.

Auch das Haus Neue Stra­ße 44 nimmt eine beson­de­re Stel­lung ein. Es wur­de 1811 als Gast­wirt­schaft und Hotel gebaut. Auf­grund sei­ner Grö­ße hebt es sich deut­lich von der übri­gen Bebau­ung ab und erin­nert an die eins­ti­ge Bedeu­tung der Neu­en Stra­ße als eine der Haupt­stra­ßen der Leera­ner Altstadt.

Ergänzt wird das Gebäu­de­en­sem­ble durch wei­te­re Pack- und Hin­ter­häu­ser, die teil­wei­se von der Stra­ße aus weni­ger stark in Erschei­nung treten.

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Neue Stra­ße 21 in Leer: His­to­ri­sche Sub­stanz trifft moder­nes Wohnen

Die Ent­ste­hung der Neu­en Stra­ße vor 1700

Die Geschich­te der Neu­en Stra­ße ist eng mit der Ent­wick­lung Leers zu einem bedeu­ten­den Han­dels­platz ver­bun­den. Der ältes­te Sied­lungs­kern lag im Bereich Kaak­spüt­te und Alte Markt­stra­ße. Am west­li­chen Orts­rand befand sich die Kir­che St. Liud­ger. Von ihr ist auf dem refor­mier­ten Fried­hof noch die um das Jahr 1200 in Stein­bau­wei­se errich­te­te Kryp­ta erhalten.

Mit der zuneh­men­den Bedeu­tung von Han­del und Schiff­fahrt ver­la­ger­te sich der Schwer­punkt des Ortes im 15. und 16. Jahr­hun­dert nach Süd­os­ten in Rich­tung Leda. Am dor­ti­gen Anle­ger ent­stand ein neu­er Markt­platz. Mit­te des 16. Jahr­hun­derts wur­de auch die Waa­ge ver­legt, die sich zuvor im Turm der Liud­ger­kir­che befun­den hatte.

Die Neue Stra­ße ent­stand vor dem Jahr 1700. Sie stell­te die Ver­bin­dung zwi­schen dem Markt- und Han­dels­platz an der Waa­ge und der Land­stra­ße nach Leer­ort her. Von dort führ­ten über­re­gio­na­le Han­dels­we­ge wei­ter, wobei Fäh­ren über die Ems und die Leda eine wich­ti­ge Rol­le spielten.

Die Ent­wick­lung Leers wur­de im 18. Jahr­hun­dert durch wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen zusätz­lich begüns­tigt. Nach der Über­nah­me des Fürs­ten­tums Ost­fries­land durch das König­reich Preu­ßen im Jahr 1744 und der schritt­wei­sen Ein­schrän­kung des Emder Sta­pel­rechts gewann Leer in der zwei­ten Hälf­te des Jahr­hun­derts wei­ter an Bedeu­tung und ent­wi­ckel­te sich zu einem wich­ti­gen Seehafen.

Im Jahr 1823 erhielt Leer die Stadt­rech­te. Mit dem Anschluss an die Han­no­ver­sche West­bahn im Jahr 1854 setz­te eine wei­te­re Pha­se der Stadt­ent­wick­lung ein. Das Geschäfts­zen­trum ver­la­ger­te sich im Lau­fe des 19. Jahr­hun­derts zuneh­mend nach Osten in Rich­tung Bahn­hof. Ent­lang der Brun­nen- und Müh­len­stra­ße ent­stan­den grün­der­zeit­li­che Wohn- und Geschäftshäuser.

Für die Neue Stra­ße hat­te die­se Ent­wick­lung eine beson­de­re Fol­ge: Da sich der Ein­zel­han­del zuneh­mend an ande­rer Stel­le kon­zen­trier­te, blieb der his­to­ri­sche Cha­rak­ter der Stra­ße weit­ge­hend erhal­ten. Tief­grei­fen­de Abbrü­che sowie umfang­rei­che Um- und Neu­bau­ten, wie sie andern­orts durch die Aus­wei­tung des Geschäfts­be­triebs ent­stan­den, blie­ben hier größ­ten­teils aus.

„Auf dem Kamp“: Ein Stra­ßen­ab­schnitt mit eige­ner Geschichte

Der süd­li­che Teil der Neu­en Stra­ße wur­de ursprüng­lich ab der Kamp­stra­ße als „Auf dem Kamp“ bezeich­net. Bis zum Jahr 1967 trug die­ser Abschnitt die Bezeich­nung „Kamp“.

Auch die heu­ti­ge Platz­an­la­ge an der Ein­mün­dung der Kamp­stra­ße ent­stand erst ver­gleichs­wei­se spät. Mit­te der 1960er-Jah­re wur­de dort ein Wohn­haus abge­bro­chen, das unmit­tel­bar nörd­lich des Gebäu­des Neue Stra­ße 45 gestan­den hat­te. Durch die­sen Abriss ent­stand die klei­ne Platz­flä­che, die das Stra­ßen­bild heu­te mitprägt.

Wei­ter süd­lich schwenkt die Neue Stra­ße nach Süd­wes­ten. Zusam­men mit den unter­schied­li­chen Gebäu­de­aus­rich­tun­gen, den his­to­ri­schen Fas­sa­den und der dich­ten Bebau­ung ent­steht dadurch ein abwechs­lungs­rei­cher Stra­ßen­ver­lauf, der für das Erschei­nungs­bild der his­to­ri­schen Alt­stadt cha­rak­te­ris­tisch ist.

Neue Stra­ße — Stadt Leer Ostfriesland 

Alt­stadt­sa­nie­rung: Bür­ger­initia­ti­ve bewirk­te ein Umdenken

In den 1960er-Jah­ren plan­te die Stadt Leer eine umfas­sen­de Flä­chen­sa­nie­rung in der Alt­stadt, um städ­te­bau­li­che Miss­stän­de zu besei­ti­gen. Die Neue Stra­ße war von die­sen Pla­nun­gen zwar nicht unmit­tel­bar betrof­fen, den­noch kam es auch dort ver­ein­zelt zum Abbruch his­to­ri­scher Bausubstanz.

Ein ent­schei­den­der Wen­de­punkt war die Grün­dung der Bür­ger­initia­ti­ve „Alt­stadt­sa­nie­rung Leer“ im Juli 1973. Der öffent­lich­keits­wirk­sa­me Pro­test der Initia­ti­ve führ­te im Lau­fe des Jah­res 1974 zu einem Umden­ken bei den poli­ti­schen Entscheidungsträgern.

In der Fol­ge setz­te sich zuneh­mend eine erhal­ten­de, auf ein­zel­ne Gebäu­de aus­ge­rich­te­te Stadt­sa­nie­rung durch. Auch in der Neu­en Stra­ße wur­de damit der his­to­ri­sche Gebäu­de­be­stand stär­ker berücksichtigt.

Die­se Ent­wick­lung trug dazu bei, dass die Stra­ße ihren klein­städ­ti­schen Cha­rak­ter bewah­ren konn­te. Das Zusam­men­spiel aus his­to­ri­schen Wohn­häu­sern, ehe­ma­li­gen Han­dels­häu­sern, Pack­häu­sern und unter­schied­li­chen Fas­sa­den­ge­stal­tun­gen blieb weit­ge­hend erhalten.

War­um die Neue Stra­ße unter Denk­mal­schutz steht

Die Denk­mal­be­grün­dung hebt ins­be­son­de­re die geschicht­li­che Bedeu­tung der Stra­ße für die Orts‑, Sied­lungs- und Stadt­bau­ge­schich­te Leers her­vor. Der his­to­ri­sche Gebäu­de­be­stand auf der über­kom­me­nen Grund­stücks­struk­tur doku­men­tiert die städ­te­bau­li­che Ent­wick­lung und die regio­na­le Bau­ge­schich­te vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.

Dar­über hin­aus ver­mit­teln die unter­schied­li­chen Gebäu­de­ty­pen, Bau­sti­le und Nut­zun­gen wich­ti­ge Ein­bli­cke in die Sozi­al- und Wirt­schafts­ge­schich­te der Stadt. Wohn- und Hand­wer­ker­häu­ser ste­hen neben ehe­ma­li­gen Kauf­manns­häu­sern und Pack­häu­sern, die an den frü­he­ren Hafen- und Waren­han­del erinnern.

Die Neue Stra­ße ist damit mehr als eine his­to­ri­sche Häu­ser­zei­le. Sie ver­an­schau­licht, wie sich Leer von einem älte­ren Sied­lungs­kern zu einer bedeu­ten­den Han­dels- und Hafen­stadt ent­wi­ckel­te und wie sich wirt­schaft­li­che Ver­än­de­run­gen auf die Stadt­struk­tur auswirkten.

Die Ver­la­ge­rung des Geschäfts­zen­trums im 19. Jahr­hun­dert und die Erfol­ge der erhal­ten­den Alt­stadt­sa­nie­rung seit Mit­te der 1970er-Jah­re tru­gen wesent­lich dazu bei, dass das his­to­ri­sche Stra­ßen­bild bis heu­te erleb­bar ist.

Aus die­sen Grün­den liegt die Erhal­tung der gesam­ten Gebäu­de­grup­pe „Neue Stra­ße“ im öffent­li­chen Interesse.

Quel­le: Denk­mal­at­las Nie­der­sach­sen, Lan­des­amt für Denk­mal­pfle­ge – Denk­mal­the­ma „Leer_Altstadt“, Objekt „Neue Stra­ße“, Land­kreis Leer.

Bild­nach­weis: Hans-Albert Dirks

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Neue Stra­ße — Stadt Leer — Ostfriesland
Neue Stra­ße — Stadt Leer — Ostfriesland
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Land­ge­richt ver­han­delt wegen ver­such­ten Tötungs­de­likts in Leer

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Ver­such­tes Tötungs­de­likt in Leer: Pro­zess­be­ginn am Dienstag

Pro­zess­be­ginn am 13. Okto­ber 2026 – 28-jäh­ri­ger Ange­klag­ter soll einen Mann mit zahl­rei­chen Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben

Leer/Aurich – Vor dem Land­ge­richt beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, ein Straf­ver­fah­ren gegen einen 28-jäh­ri­gen Ange­klag­ten aus Leer. Die Schwur­ge­richts­kam­mer ver­han­delt den Vor­wurf eines ver­such­ten Tötungs­de­likts. Nach der Ankla­ge­schrift der Staats­an­walt­schaft Aurich soll der Mann im Juni 2026 in Leer einen ande­ren Men­schen mit zahl­rei­chen mas­si­ven Faust­schlä­gen schwer ver­letzt haben.

Ange­klag­ter soll mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben

Dem Ange­klag­ten wird vor­ge­wor­fen, dem Geschä­dig­ten zahl­rei­che kräf­ti­ge Faust­schlä­ge gegen das Gesicht, den Kopf und den Ober­kör­per ver­setzt zu haben. Dabei soll er mit Tötungs­vor­satz gehan­delt haben. Auf­grund der Schwe­re sei­ner Ver­let­zun­gen muss­te der Geschä­dig­te nach Anga­ben der Ankla­ge­schrift im Kran­ken­haus in ein künst­li­ches Koma ver­setzt werden.

Der Tat soll eine Aus­ein­an­der­set­zung des Ange­klag­ten mit einer wei­te­ren Geschä­dig­ten vor­aus­ge­gan­gen sein. Im Ver­lauf die­ses Streits soll der 28-Jäh­ri­ge die Frau unter ande­rem ins Gesicht geschla­gen und getre­ten haben.

Der Ange­klag­te befin­det sich inzwi­schen vor­läu­fig in einem psych­ia­tri­schen Krankenhaus.

Drei Ver­hand­lungs­ter­mi­ne angesetzt

Die Haupt­ver­hand­lung beginnt am Diens­tag, 13. Okto­ber 2026, um 9 Uhr im Saal 116 des Land­ge­richts. Den Vor­sitz führt der Vor­sit­zen­de Rich­ter am Land­ge­richt San­ders. Das Ver­fah­ren wird unter dem Akten­zei­chen 11 KLs 10/26 geführt.

Als wei­te­re Ver­hand­lungs­ter­mi­ne sind der 20. Okto­ber und der 5. Novem­ber 2026, jeweils um 9 Uhr in Saal 116, vorgesehen.

Für den ers­ten Haupt­ver­hand­lungs­tag sind fünf Zeu­gen, ein Dol­met­scher und ein Neben­klä­ger geladen.

Unschulds­ver­mu­tung gilt bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Verurteilung

Im Ver­lauf der Haupt­ver­hand­lung soll geklärt wer­den, ob sich die erho­be­nen Vor­wür­fe bestä­ti­gen. Bis zu einer rechts­kräf­ti­gen Ver­ur­tei­lung gilt für den Ange­klag­ten die Unschuldsvermutung.

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Stadt­rat Leer ver­ab­schie­det 18 Mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war 38 Jah­re poli­tisch aktiv

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Stadt Leer ver­ab­schie­det 18 Rats­mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re poli­tisch aktiv

Leer – In der Stadt Leer steht ein per­so­nel­ler Umbruch im Stadt­rat bevor. Bei der letz­ten Sit­zung des Gre­mi­ums in der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode haben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und Rats­vor­sit­zen­der Hau­ke Satt­ler am Don­ners­tag­abend 18 Rats­mit­glie­der ver­ab­schie­det. Wäh­rend 20 Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger auch dem künf­ti­gen Rat ange­hö­ren wer­den, waren 18 ent­we­der nicht erneut ange­tre­ten oder nicht wie­der­ge­wählt worden.

Die Ver­ab­schie­dung fand im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses statt. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst wür­dig­te das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Enga­ge­ment der aus­schei­den­den Rats­mit­glie­der und dank­te ihnen für ihre Arbeit zum Woh­le der Stadt Leer.

Bür­ger­meis­ter wür­digt Enga­ge­ment im Stadtrat

In sei­ner Anspra­che beton­te Horst, dass es kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich sei, sich in der Rats­ar­beit zu enga­gie­ren. Dazu gehö­re auch Mut, zumal der Respekt, der den poli­tisch Akti­ven ent­ge­gen­ge­bracht wer­de, lei­der immer wei­ter abnehme.

„Dan­ke, dass Sie durch­ge­hal­ten haben“, sag­te der Bür­ger­meis­ter mit Blick auf die aus­schei­den­den Mitglieder.

Anschlie­ßend bat Horst jedes anwe­sen­de Rats­mit­glied ein­zeln nach vor­ne und wür­dig­te des­sen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ein­satz mit per­sön­li­chen Wor­ten. Dabei erin­ner­te er an das lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment und die unter­schied­li­chen Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt Leer.

Die­se 18 Rats­mit­glie­der schei­den aus

Im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses wur­den fol­gen­de Mit­glie­der des Stadt­ra­tes verabschiedet:

  • Mih­di Acar

  • Sven Albert

  • Egon Diek­mann

  • Sieg­bert Knoop

  • Enge­li­ne Kramer

  • Gerd Lüb­bers

  • Fried­helm Penning

  • Gün­ter Podlich

  • Chris­toph Runden

  • Freya Schä­fer

  • Heinz-Die­ter Schmidt

  • Dr. Hei­ner Schröder

  • Susan­ne Smit

  • Bea­te Stammwitz

  • Chris­ti­na Stoye-Grunau

  • Her­mann Visser

Eben­falls nicht mehr dem künf­ti­gen Stadt­rat ange­hö­ren wer­den Katha­ri­na Birch und Olav Fri­cke. Bei­de konn­ten an der Ver­ab­schie­dung nicht teilnehmen.

Vier lang­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker beson­ders gewürdigt

Beson­ders aus­führ­lich fiel die Wür­di­gung von vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus, die die poli­ti­sche Arbeit in Leer über vie­le Jah­re hin­weg geprägt haben.

Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re kom­mu­nal­po­li­tisch aktiv. Damit gehör­te sie zu den dienst­äl­tes­ten Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes. Bür­ger­meis­ter Horst blick­te anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te und Schlag­zei­len auf ihr Wir­ken, ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und ihre Erfol­ge zurück.

Heinz-Die­ter Schmidt gehör­te dem Rat 30 Jah­re lang an. Auch bei ihm erin­ner­te der Bür­ger­meis­ter an wich­ti­ge Sta­tio­nen sei­ner kom­mu­nal­po­li­ti­schen Arbeit.

Chris­ti­na Stoye-Gru­n­au war 29 Jah­re poli­tisch aktiv. Horst hob eben­falls ihre lang­jäh­ri­ge Mit­wir­kung und ihre Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt hervor.

Bea­te Stamm­witz enga­gier­te sich 25 Jah­re im Stadt­rat. Auch ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und Erfol­ge wur­den anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te näher beleuchtet.

Die Rück­bli­cke mach­ten deut­lich, wie lan­ge die vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die Rats­ar­beit und damit die Ent­wick­lung der Stadt Leer mit­ge­stal­tet haben.

Enge­li­ne Kra­mer will sich wei­ter­hin für Leer einsetzen

Enge­li­ne Kra­mer nutz­te die Gele­gen­heit, um selbst auf ihre lang­jäh­ri­ge Zeit im Stadt­rat zurück­zu­bli­cken. Mit dem Aus­schei­den aus dem städ­ti­schen Gre­mi­um endet ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment jedoch nicht voll­stän­dig: Sie wird wei­ter­hin dem Kreis­tag ange­hö­ren und sich dort nach eige­nen Wor­ten für die Belan­ge der Stadt Leer einsetzen.

Mit Blick auf die Zukunft rich­te­te sie einen Appell an Poli­tik und Bevöl­ke­rung. „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und die Poli­tik müs­sen mehr mit­ein­an­der reden. Es geht dar­um, von­ein­an­der zu ler­nen“, beton­te Kramer.

Damit setz­te sie zum Abschluss ihrer Zeit im Stadt­rat ein Zei­chen für den Dia­log zwi­schen kom­mu­na­ler Poli­tik und Bevölkerung.

Per­so­nel­ler Wech­sel im Rat der Stadt Leer

Mit der Ver­ab­schie­dung von 18 Mit­glie­dern endet für zahl­rei­che Kom­mu­nal­po­li­ti­ker eine teil­wei­se jahr­zehn­te­lan­ge Tätig­keit im Rat der Stadt Leer. Gleich­zei­tig wer­den 20 bis­he­ri­ge Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger ihre Arbeit im künf­ti­gen Gre­mi­um fortsetzen.

Die letz­te Sit­zung der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode stand damit nicht nur im Zei­chen des Abschieds, son­dern auch der Aner­ken­nung für das ehren­amt­li­che poli­ti­sche Enga­ge­ment, das die Ent­wick­lung der Stadt über vie­le Jah­re beglei­tet hat.

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