Lokal
Ulf Thiele (CDU) fordert Lösungen: Schäfer in Not durch Blauzungenkrankheit und Wolf
Diskutierten die Lage der Schäfereien, die durch Blauzungenkrankheit und Wolfsangriffe erheblich unter Druckstehen: (v.l.) Klaus Borde, Vorsitzender des Landvolk-Kreisverbandes Leer, Landtagsabgeordneter Ulf Thiele (CDU), Kreistagsabgeordnete Hildegard Hinderks (CDU), Frank Schüür, Mitglied des Vorstandes der Rheider Deichacht, Talea und Wilhelm Hensmann (Schäferei Hensmann, Critzum) im Schafstall der Familie, in dem ein kleiner Bestand der Herde steht, der sich von der Blauzungenkrankheit erholen muss. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Landtagsabgeordneter Ulf Thiele (CDU) besucht Schäferei Hensmann in Critzum
„Dringender Handlungsbedarf zur Linderung der Folgen der Blauzungenkrankheit und zum Stopp der Wolfsübergriffe“
Critzum (Rheiderland) – Die alarmierende Situation der Schafhalter aufgrund der Blauzungenkrankheit und der zunehmenden Wolfsangriffe stand im Fokus eines Besuchs von Landtagsabgeordnetem Ulf Thiele (CDU) auf der Schäferei Wilhelm Hensmann in Critzum. Gemeinsam mit Klaus Borde, Vorsitzendem des Landwirtschaftlichen Hauptvereins Leer, der Kreistagsabgeordneten Hildegard Hinderks (CDU) und Reinhard Schüür vom Vorstand der Rheider Deichacht, informierte sich Thiele am Freitag über die Herausforderungen, mit denen Schäfer in der Region konfrontiert sind.
Existenzbedrohung durch Tierseuchen und Wolfsangriffe
„Die Lage ist für mich psychisch und wirtschaftlich extrem belastend“, schilderte Schäfer Wilhelm Hensmann die Situation. Aufgrund der Blauzungenkrankheit habe er knapp die Hälfte seiner Lämmer und etwa 30 Prozent seiner Mutterschafe verloren – trotz Impfung. Von ehemals 350 Mutterschafen sind nur noch 280 übrig. Für 2024 rechne Hensmann mit einem finanziellen Nullsummenspiel. Zusätzlich sorgen Wolfsübergriffe für Angst: Ein Wolfspaar hat sich offenbar im Rheiderland dauerhaft angesiedelt.
„Es ist nur eine Frage der Zeit, bis aus diesem Paar ein Rudel wird, und dann wird die Situation für uns Nutztierhalter noch schwieriger“, warnte Hensmann. Die wirtschaftliche Belastung sei für viele Schäfer kaum noch tragbar.
Auch Hensmanns Tochter Talea, die trotz einer Karriere in der IT-Branche plant, die Schäferei zu übernehmen, zeigte sich besorgt. „Die Bedingungen, unter denen Schäfer heute arbeiten, schrecken viele junge Menschen ab.“
Ulf Thiele fordert entschlossenes Handeln
Thiele sprach sich klar für Maßnahmen zur Eindämmung der Wolfsproblematik aus. „Der Schutzstatus des Wolfes wurde auf europäischer Ebene bereits abgesenkt. Jetzt muss Deutschland nachziehen und das Naturschutzrecht anpassen, damit eine gezielte Regulierung möglich wird.“
Die rot-grüne Landesregierung habe bislang versäumt, die Interessen der Tierhalter konsequent zu vertreten. „Zu lange hat man sich hinter EU-Regelungen versteckt, statt pragmatische Lösungen für den Schutz von Nutztieren zu finden“, kritisierte der Abgeordnete.
Bedeutung der Schäfereien für den Küstenschutz
Thiele hob die immense Bedeutung der Schafhaltung für den Küstenschutz hervor. Schäfereien wie die von Wilhelm Hensmann bewirtschaften Emsdeiche, deren Grasnarbe durch die Beweidung gefestigt wird. Dadurch wird die Schutzfunktion der Deiche deutlich verbessert.
„Wenn die Schäfer ihre Arbeit nicht mehr leisten können, droht bei Sturmfluten oder Hochwasser ein Desaster. Die Hochwasserereignisse des vergangenen Winters sollten eine Warnung sein“, mahnte Thiele.
Blauzungenkrankheit: Verbesserte Entschädigungsregelungen gefordert
Neben den Wolfsübergriffen stellte Thiele auch die Folgen der Blauzungenkrankheit in den Vordergrund. „Diese Tierseuche verursacht nicht nur massives Tierleid, sondern auch enorme wirtschaftliche Schäden.“ Er forderte bessere Entschädigungen für betroffene Betriebe sowie präventive Maßnahmen, um die Belastung zu minimieren.
Die derzeitige Regelung der Tierseuchenkassen sieht Entschädigungen nur bei behördlichen Tötungsanordnungen vor. Landwirte, deren Tiere trotz Impfung erkranken, oder die durch Preisverfall und Vermarktungsverbote Verluste erleiden, gehen leer aus. Thiele forderte eine Überprüfung dieser Regelungen durch die rot-grüne Landesregierung und entsprechende Anpassungen über eine Bundesratsinitiative.
„Schäfer leisten einen unverzichtbaren Beitrag zum Küstenschutz und zur regionalen Landwirtschaft. Sie dürfen mit ihren Problemen nicht allein gelassen werden“, betonte Thiele.
Der Besuch auf der Schäferei Wilhelm Hensmann verdeutlichte die komplexen Herausforderungen, mit denen Schäfer in Niedersachsen konfrontiert sind. Thiele sicherte den Tierhaltern seine politische Unterstützung zu und betonte die Notwendigkeit, sowohl den Schutzstatus des Wolfes zu überdenken als auch die Entschädigungsregelungen für Tierseuchen zu verbessern. „Nur so können wir den Fortbestand der Schäfereien und den damit verbundenen Küstenschutz langfristig sichern.“
Anzeige
Lokal
Ulf Thiele besucht Wein Wolff: Ostfriesische Spirituosen treffen auf neue EU-Bürokratie
(von links) Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff, Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und Destillateur Stefan Mennenga. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Thiele bei Wein Wolff: Ostfriesische Tradition, neue Ideen – und zu viel Bürokratie
Leer, 26. August 2026. Wie entstehen neue Spirituosen, die zur Region und zum Geschmack der Menschen in Ostfriesland passen? Dieser Frage ist der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch des Leeraner Traditionsunternehmens Wein Wolff nachgegangen. Gemeinsam mit Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff sowie Destillateur Stefan Mennenga sprach Thiele über die Entwicklung neuer Produkte, regionale Geschmacksunterschiede und die Verbindung von jahrhundertealter Erfahrung mit neuen Ideen.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Stefan Mennenga, der bei Wein Wolff neue Spirituosen entwickelt und bestehende Rezepturen weiterführt, gab Einblicke in die Arbeit mit Kräuterauszügen, Aromadestillaten und unterschiedlichen Ansätzen. Auch eine Verkostung gehörte zum Besuch.
„Hier steckt unglaublich viel Erfahrung, handwerkliches Können und Gespür für die Region in jeder Flasche. Besonders spannend fand ich, wie genau Jan Wolff und Stefan Mennenga wissen, welche Geschmacksrichtungen in Ostfriesland gefragt sind – und dass sich die Vorlieben teilweise sogar von Ort zu Ort unterscheiden“, sagte Thiele.
Spirituosen mit Geschichte und neuen Ideen
Die Herstellung eigener Spirituosen gehört seit Generationen zum Unternehmen. Einige Rezepturen werden bereits seit mehr als 100 Jahren verwendet und innerhalb der Familie weitergegeben. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Produkte und Produktlinien, die traditionelle ostfriesische Geschmacksrichtungen mit modernen Ideen verbinden.
Für Thiele zeigt sich darin, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sein müssen: „Wer seine Wurzeln kennt, kann daraus auch etwas Neues entwickeln.“
Wie tief diese Wurzeln reichen, wurde beim anschließenden Rundgang mit Jan Wolff durch das historische Haus Samson deutlich. Das Gebäude in der Leeraner Altstadt stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem Stammgeschäft und der Verwaltung befindet sich dort ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung ostfriesischer Wohnkultur.
Seit 2007 befinden sich das Haus Samson und die Sammlung im Besitz der Hilke und Fritz Wolff Stiftung. Die weitläufigen, teilweise rund 400 Jahre alten Kellergewölbe unter den Häusern in der Rathausstraße werden bis heute zur Lagerung von Wein genutzt.
Wein Wolff: Seit 1800 in Leer
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heute führt Jan Wolff den Familienbetrieb bereits in siebter Generation. Mehr als 1.000 verschiedene Weine gehören zum Sortiment. Hinzu kommen zahlreiche ostfriesische Spirituosen, die direkt in Leer hergestellt werden.
Produktion, Handel, Filialgeschäft und Online-Versand greifen dabei ineinander. Gerade diese Verbindung aus traditionsreichem Familienunternehmen und modernem Mittelstand war für Thiele ein wichtiger Anlass, neben den Produkten auch über die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen zu sprechen.
Neue EU-Regeln sorgen für zusätzliche Belastungen
Im Gespräch mit Jan Wolff ging es deshalb ausführlich um die zunehmenden Anforderungen durch europäische Regelungen für Handel und Online-Versand. Besonders im Mittelpunkt standen die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR).
„Die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung stellen kleine Unternehmen, den Mittelstand und Versandhändler vor erhebliche zusätzliche Anforderungen. Mehr Verbraucherschutz und weniger Verpackungsmüll sind grundsätzlich richtige Ziele. Entscheidend ist jedoch, dass die Umsetzung rechtssicher, praxistauglich und mittelstandsfreundlich erfolgt“, erklärte Thiele.
Gerade kleine Betriebe und Online-Händler benötigten klare Regeln statt neuer Bürokratiefallen. „Wer Nachhaltigkeit ehrlich kommuniziert oder Waren ins EU-Ausland liefert, darf nicht durch unklare Vorgaben, zusätzliche Registrierungspflichten und Abmahnrisiken ausgebremst werden.“
EmpCo-Richtlinie: Strengere Vorgaben für Nachhaltigkeitswerbung
Mit der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 werden die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen deutlich verschärft. Die neuen Regelungen sind ab dem 27. September 2026 anzuwenden.
Allgemeine Umweltaussagen wie „klimafreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ werden künftig nur noch unter deutlich strengeren Voraussetzungen zulässig sein. Unternehmen müssen deshalb ihre Werbung, Produktinformationen, Verpackungen und Online-Auftritte überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Aus Sicht Thieles ist insbesondere problematisch, dass für bereits produzierte Verpackungen und Warenbestände keine ausreichende rechtssichere Aufbrauch- oder Abverkaufsfrist vorgesehen ist.
„Es kann nicht nachhaltig sein, rechtmäßig produzierte Verpackungen oder sogar Waren vernichten zu müssen, nur weil sich zwischenzeitlich die gesetzlichen Anforderungen geändert haben. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer mindestens einjährigen Abverkaufsfrist für vorhandene Bestände“, sagte Thiele.
Zudem müsse sichergestellt werden, dass etablierte unabhängige Verbrauchertests und seriöse Standards nicht unbeabsichtigt unter pauschale Verbote fallen oder neue Abmahnrisiken entstehen.
EU-Verpackungsverordnung bringt neue Pflichten für Online-Händler
Eine weitere Herausforderung sieht Thiele in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Insbesondere der grenzüberschreitende Versand bringt zusätzliche Pflichten mit sich.
Wer verpackte Waren unmittelbar an Endverbraucher in anderen EU-Mitgliedstaaten liefert, muss dort grundsätzlich die jeweiligen Vorgaben der erweiterten Herstellerverantwortung erfüllen und einen Bevollmächtigten benennen. Damit können zusätzliche Registrierungs‑, Melde- und Kostenpflichten verbunden sein.
Für kleine Online-Händler kann dieser Aufwand im Verhältnis zu wenigen Lieferungen in einzelne EU-Staaten erheblich sein. Im schlimmsten Fall könnte dadurch ein wirtschaftlicher Anreiz entstehen, Kunden in anderen Mitgliedstaaten gar nicht mehr zu beliefern.
„Wenn kleinere Online-Händler ihren Versand in andere EU-Staaten einstellen, weil sich einige wenige Pakete wegen der damit verbundenen Bürokratie nicht mehr rechnen, läuft etwas grundsätzlich falsch. Das widerspricht dem Gedanken des europäischen Binnenmarktes“, bekräftigte Thiele.
Er fordert deshalb eine schnelle mittelstandsfreundliche Korrektur. Dazu gehörten insbesondere eine deutlich einfachere Regelung der Bevollmächtigtenpflicht sowie sinnvolle Ausnahmen und Erleichterungen für kleine Unternehmen und geringe Versandmengen.
Thiele sucht direkt den Kontakt nach Brüssel
Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thiele direkt Kontakt mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Jens Gieseke aus dem Emsland und David McAllister aus dem Landkreis Cuxhaven auf.
Beide versicherten, dass sich die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament und auch sie persönlich für eine schnelle Lösung einsetzen wollen. Ziel sei es, die von der Kommission in Kraft gesetzte Richtlinie schnellstmöglich außer Kraft zu setzen und anschließend mittelstandsfreundlich zu überarbeiten.
Die Folgewirkungen der jetzt in Kraft gesetzten EmpCo-Richtlinie seien nicht im Sinne der EVP-Fraktion und entsprächen nicht den politischen Vorgaben des Europäischen Parlaments.
„Solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten“
Für Ulf Thiele hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Seiten des erfolgreichen Mittelstands sichtbar gemacht: auf der einen Seite jahrhundertealte Tradition, handwerkliches Können und regionale Verbundenheit, auf der anderen Seite Innovation, neue Produkte und moderne Vertriebswege.
„Hier wird seit mehr als zwei Jahrhunderten unternehmerische Tradition bewahrt und gleichzeitig ständig etwas Neues entwickelt. Genau solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten. Europa muss ihnen den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern – und darf ihn nicht mit neuer Bürokratie erschweren“, erklärte Thiele abschließend.
Wie und wo entstehen bei Wein Wolff eigentlich die vielen Kreationen neuer Spirituosen? Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) schaute hinter die Kulissen des ostfriesischen Traditionsunternehmens in der Leeraner Altstadt. Neue europäische Vorgaben erschweren allerdings den Handel im Binnenmarkt.
Anzeige

Lokal
Polizeichef Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach 44 Jahren endet eine beeindruckende Laufbahn
Polizeipräsident de Vries (rechts) verabschiedete Thomas Memering in den Ruhestand
Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach fast 44 Jahren endet eine beeindruckende Polizeilaufbahn
Nach fast 44 Jahren im Dienst der Polizei Niedersachsen beginnt für den Leitenden Polizeidirektor Thomas Memering ein neuer Lebensabschnitt. Der 61-Jährige wurde im Rahmen einer Feierstunde am 24. August 2026 mit Wirkung zum 1. September 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Fünf Jahre lang stand Memering an der Spitze der Polizeiinspektion Leer/Emden.
Die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden werden künftig kommissarisch von Polizeioberrätin Frida Sander geführt.
Thomas Memering: „Ich bin dankbar“
Bei seiner Verabschiedung stand vor allem ein Gefühl im Mittelpunkt: Dankbarkeit. „Ich bin dankbar dafür, dass ich 44 Jahre lang einen tollen Beruf ausüben durfte. Und ich bin dankbar dafür, dass ich so tolle Kolleginnen und Kollegen an meiner Seite haben durfte“, sagte Thomas Memering.
Gleichzeitig richtete er den Blick auf die tägliche Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen. „Sie leisten jeden Tag eine anspruchsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger. Ihre Aufgaben beinhalten ein großes Maß an Verantwortung, und gleichzeitig müssen Sie viel ertragen – sowohl körperlich als auch psychisch. Ich habe höchsten Respekt vor dem, was Sie jeden Tag leisten“, betonte der scheidende Leiter der Polizeiinspektion.
Seinen Kolleginnen und Kollegen gab Memering zum Abschied einen persönlichen Wunsch mit auf den Weg: „Ich wünsche Ihnen allen mindestens so viel Berufszufriedenheit, wie ich sie genießen durfte.“
Friedo de Vries würdigt beeindruckende Karriere
Auch Friedo de Vries, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, würdigte die langjährige Laufbahn von Thomas Memering in seiner Rede zur offiziellen Verabschiedung.
Memering blicke auf eine beeindruckende Karriere zurück. Rund 25 Jahre war er bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig. Darüber hinaus arbeitete er mehr als 25 Jahre in herausgehobenen Führungspositionen der Landespolizei.
Besonders die vergangenen fünf Jahre als Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden seien von einem dynamischen Wandel und zahlreichen Herausforderungen in der polizeilichen Arbeit geprägt gewesen. In dieser Zeit trug Memering Verantwortung für mehr als 350 Mitarbeitende und für die Sicherheit von rund 225.000 Menschen im Landkreis Leer und in der Stadt Emden.
De Vries hob dabei insbesondere Memerings große Erfahrung, seinen Wertekompass und seine Souveränität hervor. Er habe die Entwicklung der Polizeiinspektion verlässlich gestaltet. Zum Abschied bezeichnete de Vries Thomas Memering als ein „besonnenes und sehr geschätztes Urgestein unserer Führungscrew“.
Polizeilaufbahn begann 1982
Der berufliche Weg von Thomas Memering begann im Oktober 1982 an der Landespolizeischule Niedersachsen. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Polizeihauptwachtmeister.
Nach Abschluss seiner Ausbildung führte ihn seine Laufbahn unter anderem zur Wasserschutzpolizei in Emden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Hannover. Insgesamt war Memering rund ein Vierteljahrhundert bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig.
Eine weitere wichtige Station seiner Karriere war das Polizeikommissariat in Papenburg, das er sechs Jahre lang leitete.
Im Oktober 2017 übernahm Memering die Leitung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Leer/Emden. Knapp vier Jahre später folgte der nächste Schritt: Im August 2021 übernahm er die Leitung der gesamten Polizeiinspektion Leer/Emden.
Damit stand er fünf Jahre lang an der Spitze der Inspektion und war für die polizeiliche Arbeit in der Stadt Emden sowie im Landkreis Leer verantwortlich.
Dank für 44 Jahre Einsatz
Die Polizeiinspektion Leer/Emden bedankte sich bei Thomas Memering ausdrücklich für sein langjähriges Engagement, seine Führungsarbeit und seinen Einsatz für die Menschen in der Region.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für den 61-Jährigen eine fast 44 Jahre dauernde Dienstzeit bei der Polizei Niedersachsen.
Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht die Polizeiinspektion Leer/Emden Thomas Memering vor allem Gesundheit, Zeit für Familie und Freunde sowie viele schöne Momente – fernab von Dienstplänen, Lagebesprechungen und Telefonkonferenzen.
Ab dem 1. September 2026 wird Polizeioberrätin Frida Sander die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden kommissarisch führen.
Anzeige
Freizeit
MS Dollard: Fährsaison 2026 endet am 3. Oktober – letzte Fahrten ab Ditzum, Emden und Delfzijl
Herbstbeginn mit der MS Dollard: Nur noch mittwochs und samstags über den Dollard
Noch zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite – doch der Herbst steht bereits vor der Tür. Damit nähert sich auch das Ende der diesjährigen Fährsaison der MS Dollard. Ab kommender Woche fährt das Fahrgastschiff nur noch mittwochs und samstags auf der beliebten Route zwischen Ditzum, Emden und Delfzijl und wieder zurück.
Die Fährsaison endet am 3. Oktober 2026. Wer in diesem Jahr noch eine Schifffahrt über den Dollard mit einer Radtour oder einem Besuch in den Niederlanden verbinden möchte, hat damit nur noch wenige Gelegenheiten.
Mit der MS Dollard nach Delfzijl
Die Fahrt über die Meeresbucht Dollard bietet eine besondere Möglichkeit, eine Radtour mit einer Schifffahrt zu verbinden und gleichzeitig einen Abstecher zu den niederländischen Nachbarn zu unternehmen. Besonders interessant ist beispielsweise eine Fahrt am Mittwoch zum Markttag in Delfzijl.
Die Internationale Dollard Route als Veranstalterin weist darauf hin, dass die Fahrkarten für die Fährverbindungen direkt an Bord, bei den Tourist-Informationen oder online erhältlich sind.
Letzte Minikreuzfahrt von Ditzum nach Leer am 27. September
Eine besondere Gelegenheit bietet sich am 27. September 2026. Dann wird die letzte diesjährige „Minikreuzfahrt“ mit der MS Dollard von Ditzum nach Leer und zurück angeboten.
Viele Gäste nutzen das Angebot für eine kombinierte Schiffs- und Radtour. Das Schiff legt um 10 Uhr in Ditzum ab und nimmt Kurs auf Leer. Unterwegs passiert die MS Dollard unter anderem das Emssperrwerk, die Jann-Berghaus-Brücke und die Schleuse in Leer.
Gegen 12 Uhr erreicht das Schiff Leer. Dort bleibt rund drei Stunden Zeit, bevor es um 15 Uhr wieder zurück nach Ditzum geht. Die Ankunft in Ditzum ist gegen 17 Uhr vorgesehen.
Weitere Informationen zur Minikreuzfahrt gibt es auf der Internetseite der Internationalen Dollard Route.
Fährzeiten zwischen Ditzum, Emden und Delfzijl
Während der verbleibenden Fährsaison gelten folgende Anlege- und Abfahrtszeiten:
Vormittags:
- Ditzum ab: 8.30 Uhr
- Emden an: 9.10 Uhr
- Emden ab: 9.20 Uhr
- Delfzijl an: 10.40 Uhr
- Delfzijl ab: 10.50 Uhr
- Emden an: 12.10 Uhr
- Emden ab: 12.20 Uhr
- Ditzum an: 13.00 Uhr
Anschließend gibt es in Ditzum eine Pause von 1,5 Stunden.
Nachmittags:
- Ditzum ab: 14.30 Uhr
- Emden an: 15.10 Uhr
- Emden ab: 15.20 Uhr
- Delfzijl an: 16.40 Uhr
- Delfzijl ab: 16.50 Uhr
- Emden an: 18.10 Uhr
- Emden ab: 18.20 Uhr
- Ditzum an: 18.55 Uhr
Tickets für die MS Dollard
Fahrkarten für die Fährfahrten und die Minikreuzfahrt sind direkt an Bord, bei den Tourist-Informationen sowie online erhältlich.
Die letzte reguläre Fährfahrt der Saison findet am 3. Oktober 2026 statt. Die letzte Minikreuzfahrt zwischen Ditzum und Leer wird bereits am 27. September 2026 angeboten.
Weitere Informationen zur Dollardfähre und den Fahrten gibt es unter www.dollard-route.de/dollartfaehre. Informationen zur Minikreuzfahrt finden Interessierte unter www.dollard-route.de/minikreuzfahrt/. Online-Tickets sind unter https://bit.ly/dollardticketsbuchen erhältlich.
Anzeige
























