Wirtschaft
Handwerk 2024/25: Rezession und Insolvenzen belasten, aber erste Hoffnungszeichen zeigen sich

Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2024/25: Optimismus trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Die aktuelle Lage im Handwerk ist von einem deutlichen Stimmungstief geprägt. Nach zwei Jahren Rezession sehen sich die Betriebe mit einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Situation konfrontiert. Laut der jüngsten Pressemitteilung von Creditreform ist die Stimmung im Handwerk auf dem tiefsten Stand seit der Weltfinanzkrise. Besonders der Bausektor leidet unter den Auswirkungen der wirtschaftlichen Rückschläge. Doch neben den Herausforderungen gibt es auch Zeichen der Hoffnung.
Stimmung im Handwerk auf einem 15-Jahres-Tief
Die zweijährige Rezession hat tiefgreifende Spuren im Handwerk hinterlassen. Der Geschäftslageindex ist auf 45,8 Punkte gefallen und erreicht damit den niedrigsten Stand seit 2010. Nur noch 51,6 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut, was einen Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Umsätze zeigen ein durchwachsenes Bild: 26,9 Prozent der Betriebe verzeichneten Rückgänge, während 25,4 Prozent ein Umsatzplus meldeten.
„Die Rezession trifft das Handwerk mit voller Wucht“, kommentiert Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung. Besonders die Bauwirtschaft steht unter enormem Druck, während Handwerksbetriebe im gewerblichen Bedarf leichte Erholungstendenzen verzeichnen. Die Reparaturbranche, besonders im Bereich von Pkw und Haushaltsgeräten, zeigt positive Entwicklungen.
Optimistische Umsatzerwartungen, aber vorsichtiger Ausblick
Trotz der schwierigen Lage zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die Umsatzprognosen der Handwerksbetriebe sind weniger pessimistisch als im Vorjahr. Rund 24,3 Prozent der Betriebe erwarten ein Umsatzplus, was dem Vorjahreswert entspricht. Doch der Anteil der Pessimisten bleibt mit 22,8 Prozent hoch. Auch die Ertragsaussichten sind weiterhin überwiegend negativ, auch wenn eine leichte Verbesserung erkennbar ist.
Ein erfreuliches Signal ist die steigende Investitionsbereitschaft der Betriebe. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen planen, stieg von 41,5 Prozent auf 49,2 Prozent und erreichte damit das höchste Niveau seit Jahren. „Trotz der unsicheren Aussichten könnte das Handwerk gemeinsam mit der Binnennachfrage zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen“, so Hantzsch.
Personalabbau setzt sich fort
Die angespannten wirtschaftlichen Bedingungen spiegeln sich auch im Personalabbau wider. 22,9 Prozent der Betriebe haben ihren Personalbestand reduziert, während nur 19,3 Prozent neue Mitarbeiter einstellten. Hauptursache für den Personalabbau ist das Ausscheiden von Fachkräften aufgrund des Renteneintritts und eine zurückhaltende Einstellungspolitik aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage.
In den kommenden Monaten dürften saisonale Effekte jedoch zu mehr Einstellungen führen. Etwa 21,4 Prozent der Unternehmen planen, ihr Personal aufzustocken, während 10,6 Prozent weiterhin Stellen abbauen wollen. Langfristig bleibt jedoch die Frage, ob dem Handwerk die Fachkräfte fehlen werden, warnt Hantzsch.
Insolvenzen steigen, Eigenkapitalquote unter Druck
Die Zahl der Insolvenzen im Handwerk ist 2024 um 18,9 Prozent auf insgesamt 4.350 Fälle gestiegen. Besonders betroffen sind Betriebe im gewerblichen Bedarf und im Ausbaugewerbe. „Viele Handwerksunternehmen, insbesondere im Baubereich, sehen sich mit wegbrechenden Aufträgen konfrontiert und haben mit steigenden Kosten zu kämpfen. Dies führt zu einem Anstieg der Insolvenzen“, erläutert Hantzsch.
Darüber hinaus ist die Zahl der eigenkapitalschwachen Handwerksbetriebe gestiegen. 34,5 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Eigenkapitalquote von weniger als 10 Prozent, der höchste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Die steigende Abhängigkeit von Fremdkapital und unsicheren Kreditkonditionen stellt eine zusätzliche Belastung dar.
Bürokratie als Belastung für das Handwerk
Ein weiteres großes Problem für viele Handwerksbetriebe ist die zunehmende Bürokratie. 79,3 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einem Anstieg des Verwaltungsaufwands. Etwa ein Drittel der Betriebe gibt an, mehr als zehn Stunden pro Woche mit administrativen Aufgaben zu verbringen. Der steigende bürokratische Aufwand wird von den Betrieben als erheblicher Kostenfaktor und Wettbewerbsnachteil wahrgenommen. Mehr als die Hälfte der Betriebe muss mittlerweile Mitarbeiter für Bürokratieaufgaben abstellen, was zu weiteren Kosten führt.
„Es ist dringend notwendig, den Bürokratieabbau voranzutreiben, um den Unternehmen zu helfen“, fordert Hantzsch und appelliert an die neue Bundesregierung, hier entschlossener zu handeln.
Stabilisierung in Sicht, aber viele Herausforderungen bleiben
Obwohl die aktuelle wirtschaftliche Lage des Handwerks von Herausforderungen wie steigenden Insolvenzen, einem anhaltenden Personalabbau und einer schwachen Eigenkapitalquote geprägt ist, gibt es auch Hoffnungsschimmer. Die Investitionsbereitschaft steigt, die Stimmung ist weniger pessimistisch und es gibt Anzeichen einer Stabilisierung. Doch die strukturellen Probleme, die in den letzten Jahren gewachsen sind, und die Bürokratiebelastung stellen nach wie vor große Herausforderungen für die Branche dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob das Handwerk in der Lage sein wird, sich wieder nachhaltig zu erholen.
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Wirtschaft
Wirtschaft im Abseits? Düstere Aussichten für Ostfriesland und Papenburg
Wirtschaft unter Druck: Düstere Prognosen für Ostfriesland und Papenburg
Die wirtschaftliche Talfahrt in der Region setzt sich fort. Laut der neuesten Konjunkturumfrage der IHK für Ostfriesland und Papenburg blicken die Betriebe mit wachsender Skepsis auf das Jahr 2026. Besonders strukturelle Probleme und mangelnde politische Planungssicherheit belasten die Stimmung.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Der Klimaindex der Industrie- und Handelskammer (IHK), der die aktuelle Lage und die Zukunftserwartungen bündelt, ist von 87 auf 82 Punkte gefallen. Damit entfernt sich der Wert weiter von der neutralen 100-Punkte-Marke und spiegelt eine tiefsitzende Verunsicherung in der regionalen Wirtschaft wider.
Produzierendes Gewerbe vor großen Hürden
IHK-Präsident Theo Eilers sieht vor allem das produzierende Gewerbe in einer prekären Lage. Hohe Energiepreise und eine ausufernde Bürokratie bremsen notwendige Innovationen und Klimaschutzbemühungen aus. „Aufgrund von mangelnder Planbarkeit und Verlässlichkeit der Energie- und Klimapolitik werden Investitionsentscheidungen aufgeschoben und im schlechtesten Fall ins Ausland verlagert“, warnt Eilers. Dies führe zu einer schleichenden Erosion von industriellen Arbeitsplätzen und Wertschöpfung vor Ort.
Zukunftsaussichten trüben sich massiv ein
Während die aktuelle Geschäftslage im vierten Quartal 2025 stagniert – fast jeder dritte Betrieb bewertet sie als „schlecht“ – ist der Einbruch bei den Erwartungen besonders drastisch. Nur noch 9 Prozent der befragten Unternehmen rechnen mit einer günstigen Entwicklung, während 33 Prozent von einer weiteren Verschlechterung ausgehen.
Dabei zeigen sich jedoch auch kleine Lichtblicke:
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Export: Die Erwartungen im Außenhandel haben sich spürbar erholt.
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Ertragslage: Hier ist eine leichte Entspannung im Vergleich zum Vorquartal festzustellen, wenngleich das Niveau weiterhin niedrig bleibt.
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Arbeitsmarkt: Die Beschäftigtenzahlen in der Region bleiben vorerst stabil.
Wirtschaftspolitik als größtes Risiko
Für 78 Prozent der befragten Unternehmen stellen die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen das größte Geschäftsrisiko dar. Dicht darauf folgen steigende Arbeitskosten und eine schwache Inlandsnachfrage. Der Fachkräftemangel, lange Zeit das Sorgenkind Nummer eins, rückt angesichts der akuten Konjunkturschwäche mit 47 Prozent derzeit etwas in den Hintergrund.
Forderung nach Reformtempo
IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard sieht die Politik in der Pflicht. Um das Vertrauen der Betriebe zurückzugewinnen, seien schnellere Strukturreformen und ein spürbarer Abbau von Bürokratie unumgänglich. „Viele Unternehmen verschieben Investitionen, weil ihnen klare Perspektiven fehlen“, so Deinhard. Nur wettbewerbsfähige Standortkosten könnten den Mut für künftiges Wachstum zurückbringen.
An der Umfrage beteiligten sich über 200 Unternehmen aus Industrie, Handel, Dienstleistung, Gastgewerbe und Verkehr.
Beitragsbild: Das Archivfoto dient der Illustration und steht in keinem direkten Zusammenhang mit den aktuell beschriebenen Vorfällen.
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BDR Thermea plant umfassende Transformation in Deutschland
Weichenstellung für BDR Thermea Deutschland: Volle Konzentration auf Kundenbetreuung, Vertrieb und Innovation
Rastede/Schweinfurt. Die BDR Thermea Group, einer der führenden Hersteller intelligenter Klima- und Warmwasserlösungen, stellt ihre Geschäftsaktivitäten in Deutschland strategisch neu auf. Mit dem Ziel, die langfristige Wettbewerbsfähigkeit in einem schwierigen Marktumfeld zu sichern, plant das Unternehmen eine umfassende Transformation bis Anfang 2027. Im Fokus stehen dabei eine verstärkte Marktnähe und die Bündelung zentraler Servicefunktionen.
Reaktion auf volatile Märkte und regulatorische Unsicherheit
Die Heizungsbranche steht aktuell vor immensen wirtschaftlichen Herausforderungen. Laut BDR Thermea sind die anhaltende regulatorische Unsicherheit, eine volatile Kundennachfrage sowie ein hoher Wettbewerbsdruck die Hauptgründe für die Neuausrichtung. Um finanziell stabil und handlungsfähig zu bleiben, wird das Unternehmen seine Fertigungsstrategie anpassen: Die Produktion von Wärmeerzeugern soll schrittweise aus Deutschland abgezogen und in das bereits bestehende europäische Fertigungsnetzwerk der Gruppe integriert werden.
„Die aktuelle Marktentwicklung stellt unsere gesamte Branche vor große wirtschaftliche Herausforderungen“, erklärt Tjarko Bouman, CEO der BDR Thermea Group. Ziel sei es, BDR Thermea Deutschland als kundenorientiertes und finanziell stabiles Unternehmen für die Zukunft zu rüsten.
Rastede wird zum zentralen Service-Hub
Ein wesentlicher Pfeiler der neuen Strategie ist die Stärkung des Standorts Rastede. Dieser soll zu einem zentralen Service-Hub ausgebaut werden, in dem die Servicefunktionen und die Ersatzteilproduktion für die drei starken Marken Brötje, Remeha und SenerTec gebündelt werden.
Diese Zentralisierung dient vor allem der Optimierung der Kundenbetreuung. Im Zuge dieser Aufwertung sollen in Rastede rund 40 neue qualifizierte Arbeitsplätze im Servicebereich entstehen. Damit unterstreicht das Unternehmen sein Versprechen, ein verlässlicher Partner für das Fachhandwerk und die Endkunden zu bleiben.
Veränderungen in der Produktion und personelle Konsequenzen
Während die Servicebereiche gestärkt werden, bedeutet die Neuausrichtung gleichzeitig das Ende der deutschen Produktion von Wärmeerzeugern:
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Rastede: Die Fertigung soll hier bis Ende 2026 eingestellt werden. Dies führt, zusammen mit Kapazitätsanpassungen in Verwaltung und Betrieb, zu einem Abbau von ca. 108 Vollzeitarbeitsplätzen.
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Schweinfurt: Auch hier wird die Produktion eingestellt und in das europäische Netzwerk verlagert.
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Gesamtbild: Insgesamt sind von der Neuaufstellung in Deutschland rund 203 Vollzeitarbeitsplätze betroffen.
Tjarko Bouman betont die soziale Verantwortung: „Wir wissen, dass die Veränderungen für viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Entscheidung von großer Tragweite sind. Gemeinsam mit dem Betriebsrat werden wir faire und verantwortungsvolle Lösungen entwickeln.“
Investitionen in Effizienz und Zukunft
Trotz der Einschnitte investiert BDR Thermea gezielt in die Modernisierung der deutschen Struktur. Dazu gehört der bereits erfolgte Umzug des Standorts Emsdetten in moderne Räumlichkeiten in Saerbeck. Zudem steht die Einführung eines neuen SAP-Systems bevor, welches Geschäftsprozesse integrieren und die Organisation effizienter sowie kundenfreundlicher gestalten soll.
Unveränderte Pläne für Augustfehn
Die aktuellen Maßnahmen an den Standorten Schweinfurt, Rastede und Saerbeck haben keine Auswirkungen auf den Standort Augustfehn. Die bereits im Mai 2025 kommunizierte Auslagerung der Heizkörperproduktion wird wie geplant fortgesetzt; ein Verkauf der dortigen Fertigungsstätte wird weiterhin angestrebt.
Mit diesem radikalen Schritt reagiert BDR Thermea konsequent auf die veränderten Rahmenbedingungen im Wärmemarkt. Durch die Bündelung von Kompetenzen im neuen Service-Hub in Rastede und die Straffung der Produktion will das Unternehmen seine Position als Innovationsführer behaupten und die Transformation hin zu intelligenten Klimalösungen in Deutschland aktiv vorantreiben.
























