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FDP lehnt Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße ab – his­to­ri­sche Ein­ord­nung erhalten

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Gün­ter Pod­lich und Sven Albert von der FDP-Frak­ti­on der Stadt Leer – Susan­ne Smit fehlt – ste­hen vor dem Schild in der Hin­den­burg­stra­ße. Die FDP hat­te sich klar gegen die Umbe­nen­nung aus­ge­spro­chen. Am 25. Sep­tem­ber 2025 beschloss der Stadt­rat in gehei­mer Abstim­mung mit 29 abge­ge­be­nen Stim­men die Umbe­nen­nung: 15 Stim­men dafür, 14 dage­gen. Damit ist der Beschluss rechts­kräf­tig, und die Stra­ße wird künf­tig einen neu­en Namen erhalten.

FDP-Frak­ti­on lehnt Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße ab

Die FDP im Stadt­rat Leer spricht sich klar gegen die Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße aus. Die Frak­ti­on betont, dass Paul von Hin­den­burg eine his­to­risch kom­ple­xe Per­sön­lich­keit war – sowohl Kriegs­held und Sym­bol­fi­gur der Wei­ma­rer Repu­blik als auch wegen sei­ner Rol­le bei der „Dolch­stoß­le­gen­de“ und der Ernen­nung Hit­lers zum Reichs­kanz­ler kri­tisch zu bewerten.

Die FDP weist dar­auf hin, dass die Stra­ße seit fast 100 Jah­ren Teil des Lebens­um­fel­des der Anwoh­ner ist und vie­le Men­schen per­sön­li­che Erin­ne­run­gen und Iden­ti­fi­ka­ti­on damit ver­bin­den. Eine Umbe­nen­nung kön­ne als Ein­griff in den All­tag und als Ver­lust der gewohn­ten Umge­bung wahr­ge­nom­men wer­den und Kon­flik­te inner­halb der Nach­bar­schaft verursachen.

Statt­des­sen schlägt die FDP eine reflek­tier­te Erin­ne­rungs­po­li­tik vor: Der Name Hin­den­burg­stra­ße soll bestehen blei­ben, ergänzt durch eine sicht­ba­re Hin­weis­ta­fel mit his­to­ri­schem Kon­text, um die Geschich­te kri­tisch zu ver­mit­teln. Ziel sei es, Erin­ne­rung sicht­bar zu machen, ohne die Anwoh­ner zu bevormunden.

Die Frak­ti­on betont: „Ohne Erin­ne­rung gibt es weder Über­win­dung des Bösen noch Leh­ren für die Zukunft“ – daher wird die FDP dem Beschluss zur Umbe­nen­nung nicht zustimmen.

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Rede­bei­trag von der Leera­ner FDP-Frak­ti­on der Stadt Leer: 

Sehr geehr­ter Herr Vor­sit­zen­der, Herr Bür­ger­meis­ter, lie­be Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen, ver­ehr­te Gäste,

wir ent­schei­den hier heu­te über eine mög­li­che „Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße“. Im Fach­aus­schuss haben wir dar­über bereits aus­führ­lich dis­ku­tiert, unse­re Sicht­wei­sen aus­ge­tauscht. Dar­um möch­te ich heu­te den Blick auf eini­ge weni­ge Aspek­te wer­fen, die bis­lang nicht so im Vor­der­grund standen.

Wir sind uns dar­über einig, dass Paul von Hin­den­burg eine his­to­risch zwie­späl­ti­ge Per­son war, nach der wir heu­te kei­ne Stra­ße neu benen­nen wür­den. Den­noch ver­tritt mei­ne Frak­ti­on den Stand­punkt, dass das nicht bedeu­ten muss, eine vor­han­de­ne Hin­den­burg­stra­ße zwin­gend umbe­nen­nen zu müssen.

Paul von Hin­den­burg war im Ers­ten Welt­krieg als „Sie­ger von Tan­nen­berg“ ein Kriegs­held, er hat 1918 zur Been­di­gung der Kampf­hand­lun­gen bei­getra­gen. Als Reichs­prä­si­dent oder „Ersatz-Kai­ser“ war er eine Iden­ti­fi­ka­ti­ons­fi­gur in den unru­hi­gen Zei­ten der Wei­ma­rer Republik.

Aller­dings hat er auch zusam­men mit Ernst Luden­dorff die „Dolch­stoß­le­gen­de“ ver­brei­tet, um von der eige­nen Ver­ant­wor­tung an der mili­tä­ri­schen Nie­der­la­ge und dem „Schand­frie­den von Ver­sailles“ abzu­len­ken und statt­des­sen Sozia­lis­ten, Demo­kra­ten und die Novem­ber­re­vo­lu­ti­on als Schul­di­ge zu brand­mar­ken. Und ja, Hin­den­burg hat 1933 Hit­ler zum Reichs­kanz­ler ernannt, was dann bekann­ter­ma­ßen zum Unter­gang der Demo­kra­tie führte.

Das ist zwar ein wesent­li­cher, aber doch nur klei­ner Teil vom gro­ßen Gan­zen. Denn die Initia­ti­ve zur Ernen­nung Hit­lers zum Reichs­kanz­ler ging von kon­ser­va­ti­ven Eli­ten, allen vor­an Franz von Papen, aus. Papen und ande­re woll­ten Hit­ler in eine von kon­ser­va­ti­ven Minis­tern domi­nier­te Kabi­netts­mehr­heit „ein­rah­men“, kon­trol­lie­ren und qua­si neu­tra­li­sie­ren. Hin­den­burg selbst hat­te lan­ge Vor­be­hal­te gegen den „böh­mi­schen Gefrei­ten“. Er ließ sich letzt­end­lich aber durch das Drän­gen von Papens und dem geziel­ten Druck aus kon­ser­va­ti­ven und wirt­schaft­li­chen Krei­sen umstimmen.

Ich mei­ne, die­se geschicht­li­che Ein­ord­nung ist wichtig.

Im Buch „Schloss Gödens – Geschich­ten einer Herr­lich­keit“ wird berich­tet, dass sich am 9. Mai 1927 mit Reichs­prä­si­dent von Hin­den­burg ein beson­ders illus­trer Gast die Ehre gab und auf Ein­la­dung des Gra­fen von Wedel die Even­burg in Loga und in Leer die kurz zuvor eröff­ne­te Vieh­markt­hal­le auf der Nes­se besuchte.

Zitat: “Als die­ser kam, stand ganz Ost­fries­land Kopf und am stol­zes­ten waren natür­lich die Ein­woh­ner von Loga, deren Herr­schaft es gelun­gen war, den hohen Gast zu einem Auf­ent­halt in Loga zu bewe­gen. In sol­chen Momen­ten war der Grad der Iden­ti­fi­ka­ti­on am höchs­ten, die Bevöl­ke­rung dräng­te sich im Schloss­park und jeder ver­such­te, […] an dem gro­ßen Ereig­nis so nah wie mög­lich betei­ligt zu sein.“

In DIESEM posi­ti­ven Geist wur­de 1928 der Weg an der Frie­dens­kir­che in Hin­den­burg­stra­ße umbenannt.

Vie­le Men­schen ver­bin­den seit nun­mehr fast 100 Jah­ren mit dem Namen Hin­den­burg­stra­ße per­sön­li­che Erin­ne­run­gen, Hei­mat­ge­fühl und Iden­ti­tät. Wir befürch­ten, eine Umbe­nen­nung könn­te als Ver­lust oder Bedro­hung der gewohn­ten Lebens­welt wahr­ge­nom­men wer­den. Gera­de in einer sich rasant wan­deln­den glo­ba­len Welt benö­ti­gen vie­le Men­schen in ihrem enge­ren Umfeld Bestän­dig­keit und Ver­läss­lich­keit. Eine Umbe­nen­nung könn­te aber auch zu Kon­flik­ten füh­ren, inner­halb der Nach­bar­schaft, zwi­schen Befür­wor­tern und Geg­nern oder zwi­schen den Anwoh­nern und der Poli­tik. Letz­te­res ins­be­son­de­re, da sich die Mehr­heit der betrof­fe­nen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger ein­deu­tig gegen eine Umbe­nen­nung aus­ge­spro­chen hat.

Die­se mög­li­chen Aus­wir­kun­gen zei­gen, dass die Umbe­nen­nung weit mehr ist als nur ein Ver­wal­tungs­akt. Wir wür­den tief in den All­tag und das Gemein­schafts­le­ben der Betrof­fe­nen ein­grei­fen. Unse­re heu­ti­ge Ent­schei­dung soll­te die­sen sozia­len Aspekt berück­sich­ti­gen und natür­lich den aus­drück­li­chen Wil­len der Anwoh­ner respektieren.

Erich Käst­ner, einer der schärfs­ten Gesell­schafts­kri­ti­ker sei­ner Zeit, schrieb 1931:

„Die Dumm­heit wur­de zur Epi­de­mie. Ein Volk ver­sinkt in geis­ti­ger Umnachtung.“

Damals wie heu­te gilt: der öffent­li­che Dis­kurs ist geprägt von bil­li­gen Paro­len, Laut­stär­ke und Ver­drän­gung. Käst­ners Bild vom „Ver­sin­ken in geis­ti­ger Umnach­tung“ wirkt fast wie eine Meta­pher für die Echo­kam­mern, den Ver­schwö­rungs­glau­ben oder die algo­rith­misch ver­stärk­ten Des­in­for­ma­tio­nen unse­rer Tage.

Die FDP-Frak­ti­on setzt sich für eine reflek­tier­te Erin­ne­rungs­po­li­tik ein, die Geschich­te nicht aus­löscht, son­dern kri­tisch ver­mit­telt. Wir wün­schen uns eine inten­si­ve his­to­ri­sche Aus­ein­an­der­set­zung mit der Per­son Paul von Hindenburg.

Unse­res Erach­tens wäre dafür nichts geeig­ne­ter als ein Stra­ßen­na­me wie der von Hin­den­burg, sinn­vol­ler­wei­se wie vor­ge­schla­gen ergänzt durch eine deut­lich sicht­ba­re Hin­weis­ta­fel mit einem erklä­ren­den Text. Wir dan­ken der Gemein­de der Frie­dens­kir­che, die einen Teil ihres Grund­stücks für eine sol­che Tafel zur Ver­fü­gung stel­len will.

Herr Vor­sit­zen­der, ein letz­ter Satz.

Und ich darf unse­ren ehe­ma­li­gen Bun­des­prä­si­den­ten Roman Her­zog zitieren:

„Ohne Erin­ne­rung gibt es weder Über­win­dung des Bösen noch Leh­ren für die Zukunft.“

Die FDP-Frak­ti­on wird dem Beschluss­vor­schlag nicht zustimmen.

Vie­len Dank für die Aufmerksamkeit.

Wei­te­re Bei­trä­ge zu die­sem Thema:

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CDU im Rat der Stadt Leer: Kla­re Posi­ti­on gegen Umbe­nen­nung der Hindenburgstraße

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FDP-Frak­ti­on spricht sich klar gegen Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße aus

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CDU lehnt Umbe­nen­nung der Hin­den­burg­stra­ße ab – Mehr­heit der Anwoh­ner spricht sich dage­gen aus

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Waf­fen- und Mes­ser­ver­bo­te an Haupt­bahn­hö­fen: Das gilt jetzt für Reisende

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Waf­fen- und Mes­ser­ver­bo­te an Haupt­bahn­hö­fen: Was Rei­sen­de in Bre­men, Ham­burg und Han­no­ver beach­ten müssen

Wer im Okto­ber 2026 mit der Bahn unter­wegs ist und die Haupt­bahn­hö­fe in Bre­men, Ham­burg oder Han­no­ver ansteu­ert, soll­te sich vor Fahrt­an­tritt über die gel­ten­den Waf­fen- und Mes­ser­ver­bo­te infor­mie­ren. An meh­re­ren gro­ßen Bahn­hö­fen gel­ten beson­de­re Rege­lun­gen zum Mit­füh­ren von Mes­sern, Waf­fen und ande­ren gefähr­li­chen Gegenständen.

Die Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver hat ent­spre­chen­de All­ge­mein­ver­fü­gun­gen ver­län­gert. Betrof­fen sind unter ande­rem der Haupt­bahn­hof Bre­men, der Ham­bur­ger Haupt­bahn­hof sowie wei­te­re Ham­bur­ger Bahn­hö­fe und der Haupt­bahn­hof Han­no­ver. Die jewei­li­gen All­ge­mein­ver­fü­gun­gen legen fest, wel­che Gegen­stän­de in den genann­ten Berei­chen nicht mit­ge­führt wer­den dür­fen und wel­che räum­li­chen Gel­tungs­be­rei­che gelten.

Bre­men: Mit­führ­ver­bot am Haupt­bahn­hof verlängert

Für den Haupt­bahn­hof Bre­men wur­de die bestehen­de All­ge­mein­ver­fü­gung zum Mit­führ­ver­bot ver­län­gert. Ver­bo­ten ist dort grund­sätz­lich das Mit­füh­ren von gefähr­li­chen Werk­zeu­gen, Schuss­waf­fen, Schreck­schuss­waf­fen, Hieb‑, Stoß- und Stich­waf­fen sowie Mes­sern aller Art.

Die All­ge­mein­ver­fü­gung gilt grund­sätz­lich für alle Per­so­nen. Aus­nah­men sind in Zif­fer 3.2 der All­ge­mein­ver­fü­gung geregelt.

Die Ein­hal­tung der Rege­lung wird durch Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei überwacht.

Gel­tungs­zeit­raum in Bremen

Die All­ge­mein­ver­fü­gung gilt:

Don­ners­tag, 1. Okto­ber 2026, 00:00 Uhr, bis Sams­tag, 31. Okto­ber 2026, 24:00 Uhr.

Der räum­li­che Gel­tungs­be­reich umfasst den gesam­ten Gebäu­de­teil des Bre­mer Haupt­bahn­hofs ein­schließ­lich der Bahn­stei­ge.

Aus­ge­nom­men ist die Pas­sa­ge „Bür­ger­wei­de“.

Wer den Bre­mer Haupt­bahn­hof als Ziel oder Umstei­ge­bahn­hof nutzt, soll­te des­halb bereits vor Rei­se­an­tritt dar­auf ach­ten, wel­che Gegen­stän­de mit­ge­führt werden.

Ham­burg: Meh­re­re Bahn­hö­fe betroffen

Auch in Ham­burg gel­ten ent­spre­chen­de Rege­lun­gen. Der Gel­tungs­be­reich der dor­ti­gen All­ge­mein­ver­fü­gung umfasst meh­re­re Bahnhöfe.

Betrof­fen sind:

  • Ham­burg Haupt­bahn­hof, aus­ge­nom­men der Mönckebergtunnel
  • Ham­burg-Alto­na
  • Ham­burg-Har­burg
  • Ham­burg-Ber­ge­dorf
  • Ham­burg-Damm­tor

Damit betrifft die Rege­lung nicht aus­schließ­lich den Ham­bur­ger Haupt­bahn­hof. Auch Fahr­gäs­te, die in Alto­na, Har­burg, Ber­ge­dorf oder Damm­tor ein- oder aus­stei­gen bezie­hungs­wei­se dort umstei­gen, soll­ten die gel­ten­den Bestim­mun­gen beachten.

Gera­de für Rei­sen­de aus Rich­tung Ost­fries­land und dem nörd­li­chen Ems­land kann dies rele­vant sein, wenn Ham­burg als Ziel oder Umstei­ge­punkt auf der Rei­se liegt.

Han­no­ver: Haupt­bahn­hof ein­schließ­lich der Bahnsteige

Auch am Haupt­bahn­hof Han­no­ver gel­ten ent­spre­chen­de Rege­lun­gen zum Mit­füh­ren von Waf­fen, Mes­sern und ande­ren gefähr­li­chen Gegenständen.

Der Gel­tungs­be­reich der All­ge­mein­ver­fü­gung umfasst den gesam­ten Gebäu­de­teil des Han­no­ve­ra­ner Haupt­bahn­hofs ein­schließ­lich der Bahn­stei­ge.

Aus­ge­nom­men sind die Rasch­platz­hal­le sowie die Niki-de-Saint-Phal­le-Pro­me­na­de.

Auch hier soll­ten Rei­sen­de beach­ten, dass das Ver­bot nicht nur den eigent­li­chen Bahn­hofs­ein­gang oder ein­zel­ne Berei­che betrifft, son­dern sich auf den fest­ge­leg­ten Gebäu­de­be­reich ein­schließ­lich der Bahn­stei­ge erstreckt.

Wel­che Gegen­stän­de sind betroffen?

Die Rege­lun­gen bezie­hen sich unter ande­rem auf gefähr­li­che Werk­zeu­ge, Schuss­waf­fen, Schreck­schuss­waf­fen, Hieb‑, Stoß- und Stich­waf­fen sowie Mes­ser aller Art.

Wel­che Aus­nah­men im Ein­zel­fall bestehen, ist der jewei­li­gen All­ge­mein­ver­fü­gung zu entnehmen.

Dar­über hin­aus gel­ten unab­hän­gig von den beson­de­ren Rege­lun­gen an Bahn­hö­fen die all­ge­mei­nen Vor­schrif­ten des deut­schen Waf­fen­rechts. Das Füh­ren bestimm­ter Waf­fen kann ver­bo­ten sein oder eine ent­spre­chen­de behörd­li­che Erlaub­nis voraussetzen.

Die Bun­des­po­li­zei­di­rek­ti­on Han­no­ver weist bei­spiels­wei­se auf die waf­fen­recht­li­chen Rege­lun­gen für Ein­hand­mes­ser sowie auf den Klei­nen Waf­fen­schein für Schreckschuss‑, Reiz- und Signal­waf­fen hin.

Ver­stö­ße kön­nen Kon­se­quen­zen haben

Die Ein­hal­tung der All­ge­mein­ver­fü­gun­gen wird durch Ein­satz­kräf­te der Bun­des­po­li­zei überwacht.

Wer gegen ein gel­ten­des Mit­führ­ver­bot ver­stößt, muss mit ver­schie­de­nen Maß­nah­men rech­nen. Dazu kön­nen unter ande­rem ein Platz­ver­weis, ein Bahn­hofs­ver­bot bezie­hungs­wei­se Haus­ver­bot oder ein Beför­de­rungs­aus­schluss gehören.

Dar­über hin­aus kann unab­hän­gig von einem mög­li­chen Straf- oder Ord­nungs­wid­rig­kei­ten­ver­fah­ren nach dem Waf­fen­ge­setz (WaffG) auch die Erhe­bung eines Zwangs­gel­des bei unein­sich­ti­gen Per­so­nen mög­lich sein.

Rei­sen­de soll­ten des­halb nicht davon aus­ge­hen, dass ein Gegen­stand auto­ma­tisch mit­ge­führt wer­den darf, nur weil sein Besitz grund­sätz­lich erlaubt ist. Ent­schei­dend kön­nen sowohl die waf­fen­recht­li­chen Vor­schrif­ten als auch die beson­de­ren Rege­lun­gen für den jewei­li­gen Bahn­hof sein.

Bun­des­po­li­zei warnt vor zusätz­li­cher Eskalationsgefahr

Die Bun­des­po­li­zei begrün­det die Maß­nah­men unter ande­rem mit der bun­des­po­li­zei­li­chen Lage. Kör­per­ver­let­zungs­de­lik­te mit Waf­fen und ande­ren gefähr­li­chen Werk­zeu­gen, ins­be­son­de­re mit Mes­sern, sowie das blo­ße Mit­füh­ren ent­spre­chen­der Gegen­stän­de sind nach Anga­ben der Bun­des­po­li­zei deut­lich wahrnehmbar.

Dies kön­ne die Sicher­heit von Bahn­rei­sen­den und der Bevöl­ke­rung beeinflussen.

Die Bun­des­po­li­zei weist außer­dem dar­auf hin, dass Waf­fen – auch wenn sie zur Selbst­ver­tei­di­gung mit­ge­führt wer­den – eine trü­ge­ri­sche Sicher­heit ver­mit­teln kön­nen. Sie kön­nen nach Anga­ben der Behör­de die eige­ne Risi­ko­be­reit­schaft erhö­hen und zu einer Eska­la­ti­on beitragen.

Auch dees­ka­lie­ren­de Tech­ni­ken und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­stra­te­gien kön­nen dadurch in den Hin­ter­grund treten.

Für Hel­fer und Poli­zei­kräf­te kann eine Situa­ti­on zusätz­lich erschwert wer­den, wenn meh­re­re Per­so­nen Waf­fen oder gefähr­li­che Gegen­stän­de bei sich tra­gen. Dann kann es schwie­ri­ger sein, zu erken­nen, wer Täter und wer Opfer ist.

Eine wei­te­re Gefahr besteht dar­in, dass eine Waf­fe dem Trä­ger abge­nom­men und anschlie­ßend gegen ihn selbst ein­ge­setzt wer­den könnte.

Der Ein­satz von Waf­fen kann zudem schnell zu lebens­be­droh­li­chen Ver­let­zun­gen füh­ren und erheb­li­che straf­recht­li­che und finan­zi­el­le Fol­gen haben.

Beson­ders bei Umstie­gen auf die Rege­lun­gen achten

Für Bahn­rei­sen­de ist vor allem wich­tig: Wer wäh­rend einer Fahrt meh­re­re grö­ße­re Bahn­hö­fe pas­siert, soll­te die jewei­li­gen Rege­lun­gen berücksichtigen.

Das betrifft bei­spiels­wei­se Rei­sen­de aus Ost­fries­land und dem nörd­li­chen Ems­land, die auf dem Weg nach Ham­burg oder Han­no­ver über Bre­men fah­ren oder dort umsteigen.

Auch wenn ein Bahn­hof ledig­lich für einen kur­zen Auf­ent­halt genutzt wird, gel­ten die jewei­li­gen Rege­lun­gen inner­halb des fest­ge­leg­ten Geltungsbereichs.

Wer bei­spiels­wei­se in Bre­men umsteigt und anschlie­ßend nach Ham­burg oder Han­no­ver wei­ter­fährt, soll­te daher nicht nur die Rege­lun­gen am Ziel­bahn­hof berücksichtigen.

Was soll­ten Rei­sen­de beachten?

Wer einen der genann­ten Bahn­hö­fe ansteu­ert, soll­te sich vor Rei­se­be­ginn über die jeweils aktu­el­le All­ge­mein­ver­fü­gung und deren Gel­tungs­be­reich informieren.

Im Zwei­fel soll­te auf das Mit­füh­ren von Mes­sern oder ande­ren gefähr­li­chen Gegen­stän­den ver­zich­tet wer­den, sofern die­se nicht aus­drück­lich von einer gel­ten­den Aus­nah­me erfasst sind.

Auch bei Gegen­stän­den, die aus beruf­li­chen oder all­täg­li­chen Grün­den mit­ge­führt wer­den, soll­te geprüft wer­den, ob deren Mit­füh­ren im jewei­li­gen Gel­tungs­be­reich zuläs­sig ist.

Ent­schei­dend ist dabei nicht allein, ob ein Gegen­stand grund­sätz­lich legal erwor­ben oder beses­sen wer­den darf. Auch das Füh­ren und Mit­füh­ren an einem bestimm­ten Ort kann beson­de­ren gesetz­li­chen oder behörd­li­chen Ein­schrän­kun­gen unterliegen.

Schrill­alarm als mög­li­che Alternative

Die Poli­zei weist dar­auf hin, dass Men­schen in Gefah­ren­si­tua­tio­nen bei­spiels­wei­se einen Schrill­alarm bezie­hungs­wei­se Taschen­alarm nut­zen kön­nen, um auf sich auf­merk­sam zu machen.

Beim Aus­lö­sen ertönt ein lau­ter, schril­ler Ton. Dadurch kön­nen Per­so­nen in der Umge­bung auf eine Gefah­ren­si­tua­ti­on auf­merk­sam werden.

Das Ziel ist, dass ein mög­li­cher Täter ange­sichts wei­te­rer Zeu­gen von einer Tat ablässt.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Ver­hal­tens­tipps zu unter­schied­li­chen Gefah­ren­si­tua­tio­nen bie­tet die Poli­zei über ihre Inter­net­sei­te Poli­zei-Bera­tung an.

Für Bahn­rei­sen­de im Okto­ber beson­ders wichtig

Wer im Okto­ber 2026 mit der Bahn unter­wegs ist und Bre­men, Ham­burg oder Han­no­ver ansteu­ert, soll­te sich vor der Rei­se über die jeweils gel­ten­den Waf­fen- und Mes­ser­ver­bo­te informieren.

In Bre­men gilt das ver­län­ger­te Mit­führ­ver­bot am Haupt­bahn­hof vom 1. bis ein­schließ­lich 31. Okto­ber 2026. In Ham­burg sind neben dem Haupt­bahn­hof auch die Bahn­hö­fe Alto­na, Har­burg, Ber­ge­dorf und Damm­tor vom fest­ge­leg­ten Gel­tungs­be­reich betrof­fen. In Han­no­ver umfasst der Gel­tungs­be­reich den Haupt­bahn­hof ein­schließ­lich der Bahn­stei­ge, wobei die Rasch­platz­hal­le und die Niki-de-Saint-Phal­le-Pro­me­na­de aus­ge­nom­men sind.

Für Fahr­gäs­te bedeu­tet das: Vor allem bei län­ge­ren Bahn­rei­sen und Umstie­gen soll­ten die jewei­li­gen ört­li­chen Rege­lun­gen beach­tet werden.

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Jugend­feu­er­wehr Wee­ner: Neun Jugend­li­che erhal­ten die Leistungsspange

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Grup­pen­fo­to der erfolg­rei­chen Jugend­li­chen gemein­sam mit eini­gen ihrer Betreu­er und Jugend­feu­er­wehr­war­te. Foto: Joa­chim Rand

Neun Jugend­feu­er­wehr­mit­glie­der aus Wee­ner erhal­ten die Leistungsspange

Erfolg­rei­che Prü­fung in Witt­mund – Nach­wuchs beweist Team­geist und Können

Ein beson­de­rer Erfolg für den Feu­er­wehr­nach­wuchs aus dem Stadt­ge­biet Wee­ner: Neun Mit­glie­der der Jugend­feu­er­weh­ren haben am Sonn­tag, 27. Sep­tem­ber 2026, die begehr­te Leis­tungs­span­ge der Deut­schen Jugend­feu­er­wehr (DJF) erfolg­reich erworben.

Die anspruchs­vol­le Prü­fung fand in Witt­mund statt. Die Leis­tungs­span­ge gilt als eine der höchs­ten bun­des­weit aner­kann­ten Aus­zeich­nun­gen, die Jugend­li­che inner­halb der Deut­schen Jugend­feu­er­wehr errei­chen kön­nen. Für die jun­gen Feu­er­wehr­leu­te bedeu­tet das erfolg­rei­che Bestehen einen wich­ti­gen Mei­len­stein auf ihrem wei­te­ren Weg in der Feuerwehr.

Zu den erfolg­rei­chen Absol­ven­ten gehö­ren Jan­nick Weiß, Nele Bat­ter­mann, Emi­ly Fri­cke, Lot­ta Schei­bel, Lenn­art Sap, Lea Yzer, Ben­te Krom­min­ga, Las­se Schu­bert und Nils Sant­jer.

Fünf Dis­zi­pli­nen for­der­ten die Jugendlichen

Für die Prü­fung muss­ten die Jugend­li­chen als Grup­pe gleich meh­re­re unter­schied­li­che Auf­ga­ben bewäl­ti­gen. Auf dem Pro­gramm stan­den ein 1500-Meter-Staf­fel­lauf, eine Schnel­lig­keits­übung, der feh­ler­freie Auf­bau eines Lösch­an­griffs, Kugel­sto­ßen sowie eine münd­li­che Theo­rie­prü­fung.

Dabei waren nicht nur sport­li­che Leis­tun­gen und feu­er­wehr­tech­ni­sches Wis­sen gefragt. Eine zen­tra­le Rol­le spiel­te ins­be­son­de­re das Zusam­men­spiel inner­halb der Grup­pe. Die Jugend­li­chen muss­ten zei­gen, dass sie sich auf­ein­an­der ver­las­sen kön­nen, Auf­ga­ben gemein­sam bewäl­ti­gen und auch unter Prü­fungs­be­din­gun­gen als Mann­schaft funktionieren.

Team­leis­tung steht im Mittelpunkt

Die Leis­tungs­span­ge stellt hohe Anfor­de­run­gen an die Teil­neh­mer. Vor­aus­set­zung für die Teil­nah­me ist unter ande­rem ein Min­dest­al­ter von 15 Jah­ren sowie eine min­des­tens ein­jäh­ri­ge Mit­glied­schaft in der Jugend­feu­er­wehr.

Im Mit­tel­punkt steht dabei bewusst nicht allein die Leis­tung des Ein­zel­nen. Ent­schei­dend ist viel­mehr die geschlos­se­ne Mann­schafts­leis­tung. Genau die­sen Team­geist und ihr Kön­nen konn­ten die neun Jugend­li­chen aus Wee­ner bei der Prü­fung in Witt­mund unter Beweis stellen.

Mit ihrem erfolg­rei­chen Abschluss haben Jan­nick Weiß, Nele Bat­ter­mann, Emi­ly Fri­cke, Lot­ta Schei­bel, Lenn­art Sap, Lea Yzer, Ben­te Krom­min­ga, Las­se Schu­bert und Nils Sant­jer einen wich­ti­gen Grund­stein für ihre wei­te­re Feu­er­wehr­lauf­bahn gelegt.

Der Erfolg zeigt zugleich, wie enga­giert der Feu­er­wehr­nach­wuchs im Stadt­ge­biet Wee­ner ist und wel­chen Stel­len­wert eine gute Nach­wuchs­ar­beit für die Zukunft der Feu­er­weh­ren hat.

 

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Allgemein

Sir­ke Sie­bens aus Holt­land wird neu­er Regie­rungs­brand­meis­ter für Ostfriesland

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Sir­ke Sie­bens (6. v. l.) über­nimmt zum 1. Okto­ber 2026 das Amt des Regie­rungs­brand­meis­ters und tritt damit die Nach­fol­ge von Erwin Rei­ners an, der nach sechs Jah­ren Amts­zeit fei­er­lich ver­ab­schie­det wurde.

Sir­ke Sie­bens aus Holt­land zum neu­en Regie­rungs­brand­meis­ter ernannt

Ver­ant­wor­tung für 170 Feu­er­weh­ren in den Land­krei­sen Aurich, Leer und Witt­mund sowie in Emden

Im Rah­men einer Fei­er­stun­de im Feu­er­wehr­haus Wies­moor ist Sir­ke Sie­bens aus Holt­land zum neu­en Regie­rungs­brand­meis­ter ernannt wor­den. Die Ernen­nung erfolg­te mit Wir­kung zum 1. Okto­ber 2026 im Bei­sein der Stadt- und Gemein­de­brand­meis­ter sowie der Brandabschnittsleiter.

Voll­zo­gen wur­de die Ernen­nung durch Nie­der­sach­sens Lan­des­brand­di­rek­tor Die­ter Rohr­berg und Dr. Chris­ti­an Kiel­horn, Prä­si­dent des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­am­tes für Brand- und Kata­stro­phen­schutz (NLBK).

Zu den Gäs­ten der Fei­er­stun­de gehör­ten unter ande­rem Ver­tre­ter der Kom­mu­nen, der Poli­zei, des Tech­ni­schen Hilfs­werks (THW), der Ost­frie­si­schen Land­schaft­li­chen Brand­kas­se sowie wei­te­rer Partnerorganisationen.

Sir­ke Sie­bens über­nimmt ver­ant­wor­tungs­vol­le Führungsaufgabe

Mit der Beru­fung von Sir­ke Sie­bens wird das ver­ant­wor­tungs­vol­le Ehren­amt mit einer erfah­re­nen Füh­rungs­kraft aus dem Land­kreis Leer besetzt. Sie­bens tritt die Nach­fol­ge von Erwin Rei­ners an, der nach sechs Jah­ren Amts­zeit fei­er­lich aus dem Ehren­be­am­ten­ver­hält­nis ver­ab­schie­det wurde.

Als neu­er Regie­rungs­brand­meis­ter über­nimmt Sir­ke Sie­bens künf­tig Ver­ant­wor­tung für ins­ge­samt 170 Feu­er­weh­ren. Sein Zustän­dig­keits­be­reich umfasst die Land­krei­se Aurich, Leer und Witt­mund sowie die kreis­freie Stadt Emden.

Das Amt des Regie­rungs­brand­meis­ters zählt zu den höchs­ten ehren­amt­li­chen Füh­rungs­äm­tern im nie­der­säch­si­schen Feu­er­wehr­we­sen. Ange­sie­delt in der Abtei­lung Brand­schutz des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­am­tes für Brand- und Kata­stro­phen­schutz über­nimmt der Regie­rungs­brand­meis­ter eine wich­ti­ge Schnitt­stel­len­funk­ti­on zwi­schen den ört­li­chen Feu­er­wehr-Ein­satz­lei­tern und dem Land Niedersachsen.

Dar­über hin­aus ist Sie­bens künf­tig auch bei Gesetz­ge­bungs­ver­fah­ren im Bereich des Brand- und Kata­stro­phen­schut­zes ein­ge­bun­den. Hin­zu kom­men umfang­rei­che reprä­sen­ta­ti­ve Aufgaben.

Umfang­rei­che Erfah­rung im Feuerwehrwesen

Für die anspruchs­vol­le Füh­rungs­auf­ga­be bringt Sir­ke Sie­bens einen umfang­rei­chen Erfah­rungs­schatz aus dem Feu­er­wehr­we­sen mit. Vor sei­ner Ernen­nung zum Regie­rungs­brand­meis­ter war er bereits als Gemein­de­brand­meis­ter sowie als stell­ver­tre­ten­der Brand­ab­schnitts­lei­ter tätig.

Auch künf­tig bleibt Sie­bens aktiv in der Kreis­feu­er­wehr Leer. Er führt wei­ter­hin den Gefahr­gut­zug der Kreis­feu­er­wehr Leer als Zug­füh­rer an.

Mit sei­nem Amts­an­tritt zum 1. Okto­ber 2026 über­nimmt Sir­ke Sie­bens damit eine zen­tra­le ehren­amt­li­che Füh­rungs­funk­ti­on für den Brand- und Kata­stro­phen­schutz in der Region.

Ver­ab­schie­dung von Erwin Reiners

Gleich­zei­tig wur­de mit der Fei­er­stun­de Erwin Rei­ners nach einer sechs­jäh­ri­gen Amts­zeit als Regie­rungs­brand­meis­ter aus dem Ehren­be­am­ten­ver­hält­nis verabschiedet.

Foto: Feu­er­wehr

Quel­le: Joa­chim Rand - Pres­se­spre­cher Kreis­feu­er­wehr Leer

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