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Silvesternacht im Landkreis Leer: Feuerwehr kämpft gegen Flammenmeer
Bilanz der Silvesternacht im Landkreis Leer: Feuerwehren im Dauereinsatz
LANDKREIS LEER – Die Silvesternacht 2025/2026 verlief für die Feuerwehren im Landkreis Leer arbeitsreich. Bis in die frühen Morgenstunden mussten die Einsatzkräfte zu insgesamt sieben Bränden ausrücken. Ein Schwerpunkt lag dabei auf brennenden Hecken und Containern.
Schnelles Eingreifen verhindert Schlimmeres
In einer ersten Bilanz (Stand: 03:00 Uhr) meldete die Kreisfeuerwehr Leer ein moderates, aber dennoch forderndes Einsatzaufkommen. Der Fokus der nächtlichen Alarmierungen lag vor allem auf kleineren Bränden, die jedoch durch die dichte Bebauung oder Trockenheit das Potenzial für größere Schäden bargen.
In den Ortschaften Neermoor, Burlage und auf der Insel Borkum mussten die Einsatzkräfte brennende Hecken und Mülleimer löschen. Durch die kurzen Reaktionszeiten der ehrenamtlichen Brandschützer konnten die Flammen jeweils schnell unter Kontrolle gebracht werden, bevor sie auf angrenzende Gebäude oder Sachwerte übergreifen konnten.
Containerbrände und ein Großbrand in Detern
Neben den kleineren Bränden kam es in Bunde und in der Stadt Leer zu Bränden von großen Entsorgungscontainern. Hier standen jeweils 1.000-Liter-Behälter in Flammen, die von der Feuerwehr gelöscht werden mussten.
Der intensivste Einsatz der Nacht ereignete sich jedoch in Detern. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand dort ein Unterstand für Einkaufswagen bereits im Vollbrand. Die Hitzeentwicklung war enorm, doch auch hier gelang es den Kräften, das Feuer effektiv zu bekämpfen und eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
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Keine Verletzten zu beklagen
Trotz der Vielzahl an Brandstellen gibt es eine gute Nachricht: Nach aktuellem Kenntnisstand der Kreisfeuerwehr wurden bei keinem der Einsätze Personen verletzt.
Pressesprecher Joachim Rand betonte die Bedeutung der schnellen Alarmierung und der Einsatzbereitschaft der Wehren, die auch in der Neujahrsnacht für die Sicherheit der Bürger im Landkreis Leer sorgten.
Bericht: Joachim Rand, Pressesprecher Kreisfeuerwehr Leer
Fotos: Feuerwehr
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Silvesterbilanz: Feuerwehren retten Wohnhäuser nach dramatischen Brandereignissen

Neun Einsätze zum Jahreswechsel: Die Silvesterbilanz der Feuerwehren im Landkreis Leer
LANDKREIS LEER – Die Feuerwehren im Landkreis Leer blicken auf eine einsatzreiche Silvesternacht 2025/2026 zurück. Insgesamt neun Mal mussten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte zwischen dem Silvesterabend und dem Neujahrsmorgen ausrücken, um Brände im gesamten Kreisgebiet zu bekämpfen.
Dank des schnellen und entschlossenen Eingreifens der Retter konnten größere Sachschäden an Gebäuden in den meisten Fällen erfolgreich verhindert werden. Besonders positiv: Nach aktuellem Kenntnisstand kamen bei keinem der Einsätze Personen zu Schaden.
Brennende Hecken und Container im gesamten Kreisgebiet
Der Schwerpunkt der Einsätze lag zunächst auf kleineren Bränden, die jedoch aufgrund ihrer Lage gefährlich werden konnten. In den Ortschaften Neermoor, Borkum, Burlage und Ostrhauderfehn mussten die Feuerwehren brennende Hecken löschen. Den Einsatzkräften gelang es in allen Fällen, die Flammen zügig unter Kontrolle zu bringen, bevor diese auf angrenzende Grundstücke oder Gebäude übergreifen konnten.
Zusätzlich wurden die Wehren zu Bränden von Entsorgungsbehältern gerufen:
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In Bunde brannte ein Altkleidercontainer.
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In der Stadt Leer musste eine in Flammen stehende Mülltonne gelöscht werden.
Vollbrand in Detern
Ein deutlich intensiverer Einsatz entwickelte sich in Detern. Dort war ein Unterstand für Einkaufswagen in Brand geraten. Als die ersten Einsatzkräfte an der Einsatzstelle eintrafen, stand die gesamte Konstruktion bereits in Vollbrand. Die Feuerwehr leitete umgehend einen Löschangriff ein, konnte das Feuer schnell unter Kontrolle bringen und so eine weitere Ausdehnung auf die Umgebung verhindern.
Dramatische Morgenstunden: Wohnhaus-Rettung in Kleinoldendorf und Ostrhauderfehn
Auch nachdem die eigentlichen Feierlichkeiten zum Jahreswechsel abgeklungen waren, rissen die Alarmierungen nicht ab. Der Morgen des Neujahrstages forderte die Feuerwehren erneut massiv heraus:
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07:00 Uhr – Kleinoldendorf (Uplengen): In der Gemeinde Uplengen geriet eine Doppelgarage in Brand. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand das Objekt bereits vollständig in Flammen. Da die Garage direkt an ein Wohnhaus grenzte, bestand höchste Gefahr. Durch einen massiven Löscheinsatz gelang es den Kräften jedoch, ein Übergreifen des Feuers auf das Wohngebäude erfolgreich zu verhindern.
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07:20 Uhr – Ostrhauderfehn: Fast zeitgleich kam es an der Hauptstraße in Ostrhauderfehn zu einem gefährlichen Zwischenfall. Eine Hecke brannte auf einer Länge von rund 20 Metern – unmittelbar an einem Wohnhaus. Auch hier verhinderte das schnelle Eingreifen der Feuerwehr Schlimmeres und rettete das Gebäude vor den Flammen.
Die Bilanz zeigt erneut, wie unverzichtbar die Einsatzbereitschaft der ehrenamtlichen Feuerwehrleute im Landkreis Leer ist, die auch in der Neujahrsnacht für die Sicherheit der Bürger bereitstanden.
Fotos: Feuerwehr — Joachim Rand — Pressesprecher Kreisfeuerwehr Leer
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Silvester-Bilanz: Zwischenfalle, Brände und Verletzte in der Region
Sicherheit im Fokus: Polizei begleitete Silvesterfeierlichkeiten in Leer
Der Jahreswechsel in der Leeraner Innenstadt wurde intensiv durch Einsatzkräfte begleitet. Ein besonderer Schwerpunkt lag am Hafen, dem Ernst-Reuter-Platz sowie dem Denkmalplatz und Mühlenstraße. Um die Sicherheit während der Feuerwerke zu gewährleisten, war die Polizei an diesen belebten Knotenpunkten permanent vor Ort präsent und sorgte für einen geordneten Ablauf der Feierlichkeiten. Foto: Ingo Tonsor @LeserECHO
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POL-LER: Pressemitteilung der Polizeiinspektion Leer/Emden für Neujahr, 01.01.2026
Streitigkeiten nach fehlgeleiteter Feuerwerksrakete++Brand nahe eines Einkaufzentrums++Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern++Verkehrsunfall mit/durch Trunkenheit
Emden — Streitigkeiten nach fehlgeleiteter Feuerwerksrakete
Kurz nach Mitternacht des Jahreswechsels kam es im Taxusweg zu Streitigkeiten und einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen ca. 10 Personen. Hintergrund war, dass eine Feuerwerksrakete fehlgeleitet in eine Personengruppe flog und sich dort entzündete. Hierdurch wurde zwar niemand verletzt, jedoch kam es im Anschluss zwischen den beiden Gruppen zu der Auseinandersetzung. Letztlich wurden im Ergebnis 8 Personen leicht verletzt, vier davon mussten zur Behandlung ihrer Verletzungen ins Krankenhaus.
Detern — Brand nahe eines Einkaufzentrums
Am Altjahresabend kam es gegen 18:45 Uhr zu einem Brand eines Einkaufswagenstandes, Fahrradstandes und eines Papiercontainers beim Einkaufszentrum am Gasteweg. Ursächlich war wohl zunächst der Brand eines Werbeplakates, dass dann auf die oben genannten Stände/Container übergriff. Der Markt selber wurde durch die Brandzehrung in Mitleidenschaft gezogen, die Feuerwehr konnte aber ein Übergreifen verhindern. Die Ursache des Brandes ist noch nicht geklärt, die Ermittlungen wurden aufgenommen. Die Schadenshöhe kann noch nicht genau beziffert werden.
Borkum/Emden — Unsachgemäßer Umgang mit Feuerwerkskörpern
Auf Borkum mussten die Polizeibeamten auf der Promenade Jan-Berghaus-Straße kurz nach Mitternacht des Jahreswechsels einen unsachgemäßen und gefährlichen Umgang mit einem Feuerwerkskörper aufnehmen. Ein 62-jähriger Mann aus Borkum hatte einen Böller in einer Menschenmenge gezündet, in deren Folge ein 13-jähriges Kind aus Lüdenscheid am Fuß leicht verletzt wurde.
In Emden kam es kurz vor dem Jahreswechsel auf dem Neuen Markt zu einem nahezu gleichgelagerten Sachverhalt. Dort entzündete sich nahe von Polizeibeamten und Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes, die sich in einer Personenkontrolle befanden, ein Feuerwerkskörper. Ob dieses gewollt oder aus Versehen geschehen ist, muss noch ermittelt werden. Ein Verursacher ist zurzeit nicht bekannt, verletzt wurde zum Glück niemand.
Weener — Verkehrsunfall mit/durch Trunkenheit
Kurz nach 21 Uhr des Altjahresabend kam ein 30-jähriger Pkw-Führer aus Weener auf der Dieler Straße in Fahrtrichtung Rhede mit seinem Pkw von der Fahrbahn ab und prallte gegen einen Baum. Bei der Aufnahme des Unfalles mussten die Polizeibeamten bei dem unverletzt gebliebenen Fahrzeugführer eine starke Alkoholisierung feststellen. Ein Vortest ergab ein Ergebnis von 1,6 Promille. Eine Blutentnahme wurde durchgeführt und der Führerschein sichergestellt. Der Pkw wurde schwer beschädigt, war nicht mehr fahrbereit und musste geborgen werden.
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Sicher ins neue Jahr: So vermeiden Sie Unfälle an Silvester!
Sicherheit an Silvester: Feuerwehr und Brandkasse warnen vor unterschätzten Gefahren
Ostfriesland. Wenn um Mitternacht das neue Jahr begrüßt wird, verwandelt sich der Himmel über Ostfriesland in ein buntes Lichtermeer. Doch die Freude an der Pyrotechnik hat oft eine Schattenseite: Schwere Augenverletzungen, Verbrennungen, Hörschäden oder sogar abgetrennte Finger sind jedes Jahr traurige Bilanz der Silvesternacht. Damit es gar nicht erst so weit kommt, geben der Feuerwehrverband Ostfriesland und die Ostfriesische Landschaftliche Brandkasse wichtige Sicherheitstipps.
„Kein Vergnügen ohne Vorsicht“
Friedhelm Tannen (Präsident) und Rainer Nagel (Sprecher) vom Feuerwehrverband sowie Signe Foetzki und Tammo Keck von der Brandkasse appellieren gemeinsam an die Vernunft der Bürger: „Bei allem Vergnügen bitten wir Sie, regionale Beschränkungen zu beachten und die Gefahren nicht zu unterschätzen.“ Oft führen Leichtsinn oder unsachgemäßer Umgang zu schweren Unfällen.
Die wichtigsten Regeln für den Umgang mit Feuerwerk:
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Zulassung prüfen: Nur Feuerwerk mit offizieller CE-Kennzeichnung und BAM-Zulassung kaufen. Finger weg von Billigimporten oder selbst gebastelten Böllern!
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Standsicherheit: Raketen niemals aus der Hand zünden. Nutzen Sie standsichere Rohre oder leere Flaschen in einem Getränkekasten.
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Abstand halten: Zünden Sie Feuerwerk nur im Freien und halten Sie großen Sicherheitsabstand zu Menschen, Tieren und Gebäuden.
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Blindgänger liegen lassen: Feuerwerkskörper, die nicht gezündet haben, niemals erneut entzünden oder aufheben.
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Kein Feuerwerk in Kinderhände: Auch „Jugendfeuerwerk“ sollte nur unter Aufsicht von Erwachsenen verwendet werden. Bewahren Sie Böller für Kinder unerreichbar auf.
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Alkoholisierte Personen: Wer getrunken hat, sollte die Finger vom Feuerzeug lassen.
Schutz für Haus, Hof und Tiere
Nicht nur Menschen sind gefährdet. Brennbare Materialien auf Balkonen oder Terrassen sollten vor Silvester weggeräumt werden. Türen und Fenster müssen geschlossen bleiben (auch nicht auf Kipp!), damit keine verirrten Raketen ins Haus gelangen können.
Besonderes Augenmerk gilt den Tieren: „Denken Sie daran, dass Tiere ein viel sensibleres Gehör haben als wir“, betont Signe Foetzki. Haustiere sollten in der Silvesternacht im Haus bleiben, um Panikreaktionen zu vermeiden.
Einsatzkräfte unterstützen, nicht behindern
Für die Feuerwehren ist Silvester eine Zeit extremer Anspannung. Rainer Nagel berichtet von gefährlichen Erfahrungen: „Leider wurden Einsatzkräfte und Fahrzeuge schon mit Pyrotechnik beschossen. Bitte behindern Sie unsere Arbeit nicht!“ Er rät zudem, Löschmittel wie Gartenschläuche oder Feuerlöscher bereitzuhalten. Im Ernstfall gilt: Notruf 112 wählen.
Versicherungsschutz: Wer zahlt bei Schäden?
Trotz aller Vorsicht können Schäden entstehen. Hier greifen verschiedene Versicherungen:
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Hausratversicherung: Ersetzt Schäden an Möbeln und Einrichtung durch Feuer.
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Wohngebäudeversicherung: Zuständig für Schäden am Gebäude selbst.
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Haftpflichtversicherung: Zahlt, wenn Gäste oder Kinder Schäden an fremdem Eigentum verursachen.
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Teilkasko: Springt ein, wenn Autos durch Raketen in Brand geraten.
„Silvesterunfälle können leider bis zur Invalidität führen“, gibt Tammo Keck zu bedenken. Hier hilft eine private Unfallversicherung – doch Vorsicht bleibt der beste Schutz.
Friedhelm Tannen, Rainer Nagel, Signe Foetzki und Tammo Keck sind sich einig:
Anzeige„Wir wollen nicht als Bedenkenträger, Spaßverderber oder Besserwisser auftreten. Wir wünschen uns nur, dass das neue Jahr gut und vor allem gesund für alle Bürgerinnen und Bürger startet!“
























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