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Abitur 2021: Schrift­li­che Prü­fun­gen begin­nen am Montag.

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Kul­tus­mi­nis­ter Ton­ne drückt rund 32.000 Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten die Daumen

Für rund 32.000 Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten in Nie­der­sach­sen begin­nen am Mon­tag (19.04.2021) die Abschluss­prü­fun­gen. Die lan­des­weit ein­heit­li­chen schrift­li­chen Prü­fun­gen begin­nen im Fach Geschich­te, die letz­te Klau­sur wird am Diens­tag, dem 11.05.2021, in Phy­sik geschrieben.

 

Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne drückt dem Abitur­jahr­gang 2021 die Dau­men und wünscht viel Erfolg für die jetzt begin­nen­de Prü­fungs­pha­se: „Die Abitur­prü­fun­gen ste­hen in die­sem Jahr erneut in einem beson­de­ren Licht und wer­den den Schü­le­rin­nen und Schü­lern auf­grund der Coro­na-Kri­se viel abver­lan­gen. Ich bin aber sehr zuver­sicht­lich, dass die Prüf­lin­ge auch in die­sem Jahr gute Leis­tun­gen erbrin­gen wer­den und sich ihre Anstren­gun­gen aus­zah­len wer­den”, so Tonne.

 

Die Prü­fun­gen fin­den lan­des­weit an etwa 450 Gym­na­si­en, Inte­grier­ten Gesamt­schu­len, Koope­ra­ti­ven Gesamt­schu­len, Beruf­li­chen Gym­na­si­en, Frei­en Wal­dorf­schu­len, Abend­gym­na­si­en und Kol­legs statt. Jede Schü­le­rin und jeder Schü­ler absol­viert schrift­li­che Prü­fun­gen in vier Fächern (davon drei in einem Fach mit erhöh­tem Anforderungsniveau).

 

Seit 2006 gibt es in Nie­der­sach­sen das Zen­tral­ab­itur. Zum 16. Mal wer­den daher in die­sem Jahr den Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten ein­heit­li­che schrift­li­che Prü­fungs­auf­ga­ben gestellt. Die Auf­ga­ben ent­spre­chen den Stan­dards, die die Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz (KMK) fest­ge­legt hat und den soge­nann­ten fach­be­zo­ge­nen Ein­heit­li­chen Prü­fungs­an­for­de­run­gen in der Abitur­prü­fung (EPA). „Die Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten legen auch in die­sem Jahr Prü­fun­gen ohne Abstri­che ab. Nie­mand muss die Sor­ge haben, das Abitur 2021 sei weni­ger wert als frü­he­re Abschlüs­se”, so Ton­ne, dar­auf haben wir uns auf Ebe­ne der Kul­tus­mi­nis­ter­kon­fe­renz verständigt.”

Seit 2017 gel­ten bun­des­ein­heit­li­che Bil­dungs­stan­dards für die All­ge­mei­ne Hoch­schul­rei­fe in den Fächern Deutsch, Eng­lisch, Mathe­ma­tik und der fort­ge­führ­ten Fremd­spra­che Fran­zö­sisch. Grund­la­ge für die schrift­li­chen Abitur­prü­fun­gen sind neben die­sen Stan­dards die jeweils gül­ti­gen nie­der­säch­si­schen Kerncurricula.

 

Um mög­li­che Lern­rück­stän­den durch pan­de­mie­be­ding­te Ein­schrän­kun­gen in der Vor­be­rei­tungs­zeit auf­zu­fan­gen, wur­den — wie im Vor­jahr bereits — fach­be­zo­ge­ne Hin­wei­se und the­ma­ti­sche Schwer­punk­te über­ar­bei­tet. Nicht prü­fungs­re­le­van­te Kom­pe­ten­zen sowie ent­spre­chen­de The­men und Unter­richts­in­hal­te der Qua­li­fi­ka­ti­ons­pha­se wur­den semes­ter­be­zo­gen iden­ti­fi­ziert und ange­passt. Die zen­tra­len Prü­fungs­auf­ga­ben wur­den ent­spre­chend ange­passt und eine Aus­wahl­mög­lich­keit durch die Schu­le aus zusätz­li­chen Auf­ga­ben geschaffen.

 

Für die Abi-Prü­fun­gen 2021 gel­ten dar­über hin­aus beson­de­re Hygie­ne­vor­ga­ben und Regeln bezüg­lich der Testpflicht:

Abge­grenz­te Prü­fungs­räu­me, Per­so­nen­lis­ten, Mas­ken­pflicht, Min­dest­ab­stän­de und vor­ge­ge­be­ne Wege zu Toi­let­ten sind nur eini­ge kon­kre­te Regeln für die Abitur­prü­fung. Wei­te­re Details kön­nen sie der bei­gefüg­ten Datei „Hin­wei­se zur Hygie­ne bei Durch­füh­rung der Abschluss- und Abitur­prü­fun­gen im Schul­jahr 2020/2021” entnehmen.

Zudem ist bei münd­li­chen sowie schrift­li­chen Abitur­prü­fun­gen kein nega­ti­ves Test­ergeb­nis oder eine ärzt­li­che Beschei­ni­gung über das Nicht­vor­lie­gen einer Infek­ti­on oder ein ander­wei­ti­ges aktu­el­les Test­ergeb­nis erfor­der­lich. Die Prü­fun­gen sind unter Ein­hal­tung der bestehen­den Hygie­ne­re­geln durch­zu­füh­ren. Schü­le­rin­nen und Schü­ler, die der Nach­weis­pflicht nicht nach­kom­men, haben nach Been­di­gung der schrift­li­chen Arbeit das Schul­ge­län­de wie­der zu ver­las­sen. Dazu Minis­ter Ton­ne: „Auf die­sem Weg kön­nen wir allen Abitu­ri­en­tin­nen und Abitu­ri­en­ten die Mög­lich­keit geben, an den Prü­fun­gen, auf die sie lan­ge hin­ge­ar­bei­tet haben, teil­zu­neh­men. Zugleich appel­lie­re ich den­noch an alle Teil­neh­men­den drin­gend, die bestehen­den Test­an­ge­bo­te durch die Schu­le auch vor den Prü­fun­gen wahr­zu­neh­men, damit alle mit einem guten Gefühl in ihre Prü­fun­gen gehen können.”


 

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Die Abitur­ter­mi­ne 2021

Mo       19.04.          Geschichte

Di         20.04.          Kunst, 1. Prü­fungs­fach an Beruf­li­chen Gym­na­si­en (Ernäh­rung, Betriebs­wirt­schaft mit Rech­nungs­we­sen-Con­trol­ling, Gesund­heit-Pfle­ge, Pädagogik-Psychologie)

Mi        21.04.          Chemie

Do        22.04.          Ev. Reli­gi­on, Kath. Reli­gi­on, Wer­te und Normen

Fr         23.04.          Englisch

Mo       26.04.          Biologie

Di         27.04.          Latein, 2. Prü­fungs­fach an Beruf­li­chen Gym­na­si­en (Volks­wirt­schaft, Betriebs- und Volkswirtschaft)

Mi        28.04.          Französisch

Do        29.04.          Erdkunde

Fr         30.04.          Deutsch

Mo       03.05.          Politik-Wirtschaft

Di         04.05.          Mathematik

Mi        05.05.          Musik

Do        06.05.          Sport, Informatik

Fr         07.05.          Spa­nisch, Griechisch

Di         11.05.          Physik

 

Nach­schreib­ter­min in den schrift­li­chen Prü­fungs­fä­chern: 17.05. — 09.06.2021

Ter­mi­ne der münd­li­chen Prü­fun­gen: 17.05. — 02.06.2021

Münd­li­che Nach­prü­fun­gen in den schrift­li­chen Prü­fungs­fä­chern: 28.06. — 30.06.2021

Aus­ga­be der Abitur­zeug­nis­se: Im Zeit­raum 01.07. — 03.07.2021

 

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zum Zen­tral­ab­itur gibt es online unter www.gosin.de > Zentralabitur


 

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Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line zwi­schen Gro­nin­gen und Leer fährt wieder

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Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line ver­bin­det Leer und Gro­nin­gen wieder

Wee­ner. Nach fast elf Jah­ren Unter­bre­chung ist die Frie­sen­brü­cke über die Ems wie­der für den Bahn­ver­kehr frei­ge­ge­ben. Mit einer Son­der­fahrt wur­de am Don­ners­tag, 1. Okto­ber 2026, die neue Ver­bin­dung zwi­schen Gro­nin­gen und Leer offi­zi­ell eröff­net. Ab Mon­tag, 5. Okto­ber, sol­len die regu­lä­ren Per­so­nen­zü­ge wie­der grenz­über­schrei­tend verkehren.

Die Wie­der­eröff­nung mar­kiert einen wich­ti­gen Schritt für die soge­nann­te Wun­der­line zwi­schen Gro­nin­gen, Leer und künf­tig Bre­men. Die rund 173 Kilo­me­ter lan­ge Ver­bin­dung soll die Nie­der­lan­de und Deutsch­land bes­ser mit­ein­an­der ver­knüp­fen und ins­be­son­de­re für Pend­ler, Stu­die­ren­de, Arbeit­neh­mer und Tou­ris­ten eine wich­ti­ge grenz­über­schrei­ten­de Ver­bin­dung darstellen.

Ste­phan Christ: „Nach fast elf Jah­ren ist die Frie­sen­brü­cke end­lich fertig“

Zur Eröff­nung äußer­te sich Ste­phan Christ, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on, erfreut über die Wie­der­auf­nah­me des Zugverkehrs.

Christ bezeich­ne­te die Fer­tig­stel­lung nach fast elf Jah­ren als wich­ti­gen Schritt. Damit sei die Stre­cke für den inter­na­tio­na­len Zug­ver­kehr zwi­schen den Nie­der­lan­den und Deutsch­land wie­der befahr­bar. Der Zer­stö­rung der alten Brü­cke durch einen Frach­ter im Dezem­ber 2015 sei eine jah­re­lan­ge Unter­bre­chung mit meh­re­ren Ver­zö­ge­run­gen gefolgt.

Umso grö­ßer sei die Freu­de dar­über, dass die Wun­der­line nun wie­der durch­gän­gig fah­ren könne.

Beson­ders hob Christ auch die neue Bedeu­tung der Brü­cke für den Fuß- und Rad­ver­kehr her­vor. Die­ser wer­de nicht mehr ledig­lich gedul­det, son­dern habe nun offi­zi­ell einen eige­nen Platz auf der Brü­cke. Neben der Bahn­tras­se befin­det sich ein 2,5 Meter brei­ter Fuß- und Rad­weg. Das Land Nie­der­sach­sen habe des­sen Bau mit mehr als sechs Mil­lio­nen Euro gefördert.

Gleich­zei­tig rich­tet Christ den Blick bereits auf die nächs­te Auf­ga­be. Nun sei der Bund am Zug. Die Stre­cke zwi­schen Olden­burg und Leer müs­se aus­ge­baut wer­den, damit die Züge wie geplant künf­tig bis Bre­men durch­fah­ren könnten.

 

 

Foto: Ste­phan Christ (links) und Tammo Len­ger — Foto­nach­weis: privat

Tammo Len­ger: „Ein ech­ter Mei­len­stein für die Region“

Auch Tammo Len­ger, Frak­ti­ons­vor­sit­zen­der der Grü­nen-Kreis­tags­frak­ti­on Leer, bezeich­net die Wie­der­eröff­nung als bedeu­ten­den Tag für die Region.

Für die Men­schen vor Ort sei die Frei­ga­be ein ech­ter Mei­len­stein. Über zehn Jah­re hät­ten Anwoh­ner und Pend­ler mit Umwe­gen, Ersatz­ver­keh­ren und Unsi­cher­heit leben müssen.

Ursprüng­lich war die Wie­der­auf­nah­me des Zug­ver­kehrs bereits für Ende 2024 vor­ge­se­hen. Die Eröff­nung wur­de jedoch mehr­fach ver­scho­ben. Umso wich­ti­ger sei es nun, dass die­ses Kapi­tel abge­schlos­sen wer­den könne.

Len­ger betont zudem die euro­päi­sche Bedeu­tung der Ver­bin­dung. Die Wie­der­eröff­nung sei ein wich­ti­ges Zei­chen für Euro­pa, weil die Bahn­stre­cke Men­schen und Regio­nen über die deutsch-nie­der­län­di­sche Gren­ze hin­weg mit­ein­an­der verbinde.

Bahn­hof Ihr­ho­ve wie­der in Betrieb

Mit der Wie­der­auf­nah­me der Ver­bin­dung gibt es eine wei­te­re wich­ti­ge Neue­rung für die Regi­on: Der Bahn­hof Ihr­ho­ve wird nach mehr als fünf Jahr­zehn­ten wie­der als Halt genutzt. Nach Anga­ben von Len­ger stärkt dies den länd­li­chen Raum spürbar.

Gleich­zei­tig sieht er wei­te­ren Hand­lungs­be­darf. Der Bahn­hof in Ihr­ho­ve müs­se zusätz­lich an den RE15 in Rich­tung Müns­ter ange­bun­den werden.

Die Reak­ti­vie­rung des Bahn­hofs Ihr­ho­ve gehört zu den Maß­nah­men im Zuge der Wie­der­auf­nah­me des grenz­über­schrei­ten­den Bahn­ver­kehrs. Auch der Bahn­hof Bun­de wur­de für die neue Ver­bin­dung reaktiviert.

Frie­sen­brü­cke nach Unfall 2015 kom­plett neu gebaut

Die neue Frie­sen­brü­cke war not­wen­dig gewor­den, nach­dem das Fracht­schiff „Ems­moon“ am 3. Dezem­ber 2015 mit der dama­li­gen Klapp­brü­cke kol­li­diert und die­se schwer beschä­digt hat­te. Der Bahn­ver­kehr zwi­schen Leer und Gro­nin­gen war dar­auf­hin für fast elf Jah­re unterbrochen.

Die neue Kon­struk­ti­on ist eine tech­nisch auf­wen­di­ge Hub-Dreh­brü­cke und gilt als größ­te Eisen­bahn-Hub-Dreh­brü­cke Euro­pas. Neben der Bahn­stre­cke ver­fügt sie über den neu­en Fuß- und Rad­weg sowie eine sepa­ra­te Dienst- und Rettungsroute.

Für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer war die neue Brü­cke bereits im Sep­tem­ber 2025 frei­ge­ge­ben wor­den. Seit dem 1. Okto­ber 2026 ist nun auch die wich­ti­ge Bahn­ver­bin­dung wie­der hergestellt.

Regu­lä­rer Zug­ver­kehr star­tet am 5. Oktober

Die offi­zi­el­le Eröff­nung erfolg­te zunächst mit einer Son­der­fahrt. Ab Mon­tag, 5. Okto­ber 2026, sol­len wie­der regu­lä­re Per­so­nen­zü­ge zwi­schen Gro­nin­gen und Leer verkehren.

Damit ist ein ent­schei­den­der Abschnitt der Wun­der­line abge­schlos­sen. Für einen voll­stän­di­gen Aus­bau der Ver­bin­dung bis Bre­men sind jedoch wei­te­re Maß­nah­men erforderlich.

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Sil­via Sin­ning begeis­tert in Jem­gum: Song­poe­tin sorgt für Stan­ding Ovations

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Song­poe­tin Sil­via Sin­ning begeis­tert Publi­kum im Bür­ger­haus Jemgum

Jem­gum. Am Sams­tag, 26. Sep­tem­ber, wur­de das Bür­ger­haus Jem­gum zum Schau­platz eines beson­de­ren Kon­zert­abends. Um 19.30 Uhr füll­te sich der Saal zuse­hends mit Besu­che­rin­nen und Besu­chern im Alter von etwa acht bis 80 Jah­ren. Das Inter­es­se war so groß, dass kurz­fris­tig noch Stüh­le für drei zusätz­li­che Rei­hen auf­ge­stellt wer­den mussten.

Im Mit­tel­punkt des Abends stand die Song­poe­tin Sil­via Sin­ning aus Leer, die zahl­rei­che selbst getex­te­te und kom­po­nier­te Lie­der aus ihrem umfang­rei­chen Reper­toire präsentierte.

Musi­ka­li­sche Viel­falt ohne Schubladen

Rund ein­ein­halb Stun­den lang nahm Sil­via Sin­ning ihr Publi­kum mit auf eine musi­ka­li­sche Rei­se. Dabei beglei­te­te sie sich selbst am Kla­vier, an der Gitar­re und am Saxo­fon.

Ange­kün­digt war das Kon­zert als „sti­lis­ti­sche Viel­falt auf hohem Niveau“. Tat­säch­lich erwies sich das Pro­gramm als musi­ka­li­sches Cross­over, das sich kaum in eine bestimm­te Schub­la­de ein­ord­nen lässt.

So prä­sen­tier­te Sin­ning unter ande­rem einen Reg­gae auf Platt­deutsch sowie einen Folk-Song mit einem Bos­sa-Nova-Zwi­schen­teil auf Por­tu­gie­sisch. Ein wei­te­res Stück ver­band Pop, Rock und Latin und setz­te sich inhalt­lich mit dem Frie­den und den Grund­wer­ten unse­res Grund­ge­set­zes auseinander.

Die musi­ka­li­sche Band­brei­te kam beim Publi­kum sicht­bar gut an. Bei meh­re­ren Lie­dern gab es bereits wäh­rend des Vor­trags Sze­nen­ap­plaus. Teil­wei­se stimm­ten die Kon­zert­be­su­cher sogar direkt in die Refrains ein.

Über­ra­schungs­gäs­te sor­gen für zusätz­li­chen Klang

Für eine beson­de­re Über­ra­schung sorg­ten wei­te­re Musi­ker, die im Ver­lauf des Kon­zerts auf die Büh­ne kamen. Ingo Arndt unter­stütz­te das Kon­zert an den Con­gas und am Cajón, wäh­rend Mar­kus Schoor­mann den E‑Bass übernahm.

Zusätz­lich stieß der Frie­dens- und Frei­heits­chor aus Leer dazu. Gemein­sam prä­sen­tier­ten die Musi­ker zwei Hym­nen, mit denen sie das Publi­kum eben­falls begeisterten.

Aus dem ursprüng­lich als Solo­auf­tritt ange­kün­dig­ten Kon­zert wur­de damit zeit­wei­se ein musi­ka­li­sches Zusam­men­spiel aus Song­poe­tin, Band und Chor.

Stan­ding Ova­tions für Sil­via Sin­ning und ihre Mitstreiter

Am Ende belohn­te das Publi­kum die Künst­ler mit lang anhal­ten­dem Applaus und Stan­ding Ova­tions. Nach einer schwung­vol­len und einer besinn­li­chen Zuga­be ver­ab­schie­de­te sich Sil­via Sin­ning gemein­sam mit den Musi­kern und dem Chor von den Konzertbesuchern.

Doch auch nach dem letz­ten Ton war der Abend noch nicht vor­bei. Im Anschluss an das Kon­zert ent­wi­ckel­te sich ein reger Aus­tausch über das musi­ka­li­sche Erleb­nis und die ver­schie­de­nen Facet­ten des Abends.

Wei­te­res Kon­zert in Leer geplant

Wer Sil­via Sin­ning erneut live erle­ben möch­te, soll dazu bereits im Janu­ar 2026 Gele­gen­heit bekom­men. Ein ähn­li­ches Kon­zert ist im Musik­ate­lier von Sil­via Sin­ning in Leer geplant.

Der Kon­zert­abend im Bür­ger­haus Jem­gum hat dabei gezeigt, dass selbst kom­po­nier­te Musik, unter­schied­li­che Stil­rich­tun­gen und mehr­spra­chi­ge Tex­te ein Publi­kum über Gene­ra­tio­nen hin­weg errei­chen können.

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Frie­sen­brü­cke über die Ems: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Millionen

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Frie­sen­brü­cke: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Mil­lio­nen Euro

Weener/Westoverledingen. Die Frie­sen­brü­cke über die Ems ver­bin­det die ost­frie­si­schen Kom­mu­nen Wee­ner und Wes­t­ov­er­le­din­gen und ist ein wich­ti­ger Bestand­teil der Bahn­stre­cke zwi­schen Leer und Gro­nin­gen in den Nie­der­lan­den. Nach der Kol­li­si­on mit dem Fracht­schiff „Ems­moon“ am 3. Dezem­ber 2015 war die rund 335 Meter lan­ge Eisen­bahn­brü­cke nicht mehr nutz­bar. Der Bund der Steu­er­zah­ler Deutsch­land kri­ti­siert nun die Ent­wick­lung von Kos­ten und Bau­zeit beim Ersatzneubau.

Unfall mach­te wich­ti­ge Ver­bin­dung unpassierbar

In der Nacht zum 3. Dezem­ber 2015 kol­li­dier­te das Fracht­schiff „Ems­moon“ mit der Frie­sen­brü­cke. Die Eisen­bahn­klapp­brü­cke wur­de dabei so schwer beschä­digt, dass sie anschlie­ßend nicht mehr genutzt wer­den konnte.

Die Fol­gen waren weit­rei­chend. Die Frie­sen­brü­cke ist Bestand­teil der Bahn­stre­cke zwi­schen Leer und Gro­nin­gen und damit eine wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen Deutsch­land und den Nie­der­lan­den. Gleich­zei­tig stellt sie eine bedeu­ten­de Que­rungs­mög­lich­keit für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer dar.

Ins­be­son­de­re für den Fahr­rad­tou­ris­mus sowie für die Men­schen in der Regi­on bedeu­te­te der Aus­fall erheb­li­che Ein­schrän­kun­gen. Die nächs­te Mög­lich­keit, die Ems zu Fuß oder mit dem Fahr­rad zu über­que­ren, liegt rund zehn Kilo­me­ter entfernt.

Ursprüng­lich waren rund 30 Mil­lio­nen Euro vorgesehen

Nach dem Unfall plan­te die Deut­sche Bahn als Eigen­tü­me­rin der Frie­sen­brü­cke zunächst einen kon­struk­tiv opti­mier­ten Ersatz der bis­he­ri­gen Klapp­brü­cke. Damit soll­te die Bahn­ver­bin­dung ver­gleichs­wei­se schnell wie­der­her­ge­stellt werden.

Nach dama­li­gen Pla­nun­gen wur­de von einer Bau­zeit von rund fünf Jah­ren aus­ge­gan­gen. Die Wie­der­in­be­trieb­nah­me war für 2021 vor­ge­se­hen. Die Kos­ten wur­den zunächst auf etwa 30 Mil­lio­nen Euro geschätzt.

Nach Dar­stel­lung des Bun­des der Steu­er­zah­ler änder­te sich die­se Pla­nung jedoch grundlegend.

Land, Kom­mu­nen und Werft for­der­ten grö­ße­re Durchfahrtsbreite

Das Land Nie­der­sach­sen, die anlie­gen­den Kom­mu­nen und eine gro­ße, an der Ems ansäs­si­ge Werft setz­ten sich für eine deut­lich grö­ße­re Durch­fahrts­brei­te für Schif­fe ein.

Statt der bis­he­ri­gen 25 Meter soll­te die neue Brü­cke eine Durch­fahrts­brei­te von 56 Metern ermög­li­chen. Dafür wur­de eine neu­ar­ti­ge Kon­struk­ti­on als Hub-Dreh­brü­cke ins Spiel gebracht.

Hin­ter­grund waren unter ande­rem die Ein­schrän­kun­gen bei Schiffs­über­füh­run­gen der Werft. Bei der bis­he­ri­gen Brü­cke muss­te der mitt­le­re Brü­cken­teil bei ent­spre­chen­den Über­füh­run­gen mit einem Schiffs­kran aus­ge­ho­ben und anschlie­ßend wie­der ein­ge­setzt wer­den. Dadurch konn­te die Brü­cke teil­wei­se bis zu drei Tage für den Ver­kehr gesperrt werden.

Nach Anga­ben des Bun­des der Steu­er­zah­ler hät­te aller­dings auch der ursprüng­lich geplan­te 1:1‑Ersatz kon­struk­tiv so opti­miert wer­den kön­nen, dass sich die Sperr­zeit auf etwa einen Tag reduziert.

Ent­schei­dung für die Hub-Drehbrücke

Mit­te 2017 ent­schied sich das Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­um für die Hub-Dreh­brü­cke. Das Land Nie­der­sach­sen sag­te gleich­zei­tig eine Betei­li­gung an den zusätz­li­chen Kos­ten zu.

Zu die­sem Zeit­punkt wur­den die Kos­ten für die neue Kon­struk­ti­on auf rund 50 Mil­lio­nen Euro geschätzt. Die Inbe­trieb­nah­me war nun für 2024 vorgesehen.

Der Bund der Steu­er­zah­ler kri­ti­siert ins­be­son­de­re, dass nach sei­ner Dar­stel­lung zuvor kei­ne Wirt­schaft­lich­keits­rech­nung für unter­schied­li­che Brü­cken­va­ri­an­ten vor­ge­le­gen habe. Die Ent­schei­dung für die auf­wen­di­ge­re Kon­struk­ti­on sei viel­mehr poli­tisch getrof­fen worden.

Kos­ten stei­gen auf 66 und anschlie­ßend 96 Mil­lio­nen Euro

Im April 2018 teil­te die Deut­sche Bahn mit, dass bei der geplan­ten Hub-Dreh­brü­cke auch die vor­han­de­nen Vor­land­brü­cken nicht wei­ter genutzt wer­den könn­ten. Des­halb muss­ten auch die­se Berei­che neu gebaut werden.

Die Kos­ten­pro­gno­se stieg dadurch auf 66 Mil­lio­nen Euro.

Nur einen Monat spä­ter folg­te bereits die nächs­te deut­li­che Erhö­hung. Die Deut­sche Bahn ver­an­schlag­te die Kos­ten nun auf 96 Mil­lio­nen Euro. Dabei wur­den unter ande­rem Risi­ken im Zusam­men­hang mit dem auf­wen­di­gen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren berücksichtigt.

Der Ersatz der Frie­sen­brü­cke ent­wi­ckel­te sich damit zuneh­mend zu einem kom­plet­ten Neubauprojekt.

Bau­ar­bei­ten begin­nen erst 2021

Die umfang­rei­chen Pla­nungs- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren führ­ten dazu, dass die Bau­ar­bei­ten erst im Som­mer 2021 begin­nen konnten.

Auch die Kos­ten­pro­gno­se stieg wei­ter an. Nach Anga­ben des Bun­des der Steu­er­zah­ler wur­den zunächst 125 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2021, anschlie­ßend 210 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2022 und schließ­lich 277 Mil­lio­nen Euro im Jahr 2024 veranschlagt.

Als Grün­de für die Kos­ten­stei­ge­run­gen wur­den unter ande­rem gestie­ge­ne Mate­ri­al- und Per­so­nal­kos­ten genannt.

Der Bund der Steu­er­zah­ler sieht aller­dings auch einen Zusam­men­hang mit der außer­ge­wöhn­li­chen Kon­struk­ti­on. Mit der neu­en Frie­sen­brü­cke ent­stand eine euro­pa­weit ein­zig­ar­ti­ge Hub-Dreh­brü­cke. Dadurch habe man beim Bau tech­nisch Neu­land betreten.

Neue Frie­sen­brü­cke seit 2025 für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer geöffnet

Eine ers­te wich­ti­ge Etap­pe wur­de im Sep­tem­ber 2025 erreicht. Nach fast zehn Jah­ren war die neue Frie­sen­brü­cke wie­der für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer nutzbar.

Für den Bahn­ver­kehr dau­er­te die Wie­der­her­stel­lung noch län­ger. Die Frei­ga­be für Züge ist nach der aktu­el­len Pla­nung für Herbst 2026 vorgesehen.

Damit könn­te die wich­ti­ge Bahn­ver­bin­dung zwi­schen Leer und Gro­nin­gen nach fast elf Jah­ren wie­der voll­stän­dig her­ge­stellt werden.

Kri­tik des Bun­des der Steuerzahler

Der Bund der Steu­er­zah­ler Deutsch­land stellt bei sei­ner Kri­tik ins­be­son­de­re die Ent­wick­lung von Kos­ten, Bau­zeit und Pla­nung in den Mit­tel­punkt. Nach sei­ner Dar­stel­lung hät­te ein deut­lich güns­ti­ge­rer und schnel­ler umsetz­ba­rer Ersatz der ursprüng­li­chen Klapp­brü­cke zur Ver­fü­gung gestanden.

Aus den zunächst ver­an­schlag­ten rund 30 Mil­lio­nen Euro für einen 1:1‑Ersatz wur­de eine Kos­ten­pro­gno­se von zuletzt 277 Mil­lio­nen Euro für die neue Hub-Drehbrücke.

Der Fall Frie­sen­brü­cke zeigt damit ein­drucks­voll, wie stark sich Kos­ten und Zeit­plan eines Infra­struk­tur­pro­jekts ver­än­dern kön­nen, wenn sich die ursprüng­li­che Pla­nung grund­le­gend ändert.

Bei­trags­bild: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line zwi­schen Gro­nin­gen und Leer fährt wieder

Frie­sen­brü­cke in Wee­ner eröff­net: Wun­der­line ver­bin­det Leer und Gro­nin­gen wieder Wee­ner. Nach fast elf Jah­ren Unter­bre­chung ist die Frie­sen­brü­cke über...

Lokal

Sil­via Sin­ning begeis­tert in Jem­gum: Song­poe­tin sorgt für Stan­ding Ovations

Song­poe­tin Sil­via Sin­ning begeis­tert Publi­kum im Bür­ger­haus Jemgum Jem­gum. Am Sams­tag, 26. Sep­tem­ber, wur­de das Bür­ger­haus Jem­gum zum Schau­platz eines...

Lokal

Frie­sen­brü­cke über die Ems: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Millionen

Frie­sen­brü­cke: Aus 30 Mil­lio­nen Euro wur­den 277 Mil­lio­nen Euro Weener/Westoverledingen. Die Frie­sen­brü­cke über die Ems ver­bin­det die ost­frie­si­schen Kom­mu­nen Wee­ner und...

Blaulicht

Poli­zei in Ost­fries­land: Kel­ler­auf­brü­che, E‑S­coo­ter-Flucht, Brän­de und schwe­re Verkehrsunfälle

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 01.10.2026   Kel­ler­auf­brü­che ++ Flucht­ver­such vor Poli­zei­kon­trol­le ++ Brand einer land­wirt­schaft­li­chen Maschi­ne...

Lokal

Wes­t­ov­er­le­din­gen mit dem Fahr­rad ent­de­cken: 30 Kilo­me­ter zu Bahn­hal­te­punkt, Frie­sen­brü­cke und Tidepolder

Fahr­rad­tour durch Wes­t­ov­er­le­din­gen führt zu Schie­nen, Stra­ßen und Wasserwegen Mehr als 40 Rad­fahr­be­geis­ter­te haben am 20. Sep­tem­ber an der dies­jäh­ri­gen...

Lokal

Leis­tungs­span­ge für 25 Jugend­li­che aus Wes­t­ov­er­le­din­gen und Rhauderfehn

Die Jugend­li­chen der Jugend­feu­er­weh­ren aus Wes­t­ov­er­le­din­gen freu­en sich über die erfolg­reich bestan­de­ne Leis­tungs­span­gen­ab­nah­me in Wittmund. Leis­tungs­span­ge für 25 Jugend­li­che aus...

News

Deutsch­land­ti­cket wird 2027 teu­rer: 66,80 Euro – Ver­brau­cher­zen­tra­le for­dert ein­fa­che­ren Nahverkehr

Deutsch­land­ti­cket soll 2027 teu­rer wer­den – Ver­brau­cher­zen­tra­le for­dert ein­fa­chen Nahverkehrstarif Der Preis für das Deutsch­land­ti­cket soll ab 2027 auf 66,80...

Blaulicht

Poli­zei Leer/Emden: Zwei­fa­cher Brand in Uple­n­gen, Pkw brennt auf A31 aus

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 30.09.2026   + Uple­n­gen — Zwei­fa­cher Brand in Dachgeschosswohnung + Am 29.09.2026 geriet...

Wirtschaft

Infla­ti­on in Nie­der­sach­sen steigt im Sep­tem­ber 2026 auf 3,3 Prozent

Infla­ti­on in Nie­der­sach­sen steigt im Sep­tem­ber 2026 auf 3,3 Prozent Han­no­ver – Die Ver­brau­cher­prei­se in Nie­der­sach­sen sind im Sep­tem­ber 2026...

Lokal

100 Jah­re Fäh­re Ditz­um-Pet­kum: Gro­ßes Jubi­lä­ums­fest am 3. Okto­ber 2026

Lang ist es her: Die Fäh­re trans­por­tiert eine “Ente” von Citro­ën — Samm­lung Hommers 100 Jah­re Fäh­re Ditz­um: Jubi­lä­um mit...

Blaulicht

Bahn­hof Leer: Bun­des­po­li­zei nimmt 34-Jäh­ri­gen mit Haft­be­fehl fest

Bun­des­po­li­zei nimmt gesuch­ten Mann am Bahn­hof Leer fest Leer – Die Bun­des­po­li­zei hat am Diens­tag einen 34-jäh­ri­gen Mann am Bahn­hof Leer...

News

Erkäl­tungs­sai­son 2026 in Nie­der­sach­sen beginnt: 25 Pro­zent der Krank­schrei­bun­gen wegen Atemwegsinfekten

Erkäl­tungs­sai­son beginnt: 25 Pro­zent aller Krank­schrei­bun­gen in Nie­der­sach­sen wegen Atemwegsinfekten Die Erkäl­tungs­sai­son hat in Nie­der­sach­sen begon­nen. Nach aktu­el­len Aus­wer­tun­gen der...

Wirtschaft

Min­dest­lohn steigt 2027 auf 14,60 Euro

Min­dest­lohn steigt 2027 auf 14,60 Euro: So hoch ist die Lohn­un­ter­gren­ze 2026 Der gesetz­li­che Min­dest­lohn ist 2026 auf 13,90 Euro brut­to...

Blaulicht

Feu­er­wehr Bun­de grün­det Droh­nen­ein­heit: DJI Matri­ce 4TD unter­stützt künf­tig bei Einsätzen

Feu­er­wehr Bun­de grün­det eige­ne Droh­nen­ein­heit: Moder­ne Tech­nik für zukünf­ti­ge Einsätze Bun­de – Aus einer Idee ist inner­halb kur­zer Zeit Rea­li­tät...

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