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CDU — Land­tags­kan­di­dat in besucht das Kran­ken­haus Rheiderland

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Freu­en sich über den regen Aus­tausch (v. l. n. r.) : Jako­bus Bau­mann (Vor­sit­zen­der des All­ge­mei­nen Kran­ken­haus­ver­eins), Mei­ke Lüb­bers (Vor­sit­zen­de Jun­ge Uni­on Leer), Hil­de­gard Hin­derks (Vor­sit­zen­de CDU — Stadt­ver­band Wee­ner), Dr. Mar­kus Dorn­bach (Chef­arzt der Kli­nik für Inne­re Medi­zin im Kran­ken­haus Rhei­der­land), Sil­ke Kuh­lemann (CDU — Land­tags­kan­di­da­tin), Hei­ke Klie­gel­hö­fer (Pfle­ge­di­rek­tor in der Kli­ni­kum Leer gGmbH), Dr. Klaus Kay­ser (Chef­arzt der Kli­nik für Gefäß­chir­ur­gie) und Hol­ger Gli­en­ke ( Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Leer gGmbH)

CDU — Land­tags­kan­di­dat in besucht das Kran­ken­haus Rheiderland 

Sil­ke Kuh­lemann, CDU — Land­tags­kan­di­dat in, besuch­te gemein­sam mit Hil­de­gard Hin­derks, Vor­sit­zen­de des CDU — Stadt­ver­ban­des Wee­ner , und Mei­ke Lüb­bers, Vor­sit­zen­de Jun­ge Uni­on Leer, das Kran­ken­haus Rhei­der­land . In einem Ter­min mit der Kran­ken­haus­lei­tung, dem Vor­sit­zen­den des All­ge­mei­nen Kran­ken­haus­ver­eins für das Rhei­der­land sowie den Chef­ärz­ten der Kli­nik für Inne­re Medi­zin und Gefäß­chir­ur­gie , konn­te sich Kuh­lemann einen guten Über- blick über die aktu­el­le Situa­ti­on des Kran­ken­haus Rhei­der­lands ver­schaf­fen. Aus­ge­tauscht wur­de sich neben den der­zei­ti­gen erheb­li­chen Preis­stei­ge­run­gen über wei­te­re aktu­el­le Kran­ken­haus­the­men und über das beson­de­re Leis­tungs­an­ge­bot des Kran­ken­hau­ses Rheiderland.

„ Der Trend zur Kon­zen­tra­ti­on von klei­ne­ren Kli­ni­ken, hin zu grö­ße­ren Ein­hei­ten wird sich fort­set­zen, in Ver­bin­dung mit der Schlie­ßung vie­ler klei­ner Grund­ver­sor­gungs­kran­ken­häu­ser. Klei­ne Grund­ver­sor­ger wer­den nur bestehen, wenn es die geo­gra­fi­sche Lage bedingt, ansons­ten wer­den klei­ne Kli­ni­ken den Weg wei­ter in die Spe­zia­li­sie­rung beschrei­ten, hin zu Fach­kli­ni­ken. Die­sen Weg sind wir auch für das Rhei­der­land Kran­ken­haus in Wee­ner gegan­gen. “, so Geschäfts­füh­rer Hol­ger Glienke.

Das Kran­ken­haus Rhei­der­land ist mit sei­nen Spe­zia­li­sie­run­gen – dem Qua­li­fi­zier­ten Ent­zug und der Gefäß­chir­ur­gie , wel­che der Chef­arzt der Kli­nik für Inne­re Medi­zin, Dr. Mar­kus Dorn­bach und der Chef­arzt der Kli­nik für Gefäß­chir­ur­gie Dr. Klaus Kay­ser im Gespräch vor­stell­ten, sehr gut aufgestellt.

Pfle­ge­di­rek­to­rin Hei­ke Klie­gel­hö­fer berich­te­te zum The­ma Fach­kräf­te­man­gel in der Pfle­ge: „ In der Kli­ni­kum Leer gGmbH legen wir gro­ßen Wert dar­auf, unse­ren Mit­ar­bei­tern posi­ti­ve Anrei­ze zu bie­ten. Dazu gehö­ren bei­spiels­wei­se fle­xi­ble Arbeits­zei­ten, ein attrak­ti­ves Arbeits­um­feld, die Ver­ein­bar­keit von Fami­lie und Beruf oder Maß­nah­men der Per­so­nal­ent­wick­lung. Zudem bil­den wir unse­re Mit­ar­bei­ter im Bil­dungs­in­sti­tut Gesund­heit am Kli­ni­kum Leer seit Jahr­zehn­ten selbst aus, so dass wir nach der Aus­bil­dung Mit­ar­bei­ter in ein Arbeits­ver­hält­nis über­neh­men kön­ne n. Auch hier haben wir bereits reagiert und die Aus­bil­dungs­ka­pa­zi­tä­ten im Bereich der Pfle­ge­be­ru­fe in den letz­ten Jah­ren erhöht — auch im Zuge der neu­en gene­ra­lis­ti­schen Pflegeausbildung.“

Zur Gewin­nung und Begeis­te­rung medi­zi­ni­scher Nach­wuchs­kräf­te koope­riert die Kli­ni­kum Leer gGmbH bereits seit 1982 mit dem Aka­de­mi­schen Lehr­kran­ken­haus der Medi­zi­ni­schen Hoch­schu­le Han­no­ver (MHH). Seit letz­tem Jahr ist der Uni­ver­si­täts­me­di­zin Neu­markt a . M. Cam­pus Ham­burg (UMCH) eben­so Koope­ra­ti­ons­part­ner der Kli­ni­kum Leer gGmbH . „ Durch zu gerin­ge Stu­di­en­platz- Medi­en­in­for­ma­ti­on zah­len in Deutsch­land und eine höhe­re Alters­struk­tur der bestehen­den Ärz­te­schaft, sowohl im Kran­ken­haus, als auch im nie­der­ge­las­se­nen Bereich, ist die Gewin­nung von Nach­wuchs­kräf­ten ent­schei­dend.“, weiß Glienke.

Abschlie­ßend berich­te­te Jako­bus Bau­mann, Vor­sit­zen­der des All­ge­mei­nen Kran­ken­haus­ver­eins, über die Arbeit und das Enga­ge­ment der Mit­glie­der des Kran­ken­haus­ver­eins und beton­te die gute Zusam­men­ar­beit mit dem Kli­ni­kum Leer: „Wir freu­en uns über die in der Ver­gan­gen­heit getä­tig­ten sowie die geplan­ten Inves­ti­tio­nen für das Kran­ken­haus Rhei­der­land, die sich bis Ende 2024 dann in Sum­me auf 18,5 Mio. Euro belau­fen.“ Kuh­lemann , Hin­derks und Lüb­bers beken­nen sich für das Kran­ken­haus Rhei­der­land und unter­stri­chen die tol­le fami­liä­re Atmosphäre .


 

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Stadt­rat Leer ver­ab­schie­det 18 Mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war 38 Jah­re poli­tisch aktiv

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Stadt Leer ver­ab­schie­det 18 Rats­mit­glie­der: Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re poli­tisch aktiv

Leer – In der Stadt Leer steht ein per­so­nel­ler Umbruch im Stadt­rat bevor. Bei der letz­ten Sit­zung des Gre­mi­ums in der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode haben Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und Rats­vor­sit­zen­der Hau­ke Satt­ler am Don­ners­tag­abend 18 Rats­mit­glie­der ver­ab­schie­det. Wäh­rend 20 Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger auch dem künf­ti­gen Rat ange­hö­ren wer­den, waren 18 ent­we­der nicht erneut ange­tre­ten oder nicht wie­der­ge­wählt worden.

Die Ver­ab­schie­dung fand im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses statt. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst wür­dig­te das kom­mu­nal­po­li­ti­sche Enga­ge­ment der aus­schei­den­den Rats­mit­glie­der und dank­te ihnen für ihre Arbeit zum Woh­le der Stadt Leer.

Bür­ger­meis­ter wür­digt Enga­ge­ment im Stadtrat

In sei­ner Anspra­che beton­te Horst, dass es kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich sei, sich in der Rats­ar­beit zu enga­gie­ren. Dazu gehö­re auch Mut, zumal der Respekt, der den poli­tisch Akti­ven ent­ge­gen­ge­bracht wer­de, lei­der immer wei­ter abnehme.

„Dan­ke, dass Sie durch­ge­hal­ten haben“, sag­te der Bür­ger­meis­ter mit Blick auf die aus­schei­den­den Mitglieder.

Anschlie­ßend bat Horst jedes anwe­sen­de Rats­mit­glied ein­zeln nach vor­ne und wür­dig­te des­sen kom­mu­nal­po­li­ti­schen Ein­satz mit per­sön­li­chen Wor­ten. Dabei erin­ner­te er an das lang­jäh­ri­ge Enga­ge­ment und die unter­schied­li­chen Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt Leer.

Die­se 18 Rats­mit­glie­der schei­den aus

Im Fest­saal des his­to­ri­schen Rat­hau­ses wur­den fol­gen­de Mit­glie­der des Stadt­ra­tes verabschiedet:

  • Mih­di Acar

  • Sven Albert

  • Egon Diek­mann

  • Sieg­bert Knoop

  • Enge­li­ne Kramer

  • Gerd Lüb­bers

  • Fried­helm Penning

  • Gün­ter Podlich

  • Chris­toph Runden

  • Freya Schä­fer

  • Heinz-Die­ter Schmidt

  • Dr. Hei­ner Schröder

  • Susan­ne Smit

  • Bea­te Stammwitz

  • Chris­ti­na Stoye-Grunau

  • Her­mann Visser

Eben­falls nicht mehr dem künf­ti­gen Stadt­rat ange­hö­ren wer­den Katha­ri­na Birch und Olav Fri­cke. Bei­de konn­ten an der Ver­ab­schie­dung nicht teilnehmen.

Vier lang­jäh­ri­ge Kom­mu­nal­po­li­ti­ker beson­ders gewürdigt

Beson­ders aus­führ­lich fiel die Wür­di­gung von vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­kern aus, die die poli­ti­sche Arbeit in Leer über vie­le Jah­re hin­weg geprägt haben.

Enge­li­ne Kra­mer war rund 38 Jah­re kom­mu­nal­po­li­tisch aktiv. Damit gehör­te sie zu den dienst­äl­tes­ten Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes. Bür­ger­meis­ter Horst blick­te anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te und Schlag­zei­len auf ihr Wir­ken, ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und ihre Erfol­ge zurück.

Heinz-Die­ter Schmidt gehör­te dem Rat 30 Jah­re lang an. Auch bei ihm erin­ner­te der Bür­ger­meis­ter an wich­ti­ge Sta­tio­nen sei­ner kom­mu­nal­po­li­ti­schen Arbeit.

Chris­ti­na Stoye-Gru­n­au war 29 Jah­re poli­tisch aktiv. Horst hob eben­falls ihre lang­jäh­ri­ge Mit­wir­kung und ihre Bei­trä­ge zur Ent­wick­lung der Stadt hervor.

Bea­te Stamm­witz enga­gier­te sich 25 Jah­re im Stadt­rat. Auch ihre poli­ti­schen Schwer­punk­te und Erfol­ge wur­den anhand älte­rer Zei­tungs­be­rich­te näher beleuchtet.

Die Rück­bli­cke mach­ten deut­lich, wie lan­ge die vier Kom­mu­nal­po­li­ti­ke­rin­nen und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker die Rats­ar­beit und damit die Ent­wick­lung der Stadt Leer mit­ge­stal­tet haben.

Enge­li­ne Kra­mer will sich wei­ter­hin für Leer einsetzen

Enge­li­ne Kra­mer nutz­te die Gele­gen­heit, um selbst auf ihre lang­jäh­ri­ge Zeit im Stadt­rat zurück­zu­bli­cken. Mit dem Aus­schei­den aus dem städ­ti­schen Gre­mi­um endet ihr poli­ti­sches Enga­ge­ment jedoch nicht voll­stän­dig: Sie wird wei­ter­hin dem Kreis­tag ange­hö­ren und sich dort nach eige­nen Wor­ten für die Belan­ge der Stadt Leer einsetzen.

Mit Blick auf die Zukunft rich­te­te sie einen Appell an Poli­tik und Bevöl­ke­rung. „Bür­ge­rin­nen und Bür­ger und die Poli­tik müs­sen mehr mit­ein­an­der reden. Es geht dar­um, von­ein­an­der zu ler­nen“, beton­te Kramer.

Damit setz­te sie zum Abschluss ihrer Zeit im Stadt­rat ein Zei­chen für den Dia­log zwi­schen kom­mu­na­ler Poli­tik und Bevölkerung.

Per­so­nel­ler Wech­sel im Rat der Stadt Leer

Mit der Ver­ab­schie­dung von 18 Mit­glie­dern endet für zahl­rei­che Kom­mu­nal­po­li­ti­ker eine teil­wei­se jahr­zehn­te­lan­ge Tätig­keit im Rat der Stadt Leer. Gleich­zei­tig wer­den 20 bis­he­ri­ge Man­dats­trä­ge­rin­nen und Man­dats­trä­ger ihre Arbeit im künf­ti­gen Gre­mi­um fortsetzen.

Die letz­te Sit­zung der lau­fen­den Wahl­pe­ri­ode stand damit nicht nur im Zei­chen des Abschieds, son­dern auch der Aner­ken­nung für das ehren­amt­li­che poli­ti­sche Enga­ge­ment, das die Ent­wick­lung der Stadt über vie­le Jah­re beglei­tet hat.

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te wird 30: 354 Kilo­me­ter Rad­fah­ren zwi­schen Ost­fries­land und den Niederlanden

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Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te fei­ert 30-jäh­ri­ges Bestehen: Heu­te 354 Kilo­me­ter Rad­ver­gnü­gen zwi­schen Deutsch­land und den Niederlanden

Ostfriesland/Niederlande – Seit 30 Jah­ren ver­bin­det die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te (IDR) Deutsch­land und die Nie­der­lan­de mit einem grenz­über­schrei­ten­den Rad­wan­der­weg. Was 1996 als tou­ris­ti­sches Gemein­schafts­pro­jekt in einer wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zeit begann, ist heu­te eine 354 Kilo­me­ter lan­ge Rund­rou­te durch abwechs­lungs­rei­che Land­schaf­ten, his­to­ri­sche Orte und die Küs­ten­re­gi­on rund um Dol­lart und Ems­mün­dung. Jähr­lich nut­zen rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer das Ange­bot für Mehr­ta­ges­tou­ren, Stern­fahr­ten oder Tagesausflüge.

Die Rou­te ist inzwi­schen fast dop­pelt so lang wie bei ihrer Eröff­nung. Zu ihren Beson­der­hei­ten gehö­ren die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart, die Anbin­dung an die Nord­see­insel Bor­kum und die Mög­lich­keit, Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer zu buchen.

Von der wirt­schaft­li­chen Kri­se zum grenz­über­schrei­ten­den Tourismusprojekt

Die Geschich­te der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te begann in einer Zeit, in der die Regi­on mit hoher Arbeits­lo­sig­keit und knap­pen kom­mu­na­len Haus­hal­ten zu kämp­fen hat­te. Eine teu­re Infra­struk­tur war für vie­le Städ­te und Gemein­den kaum finan­zier­bar. Des­halb kon­zen­trier­ten sich die Ver­ant­wort­li­chen auf den Tou­ris­mus als Mög­lich­keit, die Regi­on gemein­sam weiterzuentwickeln.

Die Euro­päi­sche Uni­on unter­stütz­te das Vor­ha­ben über das Inter­reg-Pro­gramm „Tou­ris­mus ohne Grenzen“.

Die­ter Schrö­er, ehe­ma­li­ger Wirt­schafts­för­de­rer des Land­krei­ses Leer, Ideen­ge­ber und ers­ter Geschäfts­füh­rer der IDR, erin­nert sich an die dama­li­gen Her­aus­for­de­run­gen: „Alle Kom­mu­nen waren knapp bei Kas­se und konn­ten sich kei­ne teu­re Infra­struk­tur leis­ten. Wir haben uns daher auf das Pro­jekt Tou­ris­mus kon­zen­triert, das wir aus eige­ner Kraft umset­zen konnten.“

Am 29. Mai 1996 grün­de­ten die betei­lig­ten Part­ner den Ver­ein. Die offi­zi­el­le Eröff­nung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te folg­te am 2. August 1996.

Zu den Grün­dungs­mit­glie­dern gehör­ten auf deut­scher Sei­te die Städ­te und Gemein­den Leer, Papen­burg, Wee­ner, Bun­de, Jem­gum und Emden sowie der Land­kreis Leer. Auf nie­der­län­di­scher Sei­te betei­lig­ten sich die Gemein­den Rei­der­land, Win­scho­ten, Sche­em­da, Appin­ge­dam und Delfzijl.

War­um die Dol­lard Rou­te mit „d“ geschrie­ben wird

Eine Fra­ge beglei­tet die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung: War­um wird Dol­lard mit „d“ statt mit „t“ geschrieben?

Im Deut­schen ist die Schreib­wei­se „Dol­lart“ gebräuch­lich. Im Nie­der­län­di­schen und auf See­kar­ten wird dage­gen „Dol­lard“ ver­wen­det. Die Grün­der des deutsch-nie­der­län­di­schen Ver­eins ent­schie­den sich bewusst für die nie­der­län­di­sche Schreib­wei­se. Der Name steht damit auch für den grenz­über­schrei­ten­den Cha­rak­ter des Projekts.

Die Fäh­re ver­bin­det Ditz­um, Emden und Delfzijl

Ein wich­ti­ger Bestand­teil der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te ist seit Beginn die Fähr­ver­bin­dung über den Dol­lart. Sie ver­bin­det die Häfen von Ditz­um, Emden und Delf­zi­jl und ermög­licht Rad­fah­ren­den, die deutsch-nie­der­län­di­sche Grenz­re­gi­on auch vom Was­ser aus zu erleben.

Den Anfang mach­te der nie­der­län­di­sche Kapi­tän Pie­ter Bak­ker mit dem Schiff „Twee Gebroe­der“. Im Jahr 2008 über­nahm die „Kom­man­dant“ der Ger­ma­nia Schif­fahrt den Fähr­dienst. 2009 gab es ein Jahr lang kei­ne Fährverbindung.

Seit 2010 ist das Fahr­gast­schiff „Dol­lard“ im Ein­satz. Bis 2017 wur­de es von der Ree­de­rei Brie­se betrie­ben. In den Jah­ren 2018 und 2019 über­nahm die Ree­de­rei Frei­muth aus Esens den Betrieb. Seit 2020 ist die Balt­rum-Linie für das Schiff verantwortlich.

Die Bilanz der Fähr­ver­bin­dun­gen seit 1996 kann sich sehen las­sen: Ins­ge­samt beför­der­ten die drei ein­ge­setz­ten Schif­fe rund 128.000 Per­so­nen und 75.000 Fahrräder.

Rad­rei­sen mit und ohne Gepäcktransfer

Seit 1997 kön­nen Rad­rei­sen­de über die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te orga­ni­sier­te Rad­rei­sen mit oder ohne Gepäck­trans­fer buchen. Rund 3.400 Grup­pen mit ins­ge­samt 14.900 Per­so­nen haben die­ses Ange­bot bis­lang genutzt.

Die meis­ten Gäs­te erkun­den die Stre­cke aller­dings indi­vi­du­ell. Dafür stellt der Ver­ein Infor­ma­ti­ons­ma­te­ri­al zur Ver­fü­gung, mit dem sich die Tou­ren eigen­stän­dig pla­nen lassen.

Zusätz­lich orga­ni­siert die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te Bus­ta­ges­fahr­ten zu tou­ris­ti­schen Zie­len in der Regi­on. Das aktu­el­le Pro­gramm umfasst unter ande­rem das Dol­lart­mu­se­um in Bun­de, den Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ in Oost­wold, Appin­ge­dam und eine Schiff­fahrt auf dem Oldambtmeer.

Der Besuch im Pri­vat­gar­ten „Tuin­fleur“ ist 2026 letzt­ma­lig Bestand­teil des Programms.

Zwi­schen Wat­ten­meer, Warf­ten­dör­fern und his­to­ri­schen Städten

Die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te zeich­net sich durch ihren beson­de­ren Ver­lauf ent­lang der Küs­te und durch das Bin­nen­land aus. Immer wie­der füh­ren Stre­cken­ab­schnit­te an den Dol­lart und die Ems­mün­dung. Dort begeg­nen Rad­fah­ren­de der Geschich­te des Deich­baus und der Land­ge­win­nung, der See­fahrt und Fische­rei sowie dem Natio­nal­park Wat­ten­meer, der zum UNESCO-Welt­na­tur­er­be gehört.

Im Lan­des­in­ne­ren wech­seln sich Warf­ten­dör­fer, Korn­fel­der und gepfleg­te Kul­tur­land­schaf­ten ab. Die Stre­cke bie­tet damit sowohl Natur­er­leb­nis­se als auch Ein­bli­cke in die Geschich­te und Kul­tur der deutsch-nie­der­län­di­schen Grenzregion.

Zu den Sehens­wür­dig­kei­ten ent­lang der Rou­te zäh­len unter anderem:

  • Leer: die his­to­ri­sche Alt­stadt mit ihren cha­rak­te­ris­ti­schen Gas­sen und Gebäuden.

  • Appin­ge­dam: die bekann­ten Hän­gen­den Küchen, die zu den mar­kan­ten Wahr­zei­chen der nie­der­län­di­schen Stadt gehören.

  • Win­scho­ten: die Pie­ter-Smit-Brü­cke, eine der längs­ten Fahr­rad­brü­cken Europas.

  • Papen­burg: die Mey­er Werft, die inter­na­tio­nal für den Bau gro­ßer Kreuz­fahrt­schif­fe bekannt ist.

  • Die Nie­der­lan­de: zahl­rei­che klei­ne Schlös­ser und his­to­ri­sche Anwe­sen ent­lang der Strecke.

  • Bor­kum: die größ­te der Ost­frie­si­schen Inseln, die eben­falls an die Rou­te ange­bun­den ist.

Die Kom­bi­na­ti­on aus Küs­ten­land­schaft, his­to­ri­schen Orten, mari­ti­mer Kul­tur und grenz­über­schrei­ten­den Erleb­nis­sen macht den beson­de­ren Cha­rak­ter der Rund­rou­te aus.

Von 180 auf 354 Kilo­me­ter: Die Rou­te wächst weiter

Bei ihrer Eröff­nung im Jahr 1996 war die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te rund 180 Kilo­me­ter lang. Heu­te umfasst sie 354 Kilo­me­ter und ist damit fast dop­pelt so lang wie zu Beginn.

Im Jahr 2002 kam Sloch­te­ren hin­zu. Mit dem Ort wur­de auch das Schloss Fre­ay­le­ma­borg in die Rou­te ein­ge­bun­den. 2012 erwei­ter­ten Eems­mond, Lop­per­sum und die Nord­see­insel Bor­kum das Ange­bot. Seit­dem bie­tet der Ver­ein auch Rad­rei­sen mit Gepäck­trans­fer bis auf die Insel an.

Wei­te­re Erwei­te­run­gen folg­ten 2024 und 2025 mit Mid­den-Gro­nin­gen und Het Hogeland.

Die Ent­wick­lung zeigt, wie sich das grenz­über­schrei­ten­de Tou­ris­mus­pro­jekt über drei Jahr­zehn­te hin­weg wei­ter­ent­wi­ckelt hat. Heu­te nut­zen jähr­lich rund 10.000 bis 12.000 Rad­fah­ren­de die Rou­te – von län­ge­ren Mehr­ta­ges­tou­ren bis hin zu Tages­aus­flü­gen und Sternfahrten.

 

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Kon­ti­nui­tät und Qua­li­tät als Erfolgsfaktoren

Für Ulrich Schmun­kamp, Geschäfts­füh­rer der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te, ist die lang­fris­ti­ge Arbeit ein ent­schei­den­der Fak­tor für den Erfolg des Pro­jekts. „Das Erfolgs­re­zept ist Kon­ti­nui­tät über die Jah­re und Prä­senz am Markt“, sagt Schmunkamp.

Auch Hem­mo Phil­bert bei, ehe­ma­li­ger Tou­ris­mus­re­fe­rent der Gemein­de Sche­em­da und einer der Initia­to­ren der Dol­lard Rou­te in den Nie­der­lan­den, hebt die Qua­li­tät des Ange­bots her­vor: „Die Qua­li­tät zählt und die ist von Beginn an gut.“

Der Ver­ein möch­te die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auch künf­tig attrak­tiv hal­ten und wei­ter­ent­wi­ckeln. Poten­zi­al sieht Geschäfts­füh­rer Schmun­kamp ins­be­son­de­re in einer bes­se­ren Ver­bin­dung mit der Bahn­stre­cke „Wun­der­line“. Dafür sei­en attrak­ti­ve Kom­bi­ti­ckets erfor­der­lich, mit denen Rad­fah­ren­de Bahn und Fahr­rad unkom­pli­ziert mit­ein­an­der ver­bin­den können.

Auch bei nie­der­län­di­schen Gäs­ten sieht der Ver­ein noch Mög­lich­kei­ten, das Inter­es­se an der Rou­te zu stei­gern. Bis­lang stam­men rund zwei Drit­tel der Rad­tou­ris­ten aus Deutschland.

EU-För­de­rung unter­stützt wei­te­re Verbesserungen

Die Euro­päi­sche Uni­on beglei­tet die Ent­wick­lung der Inter­na­tio­na­len Dol­lard Rou­te seit ihrer Grün­dung. Der Ver­ein war im Lau­fe der Jah­re an meh­re­ren Inter­reg-Pro­gram­men beteiligt.

Auch im aktu­el­len Inter­reg-Pro­gramm 6a „Wat­ten­Vi­si­on“ wird die Rou­te wei­ter auf­ge­wer­tet. Unter Feder­füh­rung des Öko­werks aus Emden ent­ste­hen natur­na­he Rast­plät­ze ent­lang der Stre­cke. Sie sol­len Rad­fah­ren­den zusätz­li­che Mög­lich­kei­ten für Pau­sen bie­ten und zugleich den Natur­raum stär­ker in das tou­ris­ti­sche Ange­bot einbeziehen.

Mit dem 30-jäh­ri­gen Bestehen blickt die Inter­na­tio­na­le Dol­lard Rou­te auf eine Ent­wick­lung zurück, die aus einer gemein­sa­men Idee in wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten her­vor­ge­gan­gen ist. Aus dem ursprüng­lich rund 180 Kilo­me­ter lan­gen Rad­wan­der­weg ist ein 354 Kilo­me­ter umfas­sen­des grenz­über­schrei­ten­des Tou­ris­mus­an­ge­bot gewor­den, das Ost­fries­land und die nie­der­län­di­sche Pro­vinz Gro­nin­gen mit­ein­an­der verbindet.

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Leda­brü­cke in Leer gesperrt: Umlei­tun­gen am 20. und 21. Okto­ber 2026

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Leda­brü­cke in Leer wird am 20. und 21. Okto­ber tags­über gesperrt

Leer – Auto­fah­rer müs­sen sich am 20. und 21. Okto­ber 2026 auf Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen im Bereich der Leda­brü­cke in Leer ein­stel­len. Wegen einer tur­nus­mä­ßi­gen Bau­werks­prü­fung wird die Brü­cke an der Bun­des­stra­ße 70 (B 70), Papen­bur­ger Stra­ße, an bei­den Tagen jeweils von 9 bis 16 Uhr für den gesam­ten Kraft­fahr­zeug­ver­kehr gesperrt. Das teil­te die Stadt Leer mit.

Bau­werks­prü­fung an der Ledabrücke

Die regel­mä­ßi­ge Prü­fung ist erfor­der­lich, um den Zustand des Bau­werks beur­tei­len und mög­li­che Ver­än­de­run­gen früh­zei­tig erken­nen zu kön­nen. Dafür muss die Leda­brü­cke an zwei Tagen vor­über­ge­hend für den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr gesperrt werden.

Die Stadt Leer weist dar­auf hin, dass es sich bei den ange­ge­be­nen Zei­ten um Pla­nungs­ter­mi­ne han­delt. Die tat­säch­li­che Dau­er der Sper­rung kann daher kür­zer oder län­ger aus­fal­len als vorgesehen.

Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer kön­nen die Brü­cke passieren

Für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer bleibt die Leda­brü­cke wäh­rend der Arbei­ten ein­ge­schränkt pas­sier­bar. Sie kön­nen den Bereich ein­sei­tig pas­sie­ren. Die Durch­fahrt für Ret­tungs­fahr­zeu­ge wird jeder­zeit gewährleistet.

Für den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr wer­den aus­ge­schil­der­te Umlei­tun­gen eingerichtet.

Umlei­tung von Papen­burg nach Leer

Wer aus Rich­tung Papen­burg nach Leer fah­ren möch­te, wird über die Umlei­tung U1 geführt. Die­se ver­läuft über die Bun­des­stra­ße 438 (B 438) in Rich­tung Rhau­der­fehn. Von dort geht es über die B 72 und die Auto­bahn 28 (A 28) wei­ter zur B 436 nach Leer.

Umlei­tung von Leer nach Papenburg

Für Ver­kehrs­teil­neh­mer, die von Leer in Rich­tung Papen­burg unter­wegs sind, ist die Umlei­tung U2 vor­ge­se­hen. Sie führt zunächst über die B 436 und anschlie­ßend auf die A 28. An der Anschluss­stel­le Fils­um wech­seln die Fah­rer auf die B 72. In Höhe Rhau­der­fehn geht es schließ­lich über die B 438 wei­ter in Rich­tung Papenburg.

Ver­kehrs­teil­neh­mer soll­ten die Umlei­tun­gen bei ihrer Fahrt­pla­nung berück­sich­ti­gen und gege­be­nen­falls zusätz­li­che Fahr­zeit einplanen.

Ver­kehrs­maß­nah­men ab Auf­stel­lung der Schilder

Die ver­kehrs­be­hörd­li­chen Maß­nah­men tre­ten mit der Anbrin­gung bezie­hungs­wei­se Auf­stel­lung der ent­spre­chen­den Ver­kehrs­zei­chen in Kraft. Die Umlei­tun­gen wer­den ausgeschildert.

Die Bekannt­ma­chung der Stadt Leer trägt das Datum vom 8. Okto­ber 2026. Als zustän­di­ge Behör­de zeich­net die Stadt Leer (Ost­fries­land), ver­tre­ten durch den Bür­ger­meis­ter, verantwortlich.

Die wich­tigs­ten Ter­mi­ne im Überblick:

  • Sper­rung: Leda­brü­cke (B 70/Papenburger Stra­ße), Leer

  • Datum: Diens­tag, 20. Okto­ber, und Mitt­woch, 21. Okto­ber 2026

  • Uhr­zeit: jeweils von 9 bis 16 Uhr

  • Betrof­fen: gesam­ter Kraftfahrzeugverkehr

  • Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer: ein­sei­ti­ge Pas­sa­ge möglich

  • Ret­tungs­fahr­zeu­ge: Durch­fahrt jeder­zeit gewährleistet

  • Umlei­tun­gen: U1 von Papen­burg nach Leer, U2 von Leer nach Papenburg

 

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