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Dorf­ju­gend Uple­n­gen spen­det für das Schutzengel-Huus

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Die Dorf­ju­gend Uple­n­gen sam­mel­te im Rah­men ihrer Som­mer­ak­ti­vi­tä­ten Geld für das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ und über­gab am Mon­tag die Spen­de in Höhe von 150 Euro. (v.l.) Kai Ger­des (2. Vor­sit­zen­der Dorf­ju­gend Uple­n­gen e.V.), Sören Brun­ken (1. Vor­sit­zen­der Dorf­ju­gend Uple­n­gen e.V.), Syl­via Doy­en (Lei­te­rin Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“), Ste­pha­nie Saat­hoff (Kas­sen­war­tin Dorf­ju­gend Uple­n­gen e.V.), Ulf Thie­le (Vor­sit­zen­der För­der­ver­ein Schutz­en­gel-Huus e.V.), Sven Wol­ters (Kas­sen­wart Dorf­ju­gend Uple­n­gen e.V.).        Foto: Simo­ne Schonvogel

Dorf­ju­gend Uple­n­gen unter­stützt das Schutzengel-Huus

Geld­samm­lun­gen im Rah­men ver­schie­de­ner Sommeraktivitäten

Uple­n­gen – „Wir wol­len als Dorf­ju­gend etwas für ande­re Kin­der und Jugend­li­che tun. Und das Schutz­en­gel-Huus unter­stüt­zen wir ger­ne, da dort jun­ge Men­schen gepflegt wer­den, die nicht auf der Son­nen­sei­te des Lebens sind.“ Mit die­sen Wor­ten über­gab Sören Brun­ken, Vor­sit­zen­der der Dorf­ju­gend Uple­n­gen, einen sym­bo­li­schen Scheck in Höhe von 150 Euro an Ulf Thie­le, den Vor­sit­zen­den des För­der­ver­eins Schutz­en­gel-Huus e.V., sowie an Syl­via Doy­en, die Lei­te­rin des Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ der Dia­ko­nie Hesel-Jümme-Uplengen.

Die Dorf­ju­gend Uple­n­gen hat­te im Rah­men ihrer Som­mer-Tref­fen Geld für das Schutz­en­gel-Huus gesam­melt. Der För­der­ver­ein wird die Spen­de für die antei­li­ge Finan­zie­rung eines Snoe­zel-Wagens nut­zen. Die­ser ist mit Tech­nik aus­ge­stat­tet, die durch Licht- und Ton­ef­fek­te in einem abge­dun­kel­ten Raum eine beru­hi­gen­de Wohl­fühl­at­mo­sphä­re schafft. „Wir freu­en uns sehr über die Unter­stüt­zung der Dorf­ju­gend. Dass jun­ge Men­schen auch an unser Haus und die Kin­der mit ihren Fami­li­en dort den­ken, fin­de ich groß­ar­tig. Das Geld kön­nen wir für die Anschaf­fung des Snoe­zel-Wagens sehr gut gebrau­chen“, erklär­te Ulf Thiele.

Thie­le und Syl­via Doy­en nah­men sich Zeit, den Ver­tre­tern der Dorf­ju­gend das Schutz­en­gel-Huus zu zei­gen und die Auf­ga­ben sowie die Arbeit des Pfle­ge­teams zu erläutern.

Hin­ter­grund

Das Schutz­en­gel-Huus Micha­el ist eine ambu­lan­te Ein­rich­tung der Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen gGmbH, die schwer­kran­ke und inten­siv pfle­ge­be­dürf­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che im Nord­wes­ten Nie­der­sach­sens betreut. Das Haus in Remels wur­de Ende Juli 2023 eröff­net und schließt die Ver­sor­gungs­lü­cke zwi­schen der inten­siv­me­di­zi­ni­schen sta­tio­nä­ren Behand­lung im Kran­ken­haus und der ambu­lan­ten häus­li­chen Pflege.

Es ermög­licht eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Ver­sor­gung durch ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team unter Ein­be­zie­hung der Eltern und Geschwis­ter und baut damit eine Brü­cke zwi­schen Kli­nik und Zuhau­se. Zudem bie­tet es Fami­li­en eine wohn­ort­na­he Mög­lich­keit, die Her­aus­for­de­run­gen der häus­li­chen Pfle­ge zu bewäl­ti­gen. Die Eltern kön­nen ihr pfle­ge­be­dürf­ti­ges Kind für bis zu vier Wochen im Schutz­en­gel-Huus unter­brin­gen, um sich eine wohl­ver­dien­te Aus­zeit zu gönnen.


 

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Eigen­tums­woh­nung in Leer (Ost­fries­land) – Ihr neu­es Zuhau­se oder Kapitalanlage

 

Ent­de­cken Sie die­se attrak­ti­ve 3‑Zim­mer-Eigen­tums­woh­nung in Leer (Ost­fries­land), die sich ide­al sowohl für Eigen­nut­zer als auch für Kapi­tal­an­le­ger eig­net. Die Woh­nung steht aktu­ell leer, was Ihnen sofor­ti­ge Fle­xi­bi­li­tät und Nut­zungs­mög­lich­kei­ten bietet.

Hel­le und freund­li­che Wohnräume

Mit einer Wohn­flä­che von 77 m² im zwei­ten Ober­ge­schoss eines gepfleg­ten Mehr­fa­mi­li­en­hau­ses prä­sen­tiert sich die Woh­nung in einem voll­stän­dig reno­vier­ten Zustand. Der groß­zü­gi­ge Wohn­be­reich von ca. 21,97 m² und die zwei Schlaf­zim­mer (14,34 m² und 13,28 m²) schaf­fen eine ein­la­den­de Atmo­sphä­re. Eine moder­ne Küche (7,46 m²) und ein gut geschnit­te­nes Bade­zim­mer (3,80 m²) run­den das Ange­bot ab. Beson­ders her­vor­zu­he­ben ist der 10 m² gro­ße Bal­kon, der mit einem neu­en Gelän­der aus­ge­stat­tet wur­de und zum Ent­span­nen einlädt.

Zen­tra­le Lage mit bes­ten Anbindungen

Die Woh­nung befin­det sich in einer bevor­zug­ten Lage, nur 8 Geh­mi­nu­ten von der Innen­stadt und dem Bahn­hof ent­fernt. Hier genie­ßen Sie die Vor­zü­ge der urba­nen Infra­struk­tur mit zahl­rei­chen Ein­kaufs­mög­lich­kei­ten, Restau­rants und Frei­zeit­an­ge­bo­ten. Schu­len, Kin­der­gär­ten und medi­zi­ni­sche Ein­rich­tun­gen sind eben­falls schnell zu errei­chen. Die aus­ge­zeich­ne­te Anbin­dung an den öffent­li­chen Nah­ver­kehr sowie die nahe­ge­le­ge­nen Auto­bah­nen A28 und A31 machen die Anrei­se zu benach­bar­ten Städ­ten wie Emden und Olden­burg bequem und unkompliziert.

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Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Ausstattung

Der Ener­gie­aus­weis weist eine Ver­brauchs­ef­fi­zi­enz­klas­se von E aus, mit einem End­ener­gie­be­darf von 145 kWh/(m²*a). Die Hei­zung wur­de 1995 instal­liert und sorgt für eine ange­neh­me Wär­me in den Wintermonaten.

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Ter­mi­ne zur kos­ten­lo­sen Baum- und Strauch­schnitt­ab­fuhr im Land­kreis Leer

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Baum- und Strauch­schnitt­ab­fuhr 2026 im Land­kreis Leer: Ter­mi­ne und wich­ti­ge Regeln

Im Land­kreis Leer star­tet am 2. März die jähr­li­che kos­ten­lo­se Abfuhr von Baum- und Strauch­schnitt. Pri­va­te Haus­hal­te kön­nen ihren Grün­schnitt zu den fest­ge­leg­ten Ter­mi­nen bequem am Stra­ßen­rand abho­len las­sen. Hier fin­den Sie alle Ter­mi­ne, Vor­ga­ben und gesetz­li­chen Hin­wei­se im Überblick.


Ablauf und Vor­aus­set­zun­gen für die Abholung

Damit die Abfuhr rei­bungs­los funk­tio­niert, bit­tet die Abfall­wirt­schaft des Land­krei­ses Leer (ALL) um die Beach­tung fol­gen­der Regeln:

  • Bereit­stel­lung: Das Mate­ri­al muss am Abfuhr­tag bis spä­tes­tens 6:00 Uhr mor­gens am Stra­ßen­rand lie­gen. Der öffent­li­che Ver­kehr darf dabei nicht behin­dert werden.

  • Bün­de­lung: Die Äste und Sträu­cher müs­sen gebün­delt sein. Wich­tig: Ver­wen­den Sie aus­schließ­lich Stroh- oder Bast­band. Kunst­stoff­bän­der sind nicht zulässig.

  • Maße und Gewicht: Ein Bün­del darf maxi­mal 2 Meter lang sein und höchs­tens 50 Kilo­gramm wie­gen. Der Durch­mes­ser ein­zel­ner Äste darf 15 cm nicht überschreiten.

  • Aus­schlüs­se: Baum­stub­ben, in Säcke ver­pack­te Gar­ten­ab­fäl­le sowie Grün­schnitt aus gewerb­li­cher Nut­zung (z. B. Gar­ten­bau­be­trie­be) wer­den nicht mitgenommen.


Alle Abfuhr­ter­mi­ne 2026 im Überblick

Die Ein­samm­lung erfolgt nach einem fes­ten Zeit­plan in den jewei­li­gen Gemeinden:

Datum Gemein­de / Stadtgebiet
02. März Gemein­de Rhauderfehn
03. März Gemein­de Ostrhauderfehn
04. März Wes­t­ov­er­le­din­gen (nörd­li­cher Teil)
05. März Wes­t­ov­er­le­din­gen (süd­li­cher Teil)
06. März Samt­ge­mein­de Jümme
09. März Gemein­de Jem­gum sowie Tei­le von Bun­de (Dol­lart, Bund­er­hee teilweise)
10. März Gemein­de Bun­de (Bun­de, Bund­er­hee, Boen, Wymeer)
11. März Stadt Wee­ner (Hol­thusen, Sta­pel­moor, Die­le, Vel­la­ge, Hal­te, Tichelwarf)
12. März Stadt Wee­ner (Stadt­ge­biet)
13. März Stadt Wee­ner (Möh­len­warf, Ween­er­moor, Bescho­ten­weg, Kirch­bor­gum u.a.)
16. März Samt­ge­mein­de Hesel
17. März Gemein­de Uplengen
18. März Moorm­er­land (War­singsfehn, Neer­moor Kolonie)
19. März Moorm­er­land (Older­sum, Neer­moor, Veen­husen, Rori­chum u.a.)
20. März Moorm­er­land (Hats­hau­sen, Boek­ze­tel­er­fehn, Jheringsfehn)

Son­der­re­ge­lung für Leer und Borkum

In der Stadt Leer und auf der Insel Bor­kum fin­det die Abfuhr in der Woche vom 16. bis 20. März 2026 statt. Die Abho­lung erfolgt dort jeweils am regu­lä­ren Tag der Hausmüllabfuhr.


Gesetz­li­che Schnitt­ver­bo­te ab dem 1. März beachten

Der Land­kreis Leer erin­nert in die­sem Zusam­men­hang an das Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz. Vom 1. März bis zum 30. Sep­tem­ber ist ein radi­ka­ler Rück­schnitt von Bäu­men, Hecken und Gebü­schen zum Schutz brü­ten­der Vögel und wild­le­ben­der Tie­re grund­sätz­lich verboten.

Was ist wei­ter­hin erlaubt?

  • Scho­nen­de Form- und Pflegeschnitte.

  • Das Aus­lich­ten von Obstbäumen.

  • Das Ent­fer­nen des jähr­li­chen Zuwach­ses bei Hecken.

Kon­takt und wei­te­re Informationen

Detail­lier­te Infos zu den ein­zel­nen Stra­ßen­zü­gen sind online unter www.all-leer.de/abfuhrtermine abruf­bar. Für per­sön­li­che Rück­fra­gen steht die Abfall­be­ra­tung unter der kos­ten­lo­sen Ser­vice­num­mer 0800 — 9 25 24 23 zur Verfügung.

 
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Beginn der Amphi­bi­en­wan­de­rung in Ost­fries­land: NABU bit­tet um Rücksicht

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Amphi­bi­en­wan­de­rung in Ost­fries­land: NABU bit­tet um Rück­sicht­nah­me im Straßenverkehr

Regi­on Ost­fries­land – Mit dem Ein­zug mil­der Früh­lings­tem­pe­ra­tu­ren beginnt an die­sem Wochen­en­de ein beson­de­res Natur­schau­spiel: die jähr­li­che Amphi­bi­en­wan­de­rung. Sobald das Ther­mo­me­ter die Mar­ke von fünf Grad Cel­si­us über­schrei­tet, been­den Krö­ten, Mol­che und Frö­sche ihre Win­ter­star­re und machen sich auf den Weg zu ihren Laichgewässern.


Lebens­ge­fahr auf dem Weg zum Laichgewässer

Die Wan­de­rung der Amphi­bi­en fin­det vor allem in der Däm­me­rung und nachts statt. Beson­ders bei feuch­ter Wit­te­rung oder Regen sind die Tie­re ver­stärkt unter­wegs. Da ihre Wan­der­rou­ten oft von viel befah­re­nen Stra­ßen gekreuzt wer­den, ist das Risi­ko, über­fah­ren zu wer­den, enorm hoch.

Um das Mas­sen­ster­ben zu ver­hin­dern, haben Ehren­amt­li­che des NABU Ost­fries­land und wei­te­rer Natur­schutz­or­ga­ni­sa­tio­nen bereits vie­ler­orts Amphi­bi­en­zäu­ne errich­tet. Doch der Schutz durch Zäu­ne allein reicht nicht aus.

Ein Appell an alle Autofahrer

Jan Fuchs, Lei­ter der NABU-Regio­nal­ge­schäfts­stel­le in Ost­fries­land, mahnt zur Vorsicht:

„Wir bit­ten alle Per­so­nen, die in der Däm­me­rung oder nachts mit dem Auto unter­wegs sind, äußerst auf­merk­sam zu fah­ren. Der Tod auch nur eines ein­zi­gen Weib­chens ist dra­ma­tisch für den Fort­be­stand der gesam­ten Population.“

Ein Krö­ten­weib­chen trägt bereits jetzt zwi­schen 2.000 und 4.000 Eier in Form von Laich­schnü­ren in sich. Wer­den die­se Tie­re getö­tet, geht der Nach­wuchs einer gan­zen Gene­ra­ti­on verloren.


Wis­sen­schaft­li­cher Natur­schutz: Daten­samm­lung am Krötenzaun

Die Arbeit der Hel­fer geht weit über das blo­ße Tra­gen der Tie­re über die Stra­ße hin­aus. An den Zäu­nen wer­den die Amphibien:

  1. Nach Arten bestimmt.

  2. Zah­len­mä­ßig genau erfasst.

  3. In Lang­zeit­stu­di­en dokumentiert.

Die­se Daten sind essen­zi­ell, um die Bestands­ent­wick­lung zu ver­ste­hen. Die Ergeb­nis­se der letz­ten Jah­re sind jedoch besorgniserregend.

War­um die Bestän­de einbrechen

Neben dem Stra­ßen­tod kämp­fen Amphi­bi­en mit wei­te­ren exis­tenz­be­dro­hen­den Faktoren:

  • Tro­cken­heit: Feh­len­de Feuch­tig­keit in den ver­gan­ge­nen Jah­ren erschwert das Überleben.

  • Insek­ten­ster­ben: Die Nah­rungs­grund­la­ge schwin­det massiv.

  • Umwelt­gif­te: Amphi­bi­en neh­men Schad­stof­fe direkt über ihre emp­find­li­che Haut auf.

  • Lebens­raum­ver­lust: Schwin­den­de Bio­to­pe füh­ren dazu, dass selbst Arten wie die Erd­krö­te oder der Gras­frosch deut­li­che Bestands­rück­gän­ge verzeichnen.


Mit­ma­chen: Wer­den Sie zum Daten-Life­ran­ten für “Her­pe­to­Map”

Um den Schutz der Tie­re auf ein wis­sen­schaft­li­ches Fun­da­ment zu stel­len, hat der NABU Nie­der­sach­sen das Por­tal Her­pe­to­Map (geför­dert durch die Nie­der­säch­si­sche Bin­go-Umwelt­stif­tung) ins Leben geru­fen. Auf www.herpetomap.de kön­nen sich Behör­den und die Öffent­lich­keit über die Ver­brei­tung von Amphi­bi­en und Rep­ti­li­en in Nie­der­sach­sen informieren.

So kön­nen Sie hel­fen – auch ohne Fachwissen:

  • Fotos machen: Ent­de­cken Sie Amphi­bi­en oder Rep­ti­li­en, machen Sie ein ein­deu­ti­ges Foto.

  • Stand­ort mel­den: Notie­ren Sie den genau­en Fundort.

  • E‑Mail sen­den: Schi­cken Sie die Infor­ma­tio­nen an die Pro­jekt­lei­tung unter ralf.berkhan@NABU-Niedersachsen.de.

Durch die­se Bür­ger­wis­sen­schaft (Citi­zen Sci­ence) tra­gen Sie dazu bei, die wert­vol­len Lebens­räu­me in Ost­fries­land und ganz Nie­der­sach­sen dau­er­haft zu schützen.

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Ankauf des Syn­ago­gen­grund­stücks als Chan­ce für einen wür­di­gen Erinnerungsort

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Ein Mei­len­stein gegen das Ver­ges­sen: SPD Leer sieht his­to­ri­sche Chan­ce für Synagogengrundstück

Ein jah­re­lan­ger Still­stand fin­det sein Ende: Der Ankauf des ehe­ma­li­gen Syn­ago­gen­grund­stücks an der Heis­fel­der Stra­ße durch die Stadt Leer mar­kiert weit mehr als nur ein Immo­bi­li­en­ge­schäft. Es ist der spä­te Sieg der Beharr­lich­keit über die Sta­gna­ti­on und ein tief­grei­fen­des Signal für die Erin­ne­rungs­kul­tur in unse­rer Stadt.

Der SPD-Orts­ver­ein Leer reagiert mit deut­li­cher Erleich­te­rung und aus­drück­li­cher Zustim­mung auf die Nach­richt, dass eine Eini­gung mit dem bis­he­ri­gen Eigen­tü­mer erzielt wer­den konn­te. Für den Orts­vor­sit­zen­den Jar­no Beh­rens ist die­ser Schritt ein „wich­ti­ger Durch­bruch“, der den Weg frei macht für ein Vor­ha­ben, das längst über­fäl­lig war: die Trans­for­ma­ti­on einer geschichts­träch­ti­gen Bra­che in einen leben­di­gen Ort des Gedenkens.

Aus­dau­er als Schlüs­sel zum Erfolg

Hin­ter der nun ver­kün­de­ten Eini­gung lie­gen Jah­re inten­si­ver Bemü­hun­gen. Dass die Stadt Leer nun end­lich Zugriff auf das Are­al hat, auf dem einst das geis­ti­ge Zen­trum der jüdi­schen Gemein­de stand, ist das Resul­tat poli­ti­scher Aus­dau­er und ste­ti­gen öffent­li­chen Drucks. „Damit ist end­lich die Vor­aus­set­zung geschaf­fen, die­sen Ort der Stadt­ge­sell­schaft zurück­zu­ge­ben“, betont Beh­rens. Es geht dabei nicht um eine musea­le Kon­ser­vie­rung der Ver­gan­gen­heit, son­dern um die Hei­lung einer städ­te­bau­li­chen und mora­li­schen Wun­de im Her­zen Leers.

Ein Ver­spre­chen an Albrecht Weinberg

Beson­de­re mora­li­sche Gewich­tung erfährt die­ser Durch­bruch durch die Ver­bin­dung zum Holo­caust-Über­le­ben­den und Ehren­bür­ger Albrecht Wein­berg. Sein uner­müd­li­ches Mah­nen und sein expli­zi­ter Wunsch nach einem wür­di­gen Erin­ne­rungs­ort waren über Jah­re hin­weg der ethi­sche Kom­pass in die­ser Debatte.

Die Eini­gung ist somit auch eine Ver­pflich­tung gegen­über den Zeit­zeu­gen. Es liegt nun in der Ver­ant­wor­tung der aktu­el­len Akteu­re, dafür zu sor­gen, dass aus der blo­ßen Flä­che zeit­nah ein Ort ent­steht, der der Geschich­te gerecht wird und künf­ti­gen Gene­ra­tio­nen als Mahn­mal dient.

Der Blick nach vorn: Par­ti­zi­pa­ti­on statt Hinterzimmerpolitik

Für die SPD Leer ist mit dem Kauf jedoch erst das Fun­da­ment gelegt. Ent­schei­dend wird nun die Aus­ge­stal­tung sein. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten for­dern daher, die ange­kün­dig­te Arbeits­grup­pe ohne Ver­zug einzusetzen.

Dabei setzt der Orts­ver­ein auf ein brei­tes Fundament:

  • Früh­zei­ti­ge Ein­bin­dung: Poli­tik und Zivil­ge­sell­schaft müs­sen Hand in Hand arbeiten.

  • Bil­dungs­im­pul­se: Schu­len sol­len aktiv in die Kon­zep­ti­on ein­be­zo­gen wer­den, um den Ort als päd­ago­gi­schen Anker­punkt zu etablieren.

  • Fach­li­che Exper­ti­se: Akteu­re der regio­na­len Erin­ne­rungs­kul­tur sind als unver­zicht­ba­re Bera­ter gefragt.

Es gilt nun, das Momen­tum zu nut­zen. Der Ankauf ist das Ende eines unwür­di­gen War­tens – und zugleich der Beginn einer gestal­te­ri­schen Auf­ga­be, die das Selbst­ver­ständ­nis der Stadt Leer als Ort der Tole­ranz und Wach­sam­keit nach­hal­tig prä­gen wird.

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Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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Rock-For­ma­ti­on Accu­ra­cy gas­tiert beim Knei­pen­fes­ti­val Leer Live im Celona

Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...

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Ers­tes Coun­try Fest im Live Music Cen­ter Hin­te angekündigt

Coun­try Fest 2026: Wil­der Wes­ten zieht ins Live Music Cen­ter Hin­te ein Am 21. März 2026 ver­wan­delt sich das Live Music...

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Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag in Moorm­er­land bie­tet Früh­jahrs­trends und Wohndesign

Früh­lings­er­wa­chen in Moorm­er­land: Ver­kaufs­of­fe­ner Sonn­tag bei Möbel­haus Thiems und flo­ra & fauna Moorm­er­land. Wäh­rend der Win­ter sich lang­sam ver­ab­schie­det, set­zen das...

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Leer Live 2026: Zwölf Kon­zer­te in zwölf Locations

Leer Live! 2026: Das Knei­pen­fes­ti­val ver­wan­delt die Innen­stadt in eine Konzertmeile LEER – Nach dem beein­dru­cken­den Erfolg der Neu­auf­la­ge im...

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Hei­mat­büh­ne Bin­gum bringt platt­deut­sche Komö­die auf die Bühne

Vor­hang auf in Bin­gum: Pre­mie­re für platt­deut­sche Komö­die „Bi Rön­ne­kamp is Utverkop“ BINGUM – Für die Hei­mat­büh­ne Bin­gum beginnt die...

Veranstaltung

15 Jah­re LAKESIDE PARK – Ost­fries­lands Sound fei­ert Jubiläum

15 Jah­re LAKESIDE PARK – Jubi­lä­ums­kon­zert bei frei­em Eintritt Seit 15 Jah­ren steht LAKESIDE PARK für hand­ge­mach­te Live­mu­sik mit Cha­rak­ter....

Veranstaltung

101 Jah­re Lebens­weg: Ein Abend für Albrecht Weinberg

Ein Jahr­hun­dert Zeit­ge­schich­te: Film­vor­füh­rung zum 101. Geburts­tag von Albrecht Weinberg Ein beson­de­res Jubi­lä­um wirft sei­ne Schat­ten vor­aus: Albrecht Wein­berg, der...

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Start­schuss in der Nord­see­hal­le: Die Emder Eis­zeit ist eröffnet

Eis frei in Emden: Das Win­ter-High­light in der Nord­see­hal­le ist zurück! Drau­ßen herrscht das typi­sche Janu­ar-Grau, doch in der Nord­see­hal­le...

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Bewe­gen­des Histo­ry-Tel­ling: Das Grenz­gän­ger-Pro­jekt live in Jemgum

Musi­ka­li­sches Mahn­mal: „Grenz­gän­ger“ am 24. Janu­ar im Bür­ger­haus Jemgum Ein Trio, drei Jahr­zehn­te Freund­schaft und Geschich­ten, die nicht ver­stum­men dür­fen:...