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Ener­gie­wen­de — Strom­ver­brauch wird deut­lich zunehmen.

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  • Fle­xi­bler Betrieb von Lade­sta­tio­nen für E‑Autos und Wär­me­pum­pen durch pri­va­te Haus­hal­te kann Strom­net­ze bes­ser auslasten.
  • Der vzbv for­dert zeit­va­ria­ble Netz­ent­gel­te, um Ver­brau­chern eine hohe Wahl­frei­heit und Kos­ten­ef­fi­zi­enz zu ermöglichen.
  • Das BMWi hat den Gesetz­ent­wurf, der ein­sei­tig auf das Modell der Spit­zen­glät­tung setzt, am Frei­tag zurückgezogen.

Im Rah­men der Ener­gie­wen­de steigt nicht nur die Strom­erzeu­gung aus erneu­er­ba­ren Ener­gien deut­lich an, auch der Strom­ver­brauch wird durch eine gro­ße Zahl von Elek­tro­au­tos, elek­trisch betrie­be­nen Wär­me­pum­pen und Spei­chern zuneh­men. Da die­se Strom­ver­brau­cher fle­xi­bel gesteu­ert wer­den kön­nen, gilt es aus Sicht des Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­bands (vzbv), die­ses Poten­ti­al für eine bes­se­re Ver­zah­nung von Strom­erzeu­gung und ‑ver­brauch zu nut­zen, um Kos­ten zu spa­ren. Der am 22.12.2020 vom Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) vor­ge­leg­te und am 15.01.2021 zurück­ge­zo­ge­ne Ent­wurf eines Geset­zes zur zügi­gen und siche­ren Inte­gra­ti­on steu­er­ba­rer Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen in die Ver­tei­ler­net­ze und zur Ände­rung wei­te­rer ener­gie­recht­li­cher Vor­schrif­ten (Steu­er­ba­re-Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen-Gesetz – Steu­VerG) wur­de die­sem Ansatz bei wei­tem nicht gerecht.

„Zeit­va­ria­ble Netz­ent­gel­te ermög­li­chen Ver­brau­chern bei ent­spre­chen­den Preis­si­gna­len eine ech­te Wahl­mög­lich­keit. Lade­sta­tio­nen für Elek­tro­au­tos und Wär­me­pum­pen kön­nen bei erhöh­tem Strom­an­ge­bot zuge­schal­tet und beson­ders preis­güns­tig betrie­ben wer­den. So kön­nen Ver­brau­cher ihren Strom­ver­brauch fle­xi­bel gestal­ten und Kos­ten spa­ren. Gleich­zei­tig kön­nen Eng­päs­se im Strom­netz vor­ge­beugt und erneu­er­ba­re Ener­gien ver­stärkt genutzt wer­den. Der vom Bun­des­wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um vor­ge­leg­te Gesetz­ent­wurf greift genau die­se Idee nicht auf. Es ist daher fol­ge­rich­tig, dass Minis­ter Alt­mai­er die­sen Ent­wurf zurück­ge­zo­gen hat. Rede­be­darf soll­te jetzt nicht nur mit den Auto­mo­bil­her­stel­lern und Netz­be­trei­bern bestehen. Der Vor­schlag des vzbv liegt auf dem Tisch“, sagt Klaus Mül­ler, Vor­stand des vzbv.

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Fle­xi­bi­li­tät von neu­en Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen nutzen

Die Elek­tri­fi­zie­rung der Berei­che Ver­kehr, Gebäu­de und Indus­trie kann eine tra­gen­de Rol­le bei der Errei­chung der deut­schen Kli­ma­zie­le spie­len. Die gro­ße Zahl neu­er pri­va­ter Lade­ein­rich­tun­gen für Elek­tro­fahr­zeu­ge und elek­tri­sche Wär­me­pum­pen im Gebäu­de­be­reich wird den Strom­ver­brauch erhö­hen. Gleich­zei­tig kön­nen die­se neu­en Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen fle­xi­bler betrie­ben wer­den als zum Bei­spiel Küchen­ge­rä­te, Durch­lauf­er­hit­zer oder Lam­pen. Ein Teil der E‑Autos kann auch nachts gela­den, der Betrieb von Wär­me­pum­pen zeit­lich befris­tet unter­bro­chen wer­den. Zudem kön­nen durch einen fle­xi­ble­ren Ver­brauch auch die Strom­net­ze bes­ser aus­ge­las­tet wer­den. Eine Fle­xi­bi­li­sie­rung des Ver­brauchs kann somit an ver­schie­de­nen Stel­len im Strom­ver­sor­gungs­sys­tem zur Ver­bes­se­rung der Kos­ten­ef­fi­zi­enz und der Ver­sor­gungs­si­cher­heit beitragen.

vzbv for­dert zeit­va­ria­ble Netz­ent­gel­te als ver­brau­cher­freund­li­chen Regelansatz

Aus Sicht des vzbv ist für die Inte­gra­ti­on der neu­en fle­xi­blen Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen in das Strom­netz eine Kom­bi­na­ti­on aus zeit­va­ria­blen Netz­ent­gel­ten als Regel­kom­po­nen­te und einer auf das Not­wen­digs­te redu­zier­ten Form der Spit­zen­glät­tung im Aus­nah­me­fall am bes­ten geeig­net. Dazu hat der vzbv 2020 ein Gut­ach­ten in Auf­trag gegeben.

Gesetz­ent­wurf zur Spit­zen­glät­tung ist nicht stimmig

Der Geset­zes­ent­wurf des BMWi für das Sys­tem der Spit­zen­glät­tung war auch in sich pro­ble­ma­tisch. Die geplan­te Spit­zen­glät­tung umfasst Strom­ab­re­ge­lun­gen von bis zu zwei Stun­den täg­lich, in denen Ver­brau­cher zum Bei­spiel ihre Elek­tro­au­tos nicht laden kön­nen. Vor­ga­ben und Anrei­ze für die Netz­be­trei­ber, die Spit­zen­glät­tung zu mini­mie­ren, feh­len. Die Kos­ten-Nut­zen-Rech­nung muss grund­le­gend über­ar­bei­tet wer­den. Die vor­ge­schla­ge­nen Neu­re­ge­lun­gen für die Netz­ent­gel­te sind hoch kom­plex und gehen viel wei­ter als erfor­der­lich. Nicht zuletzt muss aus­ge­schlos­sen wer­den, dass Ver­brau­cher­haus­hal­te ohne fle­xi­ble Ver­brauchs­ein­rich­tun­gen finan­zi­ell zusätz­lich belas­tet wer­den, indem sie für die erheb­li­chen Netz­ent­gelt­nach­läs­se für fle­xi­ble Ver­brau­cher auf­kom­men müssen.


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Nie­der­sach­sen: Reform des christ­li­chen Reli­gi­ons­un­ter­richts setzt auf Ökumene

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Öku­me­ne statt Aus­gren­zung: Nie­der­sach­sens neu­er Weg im Religionsunterricht

In der Debat­te um die Zukunft der reli­giö­sen Bil­dung in Nie­der­sach­sen herrscht der­zeit Unru­he. Poin­tier­te Schlag­zei­len sug­ge­rie­ren eine Abkehr von christ­li­chen Wer­ten im Klas­sen­zim­mer. Doch wer den Blick hin­ter die Kulis­sen der geplan­ten Reform wirft, erkennt ein ande­res Bild: Das neue Fach „Christ­li­che Reli­gi­on“, das ab dem kom­men­den Schul­jahr in Koope­ra­ti­on von katho­li­scher und evan­ge­li­scher Kir­che ein­ge­führt wird, ist kein Abschied vom Bekennt­nis, son­dern des­sen zeit­ge­mä­ße Weiterentwicklung.

Das Fun­da­ment bleibt christlich

Kul­tus­mi­nis­te­rin Julia Wil­lie Ham­burg stellt unmiss­ver­ständ­lich klar, dass die Iden­ti­tät des Faches gewahrt bleibt. Ent­ge­gen anders­lau­ten­der Berich­te ste­hen christ­li­che Inhal­te – von der Gott­eben­bild­lich­keit des Men­schen bis hin zur Mensch­wer­dung Got­tes in Jesus Chris­tus – im Zen­trum des Cur­ri­cu­lums. „Anders ist ein christ­li­cher Reli­gi­ons­un­ter­richt schlicht nicht denk­bar“, so die Minis­te­rin. Es geht nicht um eine Ver­wäs­se­rung, son­dern um die Ver­mitt­lung christ­li­cher Nar­ra­ti­ve, bibli­scher Tex­te und geleb­ter Fröm­mig­keit wie Gebet und Gottesdienst.

Dia­log als päd­ago­gi­sche Notwendigkeit

Ein Kri­tik­punkt der jüngs­ten Bericht­erstat­tung war die Ein­be­zie­hung ande­rer reli­giö­ser Per­spek­ti­ven, etwa des Islams im Kon­text der Zehn Gebo­te. Hier setzt die Reform auf intel­lek­tu­el­le Red­lich­keit: In einer reli­gi­ös hete­ro­ge­nen Schü­ler­schaft ist der inter­re­li­giö­se Dia­log kein Hin­der­nis, son­dern eine Vor­aus­set­zung für ein tie­fe­res Ver­ständ­nis der eige­nen Tra­di­ti­on. Wenn das Kern­cur­ri­cu­lum Bezü­ge zur Tho­ra oder den Säu­len des Islams her­stellt, geschieht dies, um christ­li­che Grund­wer­te in das Ver­hält­nis zur moder­nen, plu­ra­len Gesell­schaft zu set­zen. Den Vor­wurf „Scha­ria statt Jesus“ weist das Kul­tus­mi­nis­te­ri­um daher als sach­lich falsch und dis­kre­di­tie­rend zurück.

Ein bun­des­wei­tes Pilotprojekt

Das nie­der­säch­si­sche Modell genießt eine brei­te poli­ti­sche und kirch­li­che Legi­ti­mie­rung. Von der SPD über die CDU bis hin zu den Grü­nen und der FDP wur­de der Pro­zess von Beginn an unter­stützt. Dass die Lehr­plä­ne gemein­sam mit den (Erz-)Bistümern und Lan­des­kir­chen ent­wi­ckelt wur­den, unter­streicht den hohen qua­li­ta­ti­ven Anspruch. Die Kir­chen haben am Ende des Pro­zes­ses das letz­te Wort und müs­sen ihr Ein­ver­neh­men erklä­ren – eine ein­ge­bau­te Siche­rung gegen eine ein­sei­ti­ge staat­li­che Inhaltssteuerung.

Bil­dung für die Welt von morgen

Der neue christ­li­che Reli­gi­ons­un­ter­richt in Nie­der­sach­sen ist ein weg­wei­sen­des öku­me­ni­sches Pro­jekt. Er ver­bin­det die tief ver­wur­zel­ten Tra­di­tio­nen bei­der gro­ßen Kir­chen mit den Rea­li­tä­ten einer sich wan­deln­den Welt. Wer die Kern­cur­ri­cu­la liest, erkennt: Hier wird kein Glau­be an den Rand gedrängt, son­dern ein Fun­da­ment gegos­sen, auf dem Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen, ihre eige­ne Iden­ti­tät im Dia­log mit ande­ren zu finden.

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Zwi­schen Tra­di­ti­on und Trans­for­ma­ti­on: Der Bil­dungs­auf­trag des 21. Jahrhunderts

Die Reform des Reli­gi­ons­un­ter­richts in Nie­der­sach­sen ist weit mehr als eine orga­ni­sa­to­ri­sche Zusam­men­le­gung zwei­er Kon­fes­sio­nen. Sie ist die Ant­wort auf die kom­ple­xen Anfor­de­run­gen einer moder­nen Bil­dungs­land­schaft. Das neue Kern­cur­ri­cu­lum inte­griert sys­te­ma­tisch Quer­schnitts­the­men, die heu­te für jedes Schul­fach in Nie­der­sach­sen ver­pflich­tend sind, um Schü­le­rin­nen und Schü­ler auf eine glo­ba­li­sier­te Welt vorzubereiten.

Ein moder­ner Kanon: Von Nach­hal­tig­keit bis Medienkompetenz

Reli­gi­ons­un­ter­richt fin­det nicht im luft­lee­ren Raum statt. Die Aus­ein­an­der­set­zung mit der bibli­schen Schöp­fungs­er­zäh­lung mün­det im neu­en Fach kon­se­quent in Fra­gen der Bil­dung für nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung (BNE). Es geht dar­um, ethi­sche Leit­plan­ken ange­sichts der Kli­ma­kri­se zu ent­wi­ckeln. Eben­so fest ver­an­kert sind die Demo­kra­tie­bil­dung sowie der pro­ak­ti­ve Kampf gegen Anti­se­mi­tis­mus und Anti­is­la­mis­mus.

Die­se Inte­gra­ti­on ist kei­ne Abkehr von theo­lo­gi­schen Inhal­ten, son­dern deren Anwen­dung. Das Fach nutzt digi­ta­le Bil­dung und Inklu­si­on als metho­di­sche Stan­dards, um den Unter­richt ziel­dif­fe­rent und bar­rie­re­frei zu gestal­ten – ein Anspruch, der dem christ­li­chen Men­schen­bild der Teil­ha­be zutiefst entspricht.

Recht­li­che Sta­bi­li­tät und his­to­ri­sche Kooperation

Trotz der öku­me­ni­schen Öff­nung bleibt der ver­fas­sungs­recht­li­che Rah­men gewahrt. Gemäß Arti­kel 7 Absatz 3 des Grund­ge­set­zes ist und bleibt der Reli­gi­ons­un­ter­richt ein ordent­li­ches Lehr­fach unter staat­li­cher Schul­auf­sicht. Das Beson­de­re in Nie­der­sach­sen: Erst­mals tra­gen evan­ge­li­sche Lan­des­kir­chen und katho­li­sche Bis­tü­mer die inhalt­li­che Ver­ant­wor­tung gemeinsam.

Die­se Koope­ra­ti­on basiert auf einer fun­dier­ten Ver­ein­ba­rung zwi­schen Land und Kir­chen. Dass kirch­li­che Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter direkt an der Erstel­lung der Kern­cur­ri­cu­la mit­ge­wirkt haben, garan­tiert, dass die Bekennt­nis­ge­bun­den­heit trotz der neu­en Wei­te das tra­gen­de Fun­da­ment bleibt.

Die Schü­le­rin und der Schü­ler im Zentrum

Ein ent­schei­den­der didak­ti­scher Wen­de­punkt ist die kon­se­quen­te Schü­ler­ori­en­tie­rung. Der Unter­richt beginnt nicht mit abs­trak­ten Dog­men, son­dern bei den Fra­gen, Erfah­run­gen und Zwei­feln der jun­gen Gene­ra­ti­on. Von die­sem lebens­na­hen Aus­gangs­punkt schlägt das Fach die Brü­cke zu den gro­ßen theo­lo­gi­schen Ant­wor­ten des Christentums.

Die­ser Ansatz macht den Reli­gi­ons­un­ter­richt zu einem Labor der Tole­ranz. Indem Schü­le­rin­nen und Schü­ler ler­nen, über Viel­falt und kon­fes­sio­nel­le Unter­schie­de nach­zu­den­ken, ent­wi­ckeln sie jenen Respekt, der für den gesell­schaft­li­chen Zusam­men­halt in Nie­der­sach­sen uner­läss­lich ist.

Ein his­to­ri­scher Meilenstein

Nie­der­sach­sen geht hier­mit einen his­to­risch ein­ma­li­gen Weg. Die Ent­wick­lung einer gemein­sa­men Reli­gi­ons­di­dak­tik, die offen für Ange­hö­ri­ge ande­rer Kon­fes­sio­nen und Welt­an­schau­un­gen ist, ohne das eige­ne Pro­fil zu ver­lie­ren, setzt bun­des­weit Maß­stä­be. Es ist ein Fach, das Ori­en­tie­rung bie­tet, ohne zu indok­tri­nie­ren, und das zur Refle­xi­on ein­lädt, statt Ant­wor­ten vorzugeben.

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Neue EU-Regeln für Bezeich­nun­gen von vege­ta­ri­schen Ersatzprodukten

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„Veggie-Kom­pro­miss“ der EU: Minis­te­rin Staud­te kri­ti­siert Büro­kra­tie und Verwirrung 

HANNOVER / BRÜSSEL – Neue Regeln für die Benen­nung von Flei­scher­satz­pro­duk­ten sor­gen für schar­fe Kri­tik aus Nie­der­sach­sen. Nach einer Eini­gung zwi­schen dem Euro­päi­schen Par­la­ment und dem Rat der EU sol­len Bezeich­nun­gen wie „Veggie-Bur­ger“ zwar erlaubt blei­ben, Begrif­fe wie „vega­ner Speck“ oder „Hähn­chen-Typ“ jedoch ver­bo­ten wer­den. Nie­der­sach­sens Land­wirt­schafts­mi­nis­te­rin Miri­am Staud­te (Grü­ne) spricht von einem Sieg der Fleisch-Lobby.

Das Ergeb­nis der nächt­li­chen Ver­hand­lun­gen in Brüs­sel ist ein kom­pli­zier­ter Kom­pro­miss: Wäh­rend die „Veggie-Brat­wurst“ wei­ter­hin so hei­ßen darf, sind Begrif­fe, die sich direkt auf eine Fleisch­art oder ein spe­zi­el­les Teil­stück bezie­hen – etwa Filet, Kote­lett, Steak oder Speck – in Kom­bi­na­ti­on mit „vegan“ oder „vege­ta­risch“ künf­tig unter­sagt. Auch Bezeich­nun­gen wie „vege­ta­ri­sches Geflü­gel“ fal­len unter das Verbot.

„Wer soll da noch durchsteigen?“

Minis­te­rin Miri­am Staud­te fin­det für die­se Ent­schei­dung deut­li­che Wor­te: „Der Kom­pro­miss bedeu­tet vor allem mehr Büro­kra­tie und Auf­wand für die Veggie-Pro­du­zen­ten und Ver­wir­rung bei den Ver­brau­che­rin­nen und Ver­brau­chern.“ Sie sieht in den neu­en Vor­schrif­ten kei­nen Gewinn für den Ver­brau­cher­schutz, son­dern eine bewuss­te Benach­tei­li­gung pflanz­li­cher Alternativen.

„Wer auf der Packung ‚vegan‘ oder ‚vege­ta­risch‘ liest, weiß doch genau, dass kein Fleisch ent­hal­ten ist“, so Staud­te wei­ter. Die Minis­te­rin kri­ti­siert, dass hier „Kul­tur­kampf-Ideo­lo­gen“ am Werk gewe­sen sei­en, die statt Klar­heit für „maxi­ma­le Ver­un­si­che­rung vor dem Super­markt­re­gal“ sor­gen würden.

Hin­ter­grund: Eini­gung bis Ende 2027

Der Vor­stoß geht auf eine Initia­ti­ve aus Frank­reich zurück, die im Zuge der Über­ar­bei­tung der Gemein­sa­men Markt­ord­nung (GMO) dis­ku­tiert wur­de. Die nun getrof­fe­nen Rege­lun­gen sol­len vor­erst bis Ende 2027 gel­ten. Bevor die Vor­schrif­ten final in Kraft tre­ten, müs­sen sie noch for­mell vom EU-Rat und dem Par­la­ment gebil­ligt werden.

Für Staud­te ist die Ent­wick­lung ein Rück­schritt in Sachen Ent­bü­ro­kra­ti­sie­rung. Sie ver­wies in die­sem Zusam­men­hang auch auf die bestehen­den Vor­schrif­ten für Milch­er­satz­pro­duk­te, bei denen statt „Hafer­milch“ ledig­lich „Hafer­drink“ geschrie­ben wer­den darf – eine Rege­lung, die sie lie­ber abge­schafft als aus­ge­wei­tet gese­hen hätte.

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Bun­des­rat beschließt Initia­ti­ve gegen sexu­ell moti­vier­te Nacktaufnahmen

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Erfolg für Nie­der­sach­sen in Ber­lin: Bun­des­rat beschließt Initia­ti­ve gegen sexu­ell moti­vier­te Nacktaufnahmen 

HANNOVER / BERLIN – Ein wich­ti­ger Schritt für den Schutz der Intim­sphä­re: Der Bun­des­rat hat in sei­ner jüngs­ten Sit­zung grü­nem Licht für eine Initia­ti­ve aus Nie­der­sach­sen gege­ben. Die von der nie­der­säch­si­schen Jus­tiz­mi­nis­te­rin Dr. Kath­rin Wahl­mann (SPD) ange­sto­ße­ne Ände­rung des Straf­ge­setz­buchs zielt dar­auf ab, gra­vie­ren­de Straf­bar­keits­lü­cken bei sexu­ell moti­vier­ten Bild­auf­nah­men zu schließen.

„Heu­te ist ein gro­ßer Tag für die Selbst­be­stim­mung eines jeden Men­schen – und ein schlech­ter Tag für Voy­eu­re“, fasst Minis­te­rin Dr. Wahl­mann das Abstim­mungs­er­geb­nis zusam­men. Mit die­sem Beschluss set­zen die Län­der auf Vor­schlag Nie­der­sach­sens ein star­kes Zei­chen für den Schutz der sexu­el­len Selbst­be­stim­mung und der Intim­sphä­re, ins­be­son­de­re von Frau­en und jun­gen Mäd­chen, die am häu­figs­ten Opfer sol­cher Taten werden.

Die bis­he­ri­ge, „uner­träg­li­che“ Rechtslage

Nach bis­lang gel­ten­dem Recht (§ 184k StGB) ist das heim­li­che Anfer­ti­gen von Bild­auf­nah­men einer unbe­klei­de­ten Per­son kei­nes­wegs in jedem Fall straf­bar. Eine Straf­bar­keit ist der­zeit nur gege­ben, wenn die Auf­nah­men in einer Woh­nung oder einem „gegen Ein­blick beson­ders geschütz­ten Raum“ gemacht werden.

Das heim­li­che Fil­men oder Foto­gra­fie­ren in öffent­lich zugäng­li­chen Berei­chen – wie etwa einer gemisch­ten Sau­na, einer öffent­li­chen Sam­mel­um­klei­de oder im Schwimm­bad – wird hier­von bis­lang nicht umfasst. Genau hier setzt der nie­der­säch­si­sche Vor­stoß an.

„Wer ande­re Men­schen in unbe­klei­de­tem Zustand heim­lich foto­gra­fiert oder filmt, greift in mas­si­ver Wei­se in die Intim­sphä­re der Betrof­fe­nen ein. Sol­che Taten sind grenz­über­schrei­tend und demü­ti­gend, sie kön­nen das Leben der Opfer nach­hal­tig beein­träch­ti­gen“, betont Dr. Wahl­mann. „Dass ein sol­ches Ver­hal­ten bis­lang nicht straf­bar ist, fin­de ich uner­träg­lich. Hier muss der Staat kla­re Gren­zen setzen.“

Scho­ckie­ren­de Pra­xis­bei­spie­le zei­gen Handlungsbedarf

Die Initia­ti­ve erfasst neben unbe­fug­ten Nackt­auf­nah­men auch das unbe­fug­te Fil­men oder Foto­gra­fie­ren von inti­men Kör­per­tei­len, die zwar durch Klei­dung bedeckt sind, aber sexu­ell moti­viert ins Visier genom­men werden.

Hin­ter­grund der Initia­ti­ve sind meh­re­re kon­kre­te Fäl­le aus der jüngs­ten Ver­gan­gen­heit, die für die Täter auf­grund der Geset­zes­lü­cke völ­lig ohne straf­recht­li­che Kon­se­quen­zen blieben:

  • Der Sau­na-Fall aus Leip­zig: Zwei jun­ge Frau­en bemerk­ten in einer Sau­na, dass sie von einem Mann heim­lich gefilmt wur­den. Sie stell­ten ihn zur Rede und infor­mier­ten die Poli­zei. Das Han­dy des Man­nes samt den Nackt­auf­nah­men wur­de sicher­ge­stellt. Doch das ein­ge­lei­te­te Straf­ver­fah­ren muss­te man­gels Straf­bar­keit ein­ge­stellt wer­den. Die Kon­se­quenz: Das sicher­ge­stell­te Han­dy wur­de inklu­si­ve der heim­lich gefer­tig­ten Nackt­auf­nah­men an den Täter zurückgegeben.

  • Der Jog­ge­rin-Fall aus Köln: Eine jun­ge Jog­ge­rin wur­de von einem Mann ver­folgt, der erkenn­bar ihr durch eine Sport­ho­se beklei­de­tes Gesäß film­te. Auch hier stell­te sich her­aus, dass das Ver­hal­ten des Ver­fol­gers nach aktu­el­ler Rechts­la­ge nicht straf­bar ist.

Appell an den Bun­des­tag: „Schnellst­mög­lich anpassen“

Für Jus­tiz­mi­nis­te­rin Dr. Wahl­mann zei­gen die­se Bei­spie­le „glas­klar“, dass das Straf­ge­setz­buch an die­ser Stel­le schnellst­mög­lich geän­dert wer­den muss. Es sei völ­lig inak­zep­ta­bel, dass das heim­li­che Fil­men in einer Sau­na straf­los ist und die Auf­nah­men am Ende sogar zurück in die Hän­de des Täters gelangen.

Eben­so deut­lich äußert sie sich zum Fall aus Köln: „Die Wür­de einer Frau endet nicht am Stoff ihrer Sport­ho­se. Wer unbe­fugt Nackt­auf­nah­men von ande­ren Men­schen macht, steht mora­lisch auf unters­ter Stufe.“

Nach dem erfolg­rei­chen Beschluss im Bun­des­rat liegt der Ball nun beim Deut­schen Bun­des­tag. Die­ser ist nun am Zug, das Straf­ge­setz­buch ent­spre­chend anzu­pas­sen und die von Nie­der­sach­sen auf­ge­zeig­te Lücke zu schließen.

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Poli­zei­ein­sät­ze wegen Ein­bruch, Brand und Unfäl­len in der Region

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 05.03.2026   Zeu­gen gesucht nach Verkehrsunfall++Trunkenheitsfahrt++ Ein­bruch++ Brand eines Holzschuppens   Leer...

Lokal

Start­schuss für den Früh­jahrs­putz 2026 in der Stadt Leer

Wil­der Müll am Ost­fries­land Wan­der­weg: An d. See­schleu­se und nahe der Eisen­bahn­brü­cke gefähr­den Plas­tik­res­te und ros­ti­ger Unrat die Natur. Ein...

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Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

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Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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SEO-Agen­tur mit eige­ner Redak­ti­on: War­um Lese­r­ECHO der rich­ti­ge Part­ner für nach­hal­ti­ges Mar­ke­ting ist Im digi­ta­len Wett­be­werb reicht es längst nicht mehr...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

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Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

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Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...

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Balls­ha­ker brin­gen die AC/DC Expe­ri­ence zum Knei­pen­fes­ti­val Leer Live!

Das Knei­pen­fes­ti­val „Leer Live!“ ver­wan­delt die Innen­stadt am 7. März 2026 erneut in eine musi­ka­li­sche Erleb­nis­mei­le mit ins­ge­samt 12 Kon­zer­ten...

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Leer Live! 2026: Rock-Power im Celo­na – „Accu­ra­cy“ ver­spricht 100 % schla­ger­freie Zone Die Leera­ner Innen­stadt ver­wan­delt sich am 7. März...

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Acht Auto­häu­ser prä­sen­tie­ren Trends auf der Leera­ner Auto­schau 2026

Acht Auto­häu­ser, ein Ziel: Die Leera­ner Auto­schau 2026 lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, den 1. März 2026, ver­wan­delt sich Leer...