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Gemein­sam Hoff­nung schen­ken: Elfen­kin­der-Stif­tung unter­stützt Schutzengel-Huus

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Elfen­kin­der för­dern Schutz­en­gel: Eine groß­zü­gi­ge Ges­te für schwerst­kran­ke Kinder

Am 5. Dezem­ber konn­te sich das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ in Remels über eine groß­zü­gi­ge Spen­de freu­en: Die „Elfen­kin­der Hos­piz-Stif­tung“ unter der Lei­tung ihres Grün­ders und Vor­sit­zen­den Died­rich Krü­ger über­reich­te dem För­der­ver­ein Schutz­en­gel-Huus eV einen Scheck über 3.000 Euro. Der fei­er­li­che Moment fand im Rah­men eines Orts­ter­mins im Schutz­en­gel-Huus statt, bei dem der Stif­tungs­rat Gele­gen­heit hat­te, die Ein­rich­tung und deren Arbeit näher kennenzulernen.

Hil­fe für Fami­li­en in schwe­ren Zeiten

Das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ bie­tet Unter­stüt­zung für Kin­der mit schwers­tem Pfle­ge­be­darf und ihre Fami­li­en. Es han­delt sich dabei aus­drück­lich nicht um ein Hos­piz, son­dern um eine Ein­rich­tung, die Fami­li­en in den oft her­aus­for­dern­den All­tag mit inten­si­ver Pfle­ge beglei­tet. Ulf Thie­le, Vor­sit­zen­der des För­der­ver­eins Schutz­en­gel-Huus e.V., erklärte:

„Die Arbeit des Schutz­en­gel-Huus passt genau zu den Zie­len der Elfen­kin­der-Stif­tung. Wir sind über­aus dank­bar, dass Died­rich Krü­ger und sein Stif­tungs­rat unse­re Arbeit so groß­zü­gig unterstützen.“

Die gespen­de­ten Mit­tel wer­den direkt für die Unter­stüt­zung der Fami­li­en ver­wen­det, bei­spiels­wei­se um Miet­kos­ten der Pfle­ge­ein­rich­tung zu über­neh­men. San­dra Groth, Pfle­ge­dienst­lei­te­rin der Dia­ko­nie­sta­ti­on Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen, die Trä­ge­rin der Ein­rich­tung ist, sowie Syl­via Doy­en, Team­lei­te­rin des Schutz­en­gel-Huus, betont eben­falls die Bedeu­tung der Spen­de für die täg­li­che Arbeit.

Die Visi­on der Elfen­kin­der Hospiz-Stiftung

Die „Elfen­kin­der Hos­piz-Stif­tung“ wur­de von den Ehe­leu­ten Elfi († 2021) und Died­rich Krü­ger ins Leben geru­fen und ist unter dem Dach der Hos­piz-Stif­tung Leer ange­sie­delt. Ziel der Stif­tung ist es, lebens­ver­kür­zend erkrank­te, schwerst­kran­ke oder ster­ben­de Kin­der und ihre Fami­li­en zu unter­stüt­zen. Die Ehe­leu­te Krü­ger woll­ten mit ihrem Ver­mö­gen ein nach­hal­ti­ges Ver­mö­gen schaf­fen, um Hoff­nung und Freu­de in schwie­ri­gen Lebens­si­tua­tio­nen zu brin­gen. Beson­ders am Her­zen lie­gen sie, Her­zens­wün­sche von Kin­dern zu erfül­len und Fami­li­en in schwie­ri­gen Zei­ten zur Sei­te zu stehen.

Died­rich Krü­ger for­mu­lier­te das Anlie­gen der Stif­tung so:

„Die Arbeit, die man sich selbst vor­ge­nom­men hat, ist nie unmög­lich.“ Jeder klei­ne Schritt zeigt Wir­kung. Möge der jetzt geta­ne Schritt nach­hal­tig wirken.“

Gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung für die Nächsten

Die Über­ga­be der Spen­de unter­streicht die gemein­sa­me Ver­ant­wor­tung, schwerst­kran­ke Kin­der und ihre Fami­li­en zu unter­stüt­zen. Die Arbeit des Schutz­en­gel-Huus und die Mis­si­on der Elfen­kin­der-Stif­tung zei­gen, wie wich­tig es ist, Netz­wer­ke zu knüp­fen und mit ver­ein­ten Kräf­ten zu hel­fen. Die Unter­stüt­zung ermög­licht es, nicht nur prak­ti­sche Hil­fe zu leis­ten, son­dern auch ein Zei­chen der Soli­da­ri­tät und Mensch­lich­keit zu setzen.

Mit die­ser groß­zü­gi­gen Ges­te lebt der Gedan­ke der Elfen­kin­der-Stif­tung wei­ter: Ein Licht in schwie­ri­gen Zei­ten zu sein und Hoff­nung zu schen­ken, wo sie am meis­ten gebraucht wird.

 

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Hin­ter­grund zur Elfen­kin­der Hos­piz-Stif­tung und zum Schutzengel-Huus

Die Elfen­kin­der Hos­piz-Stif­tung wur­de von den Ehe­leu­ten Elfi († Okto­ber 2021) und Died­rich Krü­ger ins Leben geru­fen und ist als Treu­hand­stif­tung unter dem Dach der Hos­piz-Stif­tung Leer orga­ni­siert. Ziel der Stif­tung ist es, lebens­ver­kür­zend erkrank­te, schwerst­kran­ke, ster­ben­de und trau­ern­de Kin­der sowie deren Fami­li­en zu unter­stüt­zen. Die Stif­tung trägt seit ihrer Grün­dung im Jahr 2023 den Namen „Elfen­kin­der“, in Anleh­nung an den Vor­na­men von Elfi Krü­ger. Sie wur­de mit einem beträcht­li­chen Stif­tungs­ka­pi­tal aus­ge­stat­tet, das in den nächs­ten Jah­ren wei­ter auf­ge­stockt wer­den soll. Zustif­tun­gen und Spen­den von Drit­ten sind aus­drück­lich willkommen.

Zweck und Fokus der Stiftung

Die Erträ­ge aus dem Stif­tungs­ka­pi­tal wer­den sat­zungs­ge­mäß ver­wen­det, um das öffent­li­che Gesund­heits­we­sen im Land­kreis Leer und Umge­bung zu för­dern. Schwer­punk­te sind insbesondere:

  • Unter­stüt­zung des Hos­piz­we­sens für Kin­der und Jugendliche,
  • För­de­rung des Hos­piz­ge­dan­kens und der Hospizbewegung,
  • Unter­stüt­zung schwer­kran­ker und trau­ern­der Kin­der sowie ihrer Familien.

Die Stif­tung wird von der Hos­piz-Stif­tung Leer ver­wal­tet. Alfred Hart­mann, Vor­stand der Hos­piz-Stif­tung Leer, und Gre­tel Bluhm-Jans­sen, Grün­de­rin der Hos­piz-Initia­ti­ve Leer, lob­ten die groß­zü­gi­ge Unter­stüt­zung der Fami­lie Krü­ger. Sie betont, dass die neue Stif­tung es ermög­licht, die Arbeit mit trau­ern­den Kin­dern – ein wich­ti­ger Bestand­teil der Hos­piz­ar­beit – wei­ter zu vertiefen.

Das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“

Das Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“ ist eine ambu­lan­te Pfle­ge­ein­rich­tung der Dia­ko­nie Hesel-Jüm­me-Uple­n­gen gGmbH, spe­zi­ell für schwer­kran­ke und inten­siv­pfle­ge­be­dürf­ti­ge Kin­der und Jugend­li­che in Nord­west-Nie­der­sach­sen. Die Ein­rich­tung, die im Juli 2023 in Remels eröff­net wur­de, schließt die Ver­sor­gungs­lü­cke zwi­schen sta­tio­nä­rer Kran­ken­haus­be­hand­lung und ambu­lan­ter Pfle­ge zu Hause.

Ein mul­ti­pro­fes­sio­nel­les Team sorgt für eine qua­li­ta­tiv hoch­wer­ti­ge Pfle­ge, die Eltern und Geschwis­ter aktiv ein­be­zieht. Das Haus bietet:

  • Eine Brü­cke zwi­schen Kli­nik und Zuhause,
  • Wohn­ort­na­he Unter­stüt­zung für Fami­li­en, die die Pfle­ge zu Hau­se nicht allein bewäl­ti­gen können,
  • Ent­las­tung für Eltern, die ihr Kind bis zu vier Wochen in die Ein­rich­tung unter­brin­gen kön­nen, um selbst eine Pau­se ein­zu­le­gen oder Urlaub zu machen.

Der För­der­ver­ein Schutz­en­gel-Huus eV

Gegrün­det im Jahr 2020, hat der För­der­ver­ein zunächst den Bau des Hau­ses unter­stützt. Seit der Inbe­trieb­nah­me im August 2023 wid­met er sich der wei­te­ren Aus­stat­tung der Ein­rich­tung und der Finan­zie­rung nicht durch Kos­ten­trä­ger gedeck­ter Per­so­nal­kos­ten. Beson­ders wich­tig ist die Ent­las­tung der Fami­li­en durch die Über­nah­me der Kos­ten für die Unter­brin­gung der Kin­der sowie – bei Bedarf – auch der Eltern und Geschwis­ter im Schutz­en­gel-Huus „Micha­el“.

Mit der Unter­stüt­zung durch die Elfen­kin­der Hos­piz-Stif­tung wird die wert­vol­le Arbeit des Schutz­en­gel-Huus wei­ter gestärkt, um schwer­kran­ken Kin­dern und ihren Fami­li­en einen Weg aus der Iso­la­ti­on zu ebnen und ihnen ein Stück Nor­ma­li­tät und Hoff­nung zu schenken.


 

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Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: Kla­re Wor­te für Soli­da­ri­tät, Viel­falt und glei­che Rechte

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Laut Sophie Koch sind Demons­tra­tio­nen wie der CSD gera­de für jun­ge Men­schen wich­tig: Sie kön­nen Mut machen, zu sich selbst zu ste­hen, Sicht­bar­keit zu zei­gen und zu erfah­ren, dass sie mit ihrer Iden­ti­tät nicht allein sind.

Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: „Wir wer­den nie wie­der lei­se sein“

Leer – Mit deut­li­chen Wor­ten hat sich Sophie Koch, Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für die Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt, beim 5. CSD in Leer an die que­e­re Com­mu­ni­ty und die zahl­rei­chen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer gewandt. In ihren Gruß­wor­ten wür­dig­te sie das Enga­ge­ment der Orga­ni­sa­to­ren und Hel­fer und mach­te zugleich deut­lich, dass die poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung um Gleich­be­rech­ti­gung und Akzep­tanz wei­ter­ge­führt wer­den müsse.

Sophie Koch beim 5. CSD in Leer: „Wir wer­den nie wie­der lei­se sein“

Sophie Koch, Mit­glied des säch­si­schen Land­ta­ges und Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung für die Akzep­tanz sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Viel­falt. Sie sprach beim 5. CSD in Leer zu den Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern der Ver­an­stal­tung. Foto: Ingo Ton­sor @ LeserECHO

Koch beton­te zunächst, dass sie als Que­er-Beauf­trag­te der Bun­des­re­gie­rung spre­che, jedoch nicht als Spre­che­rin der Bun­des­re­gie­rung. Sie zeig­te Ver­ständ­nis für den teil­wei­se deut­li­chen Unmut inner­halb der Com­mu­ni­ty gegen­über der aktu­el­len Bun­des­re­gie­rung. Gleich­zei­tig stell­te sie ihre per­sön­li­che Ver­bin­dung zum The­ma her­aus: Sie sei selbst que­er, kom­me aus dem Osten Deutsch­lands und sei in einem klei­nen Dorf aufgewachsen.

Beson­ders bewegt zeig­te sich Koch ange­sichts der Grö­ße und Sicht­bar­keit des CSD in Leer. Sie erklär­te, sie hät­te sich in ihrer eige­nen Jugend einen sol­chen CSD gewünscht. Ver­an­stal­tun­gen wie die­se könn­ten für jun­ge Men­schen ein ent­schei­den­der Moment sein, erst­mals offen zu sich selbst zu ste­hen und das Gefühl zu bekom­men, mit der eige­nen Iden­ti­tät nicht allein zu sein.

„Der Wind gegen uns wird rauer“

Mit Blick auf die zuneh­men­de Que­er­feind­lich­keit sprach Koch von einem rau­er wer­den­den gesell­schaft­li­chen Kli­ma. Gera­de des­halb sei­en CSD-Ver­an­stal­tun­gen und poli­ti­sche Demons­tra­tio­nen wich­ti­ger denn je. Deutsch­land­weit gebe es inzwi­schen mehr als 250 ent­spre­chen­de Ver­an­stal­tun­gen, an denen Mil­lio­nen Men­schen teilnähmen.

Die Que­er-Com­mu­ni­ty habe dabei eine beson­de­re Stär­ke, so Koch: die Fähig­keit, immer wie­der gemein­sam sicht­bar zu wer­den und für ihre Rech­te auf die Stra­ße zu gehen. Sie rief die Teil­neh­mer dazu auf, sich von aktu­el­len Ent­wick­lun­gen nicht ent­mu­ti­gen zu las­sen. Trotz aller Wider­stän­de müs­se die Com­mu­ni­ty selbst­be­wusst auf­tre­ten und deut­lich machen, dass sie eine star­ke gesell­schaft­li­che Mehr­heit hin­ter sich habe.

Ein zen­tra­les Anlie­gen ihrer Rede war die geplan­te Ergän­zung des Arti­kels 3 des Grund­ge­set­zes. Koch kün­dig­te an, sich wei­ter­hin dafür ein­zu­set­zen, dass der Schutz vor Dis­kri­mi­nie­rung auf­grund der sexu­el­len Iden­ti­tät aus­drück­lich im Grund­ge­setz ver­an­kert wird. Auch die voll­stän­di­ge recht­li­che Aner­ken­nung quee­rer Fami­li­en sei ein Ziel, für das wei­ter gekämpft wer­den müsse.

Dank an Orga­ni­sa­to­ren und Helfer

Aus­drück­lich wür­dig­te Koch die Arbeit der Men­schen, die den CSD in Leer orga­ni­siert und mög­lich gemacht hat­ten. Sie dank­te den Orga­ni­sa­to­ren, Stand­be­trei­bern, Ord­nern und zahl­rei­chen Hel­fern, die teil­wei­se über Mona­te hin­weg Zeit und Ener­gie in die Ver­an­stal­tung inves­tiert hätten.

Beson­ders posi­tiv hob sie die sicht­ba­re Unter­stüt­zung durch Eltern und Groß­el­tern her­vor. Die Prä­senz von Initia­ti­ven wie „Eltern gegen Rechts“ und „Omas gegen Rechts“ habe für sie ein wich­ti­ges Signal aus­ge­sen­det: Fami­lie kön­ne ganz unter­schied­lich aus­se­hen, und jun­ge Men­schen soll­ten unab­hän­gig von ihrer sexu­el­len oder geschlecht­li­chen Iden­ti­tät Unter­stüt­zung erfahren.

Auch das Selbst­be­stim­mungs­ge­setz sprach Koch an. Sie bezeich­ne­te des­sen Ein­füh­rung als einen wich­ti­gen poli­ti­schen Erfolg der Com­mu­ni­ty und erklär­te, dass die­ses Gesetz bestehen blei­ben wer­de. Grund­sätz­lich müs­se die Rich­tung wei­ter­hin nach vor­ne gehen, nicht zurück.

Appell: „Nutzt eure Stimme“

Mit Blick auf die anste­hen­den Wah­len rief Koch die Men­schen dazu auf, ihre demo­kra­ti­sche Stim­me zu nut­zen und auch im per­sön­li­chen Umfeld für Mehr­hei­ten ein­zu­tre­ten, die die Rech­te quee­rer Men­schen unterstützen.

Zum Abschluss ihrer Gruß­wor­te rich­te­te sie den Blick noch ein­mal auf die Men­schen­men­ge vor der Büh­ne. Die Viel­falt inner­halb der quee­ren Com­mu­ni­ty sei kei­ne Schwä­che, son­dern eine beson­de­re Stär­ke. Auch Men­schen, die sich ansons­ten viel­leicht nie begeg­nen wür­den, ver­bin­de beim CSD ein gemein­sa­mer Gedan­ke: Soli­da­ri­tät und der Ein­satz für glei­che Rechte.

Koch bedank­te sich abschlie­ßend erneut bei allen Betei­lig­ten des 5. CSD in Leer und rich­te­te einen per­sön­li­chen Gruß an die Com­mu­ni­ty: „Leer, Hap­py Pride.“

Zahl­rei­che Stän­de auf dem Zoll­haus­ge­län­de boten Infor­ma­tio­nen und Raum für den Aus­tausch mit der quee­ren Com­mu­ni­ty. Ver­tre­ten waren unter ande­rem der Land­kreis Leer, die Poli­zei sowie Par­tei­en wie Grü­ne, Lin­ke und FDP und vie­le wei­te­re Organisationen.

Was bedeu­tet eigent­lich „que­er“? Ein Begriff für sexu­el­le und geschlecht­li­che Vielfalt

Leer/Ostfriesland. Beim Chris­to­pher Street Day, kurz CSD in Leer Ost­fries­land, ist der Begriff „que­er“ all­ge­gen­wär­tig. Doch was genau bedeu­tet er eigent­lich? Wer ist damit gemeint und woher stammt das Wort? Gera­de weil „que­er“ heu­te ganz selbst­ver­ständ­lich in gesell­schaft­li­chen Dis­kus­sio­nen ver­wen­det wird, lohnt sich ein genaue­rer Blick auf sei­ne Bedeu­tung und Geschichte.

„Que­er“ wird heu­te vor allem als Sam­mel­be­griff für Men­schen ver­wen­det, deren sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder geschlecht­li­che Iden­ti­tät nicht der klas­si­schen gesell­schaft­li­chen Vor­stel­lung von Hete­ro­se­xua­li­tät und einer ein­deu­ti­gen Zuord­nung als Mann oder Frau ent­spricht. Der Begriff umfasst damit unter­schied­li­che Lebens­wei­sen und Identitäten.

Dabei ist „que­er“ kei­ne ein­zel­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder Geschlechts­iden­ti­tät. Viel­mehr dient das Wort als Ober­be­griff. Men­schen kön­nen sich bei­spiels­wei­se als les­bisch, schwul, bise­xu­ell, pan­se­xu­ell, trans, nicht-binär, inter­ge­schlecht­lich, ase­xu­ell oder aro­man­tisch ver­ste­hen und sich gleich­zei­tig unter dem Begriff „que­er“ wiederfinden.

Ein Begriff, der vie­le Men­schen einschließt

Zum quee­ren Spek­trum gehö­ren unter ande­rem Les­ben und Schwu­le, also Men­schen, die sich zum glei­chen Geschlecht hin­ge­zo­gen füh­len. Auch bise­xu­el­le und pan­se­xu­el­le Men­schen kön­nen sich als que­er ver­ste­hen. Bei ihnen spielt die sexu­el­le bezie­hungs­wei­se roman­ti­sche Anzie­hung zu Men­schen unter­schied­li­cher Geschlech­ter eine Rolle.

Eine wei­te­re Grup­pe sind trans Men­schen. Damit sind Men­schen gemeint, deren geschlecht­li­che Iden­ti­tät nicht oder nicht voll­stän­dig mit dem Geschlecht über­ein­stimmt, das ihnen bei der Geburt zuge­wie­sen wurde.

Auch nicht-binä­re Men­schen kön­nen unter den Begriff que­er fal­len. Sie ver­ste­hen sich nicht aus­schließ­lich als Mann oder Frau und bewe­gen sich damit außer­halb der klas­si­schen Ein­tei­lung in zwei Geschlechter.

Zum Spek­trum gehö­ren außer­dem inter­ge­schlecht­li­che Men­schen. Bei ihnen wei­sen die kör­per­li­chen Geschlechts­merk­ma­le Vari­an­ten auf, die sich nicht ein­deu­tig in die tra­di­tio­nel­len Kate­go­rien „männ­lich“ oder „weib­lich“ ein­ord­nen lassen.

Auch ase­xu­el­le und aro­man­ti­sche Men­schen kön­nen sich als que­er ver­ste­hen. Ase­xu­el­le Men­schen emp­fin­den wenig oder kei­ne sexu­el­le Anzie­hung, wäh­rend aro­man­ti­sche Men­schen wenig oder kei­ne roman­ti­sche Anzie­hung empfinden.

Wich­tig ist dabei: Que­er ist in ers­ter Linie eine mög­li­che Selbst­be­zeich­nung. Nicht jeder Mensch, der einer die­ser Grup­pen zuge­rech­net wer­den könn­te, bezeich­net sich selbst auch als queer.

Vom Schimpf­wort zur Selbstbezeichnung

Die Geschich­te des Begriffs ist beson­ders inter­es­sant. „Que­er“ stammt aus dem Eng­li­schen und bedeu­te­te ursprüng­lich unter ande­rem „selt­sam“, „son­der­bar“ oder „anders“. Über vie­le Jahr­zehn­te wur­de das Wort vor allem im eng­lisch­spra­chi­gen Raum als abwer­ten­de Bezeich­nung für homo­se­xu­el­le Men­schen verwendet.

Im Lau­fe der Zeit ver­än­der­te sich die Bedeu­tung. Tei­le der betrof­fe­nen Gemein­schaf­ten began­nen, den Begriff bewusst für sich selbst zu ver­wen­den und ihm damit eine neue Bedeu­tung zu geben. Aus einer Belei­di­gung wur­de zuneh­mend eine selbst­be­wuss­te Bezeich­nung für Men­schen, die sich außer­halb klas­si­scher Vor­stel­lun­gen von Sexua­li­tät und Geschlecht sehen.

Heu­te wird „que­er“ des­halb von vie­len Men­schen posi­tiv ver­stan­den. Gleich­zei­tig gibt es Men­schen, die den Begriff auf­grund sei­ner frü­he­ren Ver­wen­dung nicht für sich ver­wen­den möchten.

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War­um der Begriff beim CSD eine wich­ti­ge Rol­le spielt

Beson­ders sicht­bar wird die Bedeu­tung des Wor­tes beim Chris­to­pher Street Day. Der CSD erin­nert an den his­to­ri­schen Kampf quee­rer Men­schen gegen Dis­kri­mi­nie­rung und für glei­che Rech­te. Gleich­zei­tig sind die Ver­an­stal­tun­gen heu­te Demons­tra­ti­on, poli­ti­sche Kund­ge­bung und viel­fach auch ein gro­ßes öffent­li­ches Fest.

Auch beim 5. CSD in Leer stan­den Sicht­bar­keit und gesell­schaft­li­che Akzep­tanz im Mit­tel­punkt. Unter dem Mot­to „Sicht­bar. Laut. Jetzt erst recht!“ gin­gen Men­schen auf die Stra­ße, um für Viel­falt und gegen Aus­gren­zung ein Zei­chen zu setzen.

Dabei geht es für vie­le Teil­neh­mer nicht allein um die eige­ne sexu­el­le Ori­en­tie­rung oder geschlecht­li­che Iden­ti­tät. Es geht auch um die grund­sätz­li­che Fra­ge, wie eine Gesell­schaft mit­ein­an­der umge­hen möch­te: mit Respekt, Akzep­tanz und der Mög­lich­keit, das eige­ne Leben selbst­be­stimmt zu führen.

„Que­er“ ist kein fes­tes Etikett

Der Begriff kann des­halb ganz unter­schied­li­che Bedeu­tun­gen haben. Für man­che Men­schen ist „que­er“ eine per­sön­li­che Iden­ti­tät, für ande­re ein poli­ti­scher oder gesell­schaft­li­cher Begriff. Wie­der ande­re nut­zen ihn als prak­ti­sche Sam­mel­be­zeich­nung für unter­schied­li­che For­men sexu­el­ler und geschlecht­li­cher Vielfalt.

Was Men­schen gemein­sam haben, lässt sich daher nicht auf eine ein­zel­ne Lebens­wei­se redu­zie­ren. Gera­de die­se Offen­heit ist für vie­le ein Grund, den Begriff zu verwenden.

Que­er beschreibt somit kei­ne ein­zel­ne Grup­pe, son­dern ein brei­tes Spek­trum unter­schied­li­cher Men­schen und Lebens­rea­li­tä­ten. Im Mit­tel­punkt steht dabei die Vor­stel­lung, dass sexu­el­le Ori­en­tie­rung und geschlecht­li­che Iden­ti­tät viel­fäl­ti­ger sind, als es tra­di­tio­nel­le gesell­schaft­li­che Vor­stel­lun­gen lan­ge ver­mit­telt haben.

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CSD in Leer: Poli­zei kün­digt ver­stärk­te Prä­senz an

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Chris­to­pher Street Day in Leer: Poli­zei beglei­tet Demons­tra­ti­on am 15. August

Zusätz­li­che Ein­satz­kräf­te im Stadt­ge­biet – Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen und Stra­ßen­sper­run­gen möglich

In Leer fin­det am Sams­tag, 15. August 2026, der Chris­to­pher Street Day (CSD) statt. Die Ver­an­stal­tung beginnt um 13 Uhr und umfasst unter ande­rem einen Demons­tra­ti­ons­zug durch Tei­le des Stadtgebietes.

Die Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden wird den CSD beglei­ten und gemein­sam mit den Ver­ant­wort­li­chen des Ver­an­stal­ters für einen siche­ren und mög­lichst stö­rungs­frei­en Ablauf sorgen.

Poli­zei mit zusätz­li­chen Ein­satz­kräf­ten vor Ort

Im Zusam­men­hang mit dem Demons­tra­ti­ons­zug kann es ins­be­son­de­re im Innen­stadt­ge­biet zu Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen und Stra­ßen­sper­run­gen kom­men. Ver­kehrs­teil­neh­men­de wer­den daher gebe­ten, den Ver­an­stal­tungs­be­reich nach Mög­lich­keit weit­räu­mig zu umfah­ren und zusätz­li­che Fahr­zei­ten einzuplanen.

„Die Ver­samm­lungs­frei­heit ist ein wich­ti­ges demo­kra­ti­sches Grund­recht“, erklärt Tho­mas Meme­ring, Lei­ter der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden. „Die Poli­zei wird dafür Sor­ge tra­gen, dass die ange­mel­de­te Ver­samm­lung sicher und mög­lichst stö­rungs­frei statt­fin­den kann.“

Für die Dau­er der Ver­an­stal­tung wird die Poli­zei mit zusätz­li­chen Ein­satz­kräf­ten im Stadt­ge­biet prä­sent sein. Die Beam­ten ste­hen dabei auch als Ansprech­part­ner für Bür­ge­rin­nen und Bür­ger zur Verfügung.

Die Poli­zei und die Ver­ant­wort­li­chen des Ver­an­stal­ters set­zen damit auf eine enge Zusam­men­ar­beit, damit der CSD in Leer sicher und ohne grö­ße­re Stö­run­gen statt­fin­den kann.

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69 krea­ti­ve Ideen für die “Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te” – sechs Kin­der dür­fen sich freuen!

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Gewin­ner der „Zahn­ge­sun­den Schul­tü­ten“ 2026: Auf dem Foto zu sehen sind (v. l. n. r.) Phil­ipp Mey­er, Loreen Han­ne­ken, Ben Brun­ner, Fem­ke Kalfs­ter­mann, San­der Koh­lert und Mir­ja Brink.

Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te: Sechs Kin­der gewin­nen Mal­wett­be­werb im Land­kreis Leer

69 krea­ti­ve Ein­sen­dun­gen zum The­ma Zahn­ge­sund­heit – Gewin­ner erhal­ten Schul­tü­ten mit gesun­den Überraschungen

Auch in die­sem Jahr hat der Jugend­zahn­ärzt­li­che Dienst des Land­krei­ses Leer zum Mal­wett­be­werb „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“ ein­ge­la­den. Alle zukünf­ti­gen Erst­kläss­ler waren auf­ge­ru­fen, ein gemal­tes oder gebas­tel­tes Bild zum The­ma ein­zu­rei­chen. Die Reso­nanz war groß: Ins­ge­samt 69 krea­ti­ve Ein­sen­dun­gen erreich­ten das Team der Pro­phy­laxe­fach­kräf­te des Land­krei­ses Leer.

Sechs Kin­der durf­ten sich schließ­lich über einen beson­de­ren Gewinn freu­en: eine „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“, die mit vie­len klei­nen Über­ra­schun­gen gefüllt war. Kurz vor der Ein­schu­lung wur­den die Schul­tü­ten den Gewin­ne­rin­nen und Gewin­nern im Gesund­heits­amt des Land­krei­ses Leer überreicht.

Zahn­ge­sund­heit bereits zum Schul­start im Blick

Mit dem Mal­wett­be­werb möch­te der Jugend­zahn­ärzt­li­che Dienst des Land­krei­ses Leer bereits bei den ange­hen­den Schul­kin­dern und ihren Fami­li­en für das The­ma Zahn­ge­sund­heit sensibilisieren.

Denn tra­di­tio­nell gehö­ren Süßig­kei­ten für vie­le Kin­der zur Schul­tü­te. Damit kommt jedoch häu­fig auch eine grö­ße­re Men­ge Zucker zusam­men. Ein hoher Zucker­kon­sum kann die Ent­ste­hung von Kari­es begüns­ti­gen und damit die Zahn­ge­sund­heit beeinträchtigen.

Die Akti­on „Zahn­ge­sun­de Schul­tü­te“ soll des­halb dazu anre­gen, den Zucker­kon­sum zu über­den­ken und mög­lichst zu redu­zie­ren. Gleich­zei­tig möch­ten die Ver­ant­wort­li­chen zei­gen, dass eine Schul­tü­te auch ohne eine gro­ße Men­ge Süßig­kei­ten abwechs­lungs­reich und span­nend gefüllt wer­den kann.

Zahn­ge­sun­de Alter­na­ti­ven für die Schultüte

Wel­che klei­nen Über­ra­schun­gen und Geschen­ke sich als zahn­ge­sun­de Alter­na­ti­ve für die Schul­tü­te eig­nen, zeigt der Land­kreis Leer im „Schul­tü­ten ABC“. Dort fin­den Eltern zahl­rei­che Anre­gun­gen für einen zahn­ge­sun­den Start in die Schulzeit.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und Tipps zur Zahn­ge­sund­heit sowie das Schul­tü­ten ABC gibt es online unter:

www.landkreis-leer.de/Zahngesundheit

 

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