Lokal
IHK-Vollversammlung unterstützt Resolution des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zur Energiepolitik.
Krise als Chance nutzen
Die IHK-Vollversammlung unterstützt eine gemeinsame Resolution des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zur Energiepolitik.
Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg hat in ihrer Sitzung am Dienstag im Sparkassenforum in Leer einstimmig einer gemeinsamen Resolution des Deutschen Industrie- und Handelskammertages zur Energiepolitik zugestimmt. „Es ist zwei Minuten vor zwölf“, mahnt IHK-Präsident Dr. Bernhard Brons. „Die Politik muss angesichts explodierender Energiepreise und umgehend weitreichende schnelle Entlastungen für die Wirtschaft bereitstellen.“
Brons forderte die Politik in diesem Zusammenhang zu mehr Einigkeit und Pragmatismus im Handeln auf. „Wir müssen jetzt mehr denn je bereit sein uns von Denkbarrieren zu lösen um in dieser Ausnahmesituation alle verfügbaren Ressourcen zu nutzen, um die bevorstehende Krise abzudämpfen.”
In seiner Resolution hat der DIHK zehn Forderungen formuliert, die aus Sicht der Wirtschaft dazu führen, dass den Auswirkungen der Energiekrise entgegengesteuert wird, um einen wirtschaftlichen Fadenriss zu verhindern. Die Forderungen teilen sich auf zwei wesentliche Schwerpunkte auf: „Auf der einen Seite muss gewährleistet sein, dass die Versorgungssicherheit hergestellt ist. Es kann nicht sein, dass ein Hochtechnologiestandort wie die Bundesrepublik Deutschland auf einmal im Dunkeln steht“, so Brons. Auf der anderen Seite fordert der DIHK eine schnelle unbürokratische Entlastung von Unternehmen deren Existenzen durch hohe Energiepreise bedroht werden. „Zahlreiche Betriebe auch in unserem IHK-Bezirk sind auf eine verlässliche und bezahlbare Energieversorgung angewiesen. Eine Eisengießerei kann nicht einfach den Ofen an und abschalten, wie es gerade passt.“
Neben einer Reaktivierung aller verfügbaren Kohlekraftwerke und dem Weiterbetrieb der verfügbaren Kernkraftwerke bis zum Ende der Krise fordert der DIHK auch die Einführung eines zusätzlichen Gasauktionsmodells. Danach sollen Industriekunden zusätzliche Anreize erhalten, ihren Gasverbrauch zu reduzieren und eine weitere Befüllung der Speicher zu ermöglichen. Die Anreize sollten für die Industriekunden direkt verfügbar sein.
Darüber hinaus fordert der DIHK eine Ausweitung der Energiekostenzuschüsse und eine Senkung der Strom- und Energiesteuer auf Gas auf europäische Mindestsätze. „Die europäische Energiesteuerverordnung sieht bestimmte Mindeststeuersätze für verschiedene Energieträger vor. Dabei kann die Stromsteuer im Einklang mit europäischen Vorgaben von rund 2,05 auf 0.05 ct/kWh abgesenkt werden“, so Brons. Dies würde auch für Bertriebe, die den Spitzenausgleich heute in Anspruch nehmen eine bürokratische Entlastung darstellen. Ebenso sollte die Energiesteuer auf Gas auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden. Diese richtet sich nach der Verwendungsart und liegt national zwischen 0,15 und 0,55 ct/kWh. „Eine Reduktion auf 0,054 ct/kWh als Heizstoff für die betriebliche Verwendung bzw. 0,108 ct/kWh für gewerbliche und industrielle Zwecke sollte umgesetzt werden“, heißt es in der Resolution.
Eine Entlastung bei den CO2 Handelssystemen könnten ebenfalls zu einer Stabilisierung der Preise beitragen. „Es handelt sich hierbei um eine vorübergehende Maßnahme. Angesichts der außergewöhnlichen Krisensituation, in der wir uns befinden sollte das Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) mindestens bis 2024 ausgesetzt und die Aufnahme von Kohle und Abfall in das System ebenfalls bis zu diesem Zeitpunkt verschoben werden.
Abschließend fordert der DIHK, die Heimischen Ressourcen stärker zu nutzen. „Der weitere zügige Ausbau der regenerativen Energien muss hierbei eine tragende Rolle spielen“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Max-Martin Deinhard. Nach wie vor wird der Ausbau durch zu viele Vorschriften und zu viel Bürokratie verhindert. Dadurch kann die verfügbare heimische Energie nur wenig effizient genutzt werden: „Windenergieanlagen müssen zu oft abgeschaltet werden. Die Verringerung des Gasverbrauchs durch einen Wechsel der Energieträger wird durch Genehmigungsverfahren behindert. Solche bürokratischen Hürden können wir uns in der gegenwärtigen Krise nicht leisten“, so Deinhard.
IHK-Präsident Brons warb für einen Ausbau des IHK-Bezirks als Energiestandort „Mit Blick auf unsere regionalen Potenziale sollten wir die gegenwärtige Krise auch als Chance nutzen. In diesem Zusammenhang appellieren wir dringend an die Politik, unsere bestehenden Ressourcen wie die Gasanlandestationen, die Kavernenspeicher oder unsere On- und Offshore Windparks an der Küste und im Binnenland als Energiedrehscheibe im Nordwesten weiterzuentwickeln. Das hilft in der aktuellen Krise am Ende nicht nur der Region, sondern dem ganzen Land“, so Brons.
Anzeige
Lokal
CDU will Steuerbetrug in Niedersachsen wirksamer bekämpfen
CDU will Steuervollzug in Niedersachsen modernisieren und Steuerbetrug wirksamer bekämpfen
Ulf Thiele: Mehr Datenanalyse, Spezialisierung und Personal – zugleich klare rechtsstaatliche Grenzen beim Einsatz von KI
Hannover. Steuerbetrug verursacht nicht nur finanzielle Schäden für den Staat, sondern kann auch den Wettbewerb verzerren und das Vertrauen in die Steuergerechtigkeit beeinträchtigen. Die CDU-Landtagsfraktion Niedersachsen fordert deshalb eine umfassende Modernisierung des Steuervollzugs. Anlässlich der Anhörung im Ausschuss für Haushalt und Finanzen zum Thema Steuerbetrug hat die Fraktion einen weitgehenden Änderungsvorschlag zum Antrag von SPD und Grünen vorgelegt.
Der haushalts- und finanzpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Ulf Thiele MdL, macht deutlich: „Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt.“ Wer Steuern hinterziehe oder Steuerbetrug organisiere, schade letztlich auch denjenigen, die ihren steuerlichen Pflichten ordnungsgemäß nachkommen.
Nach Ansicht der CDU geht der Antrag von SPD und Grünen bei den konkreten Konsequenzen nicht weit genug. Die CDU fordert stattdessen einen datenbasierten, risikoorientierten und technisch zeitgemäßen Steuervollzug. Dadurch soll organisierte Steuerkriminalität früher erkannt und wirksamer bekämpft werden.
TaDeA und moderne Datenanalyse sollen ausgebaut werden
Im Mittelpunkt des CDU-Vorschlags steht der konsequente Ausbau moderner Analyseinstrumente. Auch das niedersächsische Projekt TaDeA soll weiterentwickelt und dauerhaft gestärkt werden.
Nach Auffassung der CDU müssen vorhandene Daten besser genutzt und systematisch miteinander ausgewertet werden. Dabei geht es unter anderem um Daten, Zahlungsströme, Rechnungen und Unternehmensverflechtungen.
Darüber hinaus fordert die CDU stärkere spezialisierte Prüfeinheiten sowie eine engere Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern, dem Bund und europäischen Institutionen.
Gerade bei grenzüberschreitendem Umsatzsteuerbetrug stoße die klassische Bearbeitung einzelner Fälle mit kleinteiligen Zuständigkeiten zunehmend an ihre Grenzen, so die CDU.
Europäische Staatsanwaltschaft bestätigt Handlungsbedarf
Nach Darstellung der CDU habe die Anhörung im Finanzausschuss gezeigt, dass die vorgeschlagene Richtung notwendig sei. Vertreter der Europäischen Staatsanwaltschaft hätten geschildert, wie professionell organisiert und international vernetzt schwerer Umsatzsteuerbetrug inzwischen ablaufe.
Die zentrale Botschaft aus der Anhörung sei aus Sicht der CDU eindeutig: Steuerbetrug müsse früher erkannt werden. Dafür seien eine bessere Datenanalyse, dauerhafte Spezialisierung und eine stärkere Koordinierung der zuständigen Stellen erforderlich.
Thiele sieht darin eine Bestätigung des CDU-Ansatzes.
Daten und Zahlungsströme systematisch auswerten
Auch die Vertreter von TaDeA hätten bei der Anhörung darauf hingewiesen, dass moderner Steuerbetrug nur umfassend erkannt werden könne, wenn unterschiedliche Informationen zusammengeführt und systematisch analysiert würden.
Die CDU will deshalb TaDeA weiter ausbauen und zugleich gemeinsame Datenstandards und Analysefähigkeiten stärken.
Auch die Deutsche Steuer-Gewerkschaft (DSTG) auf Bundesebene habe den CDU-Vorschlag grundsätzlich als wichtigen Baustein für einen modernen und wirksamen Steuervollzug eingeordnet. Dazu gehörten unter anderem eine stärkere Datennutzung, gemeinsame Plattformen sowie eine bessere Bekämpfung von Cum-Cum- und Umsatzsteuerbetrugsstrukturen.
Digitalisierung allein reicht nicht
Gleichzeitig wurde bei der Anhörung deutlich, dass moderne Technik allein nach Einschätzung der CDU nicht ausreicht. Die DSTG Niedersachsen habe darauf hingewiesen, dass Analyseinstrumente nur dann ihre Wirkung entfalten können, wenn ausreichend qualifiziertes Personal vorhanden ist.
Die gewonnenen Erkenntnisse müssten schließlich von Fachleuten ausgewertet und anschließend in Prüfungen und Ermittlungen umgesetzt werden.
Diesen Punkt will die CDU bei der weiteren Ausarbeitung ihres Antrags besonders berücksichtigen.
Fünf Punkte sollen weiterentwickelt werden
Die CDU-Landtagsfraktion will ihren Antrag nun auf Grundlage der Ergebnisse der Anhörung weiter schärfen. Dabei stehen fünf Bereiche besonders im Mittelpunkt:
- Mehr Personal und eine stärkere Organisation für Steuerfahndung, Betriebsprüfung und Umsatzsteuer-Sonderprüfung.
- Dauerhafte institutionelle Verstetigung von TaDeA als zentrale Kompetenz für die Datenanalyse.
- Ausbau gemeinsamer Datenstandards und Länderkooperationen, um Informationen besser nutzen und auswerten zu können.
- Klare rechtsstaatliche Sicherungen beim Einsatz automatisierter Analysen, insbesondere beim Einsatz von künstlicher Intelligenz.
- Verwaltungsarme Umsetzung, damit rechtstreue Steuerpflichtige nicht durch Mehrfachabfragen und unnötige Bürokratie belastet werden.
Menschliche Entscheidung soll erhalten bleiben
Bei der zunehmenden Nutzung von Datenanalyse und künstlicher Intelligenz will die CDU zugleich klare Grenzen setzen. Die Stellungnahmen der Steuerberaterkammer und der Steuergewerkschaften hätten gezeigt, dass automatisierte Systeme nicht die fachliche Entscheidung des Menschen ersetzen sollten.
Aus Sicht der CDU müssen Verfahren transparent und verhältnismäßig gestaltet werden. Gleichzeitig dürften ehrliche Unternehmen nicht mit unnötiger Bürokratie belastet werden.
„Mehr Druck auf die Betrüger, nicht mehr Bürokratie für die Ehrlichen“
Für die CDU-Landtagsfraktion steht deshalb ein Ziel im Mittelpunkt: Der Steuervollzug soll moderner und schlagkräftiger werden, ohne die Belastungen für rechtstreue Steuerzahler unnötig zu erhöhen.
„Unser Ziel ist klar: Wir wollen nicht mehr Bürokratie für die Ehrlichen, sondern mehr Druck auf die Betrüger“, erklärt Ulf Thiele.
Wer organisiert Steuern hinterziehe, müsse schneller erkannt und konsequenter verfolgt werden. Niedersachsen könne und müsse dabei nach Auffassung der CDU eine Vorreiterrolle übernehmen.
Anzeige
Anzeige
Lernprofil entdecken: VHS-Kurse in Westoverledingen zeigen, wie individuelles Lernen gelingen kann
Astrid Frey vor dem Kleinen Campus in Westoverledingen: In ihren VHS-Kursen geht es um das persönliche Lernprofil und darum, individuelle Lernstärken gezielt zu erkennen und zu nutzen.
Die Formel unserer Einzigartigkeit: Was unsere zwei Seiten über unser Lernen verraten
VHS-Kurse in Westoverledingen zeigen, wie individuelle Lernprofile erkannt und für den Alltag genutzt werden können
Warum fällt manchen Menschen das Lernen scheinbar mühelos zu, während andere stundenlang am Schreibtisch sitzen und trotzdem das Gefühl haben, dass wenig hängen bleibt? Warum hilft dem einen Auswendiglernen, während der andere Inhalte erst versteht, wenn er sie praktisch ausprobiert?
Die Antwort darauf ist nicht immer eine Frage von Fleiß oder Motivation. Jeder Mensch nimmt Informationen auf seine ganz eigene Weise wahr, verarbeitet sie individuell und entwickelt dabei persönliche Strategien. Genau hier setzen zwei besondere Kurse der Volkshochschule Leer, Außenstelle Westoverledingen, an: Sie beschäftigen sich mit dem persönlichen Lernprofil und der Frage, wie Lernen gezielter, entspannter und individueller gestaltet werden kann.
Jeder Mensch ist einzigartig – auch beim Lernen
Unsere Individualität zeigt sich nicht nur in unserer Persönlichkeit, unseren Interessen und Vorlieben. Auch unser Körper und unser Nervensystem sind individuell organisiert.
Ein wichtiger Aspekt des Kurskonzepts ist dabei die sogenannte Dominanz. Der Mensch verfügt über zahlreiche paarige Strukturen – unter anderem zwei Gehirnhälften, zwei Augen, zwei Ohren, zwei Hände und zwei Füße. Obwohl diese jeweils zusammenarbeiten, kann eine Seite bei bestimmten Wahrnehmungs- und Bewegungsabläufen bevorzugt eingesetzt werden.
Aus dem Zusammenspiel verschiedener Dominanzbereiche können nach dem zugrunde liegenden Konzept 32 unterschiedliche Dominanzprofile entstehen.
Dabei werden unter anderem die Gehirndominanz sowie die bevorzugte Nutzung von Auge, Ohr, Hand und Fuß betrachtet.
Das persönliche Lernprofil im Mittelpunkt
Die Kurse sollen dabei helfen, das eigene Lernverhalten besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie lerne ich eigentlich am besten?
Mit kinesiologischen Tests werden im Rahmen des Kursangebots individuelle Dominanzmuster ermittelt. Daraus sollen Hinweise entstehen, welche persönlichen Stärken beim Lernen genutzt werden können und wo möglicherweise Herausforderungen liegen.
Das Angebot richtet sich sowohl an Erwachsene als auch an Grundschulkinder und Schüler. Gerade bei Kindern und Jugendlichen kann es interessant sein, frühzeitig unterschiedliche Lernstrategien kennenzulernen und herauszufinden, welche Herangehensweisen individuell gut funktionieren.
Cleverer lernen statt mehr büffeln
Unter dem Titel „Lerncoach: Dein persönliches Erfolgsprofil – Cleverer lernen statt mehr büffeln“ bietet die VHS einen entsprechenden Kurs in Westoverledingen an.
Der Kurs richtet sich an Menschen, die ihr eigenes Lernverhalten besser verstehen und neue Möglichkeiten für einen effektiveren Umgang mit Lerninhalten kennenlernen möchten.
Denn stundenlanges Lernen bedeutet nicht automatisch, dass Inhalte auch nachhaltig im Gedächtnis bleiben. Unterschiedliche Menschen können unterschiedliche Zugänge zu Lernstoff benötigen. Der Kurs möchte deshalb individuelle Lernprofile sichtbar machen und daraus praktische Anregungen für den Alltag ableiten.
Übungen für Lernen und Stresssituationen
Neben der Ermittlung des persönlichen Profils geht es auch um konkrete Übungen und Techniken. Diese sollen dabei unterstützen, unterschiedliche Wahrnehmungs- und Bewegungsbereiche miteinander zu verknüpfen und persönliche Lernstrategien weiterzuentwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Umgang mit Stress- und Prüfungssituationen. Ziel ist es, auch unter Druck möglichst konzentriert und handlungsfähig zu bleiben.
Dabei geht es nicht darum, einfach noch mehr Lernstoff in noch kürzerer Zeit zu bewältigen. Vielmehr steht die Frage im Mittelpunkt, wie vorhandenes Wissen besser abgerufen und das eigene Lernen bewusster gestaltet werden kann.
Anzeige

Zwei VHS-Termine in Westoverledingen
Interessierte haben im neuen Programm der Volkshochschule die Möglichkeit, an zwei Veranstaltungen zum Thema teilzunehmen.
12. September 2026: „Lerncoach – Dein persönliches Erfolgsprofil“
Der Kurs 2628450102 „Lerncoach: Dein persönliches Erfolgsprofil – Cleverer lernen statt mehr büffeln“ findet am 12. September 2026 im Kleinen Campus, Ihrener Straße 40–42 in Westoverledingen statt.
Im Mittelpunkt steht das persönliche Lernprofil und die Frage, welche Lernstrategien zu den eigenen individuellen Voraussetzungen passen können.
10. Oktober 2026: „Erfolgreich lernen – entdecke dein persönliches Lernprofil“
Am 10. Oktober 2026 folgt der Kurs 2628450100 „Workshop: Erfolgreich lernen: Entdecke dein persönliches Lernprofil“ – ebenfalls im Kleinen Campus, Ihrener Straße 40–42 in Westoverledingen.
Der Workshop beschäftigt sich mit der Frage, warum Menschen unterschiedlich lernen und wie das eigene Lernprofil besser verstanden und im Lernalltag berücksichtigt werden kann.
Angebot für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
Das Kursangebot richtet sich an unterschiedliche Altersgruppen. Für Eltern kann es beispielsweise interessant sein, die individuellen Lernvoraussetzungen ihrer Kinder besser kennenzulernen. Schüler können neue Lernstrategien ausprobieren, während Erwachsene die Möglichkeit erhalten, ihr eigenes Lernverhalten zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Geleitet werden die Kurse von Astrid Frey, Heilpraktikerin und Kinesiologin.
Jetzt den eigenen Lernweg entdecken
Lernen muss nicht für jeden Menschen gleich funktionieren. Wer die eigenen Gewohnheiten hinterfragt und verschiedene Lernwege ausprobiert, kann neue Möglichkeiten entdecken, mit Lernstoff, Konzentration und Prüfungssituationen umzugehen.
Die beiden VHS-Angebote in Westoverledingen laden deshalb dazu ein, sich intensiver mit dem eigenen Lernprofil zu beschäftigen – und vielleicht eine Antwort auf die ganz persönliche Frage zu finden:
Was braucht mein Gehirn, damit Lernen für mich leichter und erfolgreicher wird?
Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte direkt bei der Volkshochschule Leer über die jeweiligen Kursangebote: Kurs 2628450102 – Lerncoach: Dein persönliches Erfolgsprofil sowie Kurs 2628450100 – Erfolgreich lernen: Entdecke dein persönliches Lernprofil.

Lokal
Süßwasserpolder in Stapelmoor: Neuer Lebensraum an der Ems verändert sich bereits
Das Bild zeigt von links: Felix Närmann, Naturschutzstation Ems, Nico Bloem, Thorsten Kuchta, Geschäftsstelle Masterplan Ems, und Dr. Claus Hinz, NlWKN.
Süßwasserpolder in Stapelmoor: Neuer Lebensraum an der Ems verändert sich bereits
Mehr als 30 Interessierte informieren sich vor Ort über den Polder und die Entwicklung des Lebensraums im Rahmen des Masterplans Ems
Weener/Stapelmoor. Mehr als 30 Interessierte haben sich auf Einladung des SPD-Landtagsabgeordneten Nico Bloem aus Weener vor Ort über den Süßwasserpolder an der Ems in Stapelmoor informiert. Bei der Informationsveranstaltung am Emsdeich standen die Entwicklung des neuen Lebensraums, die Ziele des Masterplans Ems und die bisherigen Erfahrungen mit dem 18 Hektar großen Gebiet im Mittelpunkt.
Ausgerechnet während des Informationstermins zeigte sich der Polder allerdings von einer eher trockenen Seite: Das Gelände war nahezu ausgetrocknet. Für Felix Närmann vom Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) ist das jedoch Teil der natürlichen Entwicklung.
„Aber das gehört eben dazu. Der Lebensraum verändert sich schon“, erklärte Närmann.
18 Hektar neuer Lebensraum an der Ems
Der Süßwasserpolder in Stapelmoor ist Bestandteil des Masterplans Ems. Für rund eine Million Euro wurde das Gelände hergerichtet, damit sich dort die für die Ems typische Tier- und Pflanzenwelt entwickeln kann.
Anders als der gegenüberliegende Polder in Coldemüntje verfügt der Süßwasserpolder in Stapelmoor allerdings über keine direkte Verbindung zur Ems. Das hat Auswirkungen auf den Wasserstand: Wenn über längere Zeit ausreichend Niederschlag fehlt, kann der Polder austrocknen.
Die aktuelle Situation zeigt damit eindrucksvoll, dass sich der Lebensraum noch in einer Entwicklungsphase befindet.
Entwicklung wird langfristig beobachtet
Wie sich die Tier- und Pflanzenwelt im Polder entwickelt, soll in den kommenden Jahren genau beobachtet und begleitet werden. „Wir werden jetzt beobachten, wie sich der Polder entwickelt. Das ist ein Prozess, den wir begleiten“, erklärte Närmann.
Derzeit lassen sich auf dem Gelände noch zahlreiche Wiesenvögel beobachten. Nach Einschätzung der Fachleute wird sich die Zusammensetzung der Tier- und Pflanzenwelt mit der weiteren Entwicklung des Lebensraums jedoch verändern.
Begleitet wurde Felix Närmann bei der Informationsveranstaltung von Dr. Claus Hinz vom NLWKN sowie Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems in Oldenburg.
Kritische Fragen zur Entwicklung des Polders
Während der Veranstaltung konnten die Besucherinnen und Besucher nicht nur Informationen erhalten, sondern auch Fragen und Kritik an die Fachleute richten. Unter anderem ging es um die Ausbreitung von Distelarten auf dem Gelände.
„An diesem Thema sind wir dran“, erklärte Thorsten Kuchta.
Die Fragen machten deutlich, dass die Entwicklung eines neuen Lebensraums nicht ohne Veränderungen und Herausforderungen verläuft. Gerade deshalb sei die Beobachtung und fachliche Begleitung des Gebietes wichtig.
An der Veranstaltung am Emsdeich nahm auch eine Fahrradgruppe des ADFC Rheiderland teil.
Information und Beteiligung als wichtiger Bestandteil
Für Nico Bloem ist der direkte Austausch mit den Menschen vor Ort ein wichtiger Bestandteil des Masterplans Ems. Die Bevölkerung müsse die Möglichkeit haben, sich über die geplanten und bereits umgesetzten Maßnahmen zu informieren.
„Mir ist wichtig, dass die Menschen die Gelegenheit bekommen, sich über die Maßnahmen des Masterplans Ems zu informieren. Denn schließlich kann der Masterplan Ems nur erfolgreich sein, wenn es eine Akzeptanz gibt. Dazu gehört Kommunikation und Beteiligung“, erklärte Bloem.
Er hoffe, dass die Informationsveranstaltung einen Beitrag zur Aufklärung leisten konnte. Gleichzeitig bedankte sich der SPD-Landtagsabgeordnete beim NLWKN und der Geschäftsstelle Masterplan Ems für die Unterstützung bei der Veranstaltung.
Masterplan Ems verändert die Landschaft
Der Süßwasserpolder in Stapelmoor zeigt, wie sich die Landschaft entlang der Ems durch die Maßnahmen des Masterplans Ems verändert. Auf einer Fläche von 18 Hektar soll sich schrittweise ein Lebensraum entwickeln, der der emstypischen Tier- und Pflanzenwelt zugutekommt.
Dabei gehören auch wechselnde Wasserstände und zeitweise trockene Flächen zur Entwicklung des Gebietes. Welche Arten sich langfristig etablieren werden und wie sich der Polder ökologisch entwickelt, soll in den kommenden Jahren weiter beobachtet werden.
Anzeige


























