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Kli­ni­kum Leer: Danie­la Kamp über­nimmt ab Sep­tem­ber die Leitung

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Kli­ni­kum Leer: Nach­fol­ge an der Spit­ze ist geregelt

Danie­la Kamp über­nimmt ab Sep­tem­ber die Lei­tung / Viel Lob für den schei­den­den Geschäfts­füh­rer Hol­ger Glienke

Die Nach­fol­ge an der Spit­ze des Kli­ni­kums Leer ist gere­gelt: Danie­la Kamp, der­zeit kauf­män­ni­sche Lei­te­rin des Kran­ken­hau­ses, wird zum 1. Sep­tem­ber 2024 die Geschäfts­füh­rung über­neh­men. Dies ver­kün­de­te der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de, Land­rat Mat­thi­as Groo­te, in einer gemein­sa­men Pres­se­er­klä­rung des Land­krei­ses Leer und des Kli­ni­kums. Das Kli­ni­kum ist eine hun­dert­pro­zen­ti­ge Gesell­schaft des Land­krei­ses und mit rund 1.400 Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern der größ­te Arbeit­ge­ber im Kreisgebiet.

Neue Lei­tung: Danie­la Kamp

Danie­la Kamp wird den amtie­ren­den Geschäfts­füh­rer Hol­ger Gli­en­ke ablö­sen. Die 48-Jäh­ri­ge ist seit 2001 für das Kran­ken­haus tätig, hat seit zehn Jah­ren Ein­zel­pro­ku­ra und wird das Kli­ni­kum nun ab Sep­tem­ber selbst lei­ten. “Ich freue mich auf mei­ne neue Auf­ga­be und auf die wei­te­re gute Zusam­men­ar­beit mit den enga­gier­ten Mit­ar­bei­ten­den im Kli­ni­kum. Dem Auf­sichts­rat dan­ke ich für das mir ent­ge­gen­ge­brach­te Ver­trau­en,” so Kamp.

Der Auf­sichts­rat des Kli­ni­kums hat­te sich in sei­ner Sit­zung in der ver­gan­ge­nen Woche für Danie­la Kamp als neue Geschäfts­füh­re­rin ent­schie­den. Land­rat Groo­te zeig­te sich bei der Vor­stel­lung der neu­en Kran­ken­haus­lei­tung höchst erfreut: “Es ist ein Glücks­fall für den Land­kreis Leer, dass Danie­la Kamp ihren Hut in den Ring gewor­fen hat. Sie hat uns fach­lich über­zeugt, aber eben­so durch ihr per­sön­li­ches Auf­tre­ten. Wir haben eine gute Wahl getrof­fen.” Kamp sei fach­lich ver­siert und ken­ne das Kli­ni­kum und sei­ne Abläu­fe seit mehr als 20 Jahren.

Abschied von Hol­ger Glienke

Der jet­zi­ge Geschäfts­füh­rer Hol­ger Gli­en­ke hat­te im Febru­ar ange­kün­digt, dass er das Kli­ni­kum aus per­sön­li­chen Grün­den zum Jah­res­en­de 2024 ver­las­sen wird. Die Auf­lö­sung des Ver­tra­ges mit dem 59-Jäh­ri­gen erfolgt auf des­sen Wunsch und in gegen­sei­ti­gem Ein­ver­neh­men. Gli­en­ke ist seit 2003 an füh­ren­der Stel­le für die Kli­nik tätig, als die Ein­rich­tung noch Kreis­kran­ken­haus hieß und der Lei­ter Betriebs­di­rek­tor. Als der Land­kreis das Kran­ken­haus 2004 in eine gGmbH umwan­del­te, über­nahm Gli­en­ke die Geschäftsführung.

“Der Land­kreis und sein Kli­ni­kum haben Hol­ger Gli­en­ke viel zu ver­dan­ken,” betont der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Groo­te. Gli­en­ke habe aus dem damals noch klei­nen und defizitä

ren Kran­ken­haus mit 220 Bet­ten und 500 Beschäf­tig­ten eine moder­ne und wirt­schaft­lich erfolg­rei­che Kli­nik mit 475 Bet­ten und 1.400 Mit­ar­bei­ten­den gemacht. “Wir kön­nen froh sein, dass wir für unse­re Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­ner ein sol­ches Kran­ken­haus vor Ort haben.” Als Geschäfts­füh­rer habe Gli­en­ke stra­te­gisch und ideen­reich das Kli­ni­kum fit für die Zukunft gemacht und es geschafft, alle drei Stand­or­te zu sichern: Leer, Wee­ner und Bor­kum. “Das ist eine groß­ar­ti­ge Leistung.”

Rück­blick und Ausblick

“Es waren 21 her­aus­for­dern­de Jah­re,” so Gli­en­ke. “Fer­tig ist man im Kran­ken­haus­be­reich nie, denn stän­dig ändern sich die Rah­men­be­din­gun­gen. Aber ich über­ge­be ein soli­des, medi­zi­nisch-fach­lich gut auf­ge­stell­tes und wirt­schaft­lich gesun­des Kli­nik­un­ter­neh­men, das mit moti­vier­ten Mit­ar­bei­ten­den bereit ist für zukünf­ti­ge Her­aus­for­de­run­gen. Mei­ner Nach­fol­ge­rin Danie­la Kamp wün­sche ich all­zeit Glück und Erfolg.”

Danie­la Kamp: Eine erfah­re­ne Nachfolgerin

Danie­la Kamp bringt lang­jäh­ri­ge Erfah­rung und umfas­sen­de Kennt­nis­se der inter­nen Abläu­fe des Kli­ni­kums mit. Die­se Exper­ti­se wird ihr hel­fen, das Kli­ni­kum Leer wei­ter­hin erfolg­reich zu füh­ren und den hohen Stan­dard der medi­zi­ni­schen Ver­sor­gung im Land­kreis zu sichern. Ihre Ernen­nung zur Geschäfts­füh­re­rin wur­de im Auf­sichts­rat ein­stim­mig beschlos­sen, was die brei­te Unter­stüt­zung und das Ver­trau­en in ihre Fähig­kei­ten unterstreicht.

“Ich freue mich auf mei­ne neue Auf­ga­be und die Her­aus­for­de­run­gen, die vor uns lie­gen,” sag­te Kamp. “Ich bin zuver­sicht­lich, dass wir gemein­sam mit den enga­gier­ten Mit­ar­bei­ten­den des Kli­ni­kums die erfolg­rei­che Ent­wick­lung fort­set­zen und neue Maß­stä­be in der Pati­en­ten­ver­sor­gung set­zen können.”

Dank an Hol­ger Glienke

Zum Abschied beton­te Land­rat Groo­te noch ein­mal die Ver­diens­te von Hol­ger Gli­en­ke: “Hol­ger Gli­en­ke hat das Kli­ni­kum Leer zu dem gemacht, was es heu­te ist: eine moder­ne, wirt­schaft­lich erfolg­rei­che und pati­en­ten­ori­en­tier­te Ein­rich­tung. Dafür gebührt ihm unser größ­ter Dank und Anerkennung.”

Mit der Über­ga­be der Geschäfts­füh­rung an Danie­la Kamp stellt das Kli­ni­kum Leer sicher, dass die erfolg­rei­che Arbeit der ver­gan­ge­nen Jah­re fort­ge­setzt und wei­ter­ent­wi­ckelt wird. Die Wei­chen für eine wei­ter­hin erfolg­rei­che Zukunft sind gestellt.

Zur Per­son: Hol­ger Gli­en­ke


Alter: 59 Jah­re
Aus­bil­dung: kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung, Stu­di­um der Betriebs­wirt­schaft in Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens in Osna­brück, Abschluss als Diplom-Kauf­mann
Beruf: 5,5 Jah­re Bera­ter im Gesund­heits­we­sen bei Pri­ce Water­house Coo­pers in Han­no­ver; 7,5 Jah­re Pro­ku­rist und kauf­män­ni­scher Lei­ter in der Unter­neh­mens­grup­pe Sege­ber­ger Kli­ni­ken in Schles­wig-Hol­stein; ab April 2003 Betriebs­di­rek­tor des Kreis­kran­ken­hau­ses Leer; 2004 bis heu­te Geschäfts­füh­rer der Kli­ni­kum Leer gGmbH
Pri­vat: gebo­ren und auf­ge­wach­sen in Hameln; mehr als 14 Jah­re wohn­haft in Ihr­ho­ve, seit sechs Jah­ren in Leer; Rück­kehr nach Schles­wig-Hol­stein geplant; ver­hei­ra­tet, zwei erwach­se­ne Kinder
Zur Per­son: Danie­la Kamp


Alter: 48 Jah­re
Aus­bil­dung: kauf­män­ni­sche Aus­bil­dung; Stu­di­um der Betriebs­wirt­schaft in Ein­rich­tun­gen des Gesund­heits­we­sens in Osna­brück, Abschluss als Diplom-Kauf­frau
Beruf: ein Jahr Finanz­we­sen in einer Dort­mun­der Kli­nik; seit 2001 Stabs­stel­le Con­trol­ling im Kreis­kran­ken­haus Leer; von 2003 bis 2012 Lei­tung des zen­tra­len Bereichs Con­trol­ling und Abrech­nung im Kreiskrankenhaus/Klinikum Leer; seit 2013 kauf­män­ni­sche Lei­te­rin des Kli­ni­kums
Pri­vat: gebo­ren und auf­ge­wach­sen in Meppen, jetzt wohn­haft in Leer; ver­hei­ra­tet, zwei Kin­der, 16 und 18 Jah­re alt

 

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Dro­gen­han­del in der Regi­on: 20-Jäh­ri­ger nach groß ange­leg­ter Durch­su­chung in Haft

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Gro­ßer Ermitt­lungs­er­folg: Haupt­be­schul­dig­ter nach Dro­gen­fund in Haft 

Die Staats­an­walt­schaft Aurich hat einen bedeu­ten­den Schlag gegen den ille­ga­len Han­del mit Betäu­bungs­mit­teln geführt. Nach mona­te­lan­gen ver­deck­ten Ermitt­lun­gen konn­ten am gest­ri­gen Don­ners­tag, den 09.07.2026, geziel­te Durch­su­chungs­maß­nah­men in sie­ben Objek­ten in Leer, Emden und Olden­burg voll­streckt wer­den.

Die wich­tigs­ten Details zum Ermittlungserfolg:

  • Dro­gen sicher­ge­stellt: Die Ein­satz­kräf­te fan­den einen Han­dels­be­stand von min­des­tens drei Kilo­gramm Mari­hua­na, 250 Gramm Koka­in und 50 Ecsta­sy-Tablet­ten.

  • Wei­te­re Bewei­se: Neben den Betäu­bungs­mit­teln wur­den Schuss­waf­fen, Bar­geld sowie ver­schie­de­ne Daten­trä­ger beschlag­nahmt.

  • Fest­nah­me: Der 20-jäh­ri­ge Haupt­be­schul­dig­te wur­de wäh­rend der Durch­su­chung in Leer fest­ge­nom­men.

  • Haft­be­fehl: Auf Antrag der Staats­an­walt­schaft erließ das Amts­ge­richt Aurich einen Unter­su­chungs­haft­be­fehl wegen bewaff­ne­ten Han­del­trei­bens mit Betäu­bungs­mit­teln in nicht gerin­ger Men­ge. Der Her­an­wach­sen­de befin­det sich bereits in einer Jus­tiz­voll­zugs­an­stalt.

Die Ermitt­lun­gen, auch gegen zwei wei­te­re Beschul­dig­te, dau­ern der­zeit noch an, wäh­rend die sicher­ge­stell­ten Beweis­mit­tel aus­ge­wer­tet werden

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Zukunft gestal­ten, Geschich­te bewah­ren: Neu­es Wohn­quar­tier und Gedenk­ort in Leer geplant

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80 neue Wohn­ein­hei­ten – und ein Ort des Gedenkens

Leer – Ein zukunfts­wei­sen­des städ­te­bau­li­ches Pro­jekt nimmt For­men an: Die Stadt­ver­wal­tung Leer hat sich mit Inves­tor Hel­mut Witt­rock und dem Bau­un­ter­neh­men Mer­s­mann & Tho­mas auf die Neu­ord­nung des Are­als zwi­schen Bum­mert, Frie­sen­stra­ße und Heis­fel­der Stra­ße geei­nigt.

Wohn­raum für Leer: 80 Ein­hei­ten geplant

Das betrof­fe­ne Gebiet umfasst drei Teil­flä­chen, wobei zwei Area­le eine grund­le­gen­de städ­te­bau­li­che Neu­ge­stal­tung erfah­ren sol­len. Dabei han­delt es sich um das Are­al der ehe­ma­li­gen Tank­stel­le und Werk­statt an der Bum­mert-Kreu­zung sowie ein Grund­stück, das frü­her zur Spi­ri­tuo­sen­fa­brik Folts & Speul­da gehör­te.

Auf die­sen Flä­chen ent­ste­hen zwei gro­ße Gebäu­de­kom­ple­xe. Mit einer geplan­ten Geschoss­flä­che von ins­ge­samt rund 4400 Qua­drat­me­tern wird Platz für etwa 80 neue Wohn­ein­hei­ten geschaf­fen. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst unter­streicht die sozia­le Bedeu­tung des Vor­ha­bens: „Für die Stadt ist das ein wei­te­rer wich­ti­ger Schritt, um den stei­gen­den Bedarf nach Woh­nun­gen zu erfül­len, spe­zi­ell auch, was bezahl­ba­re Optio­nen betrifft.“ Min­des­tens 25 Pro­zent der Ein­hei­ten sind als sozia­ler Wohn­raum vor­ge­se­hen.

Die archi­tek­to­ni­sche Gestal­tung sieht vor, dass sich die maxi­mal vier­ge­schos­si­gen Neu­bau­ten har­mo­nisch in das Stadt­bild ein­fü­gen. Um bestehen­de Bau­denk­mä­ler in der Nach­bar­schaft zu respek­tie­ren, wur­den die Ent­wür­fe teils in ihrer Höhe ange­passt. Die Park­raum­si­tua­ti­on wird durch eine Kom­bi­na­ti­on aus ober­ir­di­schen Stell­plät­zen und inte­grier­ten Tief­ga­ra­gen gelöst.

Ein Ort des Geden­kens am Stand­ort der ehe­ma­li­gen Synagoge

Zwi­schen den bei­den Neu­bau­kom­ple­xen liegt die drit­te Teil­flä­che, die eine beson­de­re his­to­ri­sche Bedeu­tung trägt: Hier befand sich einst die Syn­ago­ge der jüdi­schen Gemein­de Leer, die in der Pogrom­nacht 1938 zer­stört wur­de. In enger Abstim­mung mit dem Inves­tor Hel­mut Witt­rock wur­de ver­ein­bart, dass die Stadt die­ses Are­al erwirbt und unbe­baut lässt, um einen wür­di­gen Ort des Geden­kens zu errich­ten.

Die­ses Vor­ha­ben war dem im Mai ver­stor­be­nen Ehren­bür­ger und Holo­cau­st­über­le­ben­den Albrecht Wein­berg ein tie­fes Her­zens­an­lie­gen. Über Jah­re hin­weg hat­te er sich für die­ses Ziel ein­ge­setzt, Spen­den gesam­melt und per­sön­li­che Gesprä­che mit den Betei­lig­ten geführt. „Ich bin sehr glück­lich dar­über, dass wir die­ses Pro­jekt jetzt ange­hen kön­nen. Der Stadt ist das ein gro­ßes Bedürf­nis, aber auch eine his­to­ri­sche Ver­pflich­tung“, erklärt Bür­ger­meis­ter Horst. Für ihn war es beson­ders wich­tig, dass Albrecht Wein­berg noch zu Leb­zei­ten erfuhr, dass sein Wunsch in Erfül­lung gehen wird.

Archäo­lo­gi­sche Unter­su­chun­gen und Bürgerbeteiligung

Die wei­te­re Pla­nung sieht vor, dass der Archäo­lo­gi­sche Dienst der Ost­frie­si­schen Land­schaft das Gelän­de unter­sucht. Par­al­lel dazu ist ein brei­ter, öffent­li­cher Pro­zess geplant, in dem Kon­zep­te für die Gestal­tung des Syn­ago­gen­grund­stücks im Sin­ne von Albrecht Wein­berg erar­bei­tet wer­den sol­len. Der­zeit befin­det sich die Gesamt­pla­nung in der fina­len Abstim­mung mit der Stadt­ver­wal­tung, ins­be­son­de­re hin­sicht­lich denk­mal­recht­li­cher Vor­ga­ben, bevor das Pro­jekt den poli­ti­schen Gre­mi­en zur Ent­schei­dung vor­ge­legt wird.

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Ren­te in der Regi­on Leer: IG BAU for­dert „Ren­ten-Rück­grat“ für har­te Arbeit!

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Ren­te dem „Här­te­grad der Arbeit“ anpas­sen: IG BAU for­dert „Ren­ten-Rück­grat“ von Abge­ord­ne­ten aus der Regi­on Leer

Wenn die kör­per­li­che Belas­tung auf dem Bau über Jahr­zehn­te hin­weg die Kräf­te zehrt, wird das Errei­chen der gesetz­li­chen Alters­gren­ze für vie­le Beschäf­tig­te zum unüber­wind­ba­ren Hin­der­nis. Aktu­el­le Zah­len der Arbeits­agen­tur ver­deut­li­chen die Pro­ble­ma­tik im Land­kreis Leer: Von rund 2.400 Bau­ar­bei­tern sind gera­de ein­mal 110 Beschäf­tig­te älter als 63 Jah­re. Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) Nord­west-Nie­der­sach­sen warnt nun ein­dring­lich vor den Fol­gen der geplan­ten Ren­ten­po­li­tik und for­dert ein Umdenken.

Bau­en ist Schwerst­ar­beit – bis 67 ist kaum machbar

„Ob Mau­rer, Dach­de­cker, Kanal- oder Stra­ßen­bau­er: Sie leis­ten har­te kör­per­li­che Arbeit bei Wind und Wet­ter, Hit­ze und Frost“, betont Gabrie­le Knue, Vor­sit­zen­de der IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen. Für vie­le Beschäf­tig­te in der Bran­che sei gesund­heit­lich oft schon vor dem 60. Lebens­jahr Schluss. Den­noch sehe die aktu­el­le Ren­ten­po­li­tik vor, das Arbeits­le­ben wei­ter zu verlängern.

Für Knue ist dies der fal­sche Weg. Sie for­dert eine Ren­te, die sich am „Här­te­grad der Arbeit“ ori­en­tiert. Ihr Vor­schlag: Ein „Express­zu­gang in den regu­lä­ren Ruhe­stand“ für Bran­chen, in denen die kör­per­li­che Belas­tung beson­ders hoch ist – neben dem Bau zäh­len dazu auch die Land- und Forst­wirt­schaft, die Gebäu­de­rei­ni­gung sowie der Gar­ten- und Land­schafts­bau. „Was wir brau­chen, ist eine ech­te Fle­xi-Ren­te für ver­nünf­ti­ge Über­gän­ge, statt die Men­schen bis 67 oder dar­über hin­aus am Bau zu hal­ten“, so die Gewerkschafterin.

Kri­tik an der Ren­ten­kom­mis­si­on: Baby-Boo­mer nicht enttäuschen

Ein zen­tra­ler Kri­tik­punkt der IG BAU ist die mög­li­che Abschaf­fung der „Ren­te mit 63“. Dies wäre gera­de für die soge­nann­ten Baby-Boo­mer ein „Schlag ins Gesicht“. Laut Berech­nun­gen des Pest­el-Insti­tuts wer­den im Land­kreis Leer in den kom­men­den zehn Jah­ren rund 27.800 Men­schen aus die­ser Gene­ra­ti­on in den Ruhe­stand gehen.

„Vie­le haben ihre Bei­trags­jah­re voll und 45 Jah­re lang in die Ren­ten­kas­se ein­ge­zahlt“, erklärt Knue. Den Beschäf­tig­ten „kurz vor knapp“ den geplan­ten Ruhe­stand zu ver­weh­ren, scha­de nicht nur der Lebens­pla­nung der Betrof­fe­nen, son­dern auch dem Ver­trau­en in den Sozialstaat.

For­de­rung: Hal­te­li­nie beim Ren­ten­ni­veau garantieren

Neben den Über­gangs­re­ge­lun­gen warnt die IG BAU vor einem Absin­ken des Ren­ten­ni­veaus. Die Gewerk­schaft for­dert eine ver­bind­li­che Haltelinie:

  • Kei­ne Absen­kung unter 48 Pro­zent: Der Staat dür­fe den Baby-Boo­mern ab 2031 kein nied­ri­ge­res Niveau zumuten.

  • Lang­fris­ti­ge Anhe­bung: Das Ren­ten­ni­veau müs­se schnellst­mög­lich wie­der auf min­des­tens 53 Pro­zent ange­ho­ben werden.

Appell an die Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten im Kreis Leer

Die IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen rich­tet einen kla­ren Appell an die hei­mi­schen Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ten. Sie sol­len in Ber­lin „Ren­ten-Rück­grat“ zei­gen und sich inner­halb ihrer Frak­tio­nen für eine Kor­rek­tur der Regie­rungs­plä­ne stark machen. Nur so kön­ne ver­hin­dert wer­den, dass anspruchs­vol­le Beru­fe wei­ter an Attrak­ti­vi­tät ver­lie­ren und das poli­ti­sche Ver­trau­en der Arbeit­neh­mer­schaft nach­hal­tig beschä­digt wird.

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Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein Tag vol­ler Musik, Tanz und Begegnungen!

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Arbeits­krei­ses für inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung (v.l.: Katha­ri­na Birch, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Jörg Ken­ter, Tom­ke Hamer, Hei­ke Leim­ke, Gerd...

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Feri­en-Modus an: Das „Out for Sum­mer Fes­ti­val“ kommt nach Leer in die Fetenscheue

Som­mer, Son­ne, Urlaubs­fee­ling: „Out for Sum­mer Fes­ti­val“ in der Feten­scheu­ne Leer Leer. Der Start in die Som­mer­fe­ri­en steht vor der Tür, und...

Veranstaltung

Fach­tag Digi­ta­le Bil­dung in Leer: Jetzt anmel­den und mitdiskutieren!

Ver­an­stal­tungs­ort des 8. Fach­tags Digi­ta­le Bil­dung: Das Spar­kas­sen­fo­rum in Leer steht am 9. Sep­tem­ber ganz im Zei­chen der digi­ta­len Zukunft...

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Public Vie­w­ing in der Feten­scheu­ne Leer: Gemein­sam zum Achtelfinale

Fuß­ball­fie­ber in Leer: Fans berei­ten sich auf Deutsch­land gegen Ecua­dor vor Die Fuß­ball-WM 2026 sorgt bei den Fans in Leer für...

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Die Nacht gehört euch: Die gro­ße Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer!

Fei­ern wie frü­her: Die gro­ße Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer am 27. Juni Die Ü30/Ü40-Par­ty in der Feten­scheu­ne Leer! Leer. Mar­kie­ren Sie...

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15 Jah­re HUNDund­HAND: Gro­ßes Jubi­lä­ums-Stra­ßen­fest am Flinthörn

Kat­rin und Micha­el Scheu sowie Herr Braun freu­en sich bereits sehr auf das gro­ße Jubi­lä­ums-Stra­ßen­fest am 21. Juni 2026 und...

Veranstaltung

Kunst, Kul­tur und Geschich­te: Pre­mie­re des „Som­mer-Kunst­Padd“ in Mitling-Mark!

Per­spek­ti­ven­wech­sel: Der Som­mer-Kunst­Padd ermög­licht neue Ein­bli­cke in Mit­ling-Mark – ganz ähn­lich wie in den bekann­ten Bild­bän­den des ost­frie­si­schen Foto­gra­fen Hart­mut...

Veranstaltung

Wee­ner: Der Hafen­Markt lockt mit Hand­werk, Kul­tur und mari­ti­mer Atmosphäre

Hafen­markt in Wee­ner: Wenn der Ems-Hafen zum Markt­platz der Mög­lich­kei­ten wird Wee­ner. Es sind oft die klei­nen, beharr­lich gepfleg­ten Tra­di­tio­nen, die...

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Event­tipps Ost­fries­land: Lek­ker­markt & Basketball‑Cup bele­ben Leer

Ost­fries­land star­tet in den Juni: Lek­ker­markt, Basketball‑Cup und Klein­kunst bele­ben die Leera­ner Innenstadt Wenn der Juni beginnt, ver­wan­delt sich die...

Veranstaltung

35. Emder Mat­jes­ta­ge — Pro­gramm-High­lights an allen Festtagen

35. Emder Mat­jes­ta­ge 2026: Ein Fest für die gan­ze Familie  Vom 29. bis zum 31. Mai 2026 ver­wan­delt sich Emden...

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