Lokal
Nico Bloem: Neuer Radweg in Jemgum soll noch im Sommer gebaut werden
Nico up Tour in Jemgum: Radweg wird bald gebaut
Jemgum, Niedersachsen – Auf der jüngsten Veranstaltung der “Nico up Tour” im Jemgumer Sielhus brachte der SPD-Landtagsabgeordnete Nico Bloem eine erfreuliche Nachricht mit: Der lang ersehnte Radweg wird noch diesen Sommer gebaut, bestätigte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. Bloem betonte, dass dies ein lang erkämpfter Erfolg des SPD-Ortsvereins Jemgum sei.
Einblick in die Landespolitik und lokale Entwicklungen
Zu Beginn der Veranstaltung präsentierte der Abgeordnete die zentralen Themen der Landespolitik. Er hob besonders das neue Windgesetz, den Hochwasserschutz, die ärztliche Versorgung mit einem Fokus auf das Krankenhaus Rheiderland, die wirtschaftliche Infrastruktur mit Schwerpunkten wie der Meyer-Werft und dem VW-Werk Emden sowie die Pflege hervor. Zudem informierte er darüber, dass Bund und Land insgesamt vier Millionen Euro für verschiedene Projekte in die Gemeinde investieren werden.
Diskussion über Bürokratie, Pflege und lokale Anliegen
Bei Tee und Krintstuut (einem lokalen Gebäck) konzentrierte sich die Diskussion auf Bürokratieabbau und Pflege. Der SV Ems Jemgum brachte den Wunsch nach Modernisierung der Jemgumer Turnhalle zur Sprache. Es wurde betont, dass funktionierende Sportstätten für Übungsleiter und Sportler essentiell sind, da die Nachfrage nach Sportangeboten hoch ist. Die aktuelle Turnhalle ist stark sanierungsbedürftig und entspricht nicht mehr den modernen Anforderungen.
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Engagement und Ausblick
Die Diskussion im Sielhus dauerte rund zwei Stunden. Nico Bloem bedankte sich bei den Teilnehmern für ihr Engagement und ihre Zeit. Er räumte ein, dass Themen wie die Pflege keine schnellen Lösungen bieten, betonte aber auch Fortschritte wie die neue Bauordnung, die bürokratische Hemmnisse reduziert, sowie die verstärkten Investitionen in den Straßenbau. Die Zukunft der Jemgumer Turnhalle will er weiterhin auf verschiedenen Ebenen vorantreiben.
Nico up Tour: Engagement für lokale Gemeinden
Die “Nico up Tour” bietet Nico Bloem die Möglichkeit, regelmäßig in allen Gemeinden und Städten seines Wahlkreises Diskussionsrunden anzubieten. Nach Stationen in Weener, Westoverledingen, Borkum und nun Jemgum, stehen als nächste Stationen Bunde und Moormerland auf dem Programm.
Lokal
Kurzfristige Sanierung der maroden Ostertorstraße in Remels angekündigt
Aufgrund der extremen Straßenschäden wurde die Höchstgeschwindigkeit in Remels auf 10 km/h reduziert. (v.r.n.l.): Landtagsabgeordneter Ulf Thiele (CDU), Bürgermeister Heinz Trauernicht und Frank Buchholz (Landesamt für Straßenbau und Verkehr).
Marode L 24 in Remels: Sanierung erfolgt „mit Ansage“
Remels/Hannover. Die desolate Fahrbahn der Ostertorstraße (L 24) in Remels wird kurzfristig saniert. Was zunächst wie eine gute Nachricht klingt, begleitet der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele mit deutlicher Kritik. Nach seinen Worten sei die extreme Situation „mit Ansage“ entstanden und nicht allein die Folge eines harten Winters, sondern das Resultat einer langjährigen Unterfinanzierung der Straßenbauverwaltung.
Sanierung im März unter Vorbehalt
Wie bei einem Ortstermin mit Uplengens Bürgermeister Heinz Trauernicht und Frank Buchholz, dem Leiter des Geschäftsbereichs Aurich des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr, bekannt wurde, sollen nun bis zu 200.000 Euro überplanmäßig freigegeben werden. Die Instandsetzung des Abschnitts zwischen der Friedhofsallee und der Hasenburgstraße ist für das Wochenende vom 13. bis 15. März 2026 geplant – vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.
Für die Arbeiten muss die Ostertorstraße voll gesperrt werden. Dabei wird die Fahrbahndecke etwa vier Zentimeter tief abgefräst und erneuert. Buchholz sicherte zudem zu, zu prüfen, ob Schäden in weiteren Abschnitten sowie in Selverde und Großsander im gleichen Zuge repariert werden können.
Schritttempo statt fließender Verkehr
Wie prekär die Lage aktuell ist, zeigt die verkehrsrechtliche Situation: Die Schlaglöcher sind mittlerweile so tief, dass die Höchstgeschwindigkeit auf lediglich 10 km/h herabgesetzt werden musste. „Das heißt im Klartext, man kann schon fast neben einem Auto herlaufen“, so Thiele. Dies habe in der Bevölkerung zu Recht für großen Unmut gesorgt.
Bereits im vergangenen Herbst hatte der Abgeordnete während eines Kurzpraktikums bei der Straßenbauverwaltung selbst Hand angelegt und Schlaglöcher notdürftig mit Kaltasphalt geflickt. Für ihn ist klar: Die angeschlagenen Straßendecken haben durch den Winter lediglich den „Todesstoß“ erhalten, der Handlungsbedarf sei jedoch seit Jahren offensichtlich.
Kritik an der Landespolitik
Thiele wirft der rot-grünen Landesregierung eine verfehlte Infrastrukturpolitik vor. Statt die Etats für die Landesstraßen anzuheben, seien Mittel gekürzt oder in Rücklagen für das Wahljahr 2027 verschoben worden.
„Wir müssen aus der Mangelwirtschaft heraus“, fordert Thiele. Eine verlässliche Wirtschaft und der tägliche Weg zur Arbeit seien auf eine intakte Infrastruktur angewiesen. Er plädiert daher für eine dauerhafte und deutliche Erhöhung der Haushaltsmittel für den Straßenbau, um künftig proaktiv statt nur im Notfall reagieren zu können.
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Lokal
Blue Knights Ostfriesland spenden 1.000 Euro an das Schutzengel-Huus
Michael Warth, Vorsitzender des Polizei-Motoradclubs Blue Knight XXXIX Ostfriesland e.V., überreicht Ulf Thiele, Vorsitzender des Fördervereins Schutzengel-Huus e.V. im Rahmen der Mitgliederversammlung des Chapters eine Spende in Höhe von 1.000 Euro. Die Blue Knights sind seit Sommer 2024 Partner des Schutzengel-Huus. Foto: Blue Knights Germany XXXIX Ostfriesland e.V.
Blue Knights Ostfriesland unterstützen das Schutzengel-Huus mit 1.000 Euro
Riepe. Die Verbundenheit zwischen den Blue Knights Ostfriesland und dem Schutzengel-Huus in Remels wird weiterhin aktiv gelebt. Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung in der Gaststätte „Weißes Pferd“ in Riepe überreichte der Motorradclub eine Spende in Höhe von 1.000 Euro an den Förderverein der Einrichtung.
Eine Partnerschaft als Herzensanliegen
Das ostfriesische Chapter XXXIX der Blue Knights Germany, ein Zusammenschluss aus aktiven und pensionierten Polizeibeamten mit einer Leidenschaft für das Motorradfahren, pflegt seit Sommer 2024 eine enge Partnerschaft mit dem Förderverein Schutzengel-Huus e.V. „Die Unterstützung der Arbeit für schwerkranke Kinder und ihre Familien ist uns ein großes Anliegen“, betonte Michael Warth, Vorsitzender des Chapters, während der Übergabe.
Ulf Thiele nahm die Spende für den Förderverein entgegen und hob die Bedeutung der regelmäßigen Zusammenarbeit hervor. Neben der finanziellen Zuwendung unterstützen die Mitglieder des Clubs das Projekt auch durch tatkräftige Hilfe bei verschiedenen Veranstaltungen. Das gespendete Geld soll dazu verwendet werden, Familien von Pflegekosten zu entlasten, die nicht durch die Pflegekassen abgedeckt werden.
Über das Schutzengel-Huus „Michael“
Die Einrichtung in Remels (Uplengen), betrieben durch die Diakoniestation Hesel-Jümme-Uplengen gGmbH, bietet eine spezialisierte Versorgung für intensivpflegebedürftige Kinder und Jugendliche. Das Haus fungiert als wichtige Brücke zwischen dem Klinikaufenthalt und der häuslichen Pflege. Es ermöglicht Eltern notwendige Auszeiten und stellt sicher, dass die hochkomplexe pflegerische Versorgung auch dann gewährleistet ist, wenn die ambulante Hilfe zu Hause zeitweise nicht ausreicht.
Der Förderverein als finanzielle Stütze
Da die gesetzlichen Kostenträger nicht alle Aufwendungen für den Aufenthalt und die spezialisierte Pflege übernehmen, springt der im Jahr 2020 gegründete Förderverein ein. Er finanziert sich ausschließlich durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Fördergelder. Ziel ist es, den betroffenen Familien in einer ohnehin belastenden Situation die finanzielle Sorge um die Unterbringung und Begleitung ihrer Kinder im Schutzengel-Huus zu nehmen.
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Lokal
NDR begleitet jungen Gastronomen im Einsatz für Dorfdisco “Limit” in Ihrhove
Rettung der Dorfdisco: NDR begleitet jungen Gastronomen in Ihrhove
Ihrhove/Leer. Seit 33 Jahren ist das „Limit“ in Ihrhove eine Institution im Landkreis Leer. Doch die Zeiten für ländliche Diskotheken sind herausfordernd: Seit der Corona-Pandemie kämpfen viele Betriebe mit rückläufigen Besucherzahlen. Inmitten dieser schwierigen Lage setzt ein junger Gastronom alles daran, einen der letzten großen Treffpunkte in der Region zu erhalten. Ein Kamerateam des NDR hat diesen Einsatz nun für das Format „Die Nordreportage“ begleitet.
70-Stunden-Wochen für den Erhalt der Tradition
Vor drei Jahren übernahm der heute 29-jährige Tim Kerkhoff den elterlichen Betrieb. Was für die Gäste nach unbeschwerten Partynächten und Spaß klingt, bedeutet für den Nachfolger harte Arbeit und Disziplin. Arbeitswochen von 70 Stunden sind für Kerkhoff keine Seltenheit, da er zusätzlich zu der Diskothek in Ihrhove vor kurzem auch einen Pub in Leer vor dem Aus bewahrt und übernommen hat.
Trotz der enormen Belastung steht der junge Gastronom nicht allein da. Unterstützung erhält er von seiner Familie: Die Eltern Karin und Hans-Hermann sowie sein Bruder Kai packen mit an, um das „Limit“ und die damit verbundene Familientradition in eine sichere Zukunft zu führen. Der Zusammenhalt ist ein zentraler Anker in einem Alltag, der ständig zwischen wirtschaftlichem Überleben und der Leidenschaft für die Gastronomie schwankt.
TV-Tipp: Ein Blick hinter die Kulissen
Die Reportage zeigt ungeschönt die alltäglichen Herausforderungen, die der Betrieb einer Dorfdisco in Ostfriesland heute mit sich bringt. Zwischen Tresen, Personalplanung und dem Kampf um jeden Gast dokumentiert das Kamerateam den unermüdlichen Einsatz der Familie Kerkhoff.
Die Sendung „Die Nordreportage: Dorfdisco in Ostfriesland — Zwischen Familie, Tresen und Überleben“ wird am Dienstag, 3. März 2026, um 18.15 Uhr im NDR Fernsehen ausgestrahlt. Im Anschluss an die TV-Ausstrahlung steht der Beitrag zudem in der ARD Mediathek zum Abruf bereit.
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