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Tourismus im südlichen Ostfriesland: Rekordzahlen und nachhaltiger Erfolg
„Südliches Ostfriesland“: Begehrtes Reiseziel mit Rekordumsätzen
Der Tourismus im Landkreis Leer hat sich nach den Herausforderungen der Corona-Jahre nicht nur erholt, sondern auch neue Höchststände erreicht. Die Übernachtungszahlen für 2023 und 2024 zeigen ein Wachstum, das sogar die Werte der Vor-Corona-Zeit übertrifft. Die Region Südliches Ostfriesland erweist sich als attraktives Reiseziel mit vielseitigen Angeboten, die Gäste aus nah und fern begeistern.
Tourismus auf Rekordkurs: Zahlen und Fakten
„Wir nähern uns wieder der Zielmarke von einer Million Übernachtungen auf dem Festland unseres Landkreises“, berichtet Kurt Radtke, Geschäftsführer der Tourismus GmbH Südliches Ostfriesland in Leer. Die Insel Borkum, die separat erfasst wird, steuert sogar rund 2,5 Millionen Übernachtungen pro Jahr bei.
Der Buchungsumsatz des Landkreises Leer für das Jahr 2024 wird voraussichtlich die Marke von 2,5 Millionen Euro übersteigen. Damit ist der Tourismus ein zentraler Wirtschaftsfaktor in der Region: Mit „Sofa-Touristen“ – also Besuchern, die bei Freunden und Verwandten übernachten – wird ein Bruttoumsatz von etwa 200 Millionen Euro geschätzt.
Erfolgsgeheimnis: Zentrale Zimmervermittlung und digitale Integration
Das Kerngeschäft der Tourismus GmbH Südliches Ostfriesland ist die zentrale Zimmervermittlung. Dies ermöglicht es Gästen, freie Ferienwohnungen und Zimmer im gesamten Feriengebiet unkompliziert zu buchen.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die Offenheit der Vermieter, die ihren Belegungskalender regelmäßig aktualisieren und freigeben. „Das ist ein Super-Service, der sich auch nach Jahren bewährt hat“, betont Radtke.
Trotz des Erfolgs digitaler Buchungsplattformen wie booking.com, die seit 2019 eng mit den regionalen Anbietern verknüpft sind, bleibt die persönliche Vermittlung ein wichtiger Bestandteil des Angebots. „Das Internet hat unseren Service nicht ersetzt, sondern ergänzt“, erklärt Radtke. Über 80 Prozent der Buchungen erfolgen mittlerweile online, was die digitale Präsenz der Region unverzichtbar macht.
Naturerlebnis und Freizeitangebote als Alleinstellungsmerkmal
Das Naturerlebnis ist eines der zentralen Alleinstellungsmerkmale Südliches Ostfrieslands. Besonders beliebt sind die Angebote von „Paddel und Pedal“, die die Region auf einzigartige Weise erfahrbar machen. Obwohl das wechselhafte Wetter und die Fußball-Europameisterschaft 2023 die Besucherzahlen leicht beeinträchtigten, bleibt das Naturerlebnis ein wesentlicher Anziehungspunkt.
Camping und Reisemobilurlaub: Ein wachsender Trend
Camping und Reisemobilurlaub erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit. Die Übernachtungszahlen auf den Campingplätzen zeigen 2023 regionale Spitzenwerte:
- Westoverledingen (Grotegaste): 74.449 Übernachtungen
- Bingum: 50.444 Übernachtungen
- Jümme: 47.586 Übernachtungen
- Weener: 11.000 Übernachtungen
Reisemobilstellplätze, obwohl witterungsabhängig, verzeichnen ebenfalls einen langfristigen Aufwärtstrend. Besonders Leer und Uplengen konnten 2023 steigende Übernachtungszahlen vermelden. Die kontinuierliche Verbesserung der Stellplätze, etwa in Uplengen, Ostrhauderfehn und Ditzum, trägt zu dieser Entwicklung bei.
Eine wichtige Ergänzung ist die erweiterte Broschüre „Reisemobilurlaub im südlichen Ostfriesland“, die auf Messen auf großes Interesse stieß.
Digitale Infrastruktur und Marketingstrategien
Die digitale Präsenz ist ein unverzichtbarer Bestandteil des touristischen Erfolgs. Die Anbindung an ein Buchungsportal wie booking.com hat die Sichtbarkeit der Region erheblich gesteigert. Auch der Einsatz von Social Media und hochwertigen Content-Strategien ist Teil der Erfolgsformel:
- Social Media : Facebook und Instagram dienen als Plattformen für gezielte Werbung und Interaktion mit potenziellen Gästen.
- Content-Marketing : Hochwertige Beiträge und Informationen zu den Highlights der Region erhöhen die Reichweite und stärken das Image der Tourismusdestination.
Südliches Ostfriesland – Erfolgreich in die Zukunft
Südliches Ostfriesland hat sich als beliebtes Reiseziel etabliert, das mit einem vielfältigen Angebot und gezielten Marketingmaßnahmen Gäste begeistert. Die Kombination aus Naturerlebnissen, modernen digitalen Angeboten und einem erstklassigen Service sichert der Region eine starke Position im Tourismusmarkt. Mit optimierten Stellplätzen, wachsender digitaler Präsenz und nachhaltigen Strategien blickt Südliches Ostfriesland auf eine erfolgreiche touristische Zukunft.
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Lokal
Farbenmeer im Reiderland: Tulpen blühen bis zum Horizont
Foto: Rolf Bootsmann von Luftblicke Nordwest
Farbenpracht bis zum Horizont: Ein Hauch von Holland direkt hinter der Grenze
Beerta / Reiderland – Es ist ein Naturschauspiel, das jedes Jahr aufs Neue verzaubert und die Ankunft des Frühlings unübersehbar macht: Nur wenige Kilometer hinter der deutschen Grenze, im niederländischen Reiderland, verwandelt sich die Landschaft derzeit in ein schier endloses Meer aus Farben. Die Tulpenfelder rund um Beerta und Finsterwolde stehen in voller Blüte und ziehen Besucher sowie Fotografen gleichermaßen in ihren Bann.
Ein Teppich aus Millionen Blüten
Wer in diesen Tagen über Bad Nieuweschans in Richtung Beerta fährt, wird Zeuge einer Farbexplosion. Entlang des Hoofdwegs und des Nieuwewegs erstrecken sich die Felder oft bis zum Horizont. In akkuraten Reihen leuchten Tulpen in sattem Rot, leuchtendem Gelb, zartem Rosa und tiefem Violett um die Wette. Besonders im weichen Licht der Morgen- oder Abendstunden bietet sich ein beeindruckendes Fotomotiv, das die Weite der Provinz Groningen perfekt einfängt.
Der ideale Zeitpunkt für eine Landpartie
Die beste Zeit, um dieses Spektakel zu erleben, ist Mitte April. Je nach Witterung erstreckt sich die Saison von Ende März bis Mitte Mai. Aktuell befinden sich die Felder auf ihrem Höhepunkt. Ein Ausflug in die Gemeinde Oldambt lohnt sich besonders per Fahrrad, um die frische Frühlingsluft und den Anblick der bunten Streifen in Ruhe genießen zu können. Auch für Autofahrer ist die Region bestens erschlossen, wobei zahlreiche kleine Haltebuchten zum kurzen Verweilen einladen.
Bewundern, aber Bewahren
Trotz der touristischen Anziehungskraft darf nicht vergessen werden: Diese Felder sind kein öffentlicher Park, sondern wertvolle Produktionsflächen zur Zwiebelgewinnung. Die Landwirte ziehen die Blumen mit großer Sorgfalt auf. Für Besucher gelten daher wichtige Verhaltensregeln, um die Ernte nicht zu gefährden:
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Auf den Wegen bleiben: Das Betreten der schmalen Furchen zwischen den Blumenreihen ist untersagt, da dies die empfindlichen Pflanzen und Zwiebeln beschädigen kann.
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Pflücken verboten: So verlockend es ist, ein Souvenir mitzunehmen – die Tulpen müssen auf dem Feld bleiben. In vielen umliegenden Dörfern gibt es jedoch spezielle Verkaufsstände oder „Pflückgärten“, in denen man sich seinen eigenen Strauß zusammenstellen darf.
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Respektvoller Abstand: Halten Sie für Ihre Fotos ausreichend Abstand zum Rand der Anbauflächen.
Dank an die Augenzeugen
Ein besonderer Dank gilt den aufmerksamen Lesern und Fotografen, wie etwa Hans-Albert Dirks, die uns mit ihren Aufnahmen an dieser Pracht teilhaben lassen. Ihre Bilder fangen die Magie dieses kurzen, aber intensiven Zeitfensters ein, in dem das Reiderland zum wohl buntesten Ort der Region wird.
Wer das kommende Wochenende für einen Ausflug nutzt, sollte die Kamera nicht vergessen – und ein wenig Zeit im Gepäck haben, um die Ruhe dieser besonderen Grenzregion auf sich wirken zu lassen.
Reisetipp kompakt:
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Ort: Beerta, Finsterwolde und Umgebung (Gemeinde Oldambt, NL)
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Zeitraum: Hauptblüte Mitte April
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Anfahrt: Über die A280/A7 Richtung Groningen, Abfahrt Bad Nieuweschans.


Dank an die Augenzeugen
Ein besonderer Dank gilt den aufmerksamen Lesern und Fotografen, wie etwa Hans-Albert Dirks und Rolf Bootsmann die uns mit ihren Aufnahmen an dieser Pracht teilhaben lassen. Ihre Bilder fangen die Magie dieses kurzen, aber intensiven Zeitfensters ein, in dem das Reiderland zum wohl buntesten Ort der Region wird. Weitere Fotos sind auf der Leeraner Facebookseite “Wir Leeraner” veröffentlicht.
Wer das kommende Wochenende für einen Ausflug nutzt, sollte die Kamera nicht vergessen – und ein wenig Zeit im Gepäck haben, um die Ruhe dieser besonderen Grenzregion auf sich wirken zu lassen.
Reisetipp kompakt:
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Ort: Beerta, Finsterwolde und Umgebung (Gemeinde Oldambt, NL)
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Zeitraum: Hauptblüte Mitte April
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Anfahrt: Über die A280/A7 Richtung Groningen, Abfahrt Bad Nieuweschans.

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Friesenbrücke weiter eingeschränkt: Probebetrieb verlängert
Friesenbrücke: Geduldsprobe für Radfahrer und Fußgänger hält an
Weener/Westoverledingen – Wer in diesen Tagen die Ems über die Friesenbrücke überqueren möchte, muss weiterhin mit Hindernissen rechnen. Wie die Deutsche Bahn über ihr BauInfoPortal mitteilt, wird der laufende Probebetrieb an dem wichtigen Brückenbauwerk verlängert.
Probebetrieb geht in die Verlängerung
Eigentlich sollten die intensiven Testphasen bereits Mitte April abgeschlossen sein. Doch für „vertiefende Untersuchungen“, so die Bahn, müsse der erweiterte Probebetrieb nun bis mindestens Donnerstag, den 30. April 2026, fortgesetzt werden.
Einschränkungen auf Geh- und Radweg
Für die Nutzer des Geh- und Radwegs hat dies unmittelbare Konsequenzen: Eine durchgehende Verfügbarkeit der Überquerung kann in diesem Zeitraum nicht garantiert werden. Die Bahn weist darauf hin, dass es jederzeit zu kurzfristigen Sperrungen oder Einschränkungen kommen kann.
Die Verantwortlichen bitten die betroffenen Bürgerinnen und Bürger sowie Touristen um Verständnis für die Unannehmlichkeiten. Warum die zusätzlichen Untersuchungen notwendig geworden sind und ob der 30. April als fixes Enddatum für die Einschränkungen steht, bleibt abzuwarten.
Radfahrer und Fußgänger sollten für ihre Planungen in der kommenden Woche vorsichtshalber mehr Zeit einplanen oder sich vorab über den aktuellen Status informieren.
Quelle: BauInfoPortal der Deutschen Bahn AG, Stand 24. April 2026
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Halbseitige Sperrung auf B70 sorgt für Verzögerungen
Geduldsprobe an der Ledabrücke: Halbseitige Sperrung der B70 ab Montag
Leer – Pendler und Autofahrer im Bereich der Papenburger Straße müssen sich ab der kommenden Woche auf Verzögerungen einstellen. Wie die Verkehrsbehörde der Stadt Leer bereits ankündigte, wird am Montag, den 27. April, ab 9:00 Uhr die halbseitige Sperrung der B70 südlich der Ledabrücke aktiviert.
Baustellenverkehr per Ampelschaltung
Für voraussichtlich drei Wochen wird der Verkehr in diesem Bereich mittels einer Lichtsignalanlage gesteuert. Grund für die Einschränkungen sind vorbereitende Arbeiten der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr für den anstehenden Neubau der Ledabrücke. Konkret beginnt die beauftragte Fachfirma am Montag mit dem Rückbau des Radweges sowie umfangreichen Erdarbeiten.
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Sicherheit geht vor: Bagger im Schwenkbereich
Die Entscheidung für die halbseitige Sperrung ist laut Behörde unumgänglich. Da direkt am Fahrbahnrand gearbeitet und der Boden tief ausgekoffert wird, kommen schwere Geräte zum Einsatz. Insbesondere der Schwenkbereich der eingesetzten Bagger ragt in die Fahrbahn hinein, was aus Sicherheitsgründen Platz für Mensch und Maschine erfordert.
Sperrung bleibt auch nachts bestehen
Entgegen mancher Hoffnung wird die Sperrung auch in den Abend- und Nachtstunden nicht aufgehoben. Ein täglicher Auf- und Abbau sei im weiteren Bauablauf technisch nicht mehr machbar. Durch das Auskoffern des Erdreichs entsteht entlang der Fahrbahnkante eine offene Vertiefung. Eine Freigabe der Strecke außerhalb der Arbeitszeiten würde somit eine erhebliche Gefahr für den fließenden Verkehr darstellen.
Verkehrsteilnehmer werden gebeten, die Verzögerungen in ihrer Zeitplanung zu berücksichtigen oder den Bereich, wenn möglich, großräumig zu umfahren.
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