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Wohnungsmangel und steigende Baukosten: CDU-Kreistagsfraktion fordert rasche Maßnahmen
Instrumente gegen Wohnungsknappheit — CDU setzt auf beschleunigte Baugenehmigungen und sozialen Wohnungsbau
Die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Leer reagiert auf den teils dramatischen Wohnungsmangel und die herausfordernde Lage der Bauwirtschaft mit einer klaren Forderung. In einem kürzlich abgehaltenen Treffen wurde die sofortige Einberufung des Arbeitskreises “Bauen und Wohnen” beschlossen, um die drängenden Probleme anzugehen.
Die stetig steigenden Baukosten und die parallel dazu spürbar gestiegenen Zinsen für Baudarlehen belasten insbesondere den privaten Wohnungsbau. Die CDU setzt darauf, dass der Arbeitskreis eine eingehende Analyse der Bauwirtschaft durchführt und nach Lösungen sucht, um den örtlichen Unternehmen zu helfen. Dieter Baumann, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion aus Moormerland, betonte: “Angesichts der angespannten Lage auf dem Bau könnten beispielsweise kreiseigene Bauvorhaben vorgezogen werden.”
Die CDU-Kreistagsfraktion im Landkreis Leer setzt auf gezielte Maßnahmen, um die Bauwirtschaft zu unterstützen und dem Wohnungsmangel entgegenzuwirken. Neben der Vorziehung von kreiseigenen Bauvorhaben sieht die Fraktion auch in schnelleren Baugenehmigungen und der Förderung des sozialen Wohnungsbaus entscheidende Instrumente.
Niels Plasir, CDU-Kreistagsabgeordneter aus Rhauderfehn, unterstreicht die Bedeutung dieser Maßnahmen: “Schnellere Baugenehmigungen und die Förderung des sozialen Wohnungsbaus können nicht nur der Bauwirtschaft helfen, sondern auch den angespannten Markt für Mietswohnungen im Landkreis Leer entlasten.” Besonders bezahlbarer Wohnraum sei knapp, und diese Maßnahmen könnten dazu beitragen, die Situation zu verbessern.
Beide, Dieter Baumann und Niels Plaisir, gehören dem eilig gebildeten Arbeitskreis “Bauen und Wohnen” an. Die Forderung nach der Bildung dieses Arbeitskreises wurde bereits Ende des letzten Jahres mit besonderer Dringlichkeit im Kreistag abgestimmt und vom Kreisausschuss nun umgesetzt. Der Arbeitskreis soll zeitnah konkrete Handlungsempfehlungen erarbeiten, um den Herausforderungen im Bereich Bauen und Wohnen effektiv zu begegnen.
Archivfoto: Ingo Tonsor @LeserECHO.de
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Lokal
Kampf gegen die Bürokratie: CDU fordert mehr Spielraum für Ostfrieslands Kommunen
CDU-Landtagsfraktion fordert Entlastung für Ostfrieslands Rathäuser: Mehr Handlungsfreiheit statt Bürokratie
Landkreis Leer / Hannover. Die kommunalen Verwaltungen in Ostfriesland leisten täglich Enormes, stehen jedoch zunehmend unter Druck. Um Städte, Gemeinden und Landkreise spürbar zu entlasten, bringt die CDU-Landtagsfraktion in der kommenden Woche ein „Kommunales Bürokratierückbaugesetz“ in den Niedersächsischen Landtag ein. Ziel ist es, die kommunale Ebene von unnötigen Vorgaben, Berichtspflichten und Doppelstrukturen zu befreien, um Ressourcen für die eigentlichen Kernaufgaben zu binden.
Fachkräftemangel und wachsende Anforderungen begrenzen Spielräume
Ulf Thiele, CDU-Landtagsabgeordneter sowie stellvertretender Vorsitzender und haushaltspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion, unterstreicht die Notwendigkeit dieses Vorstoßes: „Unsere Kommunen in Ostfriesland leisten jeden Tag Enormes. Gerade kleinere Rathäuser, Gemeinden und Samtgemeinden stehen aber zunehmend unter Druck: Fachkräftemangel, immer neue Dokumentationspflichten und wachsende Anforderungen aus Hannover binden Kapazitäten, die vor Ort dringend gebraucht werden.“
Konkrete Entlastungen geplant
Der Gesetzentwurf sieht gezielte Änderungen vor, um die Arbeitsfähigkeit vor Ort zu stärken. Dazu gehören:
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Streichung und Vereinfachung: Diverse landesrechtliche Pflichten, die Kommunen organisatorisch und personell belasten, sollen entfallen.
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Abbau von Doppelstrukturen: Berichtspflichten und Anzeigeverfahren sollen reduziert sowie doppelte Datenerfassungen vermieden werden.
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Kompetenzfokus: Kommunale Zuständigkeiten sollen dort gestrafft werden, wo sie keinen erkennbaren Mehrwert schaffen.
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Verlängerung von Fristen: Die aktuell geltenden Erleichterungen bei der Aufstellung kommunaler Jahresabschlüsse sollen bis einschließlich 2028 verlängert werden – ein Punkt, der insbesondere für kleinere Kommunen und Mitgliedsgemeinden in Ostfriesland von großer Bedeutung ist.
Mehr Eigenverantwortung für schnellere Entscheidungen
Für die CDU-Fraktion ist das Gesetz auch ein Signal für mehr Vertrauen in die kommunale Eigenverantwortung. Thiele betont, dass eine Reduzierung kleinteiliger Vorgaben aus dem Land nicht zu Qualitätsverlusten, sondern zu mehr Effizienz und schnelleren Entscheidungen vor Ort führe.
„Viele Städte und Gemeinden in Ostfriesland arbeiten seit Jahren an der Belastungsgrenze. Jeder abgebaute Bericht, jedes vereinfachte Verfahren und jede vermiedene Doppelarbeit schafft Freiräume – personell, organisatorisch und finanziell“, so Thiele. Diese Ressourcen seien essenziell, um die Infrastruktur zu erhalten, Investitionen in Schulen, Kinderbetreuung oder Feuerwehren umzusetzen und die Attraktivität der Region zu sichern. Es dürfe nicht sein, dass Kommunen stetig neue Aufgaben übertragen bekommen, während sie gleichzeitig durch Bürokratie gelähmt werden.
Appell an die Landespolitik
Abschließend richtet Ulf Thiele einen Appell an die rot-grüne Landtagsmehrheit: „Ich appelliere an die rot-grüne Mehrheit, diesen Gesetzentwurf nicht aus parteipolitischen Gründen abzulehnen. Gerade in Ostfriesland brauchen die Rathäuser, Städte, Gemeinden und Landkreise mehr Luft zum Arbeiten und keine ideologischen Blockaden. Wer die kommunale Ebene ernst nimmt, sollte diesem Vorschlag offen begegnen und ihn im Sinne unserer Kommunen positiv beraten.“
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Lokal
Achtung, es wird heiß: So schützen wir unsere Tiere vor der Sommerhitze!
Ein Spaziergang im Schatten tut nicht nur uns gut, sondern ist auch für Hunde die beste Wahl, um dem heißen Asphalt zu entgehen. Am besten verlegst du die große Runde in die kühlen Morgen- oder Abendstunden. 🐾 Ein wichtiger Begleiter: Frisches, kühles Wasser – am besten in einer Thermoskanne oder Kühltasche transportiert, damit es auch unterwegs schön erfrischend bleibt. Kleiner Tipp für alle Hundebesitzer aus der Region: Im Julianenpark in Leer dürfen Hunde nach Herzenslust über die eingezäunten Flächen flitzen und freilaufen.
Wenn die Sonne unerbittlich brennt: So schützt du deine Tiere vor der lebensgefährlichen Hitze
Die extremen Temperaturen der letzten Tage setzen uns allen zu – Hitze ist eben nicht nur schön, sondern kann für Mensch und Tier zur echten Belastung werden. Besonders unsere Haustiere und die Wildtiere in unserer Umgebung leiden unter der drückenden Wärme, da sie sich nicht einfach durch Kleidung oder Klimaanlagen Erleichterung verschaffen können. Damit deine tierischen Freunde und die Tiere in deiner Nachbarschaft sicher durch die heißen Phasen kommen, ist deine Unterstützung gefragt.
Vorsicht auf dem Asphalt: Teste den Boden!
Was uns beim Barfußlaufen schnell schmerzt, ist für Hunde eine Qual: Asphalt heizt sich in der Sonne extrem auf – oft wird er deutlich heißer als die Lufttemperatur.
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Der Check: Lege deinen Handrücken für sieben Sekunden auf den Asphalt. Ist es für dich zu heiß, ist es das auch für die Pfoten deines Hundes.
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Der Tipp: Verlege eure Spaziergänge unbedingt in die frühen Morgen- oder späten Abendstunden. Tagsüber ist ein schattiges Plätzchen auf einer Wiese die deutlich bessere Wahl.
Fellpflege ist das A und O
Viele Tierhalter unterschätzen, wie sehr das dichte Unterfell bei der Hitze belastet.
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Raus mit dem Unterfell: Nimm dir regelmäßig die Zeit, deinen Hund oder deine Katze gründlich zu bürsten. Wenn du das lose Unterfell entfernst, kann die Haut wieder atmen und die Luft besser zirkulieren – eine enorme Erleichterung für die Tiere.
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Profi-Hilfe: Wenn das Fell zu dicht ist, kann ein Besuch beim Hundefriseur Wunder wirken. Ein fachgerechter Sommerschnitt kann deinem Vierbeiner helfen, die Hitze besser zu regulieren.

Niemals allein im Auto
Auch wenn es nur „kurz“ ist: Lass dein Tier niemals im Auto zurück. Schon bei moderaten Außentemperaturen verwandelt sich der Innenraum innerhalb von Minuten in eine tödliche Hitzefalle. Auch bei leicht geöffneten Fenstern steigt die Temperatur in den kritischen Bereich.
Schaffe kleine Oasen
Vögel, Insekten und streunende Katzen haben es an heißen Tagen besonders schwer, frisches Wasser zu finden.
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Für Vögel und Insekten: Stelle flache Schalen mit Wasser bereit. Lege ein paar Steine hinein, damit Bienen und andere Insekten landen können, ohne zu ertrinken.
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Für Hunde: Wenn du ein Geschäft oder Büro hast, stelle gerne einen Wassernapf vor die Tür. Eine kleine Geste, die bei den Vierbeinern unterwegs für große Erleichterung sorgt.
Frische Abkühlung gefällig?
Auch deine Haustiere freuen sich über eine Erfrischung.
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Snacks: Biete kalte Früchte wie Wassermelone (ohne Kerne) an oder bereite ein „Wassereis“ aus ungesüßtem Joghurt zu.
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Wichtig: Bitte gib niemals Schokoladeneis oder stark gesüßte Leckereien – Schokolade ist für Hunde giftig!
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Wildtiere: Auch Igel freuen sich in trockenen Perioden über eine flache Schale mit Wasser im Garten.
Sei aufmerksam
Achte an den heißen Tagen ein wenig auf deine Umgebung. Wenn du ein Tier bei Hitze im Auto entdeckst oder einen Hund auf glühend heißem Asphalt siehst, zögere nicht, das Gespräch zu suchen oder bei Gefahr die Polizei zu informieren.
Du kannst helfen! Mit ein wenig Achtsamkeit sorgst du dafür, dass alle Tiere sicher und gesund durch den Sommer kommen.
Hast du noch weitere Tipps, wie man Tieren bei der Hitze helfen kann? Schreib es uns bei Facebook “Wir Leeraner” in die Kommentare.
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Lokal
Neuer Wind im Jadebusen: Zollschiff „Friesland“ offiziell in Dienst gestellt
Nachhaltigkeit auf hoher See: Zoll nimmt LNG-Einsatzschiff „Friesland“ in Dienst
Wilhelmshaven. Der deutsche Zoll setzt ein deutliches Signal für die Modernisierung seiner maritimen Einheiten: Mit einem feierlichen Festakt im Marinestützpunkt Wilhelmshaven wurde heute die „Friesland“ offiziell getauft und in den Dienst gestellt. Das über 55 Meter lange Einsatzschiff verstärkt künftig die Überwachungsflotte in der Nordsee und markiert zugleich den Abschluss einer ehrgeizigen technologischen Erneuerung.
Pionierarbeit durch LNG-Antrieb
Das von der Peene-Werft in Wolgast konstruierte Schiff zeichnet sich durch ein zukunftsweisendes Antriebskonzept aus. Anstatt auf konventionelle Dieselmotoren zu setzen, wird die „Friesland“ mit verflüssigtem Erdgas (LNG) betrieben. Diese Technologie reduziert die Emissionen von Schwefeldioxid nahezu vollständig, während der Ausstoß von Stickoxiden und Feinstaub massiv gesenkt wird. Auch die CO₂-Bilanz fällt um bis zu 20 Prozent günstiger aus.
Für dieses ökologische Engagement wurde das Schiff – ebenso wie seine Schwesterschiffe „Fehmarn“, „Emden“ und „Rügen“ – mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ prämiert. Eine Auszeichnung, die bisher weltweit nur wenigen Schiffen zuteilwurde.
Maritime Präsenz und Kontrolle
Die Aufgaben der „Friesland“ sind vielfältig: Sie überwacht den grenzüberschreitenden Warenverkehr, bekämpft Schmuggel und stellt die Einhaltung zollrechtlicher Vorschriften sicher – und das bis weit in die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) hinein. Um auch bei Boarding-Manövern und komplexen Kontrollen flexibel zu agieren, führt das Schiff das Festrumpfschlauchboot „Klaas“ als Tochterboot mit. Die „Friesland“ ersetzt damit das bisherige Zollboot „Jade“.
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„Schutz und Ordnung auf See“
Bei der feierlichen Indienststellung unterstrich der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Dennis Rohde, den strategischen Wert der Investition: „Die ‚Friesland‘ zeigt sehr anschaulich, wie wir in moderne und nachhaltige Einsatzmittel investieren – und damit in Schutz und Ordnung auf See.“ Die Zöllnerinnen und Zöllner leisteten einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit, vom Jadebusen bis zur AWZ.
Dr. Frank Müller, Direktionspräsident bei der Generalzolldirektion, ergänzte: „Mit der Indienststellung der ‚Friesland‘ wird die aktuelle Neubaureihe unserer LNG-Einsatzschiffe erfolgreich abgeschlossen.“ Er betonte, dass der Zoll mit dieser Serie seine maritimen Fähigkeiten bei der Schmuggelbekämpfung erheblich gestärkt habe.
Eine Taufpatin mit regionalem Bezug
Die Taufpatenschaft übernahm die Bundestagsabgeordnete Siemtje Möller, in deren Wahlkreis das Schiff nun beheimatet ist. Mit dem traditionellen Wunsch nach „allzeit guter Fahrt und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ entließ sie die „Friesland“ in ihre künftige Laufbahn. Stephanie Grotheer, Leiterin des Hauptzollamts Oldenburg, zeigte sich erfreut, dass dem Standort Wilhelmshaven damit ein solch hochmodernes Einsatzmittel zur Verfügung steht.
Technische Spezifikationen und Hintergrund
Das Schiff operiert mit einer Besatzung von acht Stammkräften sowie zwei zusätzlichen Kontrollbeamten. Bei einer Länge von 55,20 Metern und einer Breite von 10 Metern erreicht die „Friesland“ eine Geschwindigkeit von 25,8 Knoten.
Der Zoll übernimmt im maritimen Bereich eine Schlüsselrolle als Teil des Koordinierungsverbunds der deutschen Küstenwache. Angesichts von rund 400.000 Schiffsbewegungen jährlich in Nord- und Ostsee ist die maritime Präsenz des Zolls ein essenzieller Baustein zum Schutz der deutschen Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt. Die Flotte, die nun durch die „Friesland“ komplettiert wird, umfasst derzeit 27 aktive Einsatzschiffe und ‑boote.
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