Wirtschaft

Zah­lun­gen mit Bar­geld sind schnell und günstig

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Mit Bar­geld zahlt man im deut­schen Ein­zel­han­del schnell und güns­tig. Im Durch­schnitt dau­ern Bar­zah­lun­gen gut 22 Sekun­den und kos­ten rund 24 Cent pro Trans­ak­ti­on. Dies hat die Stu­die „Kos­ten der Bar­geld­zah­lung im Ein­zel­han­del“ erge­ben, wel­che die Deut­sche Bun­des­bank in Zusam­men­ar­beit mit dem EHI Retail Insti­tu­te durch­ge­führt hat.

„An der Laden­kas­se ist die Bar­zah­lung noch immer das schnells­te und kos­ten­güns­tigs­te Zah­lungs­mit­tel“, sag­te Johan­nes Beer­mann, im Vor­stand der Bun­des­bank für Bar­geld zustän­dig. Der Stu­die zufol­ge sind Bar­zah­lun­gen rund sie­ben Sekun­den schnel­ler als Kar­ten­zah­lun­gen mit PIN-Ein­ga­be. Gegen­über der Kar­ten­zah­lung mit Unter­schrift ist die Zah­lung mit Bar­geld sogar 16 Sekun­den schneller.

Mit Blick auf die Kos­ten lie­gen Bar­zah­lun­gen und giro­card-Zah­lun­gen nicht weit aus­ein­an­der. Ins­be­son­de­re Bar­zah­lun­gen bis 50 Euro sind güns­ti­ger, da die Fix­kos­ten bei Bar­zah­lun­gen im Durch­schnitt gerin­ger sind. Bei höhe­ren Zah­lungs­be­trä­gen sind giro­card-Zah­lun­gen die kos­ten­güns­tigs­te Variante.

Im deut­schen Ein­zel­han­del wer­den jähr­lich rund 20 Mil­li­ar­den Trans­ak­tio­nen getä­tigt. „Drei von vier Zah­lun­gen an der Laden­kas­se wer­den in bar abge­wi­ckelt“, so Beer­mann. Aller­dings steigt die Anzahl von bar­geld­lo­sen Zah­lun­gen stetig.

Metho­de
Für die Stu­die wur­de im Jahr 2017 in 15 Ein­zel­han­dels­un­ter­neh­men die Dau­er von ins­ge­samt 3.125 Zahl­vor­gän­gen gemes­sen. Zudem gaben 30 Ein­zel­händ­ler unter­schied­li­cher Grö­ße aus unter­schied­li­chen Bran­chen Aus­kunft über ihre Kos­ten für Bar- und Kar­ten­zah­lun­gen. Die Kos­ten der Bar­zah­lun­gen wur­den anschlie­ßend den Kos­ten der gän­gigs­ten bar­geld­lo­sen Zah­lungs­ver­fah­ren (giro­card, Kre­dit­kar­te und SEPA-Last­schrift) gegenübergestellt.

Simu­la­tio­nen zu kon­takt­lo­sem Bezahlen
Kon­takt­lo­se Zah­lun­gen gewin­nen in Deutsch­land erst seit kur­zer Zeit an Bedeu­tung. Zum Erhe­bungs­zeit­punkt wur­de daher nur ein gerin­ger Anteil kon­takt­lo­ser Kar­ten­zah­lun­gen gemes­sen. Die Stu­die berück­sich­tigt die­se neue Zah­lungs­form durch Simulationen.

Wür­den alle bis­her mit PIN durch­ge­führ­ten Kar­ten­zah­lun­gen kon­takt­los erfol­gen und müss­ten Zah­lun­gen für Beträ­ge unter 25 Euro nicht auto­ri­siert wer­den, wür­den Bar­zah­lun­gen wei­ter­hin die gerings­ten Kos­ten pro Trans­ak­ti­on aufweisen.

Wegen der Schnel­lig­keit der kon­takt­lo­sen Bezah­lun­gen sind die varia­blen Kos­ten hier beson­ders nied­rig. Bezo­gen auf den Umsatz, wie­sen daher kon­takt­lo­se giro­card-Zah­lun­gen die gerings­ten Kos­ten auf; es fol­gen das elek­tro­ni­sche Last­schrift­ver­fah­ren, kon­takt­lo­se Kre­dit­kar­ten­zah­lun­gen, Bar­zah­lun­gen und Kre­dit­kar­ten­zah­lun­gen mit Unterschrift.

Archiv­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO.de


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Wirtschaft

Fir­men­plei­ten in Deutsch­land auf höchs­tem Stand seit 20 Jahren

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Insol­venz­trend: Fir­men­plei­ten errei­chen höchs­ten Stand seit über 20 Jahren

Die deut­sche Wirt­schaft steht vor einer mas­si­ven Insol­venz­wel­le. Wie das Leib­niz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung Hal­le (IWH) in sei­nem aktu­el­len Insol­venz­trend berich­tet, ist die Zahl der Fir­men­plei­ten im März 2026 über­ra­schend deut­lich gestie­gen. Damit erreicht das ers­te Quar­tal des Jah­res einen Nega­tiv­re­kord, der seit mehr als zwei Jahr­zehn­ten nicht mehr ver­zeich­net wurde.

Höchs­ter Stand seit 2005

Im März wur­den bun­des­weit 1.716 Insol­ven­zen von Per­so­nen- und Kapi­tal­ge­sell­schaf­ten regis­triert. Dies ent­spricht einer Stei­ge­rung von 17 % gegen­über dem Vor­mo­nat und liegt sogar 71 % über dem Durch­schnitt der Jah­re vor der Coro­na-Pan­de­mie. Ein ver­gleich­bar hoher Wert wur­de zuletzt im Juni 2005 gemessen.

Beson­ders betrof­fen zei­gen sich der­zeit drei Bran­chen, in denen die höchs­ten jemals gemes­se­nen Wer­te ver­zeich­net wurden:

  • das Bau­ge­wer­be,

  • der Han­del,

  • sowie sons­ti­ge wirt­schaft­li­che Dienst­leis­tun­gen.

Regio­nal kon­zen­triert sich das Gesche­hen vor allem auf Bay­ern, Baden-Würt­tem­berg und Nord­rhein-West­fa­len, wo eben­falls Höchst­wer­te erreicht wurden.

Fokus auf klei­ne­re Unternehmen

Inter­es­san­ter­wei­se ist die Zahl der betrof­fe­nen Arbeits­plät­ze im Ver­gleich zum Vor­jahr gesun­ken, obwohl die Anzahl der Insol­ven­zen mas­siv gestie­gen ist. Im März waren rund 14.000 Jobs von Groß­in­sol­ven­zen betrof­fen. Das deu­tet dar­auf hin, dass die aktu­el­le Plei­te­wel­le vor allem klei­ne­re Unter­neh­men trifft.

Im gesam­ten ers­ten Quar­tal 2026 sum­mier­ten sich die Insol­ven­zen auf 4.573 Fäl­le. Damit lie­gen die Zah­len sogar höher als wäh­rend der schwe­ren Finanz­kri­se im Jahr 2009. Ins­ge­samt waren im ers­ten Vier­tel­jahr etwa 54.000 Arbeits­plät­ze betrof­fen, der Groß­teil davon (rund 16.000 Stel­len) im ver­ar­bei­ten­den Gewerbe.

Wenig Opti­mis­mus für die kom­men­den Monate

Die Exper­ten des IWH bli­cken mit Sor­ge auf das zwei­te Quar­tal. Die Früh­in­di­ka­to­ren, die das Insol­venz­ge­sche­hen um zwei bis drei Mona­te vor­aus­ah­nen las­sen, sind zuletzt kon­ti­nu­ier­lich angestiegen.

„Unse­re Früh­in­di­ka­to­ren las­sen für das zwei­te Quar­tal 2026 wenig Raum für Opti­mis­mus“, erklärt Stef­fen Mül­ler, Lei­ter der IWH-Insol­venz­for­schung. Es sei damit zu rech­nen, dass die Insol­venz­zah­len auf einem sehr hohen Niveau blei­ben und sich die Spit­zen­wer­te aus dem März wie­der­ho­len könnten.

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News

Nie­der­sach­sen über­nimmt Füh­rung beim Windenergie-Ausbau

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Ener­gie­wen­de: Nie­der­sach­sen zün­det den „Wind­ener­gie-Tur­bo“ und lässt Kon­kur­renz hin­ter sich

In der jüngs­ten Aus­schrei­bungs­run­de der Bun­des­netz­agen­tur für Wind­ener­gie an Land hat Nie­der­sach­sen ein Rekord­ergeb­nis erzielt und sich deut­lich von den ande­ren Bun­des­län­dern abge­setzt. Mit fast einem Giga­watt an Zuschlä­gen unter­mau­ert das Land sei­ne Vor­rei­ter­rol­le, wäh­rend Ener­gie­mi­nis­ter Chris­ti­an Mey­er (Grü­ne) dras­tisch vor dro­hen­den „Stopp­schil­dern“ aus Ber­lin warnt.

Ein Markt im Umbruch: Über­zeich­nung und sin­ken­de Preise

Das Aus­schrei­bungs­er­geb­nis der Bun­des­netz­agen­tur (BNetzA) zum Gebots­ter­min 1. Febru­ar offen­bart eine uner­war­tet hohe Dyna­mik im Markt. Die aus­ge­schrie­be­ne Men­ge von 3.445 Mega­watt (MW) Wind­ener­gie an Land war deut­lich über­zeich­net. Ins­ge­samt gin­gen 924 Gebo­te mit einer astro­no­mi­schen Gesamt­leis­tung von 7.858 MW ein. Am Ende erhiel­ten 439 Gebo­te einen Zuschlag.

Beson­ders bemer­kens­wert: Der Wett­be­werb drückt die Prei­se. Mit durch­schnitt­lich 5,54 Cent pro Kilo­watt­stun­de (ct/kWh) liegt der Gebots­preis signi­fi­kant unter dem Wert der vor­he­ri­gen Aus­schrei­bung von 6,06 ct/kWh. Das gerings­te Gebot lag deutsch­land­weit bei 5,19 ct/kWh, das höchs­te bei 5,64 ct/kWh. Für Ener­gie­mi­nis­ter Mey­er ist dies ein kla­res Signal: „Das zeigt, wie güns­tig Wind­strom ist. Er senkt den Strom­preis, ist die güns­tigs­te Strom­erzeu­gungs­form und muss daher aus­ge­baut werden.“

Nie­der­sach­sen deklas­siert Nordrhein-Westfalen

Die Macht­ver­hält­nis­se beim Aus­bau der Wind­ener­gie haben sich ver­scho­ben. Nie­der­sach­sen hat die Spit­zen­po­si­ti­on unter den Bun­des­län­dern nicht nur über­nom­men, son­dern mit bemer­kens­wer­ter Domi­nanz aus­ge­baut. Mit einem Zuschlags­vo­lu­men von fast einem Giga­watt – exakt 957 MW, ver­teilt auf 96 Ange­bo­te – liegt das Land unan­ge­foch­ten vorn.

Der Vor­sprung auf den Zweit­plat­zier­ten ist ekla­tant: 296 MW tren­nen Nie­der­sach­sen von Nord­rhein-West­fa­len, das im Vor­jahr noch den ers­ten Platz beleg­te und nun auf rund 661 MW kommt. Auf dem drit­ten Rang folgt Sach­sen-Anhalt mit gut 438 MW.

Der „Nie­der­sach­sen-Effekt“: Beschleu­nig­te Geneh­mi­gun­gen und hohe Akzeptanz

Hin­ter dem Erfolg steht eine geziel­te Stra­te­gie der Lan­des­re­gie­rung. Chris­ti­an Mey­er führt das Ergeb­nis auf inter­ne Struk­tur­re­for­men zurück: „Die Zah­len zei­gen: Unser Ener­gie-Tur­bo für die Erneu­er­ba­ren läuft unaufhörlich.“

Wesent­li­che Trei­ber sind demnach:

  • Die Task Force Ener­gie­wen­de: Sie hat die Geneh­mi­gungs­zei­ten für neue Wind­rä­der auf nur noch 10,6 Mona­te verkürzt.

  • Akzep­tanz- und Betei­li­gungs­ge­set­ze: Die Ein­füh­rung einer Wert­schöp­fungs­ab­ga­be sorgt für hohe Zustim­mung vor Ort. „Bei uns pro­fi­tie­ren die Men­schen vor Ort schon jetzt von der durch das Land ein­ge­führ­ten Akzep­tanz­ab­ga­be und Betei­li­gung“, so der Minister.

  • Rekord-Geneh­mi­gun­gen: Im Jahr 2025 wur­de eine Rekord­zahl von 807 Wind­rä­dern geneh­migt. Mey­er dank­te Kom­mu­nen und Bran­che für die­se „groß­ar­ti­ge Leistung“.

Kla­re Kan­te gegen Ber­lin: Sor­ge vor dem „Rei­che-Stopp“

Trotz des Tri­umphs mischt sich schar­fe Kri­tik in die Töne aus Han­no­ver. Mey­er rich­te­te eine deut­li­che War­nung an die Bun­des­ebe­ne, nament­lich an Bun­des­mi­nis­te­rin [Name der Minis­te­rin, falls Rei­che ein Platz­hal­ter ist, sonst: Rei­che]. Die Bran­che brau­che Pla­nungs- und Inves­ti­ti­ons­si­cher­heit. „Die­ser Wind­ener­gie-Tur­bo darf jetzt aber nicht durch den von Bun­des­mi­nis­te­rin Rei­che geplan­ten Erneu­er­ba­ren-Stopp abge­würgt wer­den“, for­der­te er.

Unter­neh­men ver­füg­ten über rechts­kräf­ti­ge Geneh­mi­gun­gen. „Daher ist die Bun­des­re­gie­rung gut bera­ten, jetzt kein neu­es Stopp­schild und eine ‚Rei­che-Del­le‘ beim Erneu­er­ba­ren-Aus­bau zu verursachen.“

Die wei­te­re Stra­te­gie: Son­der­aus­schrei­bun­gen und Infrastruktur

Nie­der­sach­sen setzt auf eine Fort­set­zung der Expan­si­on. Der Minis­ter begrüß­te, dass der erfolg­rei­che gemein­sa­me Bun­des­rats­an­trag Bay­erns und Nie­der­sach­sens für mehr Wind­ener­gie im Kli­ma­schutz­pro­gramm der Bun­des­re­gie­rung auf­ge­grif­fen wur­de. Geplant ist eine zügi­ge Son­der­aus­schrei­bung von 12 wei­te­ren Giga­watt Windstrom.

Der Minis­ter beton­te die öko­no­mi­sche Logik: Wind- und Son­nen­strom wür­den immer güns­ti­ger und senk­ten dau­er­haft die Strom­prei­se für Haus­hal­te und Wirt­schaft. Bei Spei­chern erle­be man eine „ech­te Effi­zi­enz­re­vo­lu­ti­on“. Selbst die Bun­des­re­gie­rung rech­ne durch die geplan­ten 12 GW Son­der­aus­schrei­bun­gen mit dau­er­haft um 0,6 ct/kWh gerin­ge­ren Strom­kos­ten für alle. Daher sei es rich­tig, bun­des­weit auf Wind­kraft zu set­zen, da sie Wachs­tums­mo­tor für den länd­li­chen Raum sei und die ener­gie­in­ten­si­ve Indus­trie stärke.

Aller­dings mahn­te Mey­er auch hier zur Eile und for­der­te eine Beschleu­ni­gung des Aus­baus von Ener­gie­net­zen und ‑spei­chern („Netz- und Spei­cher-Tur­bo“), um die Kos­ten wei­ter zu sen­ken. Die 12 GW Son­der­aus­schrei­bun­gen müss­ten „schnell über die Büh­ne gehen“, da aus­rei­chend geneh­mig­te, aber noch nicht bezu­schlag­te Anla­gen exis­tie­ren. Zudem for­dert er zeit­nah sinn­vol­le Rege­lun­gen für das För­der­re­gime nach 2026.

Rea­li­sie­rung auf Rekord­kurs: Der Kurs steht

Auch die Rea­li­sie­rungs­zah­len unter­mau­ern den Trend. Im ers­ten Quar­tal 2026 wur­den laut Markt­stamm­da­ten­re­gis­ter in Nie­der­sach­sen 53 gro­ße Wind­kraft­an­la­gen mit einer Leis­tung von gut 302 MW instal­liert (deutsch­land­weit 195 Anla­gen mit 1.028 MW). Im glei­chen Zeit­raum des Vor­jah­res waren es rund 271 MW bei 52 Anlagen.

„Wir sind und blei­ben also auf Kurs“, erklär­te der Ener­gie­mi­nis­ter. „Mit fast einem Giga­watt wur­de allein in die­ser ers­ten Run­de zwei Drit­tel des­sen bezu­schlagt, was wir mit 1,5 Giga­watt als jähr­li­chen Net­to-Zubau pla­nen.“ Der „Wind-Tur­bo“ lau­fe und lau­fe. Nun sei es ent­schei­dend, dass alle bezu­schlag­ten Anla­gen zeit­nah rea­li­siert wer­den. Dies mache das Land unab­hän­gi­ger von Impor­ten schäd­li­cher fos­si­ler Ener­gien wie Öl und Gas und siche­re güns­ti­gen und sau­be­ren Strom.

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Wirtschaft

Nie­der­sach­sens Infla­ti­ons­ra­te steigt im März auf 2,6 Prozent

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Ver­brau­cher­prei­se in Nie­der­sach­sen: Infla­ti­on steigt im März 2026 auf 2,6 %

Die Infla­ti­ons­ra­te in Nie­der­sach­sen hat im März 2026 einen neu­en Höchst­stand erreicht. Wie das Lan­des­amt für Sta­tis­tik Nie­der­sach­sen (LSN) in der aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung Nr. 033 mit­teilt, erhöh­ten sich die Ver­brau­cher­prei­se im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat um 2,6 %. Dies ist der höchs­te gemes­se­ne Wert seit Dezem­ber 2024.

Zum Ver­gleich: Im Febru­ar 2026 lag die Teue­rungs­ra­te noch bei mode­ra­te­ren 1,9 %. Auch im direk­ten Ver­gleich zum Vor­mo­nat (Febru­ar 2026) zogen die Prei­se im März spür­bar um 1,1 % an.


Ener­gie­prei­se als Haupt­trei­ber der Teuerung

Ein wesent­li­cher Fak­tor für den aktu­el­len Anstieg sind die Ener­gie­prei­se, die im März 2026 um ins­ge­samt 5,6 % über dem Niveau des Vor­jah­res lagen. Beson­ders die ange­spann­te Lage im Nahen Osten führ­te zu mas­si­ven Preis­sprün­gen an den Zapf­säu­len und bei der Heizölbelieferung:

  • Kraft­stof­fe gesamt: +18,4 %

    • Die­sel: +30,8 %

    • Super­ben­zin: +14,7 %

  • Heiz­öl: +38,1 %

Inter­es­san­ter­wei­se zeigt sich bei der Haus­halts­en­er­gie ein gegen­sätz­li­ches Bild: Die­se war ins­ge­samt um 2,4 % güns­ti­ger als im Vor­jahr. Preis­rück­gän­ge gab es hier vor allem bei Erd­gas (-8,2 %), Strom (-4,8 %) und Fern­wär­me (-3,0 %). Ohne die Berück­sich­ti­gung von Heiz­öl und Kraft­stof­fen läge der Gesamt­in­dex ledig­lich bei einer Stei­ge­rung von 2,0 %.

Mode­ra­te Ent­wick­lung bei Nah­rungs­mit­teln – Aus­rei­ßer bei Fleisch und Kaffee

Die Prei­se für Nah­rungs­mit­tel und alko­hol­freie Geträn­ke stie­gen im März um 1,0 % und blie­ben damit deut­lich hin­ter der all­ge­mei­nen Infla­ti­ons­ra­te zurück. Den­noch müs­sen Ver­brau­cher in bestimm­ten Waren­grup­pen tie­fer in die Tasche greifen:

  • Süß­wa­ren: +7,6 % (Scho­ko­la­de sogar +12,4 %)

  • Fleisch & Geflü­gel: +4,0 % (Geflü­gel und Rind­fleisch jeweils +10,9 %)

  • Fisch: +4,1 %

  • Geträn­ke: Kaf­fee, Tee und Kakao ver­teu­er­ten sich um 11,4 %.

Ent­las­tung gab es hin­ge­gen bei Spei­se­fet­ten und Ölen (-15,5 %), wobei ins­be­son­de­re But­ter mit einem Minus von 26,9 % deut­lich güns­ti­ger wur­de als im März 2025.


Dienst­leis­tun­gen: Hohes Preis­ni­veau belas­tet Haushalte

Dienst­leis­tun­gen blei­ben mit einem Plus von 3,4 % ein mas­si­ver Preis­trei­ber. Wäh­rend die Net­to­kalt­mie­ten mit einem Anstieg von 1,9 % noch dämp­fend auf die Gesamt­sta­tis­tik wirk­ten, gab es in ande­ren Berei­chen extre­me Steigerungen:

Dienst­leis­tungs­be­reich Ver­än­de­rung zum Vorjahr
Per­so­nen­be­för­de­rung (Luft­ver­kehr) +17,1 %
Häus­li­che Alten- und Behindertenpflege +10,2 %
Sozia­le Ein­rich­tun­gen gesamt +6,8 %
Müll­ab­fuhr +5,6 %

Hin­ter­grund: Die Kerninflation

Die soge­nann­te Kern­in­fla­ti­on (Ver­brau­cher­preis­in­dex ohne Berück­sich­ti­gung von schwan­kungs­an­fäl­li­gen Nah­rungs­mit­tel- und Ener­gie­prei­sen) lag im März 2026 eben­falls bei 2,6 %. Dies unter­streicht, dass der Preis­druck längst in der Brei­te der Wirt­schaft ange­kom­men ist.


Metho­di­scher Hinweis:

Der Ver­brau­cher­preis­in­dex (VPI) bil­det die durch­schnitt­li­che Preis­ent­wick­lung aller Waren und Dienst­leis­tun­gen ab, die pri­va­te Haus­hal­te kon­su­mie­ren. Die Ergeb­nis­se vom 30.03.2026 sind vor­läu­fig. Sofern bis zum 7. April 2026 kei­ne Kor­rek­tur erfolgt, gel­ten die Wer­te als endgültig.

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Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

Veranstaltung

Arten­viel­falt im Even­burg­park ent­de­cken: Exkur­sio­nen und digi­ta­les Monitoring

Mit dem NABU die Flo­ra und Fau­na des Even­burg­parks ent­de­cken: Exkur­sio­nen in die viel­fäl­ti­ge Parklandschaft In Leer bie­tet sich die...

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Früh­lings­treff 2026 in August­fehn: Sai­son­auf­takt mit Action und Verlosung

Sai­son­auf­takt im Ammer­land: Der Früh­lings­treff 2026 bei Börjes In August­fehn hat der Beginn der Motor­rad­sai­son eine lan­ge Tra­di­ti­on und einen...

Lokal

Vor­trag in Leer: Bio­gra­fien von Über­le­ben­den des KZ Bergen-Belsen

Bild­rech­te: LBZH BS — Mar­tin Bein  Über­le­ben nach dem Grau­en: Vor­trag über Bio­gra­fien aus dem KZ Ber­gen-Bel­sen in Leer LEER. Die Fol­gen...

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Blau-weiß-schwar­ze Nacht: Die HSV-Kult­band kehrt nach Hin­te zurück!

Schon 2019 und 2024 waren die Ham­bur­ger ABSCHLACH! im Live Music Cen­ter Emden in Hin­te zu Gast und prä­sen­tier­ten ihre...

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War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Gro­ßes Früh­lings­fest mit Hand­werk und Kulinarik

War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Ein Fest für die Sin­ne mit Hand­werk, Musik und Genuss WARDENBURG. Das Pflan­zen-Cen­ter Warn­ken ver­wan­delt sich am...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

Veranstaltung

Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...