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2G-Regeln wer­den auf Ein­zel­han­del ausgeweitet

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Maß­nah­men zur Bewäl­ti­gung der Corona-Pandemie

Die Lage in unse­rem Land ist sehr ernst. In vie­len Regio­nen Deutsch­lands stei­gen die
Inzi­den­zen, die Belas­tung in den Kran­ken­häu­sern gerät vie­ler­orts an sei­ne Gren­zen,
ins­be­son­de­re im Süden und Osten Deutsch­lands. Die Pan­de­mie trifft unser gan­zes
Land hart. Über die soli­da­ri­sche Ver­tei­lung von Inten­siv­pa­ti­en­ten sind wir alle eng
mit­ein­an­der verbunden.

Des­halb wer­den wir in einem Akt der natio­na­len Soli­da­ri­tät gemein­sam dafür
sor­gen, dass die Infek­ti­ons­zah­len wie­der sin­ken und unser Gesund­heits­sys­tem
ent­las­tet wird.

Vor die­sem Hin­ter­grund beschlie­ßen die Bun­des­kanz­le­rin und die
Regie­rungs­chefin­nen und ‑chefs der Länder:

  • 1. Die bestehen­den Beschlüs­se der Bun­des­kanz­le­rin und der Regie­rungs­chefin­nen
    und Regie­rungs­chefs der Län­der blei­ben wei­ter­hin gül­tig, sofern die­ser Beschluss
    kei­ne abwei­chen­den Fest­le­gun­gen trifft. Die Län­der wer­den ihre
    Lan­des­ver­ord­nun­gen ent­spre­chend anpassen.
  • 2. Ein erwei­ter­ter Bund-Län­der-Kri­sen­stab wird im Bun­des­kanz­ler­amt ein­ge­rich­tet,
    der früh­zei­tig die Pro­ble­me in der Logis­tik, bei der Impf­stoff­lie­fe­rung und ‑ver­tei­lung
    erken­nen und behe­ben soll.
  • 3. Bund und Län­der wer­den gemein­sam dar­an arbei­ten, bis Weih­nach­ten allen, die
    sich für eine Erst­imp­fung ent­schei­den und allen, die frist­ge­recht eine Zweit- oder
    Auf­frisch­imp­fung benö­ti­gen, die Imp­fung zu ermög­li­chen. Bei einer hohen
    Nach­fra­ge in der Bevöl­ke­rung kann das bis zu 30 Mil­lio­nen Imp­fun­gen erfordern.
  • 4. Der Bund wird zudem den Kreis der Per­so­nen deut­lich aus­wei­ten, die Imp­fun­gen
    durch­füh­ren dür­fen. Kurz­fris­tig geht das über Dele­ga­tio­nen, mit denen Ärz­tin­nen
    und Ärz­ten an Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker sowie Pfle­ge­fach­kräf­te, etwa in
    Alten­hei­men die Imp­fung dele­gie­ren dür­fen. Dar­über hin­aus soll eine gesetz­li­che
    Ände­rung erfol­gen für Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker, Zahn­ärz­tin­nen und
    Zahn­ärz­te und wei­te­re, um den Kreis der Berech­tig­ten, die in der Coro­na­Pan­de­mie Imp­fun­gen durch­füh­ren kön­nen, auszuweiten.
  • 5. Weil der Schutz der Coro­na-Imp­fung vor den aktu­ell vor­herr­schen­den
    Virus­va­ri­an­ten bei den der­zeit ver­füg­ba­ren Impf­stof­fen etwa ab dem fünf­ten Monat
    kon­ti­nu­ier­lich nach­lässt, wird der Impf­sta­tus, das heißt die Dau­er der
    Aner­ken­nung als voll­stän­dig geimpf­te Per­son, zu ver­än­dern sein, sofern kei­ne
    Auf­fri­schungs­imp­fung erfolgt. Auf Ebe­ne der Euro­päi­schen Uni­on wird dis­ku­tiert,
    dass der Impf­sta­tus nach der zwei­ten Imp­fung sei­ne Gül­tig­keit für neun Mona­te
    behal­ten soll. Bund und Län­der wer­den sich unter Berück­sich­ti­gung der
    Impf­kam­pa­gne und der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Impf­stof­fe bis zum Jah­res­en­de
    ver­stän­di­gen, ab wann und wie eine ent­spre­chen­de Rege­lung in der
    Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land Anwen­dung fin­den soll.
  • 6. Bun­des­weit ist der Zugang zu Ein­rich­tun­gen und Ver­an­stal­tun­gen der Kul­tur- und
    Frei­zeit­ge­stal­tung (Kinos, Thea­ter, Gast­stät­ten, etc.) inzi­denz­un­ab­hän­gig nur für
    Geimpf­te und Gene­se­ne (2G) mög­lich. Ergän­zend kann ein aktu­el­ler Test
    vor­ge­schrie­ben wer­den (2GPlus). Hier­zu sind Aus­nah­men für Per­so­nen, die nicht
    geimpft wer­den kön­nen und für Per­so­nen, für die kei­ne all­ge­mei­ne Impf­emp­feh­lung
    vor­liegt, vor­zu­se­hen. Dar­über hin­aus sind Aus­nah­men für Kin­der und Jugend­li­che
    bis 18 Jah­ren möglich.
  • 7. Die 2G-Regeln wer­den bun­des­weit inzi­denz­un­ab­hän­gig auf den Ein­zel­han­del
    aus­ge­wei­tet. Zugang haben also nur noch Geimpf­te und Gene­se­ne.
    Aus­ge­nom­men sind Geschäf­te des täg­li­chen Bedarfs. Der Zugang muss von den
    Geschäf­ten kon­trol­liert werden.
  • Hin­sicht­lich der Aus­nah­men ori­en­tie­ren sich die Län­der am ent­spre­chen­den Kata­log in der
    Bun­des­not­brem­se.
  • 8. In allen Län­dern wer­den stren­ge Kon­takt­be­schrän­kun­gen für Unge­impf­te
    ver­an­lasst. Pri­va­te Zusam­men­künf­te im öffent­li­chen oder pri­va­ten Raum, an
    denen nicht geimpf­te und nicht gene­se­ne Per­so­nen teil­neh­men, sind auf den
    eige­nen Haus­halt sowie höchs­tens zwei Per­so­nen eines wei­te­ren Haus­hal­tes
    zu beschrän­ken. Kin­der bis zur Voll­endung des 14 Jah­res sind hier­von
    aus­ge­nom­men. Ehe­gat­ten, Lebens­part­ner und Part­ne­rin­nen bzw. Part­ner einer
    nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft gel­ten als ein Haus­halt, auch wenn sie kei­nen
    gemein­sa­men Wohn­sitz haben. Pri­va­te Zusam­men­künf­te, an denen aus­schließ­lich
    Geimpf­te und Gene­se­ne teil­neh­men, sind davon nicht berührt. Der Bund wird die
    COVID-19-Schutz­maß­nah­men-Aus­nah­men­ver­ord­nung ent­spre­chend anpassen.
  • 9. Über­re­gio­na­le Sport‑, Kul­tur- und ver­gleich­ba­re Groß­ver­an­stal­tun­gen wer­den
    deut­lich ein­ge­schränkt. Es wer­den Begren­zun­gen der Aus­las­tung und eine
    abso­lu­te Ober­gren­ze von Zuschau­en­den fest­ge­legt. Bei Ver­an­stal­tun­gen in
    geschlos­se­nen Räu­men darf nur 30 bis 50 Pro­zent der Kapa­zi­tät genutzt wer­den
    bis zu einer maxi­ma­len Gesamt­zahl von 5.000 Zuschau­en­den. Bei
    Ver­an­stal­tun­gen im Frei­en darf nur 30 bis 50 Pro­zent der Kapa­zi­tät genutzt wer­den
    bis zu einer maxi­ma­len Gesamt­zahl von 15.000 Zuschau­en­den. Es sind
    medi­zi­ni­sche Mas­ken zu tra­gen. Es gilt wie auch sonst, dass nur Geimpf­te oder
    Gene­se­ne Zugang haben (2G). Ergän­zend kann für die Teil­neh­men­den ein
    aktu­el­ler Test vor­ge­schrie­ben wer­den (2GPlus). In Län­dern mit einem hohen
    Infek­ti­ons­ge­sche­hen müs­sen Ver­an­stal­tun­gen nach Mög­lich­keit abge­sagt und
    Sport­ver­an­stal­tun­gen ohne Zuschau­er durch­ge­führt werden.
  • 10. Spä­tes­tens ab einer Inzi­denz von mehr als 350 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000
    Ein­woh­nern in sie­ben Tagen wer­den Clubs und Dis­ko­the­ken in Innen­räu­men
    geschlos­sen. Aus Sicht des Bun­des ist das recht­lich schon jetzt mög­lich. Bei der
    Reform des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes wird dies aber noch ein­mal unzwei­fel­haft
    klar­ge­stellt. Die Län­der kön­nen die­se Mög­lich­keit aber schon jetzt flä­chen­de­ckend
    nut­zen, wo nötig.
  • 11. In Krei­sen mit einer Inzi­denz ober­halb von 350 pro 100.000 Ein­woh­ner müs­sen alle
    Kon­tak­te redu­ziert wer­den. Des­halb gilt bei pri­va­ten Fei­ern und Zusam­men­künf­ten eine Teil­neh­mer­gren­ze von 50 Per­so­nen (Geimpf­te und Gene­se­ne) in Innen­räu­men und 200 Per­so­nen (Geimpf­te und Gene­se­ne) im Außenbereich.
  • 12. In den Schu­len gilt eine Mas­ken­pflicht für alle Klassenstufen.
  • 13.Es wer­den stren­ge Kon­trol­len aller Regeln sicher­ge­stellt. Das gilt ins­be­son­de­re
    für Kon­trol­len des Impf­sta­tus, die mög­lichst mit­tels Apps erfol­gen sollen.
  • 14.Der Gesetz­ge­ber wird gebe­ten, das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz um wei­te­re
    Rege­lun­gen zu ergän­zen, damit Län­der und Regio­nen mit einem hohen
    Infek­ti­ons­ge­sche­hen wei­ter­hin ange­mes­se­ne zusätz­li­che Maß­nah­men (z.B.
    zeit­lich befris­te­te Schlie­ßun­gen von Gast­stät­ten, Ver­bot der Alko­hol­ab­ga­be oder
    des Alko­hol­kon­sums, Beschrän­kung von Ansamm­lun­gen, Ein­schrän­kun­gen bei
    Hotel­über­nach­tun­gen) zur Ver­fü­gung haben. Dar­über hin­aus wird er gebe­ten, die
    Über­gangs­frist für Schutz­maß­nah­men im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, die bis zum 25.
    Novem­ber 2021 in Kraft getre­ten sind, über den 15. Dezem­ber 2021 hin­aus zu
    ver­län­gern. Es wird gesetz­lich klar­ge­stellt, dass die­se Maß­nah­men auch regio­nal
    dif­fe­ren­ziert (z.B. Land­krei­se) ange­ord­net wer­den können.
  • 15. All die vor­ge­nann­ten Maß­nah­men mar­kie­ren bun­des­weit ein­heit­li­che Min­dest­stan­dards. Damit ver­schär­fen auch vie­le Län­der und Regio­nen mit aktu­ell
    nied­ri­gen Inzi­den­zen ihre Regeln, um die Wel­le abzu­mil­dern und ihre
    Gesund­heits­sys­te­me vor­aus­schau­end zu ent­las­ten. Die beson­ders betrof­fe­nen
    Län­der wer­den auch wei­ter­hin über die­se Min­dest­stan­dards hin­aus mit
    lan­des­recht­li­chen Rege­lun­gen tätig werden.
  • 16. Der Bund wird eine ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impf­pflicht für Beschäf­tig­te auf den
    Weg brin­gen, z.B. in Alten­pfle­ge­ein­rich­tun­gen und Krankenhäusern.
  • 17. Bund und Län­der begrü­ßen es, dass der Deut­sche Bun­des­tag zeit­nah über eine
    all­ge­mei­ne Impf­pflicht ent­schei­den will. Sie kann grei­fen, sobald sicher­ge­stellt
    wer­den kann, dass alle zu Imp­fen­den auch zeit­nah geimpft wer­den kön­nen, also
    etwa ab Febru­ar 2022. Bund und Län­der bit­ten den Ethik­rat, hier­zu bis Jah­res­en­de
    eine Emp­feh­lung zu erarbeiten.
  • 18. Im Bun­des­kanz­ler­amt wird ein Exper­ten­gre­mi­um von Wis­sen­schaft­le­rin­nen
    und Wis­sen­schaft­lern ein­ge­rich­tet. Es soll ein­mal die Woche tagen und
    gemein­sa­me Vor­schlä­ge machen.
  • 19. Am Sil­ves­ter­tag und Neu­jahrs­tag wird bun­des­weit ein An- und
    Ver­samm­lungs­ver­bot umge­setzt. Dar­über hin­aus gilt ein Feu­er­werks­ver­bot auf
    durch die Kom­mu­nen zu defi­nie­ren­den publi­kums­träch­ti­gen Plät­zen. Der Ver­kauf
    von Pyro­tech­nik vor Sil­ves­ter wird in die­sem Jahr gene­rell ver­bo­ten und vom
    Zün­den von Sil­ves­ter­feu­er­werk gene­rell drin­gend abge­ra­ten, auch vor dem
    Hin­ter­grund der hohen Ver­let­zungs­ge­fahr und der bereits enor­men Belas­tung des
    Gesund­heits­sys­tems. Für die hier­von betrof­fe­nen Unter­neh­men ist wie im
    ver­gan­ge­nen Jahr eine ent­spre­chen­de Kom­pen­sa­ti­on im Rah­men der
    Wirt­schafts­hil­fen vorzusehen.
  • 20. Die Regie­rungs­chefin­nen und ‑chefs der Län­der begrü­ßen das durch die
    Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Term-Sheet zur Über­brü­ckungs­hil­fe IV, mit dem zur
    Umset­zung des Beschlus­ses vom 18. Novem­ber 2021 ein Hilfs­in­stru­ment für die
    von Coro­na-Schutz­maß­nah­men beson­ders betrof­fe­nen Advents­märk­te geschaf­fen
    wer­den soll. Die­ses soll zügig umge­setzt wer­den. Die Här­te­fall­hil­fen, der
    Son­der­fonds des Bun­des für Mes­sen und Aus­stel­lun­gen, der Son­der­fonds des
    Bun­des für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, das Pro­gramm Coro­na-Hil­fen Pro­fi­sport und
    das KFW-Son­der­pro­gramm sol­len ver­län­gert wer­den. Eben­so begrü­ßen sie, dass
    das Bun­des­ka­bi­nett die wesent­li­chen Son­der­re­ge­lun­gen beim Kurz­ar­bei­ter­geld
    bis zum 31. März 2022 ver­län­gert hat. Sie bit­tet die Bun­des­re­gie­rung, die wei­te­re
    Ent­wick­lung im Blick zu behalten.

Hin­sicht­lich der Aus­nah­men ori­en­tie­ren sich die Län­der am ent­spre­chen­den Kata­log in der Bundesnotbremse.


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SPD/Grüne wol­len Drobs im Land­kreis Leer dau­er­haft stärken

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SPD/Grüne wol­len Sucht­prä­ven­ti­on im Land­kreis Leer dau­er­haft stärken

Grup­pe im Leera­ner Kreis­tag bean­tragt für 2027 einen Zuschuss von bis zu 130.000 Euro für die Dro­gen­be­ra­tungs­stel­le Drobs

Leer – Die Grup­pe SPD/Grüne im Leera­ner Kreis­tag möch­te die Sucht­vor­beu­gung im Land­kreis Leer lang­fris­tig stär­ken und dau­er­haft ver­an­kern. Dafür soll die Dro­gen­be­ra­tungs­stel­le Drobs im Haus­halts­jahr 2027 mit einem Zuschuss von bis zu 130.000 Euro unter­stützt werden.

„Sucht­prä­ven­ti­on wird immer wich­ti­ger. Unser Ziel ist es, das Ange­bot der Drobs dau­er­haft im Land­kreis Leer zu ver­an­kern“, erklä­ren die Grup­pen­spre­cher Hel­mut Geu­ken (SPD) und Tammo Len­ger (Grü­ne).

Nach Ansicht der Grup­pe haben sich die Anfor­de­run­gen an eine wirk­sa­me Sucht­vor­beu­gung in den ver­gan­ge­nen Jah­ren deut­lich ver­än­dert. Neben klas­si­schen Sucht­mit­teln spie­len inzwi­schen auch neue und für Jugend­li­che beson­ders leicht zugäng­li­che Ange­bo­te eine zuneh­mend grö­ße­re Rol­le. Dazu gehö­ren unter ande­rem Vapes, Can­na­bis und Lach­gas. Auch digi­ta­le Glücks­spiel­an­ge­bo­te gewin­nen an Bedeu­tung und kön­nen ins­be­son­de­re jun­ge Men­schen in pro­ble­ma­ti­sche Kon­sum­mus­ter und Abhän­gig­kei­ten führen.

„Um das zu ver­hin­dern, müs­sen wir jun­ge Leu­te früh­zei­tig auf­klä­ren und sie dabei unter­stüt­zen, ver­ant­wor­tungs­be­wuss­te Ent­schei­dun­gen zu tref­fen“, beto­nen Geu­ken und Len­ger. Eine früh­zei­ti­ge Prä­ven­ti­on kön­ne dazu bei­tra­gen, Risi­ken recht­zei­tig zu erken­nen und Jugend­li­che im ver­ant­wor­tungs­vol­len Umgang mit Sucht­mit­teln und ent­spre­chen­den Ange­bo­ten zu unterstützen.

Die bis­he­ri­ge Arbeit des „Sucht­prä­ven­ti­ons­pro­jekts der Gesell­schaft zur Hil­fe für sucht­ge­fähr­de­te und abhän­gi­ge Men­schen“ – so der voll­stän­di­ge Name der Drobs – wird von der Grup­pe als all­ge­mein aner­kannt bewer­tet. Das Ange­bot rich­tet sich an Schü­le­rin­nen und Schü­ler aller Alters­grup­pen. Gleich­zei­tig wer­den auch Eltern und Schu­len aktiv in die Prä­ven­ti­ons­ar­beit einbezogen.

Aus Sicht von SPD und Grü­nen kommt dem Land­kreis dabei eine beson­de­re Ver­ant­wor­tung zu. „Der Land­kreis Leer trägt die Ver­ant­wor­tung für den Kin­der- und Jugend­schutz. Die finan­zi­el­le Unter­stüt­zung der Drobs-Arbeit ist daher eine sinn­vol­le und wich­ti­ge Inves­ti­ti­on in die Zukunft jun­ger Men­schen“, erklä­ren die Gruppensprecher.

Mit dem bean­trag­ten Zuschuss von bis zu 130.000 Euro für das Haus­halts­jahr 2027 wol­len SPD und Grü­ne nach eige­nen Anga­ben die Grund­la­ge dafür schaf­fen, dass die Sucht­prä­ven­ti­on der Drobs auch künf­tig ver­läss­lich im Land­kreis Leer ange­bo­ten und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kann.

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Feu­er­wehr-Wett­be­werb in Ween­er­moor: Wymeer-Boen und Ween­er­moor holen den Sieg

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Schnel­lig­keit, Team­geist und nas­se Klei­dung: Feu­er­weh­ren mes­sen sich in Weenermoor

Zehn akti­ve Grup­pen und fünf Jugend­mann­schaf­ten tre­ten beim Schnel­lig­keits­wett­be­werb an – Wymeer-Boen und Ween­er­moor holen die Tagessiege

Ween­er­moor – Span­nung, Tem­po und jede Men­ge Team­geist bestimm­ten am Frei­tag, 21. August 2026, das Gesche­hen auf dem Wett­kampf­platz neben dem Feu­er­wehr­haus in Ween­er­moor. Zehn akti­ve Feu­er­wehr­grup­pen und fünf Jugend­mann­schaf­ten aus dem gesam­ten Rhei­der­land tra­ten beim Schnel­lig­keits­wett­be­werb gegen­ein­an­der an und stell­ten ihr Kön­nen unter Beweis.

Unter der fach­kun­di­gen Lei­tung von Gemein­de­brand­meis­ter Peter Olt­manns aus Wymeer muss­ten die Mann­schaf­ten eine anspruchs­vol­le Auf­ga­be mög­lichst schnell und gleich­zei­tig prä­zi­se bewäl­ti­gen. Dabei kam es nicht nur auf Geschwin­dig­keit, son­dern vor allem auf das per­fek­te Zusam­men­spiel inner­halb der Grup­pe an.

Prä­zi­si­on und Tem­po sind gefragt

Die Auf­ga­be hat­te es in sich: Zunächst muss­ten die Ein­satz­kräf­te die Sau­g­län­gen und Schläu­che mög­lichst schnell zusam­men­kup­peln. Anschlie­ßend galt es, die Trag­kraft­sprit­ze (TS) zu bedie­nen und den Ver­tei­ler am Ende einer 20 Meter lan­gen B‑Schlauchleitung kor­rekt zu setzen.

Zum Abschluss muss­ten die Mann­schaf­ten über die C‑Strahlrohre Kanis­ter von ihren Sta­ti­ven sprit­zen. Jeder Hand­griff muss­te sit­zen – denn bereits klei­ne Ver­zö­ge­run­gen konn­ten sich unmit­tel­bar auf die End­punkt­zahl auswirken.

Dass bei aller Kon­zen­tra­ti­on auch der Spaß nicht zu kurz kam, zeig­te eine Sze­ne bei der Jugend­feu­er­wehr Wymeer-Boen. Dort wur­de das Was­ser bereits nach vor­ne gepumpt, bevor das Strahl­rohr ange­kup­pelt war. Die Fol­ge: wert­vol­le Sekun­den gin­gen ver­lo­ren und eini­ge Ein­satz­kräf­te beka­men unfrei­wil­lig eine ordent­li­che Abküh­lung. Die nas­se Klei­dung sorg­te aller­dings eher für Schmun­zeln als für schlech­te Stimmung.

Ween­er­moor gewinnt bei der Jugend

Nach Abschluss der Wett­be­wer­be über­nah­men Orts­brand­meis­ter Nico Did­dens und Gemein­de­brand­meis­ter Peter Olt­manns die Siegerehrung.

Bei der Jugend­feu­er­wehr konn­te sich die gast­ge­ben­de Mann­schaft aus Ween­er­moor den Tages­sieg sichern. Mit einer Zeit von 79,97 Sekun­den erreich­te sie 420,03 End­punk­te und ver­wies die Jugend­feu­er­weh­ren aus Wee­ner und Wymeer-Boen auf die Plät­ze zwei und drei.

Die Jugend­feu­er­wehr Wee­ner kam mit 88,91 Sekun­den auf 411,09 End­punk­te und beleg­te Platz zwei. Wymeer-Boen erreich­te 91,48 Sekun­den und 408,52 End­punk­te und wur­de Dritter.

Auf den wei­te­ren Plät­zen folg­ten Hol­thusen mit 111,11 Sekun­den und 388,89 End­punk­ten sowie Bun­de mit 112,01 Sekun­den und 387,99 Endpunkten.

Ergeb­nis­se Jugendfeuerwehr

  1. Ween­er­moor – 79,97 Sek. – 420,03 Endpunkte
  2. Wee­ner – 88,91 Sek. – 411,09 Endpunkte
  3. Wymeer-Boen – 91,48 Sek. – 408,52 Endpunkte
  4. Hol­thusen – 111,11 Sek. – 388,89 Endpunkte
  5. Bun­de – 112,01 Sek. – 387,99 Endpunkte

Wymeer-Boen gewinnt bei den akti­ven Ortswehren

Auch bei den akti­ven Orts­weh­ren ging es äußerst knapp zu. Am Ende setz­te sich Wymeer-Boen durch. Die Mann­schaft benö­tig­te ledig­lich 61,55 Sekun­den und kam damit auf 438,45 End­punk­te.

Nur knapp dahin­ter folg­te Holt­gas­te mit 62,45 Sekun­den und 437,55 End­punk­ten. Den drit­ten Platz sicher­te sich Ditz­um mit 68,13 Sekun­den und 431,87 Endpunkten.

Die Feu­er­wehr Wee­ner beleg­te mit 69,22 Sekun­den und 430,78 End­punk­ten den vier­ten Platz. Jem­gum wur­de mit 73,47 Sekun­den und 426,53 End­punk­ten Fünfter.

Auf den wei­te­ren Plät­zen folg­ten Bund­er­hee mit 73,78 Sekun­den, Ween­er­moor mit 85,50 Sekun­den, Hol­thusen mit 86,53 Sekun­den, Bun­de mit 89,28 Sekun­den und Critz­um mit 106,06 Sekunden.

Ergeb­nis­se der Ortswehren

  1. Wymeer-Boen – 61,55 Sek. – 438,45 Endpunkte
  2. Holt­gas­te – 62,45 Sek. – 437,55 Endpunkte
  3. Ditz­um – 68,13 Sek. – 431,87 Endpunkte
  4. Wee­ner – 69,22 Sek. – 430,78 Endpunkte
  5. Jem­gum – 73,47 Sek. – 426,53 Endpunkte
  6. Bund­er­hee – 73,78 Sek. – 426,22 Endpunkte
  7. Ween­er­moor – 85,50 Sek. – 414,50 Endpunkte
  8. Hol­thusen – 86,53 Sek. – 413,47 Endpunkte
  9. Bun­de – 89,28 Sek. – 410,72 Endpunkte
  10. Critz­um – 106,06 Sek. – 393,94 Endpunkte

Der Schnel­lig­keits­wett­be­werb in Ween­er­moor zeig­te ein­drucks­voll, wie wich­tig bei der Feu­er­wehr neben tech­ni­schem Kön­nen vor allem Team­ar­beit, Prä­zi­si­on und ein gut abge­stimm­tes Zusam­men­spiel sind. Gleich­zei­tig bot der Wett­be­werb den Nach­wuchs­kräf­ten und den akti­ven Feu­er­wehr­leu­ten die Gele­gen­heit, ihr Kön­nen unter Wett­be­werbs­be­din­gun­gen unter Beweis zu stellen.

Fotos: Joa­chim Rand

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Wes­t­ov­er­le­din­gen: Mehr Bahn und Rad – neue Impul­se für Ihr­ho­ve und die Radvorrangroute

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Vor der Eisen­bahn­brü­cke über die Leda: v. l. n. r. Filiz Polat (MdB, Bünd­nis 90/Die Grü­nen), Tammo Len­ger (Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat), Ste­phan Christ (MdL, Bünd­nis 90/Die Grü­nen) und Ben Fischer (Bünd­nis 90/Die Grü­nen Over­le­din­ger­land) infor­mier­ten sich über die Ver­kehrs­si­tua­ti­on und mög­li­che Ver­bes­se­run­gen für den Rad- und Fußverkehr.

Grü­ne Abge­ord­ne­te aus Land und Bund infor­mie­ren sich über Bahn­hal­te­punkt Ihr­ho­ve und Rad­vor­ran­g­rou­te Emden–Papenburg

Wes­t­ov­er­le­din­gen soll beim Aus­bau von Bahn- und Rad­ver­kehr eine wich­ti­ge Rol­le im Land­kreis Leer über­neh­men. Auf Ein­la­dung von Tammo Len­ger infor­mier­ten sich die für den Land­kreis Leer zustän­di­ge Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­te von Bünd­nis 90/Die Grü­nen, Filiz Polat, und Ste­phan Christ, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on, über die aktu­el­le Situa­ti­on und geplan­te Ver­kehrs­pro­jek­te in der Gemeinde.

Im Mit­tel­punkt des Besuchs stan­den der neue Bahn­hal­te­punkt in Ihr­ho­ve, die geplan­te Rad­vor­ran­g­rou­te Emden–Papenburg sowie die Ver­kehrs­si­tua­ti­on an der Eisen­bahn­brü­cke über die Leda.

Wes­t­ov­er­le­din­gen als Kno­ten­punkt für Bahn und Rad

„Für die Bahn und den Rad­ver­kehr ist Wes­t­ov­er­le­din­gen der Kno­ten­punkt im Land­kreis Leer“, erklär­te Tammo Len­ger, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat von Bünd­nis 90/Die Grü­nen und SPD. Aus sei­ner Sicht kommt ins­be­son­de­re einer schnel­len und attrak­ti­ven Rad­ver­bin­dung zwi­schen Leer und Papen­burg eine gro­ße Bedeu­tung zu.

Gleich­zei­tig müs­se der neue Bahn­hal­te­punkt in Ihr­ho­ve mög­lichst umfas­send genutzt wer­den. „Wir müs­sen es hin­be­kom­men, dass am neu­en Bahn­hal­te­punkt in Ihr­ho­ve nicht nur die Züge von Leer nach Gro­nin­gen, son­dern auch die von Müns­ter nach Nord­deich hal­ten“, mach­te Len­ger deutlich.

Gemein­sam besich­tig­ten die Poli­ti­ker den neu­en Bahn­hal­te­punkt und schau­ten sich außer­dem die mög­li­che Wei­ter­füh­rung des Rad­we­ges ent­lang der Bahn­stre­cke und durch den Hamm­rich an.

Auch die West­fa­len­bahn soll in Ihr­ho­ve halten

Filiz Polat sieht im neu­en Bahn­hal­te­punkt einen wich­ti­gen Fort­schritt für Wes­t­ov­er­le­din­gen. „Wes­t­ov­er­le­din­gen hat lan­ge auf den Hal­te­punkt gewar­tet. Ich freue mich ins­be­son­de­re für die Pend­le­rin­nen und Pend­ler, die bald in die Arri­va-Züge umstei­gen kön­nen“, sag­te die Bundestagsabgeordnete.

Gleich­zei­tig soll­te aus ihrer Sicht geprüft wer­den, ob künf­tig auch ein Halt der West­fa­len­bahn in Ihr­ho­ve ermög­licht wer­den kann. Polat sag­te Len­ger zu, die­se Fra­ge mit nach Ber­lin zu neh­men und dort wei­ter anzusprechen.

Damit könn­te der Bahn­hal­te­punkt aus Sicht der Betei­lig­ten zu einem noch wich­ti­ge­ren Bestand­teil des regio­na­len Bahn­ver­kehrs wer­den und zusätz­li­che Ver­bin­dun­gen für Pend­ler schaffen.

Rad­vor­ran­g­rou­te Emden–Papenburg soll All­tags­rad­ver­kehr stärken

Auch der Rad­ver­kehr spiel­te bei dem Besuch eine zen­tra­le Rol­le. Ste­phan Christ, ver­kehrs­po­li­ti­scher Spre­cher der Grü­nen-Land­tags­frak­ti­on, ver­wies auf die Bedeu­tung des Fahr­rads für Ostfriesland.

„Rad­fah­ren gehört zu Ost­fries­land wie der Tee und eine stei­fe Bri­se“, sag­te Christ. Damit das Fahr­rad jedoch nicht nur für Aus­flü­ge und tou­ris­ti­sche Tou­ren genutzt wer­den kön­ne, son­dern auch im All­tag eine kom­for­ta­ble Alter­na­ti­ve dar­stel­le, müs­se die ent­spre­chen­de Infra­struk­tur wei­ter aus­ge­baut werden.

Ein wich­ti­ges Pro­jekt ist dabei die Rad­vor­ran­g­rou­te Emden–Papenburg. Die geplan­te Ver­bin­dung soll den Rad­ver­kehr zwi­schen den Städ­ten stär­ken und ins­be­son­de­re für All­tags- und Pend­ler­ver­kehr attrak­tiv werden.

Christ begrüß­te, dass die Rad­vor­ran­g­rou­te auch in Wes­t­ov­er­le­din­gen vor­an­ge­trie­ben wird. „Es ist gut, dass die Rad­vor­ran­g­rou­te auch in Wes­t­ov­er­le­din­gen vor­an­ge­trie­ben wird. Ich siche­re Tammo Len­ger als Bür­ger­meis­ter mei­ne Unter­stüt­zung bei der Rea­li­sie­rung die­ses wich­ti­gen Pro­jekts für die Gemein­de zu“, erklär­te Christ.

 

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Eisen­bahn­brü­cke über die Leda bleibt Engstelle

Zum Abschluss des Besuchs stand eine Bege­hung der Eisen­bahn­brü­cke über die Leda auf dem Pro­gramm. Die Brü­cke gilt aus Sicht Len­gers als ärger­li­che Eng­stel­le im Verkehrsnetz.

Hier setzt sich der Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat für den Bau einer zusätz­li­chen Fuß­gän­ger- und Fahr­rad­brü­cke ein. Damit könn­te die Ver­kehrs­si­tua­ti­on für Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger ver­bes­sert und eine wich­ti­ge Lücke im regio­na­len Wege­netz geschlos­sen werden.

Auch bei die­sem Vor­ha­ben signa­li­sier­ten Polat und Christ ihre Unter­stüt­zung. Gleich­zei­tig ver­wie­sen sie auf die lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve für den Bahnverkehr.

„Auch hier wer­den wir unter­stüt­zen. Außer­dem kom­men wir lang­fris­tig nicht um einen zwei­glei­si­gen Aus­bau der Eisen­bahn­brü­cke umhin“, erklär­ten Polat und Christ.

Die bei­den Abge­ord­ne­ten kün­dig­ten an, die Ideen und Anlie­gen aus Wes­t­ov­er­le­din­gen sowohl nach Han­no­ver als auch nach Ber­lin mitzunehmen.

Damit stan­den bei dem Besuch drei zen­tra­le The­men im Mit­tel­punkt: ein leis­tungs­fä­hi­ger Bahn­hal­te­punkt in Ihr­ho­ve, eine bes­se­re Rad­ver­bin­dung zwi­schen Emden und Papen­burg sowie eine lang­fris­ti­ge Lösung für die Eng­stel­le an der Eisen­bahn­brü­cke über die Leda. Für Wes­t­ov­er­le­din­gen geht es damit um wich­ti­ge Bau­stei­ne für eine moder­ne und all­tags­taug­li­che Verkehrsinfrastruktur.

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