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2G-Regeln wer­den auf Ein­zel­han­del ausgeweitet

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Maß­nah­men zur Bewäl­ti­gung der Corona-Pandemie

Die Lage in unse­rem Land ist sehr ernst. In vie­len Regio­nen Deutsch­lands stei­gen die
Inzi­den­zen, die Belas­tung in den Kran­ken­häu­sern gerät vie­ler­orts an sei­ne Gren­zen,
ins­be­son­de­re im Süden und Osten Deutsch­lands. Die Pan­de­mie trifft unser gan­zes
Land hart. Über die soli­da­ri­sche Ver­tei­lung von Inten­siv­pa­ti­en­ten sind wir alle eng
mit­ein­an­der verbunden.

Des­halb wer­den wir in einem Akt der natio­na­len Soli­da­ri­tät gemein­sam dafür
sor­gen, dass die Infek­ti­ons­zah­len wie­der sin­ken und unser Gesund­heits­sys­tem
ent­las­tet wird.

Vor die­sem Hin­ter­grund beschlie­ßen die Bun­des­kanz­le­rin und die
Regie­rungs­chefin­nen und ‑chefs der Länder:

  • 1. Die bestehen­den Beschlüs­se der Bun­des­kanz­le­rin und der Regie­rungs­chefin­nen
    und Regie­rungs­chefs der Län­der blei­ben wei­ter­hin gül­tig, sofern die­ser Beschluss
    kei­ne abwei­chen­den Fest­le­gun­gen trifft. Die Län­der wer­den ihre
    Lan­des­ver­ord­nun­gen ent­spre­chend anpassen.
  • 2. Ein erwei­ter­ter Bund-Län­der-Kri­sen­stab wird im Bun­des­kanz­ler­amt ein­ge­rich­tet,
    der früh­zei­tig die Pro­ble­me in der Logis­tik, bei der Impf­stoff­lie­fe­rung und ‑ver­tei­lung
    erken­nen und behe­ben soll.
  • 3. Bund und Län­der wer­den gemein­sam dar­an arbei­ten, bis Weih­nach­ten allen, die
    sich für eine Erst­imp­fung ent­schei­den und allen, die frist­ge­recht eine Zweit- oder
    Auf­frisch­imp­fung benö­ti­gen, die Imp­fung zu ermög­li­chen. Bei einer hohen
    Nach­fra­ge in der Bevöl­ke­rung kann das bis zu 30 Mil­lio­nen Imp­fun­gen erfordern.
  • 4. Der Bund wird zudem den Kreis der Per­so­nen deut­lich aus­wei­ten, die Imp­fun­gen
    durch­füh­ren dür­fen. Kurz­fris­tig geht das über Dele­ga­tio­nen, mit denen Ärz­tin­nen
    und Ärz­ten an Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker sowie Pfle­ge­fach­kräf­te, etwa in
    Alten­hei­men die Imp­fung dele­gie­ren dür­fen. Dar­über hin­aus soll eine gesetz­li­che
    Ände­rung erfol­gen für Apo­the­ke­rin­nen und Apo­the­ker, Zahn­ärz­tin­nen und
    Zahn­ärz­te und wei­te­re, um den Kreis der Berech­tig­ten, die in der Coro­na­Pan­de­mie Imp­fun­gen durch­füh­ren kön­nen, auszuweiten.
  • 5. Weil der Schutz der Coro­na-Imp­fung vor den aktu­ell vor­herr­schen­den
    Virus­va­ri­an­ten bei den der­zeit ver­füg­ba­ren Impf­stof­fen etwa ab dem fünf­ten Monat
    kon­ti­nu­ier­lich nach­lässt, wird der Impf­sta­tus, das heißt die Dau­er der
    Aner­ken­nung als voll­stän­dig geimpf­te Per­son, zu ver­än­dern sein, sofern kei­ne
    Auf­fri­schungs­imp­fung erfolgt. Auf Ebe­ne der Euro­päi­schen Uni­on wird dis­ku­tiert,
    dass der Impf­sta­tus nach der zwei­ten Imp­fung sei­ne Gül­tig­keit für neun Mona­te
    behal­ten soll. Bund und Län­der wer­den sich unter Berück­sich­ti­gung der
    Impf­kam­pa­gne und der zur Ver­fü­gung ste­hen­den Impf­stof­fe bis zum Jah­res­en­de
    ver­stän­di­gen, ab wann und wie eine ent­spre­chen­de Rege­lung in der
    Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land Anwen­dung fin­den soll.
  • 6. Bun­des­weit ist der Zugang zu Ein­rich­tun­gen und Ver­an­stal­tun­gen der Kul­tur- und
    Frei­zeit­ge­stal­tung (Kinos, Thea­ter, Gast­stät­ten, etc.) inzi­denz­un­ab­hän­gig nur für
    Geimpf­te und Gene­se­ne (2G) mög­lich. Ergän­zend kann ein aktu­el­ler Test
    vor­ge­schrie­ben wer­den (2GPlus). Hier­zu sind Aus­nah­men für Per­so­nen, die nicht
    geimpft wer­den kön­nen und für Per­so­nen, für die kei­ne all­ge­mei­ne Impf­emp­feh­lung
    vor­liegt, vor­zu­se­hen. Dar­über hin­aus sind Aus­nah­men für Kin­der und Jugend­li­che
    bis 18 Jah­ren möglich.
  • 7. Die 2G-Regeln wer­den bun­des­weit inzi­denz­un­ab­hän­gig auf den Ein­zel­han­del
    aus­ge­wei­tet. Zugang haben also nur noch Geimpf­te und Gene­se­ne.
    Aus­ge­nom­men sind Geschäf­te des täg­li­chen Bedarfs. Der Zugang muss von den
    Geschäf­ten kon­trol­liert werden.
  • Hin­sicht­lich der Aus­nah­men ori­en­tie­ren sich die Län­der am ent­spre­chen­den Kata­log in der
    Bun­des­not­brem­se.
  • 8. In allen Län­dern wer­den stren­ge Kon­takt­be­schrän­kun­gen für Unge­impf­te
    ver­an­lasst. Pri­va­te Zusam­men­künf­te im öffent­li­chen oder pri­va­ten Raum, an
    denen nicht geimpf­te und nicht gene­se­ne Per­so­nen teil­neh­men, sind auf den
    eige­nen Haus­halt sowie höchs­tens zwei Per­so­nen eines wei­te­ren Haus­hal­tes
    zu beschrän­ken. Kin­der bis zur Voll­endung des 14 Jah­res sind hier­von
    aus­ge­nom­men. Ehe­gat­ten, Lebens­part­ner und Part­ne­rin­nen bzw. Part­ner einer
    nicht­ehe­li­chen Lebens­ge­mein­schaft gel­ten als ein Haus­halt, auch wenn sie kei­nen
    gemein­sa­men Wohn­sitz haben. Pri­va­te Zusam­men­künf­te, an denen aus­schließ­lich
    Geimpf­te und Gene­se­ne teil­neh­men, sind davon nicht berührt. Der Bund wird die
    COVID-19-Schutz­maß­nah­men-Aus­nah­men­ver­ord­nung ent­spre­chend anpassen.
  • 9. Über­re­gio­na­le Sport‑, Kul­tur- und ver­gleich­ba­re Groß­ver­an­stal­tun­gen wer­den
    deut­lich ein­ge­schränkt. Es wer­den Begren­zun­gen der Aus­las­tung und eine
    abso­lu­te Ober­gren­ze von Zuschau­en­den fest­ge­legt. Bei Ver­an­stal­tun­gen in
    geschlos­se­nen Räu­men darf nur 30 bis 50 Pro­zent der Kapa­zi­tät genutzt wer­den
    bis zu einer maxi­ma­len Gesamt­zahl von 5.000 Zuschau­en­den. Bei
    Ver­an­stal­tun­gen im Frei­en darf nur 30 bis 50 Pro­zent der Kapa­zi­tät genutzt wer­den
    bis zu einer maxi­ma­len Gesamt­zahl von 15.000 Zuschau­en­den. Es sind
    medi­zi­ni­sche Mas­ken zu tra­gen. Es gilt wie auch sonst, dass nur Geimpf­te oder
    Gene­se­ne Zugang haben (2G). Ergän­zend kann für die Teil­neh­men­den ein
    aktu­el­ler Test vor­ge­schrie­ben wer­den (2GPlus). In Län­dern mit einem hohen
    Infek­ti­ons­ge­sche­hen müs­sen Ver­an­stal­tun­gen nach Mög­lich­keit abge­sagt und
    Sport­ver­an­stal­tun­gen ohne Zuschau­er durch­ge­führt werden.
  • 10. Spä­tes­tens ab einer Inzi­denz von mehr als 350 Neu­in­fek­tio­nen pro 100.000
    Ein­woh­nern in sie­ben Tagen wer­den Clubs und Dis­ko­the­ken in Innen­räu­men
    geschlos­sen. Aus Sicht des Bun­des ist das recht­lich schon jetzt mög­lich. Bei der
    Reform des Infek­ti­ons­schutz­ge­set­zes wird dies aber noch ein­mal unzwei­fel­haft
    klar­ge­stellt. Die Län­der kön­nen die­se Mög­lich­keit aber schon jetzt flä­chen­de­ckend
    nut­zen, wo nötig.
  • 11. In Krei­sen mit einer Inzi­denz ober­halb von 350 pro 100.000 Ein­woh­ner müs­sen alle
    Kon­tak­te redu­ziert wer­den. Des­halb gilt bei pri­va­ten Fei­ern und Zusam­men­künf­ten eine Teil­neh­mer­gren­ze von 50 Per­so­nen (Geimpf­te und Gene­se­ne) in Innen­räu­men und 200 Per­so­nen (Geimpf­te und Gene­se­ne) im Außenbereich.
  • 12. In den Schu­len gilt eine Mas­ken­pflicht für alle Klassenstufen.
  • 13.Es wer­den stren­ge Kon­trol­len aller Regeln sicher­ge­stellt. Das gilt ins­be­son­de­re
    für Kon­trol­len des Impf­sta­tus, die mög­lichst mit­tels Apps erfol­gen sollen.
  • 14.Der Gesetz­ge­ber wird gebe­ten, das Infek­ti­ons­schutz­ge­setz um wei­te­re
    Rege­lun­gen zu ergän­zen, damit Län­der und Regio­nen mit einem hohen
    Infek­ti­ons­ge­sche­hen wei­ter­hin ange­mes­se­ne zusätz­li­che Maß­nah­men (z.B.
    zeit­lich befris­te­te Schlie­ßun­gen von Gast­stät­ten, Ver­bot der Alko­hol­ab­ga­be oder
    des Alko­hol­kon­sums, Beschrän­kung von Ansamm­lun­gen, Ein­schrän­kun­gen bei
    Hotel­über­nach­tun­gen) zur Ver­fü­gung haben. Dar­über hin­aus wird er gebe­ten, die
    Über­gangs­frist für Schutz­maß­nah­men im Infek­ti­ons­schutz­ge­setz, die bis zum 25.
    Novem­ber 2021 in Kraft getre­ten sind, über den 15. Dezem­ber 2021 hin­aus zu
    ver­län­gern. Es wird gesetz­lich klar­ge­stellt, dass die­se Maß­nah­men auch regio­nal
    dif­fe­ren­ziert (z.B. Land­krei­se) ange­ord­net wer­den können.
  • 15. All die vor­ge­nann­ten Maß­nah­men mar­kie­ren bun­des­weit ein­heit­li­che Min­dest­stan­dards. Damit ver­schär­fen auch vie­le Län­der und Regio­nen mit aktu­ell
    nied­ri­gen Inzi­den­zen ihre Regeln, um die Wel­le abzu­mil­dern und ihre
    Gesund­heits­sys­te­me vor­aus­schau­end zu ent­las­ten. Die beson­ders betrof­fe­nen
    Län­der wer­den auch wei­ter­hin über die­se Min­dest­stan­dards hin­aus mit
    lan­des­recht­li­chen Rege­lun­gen tätig werden.
  • 16. Der Bund wird eine ein­rich­tungs­be­zo­ge­ne Impf­pflicht für Beschäf­tig­te auf den
    Weg brin­gen, z.B. in Alten­pfle­ge­ein­rich­tun­gen und Krankenhäusern.
  • 17. Bund und Län­der begrü­ßen es, dass der Deut­sche Bun­des­tag zeit­nah über eine
    all­ge­mei­ne Impf­pflicht ent­schei­den will. Sie kann grei­fen, sobald sicher­ge­stellt
    wer­den kann, dass alle zu Imp­fen­den auch zeit­nah geimpft wer­den kön­nen, also
    etwa ab Febru­ar 2022. Bund und Län­der bit­ten den Ethik­rat, hier­zu bis Jah­res­en­de
    eine Emp­feh­lung zu erarbeiten.
  • 18. Im Bun­des­kanz­ler­amt wird ein Exper­ten­gre­mi­um von Wis­sen­schaft­le­rin­nen
    und Wis­sen­schaft­lern ein­ge­rich­tet. Es soll ein­mal die Woche tagen und
    gemein­sa­me Vor­schlä­ge machen.
  • 19. Am Sil­ves­ter­tag und Neu­jahrs­tag wird bun­des­weit ein An- und
    Ver­samm­lungs­ver­bot umge­setzt. Dar­über hin­aus gilt ein Feu­er­werks­ver­bot auf
    durch die Kom­mu­nen zu defi­nie­ren­den publi­kums­träch­ti­gen Plät­zen. Der Ver­kauf
    von Pyro­tech­nik vor Sil­ves­ter wird in die­sem Jahr gene­rell ver­bo­ten und vom
    Zün­den von Sil­ves­ter­feu­er­werk gene­rell drin­gend abge­ra­ten, auch vor dem
    Hin­ter­grund der hohen Ver­let­zungs­ge­fahr und der bereits enor­men Belas­tung des
    Gesund­heits­sys­tems. Für die hier­von betrof­fe­nen Unter­neh­men ist wie im
    ver­gan­ge­nen Jahr eine ent­spre­chen­de Kom­pen­sa­ti­on im Rah­men der
    Wirt­schafts­hil­fen vorzusehen.
  • 20. Die Regie­rungs­chefin­nen und ‑chefs der Län­der begrü­ßen das durch die
    Bun­des­re­gie­rung vor­ge­leg­te Term-Sheet zur Über­brü­ckungs­hil­fe IV, mit dem zur
    Umset­zung des Beschlus­ses vom 18. Novem­ber 2021 ein Hilfs­in­stru­ment für die
    von Coro­na-Schutz­maß­nah­men beson­ders betrof­fe­nen Advents­märk­te geschaf­fen
    wer­den soll. Die­ses soll zügig umge­setzt wer­den. Die Här­te­fall­hil­fen, der
    Son­der­fonds des Bun­des für Mes­sen und Aus­stel­lun­gen, der Son­der­fonds des
    Bun­des für Kul­tur­ver­an­stal­tun­gen, das Pro­gramm Coro­na-Hil­fen Pro­fi­sport und
    das KFW-Son­der­pro­gramm sol­len ver­län­gert wer­den. Eben­so begrü­ßen sie, dass
    das Bun­des­ka­bi­nett die wesent­li­chen Son­der­re­ge­lun­gen beim Kurz­ar­bei­ter­geld
    bis zum 31. März 2022 ver­län­gert hat. Sie bit­tet die Bun­des­re­gie­rung, die wei­te­re
    Ent­wick­lung im Blick zu behalten.

Hin­sicht­lich der Aus­nah­men ori­en­tie­ren sich die Län­der am ent­spre­chen­den Kata­log in der Bundesnotbremse.


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Warn­streik legt Jann-Berg­haus-Brü­cke lahm: Mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen erwartet

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Warn­streik im öffent­li­chen Dienst: Mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen auf Ost­fries­lands Stra­ßen am Dienstag

Pend­ler und Rei­sen­de in Ost­fries­land und Fries­land müs­sen sich am mor­gi­gen Diens­tag, den 20. Janu­ar, auf erheb­li­che Behin­de­run­gen ein­stel­len. Im Zuge der Tarif­aus­ein­an­der­set­zun­gen im öffent­li­chen Dienst der Län­der wur­de ein Warn­streik ange­kün­digt, der wei­te Tei­le des Stra­ßen­be­triebs­diens­tes lahm­le­gen könnte.

Beson­ders Pend­ler im Raum Leer sind betrof­fen: Die Jann-Berg­haus-Brü­cke (B 436) wird fast den gesam­ten Tag über unpas­sier­bar sein.

Jann-Berg­haus-Brü­cke: Voll­sper­rung von 6 bis 23 Uhr

Die wich­tigs­te Ver­bin­dung über die Ems in Leer ist vom Streik mas­siv betrof­fen. Um den gesetz­lich vor­ge­schrie­be­nen Vor­rang des Schiffs­ver­kehrs zu gewähr­leis­ten, wird die Brü­cke wäh­rend der Streik­pha­se in Hoch­la­ge (auf­ge­klappt) verbleiben.

Die Details zur Sperrung:

  • Zeit­raum: Diens­tag, 20. Janu­ar, von 06:00 Uhr bis 23:00 Uhr.

  • Betrof­fe­ne: Kraft­fahr­zeu­ge, Rad­fah­rer und Fußgänger.

  • Umlei­tung für Kfz: Der Ver­kehr wird groß­räu­mig über die Auto­bahn A 31 (Ems­tun­nel) umgeleitet.

  • Rad­fah­rer & Fuß­gän­ger: Für die­sen Per­so­nen­kreis kann lei­der kei­ne alter­na­ti­ve Umlei­tung ange­bo­ten werden.

Not­fall­be­reit­schaft trotz Streik

Trotz der Arbeits­nie­der­le­gung bleibt die Brü­cke mit Brü­cken­wär­tern besetzt. Dies dient der Sicher­heit und der Auf­recht­erhal­tung der kri­ti­schen Infra­struk­tur: Soll­te es bei­spiels­wei­se im Ems­tun­nel der A 31 zu einer Stö­rung oder einem Unfall kom­men, kann das Per­so­nal sofort reagie­ren, um die Brü­cke für den Not­ver­kehr wie­der befahr­bar zu machen.

Regio­na­le Auswirkungen

Neben dem Hot­spot in Leer kann es im gesam­ten Bereich der Bun­des- und Lan­des­stra­ßen in den Land­krei­sen Leer, Aurich, Witt­mund und Fries­land zu Ein­schrän­kun­gen kom­men. Dies betrifft vor allem War­tungs­ar­bei­ten und den all­ge­mei­nen Betriebs­dienst durch die zustän­di­gen Straßenmeistereien.

Ver­kehrs­teil­neh­mer wer­den gebe­ten, mehr Zeit ein­zu­pla­nen und den Bereich um die Jann-Berg­haus-Brü­cke nach Mög­lich­keit weit­räu­mig zu umfahren.

Bei­trags­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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Nie­der­sach­sens Grund­was­ser erwärmt sich signi­fi­kant: Eine Analyse

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Kli­ma­wan­del unter unse­ren Füßen: Grund­was­ser in Nie­der­sach­sen wird deut­lich wärmer

NORDEN / NIEDERSACHSEN – Wäh­rend die stei­gen­den Luft­tem­pe­ra­tu­ren für jeden spür­bar sind, voll­zieht sich im Ver­bor­ge­nen eine eben­so besorg­nis­er­re­gen­de Ent­wick­lung: Das Grund­was­ser in Nie­der­sach­sen erwärmt sich. Eine aktu­el­le Aus­wer­tung des Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­triebs für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) zeigt nun das Aus­maß die­ser „stil­len“ Erwärmung.

Bis­her galt das Grund­was­ser als eine Kon­stan­te der Küh­le. Mit einer durch­schnitt­li­chen Tem­pe­ra­tur von etwa 10 Grad Cel­si­us ori­en­tier­te es sich sta­bil am lang­jäh­ri­gen Mit­tel der Atmo­sphä­re. Doch die neu­en Daten von mehr als 300 Mess­stel­len lan­des­weit zeich­nen ein ande­res Bild.

Signi­fi­kan­ter Anstieg an drei von vier Messstellen

Die Exper­ten des NLWKN haben lücken­lo­se Daten­rei­hen der letz­ten 30 Jah­re ana­ly­siert. Dabei wur­den Tem­pe­ra­tu­ren bis in eine Tie­fe von 40 Metern unter­sucht. Das Ergeb­nis der Stu­die ist deutlich:

  • An 75 Pro­zent aller unter­such­ten Mess­stel­len stieg die Tem­pe­ra­tur signi­fi­kant an.

  • Im Durch­schnitt erwärm­te sich das Grund­was­ser in den ver­gan­ge­nen drei Jahr­zehn­ten um etwa ein Grad Cel­si­us.

„Die­se Mess­rei­hen sind von wesent­li­cher Bedeu­tung bei der Betrach­tung von Kli­ma­aus­wir­kun­gen auf das Grund­was­ser“, erklärt Dr. Anne Mehr­tens von der NLW­KN-Direk­ti­on in Nor­den. Zwar beein­flus­sen Fak­to­ren wie die Gesteins­art oder die Land­nut­zung die Geschwin­dig­keit der Erwär­mung, doch die Haupt­ur­sa­chen ste­hen fest: Der glo­ba­le Kli­ma­wan­del und die zuneh­men­de Urba­ni­sie­rung sind die trei­ben­den Kräfte.

 

Wie wird gemessen?

Um unver­fälsch­te Daten direkt aus der Tie­fe zu erhal­ten, nutzt der NLWKN ein spe­zi­el­les Ver­fah­ren. Das Grund­was­ser wird mit einem Pump­sys­tem nach oben beför­dert und fließt per­ma­nent durch eine Mess­zel­le. Eine dar­in instal­lier­te Son­de erfasst die Tem­pe­ra­tur des „unbe­ein­fluss­ten“ Was­sers, bevor es durch ober­ir­di­sche Wit­te­rungs­ein­flüs­se ver­än­dert wer­den kann.

Gefahr für das Öko­sys­tem im Untergrund

Die Erwär­mung um ein Grad mag auf den ers­ten Blick gering erschei­nen, doch für das sen­si­ble Öko­sys­tem im Unter­grund ist sie ein mas­si­ver Ein­griff. Das Grund­was­ser ist kein ste­ri­ler Raum, son­dern Lebens­raum für Bak­te­ri­en, Mikro­or­ga­nis­men und eine hoch­spe­zia­li­sier­te Fauna.

Die­se Orga­nis­men erbrin­gen soge­nann­te Öko­sys­tem­dienst­leis­tun­gen, die für uns Men­schen über­le­bens­wich­tig sind:

  • Natür­li­che Rei­ni­gung: Mikro­or­ga­nis­men bau­en Schad­stof­fe wie Nitrat im Boden ab.

  • Gleich­ge­wicht: Eine ange­pass­te Fau­na hält die Was­ser­qua­li­tät stabil.

„Zu den Aus­wir­kun­gen zählt vor allem die Stö­rung die­ses Öko­sys­tems“, warnt Dr. Mehr­tens. Wär­me­emp­find­li­che Arten könn­ten ver­drängt wer­den, was die Selbst­rei­ni­gungs­kraft des Grund­was­sers gefähr­den könn­te. Wie genau sich der Tem­pe­ra­tur­an­stieg lang­fris­tig auf die­se Abbau­pro­zes­se aus­wirkt, ist der­zeit noch Gegen­stand der Forschung.

Ein Blick in die Zukunft

Die Ergeb­nis­se sind ein Weck­ruf. Wenn man bedenkt, dass die inter­na­tio­na­le Gemein­schaft ver­sucht, die Erd­er­wär­mung auf mög­lichst 1,5 Grad bis Ende des Jahr­hun­derts zu begren­zen, ist ein Anstieg von einem Grad inner­halb von nur 30 Jah­ren im Grund­was­ser ein mas­si­ves Warnsignal.

Aus­wer­tungs­er­geb­nis­se: bit­te HIER klicken

 

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Job­mes­se Trans­port & Logis­tik: Neue Chan­cen in Leer

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Job­mes­se Trans­port & Logis­tik in Leer: Neue beruf­li­che Per­spek­ti­ven am 25. März

LEER – Die Bran­che für Trans­port und Logis­tik sucht Ver­stär­kung. In einer gemein­sa­men Initia­ti­ve ver­an­stal­ten das Zen­trum für Arbeit (Job­cen­ter) und die Bun­des­agen­tur für Arbeit Emden-Leer am Mitt­woch, den 25. März 2026, eine spe­zia­li­sier­te Job­mes­se. In den Räum­lich­kei­ten der WBS Schu­len in Leer erhal­ten Inter­es­sier­te die Chan­ce, direkt mit poten­zi­el­len Arbeit­ge­bern in Kon­takt zu treten.

Die Mes­se öff­net von 9:00 bis 15:00 Uhr ihre Türen in der Bavink­stra­ße 23. Das Ange­bot rich­tet sich an alle, die einen Ein­stieg, Umstieg oder Auf­stieg in der Logis­tik­bran­che suchen. Der Besuch der Ver­an­stal­tung ist kos­ten­los und ohne vor­he­ri­ge Anmel­dung möglich.

Viel­fäl­ti­ge Ange­bo­te und direk­te Bewerbungschancen

Besu­cher erwar­tet ein umfas­sen­des Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot. Zahl­rei­che Arbeit­ge­ber aus der Regi­on prä­sen­tie­ren ihre aktu­el­len Beschäf­ti­gungs­mög­lich­kei­ten und ste­hen für ers­te Ken­nen­lern­ge­sprä­che bereit. Ergän­zend dazu stel­len Bil­dungs­trä­ger ver­schie­de­ne Qua­li­fi­zie­rungs- und Wei­ter­bil­dungs­we­ge vor, um den Anfor­de­run­gen des moder­nen Arbeits­mark­tes gerecht zu werden.

Ein zen­tra­les Ele­ment der Mes­se ist die Stel­len­wand, die einen schnel­len Über­blick über die offe­nen Vakan­zen der aus­stel­len­den Unter­neh­men bie­tet. Inter­es­sier­te haben die Mög­lich­keit, sich direkt vor Ort auf kon­kre­te Ange­bo­te zu bewer­ben und ers­te Vor­stel­lungs­ge­sprä­che zu füh­ren. Exper­ten des Job­cen­ters und der Arbeits­agen­tur beglei­ten die Mes­se bera­tend, um indi­vi­du­el­le beruf­li­che Per­spek­ti­ven zu unterstützen.

Vor­be­rei­tung und Anreise

Um die Chan­cen auf eine erfolg­rei­che Ver­mitt­lung zu erhö­hen, wird emp­foh­len, aktu­el­le Bewer­bungs­un­ter­la­gen bzw. einen Lebens­lauf (idea­ler­wei­se in mehr­fa­cher Aus­fer­ti­gung) mit­zu­brin­gen. Auch Schreib­uten­si­li­en für Noti­zen sind hilfreich.

Für Teil­neh­mer, die Unter­stüt­zung bei den Anrei­se­kos­ten benö­ti­gen, hal­ten die jewei­li­gen Inte­gra­ti­ons­fach­kräf­te Infor­ma­tio­nen zu Bus­gut­schei­nen oder Fahrt­kos­ten­an­trä­gen bereit. Die­se kön­nen im Vor­feld zusam­men mit einer schrift­li­chen Ein­la­dung ange­for­dert werden.

Anmel­dung vor Ort: Nach der Ankunft in der Bavink­stra­ße 23 soll­ten sich Besu­cher zunächst an der Anmel­dung des Zen­trums für Arbeit mel­den. Von dort aus wird der kur­ze Weg zu den Mes­se­stän­den in den WBS Schu­len gewiesen.

Kon­takt für Rückfragen

Für wei­te­re Infor­ma­tio­nen zur Job­mes­se steht der Arbeit­ge­ber­ser­vice unter der Tele­fon­num­mer 0491 926‑2026 oder per E‑Mail unter arbeitgeberservice@lkleer.de zur Verfügung.

Sym­bol­bild: Zur Ver­an­schau­li­chung des The­mas wur­de die­ses Bild von einer KI generiert.


 

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Suchen auch Sie qua­li­fi­zier­te Fach­kräf­te und möch­ten Ihr Unter­neh­men in der Regi­on sicht­ba­rer machen? Der Lese­r­ECHO-Ver­lag bie­tet Ihnen dafür die idea­le Büh­ne. Mit unse­rer monat­li­chen Zei­tung im gesam­ten Raum Ost­fries­land und dem süd­li­chen Ems­land sowie unse­ren reich­wei­ten­star­ken News-Por­ta­len errei­chen wir Ihre Ziel­grup­pe dort, wo sie lebt – und das ganz ohne Bezahl­schran­ken oder Abo­kos­ten.

Unse­re digi­ta­le Prä­senz wächst rasant: Allein im letz­ten Monat konn­ten wir über unse­re News-Por­ta­le und Social-Media-Kanä­le, wie die Face­book-Sei­te Wir Leera­ner, über 8 Mil­lio­nen Auf­ru­fe erzie­len. Nut­zen Sie die­se enor­me Reich­wei­te, um Ihr Unter­neh­men als attrak­ti­ven Arbeit­ge­ber vor­zu­stel­len und Ihre offe­nen Stel­len erfolg­reich zu besetzen.

Set­zen Sie auf loka­le Kom­pe­tenz und maxi­ma­le Auf­merk­sam­keit. Wir bera­ten Sie ger­ne bei der Umset­zung Ihrer Unternehmenspräsentation.

Whats/App/Mobil: 0160 9339 4636   oder info@leserECHO.de

 

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