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Erns­te Lage auch in Nie­der­sach­sen – erneu­te Ver­schär­fung der Corona-Regelungen

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In der heu­ti­gen Pres­se­kon­fe­renz stell­ten Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil (SPD), Wirt­schafts­mi­nis­ter Bernd Alt­hus­mann (CDU), Gesund­heits­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens (SPD) und Kul­tus­mi­nis­ter Grant Hen­drik Ton­ne (SPD) die neu­en Coro­na-Ver­ord­nun­gen vor.

Erns­te Lage auch in Nie­der­sach­sen – erneu­te Ver­schär­fung der Corona-Regelungen

Bei einer immer bedroh­li­che­ren Pan­de­mie­la­ge wer­den mit Wir­kung vom mor­gi­gen Mitt­woch (24. Novem­ber 2021) die Schutz­maß­nah­men in der nie­der­säch­si­schen Coro­na-Ver­ord­nung noch ein­mal deut­lich aus­ge­wei­tet und inten­si­viert. Das Zusam­men­tref­fen vie­ler Men­schen in Innen­räu­men wird nur noch geimpf­ten und gene­se­nen Men­schen gestat­tet. Bei einer stär­ke­ren Belas­tung des Gesund­heits­sys­tems wer­den die­se zusätz­lich einen nega­ti­ven Test benötigen.

In vie­len Berei­chen des öffent­li­chen Lebens grei­fen von mor­gen an ver­schärf­te 2G-Regeln und spä­ter in Warn­stu­fe 2 dann auch 2Gplus-Regeln. Dies gilt etwa in der Gas­tro­no­mie, bei Ver­an­stal­tun­gen, beim Sport, beim Fri­sör oder bei der Beher­ber­gung. Mas­ken­pflicht und Abstands­ge­bo­te wer­den aus­ge­wei­tet. Drin­nen gel­ten stren­ge­re Schutz­maß­nah­men als draußen!

Das nie­der­säch­si­sche Warn­stu­fen­kon­zept wird erneut ver­schärft: Die Warn­stu­fen tre­ten frü­her in Kraft, Warn­stu­fe 1 bereits ab einer 7‑Ta­ges-Hos­pi­ta­li­sie­rungs­in­zi­denz von drei (vor­her sechs), Warn­stu­fe 2 bei einer Hos­pi­ta­li­sie­rungs­in­zi­denz von sechs und Warn­stu­fe 3 dann bei neun. Damit wird der Beschluss der Minis­ter­prä­si­den­ten­kon­fe­renz vom 18. Novem­ber 2021 eins zu eins umge­setzt. Auch vor der Warn­stu­fe 1 tre­ten ers­te Ver­schär­fun­gen bereits ab einer 7‑Ta­ges-Neu­in­fek­ti­ons­in­zi­denz von 35 ein, statt zuvor erst bei 50.

Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil: „In zahl­rei­chen Tei­len Deutsch­lands ist die Pan­de­mie­la­ge dra­ma­tisch. In Nie­der­sach­sen ist sie zwar noch etwas bes­ser, aber durch­aus ernst und besorg­nis­er­re­gend. Das zei­gen die ste­tig stei­gen­den Zah­len von Coro­na-Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten in unse­ren Kran­ken­häu­sern und auf den Inten­siv­sta­tio­nen. Wir ergrei­fen heu­te bei einer lan­des­wei­ten Inzi­denz von 181 Schutz­vor­keh­run­gen, die ande­re Bun­des­län­der erst bei deut­lich höhe­ren Wer­ten ange­ord­net haben und bit­ten die Nie­der­säch­sin­nen und Nie­der­sach­sen dafür um Ver­ständ­nis. Wir wol­len und müs­sen die Brand­schutz­mau­er wei­ter erhö­hen. Ins­be­son­de­re unge­impf­te Men­schen müs­sen mit teils mas­si­ven Ein­schrän­kun­gen rech­nen – aus­ge­nom­men wer­den Per­so­nen, die sich nicht imp­fen las­sen kön­nen sowie weit­ge­hend auch Kin­der und Jugend­li­che unter 18 Jahren.“

Wirt­schafts­mi­nis­ter Bernd Alt­hus­mann: „Coro­na geht lei­der in die Ver­län­ge­rung. Damit sind Unter­neh­men und Selbst­stän­di­ge pan­de­mie­be­dingt erneut von Umsatz­ein­bu­ßen bedroht, lei­der erneut im umsatz­star­ken Weih­nachts­ge­schäft. Ange­sichts die­ser schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Situa­ti­on ist es ein wich­ti­ges Signal, dass der Bund der For­de­rung der Wirt­schafts­mi­nis­te­rin­nen und ‑minis­ter der Län­der gefolgt ist und die Über­brü­ckungs­hil­fe III Plus sowie die Kurz­ar­bei­ter­re­ge­lung bis Ende März 2022 ver­län­gert hat. Auch auf Lan­des­ebe­ne wer­den wir der von der aktu­el­len Ent­wick­lung beson­ders betrof­fe­nen Gas­tro­no­mie- und Schau­stel­ler-Bran­che erneut hel­fen und die Bun­des­hil­fen ergän­zen: Mit zusätz­li­chen 55 Mil­lio­nen Euro sol­len Gast­stät­ten bei Inves­ti­tio­nen unter­stützt wer­den, die eine Moder­ni­sie­rung von Betrie­ben auch unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen ermög­li­chen. Um die erwart­ba­ren Umsatz­de­fi­zi­te der Schau­stel­ler- und Ver­an­stal­tungs­bran­che zu kom­pen­sie­ren, wer­den wir zusätz­lich 25 Mil­lio­nen Euro bereit­stel­len, mit denen die Bun­des­hil­fen auf­ge­stockt wer­den können.“

Die Gas­tro­no­mie-För­de­rung ist eine Neu­auf­la­ge des erfolg­rei­chen Gast­stät­ten­för­der­pro­gramms, das mit bis­her 94 Mil­lio­nen Euro das am stärks­ten nach­ge­frag­te Hilfs­pa­ket im Rah­men des Son­der­pro­gramms Tou­ris­mus und Gas­tro­no­mie war. Die „Richt­li­nie über die Gewäh­rung von Zuwen­dun­gen zur För­de­rung nie­der­schwel­li­ger Inves­ti­tio­nen des von der COVID-19 Pan­de­mie betrof­fe­nen Gast­stät­ten­ge­wer­bes“ muss dafür ent­spre­chend geän­dert wer­den. Die inhalt­li­chen För­der­mo­da­li­tä­ten sol­len unver­än­dert blei­ben, der­zeit stimmt das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um mit der NBank die frü­hest­mög­li­che Öff­nung des Antrag­spor­tals ab. Die Coro­na-Hil­fen für die Schau­stel­ler- und Ver­an­stal­tungs­bran­che in Höhe von 25 Mil­lio­nen Euro stam­men aus dem Coro­na-Son­der­ver­mö­gen des Lan­des und sol­len vor­aus­sicht­lich zu Beginn 2022 bean­tragt wer­den können.

Die Ände­run­gen in der Coro­na-Ver­ord­nung im Einzelnen:

Schon vor der Warn­stu­fe 1, also vor einem Über­schrei­ten des Hos­pi­ta­li­sie­rungs­wer­tes 3 dür­fen an Ver­an­stal­tun­gen mit mehr als 25 Per­so­nen in Innen­räu­men nur noch geimpf­te, getes­te­te oder gene­se­ne Men­schen teil­neh­men (3G) sobald die 7‑Ta­ge-Neu­in­fek­ti­ons­in­zi­denz bei mehr als 35 liegt. Das gilt dann im Innen­be­reich auch für alle Kultur‑, Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, für Weih­nachts­märk­te (dort auch drau­ßen), Dis­co­the­ken, Gas­tro­no­mie, Beher­ber­gung und für Kör­per­na­he Dienst­leis­tun­gen. Bei Ver­an­stal­tun­gen in Innen­räu­men mit mehr als 1.000 Per­so­nen greift bereits in die­ser frü­hen Stu­fe die Beschrän­kung auf geimpf­te und gene­se­ne Per­so­nen (2G).

In Warn­stu­fe 1 galt schon bis­lang für grö­ße­re Ver­an­stal­tun­gen in Innen­räu­men die Beschrän­kung auf geimpf­te und gene­se­ne Per­so­nen (2G). Die­se Beschrän­kung wird jetzt im Innen­be­reich aus­ge­wei­tet auf alle Ver­an­stal­tun­gen, auf Kultur‑, Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen, auf Dis­co­the­ken, Gas­tro­no­mie, Beher­ber­gung und Kör­per­na­he Dienstleistungen

Bei den Weih­nachts­märk­ten gilt in Warn­stu­fe 1 2G drin­nen und drau­ßen. Neu ist von mor­gen an eine durch­gän­gi­ge Mas­ken­pflicht – drin­nen wie drau­ßen und unab­hän­gig von der Warn­stu­fe. Die Mas­ke darf nur kurz abge­nom­men oder ange­ho­ben wer­den, wenn geges­sen oder getrun­ken wird.

Mes­sen blei­ben bei 3G, hier sind also wei­ter­hin Men­schen zuge­las­sen, die geimpft, gene­sen oder getes­tet sind. Am ers­ten Mes­se­tag muss jedoch ein nega­ti­ver PCR-Test vor­ge­legt wer­den – an jedem wei­te­ren Tag ein POC-Test. Damit wird Nie­der­sach­sen sei­ner Bedeu­tung als inter­na­tio­na­ler Mes­se­stand­ort gerecht.

Ansons­ten gilt in Warn­stu­fe 1 – wie bis­her – unter frei­em Him­mel 3G.

In Warn­stu­fe 2 wird neu die Beschrän­kung auf 2Gplus ein­ge­führt. 2Gplus bedeu­tet, dass zusätz­lich zu einem Impf- oder Gene­se­nen­nach­weis ein aktu­el­ler nega­ti­ver Test­nach­weis vor­ge­legt wer­den muss. Dies gilt in Warn­stu­fe 2 für alle Ver­an­stal­tun­gen im Innen­be­reich (drau­ßen 2G) und gene­rell für Weih­nachts­märk­te. Die 2Gplus Vor­ga­be erstreckt sich zudem auf die Innen­be­rei­che von Kultur‑, Sport- und Frei­zeit­ein­rich­tun­gen Dis­co­the­ken, Gas­tro­no­mie, Beher­ber­gung und auf alle Kör­per­na­hen Dienst­leis­tun­gen. Drau­ßen gilt in Warn­stu­fe 2 die Beschrän­kung auf 2G. Mes­sen blei­ben bei 3G – not­wen­dig ist jetzt aber ein PCR-Test.

In Warn­stu­fe 2 wird zudem die Mas­ken­pflicht ver­schärft auf FFP2 in allen Innenbereichen!

Gene­rell gilt, dass in Warn­stu­fe 2 nur noch bis zu 15 Per­so­nen ohne 2Gplus in Innen­be­rei­chen bzw. 2G unter frei­em Him­mel zusam­men­kom­men dürfen.

In Warn­stu­fe 3 dür­fen es dann nur noch bis zu 10 Per­so­nen sein. Für Ver­an­stal­tun­gen wird dann ein sehr viel stren­ge­rer Prü­fungs­maß­stab gel­ten und deut­lich höhe­re Auf­la­gen. Die Aus­ge­stal­tung von Warn­stu­fe 3 erfolgt in Kür­ze, in Betracht kom­men dabei durch­aus auch beson­ders stark ein­grei­fen­de Maß­nah­men nach § 28 a Infek­ti­ons­schutz­ge­setz. Hier­für wird dann gege­be­nen­falls der Land­tag vor­ab um Fest­stel­lung der kon­kre­ten Gefahr der epi­de­mi­schen Aus­brei­tung der Coro­na­vi­rus-Krank­heit gebe­ten werden.

Unab­hän­gig von der jewei­li­gen Warn­stu­fe sind Jugend­li­che bereits von mor­gen an im Hin­blick auf den Zutritt zu Dis­co­the­ken nicht mehr pri­vi­le­giert. Alle über 12-Jäh­ri­gen müs­sen bei 2G im Innen­be­reich einen Impf- oder Gene­se­nen­nach­weis vor­zei­gen, bei 2Gplus zusätz­lich einen Nach­weis über einen nega­ti­ven Test. Alle wei­te­ren noch bestehen­den Pri­vi­le­gie­run­gen wer­den zum 1. Janu­ar 2022 fal­len – auch Jugend­li­che müs­sen sich also drin­gend imp­fen las­sen, wenn sie auch im nächs­ten Jahr am öffent­li­chen Leben teil­neh­men wollen.

In sämt­li­chen Warn­stu­fen gilt zudem, dass die Pri­vi­le­gie­run­gen bei 2G (kein Abstand, kei­ne Mas­ke) zurück­ge­nom­men wer­den. Und es gibt zukünf­tig kei­nen Bestands­schutz mehr für bereits geneh­mig­te Ver­an­stal­tun­gen. Die Kom­mu­nen wer­den gebe­ten, bereits erteil­te Geneh­mi­gun­gen dahin­ge­hend zu über­prü­fen, ob der Schutz­stan­dard geplan­ter Ver­an­stal­tun­gen hin­ter dem der mor­gen in Kraft tre­ten­den Regeln zurück­bleibt. Alle Ver­an­stal­te­rin­nen und Ver­an­stal­ter sol­len die neu­en, stren­ge­ren Regeln einhalten.

Minis­ter­prä­si­dent Weil appel­liert: „Ich bit­te alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger die­ses Lan­des, sich der sehr erns­ten Lage bewusst zu sein und sich ent­spre­chend ver­ant­wor­tungs­voll zu ver­hal­ten. Wir wer­den die Ein­hal­tung der neu­en Rege­lung nicht alle staat­lich kon­trol­lie­ren kön­nen, auch wenn die Kon­trol­len selbst­ver­ständ­lich stark aus­ge­wei­tet wer­den. Letzt­lich sind wir dar­auf ange­wie­sen, dass sich jede Bür­ge­rin und jeder Bür­ger frei­wil­lig an die neu­en Regeln hält und dass Ver­an­stal­ter, Gas­tro­no­men, Fri­sö­re, Trai­ner etc. sehr gewis­sen­haft Zugangs­kon­trol­len vornehmen.

Wir müs­sen jetzt alle gemein­sam an einem Strang zie­hen, um die vier­te Wel­le zu brem­sen. Das wird erneut ein Kraft­akt wer­den, des­halb mei­ne herz­li­che Bit­te an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger: Hel­fen Sie mit, ver­hal­ten Sie sich umsich­tig und ver­ant­wor­tungs­voll, redu­zie­ren Sie ihre Kon­tak­te, schüt­zen Sie sich und andere!“

Imp­fen – Erst- und Zweit­imp­fun­gen sowie Auffrischungen

Ein wei­te­rer wesent­li­cher Bei­trag zur Über­win­dung der Pan­de­mie ist und bleibt das Imp­fen. Dazu Sozi­al­mi­nis­te­rin Danie­la Beh­rens: „Die Inzi­den­zen stei­gen, die Aus­las­tung unse­rer Inten­siv­sta­tio­nen nimmt zu, die Lage ist besorg­nis­er­re­gend. Und doch steht Nie­der­sach­sen im Ver­gleich zu ande­ren Bun­des­län­dern eher gut da. Mit unse­rer Impf­quo­te sind wir unter den Top 5. Das ist gut, denn Imp­fen ist und bleibt der wich­tigs­te Fak­tor für ein Ende der Pan­de­mie. Des­we­gen haben wir die Impf­ka­pa­zi­tä­ten noch ein­mal erheb­lich hochgefahren.

Im Fokus die­sen Win­ters ste­hen die Auf­fri­schungs­imp­fun­gen, um ins­be­son­de­re die stark gefähr­de­ten alten und kran­ken Men­schen vor einer schwe­ren Covid-Erkran­kung zu schüt­zen. Dane­ben behal­ten wir die Erst- und Zweit­imp­fun­gen im Blick. Denn es gilt, vor allem die Impflü­cke zu schließen.

Wir müs­sen die noch nicht geimpf­ten Men­schen errei­chen und von den Vor­tei­len einer Imp­fung über­zeu­gen, um wei­te­re Wel­len mög­lichst zu ver­hin­dern. Dazu tra­gen die lei­der not­wen­di­gen 2G-Rege­lun­gen und unse­re Impf­wer­be­kam­pa­gne ‚Geimpft sind wir stär­ker. Dar­um imp­fen, schüt­zen, tes­ten!‘ bei. Mit vie­len nied­rig­schwel­li­gen Impf­an­ge­bo­ten, die wir gemein­sam mit den mobi­len Teams der Kom­mu­nen und der Ärz­te­schaft erfolg­reich auf den Weg gebracht haben und noch wei­ter aus­bau­en wer­den, leis­ten wir einen wich­ti­gen Bei­trag für den Gesund­heits­schutz und zur Bewäl­ti­gung der Lage. Die mobi­len Impf­teams kön­nen vor­aus­sicht­lich bis Jah­res­en­de rund 770.000 Imp­fun­gen durch­füh­ren, die nie­der­ge­las­se­nen Ärz­tin­nen und Ärz­te noch ein­mal etwa 2 Mil­lio­nen. Ins­ge­samt sind also bis zu 2,8 Mil­lio­nen Imp­fun­gen in Nie­der­sach­sen mög­lich. Damit erhö­hen die Impf­quo­te wei­ter und meis­tern die anste­hen­den Auffrischungen.“

Minis­ter­prä­si­dent Ste­phan Weil: „Wir wer­den das Virus nur gemein­sam mit den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern in den Griff bekom­men – das gilt in der aktu­ell beson­ders schwie­ri­gen Lage mehr denn je. Die über­wie­gen­de Mehr­heit der Nie­der­säch­sin­nen und Nie­der­sach­sen ver­hält sich umsich­tig und ver­ant­wor­tungs­voll – vor allem auch des­halb ste­hen wir bei Infek­tio­nen und Impf­quo­te bes­ser da als zahl­rei­che ande­re Län­der. Vie­le emp­fin­den es als gro­ße Zumu­tung, dass sich noch so vie­le Erwach­se­ne nicht imp­fen las­sen wol­len – das geht mir ganz genau­so. Es sind die Unge­impf­ten, die unse­rer Gesund­heits­sys­tem zuneh­mend an sei­ne Belas­tungs­gren­ze brin­gen, des­halb sind mas­si­ve Ein­schrän­kun­gen für die­sen Per­so­nen­kreis mehr als gerecht­fer­tigt. Ich appel­lie­re drin­gend an alle Unge­impf­ten: Las­sen Sie sich jetzt bit­te end­lich imp­fen, damit Sie nicht doch noch schwer erkran­ken und wir alle aus die­sem Teu­fels­kreis der Pan­de­mie herauskommen.“


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Hei­di Noor­manns himm­li­sche Vanil­le­kip­ferl – ein­fach & köstlich

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Vanil­le­kip­ferl – ein klei­ner Weih­nachts­zau­ber aus Ostfriesland

Bevor wir uns in die win­ter­li­che Ost­fries­land­ge­schich­te stür­zen, las­sen Sie uns etwas Süßes zau­bern: Vanil­le­kip­ferl. Sie sind ein­fach zuzu­be­rei­ten, herr­lich zart und ver­brei­ten schon beim Backen den Duft von Weih­nach­ten in der gan­zen Wohnung.


Zuta­ten für ca. 30–40 Kipferl:

280 g Mehl

100 g gemah­le­ne Mandeln

80 g Zucker

200 g kal­te Butter

2 Eigelb

2 Päck­chen Vanillezucker

Puder­zu­cker zum Wälzen

Zube­rei­tung:

  1. Mehl, gemah­le­ne Man­deln, Zucker, Vanil­le­zu­cker und Eigelb in eine Schüs­sel geben.

  2. Die kal­te But­ter in klei­nen Stü­cken hin­zu­fü­gen und alles zügig zu einem glat­ten Teig verkneten.

  3. Den Teig zu einer Kugel for­men, in Frisch­hal­te­fo­lie wickeln und min­des­tens 30 Minu­ten im Kühl­schrank ruhen lassen.

  4. Den Back­ofen auf 175 °C vorheizen.

  5. Den Teig in klei­ne Por­tio­nen tei­len und dar­aus Hörn­chen for­men – klas­si­sche Kip­ferl eben.

  6. Die Kip­ferl auf ein mit Back­pa­pier beleg­tes Blech legen und 10–12 Minu­ten backen, bis die Spit­zen leicht gold­braun sind.

  7. Noch warm vor­sich­tig in Puder­zu­cker wäl­zen, aus­küh­len las­sen und genießen.

Die­se Vanil­le­kip­ferl sind per­fekt, um die Advents­zeit zu ver­sü­ßen – wäh­rend drau­ßen der Wind um die Haus­ecken pfeift und drin­nen Ker­zen flackern.


 

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Wenn der Advents­kranz schnel­ler brennt als der Tee kocht – eine ost­frie­si­sche Weihnachtsgeschichte

Von Hei­di Noormann

Ein win­ter­li­cher Dezem­ber­abend in Leer

In Ost­fries­land sagt man gern:
“Man mun­kelt viel – aber auf den Deich ist Ver­lass.“
Meis­tens stimmt das.

Es war einer die­ser typi­schen Dezem­ber­aben­de in Leer: Der Wind pfiff um die Häu­ser, als wol­le er per­sön­lich das Christ­kind her­bei­pus­ten. Im Wohn­zim­mer fla­cker­te eine Ker­ze auf dem Advents­kranz. Zwi­schen Tee, Geschenk­pa­pier und dem letz­ten Stück Stol­len pas­sier­te das, was in vie­len Haus­hal­ten jedes Jahr geschieht: Die Ker­ze brann­te wei­ter, obwohl nie­mand mehr im Raum war.

Bei Fami­lie Jans­sen schlich sich das Cha­os lei­se ein. Zuerst woll­te der Hund raus, dann klin­gel­te die Nach­ba­rin, anschlie­ßend tauch­te die hal­be Nach­bar­schaft im Flur auf. Wäh­rend im Haus eif­rig geschnackt wur­de, brann­te die Ker­ze unbe­auf­sich­tigt. Ein klas­si­scher Fall von:
“Ach herr­je, dat hätt ok annerst utge­hen können!”


Ver­ges­se­ne Ker­zen – unter­schätz­te Gefahr in der Adventszeit

Gera­de im Dezem­ber steigt das Feu­er­ri­si­ko in Wohn­be­rei­chen erheb­lich: tro­cke­ne Tan­nen­bäu­me, Lich­ter­ket­ten, Advents­krän­ze – und eben die berühm­ten ver­ges­se­nen Ker­zen. So gemüt­lich die­se Zeit ist, so schnell kann aus einer klei­nen Unacht­sam­keit ein Groß­scha­den werden.

Kun­den­zen­triert han­deln – Sicher­heit geht vor

Wer eine Ker­ze aus Ver­se­hen bren­nen lässt, muss im Ernst­fall mit hohen Kos­ten rech­nen. Doch für unse­re Kun­den gibt es guten Grund zur Ent­span­nung: Selbst gro­be Fahr­läs­sig­keit ist in der Wohn­ge­bäu­de­ver­si­che­rung mitversichert.

Das klei­ne Miss­ge­schick führt also nicht gleich zu einem finan­zi­el­len Dra­ma. Beson­ders in einer Zeit, in der Wär­me, Frie­den – und manch­mal auch ein wenig vor­weih­nacht­li­ches Durch­ein­an­der – zusam­men­kom­men, bie­tet das ein gutes Stück Sicherheit.


Rück­blick: Dezem­ber 2023 – Hoch­was­ser an der Küste

Wäh­rend im Wohn­zim­mer Ker­zen brann­ten, kämpf­ten drau­ßen Hel­fe­rin­nen und Hel­fer gegen eine ande­re Gefahr: Hochwasser.

Kaum jemand hat­te erwar­tet, dass die Pegel mit­ten im Win­ter so stark anstei­gen wür­den. Doch wer in Ost­fries­land lebt, weiß:
“Wenn dat Water kummt, denn kummt dat richtig.”

Feu­er­wehr, THW, Land­wir­te und vie­le frei­wil­li­ge Hel­fer schlepp­ten Sand­sä­cke und sicher­ten die Dei­che rund um Leer – wäh­rend anders­wo die ers­ten Plätz­chen aus dem Ofen kamen. Sie ver­hin­der­ten Schlim­me­res und erin­ner­ten uns dar­an, wie wich­tig eine Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist. Wet­ter­ex­tre­me ken­nen weder Advent noch Weihnachten.


Zwi­schen Besinn­lich­keit und Realität

Weih­nach­ten soll wär­men – im Her­zen und im Zuhau­se. Gera­de dort pas­sie­ren die meis­ten Miss­ge­schi­cke: bren­nen­de Tan­nen­bäu­me, stür­mi­sche Näch­te oder plötz­li­ches Hochwasser.

Eine gute Wohn­ge­bäu­de- und Ele­men­tar­ver­si­che­rung ist wie ein Schutz­en­gel: man sieht ihn nicht, aber man ist froh, dass er da ist. Sie sorgt dafür, dass klei­ne und gro­ße Miss­ge­schi­cke nicht zur Kata­stro­phe werden.


Ein Dezem­ber vol­ler Wär­me und Sicherheit

Möge die­ser Dezem­ber für Sie warm, sicher und besinn­lich sein – mit fla­ckern­den Ker­zen nur dort, wo sie hin­ge­hö­ren, und mit Ver­si­che­run­gen, die hal­ten, was sie versprechen.

Und natür­lich: mit frisch geba­cke­nen Vanil­le­kip­ferln, die das Herz erwärmen.

Herz­li­che Weih­nachts­grü­ße aus Leer
Ihre
Hei­di Noormann

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“Gruß an Bord“ fei­ert Hei­lig­abend mit neu­er Stim­me – Susan­ne Stich­ler erzählt Geschich­ten von See­leu­ten weltweit

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„Gruß an Bord“ mit neu­er Stim­me: Susan­ne Stich­ler prä­sen­tiert NDR Info Tra­di­ti­ons­sen­dung an Hei­lig­abend für See­leu­te weltweit

Ham­burg – Phil­ip­pi­ni­sche See­leu­te zwi­schen här­tes­ter Arbeit und Karao­ke, eine Kom­man­dan­tin der deut­schen Mari­ne mit ihrer Besat­zung im NATO-Ein­satz und der Kapi­tän eines Con­tai­ner­rie­sen auf Jung­fern­fahrt – sie alle ver­brin­gen Weih­nach­ten auf See und sind Teil der NDR Info Sen­dung „Gruß an Bord“. Die tra­di­tio­nel­le Radio­sen­dung ver­bin­det an Hei­lig­abend weih­nacht­li­che Grü­ße für See­leu­te welt­weit mit viel­fäl­ti­gen Per­spek­ti­ven auf das Leben auf See. Wis­sen­schaft­ler, die aus­ge­rech­net an den Fest­ta­gen auf dem Nord­pa­zi­fik for­schen, oder jun­ge Men­schen, die den All­tag auf Schif­fen ken­nen­ler­nen, geben Ein­bli­cke in eine Welt, die vie­le nur vom Hören­sa­gen kennen.

Susan­ne Stich­ler prä­sen­tiert in die­sem Jahr erst­mals die NDR Info Tra­di­ti­ons­sen­dung „Gruß an Bord“ an Hei­lig­abend. Mit ihrer Stim­me ver­bin­det sie weih­nacht­li­che Grü­ße aus Deutsch­land mit den Geschich­ten von See­leu­ten welt­weit. Foto: NDR/Hendrik Lüders

 

In die­sem Jahr über­nimmt Susan­ne Stich­ler die Mode­ra­ti­on: „Wenn es ‚Gruß an Bord‘ nicht gäbe, müss­te man es gera­de jetzt erfin­den. Wer sind die Men­schen, die für uns auf den Mee­ren unter­wegs sind, damit Waren aus aller Welt nicht nur an Weih­nach­ten, son­dern jeder­zeit ver­füg­bar sind? Wie leben ihre Fami­li­en mit den mona­te­lan­gen Abwe­sen­hei­ten?“, sagt die NDR Info Moderatorin.

Adri­an Feu­er­ba­cher, NDR Chef­re­dak­teur und Pro­gramm­chef von NDR Info, betont: „‚Gruß an Bord‘ ist eine wun­der­ba­re nord­deut­sche Weih­nachts­tra­di­ti­on – und inzwi­schen noch so viel mehr! In den Tagen vor Hei­lig­abend wird die See­fahrt zu einem gro­ßen Pro­gramm­schwer­punkt, einem ‚NDR Info The­ma‘. Uns ist wich­tig: Wir wol­len auf allen Kanä­len – Radio, Fern­se­hen, online, You­Tube und Insta­gram – Ein­bli­cke in den span­nen­den, aber oft auch har­ten All­tag von See­leu­ten bieten.“

Weih­nachts­stim­mung im Ham­bur­ger Hafen

Auf­ge­zeich­net wird die Sen­dung am 14. Dezem­ber ab 16 Uhr in der See­manns­mis­si­on Duck­dal­ben im Ham­bur­ger Hafen. Gäs­te sind unter ande­rem die Ham­bur­ger Sena­to­rin für Wirt­schaft und Inno­va­ti­on, Dr. Mela­nie Leon­hard, sowie die Bischö­fin Kirs­ten Fehrs. Musi­ka­lisch beglei­tet wird die Sen­dung von Frank Gri­schek und Ralf Lüb­ke mit Akkor­de­on und Gitarre.

See­leu­te kön­nen per­sön­li­che Grü­ße erhal­ten – Inter­es­sier­te kön­nen Mails an gruss-an-bord@ndr.de sen­den oder Sprach­nach­rich­ten auf­zeich­nen. Eine Anlei­tung für Sprach­nach­rich­ten fin­det sich online unter „Auf hoher See: ‘Gruß an Bord’ sucht Ihre Geschich­ten 2025“ auf ndr.de. Die Aus­strah­lung erfolgt am 24. Dezem­ber ab 20 Uhr im Radio­pro­gramm von NDR Info und auf NDR Info Spe­zi­al.

Emp­fang auch per Kurzwelle

Damit alle Besat­zun­gen die Sen­dung emp­fan­gen kön­nen, wer­den erneut Kurz­wel­len-Fre­quen­zen ange­mie­tet. Am Hei­lig­abend wird zwi­schen 18 und 21 Uhr UTC (19 bis 22 Uhr MEZ) über fol­gen­de Fre­quen­zen gesendet:

  • 15770 kHz – Atlan­tik Nordwest

  • 13830 kHz – Atlan­tik Süd

  • 6030 kHz – Atlan­tik Nordost

  • 9635 kHz – Indi­scher Ozean

  • 11650 kHz – Atlantik/Indischer Ozean/Südafrika

  • 6080 kHz – Europa

72 Jah­re Radiogeschichte

„Gruß an Bord“ ist seit 1953 eine fes­te Weih­nachts­tra­di­ti­on des NDR. Die ers­te Sen­dung wur­de an Hei­lig­abend über Nord­deich Radio, eine See­funk­sta­ti­on in Ost­fries­land, aus­ge­strahlt. Auch in Zei­ten von Smart­phones und Inter­net bleibt die Sen­dung eine wich­ti­ge Ver­bin­dung zwi­schen See­leu­ten auf den Mee­ren und ihren Fami­li­en in Deutsch­land. Vie­le Ange­hö­ri­ge sen­den per­sön­li­che Weih­nachts­bot­schaf­ten an ihre Lie­ben, die den Fest­tag nicht zu Hau­se ver­brin­gen können.

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Frie­sen­brü­cke für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer geöff­net – trotz lau­fen­der Bauarbeiten

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Frie­sen­brü­cke: Geh- und Rad­weg wäh­rend der Bau­ar­bei­ten ein­ge­schränkt nutzbar

Die Deut­sche Bahn (DB) hat in einer aktu­el­len Pres­se­mit­tei­lung über die Nut­zung des Geh- und Rad­wegs an der Frie­sen­brü­cke wäh­rend der lau­fen­den Bau­ar­bei­ten infor­miert. Obwohl die Arbei­ten an der Brü­cke und an der Bahn­stre­cke wei­ter­hin andau­ern, steht die Frie­sen­brü­cke seit Anfang Sep­tem­ber 2025 bereits wie­der Fuß­gän­gern und Rad­fah­rern zur Ver­fü­gung – aller­dings unter beson­de­ren Bedingungen.

Wäh­rend der Nut­zung gilt: Bau­fahr­zeu­ge haben jeder­zeit Vor­rang. Nut­zer wer­den gebe­ten, stets den Anwei­sun­gen des Brü­cken­per­so­nals zu fol­gen. Rad­fah­rer müs­sen im gesam­ten Bau­stel­len­be­reich sowie auf den Ram­pen abstei­gen und das Fahr­rad über die Brü­cke schie­ben. Ergän­zen­de Details zur Nut­zung und zu den Zei­ten stellt die Deut­sche Bahn in spe­zi­el­len Infor­ma­ti­ons­hand­zet­teln im Down­load-Bereich zur Verfügung.

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Gro­ße Play­mo­bil-Samm­lung in Wee­ner: In einer ehe­ma­li­gen Bun­des­wehr­hal­le direkt an der Frie­sen­brü­cke hat Flo­ri­an Pla­wer sei­ne über 20 Jah­re gewach­se­ne Play­mo­bil-Samm­lung unter­ge­bracht. Zwi­schen unzäh­li­gen Figu­ren und Sets ent­steht eine bun­te, krea­ti­ve Land­schaft, die klei­ne und gro­ße Besu­cher zum Stau­nen ein­lädt. Mehr lesen …

 

Ab Sonn­tag, 14. Dezem­ber 2025, wird der Geh- und Rad­weg täg­lich von 8 bis 16 Uhr geöff­net. In die­sem Zeit­raum bleibt die Brü­cke grund­sätz­lich geschlos­sen. Möch­ten Schif­fe pas­sie­ren, müs­sen sie sich beim Brü­cken­wär­ter mel­den. In die­sem Fall wird die Brü­cke bei Bedarf geöff­net, Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer müs­sen dann war­ten, bis das Schiff die Pas­sa­ge been­det hat.

Zwi­schen 16 Uhr und 8 Uhr bleibt die Frie­sen­brü­cke hin­ge­gen dau­er­haft für den Schiffs­ver­kehr geöff­net. In die­ser Zeit ist der Geh- und Rad­weg für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer gesperrt.

Eine Son­der­re­ge­lung gilt für die Fei­er­ta­ge:
Von Mitt­woch, 24. Dezem­ber, bis Frei­tag, 26. Dezem­ber 2025, sowie von Mitt­woch, 31. Dezem­ber 2025, bis Don­ners­tag, 1. Janu­ar 2026, kann der Geh- und Rad­weg jeweils von 8 bis 12 Uhr genutzt werden.

Die­se zeit­lich begrenz­ten Rege­lun­gen blei­ben laut Deut­scher Bahn bestehen, bis vor­aus­sicht­lich Mit­te 2026 die soge­nann­te Wun­der­line in Betrieb genom­men wird. Die DB bit­tet alle Betrof­fe­nen um Ver­ständ­nis für die ent­ste­hen­den Unannehmlichkeiten.

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