Lokal
Gallimarkt 2024: Erfolgreiche Veranstaltung mit hohem Besucheraufkommen und friedlicher Stimmung
Gallimarkt: Sehr gut besucht und überaus friedlich
Leer – Bis zum heutigen Sonntagabend wird der Gallimarkt in Leer voraussichtlich von knapp einer halben Million Besuchern frequentiert worden sein. Diese beeindruckende Zahl teilte Marktmeister Michael Meyer während einer Lagebesprechung im Rathaus mit. An dieser Besprechung nahmen täglich Vertreter der Polizei, des Roten Kreuzes, der Notärzte, der Feuerwehr, der Sicherheitsdienste, der Schausteller, der Stadtwerke und der Stadtverwaltung teil.
Besonders erfreulich war die Feststellung, dass es ein „sehr, sehr friedlicher Markt“ war, wie alle Teilnehmer einhellig betonten. Ordnungsamtsleiter Torsten Blank lobte die hervorragende Zusammenarbeit der Organisationen im Sicherheitspool.
Positive Rückmeldungen von Schaustellern
Die Schausteller Timo von Halle und Tommy Wilken zogen ebenfalls eine positive Bilanz. Der Mittwoch war ein starker Auftakt, und auch der Firmenabend am Donnerstag sowie die folgenden Tage zogen zahlreiche Besucher an. Es wurde berichtet, dass die Umsätze erfreulich waren, wobei die Gäste besonders auf attraktive Preisangebote achteten.

Gallimarkt 2024
Auffällig war, dass sich die Besucherströme in diesem Jahr gleichmäßiger über alle fünf Tage verteilten, anstatt sich an einem oder zwei bestimmten Tagen zu konzentrieren. Dies sorgte für eine entspannte Atmosphäre und eine angenehme Erlebnisqualität.
Sicherheit und Gesundheit im Fokus

Gallimarkt 2024
Die friedliche Stimmung wurde von der Polizei bestätigt. Lediglich vereinzelt kam es zu Körperverletzungen, wie Horst Brandt von der Polizeiinspektion Leer/Emden berichtete. Der Kreisverband des Deutschen Roten Kreuzes verzeichnete bis zum Nachmittag etwa 80 Patienten, von denen sieben ins Krankenhaus gebracht werden mussten – ein erfreuliches Ergebnis im Vergleich zu fast 200 Patienten beim letzten Gallimarkt.
Besonders positiv war die geringe Anzahl an Einsätzen aufgrund übermäßigem Alkoholkonsum. Glücklicherweise wurde nur ein Fall von Alkoholvergiftung registriert. Auch die Zahl der „Wildpinkler“ blieb mit rund 70 Fällen im akzeptablen Rahmen.
Umweltbewusstsein und Verkehrsmanagement
In Bezug auf den Müll berichtete Jan Tülp von den Stadtwerken Leer, dass die Mengen geringer waren als in den Vorjahren. Ein Grund könnte die verstärkte Verwendung von Pfandgläsern im Ausschank sein.
Uwe Vogelsang vom Ordnungsamt erwähnte, dass es bei der Zu- und Abfahrt zum Gallimarkt keine nennenswerten Probleme gab. Lediglich nach dem Feuerwerk am Freitag und der Lampionfahrt am Samstag kam es zu leichten Verkehrsbehinderungen.
Die Zahl der Verwarngelder für Falschparker lag am Nachmittag bei etwa 700, wobei rund 30 Fahrzeuge abgeschleppt werden mussten, hauptsächlich weil sie auf Behindertenparkplätzen parkten. Auch diese Zahlen lagen unter denen der Vorjahre.
Insgesamt war der Gallimarkt 2024 ein großer Erfolg. Die Kombination aus hohen Besucherzahlen, einer friedlichen Atmosphäre und einer positiven Bilanz der Schausteller zeigt, dass die Veranstaltung auch in diesem Jahr begeistert hat. Die Zusammenarbeit aller Beteiligten hat maßgeblich dazu beigetragen, dass der Gallimarkt zu einem unvergesslichen Erlebnis wurde, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
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Lokal
Verzögerung auf B70: Stadt prüft rechtliche Schritte
Stadt prüft rechtliche Schritte: Erneute Verzögerung an der B70 sorgt für Unmut
Leer. Die Geduld der Stadtverwaltung Leer ist am Ende: Die für Montagmorgen um 9:00 Uhr angekündigte halbseitige Sperrung der Papenburger Straße (B70) südlich der Ledabrücke wurde erneut nicht umgesetzt. Angesichts der wiederholten Missachtung von Vereinbarungen prüft die Stadt nun rechtliche Schritte gegen die zuständige Baufirma.
Kommunikationsdefizite und ausgebliebene Infos
Nachdem die Sperrung am Vormittag nicht wie geplant aktiviert wurde, blieb zudem die erforderliche Information der städtischen Verkehrsbehörde durch das Bauunternehmen aus. Erst Stunden später gelang es der Stadtverwaltung, die Verantwortlichen zu erreichen.
Die Stadt Leer hat aufgrund dieser Vorfälle sowohl gegenüber der Baufirma als auch gegenüber der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStBV) als Auftraggeberin der Baumaßnahme ihren deutlichen Unmut geäußert. Es ist nicht das erste Mal, dass getroffene Absprachen bei diesem Projekt nicht eingehalten wurden.
Neuer Termin für Mittwoch geplant
Nach den nun erfolgten Gesprächen gibt es einen neuen Zeitplan für die Verkehrseinschränkung. Die halbseitige Sperrung soll nun voraussichtlich am Mittwoch um 9:00 Uhr aktiviert werden.
Die Stadtverwaltung betont, dass die Zuverlässigkeit bei Baumaßnahmen an solch zentralen Verkehrsknotenpunkten wie der B70 oberste Priorität haben müsse, um das Verkehrschaos für die Bürgerinnen und Bürger so gering wie möglich zu halten.
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Lokal
Gedenken im Westerhammrich: Mahnung gegen das Vergessen
Gedenken im Westerhammrich: Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner und Heisfeldes Ortsvorsteherin Beate Stammwitz mahnten am Sonnabend anlässlich des 81. Jahrestages der Ermordung von fünf niederländischen Widerstandskämpfern durch die Gruppe um den Hochstapler Willi Herold zu Frieden und Menschlichkeit.
„Nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt“: Bewegendes Gedenken im Westerhammrich
Leer. Ein stiller Nachmittag im Westerhammrich wurde am vergangenen Sonnabend zum Ort tiefer Erinnerung und mahnender Worte. Im Zentrum standen fünf Namen: Kornelis Fielstra, Johannes Kok, Carolus Magermans, Johannes Magermans und Johannes Verbiest. Diese fünf Niederländer wurden vor genau 81 Jahren, am 24. April 1945, Opfer eines grausamen Verbrechens, das kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs die Stadt Leer erschütterte.
Ein Verbrechen kurz vor Kriegsende
Die Geschichte hinter dem Gedenken ist erschütternd. In der Nähe des heutigen Gedenkorts wurden die fünf Männer von der Gruppe um den damals erst 19-jährigen Hochstapler Willi Herold ermordet. Herold, der sich als Hauptmann ausgab und als „Henker vom Emsland“ traurige Berühmtheit erlangte, ließ die Widerstandskämpfer nach einem willkürlichen Scheinprozess erschießen.
Der stellvertretende Bürgermeister Bruno Schachner erinnerte in seiner Ansprache an diese dunklen Stunden und die Skrupellosigkeit der Täter. Er zeichnete den Weg der Männer nach, der sie über das Leeraner Rathaus – wo damals die Polizeiwache und ein Gefängnis untergebracht waren – in den Tod führte. Bereits am Mittag wurden dort, an der Gedenktafel am Seiteneingang, Rosen als Zeichen der Ehrerbietung niedergelegt.
Mahnung für die Gegenwart
Heisfeldes Ortsvorsteherin Beate Stammwitz schlug in ihrer Rede die Brücke zur Gegenwart. Ihr Appell an die Bürgerinnen und Bürger von Leer war deutlich:
„Wir dürfen nicht zulassen, dass sich Geschichte wiederholt.“
Frieden, Freiheit und Menschlichkeit seien keine Selbstverständlichkeit, sondern die höchsten Güter, die es jeden Tag aufs Neue zu schützen gelte.
Ein persönlicher Abschluss: Dank an die Aufarbeitung
Besonders emotional wurde die Gedenkstunde durch die Anwesenheit von Kees Fielstra, dem Sohn des damals getöteten Kornelis Fielstra. In einer bewegenden Dankesrede richtete er sich direkt an Menna Hensmann, die ehemalige Leiterin des Stadtarchivs.

Ein bewegender Moment des Dankes: Kees Fielstra mit der ehemaligen Stadtarchivarin Menna Hensmann. Jahrzehntelang wusste Fielstra nicht, wie sein Vater 1945 ums Leben kam – erst die Recherchen von Hensmann brachten 2010 die entscheidende Gewissheit und ermöglichten ihm so eine späte Verbindung zu seiner Familiengeschichte.
Lange Zeit blieb für die Familie Fielstra im Unklaren, wie der Vater genau zu Tode gekommen war. Erst durch ein Zusammentreffen mit Hensmann im Jahr 2010 konnten die Puzzleteile zusammengesetzt werden. „Menna hat mein Leben im Hinblick auf die Ereignisse im April 1945 bereichert“, betonte Fielstra. Dank ihrer Forschungsarbeit habe er auf eine besondere Weise einen späten Kontakt zu seinem Vater gefunden und Gewissheit über dessen Schicksal erhalten.
Die Gedenkfeier unterstrich einmal mehr, wie wichtig die lokale Erinnerungskultur ist – nicht nur zur Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern als Kompass für eine menschliche Zukunft.
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Lokal
Wilhelmine-Siefkes-Preis 2026 im Leeraner Rathaus
Festakt im historischen Rathaus: Stadt Leer verleiht den Wilhelmine-Siefkes-Preis 2026
Ein besonderes Jubiläum wirft seine Schatten voraus: Zum zehnten Mal ehrt die Stadt Leer herausragendes literarisches Schaffen im Geiste ihrer bedeutenden Ehrenbürgerin und Schriftstellerin Wilhelmine Siefkes (1890–1984). In feierlichem Rahmen wird im Mai der renommierte Wilhelmine-Siefkes-Preis verliehen, um das kulturelle Erbe der Region und die plattdeutsche Sprache lebendig zu halten.
Eine hochkarätige Jury hat entschieden
Die Auswahl der diesjährigen Preisträgerin oder des Preisträgers lag in den Händen einer fachkundigen Jury. Neben Bürgermeister Claus-Peter Horst brachten Dr. Reinhard Goltz aus Bremen, Grietje Kammler aus Aurich sowie Claus Dreier aus Holtland ihre Expertise ein. Als Literaturwissenschaftler und profunde Kenner der plattdeutschen Sprache bürgen sie für die hohe Qualität dieser Auszeichnung, die alle vier Jahre vergeben wird.
Einladung zur öffentlichen Preisverleihung
Die Stadt Leer lädt alle Bürgerinnen, Bürger und Literaturinteressierten herzlich dazu ein, diesem kulturellen Höhepunkt beizuwohnen. Der Festakt findet statt am:
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Datum: Sonntag, 10. Mai 2026
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Uhrzeit: 17:00 Uhr
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Ort: Festsaal des historischen Rathauses, Leer
Der historische Festsaal bietet die ideale Kulisse, um das Werk der Namensgeberin zu würdigen und die aktuelle Preisträgerin oder den Preisträger gebührend zu feiern.
Anmeldung erforderlich
Da die Kapazitäten im historischen Rathaus begrenzt sind, wird um eine rechtzeitige Anmeldung gebeten. Interessierte können sich über die folgenden Wege einen Platz reservieren:
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Telefon: 0491 97 82 242
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E‑Mail: kultur@leer.de
Erleben Sie einen Abend im Zeichen der Literatur und der regionalen Identität – ganz im Sinne von Wilhelmine Siefkes.
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