Lokal
„Süchst Du mi?“ – Reflektorbänder für mehr Sicherheit im Straßenverkehr für Senioren
Die Vorsitzenden der Verkehrswachten freuen sich über das neue „Leuchtmaterial für die dunkle Jahreszeit“ (v.l.n.r.): Hajo Reershemius (VW Norden), Hans-Friedel Walther (VW Aurich), Signe Foetzki (Pressesprecherin der Brandkasse), Sascha Nowak (VW Wittmund und Gebietsbeauftragter der ostfriesischen VWs) und Georg Reichelt (VW Leer)
„Süchst Du mi?“ – Neues Sicherheitsprojekt für Senioren in Ostfriesland
Ostfriesische Verkehrswachten und Brandkasse starten Reflektorband-Aktion für Fußgänger und Radfahrer über 65 Jahre
Die Unfallzahlen älterer Verkehrsteilnehmender steigen besorgniserregend: In den letzten fünf Jahren nahm die Zahl der Unfälle mit Senioren im Straßenverkehr um rund 60 % zu. Allein von 2020 bis 2024 stieg die Anzahl der Unfälle bei Fußgängern und Radfahrern ab 65 Jahren von 185 auf 299, die Verletztenzahlen von 170 auf 283. Um hier präventiv zu wirken, haben die Ostfriesischen Verkehrswachten gemeinsam mit der Ostfriesischen Landschaftlichen Brandkasse ein neues Projekt gestartet: Die Verteilung von Reflektorbändern an Senioren, um deren Sichtbarkeit im Straßenverkehr zu erhöhen.
Dank der Unterstützung der Brandkasse stehen den Verkehrswachten zunächst 6.000 Reflektorbänder im Wert von rund 4.500 Euro kostenlos zur Verfügung. Diese können schnell und einfach an Armen, Beinen oder sogar am Rollator befestigt werden. Die reflektierende Oberfläche sorgt dafür, dass die Träger bereits während der Dämmerung deutlich besser gesehen werden.
„Mit diesem Projekt betreten wir gemeinsam mit der Brandkasse neues Terrain“, erklärt Sascha Nowak, Gebietsbeauftragter der ostfriesischen Verkehrswachten. „Wir verteilen die Bänder gezielt in unseren Trainings wie ‚Fit mit dem Fahrrad/Pedelec‘ oder bei Vorträgen wie ‚Sicher mobil‘. So holen wir Personen und Rollatoren in kurzer Zeit aus der ‚nächtlichen Unsichtbarkeit‘ heraus und geben ein praktisches Hilfsmittel an die Hand.“
Obwohl ältere Verkehrsteilnehmende im Vergleich zur Gesamtbevölkerung seltener in Unfälle verwickelt sind, fallen die Unfallfolgen für diese Altersgruppe oft deutlich schwerer. „Sichtbarkeit kann Leben retten“, betont Nowak. „Gerade in der dunkleren Jahreszeit ist reflektierende Kleidung ein entscheidender Sicherheitsfaktor.“
Die Verkehrswacht-Aktion wird unterstützt von Signe Foetzki, Pressesprecherin der Brandkasse: „Als die Verkehrswachten uns ihr Projekt vorgestellt haben, war sofort klar: Wir unterstützen das gerne. Natürlich reicht die Anzahl der Bänder nicht aus, um den gesamten Bedarf zu decken, aber wir möchten damit ein positives Zeichen setzen. Die Statistik ist alarmierend: Bei 92 % der Unfälle wurden die Senioren verletzt. Unser Motto lautet daher: ‚Sicherheit durch Sichtbarkeit‘ – auf Plattdeutsch ergänzt mit ‚Süchst Du mi?‘, um die Senioren direkt anzusprechen.“
Die Verkehrswachten in Aurich, Emden, Leer, Norden und Wittmund freuen sich über die Kooperation mit der Brandkasse, die es ermöglicht, allen interessierten Seniorinnen und Senioren die Reflektorbänder kostenfrei zur Verfügung zu stellen. So sollen ältere Fußgänger und Radfahrer sicherer unterwegs sein und die Zahl der Verkehrsunfälle weiter gesenkt werden.
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Lokal
Ostfriesland: Warum die Goldammer jetzt unsere Gärten leuchten lässt
Ein goldgelber Farbtupfer im winterlichen Grau: Die Goldammer zieht derzeit vermehrt in die heimischen Gärten und lässt sich an Futterstellen gut beobachten. Foto: ©Kathy Büscher
Gelber Lichtblick im Winter: Die Goldammer erobert Ostfrieslands Gärten
Die erste Bilanz der NABU-Aktion „Stunde der Wintervögel“ sorgt für Begeisterung: In Ostfriesland wurden bisher rund 43 Prozent mehr Vögel gemeldet als im Vorjahr. Besonders ein gefiederter Gast stiehlt in diesem Winter allen die Show.
Ostfriesland – Während Frost und Schnee die Landschaft fest im Griff haben, herrscht an den Futterstellen in den Landkreisen Leer, Aurich, Wittmund und der Stadt Emden reges Treiben. Das winterliche Wetter hat in diesem Jahr für nahezu ideale Beobachtungsbedingungen gesorgt – und die Menschen in der Region haben die Chance genutzt.
Ein deutliches Plus bei den Meldungen
„Das große Engagement zeigt, wie wichtig vielen der Schutz und die Beobachtung der heimischen Vogelwelt sind“, freut sich Jan Fuchs, Leiter der NABU-Regionalgeschäftsstelle Ostfriesland. Obwohl Meldungen noch bis zum 19. Januar online nachgetragen werden können, übertreffen die Zahlen schon jetzt deutlich das Vorjahr.
Der Grund für die hohe Sichtungsquote: Durch den Schnee finden Vögel in der freien Natur schwerer Nahrung und suchen gezielt die Nähe menschlicher Siedlungen und Futterstationen auf.
Der Star des Winters: Die Goldammer
Besonders auffällig ist in diesem Jahr die Goldammer. Mit ihrem leuchtend gelben Gefieder ist sie im tristen Wintergrau kaum zu übersehen. Dass man sie derzeit so häufig antrifft, hat einen interessanten Grund: Während ein Teil unserer heimischen Goldammern im Herbst Richtung Süden zieht, bekommen wir im Winter Besuch von ihren Verwandten aus Nord- und Osteuropa.
Die Goldammer liebt offene Landschaften mit Hecken. Wer ihr und anderen Arten wie Kohlmeise, Blaumeise oder Amsel helfen möchte, sollte auf strukturreiche, naturnahe Gärten und ein passendes Futterangebot setzen.
Mitmachen noch möglich – auch für Schulen
Wer am Aktionswochenende gezählt hat, kann seine Daten noch bis einschließlich 19. Januar beim NABU einreichen. Jede Meldung hilft den Experten dabei, wertvolle Erkenntnisse über den Zustand der Vogelwelt zu gewinnen.
Auch die Jüngsten sind gefragt: Vom 12. bis 16. Januar lädt die NAJU zur „Schulstunde der Wintervögel“ ein. Hier können Kinder und Jugendliche spielerisch die Welt der Vögel entdecken und ihre Ergebnisse unter www.naju.de/sdw melden.
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Lokal
Normalbetrieb ab Dienstag: Busse fahren, Schulen öffnen wieder
Während die elektronischen Hinweistafeln letzte Woche noch vor dem eingestellten Linienverkehr warnten (Foto), nehmen die Busse ab Dienstag wieder Fahrt auf.
ÖPNV und Schulen: Rückkehr zum Normalbetrieb im Landkreis Leer
Nach den massiven wetterbedingten Einschränkungen der letzten Tage stabilisiert sich die Lage im Landkreis Leer. Ab dem morgigen Dienstag, den 13. Januar 2026, nehmen sowohl der Linienverkehr als auch die Schulen den regulären Betrieb wieder auf.
Leer, 12. Januar 2026 – Das Winterwetter mit Eis und Schnee hatte den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zeitweise zum Erliegen gebracht. Nach intensiver Abstimmung mit den Verkehrsunternehmen gibt der Landkreis nun Entwarnung: Alle Linien verkehren ab Dienstag wieder zu den gewohnten Zeiten.
Mögliche Einschränkungen im Busverkehr
Trotz der Wiederaufnahme des Linienverkehrs im gesamten Kreisgebiet bittet der Landkreis die Fahrgäste weiterhin um Geduld. In Einzelfällen kann es zu Verspätungen oder vereinzelten Ausfällen kommen.
Der Grund: An einigen Haltestellen bereiten die Schneemassen noch Schwierigkeiten bei der Anfahrt. Solange die Räumungsarbeiten in den Nebenbereichen nicht vollständig abgeschlossen sind, bleibt die Situation für die Busfahrer herausfordernd.
Ende des wetterbedingten Schulausfalls
Ebenfalls wichtig für Familien in der Region: Ab diesem Dienstag findet in allen allgemein- und berufsbildenden Schulen im Landkreis Leer wieder Präsenzunterricht statt.
Nachdem die Schüler in der vergangenen Woche und am heutigen Montag aufgrund der Wetterlage zu Hause bleiben mussten, ist die Sicherheit auf den Schulwegen nun wieder so weit gewährleistet, dass der Unterricht vor Ort stattfinden kann. Ein erneuter wetterbedingter Schulausfall ist für Dienstag nicht vorgesehen.
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Fähre Ditzum-Petkum: Ab Dienstag wieder nach Fahrplan
Leinen los: Fähre Ditzum-Petkum nimmt Betrieb wieder auf
Gute Nachrichten für Pendler und Ausflügler: Die Fährverbindung zwischen Ditzum und Petkum wird ab dem morgigen Dienstag, den 13. Januar, wieder planmäßig bedient. Dennoch gibt es für die laufende Woche einige Einschränkungen im Fahrplan zu beachten.
Leer/Ditzum, 12. Januar 2026 – Nach einer kurzen Unterbrechung kehrt die Fähre Ditzum-Petkum am Dienstag in den regulären Dienst zurück. Wer die Emsüberquerung nutzt, kann ab morgen wieder auf die gewohnten Abfahrtszeiten vertrauen.
Einschränkungen am kommenden Wochenende
Trotz der Wiederaufnahme des Betriebs weist der Landkreis Leer auf notwendige Anpassungen im Fahrplan gegen Ende der Woche hin:
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Freitag, 16. Januar: Die jeweils letzten Fahrten des Tages entfallen. Dies betrifft die Abfahrt um 17:00 Uhr ab Ditzum sowie die Rückfahrt um 17:30 Uhr ab Petkum.
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Wochenende (17./18. Januar): Am Samstag und Sonntag findet kein Fährbetrieb statt. Die Fähre bleibt an diesen beiden Tagen komplett außer Dienst.
Fahrgäste werden gebeten, diese Änderungen bei ihrer Reiseplanung zu berücksichtigen. Aktuelle Informationen und den vollständigen Fahrplan stellt der Landkreis Leer jederzeit online unter www.landkreis-leer.de/FähreDitzum zur Verfügung.
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