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NABU ruft zur bun­des­wei­ten Vogel­zäh­lung auf

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Foto: NABU/Sebastian Hen­nigs — Pres­se­mit­tei­lung NABU

Mit­mach-Akti­on wird zei­gen, wie es um die Vogel­be­stän­de steht

Wer fliegt und piept in Gär­ten und Parks? Das soll die 15. „Stun­de der Gar­ten­vö­gel“ zei­gen, Deutsch­lands größ­te wis­sen­schaft­li­che Mit­mach-Akti­on. Der NABU Nie­der­sach­sen ruft gemein­sam mit der NAJU Nie­der­sach­sen vom 10. bis zum 12. Mai dazu auf, eine Stun­de lang Vögel zu beob­ach­ten, zu zäh­len und zu melden.

„Sor­gen machen uns seit eini­gen Jah­re Gebäu­de­brü­ter und Insek­ten fres­sen­de Vögel, bei­spiels­wei­se Rauch- und Mehl­schwal­ben“, so Phil­ip Foth, Pres­se­spre­cher des NABU Nie­der­sach­sen. „Die­se fin­den durch das Insek­ten­ster­ben immer weni­ger Nah­rung und durch Gebäu­de­sa­nie­run­gen auch immer weni­ger Wohn­raum.“ Bereits zwi­schen 2017 und 2018 sind die Bestän­de der bei­den Vogel­ar­ten in Nie­der­sach­sen um 14 Pro­zent (Rauch­schwal­be) und 10 Pro­zent (Mehl­schwal­be) zurück­ge­gan­gen. „Es wird span­nend zu beob­ach­ten sein, wie sich das Vor­kom­men in die­sem Jahr ent­wi­ckelt.“ Seit der ers­ten Vogel­zäh­lung 2005 sind bei­de Arten um etwa die Hälf­te zurück­ge­gan­gen. Das zeigt die Aus­wer­tung aus 15 Jah­ren Stun­de der Gartenvögel

„Betrof­fen sind aller­dings auch alle ande­ren Gar­ten­vö­gel, die für Ihre Jung­auf­zucht auf Insek­ten ange­wie­sen sind“, erklärt Phil­ip Foth wei­ter. „Dazu gehö­ren ger­ne gese­he­ne Vögel wie Kohl- und Blau­mei­se sowie Rot­kehl­chen, die alle­samt sel­te­ner anzu­tref­fen sind. Wir war­ten gespannt auf die dies­jäh­ri­gen Ergeb­nis­se, um zu sehen, wel­che Ent­wick­lung fest­ge­stellt wer­den kön­nen.“ Von den 15 häu­figs­ten Gar­ten­vö­geln in Nie­der­sach­sen wie­sen 2018 nur der Haus­sper­ling und die Rin­gel­tau­be eine Zunah­me auf.

Fast 7.000 Men­schen haben im ver­gan­ge­nen Jahr allein in Nie­der­sach­sen bei der „Stun­de der Gar­ten­vö­gel“ ehren­amt­lich Daten erho­ben und dadurch wich­ti­ge Infor­ma­tio­nen dar­über gelie­fert, wie es den ver­schie­de­nen Vogel­ar­ten geht. Ins­ge­samt erfolg­ten aus über 4.300 Gär­ten Mel­dun­gen zu Vogel­vor­kom­men. Der häu­figs­te nie­der­säch­si­sche Gar­ten­vo­gel 2018 war der Haus­sper­ling, gefolgt von Amsel, Kohl­mei­se, Blau­mei­se und Star. Deutsch­land­weit betei­lig­ten sich fast 57.000 Vogel­freun­de an der Aktion.

So funk­tio­niert die „Stun­de der Gar­ten­vö­gel“
Von einem ruhi­gen Plätz­chen im Gar­ten oder vom Zim­mer­fens­ter aus wird von jeder Vogel­art die höchs­te Anzahl notiert, die im Lau­fe einer Stun­de ent­deckt wird. Die Beob­ach­tun­gen kön­nen online unter www.stundedergartenvoegel.de und mit der kos­ten­lo­sen NABU Vogel­füh­rer App gemel­det wer­den. Mel­de­schluss ist der 20. Mai. Die kos­ten­lo­se Ruf­num­mer zum Mel­den ist am 11. und 12. Mai, jeweils von 10 bis 18 Uhr geschal­tet: 0800 1157115. 

Aktu­el­le Zwi­schen­stän­de und ers­te Ergeb­nis­se sind ab dem ers­ten Zähl­tag auf www.stundedergartenvoegel.de abruf­bar und kön­nen mit ver­gan­ge­nen Jah­ren ver­gli­chen werden.

Wer schon vor der „Stun­de der Gar­ten­vö­gel“ spie­le­risch das Erken­nen von Arten üben will, kann dies mit dem neu­en Online-Lear­ning-Tool NABU Vogel­trai­ner unter www.vogeltrainer.de machen. Hier wer­den 15 häu­fi­ge Gar­ten­vö­gel vorgestellt.

„Schul­stun­de der Gar­ten­vö­gel“
Für klei­ne Vogel­ex­per­ten hat die NAJU die „Schul­stun­de der Gar­ten­vö­gel“ (6. bis 10. Mai) ins Leben geru­fen. Ein NAJU-Akti­ons­pa­ket ver­sorgt teil­neh­men­de Grup­pen und Klas­sen mit Zähl­kar­ten, einem „Vogel­büch­lein für die Hosen­ta­sche“ für jedes Kind, einem NAJU-Pos­ter, auf dem Kin­der die häu­figs­ten Vogel­ar­ten in Deutsch­lands Gär­ten und ihre Beson­der­hei­ten ken­nen­ler­nen, sowie einem Begleit­heft. Wei­te­re Infor­ma­tio­nen unterwww.NAJU.de/sdg.

Das Akti­ons­pa­ket „Schul­stun­de der Gar­ten­vö­gel“ kann gegen Ein­sen­dung eines Fünf-Euro-Scheins an NABU Nie­der­sach­sen, Stich­wort ‚Schul­stun­de‘, Allee­str. 36, 30167 Han­no­ver bestellt werden.

Ein Info­pa­ket zur „Stun­de der Gar­ten­vö­gel“ mit wei­te­ren Infor­ma­tio­nen samt Zähl­hil­fe und Gar­ten­vo­gel­por­träts ist eben­falls erhält­lich gegen einen Fünf-Euro-Schein an: NABU Nie­der­sach­sen, Stich­wort ‚Stun­de der Gar­ten­vö­gel‘, Allee­str. 36, 30167 Hannover.


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Erle­ben: Jede Men­ge Infos und Tipps zum Mit­ma­chen und Aus­pro­bie­ren. 

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  • Emp­foh­len vom NABU.
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EAN: 9783440161968
Art.-Nr.: 16196

Energie

Ver­brau­cher­zen­tra­le: Stel­lung­nah­me zur Gasumlage

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Trans­pa­renz und Fair­ness bei Gas­preis­wei­ter­ga­be gewährleisten

vzbv ver­öf­fent­licht Kurz­stel­lung­nah­me zum Ver­ord­nungs­ent­wurf zur Gas­um­la­ge nach §26 Ener­gie­si­che­rungs­ge­setz (EnSiG)

In einer Kurz­stel­lung­nah­me hat der Ver­brau­cher­zen­tra­le Bun­des­ver­band (vzbv) abso­lu­te Trans­pa­renz bei der Wei­ter­ga­be von Zusatz­kos­ten durch Ener­gie­lie­fe­ran­ten an die Endverbraucher:innen ein­ge­for­dert. Dies sei im Ent­wurf der Ver­ord­nung zur Gas­um­la­ge nach §26 EnSiG bis­her nicht geregelt.

Eben­falls müs­se die Ver­ord­nung sicher­stel­len, dass Unter­neh­men ent­spre­chend dem Anteil ihres Ver­brauchs an den umzu­le­gen­den Kos­ten betei­ligt wer­den. Eine Quer­fi­nan­zie­rung durch pri­va­te Haus­hal­te dür­fe es nicht geben.

In sei­ner Stel­lung­nah­me macht der vzbv kon­kre­te Vor­schlä­ge, wie Kos­ten trans­pa­rent und über­prüf­bar wei­ter­ge­ge­ben wer­den kön­nen, wel­che Kos­ten ein­zu­be­zie­hen sind und unter wel­chen Umstän­den Unter­neh­men Ersatz­an­sprü­che gegen­über ihren Lie­fe­ran­ten gel­tend machen müs­sen, um Zah­lun­gen aus der Gas­um­la­ge behal­ten zu dürfen.

Der vzbv fordert:

  • Die Wei­ter­ga­be der Kos­ten an die Endverbraucher:innen durch die Ener­gie­lie­fe­ran­ten muss abso­lut trans­pa­rent sein. Es muss klar wer­den, wel­che Preis­be­stand­tei­le aus wel­chen Grün­den an die Endverbraucher:innen wei­ter­ge­ge­ben werden.
  • Es darf kei­ne Quer­fi­nan­zie­rung von ener­gie­in­ten­si­ven Unter­neh­men
    durch die Grup­pe der pri­va­ten Verbraucher:innen geben. Unter­neh­men
    müs­sen ent­spre­chend dem Anteil ihres Ver­brauchs an den umzu­le­gen­den
    Kos­ten betei­ligt werden.
  • Endverbraucher:innen müs­sen so schnell wie mög­lich Klar­heit dar­über bekom­men, was wann auf sie zukommt. Nur so kön­nen sie die erfor­der­li­chen
    Vor­keh­run­gen (zum Bei­spiel ent­spre­chen­de Rück­la­gen) treffen.
  • Dar­über hin­aus ist uner­läss­lich, dass das erfor­der­li­che Hilfs­pa­ket spä­tes­tens mit der Umla­ge in Kraft tritt.
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News

GKV: Defi­zit in Höhe von 17 Mil­li­ar­den Euro. Bei­trags­er­hö­hun­gen geplant

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Das Kabi­nett hat einen Gesetz­ent­wurf beschlos­sen, mit dem die Bun­des­re­gie­rung die Finan­zen der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen (GKV) im kom­men­den Jahr sta­bi­li­siert. Zudem wird mit ers­ten struk­tu­rel­len Maß­nah­men eine Grund­la­ge zur mit­tel- und lang­fris­ti­gen Siche­rung einer soli­da­ri­schen und nach­hal­ti­gen Finan­zie­rung der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung gelegt.

Wir haben für das Jahr 2023 ein vor­aus­sicht­li­ches  vor­ge­fun­den. Mit dem im Gesetz­ent­wurf vor­ge­se­he­nen Maß­nah­men­pa­ket wird ein star­ker Anstieg der Zusatz­bei­trags­sät­ze im kom­men­den Jahr ver­hin­dert. Die finan­zi­el­len Las­ten wer­den auf die Kran­ken­kas­sen, den Bund,  Leis­tungs­er­brin­ger und die Bei­trags­zah­len­den ver­teilt. Der Bund leis­tet im Jahr 2023 einen ergän­zen­den Zuschuss in Höhe von 2 Mil­li­ar­den Euro und ver­gibt ein Dar­le­hen in Höhe von 1 Mil­li­ar­de Euro an den Gesund­heits­fonds. Mit einem kas­sen­über­grei­fen­den Soli­dar­aus­gleich wer­den Finanz­re­ser­ven der Kran­ken­kas­sen von rund 4 Mil­li­ar­den Euro zur Sta­bi­li­sie­rung der Bei­trags­sät­ze her­an­ge­zo­gen und zudem Mit­tel aus dem Gesund­heits­fonds in Höhe von 2,4 Mil­li­ar­den Euro.

Dazu erklärt Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Prof. Karl Lau­ter­bach: „Gera­de in Kri­sen­zei­ten geben die Sozi­al­sys­te­me der Bevöl­ke­rung Sicher­heit. Wir haben ein sehr gro­ßes Defi­zit in der Kran­ken­ver­si­che­rung vor­ge­fun­den. Und wir haben eine schwie­ri­ge Kri­se auf­grund des kata­stro­pha­len Krie­ges in der Ukrai­ne. Des­halb müs­sen mit der Reform alle Betei­lig­ten einen Bei­trag zur kurz­fris­ti­gen Sta­bi­li­sie­rung leis­ten. Dane­ben wer­den wir natür­lich wei­ter an lang­fris­ti­ger wir­ken­den Struk­tur­re­for­men mit dem Ziel aus­ge­gli­che­ner Finan­zen arbei­ten. Für den Kran­ken­haus­be­reich haben wir hier eine erst­klas­si­ge Kom­mis­si­on ein­ge­setzt, die extrem effi­zi­ent arbei­tet. Ins­ge­samt ist unser Ziel, dass die Gesetz­li­che Kran­ken­ver­si­che­rung erst­klas­sig bleibt. Ohne Abstri­che in der Ver­sor­gung. Und Leis­tungs­kür­zun­gen für Ver­si­cher­te blei­ben ausgeschlossen.“

 

 

Die Bestand­tei­le der GKV-Finanz­re­form:

Kon­kret sieht der Ent­wurf u.a. fol­gen­de Inhal­te vor: 

  • Finanz­re­ser­ven: Vor­han­de­ne Finanz­re­ser­ven der Kran­ken­kas­sen wer­den mit einem kas­sen­über­grei­fen­den Soli­dar­aus­gleich zur Sta­bi­li­sie­rung der Bei­trags­sät­ze her­an­ge­zo­gen. Zudem wird die Ober­gren­ze für die Liqui­di­täts­re­ser­ve des Gesund­heits­fonds hal­biert Durch die Hal­bie­rung der Ober­gren­ze für die Liqui­di­täts­re­ser­ve hal­biert und über­stei­gen­de Mit­tel kön­nen für höhe­re Zuwei­sun­gen an die Kran­ken­kas­sen genutzt wer­den, um die Finan­zie­rungs­lü­cke wei­ter zu schließen.
  • Bun­des­zu­schuss: Der bestehen­de Bun­des­zu­schuss zur GKV wird von 14,5 Mrd. Euro für 2023 um 2 Mrd. Euro erhöht.
  • Dar­le­hen Bund: Der Bund gewährt der GKV ein unver­zins­li­ches Dar­le­hen für 2023 von 1 Mrd. Euro an den Gesundheitsfonds.
  • Für das Jahr 2023 ist ein um 5 Pro­zent­punk­te erhöh­ter Her­stel­ler­ab­schlag ins­be­son­de­re für patent­ge­schütz­te Arz­nei­mit­tel vorgesehen.
  • Reform AMNOG: Mit­tel­fris­tig wir­ken­de struk­tu­rel­le Ände­run­gen der Preis­bil­dung von Arz­nei­mit­teln mit neu­en Wirk­stof­fen und ergän­zen­den Maß­nah­men zur Dämp­fung des Ausgabenanstiegs.
  • Erhö­hung des Apo­the­ken­ab­schlags von 1,77 Euro auf 2 Euro je Arz­nei­mit­tel­pa­ckung (auf zwei Jah­re befristet).
  • Das Preis­mo­ra­to­ri­um bei Arz­nei­mit­teln wird bis Ende 2026 verlängert. 
  • Kon­kre­ti­sie­rung der im Pfle­ge­bud­get berück­sich­ti­gungs­fä­hi­gen Berufsgruppen.
  • Die extra­bud­ge­tä­re Ver­gü­tung von ver­trags­ärzt­li­chen Leis­tun­gen gegen­über soge­nann­ten „Neu­pa­ti­en­ten“ für Ver­trags­ärz­te wird abgeschafft.
  • Begren­zung des Hono­rar­zu­wach­ses für Zahn­ärz­tin­nen und Zahnärzte.
  • Auch der Zusatz­bei­trag für die Bei­trags­zah­le­rin­nen und Bei­trags­zah­ler wird stei­gen. Auf Grund­la­ge der Ergeb­nis­se des GKV-Schät­zer­krei­ses im Herbst wird das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit den durch­schnitt­li­chen Zusatz­bei­trags­satz in der Gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung fest­le­gen. Eine Anhe­bung des Zusatz­bei­trags um 0,3 Pro­zent­punk­te ist der­zeit nicht unrealistisch.
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