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Preis für Strom und Gas steigt bei EWE zum 1. Oktober
- Beschaffungspreise für Strom und Gas an Energiemärkten legen weiterhin zu
- Krieg in Ukraine und weniger Gaslieferung durch Nordstream 1 treiben Gaspreis
- Weitere Kundenzuläufe machen Strom- und Gaseinkauf zu Höchstpreisen nötig
- Knapp 500.000 Kunden sind von Preisanhebung betroffen
- Geplante Umlage wird Gas noch teurer machen
Oldenburg, Strausberg, 3. August 2022. „Wie es sich schon aufgrund der Entwicklungen der letzten Wochen angekündigt hat, ist EWE zum 1. Oktober gezwungen, den Preis für Strom und Gas in der Grund- und Ersatzversorgung erneut anzuheben.“ Das erklärte der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler am Mittwoch vor Journalisten auf einer digitalen Pressekonferenz.
So zahlen EWE-Kunden ab Oktober für Strom pro Kilowattstunde brutto 37,81 Cent und damit 11,76 Cent mehr als heute. Der jährliche Grundpreis bleibt seit Januar 2021 unverändert. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden ergeben sich so Mehrkosten von gut 352 Euro im Jahr beziehungsweise rund 29 Euro im Monat. Diese Strompreisanhebung in der Grund- und Ersatzversorgung gilt jedoch nicht für Kundinnen und Kunden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weil EWE dort kein Stromgrundversorger ist.
Der Gaspreis steigt pro Kilowattstunde von aktuell brutto 13,17 Cent auf 14,99 Cent. Das entspricht einem Plus von 1,82 Cent und bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährliche Mehrkosten von 364 Euro, das sind pro Monat gut 30 Euro mehr. Der Grundpreis bleibt auch für Gas unverändert.
Betroffen sind von dieser Preisanpassung laut Oliver Bolay (Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH) insgesamt 375.000 Strom- und 110.000 Gaskunden der Grund- und Ersatzversorgung. Sie erhalten in Kürze von EWE auch ein persönliches Schreiben zur Preisanpassung.
Weiterhin Preisgarantie bei Laufzeitverträgen
Der Großteil der EWE Strom- und Gaskunden verfügt laut Bolay über so genannte Laufzeitverträge mit einer Preisgarantie von 12 oder 24 Monaten. „Sechs Wochen vor dem kundenindividuellen Ende der Laufzeit schreibt EWE diese Kunden jeweils an und bietet ihnen eine Verlängerung des Vertrages zu dem Preis, der dann für das jeweilige Laufzeitprodukt gilt, an. Das heißt, Kunden können sich den dann gültigen Preis wieder für zwölf Monate sichern“, so Bolay. Die Tarife für Produkte mit Preisgarantie passe EWE unterjährig etwa im Quartalsrhythmus an. Kunden, die ihr jetziges Laufzeitprodukt in Kürze zum dann aktuellen Tarif verlängerten, müssten sich jedoch beim Vergleich des neuen Tarifes mit dem Ausgangstarif von vor zwölf oder 24 Monaten auf erhebliche Preissprünge einstellen.
Die Gründe für die erneute Gaspreisanhebung erläutert Stefan Dohler wie folgt: „Die Preisdynamik auf dem Energiemarkt ist nach wie vor ungebrochen und die Preise gehen weiterhin deutlich nach oben, nicht zuletzt aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine und die nochmal reduzierten russischen Gasliefermengen durch die Pipeline Nordstream 1. Zur Wahrheit gehört: Putins Krieg ist auch ein Wirtschaftskrieg, der zu erheblicher Verknappung der Gasimporte führt und damit zu extrem hohen Preisen.“
Oliver Bolay nennt als Grund auch, dass EWE auch weiterhin sowohl beim Strom als auch beim Gas Kundenzuwachs zu verzeichnen hat bei gleichzeitig nur sehr geringen Kundenabgängen. „Das ist zwar ein Zeichen dafür, dass Kunden in der Krise auf sichere und stabile Energieversorger setzen. Es bedeutet aber auch, dass EWE für mehr Kunden als geplant Energie beschaffen muss und das zu den aktuell massiv hohen Preisen. Daraus resultiert diese Entwicklung, die für weiter steigende Preise für unsere Produkte sorgt.“
Sondersituation beim Strompreis
Beim Strom komme noch ein weiterer Aspekt hinzu: „EWE konnte zum 1. Juli eine bereits zu dem Zeitpunkt notwendige Strompreiserhöhung nicht vornehmen. Der Grund: Wegen der Reduzierung der EEG-Umlage zum 1. Juli hatte der Gesetzgeber eine Strompreiserhöhung zum selben Zeitpunkt ausgeschlossen. So ergibt sich jetzt für EWE zum 1. Oktober beim Strompreis eine stärkere Erhöhung“, so Oliver Bolay.
Erdgaspreis wird durch neue Gasumlage zukünftig noch weiter steigen
Dohler machte deutlich, dass gerade der Erdgaspreis noch weiter steigen wird, wenn nämlich die Bundesregierung die geplante Gasumlage gemäß Energiesicherungsgesetz einführt. „Die Umlage soll Energieimporteure entlasten, die bislang russisches Erdgas importiert haben und durch russische Lieferausfälle Ersatzmengen jetzt anderweitig zu deutlich höheren Preisen beschaffen müssen. Diese Mehrkosten werden durch die Gasumlage bundesweit auf alle Haushalte und Unternehmen umgewälzt, unabhängig von ihrer individuellen vertraglichen Situation“, erklärte Dohler. Die Politik wolle die Höhe der Umlage zeitnah bekannt geben und voraussichtlich zum 1. Oktober erheben. Sobald diese Informationen vorlägen, werde EWE seine Kunden dazu nochmal separat informieren.
Abschlagsbeträge rechtzeitig erhöhen, so viel Energie einsparen wie möglich
Stefan Dohler betonte, dass er die erneuten Preisanhebungen außerordentlich bedauere, dass EWE aber gezwungen sei, die preislichen Mehrbelastungen in Form einer weiteren Strom- und Gaspreisanhebung an seine Kunden weiterzugeben. „In dem Zusammenhang empfehle ich allen betroffenen Kunden dringend, ihren Abschlagsbetrag zu erhöhen, um dadurch eine Nachzahlung in der nächsten Rechnung zu vermeiden“, sagte Stefan Dohler.
Er betonte außerdem, dass EWE erhebliche Anstrengungen unternehme, um die Versorgungs-sicherheit der Region zu gewährleisten. „So plant EWE zum Beispiel, den geplanten LNG-Terminal in Wilhelmshaven unter anderem an EWE-Gasspeicher anzubinden“, sagte der EWE-Chef.
Auch machte Dohler auf die Notwendigkeit aufmerksam, dass Menschen gerade in diesen Zeiten versuchen sollten, so viel Energie wie möglich einzusparen. Alle Informationen zur Preiserhöhung und zum Energiesparen finden Kunden unter www.ewe.de/preise und unter www.ewe.de/energie-sparen
Meldung des Zählerstandes nicht notwendig
Eine Meldung des Zählerstandes ist EWE zufolge nicht erforderlich. EWE berücksichtigt die Preisanpassungen bei der nächsten Abrechnung, indem EWE die Verbrauchsmengen nach den alten und neuen Preisen anhand von statistisch erfassten Verbrauchsdaten aufteilt. Kunden, die EWE dennoch ihre Zählerstände mitteilen möchten, sollten dafür die digitalen Möglichkeiten nutzen, die EWE bietet, und zwar unter: www.ewe.de/preise
Weitere Information zur aktuellen Lage auf dem Gasmarkt finden Kunden unter www.ewe.de/gasversorgung-aktuell
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Beiräte in Leer werden neu gewählt: Kandidaten für Seniorenbeirat und Behindertenbeirat gesucht
Beiräte in Leer werden neu gewählt: Kandidaten für Behinderten- und Seniorenbeirat gesucht
In Leer stehen im Herbst zwei wichtige Wahlen an: Der Beirat für Menschen mit Behinderung der Stadt Leer und der Seniorenbeirat werden neu gewählt. Für beide Gremien werden Menschen gesucht, die sich ehrenamtlich engagieren und die Interessen verschiedener Bevölkerungsgruppen in der Stadt vertreten möchten.
Beirat für Menschen mit Behinderung: Engagierte Kandidaten gesucht
Für den Beirat für Menschen mit Behinderung werden Menschen gesucht, die schwerbehindert sind, ihren ersten Wohnsitz in Leer haben und Interesse an einer ehrenamtlichen Mitarbeit im Beirat mitbringen.
Der Beirat hat die wichtige Aufgabe, sich für die Interessen und Belange von Leeraner Einwohnerinnen und Einwohnern mit einer Behinderung einzusetzen. Ziel ist es, die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft zu stärken und einer möglichen Isolation entgegenzuwirken.
Wer sich für die Arbeit des Beirates interessiert oder Fragen zur Kandidatur hat, kann sich vorab bei der Vorsitzenden Andrea Rohe informieren.
Kontakt: Andrea Rohe
Telefon: 0491 / 9279848
E‑Mail: andrea.rohe@outlook.com
Informationsveranstaltung am 15. September
Wer an der Wahl teilnehmen oder selbst für den Beirat kandidieren möchte, muss dies bis Dienstag, 15. September 2026, anmelden.
Am selben Tag findet um 17 Uhr im Festsaal des Rathauses eine Informationsveranstaltung zur Arbeit und zur Wahl des Beirates für Menschen mit Behinderung statt. Dabei sollen sich auch mögliche Kandidatinnen und Kandidaten vorstellen.
Die Wahl des neuen Beirates ist für Dienstag, 6. Oktober 2026, am Nachmittag geplant. Die angemeldeten Wahlberechtigten werden rechtzeitig unter Angabe von Uhrzeit und Ort zur Zusammenkunft eingeladen.
Auch Vereine, Verbände und Organisationen, die Menschen mit Schwerbehinderung betreuen, können Delegierte zur Wahl entsenden. Für die Benennung dieser Delegierten steht ein entsprechender Vordruck zur Verfügung.
Alle wichtigen Informationen sowie die erforderlichen Vordrucke zur Anmeldung und zur Benennung von Delegierten sind online bei der Stadt Leer zu finden:
https://leer.de/beirat-für-menschen-mit-behinderung
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Seniorenbeirat vertritt seit mehr als 40 Jahren die Interessen älterer Menschen
Auch der Seniorenbeirat der Stadt Leer wird neu gewählt. Gesucht werden Menschen ab dem vollendeten 60. Lebensjahr, die ihren ersten Wohnsitz in Leer haben und sich ehrenamtlich für die Interessen älterer Einwohnerinnen und Einwohner einsetzen möchten.
Der Seniorenbeirat blickt dabei auf eine lange Tradition zurück. Seit mehr als 40 Jahren vertreten seine Mitglieder die Interessen der älteren Bevölkerung in Leer und setzen sich für deren Anliegen ein.
Auch Vereine, Organisationen und Gruppierungen, die eine aktive Seniorenarbeit anbieten, können sich an der Wahl beteiligen. Sie haben die Möglichkeit, jeweils zwei Delegierte zur Wahlversammlung zu entsenden.
Voraussetzungen für eine Kandidatur
Neben dem Mindestalter und dem ersten Wohnsitz in Leer gibt es für die Wählbarkeit weitere Voraussetzungen. Kandidatinnen und Kandidaten dürfen kein Mitglied des Rates der Stadt Leer oder des Kreistages des Landkreises Leer sein.
Zusätzlich zu den von Vereinen, Organisationen und Gruppierungen entsandten Delegierten können sich auch Einzelpersonen als Mitglied des Seniorenbeirates zur Wahl stellen.
Informationsveranstaltung am 17. September
Wer an der Wahl teilnehmen oder selbst für den Seniorenbeirat kandidieren möchte, kann dies bis Donnerstag, 17. September 2026, anmelden.
Ebenfalls am 17. September findet um 17 Uhr im Festsaal des Rathauses eine Informationsveranstaltung zur Arbeit und zur Wahl des Seniorenbeirates statt. Die Wahlkandidatinnen und ‑kandidaten sollen sich bei dieser Gelegenheit ebenfalls vorstellen.
Die Wahl der Mitglieder des neuen Seniorenbeirates ist für Donnerstag, 1. Oktober 2026, am Nachmittag geplant. Die angemeldeten Wahlberechtigten werden unter Angabe der genauen Uhrzeit und des Ortes der Zusammenkunft eingeladen.
Für Vereine, Organisationen und Gruppierungen, die aktive Seniorenarbeit anbieten, steht ein Vordruck zur Benennung von Delegierten zur Verfügung. Auch die Anmeldung zur Wahl des Seniorenbeirates kann über die bereitgestellten Unterlagen erfolgen.
Alle wichtigen Informationen und Vordrucke sind auf der Internetseite der Stadt Leer zu finden:
https://leer.de/seniorenbeirat
Ehrenamtliches Engagement für Leer
Mit den beiden Beiräten haben Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, sich aktiv in die Entwicklung der Stadt einzubringen und die Interessen älterer Menschen sowie von Menschen mit Behinderung zu vertreten. Wer sich ehrenamtlich engagieren möchte und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt, kann sich noch im September über die Arbeit der Gremien informieren und für eine Teilnahme an den Wahlen anmelden.
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Landesbühne Niedersachsen Nord in Leer startet neue Spielzeit 2026/27 mit „Der große Gatsby“
Gemeinsam für eine erfolgreiche neue Spielzeit: Landrat Matthias Groote, Intendant Olaf Strieb und Bürgermeister Claus-Peter Horst (von links) präsentieren den vielseitigen Spielplan der Landesbühne Niedersachsen Nord für die Saison 2026/27.
Neue Spielzeit der Landesbühne in Leer: Klassiker, moderne Stücke und große Unterhaltung
Mit dem Musical „Der große Gatsby“ startet am heutigen Freitag, 4. September 2026, die neue Spielzeit der Landesbühne Niedersachsen Nord in Leer. Im Theater an der Blinke erwartet das Publikum bis Juni 2027 ein abwechslungsreiches Programm mit Klassikern, zeitgenössischen Werken, modernen Inszenierungen und unterhaltsamen Produktionen.
„Der große Gatsby“ eröffnet die Spielzeit
Der Vorhang hebt sich am Freitag, 4. September 2026, für das Musical „Der große Gatsby“. Einlass im Theater an der Blinke ist ab 19 Uhr, Beginn der Vorstellung um 19.30 Uhr.
Der neue Spielplan wurde in dieser Woche bei einem Pressetermin im Rathaus gemeinsam von Intendant Olaf Strieb, Landrat Matthias Groote und Bürgermeister Claus-Peter Horst vorgestellt. Strieb machte dabei deutlich, dass die Landesbühne in der neuen Saison bewusst auf eine große stilistische Bandbreite setzt.
„Wir sind sehr breit aufgestellt“, sagte der Intendant. Neben bekannten Klassikern stehen zeitgenössische und moderne Stücke sowie Produktionen aus dem Bereich Unterhaltung auf dem Programm.
Zehn Stücke und ein Weihnachtsmärchen
Von September 2026 bis Juni 2027 stehen insgesamt zehn Stücke auf dem Spielplan. Hinzu kommt das Weihnachtsmärchen „Der Hoffnungsvogel“, das sich an Kinder ab sechs Jahren richtet und am 27. November gleich zweimal aufgeführt wird.
Eine Vorstellung ist bereits ausverkauft: Rund 1000 Schülerinnen und Schüler werden das Weihnachtsmärchen besuchen. Bürgermeister Claus-Peter Horst konnte diese positive Nachricht bereits zu Beginn des Pressetermins verkünden.
Von „Gatsby“ bis „Virginia Woolf“
Intendant Olaf Strieb stellte die einzelnen Produktionen auf seine bekannt kreative Art vor und machte dabei deutlich, wie unterschiedlich die Stücke in der kommenden Saison sind.
Den Auftakt bildet „Der große Gatsby“ mit viel Glanz und Glamour sowie einer „irre tollen Choreografie“. Die Musicalproduktion verspricht damit einen besonders opulenten Start in die neue Spielzeit.
Mit „Spatz & Engel“ folgt die Geschichte zweier außergewöhnlicher Künstlerinnen: Edith Piaf und Marlene Dietrich. Im Mittelpunkt stehen die höchst unterschiedlichen Diven und ihre Lebensgeschichten.
Ein weiterer Höhepunkt ist „Wer hat Angst vor Virginia Woolf?“. Strieb bezeichnete die Produktion als „Fest für vier Schauspielende“ und als „Verbalschlacht par excellence“. Das bekannte Stück verspricht entsprechend intensive Dialoge und große Schauspielkunst.
In „Heimsuchung“ wird wiederum ein Haus zum Mittelpunkt der Handlung. Über die Jahrzehnte hinweg verändert sich das Gebäude, während sich darin 14 Lebensgeschichten abspielen. Die Handlung reicht von den 1920er Jahren bis zur Wiedervereinigung. Eine zentrale Frage zieht sich dabei durch das Stück: „Was bleibt, wenn wir vergangen sind?“
Landesbühne erreicht wieder Vor-Corona-Niveau
Nicht nur der neue Spielplan gibt Anlass zur Freude. Auch die Besucherzahlen der Landesbühne haben sich ausgesprochen positiv entwickelt.
Rund 3700 Besucherinnen und Besucher sahen in der vergangenen Saison die zwölf Stücke der Landesbühne in Leer. Über das gesamte Spielgebiet hinweg kamen die Vorstellungen auf rund 96.000 Zuschauer.
Damit verzeichnete die Landesbühne ein Plus von fast sieben Prozent. Für Intendant Olaf Strieb ist diese Entwicklung besonders erfreulich: Das Vor-Corona-Niveau sei damit wieder erreicht worden.
Auch Landrat Matthias Groote, Bürgermeister Claus-Peter Horst und Intendant Olaf Strieb betonten die positive Entwicklung der Landesbühne und ihre Bedeutung für die Region.
Der Spielplan 2026/27 in Leer
Der große Gatsby – Freitag, 4. September 2026
Macbeth – Freitag, 25. September 2026
Marie Antoinette oder Kuchen für alle – Dienstag, 10. November 2026
Heimsuchung – Montag, 14. Dezember 2026
Das Feuerschiff – Mittwoch, 13. Januar 2027
Spatz und Engel – Donnerstag, 18. März 2027
Call me god – Mittwoch, 7. April 2027
Haimon (UA) – Mittwoch, 28. April 2027
Wer hat Angst vor Virginia Woolf? – Dienstag, 11. Mai 2027
Alibi (The murder of Roger Ackroyd) – Donnerstag, 3. Juni 2027
Das Weihnachtsmärchen „Der Hoffnungsvogel“ für Kinder ab sechs Jahren wird am 27. November 2026 zweimal aufgeführt.
Preise für die Spielzeit 2026/27
Bühnenpass: 10 Stücke für 140 Euro
Bühnenabenteuer: 5 Stücke nach Wahl für 70 Euro
Bühnenzauber: 3 Stücke nach Wahl für 45 Euro
Einzelticket: 18 Euro
Schüler und Studenten bis 25 Jahre sowie Schwerbehinderte ab 50 Prozent erhalten 50 Prozent Ermäßigung.
Karten und Beratung
Für Beratung und Verkauf ist der Fachdienst Kultur der Stadt Leer zuständig. Ansprechpartnerin ist Frau Ramm.
Telefon: 0491 / 97 82 242
E‑Mail: kultur@leer.de
Einzeltickets gibt es außerdem im Bürgerbüro der Stadt Leer, Schmiedestraße 7, in der Tourist-Information, Ledastraße 10, sowie im OZ Media Store, Mühlenstraße 57, in Leer.
Online-Tickets sind über www.reservix.de erhältlich.
Damit bietet die Landesbühne Niedersachsen Nord auch in der Spielzeit 2026/27 wieder ein vielseitiges Theaterprogramm für Leer und die Region – von großen Klassikern über moderne Theaterstoffe bis hin zu Musical und Unterhaltung.
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VW-Zukunftsplan beschlossen: Was wird aus dem Werk Emden?
VW-Zukunftsplan 2030 beschlossen: Was der Milliarden-Umbau für das Werk Emden bedeutet
Volkswagen stellt die Weichen für einen tiefgreifenden Konzernumbau. Der Aufsichtsrat hat den Zukunftsplan 2030 einstimmig beschlossen. Geplant sind Investitionen in Milliardenhöhe, weniger Modelle, schlankere Strukturen – und der Abbau von rund 50.000 Arbeitsplätzen weltweit. Besonders aufmerksam blickt Ostfriesland nach Wolfsburg: Für das Volkswagen-Werk Emden ist eine wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über das Jahr 2030 hinaus bislang nicht gesichert.
Wolfsburg/Emden. Der Aufsichtsrat der Volkswagen Group hat nach intensiven Beratungen den sogenannten Zukunftsplan 2030 einstimmig gebilligt. Damit soll die Transformation des Volkswagen-Konzerns deutlich beschleunigt werden. Vorstand, Marken, Gesellschaften und Arbeitnehmervertreter sollen den beschlossenen Kurs nun gemeinsam umsetzen.
Für die Region Ostfriesland hat die Entscheidung eine besondere Bedeutung. Das VW-Werk Emden gehört neben den Standorten Zwickau, Hannover und Neckarsulm zu den vier deutschen Werken, für die nach Angaben des Konzerns derzeit noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung für die Jahre 2031 bis 2034 gesichert ist. Gleichzeitig sollen weltweit rund 50.000 Stellen, einschließlich Stellen im Management, abgebaut werden.
Damit ist die Zukunft des Standorts Emden erneut eines der zentralen Themen im Volkswagen-Konzern.
Drei Milliardenbeträge für die Zukunft – aber auch massive Einschnitte
Volkswagen will trotz des harten Sparkurses in den kommenden Jahren einen dreistelligen Milliardenbetrag investieren. Das Geld soll unter anderem in neue Produkte, Technologien und künftige Wachstumsfelder fließen.
Konzernchef Oliver Blume bezeichnete die einstimmige Zustimmung des Aufsichtsrats als starkes Signal. Volkswagen müsse seine bekannten Marken attraktiver, stärker und wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig müsse der Konzern seine Kosten deutlich reduzieren und seine Strukturen effizienter aufstellen.
Das Ziel ist klar formuliert: Volkswagen will bis 2030 eine operative Umsatzrendite von neun Prozent erreichen. Bei einem geplanten Absatz von rund neun Millionen Fahrzeugen pro Jahr würde dies einem operativen Ergebnis von etwa 31 Milliarden Euro entsprechen.
Für den Planungszeitraum 2027 bis 2031 sind insgesamt rund 135 Milliarden Euro für Sachinvestitionen sowie Forschung und Entwicklung vorgesehen. Die einzelnen Investitions- und Entwicklungsprojekte sollen im üblichen Planungsprozess weiter konkretisiert und dem Aufsichtsrat erneut zur Entscheidung vorgelegt werden.

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VW will Modellangebot drastisch reduzieren
Ein wesentlicher Bestandteil des Zukunftsplans ist eine deutliche Vereinfachung des Produktprogramms.
Bis 2035 soll das Modellangebot um rund 50 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig soll die Angebotskomplexität sogar um etwa 75 Prozent sinken.
Volkswagen setzt künftig stärker auf weniger, dafür größere und stärker ausgelastete Modelle. Durch die Konzentration auf weniger Varianten sollen höhere Stückzahlen pro Modell, niedrigere Kosten und bessere Skaleneffekte erreicht werden.
Auch Plattformen, elektronische Architekturen, Fahrerassistenzsysteme und Software sollen stärker vereinheitlicht werden.
Effizienzprogramm über den gesamten Konzern
Mit einem konzernweiten Operational-Excellence-Programm will Volkswagen die Effizienz deutlich steigern. Dabei werden unter anderem die Bereiche Technische Entwicklung, Einkauf, Produktion, Qualität, Vertrieb und die Gemeinkosten betrachtet.
Ziel sind bessere Prozesse, schnellere Entscheidungen und eine höhere Wettbewerbsfähigkeit.
Auch die Führungsstrukturen sollen schlanker werden. Verantwortlichkeiten sollen klarer verteilt, Entscheidungswege verkürzt und Teams mit mehr Verantwortung ausgestattet werden.
Für Führungskräfte ist außerdem ein einheitlicheres Leistungs- und Bonussystem vorgesehen, das stärker auf Ergebnisse und den gemeinsamen Unternehmenserfolg ausgerichtet werden soll.
Volkswagen-Werk Emden: Zukunft nach 2030 bleibt offen
Für Emden ist vor allem eine Passage des Zukunftsplans von großer Bedeutung.
Volkswagen sieht innerhalb des Konzerns eine Überkapazität von rund 500.000 Fahrzeugen in Europa. Deshalb soll bis Ende Juni 2027 ein Konzept für eine langfristig wettbewerbsfähige Produktionsstruktur der europäischen Werke entwickelt werden.
Für vier Standorte ist derzeit jedoch noch keine wettbewerbsfähige Folgebelegung gesichert:
- Emden
- Zwickau
- Hannover
- Neckarsulm
Die Zeiträume für die offenen Zukunftsperspektiven liegen zwischen 2031 und 2034.
Für das VW-Werk Emden bedeutet dies: Eine konkrete wettbewerbsfähige Nachfolgeproduktion über den bisherigen Planungshorizont hinaus ist derzeit nicht abgesichert. Gleichzeitig sollen alternative Nutzungsmöglichkeiten der betroffenen Standorte geprüft werden.
Die Nachricht ist deshalb für Ostfriesland von erheblicher Bedeutung. Das VW-Werk ist nicht nur ein großer Arbeitgeber in Emden, sondern hat auch Auswirkungen auf zahlreiche Unternehmen und Arbeitsplätze in der Region.
Aktuelle Berichte bestätigen, dass Emden zu den vier besonders im Fokus stehenden deutschen Volkswagen-Standorten gehört.
Rund 50.000 Stellen sollen weltweit wegfallen
Neben den Veränderungen bei den Werken sieht der Zukunftsplan einen weiteren grundlegenden Personalabbau vor.
Volkswagen geht davon aus, dass weltweit zusätzlich zu bereits laufenden Programmen eine weitere Anpassung der Personalkapazitäten notwendig ist. Als Gründe nennt der Konzern den zunehmenden internationalen Wettbewerb, veränderte Nachfragestrukturen und den technologischen Wandel.
Insgesamt sieht der Zukunftsplan einen Abbau von rund 50.000 Stellen weltweit vor – einschließlich Managementpositionen.
Wie sich diese Zahl konkret auf einzelne Marken, Gesellschaften, Länder und Standorte verteilt, ist mit der jetzigen Entscheidung noch nicht festgelegt. Auch für Emden lässt sich aus der genannten Gesamtzahl daher noch keine konkrete Zahl für den Standort ableiten.
Niedersachsen fordert Perspektiven für die Standorte
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies sieht die Herausforderungen für Volkswagen und die gesamte deutsche Automobilindustrie ebenfalls als enorm an. Der internationale Wettbewerb habe sich deutlich verschärft.
Gleichzeitig müsse es nach seiner Auffassung einen gemeinsamen Weg geben, um die Transformation zu bewältigen. Investitionen in Zukunftsfähigkeit und Wettbewerbsfähigkeit seien notwendig, müssten aber mit langfristigen Perspektiven für die Standorte verbunden werden.
Die Politik müsse Volkswagen dabei unterstützen, unter anderem durch bessere Wettbewerbsbedingungen und eine Handelspolitik, die den Industriestandort Deutschland im internationalen Wettbewerb stärkt.
Gerade für Niedersachsen und Ostfriesland ist die Entwicklung von besonderer Bedeutung. Das Land Niedersachsen ist als Anteilseigner eng mit Volkswagen verbunden.
Arbeitnehmervertreter sehen weiterhin große Verantwortung
Auch die Arbeitnehmerseite betont die Bedeutung des jetzt beschlossenen Zukunftsplans.
Christiane Benner, stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende und Erste Vorsitzende der IG Metall, erklärte, man habe intensiv an Lösungen gearbeitet. Der Zukunftsplan sei gemeinsam mit Vorstand und Anteilseignern entwickelt worden.
Jetzt müsse es darum gehen, die entscheidenden Aufgaben anzugehen und Zukunftsszenarien für sämtliche Werke zu entwickeln.
Volkswagen trage als einer der größten Industriekonzerne eine besondere Verantwortung für seine Beschäftigten und ganze Regionen. Die Mitbestimmung müsse dabei weiterhin eine wichtige Rolle spielen.
Auch Gesamt- und Konzernbetriebsratschefin Daniela Cavallo sieht den Zukunftsplan als notwendig an, um Volkswagen erfolgreich in das kommende Jahrzehnt zu führen. Gleichzeitig müsse verhindert werden, dass die Beschäftigten die Last der Veränderungen einseitig tragen.
Aus Sicht des Betriebsrats gehören Beschäftigungssicherung und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zusammen. Beide Ziele seien keine Gegensätze, sondern könnten sich gegenseitig bedingen.
Für die Beschäftigten an allen Standorten sollen auf dieser Grundlage attraktive Modelle und langfristige Perspektiven entwickelt werden.
Nordamerika und China werden neu ausgerichtet
Der Volkswagen-Konzern will seine internationale Strategie ebenfalls verändern.
In Nordamerika soll der Schwerpunkt künftig stärker auf besonders profitablen Fahrzeugsegmenten liegen.
In China reagiert Volkswagen auf die veränderten Wachstumserwartungen des chinesischen Automobilmarktes. Gleichzeitig sollen die Exportaktivitäten in Richtung des sogenannten Global South ausgebaut werden.
Damit reagiert Volkswagen auf die erheblichen Veränderungen des internationalen Automobilmarktes und den zunehmenden Wettbewerbsdruck.
Konzernstruktur soll einfacher und schneller werden
Auch die Struktur des Volkswagen-Konzerns selbst soll sich verändern.
Der Vorstand soll ein Modell für eine weiterentwickelte Entscheidungs- und Konzernstruktur erarbeiten. Ziel sind technologische und weitere Synergien, geringere Kosten, klarere Verantwortlichkeiten sowie schnellere und effizientere Entscheidungen.
Außerdem soll der Aufsichtsrat seine Zustimmungsvorbehalte stärker auf Maßnahmen konzentrieren, die für den gesamten Konzern von wesentlicher Bedeutung sind. Die entsprechenden Schwellenwerte sollen an die übliche Praxis großer DAX-Unternehmen angepasst werden.
Auch das Beteiligungsportfolio von Volkswagen soll deutlich schlanker werden.
Nach den Vorgaben des Zukunftsplans sollen Beteiligungen und Geschäftsaktivitäten anhand ihres strategischen und wirtschaftlichen Beitrags zum Kerngeschäft überprüft werden. Das Beteiligungsportfolio soll um rund ein Drittel reduziert werden.
Nichtstrategische Aktivitäten sollen verkauft oder neu strukturiert werden. Auch der Immobilienbestand des Konzerns wird überprüft.
Ziel ist eine schlankere Konzernstruktur und eine effizientere Nutzung des vorhandenen Kapitals.
Was bedeutet der Beschluss für Emden?
Der einstimmige Beschluss des Aufsichtsrats bringt für Volkswagen zunächst Klarheit über die strategische Richtung. Für das VW-Werk Emden bedeutet er allerdings noch keine langfristige Standortgarantie.
Entscheidend wird sein, welche Produktionsstruktur Volkswagen für Europa entwickelt und welche Nachfolgeprodukte für die einzelnen Werke vorgesehen werden.
Bis spätestens Ende Juni 2027 soll das Konzept für eine wettbewerbsfähige europäische Produktionsstruktur vorliegen. Bis dahin dürfte die Frage nach der Zukunft des Emder Volkswagen-Werks deshalb eines der wichtigsten industriepolitischen Themen in Ostfriesland bleiben.
Parallel dazu sollen bereits laufende Maßnahmen fortgeführt und weitere Schritte unmittelbar eingeleitet werden. Dort, wo Vereinbarungen mit Arbeitnehmervertretern notwendig sind, sollen die zuständigen Gremien der Marken und Gesellschaften einbezogen und Gespräche zügig aufgenommen werden.
Der Konzernvorstand trägt die Gesamtverantwortung für die Umsetzung. Der Aufsichtsrat will den Prozess eng begleiten, regelmäßig informiert werden und sich dort beteiligen, wo Entscheidungen erforderlich sind.
Für Ostfriesland steht damit viel auf dem Spiel: Der Zukunftsplan 2030 soll Volkswagen international wieder wettbewerbsfähiger machen. Gleichzeitig bleibt die Frage offen, welche konkrete Zukunft das Werk Emden nach 2030 haben wird.
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