Lokal
Preis für Strom und Gas steigt bei EWE zum 1. Oktober
- Beschaffungspreise für Strom und Gas an Energiemärkten legen weiterhin zu
- Krieg in Ukraine und weniger Gaslieferung durch Nordstream 1 treiben Gaspreis
- Weitere Kundenzuläufe machen Strom- und Gaseinkauf zu Höchstpreisen nötig
- Knapp 500.000 Kunden sind von Preisanhebung betroffen
- Geplante Umlage wird Gas noch teurer machen
Oldenburg, Strausberg, 3. August 2022. „Wie es sich schon aufgrund der Entwicklungen der letzten Wochen angekündigt hat, ist EWE zum 1. Oktober gezwungen, den Preis für Strom und Gas in der Grund- und Ersatzversorgung erneut anzuheben.“ Das erklärte der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler am Mittwoch vor Journalisten auf einer digitalen Pressekonferenz.
So zahlen EWE-Kunden ab Oktober für Strom pro Kilowattstunde brutto 37,81 Cent und damit 11,76 Cent mehr als heute. Der jährliche Grundpreis bleibt seit Januar 2021 unverändert. Für einen Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.000 Kilowattstunden ergeben sich so Mehrkosten von gut 352 Euro im Jahr beziehungsweise rund 29 Euro im Monat. Diese Strompreisanhebung in der Grund- und Ersatzversorgung gilt jedoch nicht für Kundinnen und Kunden in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, weil EWE dort kein Stromgrundversorger ist.
Der Gaspreis steigt pro Kilowattstunde von aktuell brutto 13,17 Cent auf 14,99 Cent. Das entspricht einem Plus von 1,82 Cent und bedeutet bei einem Durchschnittsverbrauch von 20.000 Kilowattstunden jährliche Mehrkosten von 364 Euro, das sind pro Monat gut 30 Euro mehr. Der Grundpreis bleibt auch für Gas unverändert.
Betroffen sind von dieser Preisanpassung laut Oliver Bolay (Geschäftsführer der EWE Vertrieb GmbH) insgesamt 375.000 Strom- und 110.000 Gaskunden der Grund- und Ersatzversorgung. Sie erhalten in Kürze von EWE auch ein persönliches Schreiben zur Preisanpassung.
Weiterhin Preisgarantie bei Laufzeitverträgen
Der Großteil der EWE Strom- und Gaskunden verfügt laut Bolay über so genannte Laufzeitverträge mit einer Preisgarantie von 12 oder 24 Monaten. „Sechs Wochen vor dem kundenindividuellen Ende der Laufzeit schreibt EWE diese Kunden jeweils an und bietet ihnen eine Verlängerung des Vertrages zu dem Preis, der dann für das jeweilige Laufzeitprodukt gilt, an. Das heißt, Kunden können sich den dann gültigen Preis wieder für zwölf Monate sichern“, so Bolay. Die Tarife für Produkte mit Preisgarantie passe EWE unterjährig etwa im Quartalsrhythmus an. Kunden, die ihr jetziges Laufzeitprodukt in Kürze zum dann aktuellen Tarif verlängerten, müssten sich jedoch beim Vergleich des neuen Tarifes mit dem Ausgangstarif von vor zwölf oder 24 Monaten auf erhebliche Preissprünge einstellen.
Die Gründe für die erneute Gaspreisanhebung erläutert Stefan Dohler wie folgt: „Die Preisdynamik auf dem Energiemarkt ist nach wie vor ungebrochen und die Preise gehen weiterhin deutlich nach oben, nicht zuletzt aufgrund des Angriffskrieges auf die Ukraine und die nochmal reduzierten russischen Gasliefermengen durch die Pipeline Nordstream 1. Zur Wahrheit gehört: Putins Krieg ist auch ein Wirtschaftskrieg, der zu erheblicher Verknappung der Gasimporte führt und damit zu extrem hohen Preisen.“
Oliver Bolay nennt als Grund auch, dass EWE auch weiterhin sowohl beim Strom als auch beim Gas Kundenzuwachs zu verzeichnen hat bei gleichzeitig nur sehr geringen Kundenabgängen. „Das ist zwar ein Zeichen dafür, dass Kunden in der Krise auf sichere und stabile Energieversorger setzen. Es bedeutet aber auch, dass EWE für mehr Kunden als geplant Energie beschaffen muss und das zu den aktuell massiv hohen Preisen. Daraus resultiert diese Entwicklung, die für weiter steigende Preise für unsere Produkte sorgt.“
Sondersituation beim Strompreis
Beim Strom komme noch ein weiterer Aspekt hinzu: „EWE konnte zum 1. Juli eine bereits zu dem Zeitpunkt notwendige Strompreiserhöhung nicht vornehmen. Der Grund: Wegen der Reduzierung der EEG-Umlage zum 1. Juli hatte der Gesetzgeber eine Strompreiserhöhung zum selben Zeitpunkt ausgeschlossen. So ergibt sich jetzt für EWE zum 1. Oktober beim Strompreis eine stärkere Erhöhung“, so Oliver Bolay.
Erdgaspreis wird durch neue Gasumlage zukünftig noch weiter steigen
Dohler machte deutlich, dass gerade der Erdgaspreis noch weiter steigen wird, wenn nämlich die Bundesregierung die geplante Gasumlage gemäß Energiesicherungsgesetz einführt. „Die Umlage soll Energieimporteure entlasten, die bislang russisches Erdgas importiert haben und durch russische Lieferausfälle Ersatzmengen jetzt anderweitig zu deutlich höheren Preisen beschaffen müssen. Diese Mehrkosten werden durch die Gasumlage bundesweit auf alle Haushalte und Unternehmen umgewälzt, unabhängig von ihrer individuellen vertraglichen Situation“, erklärte Dohler. Die Politik wolle die Höhe der Umlage zeitnah bekannt geben und voraussichtlich zum 1. Oktober erheben. Sobald diese Informationen vorlägen, werde EWE seine Kunden dazu nochmal separat informieren.
Abschlagsbeträge rechtzeitig erhöhen, so viel Energie einsparen wie möglich
Stefan Dohler betonte, dass er die erneuten Preisanhebungen außerordentlich bedauere, dass EWE aber gezwungen sei, die preislichen Mehrbelastungen in Form einer weiteren Strom- und Gaspreisanhebung an seine Kunden weiterzugeben. „In dem Zusammenhang empfehle ich allen betroffenen Kunden dringend, ihren Abschlagsbetrag zu erhöhen, um dadurch eine Nachzahlung in der nächsten Rechnung zu vermeiden“, sagte Stefan Dohler.
Er betonte außerdem, dass EWE erhebliche Anstrengungen unternehme, um die Versorgungs-sicherheit der Region zu gewährleisten. „So plant EWE zum Beispiel, den geplanten LNG-Terminal in Wilhelmshaven unter anderem an EWE-Gasspeicher anzubinden“, sagte der EWE-Chef.
Auch machte Dohler auf die Notwendigkeit aufmerksam, dass Menschen gerade in diesen Zeiten versuchen sollten, so viel Energie wie möglich einzusparen. Alle Informationen zur Preiserhöhung und zum Energiesparen finden Kunden unter www.ewe.de/preise und unter www.ewe.de/energie-sparen
Meldung des Zählerstandes nicht notwendig
Eine Meldung des Zählerstandes ist EWE zufolge nicht erforderlich. EWE berücksichtigt die Preisanpassungen bei der nächsten Abrechnung, indem EWE die Verbrauchsmengen nach den alten und neuen Preisen anhand von statistisch erfassten Verbrauchsdaten aufteilt. Kunden, die EWE dennoch ihre Zählerstände mitteilen möchten, sollten dafür die digitalen Möglichkeiten nutzen, die EWE bietet, und zwar unter: www.ewe.de/preise
Weitere Information zur aktuellen Lage auf dem Gasmarkt finden Kunden unter www.ewe.de/gasversorgung-aktuell
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Lokal
Ulf Thiele besucht Wein Wolff: Ostfriesische Spirituosen treffen auf neue EU-Bürokratie
(von links) Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff, Landtagsabgeordneten Ulf Thiele und Destillateur Stefan Mennenga. Foto: Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Thiele bei Wein Wolff: Ostfriesische Tradition, neue Ideen – und zu viel Bürokratie
Leer, 26. August 2026. Wie entstehen neue Spirituosen, die zur Region und zum Geschmack der Menschen in Ostfriesland passen? Dieser Frage ist der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele bei einem Besuch des Leeraner Traditionsunternehmens Wein Wolff nachgegangen. Gemeinsam mit Geschäftsführer und Sommelier Jan Wolff sowie Destillateur Stefan Mennenga sprach Thiele über die Entwicklung neuer Produkte, regionale Geschmacksunterschiede und die Verbindung von jahrhundertealter Erfahrung mit neuen Ideen.
Dabei blieb es nicht bei der Theorie. Stefan Mennenga, der bei Wein Wolff neue Spirituosen entwickelt und bestehende Rezepturen weiterführt, gab Einblicke in die Arbeit mit Kräuterauszügen, Aromadestillaten und unterschiedlichen Ansätzen. Auch eine Verkostung gehörte zum Besuch.
„Hier steckt unglaublich viel Erfahrung, handwerkliches Können und Gespür für die Region in jeder Flasche. Besonders spannend fand ich, wie genau Jan Wolff und Stefan Mennenga wissen, welche Geschmacksrichtungen in Ostfriesland gefragt sind – und dass sich die Vorlieben teilweise sogar von Ort zu Ort unterscheiden“, sagte Thiele.
Spirituosen mit Geschichte und neuen Ideen
Die Herstellung eigener Spirituosen gehört seit Generationen zum Unternehmen. Einige Rezepturen werden bereits seit mehr als 100 Jahren verwendet und innerhalb der Familie weitergegeben. Gleichzeitig entstehen immer wieder neue Produkte und Produktlinien, die traditionelle ostfriesische Geschmacksrichtungen mit modernen Ideen verbinden.
Für Thiele zeigt sich darin, dass Tradition und Innovation kein Widerspruch sein müssen: „Wer seine Wurzeln kennt, kann daraus auch etwas Neues entwickeln.“
Wie tief diese Wurzeln reichen, wurde beim anschließenden Rundgang mit Jan Wolff durch das historische Haus Samson deutlich. Das Gebäude in der Leeraner Altstadt stammt im Kern aus dem 16. Jahrhundert. Neben dem Stammgeschäft und der Verwaltung befindet sich dort ein Museum mit einer umfangreichen Sammlung ostfriesischer Wohnkultur.
Seit 2007 befinden sich das Haus Samson und die Sammlung im Besitz der Hilke und Fritz Wolff Stiftung. Die weitläufigen, teilweise rund 400 Jahre alten Kellergewölbe unter den Häusern in der Rathausstraße werden bis heute zur Lagerung von Wein genutzt.
Wein Wolff: Seit 1800 in Leer
Die Geschichte des Unternehmens reicht bis in das Jahr 1800 zurück. Heute führt Jan Wolff den Familienbetrieb bereits in siebter Generation. Mehr als 1.000 verschiedene Weine gehören zum Sortiment. Hinzu kommen zahlreiche ostfriesische Spirituosen, die direkt in Leer hergestellt werden.
Produktion, Handel, Filialgeschäft und Online-Versand greifen dabei ineinander. Gerade diese Verbindung aus traditionsreichem Familienunternehmen und modernem Mittelstand war für Thiele ein wichtiger Anlass, neben den Produkten auch über die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen zu sprechen.
Neue EU-Regeln sorgen für zusätzliche Belastungen
Im Gespräch mit Jan Wolff ging es deshalb ausführlich um die zunehmenden Anforderungen durch europäische Regelungen für Handel und Online-Versand. Besonders im Mittelpunkt standen die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung (PPWR).
„Die EmpCo-Richtlinie gegen Greenwashing und die neue EU-Verpackungsverordnung stellen kleine Unternehmen, den Mittelstand und Versandhändler vor erhebliche zusätzliche Anforderungen. Mehr Verbraucherschutz und weniger Verpackungsmüll sind grundsätzlich richtige Ziele. Entscheidend ist jedoch, dass die Umsetzung rechtssicher, praxistauglich und mittelstandsfreundlich erfolgt“, erklärte Thiele.
Gerade kleine Betriebe und Online-Händler benötigten klare Regeln statt neuer Bürokratiefallen. „Wer Nachhaltigkeit ehrlich kommuniziert oder Waren ins EU-Ausland liefert, darf nicht durch unklare Vorgaben, zusätzliche Registrierungspflichten und Abmahnrisiken ausgebremst werden.“
EmpCo-Richtlinie: Strengere Vorgaben für Nachhaltigkeitswerbung
Mit der Umsetzung der EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 werden die Anforderungen an Umwelt- und Nachhaltigkeitsaussagen deutlich verschärft. Die neuen Regelungen sind ab dem 27. September 2026 anzuwenden.
Allgemeine Umweltaussagen wie „klimafreundlich“, „grün“ oder „nachhaltig“ werden künftig nur noch unter deutlich strengeren Voraussetzungen zulässig sein. Unternehmen müssen deshalb ihre Werbung, Produktinformationen, Verpackungen und Online-Auftritte überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
Aus Sicht Thieles ist insbesondere problematisch, dass für bereits produzierte Verpackungen und Warenbestände keine ausreichende rechtssichere Aufbrauch- oder Abverkaufsfrist vorgesehen ist.
„Es kann nicht nachhaltig sein, rechtmäßig produzierte Verpackungen oder sogar Waren vernichten zu müssen, nur weil sich zwischenzeitlich die gesetzlichen Anforderungen geändert haben. Deshalb unterstütze ich die Forderung nach einer mindestens einjährigen Abverkaufsfrist für vorhandene Bestände“, sagte Thiele.
Zudem müsse sichergestellt werden, dass etablierte unabhängige Verbrauchertests und seriöse Standards nicht unbeabsichtigt unter pauschale Verbote fallen oder neue Abmahnrisiken entstehen.
EU-Verpackungsverordnung bringt neue Pflichten für Online-Händler
Eine weitere Herausforderung sieht Thiele in der EU-Verpackungsverordnung (PPWR), die seit dem 12. August 2026 gilt. Insbesondere der grenzüberschreitende Versand bringt zusätzliche Pflichten mit sich.
Wer verpackte Waren unmittelbar an Endverbraucher in anderen EU-Mitgliedstaaten liefert, muss dort grundsätzlich die jeweiligen Vorgaben der erweiterten Herstellerverantwortung erfüllen und einen Bevollmächtigten benennen. Damit können zusätzliche Registrierungs‑, Melde- und Kostenpflichten verbunden sein.
Für kleine Online-Händler kann dieser Aufwand im Verhältnis zu wenigen Lieferungen in einzelne EU-Staaten erheblich sein. Im schlimmsten Fall könnte dadurch ein wirtschaftlicher Anreiz entstehen, Kunden in anderen Mitgliedstaaten gar nicht mehr zu beliefern.
„Wenn kleinere Online-Händler ihren Versand in andere EU-Staaten einstellen, weil sich einige wenige Pakete wegen der damit verbundenen Bürokratie nicht mehr rechnen, läuft etwas grundsätzlich falsch. Das widerspricht dem Gedanken des europäischen Binnenmarktes“, bekräftigte Thiele.
Er fordert deshalb eine schnelle mittelstandsfreundliche Korrektur. Dazu gehörten insbesondere eine deutlich einfachere Regelung der Bevollmächtigtenpflicht sowie sinnvolle Ausnahmen und Erleichterungen für kleine Unternehmen und geringe Versandmengen.
Thiele sucht direkt den Kontakt nach Brüssel
Im Anschluss an das Gespräch nahm Ulf Thiele direkt Kontakt mit den Abgeordneten des Europäischen Parlaments Jens Gieseke aus dem Emsland und David McAllister aus dem Landkreis Cuxhaven auf.
Beide versicherten, dass sich die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Europäischen Parlament und auch sie persönlich für eine schnelle Lösung einsetzen wollen. Ziel sei es, die von der Kommission in Kraft gesetzte Richtlinie schnellstmöglich außer Kraft zu setzen und anschließend mittelstandsfreundlich zu überarbeiten.
Die Folgewirkungen der jetzt in Kraft gesetzten EmpCo-Richtlinie seien nicht im Sinne der EVP-Fraktion und entsprächen nicht den politischen Vorgaben des Europäischen Parlaments.
„Solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten“
Für Ulf Thiele hat der Besuch bei Wein Wolff damit zwei Seiten des erfolgreichen Mittelstands sichtbar gemacht: auf der einen Seite jahrhundertealte Tradition, handwerkliches Können und regionale Verbundenheit, auf der anderen Seite Innovation, neue Produkte und moderne Vertriebswege.
„Hier wird seit mehr als zwei Jahrhunderten unternehmerische Tradition bewahrt und gleichzeitig ständig etwas Neues entwickelt. Genau solchen Betrieben sollten wir den Rücken freihalten. Europa muss ihnen den Zugang zum Binnenmarkt erleichtern – und darf ihn nicht mit neuer Bürokratie erschweren“, erklärte Thiele abschließend.
Wie und wo entstehen bei Wein Wolff eigentlich die vielen Kreationen neuer Spirituosen? Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) schaute hinter die Kulissen des ostfriesischen Traditionsunternehmens in der Leeraner Altstadt. Neue europäische Vorgaben erschweren allerdings den Handel im Binnenmarkt.
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Lokal
Polizeichef Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach 44 Jahren endet eine beeindruckende Laufbahn
Polizeipräsident de Vries (rechts) verabschiedete Thomas Memering in den Ruhestand
Thomas Memering geht in den Ruhestand: Nach fast 44 Jahren endet eine beeindruckende Polizeilaufbahn
Nach fast 44 Jahren im Dienst der Polizei Niedersachsen beginnt für den Leitenden Polizeidirektor Thomas Memering ein neuer Lebensabschnitt. Der 61-Jährige wurde im Rahmen einer Feierstunde am 24. August 2026 mit Wirkung zum 1. September 2026 in den Ruhestand verabschiedet. Fünf Jahre lang stand Memering an der Spitze der Polizeiinspektion Leer/Emden.
Die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden werden künftig kommissarisch von Polizeioberrätin Frida Sander geführt.
Thomas Memering: „Ich bin dankbar“
Bei seiner Verabschiedung stand vor allem ein Gefühl im Mittelpunkt: Dankbarkeit. „Ich bin dankbar dafür, dass ich 44 Jahre lang einen tollen Beruf ausüben durfte. Und ich bin dankbar dafür, dass ich so tolle Kolleginnen und Kollegen an meiner Seite haben durfte“, sagte Thomas Memering.
Gleichzeitig richtete er den Blick auf die tägliche Arbeit seiner Kolleginnen und Kollegen. „Sie leisten jeden Tag eine anspruchsvolle Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger. Ihre Aufgaben beinhalten ein großes Maß an Verantwortung, und gleichzeitig müssen Sie viel ertragen – sowohl körperlich als auch psychisch. Ich habe höchsten Respekt vor dem, was Sie jeden Tag leisten“, betonte der scheidende Leiter der Polizeiinspektion.
Seinen Kolleginnen und Kollegen gab Memering zum Abschied einen persönlichen Wunsch mit auf den Weg: „Ich wünsche Ihnen allen mindestens so viel Berufszufriedenheit, wie ich sie genießen durfte.“
Friedo de Vries würdigt beeindruckende Karriere
Auch Friedo de Vries, Präsident der Polizeidirektion Osnabrück, würdigte die langjährige Laufbahn von Thomas Memering in seiner Rede zur offiziellen Verabschiedung.
Memering blicke auf eine beeindruckende Karriere zurück. Rund 25 Jahre war er bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig. Darüber hinaus arbeitete er mehr als 25 Jahre in herausgehobenen Führungspositionen der Landespolizei.
Besonders die vergangenen fünf Jahre als Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden seien von einem dynamischen Wandel und zahlreichen Herausforderungen in der polizeilichen Arbeit geprägt gewesen. In dieser Zeit trug Memering Verantwortung für mehr als 350 Mitarbeitende und für die Sicherheit von rund 225.000 Menschen im Landkreis Leer und in der Stadt Emden.
De Vries hob dabei insbesondere Memerings große Erfahrung, seinen Wertekompass und seine Souveränität hervor. Er habe die Entwicklung der Polizeiinspektion verlässlich gestaltet. Zum Abschied bezeichnete de Vries Thomas Memering als ein „besonnenes und sehr geschätztes Urgestein unserer Führungscrew“.
Polizeilaufbahn begann 1982
Der berufliche Weg von Thomas Memering begann im Oktober 1982 an der Landespolizeischule Niedersachsen. Dort absolvierte er seine Ausbildung zum Polizeihauptwachtmeister.
Nach Abschluss seiner Ausbildung führte ihn seine Laufbahn unter anderem zur Wasserschutzpolizei in Emden, Oldenburg, Wilhelmshaven und Hannover. Insgesamt war Memering rund ein Vierteljahrhundert bei der Wasserschutzpolizei Niedersachsen tätig.
Eine weitere wichtige Station seiner Karriere war das Polizeikommissariat in Papenburg, das er sechs Jahre lang leitete.
Im Oktober 2017 übernahm Memering die Leitung des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Leer/Emden. Knapp vier Jahre später folgte der nächste Schritt: Im August 2021 übernahm er die Leitung der gesamten Polizeiinspektion Leer/Emden.
Damit stand er fünf Jahre lang an der Spitze der Inspektion und war für die polizeiliche Arbeit in der Stadt Emden sowie im Landkreis Leer verantwortlich.
Dank für 44 Jahre Einsatz
Die Polizeiinspektion Leer/Emden bedankte sich bei Thomas Memering ausdrücklich für sein langjähriges Engagement, seine Führungsarbeit und seinen Einsatz für die Menschen in der Region.
Mit dem Eintritt in den Ruhestand endet für den 61-Jährigen eine fast 44 Jahre dauernde Dienstzeit bei der Polizei Niedersachsen.
Für seinen neuen Lebensabschnitt wünscht die Polizeiinspektion Leer/Emden Thomas Memering vor allem Gesundheit, Zeit für Familie und Freunde sowie viele schöne Momente – fernab von Dienstplänen, Lagebesprechungen und Telefonkonferenzen.
Ab dem 1. September 2026 wird Polizeioberrätin Frida Sander die Dienstgeschäfte der Polizeiinspektion Leer/Emden kommissarisch führen.
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Freizeit
MS Dollard: Fährsaison 2026 endet am 3. Oktober – letzte Fahrten ab Ditzum, Emden und Delfzijl
Herbstbeginn mit der MS Dollard: Nur noch mittwochs und samstags über den Dollard
Noch zeigt sich der Sommer von seiner besten Seite – doch der Herbst steht bereits vor der Tür. Damit nähert sich auch das Ende der diesjährigen Fährsaison der MS Dollard. Ab kommender Woche fährt das Fahrgastschiff nur noch mittwochs und samstags auf der beliebten Route zwischen Ditzum, Emden und Delfzijl und wieder zurück.
Die Fährsaison endet am 3. Oktober 2026. Wer in diesem Jahr noch eine Schifffahrt über den Dollard mit einer Radtour oder einem Besuch in den Niederlanden verbinden möchte, hat damit nur noch wenige Gelegenheiten.
Mit der MS Dollard nach Delfzijl
Die Fahrt über die Meeresbucht Dollard bietet eine besondere Möglichkeit, eine Radtour mit einer Schifffahrt zu verbinden und gleichzeitig einen Abstecher zu den niederländischen Nachbarn zu unternehmen. Besonders interessant ist beispielsweise eine Fahrt am Mittwoch zum Markttag in Delfzijl.
Die Internationale Dollard Route als Veranstalterin weist darauf hin, dass die Fahrkarten für die Fährverbindungen direkt an Bord, bei den Tourist-Informationen oder online erhältlich sind.
Letzte Minikreuzfahrt von Ditzum nach Leer am 27. September
Eine besondere Gelegenheit bietet sich am 27. September 2026. Dann wird die letzte diesjährige „Minikreuzfahrt“ mit der MS Dollard von Ditzum nach Leer und zurück angeboten.
Viele Gäste nutzen das Angebot für eine kombinierte Schiffs- und Radtour. Das Schiff legt um 10 Uhr in Ditzum ab und nimmt Kurs auf Leer. Unterwegs passiert die MS Dollard unter anderem das Emssperrwerk, die Jann-Berghaus-Brücke und die Schleuse in Leer.
Gegen 12 Uhr erreicht das Schiff Leer. Dort bleibt rund drei Stunden Zeit, bevor es um 15 Uhr wieder zurück nach Ditzum geht. Die Ankunft in Ditzum ist gegen 17 Uhr vorgesehen.
Weitere Informationen zur Minikreuzfahrt gibt es auf der Internetseite der Internationalen Dollard Route.
Fährzeiten zwischen Ditzum, Emden und Delfzijl
Während der verbleibenden Fährsaison gelten folgende Anlege- und Abfahrtszeiten:
Vormittags:
- Ditzum ab: 8.30 Uhr
- Emden an: 9.10 Uhr
- Emden ab: 9.20 Uhr
- Delfzijl an: 10.40 Uhr
- Delfzijl ab: 10.50 Uhr
- Emden an: 12.10 Uhr
- Emden ab: 12.20 Uhr
- Ditzum an: 13.00 Uhr
Anschließend gibt es in Ditzum eine Pause von 1,5 Stunden.
Nachmittags:
- Ditzum ab: 14.30 Uhr
- Emden an: 15.10 Uhr
- Emden ab: 15.20 Uhr
- Delfzijl an: 16.40 Uhr
- Delfzijl ab: 16.50 Uhr
- Emden an: 18.10 Uhr
- Emden ab: 18.20 Uhr
- Ditzum an: 18.55 Uhr
Tickets für die MS Dollard
Fahrkarten für die Fährfahrten und die Minikreuzfahrt sind direkt an Bord, bei den Tourist-Informationen sowie online erhältlich.
Die letzte reguläre Fährfahrt der Saison findet am 3. Oktober 2026 statt. Die letzte Minikreuzfahrt zwischen Ditzum und Leer wird bereits am 27. September 2026 angeboten.
Weitere Informationen zur Dollardfähre und den Fahrten gibt es unter www.dollard-route.de/dollartfaehre. Informationen zur Minikreuzfahrt finden Interessierte unter www.dollard-route.de/minikreuzfahrt/. Online-Tickets sind unter https://bit.ly/dollardticketsbuchen erhältlich.
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