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Voll­sper­rung Brunnenstraße

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Auf­grund einer unvor­her­seh­ba­ren Stö­rung bei einer Lei­tungs­ver­le­gung, ist es erforderlich,
die Brun­nen­stra­ße, zwi­schen Müh­len­stra­ße und Refor­mier­ten Kirch­gang, für den
Kraft­fahr­zeug­ver­kehr voll zu sperren.
 
Die Voll­sper­rung ist für Frei­tag, den 16.04.2021 vor­ge­se­hen. Soweit es die Bauarbeiten
zulas­sen, kön­nen Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger die­sen Bereich passieren.
Die Umlei­tung erfolgt über den Har­de­wy­ke­n­steg, Onno-Klopp-Stra­ße und den Reformierten
Kirch­gang. Dazu wird die Zufahrt vom Refor­mier­ten Kirch­gang zur Brunnenstraße
zuge­las­sen.
 

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Leer als „was­ser­sen­si­ble Stadt der Zukunft“: Uni-Pro­jekt lie­fert wich­ti­ge Impulse

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Das Foto zeigt von links Stadt­bau­rat Jens Lüning, Kli­ma­schutz­ma­na­ge­rin Cin­dy Grätz, die Stu­den­tin­nen Luca Küh­ne, Jule Olde­wur­tel, Ilka Urban­ski, Arya Pat­tath und Lina Schu­mann sowie Pro­fes­sor Dr. Rai­ner Dani­el­zyk, Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler und Dozen­tin Johan­na Richter.

Die was­ser­sen­si­ble Stadt der Zukunft: Uni-Mas­ter­pro­jekt lie­fert weg­wei­sen­de Impul­se für Leer

Leer. Der Kli­ma­wan­del stellt Kom­mu­nen welt­weit vor mas­si­ve Her­aus­for­de­run­gen: Auf der einen Sei­te for­dern extre­me Stark­re­gen­er­eig­nis­se die städ­ti­sche Ent­wäs­se­rung her­aus, auf der ande­ren Sei­te ver­lan­gen lang­an­hal­ten­de Tro­cken­pe­ri­oden nach klu­gen Spei­cher­kon­zep­ten. Wie kann sich die Stadt Leer vor die­sem Hin­ter­grund zukunfts­si­cher und resi­li­ent aufstellen?

Mit genau die­ser Fra­ge haben sich Stu­den­tin­nen und Stu­den­ten der Gott­fried-Wil­helm-Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver inten­siv beschäf­tigt. Im Rah­men eines weg­wei­sen­den Mas­ter­pro­jekts im Stu­di­en­gang Umwelt- und Regio­nal­pla­nung ent­wi­ckel­ten die ange­hen­den Exper­ten eine maß­ge­schnei­der­te Was­ser­ma­nage­ment-Stra­te­gie für Leer. Ein Koope­ra­ti­ons­an­ge­bot, das die Stadt­ver­wal­tung dan­kend ange­nom­men hat­te. Nun wur­den die Ergeb­nis­se im Rat­haus präsentiert.


 

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Grün-blaue Infra­struk­tur: Der Abschied vom klas­si­schen Kanaldenken

Die zen­tra­len Erkennt­nis­se der Stu­die­ren­den basie­ren auf inter­na­tio­na­len Pra­xis­bei­spie­len. Das kla­re Cre­do für Leer lau­tet: Weg von der rei­nen Ablei­tung des Was­sers, hin zu einer was­ser­sen­si­blen Stadtplanung.

„Dezen­tra­le Ver­si­cke­rung ist der Trend“,

unter­strich Pro­fes­sor Dr. Rai­ner Dani­el­zyk, der das Pro­jekt gemein­sam mit der Dozen­tin Johan­na Rich­ter wis­sen­schaft­lich beglei­tet hat. Das Ziel ist eine soge­nann­te grün-blaue Infra­struk­tur, bei der Was­ser gezielt im Stadt­bild gehal­ten, gespei­chert oder ver­si­ckert wird, statt die Kana­li­sa­ti­on zu überlasten.

Für eine fun­dier­te Ana­ly­se arbei­te­ten die Stu­die­ren­den über meh­re­re Mona­te hin­weg mit hoch­prä­zi­sen Geo­da­ten. Zudem führ­ten sie zahl­rei­che Exper­ten­in­ter­views mit Schlüs­sel­ak­teu­ren der Regi­on – dar­un­ter die Stadt­ver­wal­tung, das Amt für Was­ser­wirt­schaft des Land­krei­ses, der Nie­der­säch­si­sche Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) sowie die Stadt­wer­ke. Das Resul­tat ist ein umfang­rei­cher Abschluss­be­richt mit kon­kre­ten Handlungsempfehlungen.


Die Kern­emp­feh­lun­gen: Natur­nah und vernetzt

Die Aus­ar­bei­tun­gen der Uni­ver­si­tät Han­no­ver zei­gen deut­lich, dass ein zukunfts­fä­hi­ges Was­ser­ma­nage­ment nicht an admi­nis­tra­ti­ven Gren­zen halt­ma­chen darf. Die Stu­die­ren­den beton­ten, wie ent­schei­dend eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen städ­ti­schen und länd­li­chen Gebie­ten sowie eine opti­mier­te Koor­di­nie­rung aller betei­lig­ten Akteu­re ist.

Die wich­tigs­ten Maß­nah­men im Überblick:

  • Natur­ba­sier­te Rück­hal­tung im Stra­ßen­bild: Regen­was­ser soll­te dort auf­ge­fan­gen wer­den, wo es fällt. Emp­foh­len wird die Inte­gra­ti­on von Grün­strei­fen, Bio­fil­tra­ti­ons­flä­chen, durch­läs­si­gen Pflas­te­run­gen und offe­nen Grä­ben direkt in den Straßenraum.

  • Kli­ma­re­si­li­en­te Stadt­vier­tel: Bei Neu­bau­ten und Quar­tiers­sa­nie­run­gen müs­sen Rück­hal­te­flä­chen sowie flä­chen­de­cken­de Ent­wäs­se­rungs- und Regen­was­ser­spei­cher­sys­te­me von vorn­her­ein mit­ge­dacht werden.

  • Digi­ta­le Inno­va­ti­on & Bür­ger­be­tei­li­gung: Die Bedeu­tung von Moni­to­ring und prä­zi­ser Risi­ko­be­wer­tung nimmt rasant zu. Hier schla­gen die Stu­die­ren­den den Ein­satz von Fern­sen­so­ren vor, die in Smart­phone-Anwen­dun­gen inte­griert wer­den könn­ten. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger könn­ten so aktiv Über­schwem­mun­gen oder die Regen­was­ser­qua­li­tät im Blick behalten.


Bür­ger im Boot: Vom pri­va­ten Gar­ten bis zur Aufklärung

Das Kon­zept setzt stark auf die Mit­hil­fe der Bevöl­ke­rung. Auch auf pri­va­ten Gar­ten­flä­chen schlum­mert gro­ßes Poten­zi­al, um Regen­was­ser dezen­tral zu ver­si­ckern oder über Zis­ter­nen zwi­schen­zu­spei­chern. Flan­kiert wer­den soll­te dies nach Ansicht der Pla­ner durch geziel­te Auf­klä­rungs­kam­pa­gnen zum The­ma Was­ser­ein­spa­rung, um das Bewusst­sein für die wert­vol­le Res­sour­ce im All­tag zu schärfen.


Direk­tes Fun­da­ment für das Klimafolgenanpassungskonzept

Im Leera­ner Rat­haus stie­ßen die Ergeb­nis­se auf gro­ße Reso­nanz. Stadt­bau­rat Jens Lüning und Klim­fol­gen­an­pas­sungs­ma­na­ge­rin Caro­lin Hei­ler dank­ten der stu­den­ti­schen Dele­ga­ti­on für die wert­vol­le und detail­rei­che Ausarbeitung.

Vie­le der vor­ge­schla­ge­nen Impul­se sind für die Stadt nicht neu, son­dern decken sich erfreu­li­cher­wei­se mit den bereits lau­fen­den Pla­nun­gen: Die Stadt Leer arbei­tet der­zeit inten­siv in Koope­ra­ti­on mit einem Gut­ach­ter­bü­ro an einem eige­nen Kli­ma­fol­gen­an­pas­sungs­kon­zept. Caro­lin Hei­ler ver­sprach, dass die wert­vol­len Ergeb­nis­se und Daten der Leib­niz-Uni­ver­si­tät Han­no­ver direkt in die­sen lau­fen­den Pro­zess ein­flie­ßen wer­den. Leer stellt damit die Wei­chen für eine kli­ma­ge­rech­te und was­ser­sen­si­ble Zukunft.

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Stil, Charme und Ben­zin: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 punk­tet mit purer Leidenschaft

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Stil­vol­le Ankunft am Etap­pen­ziel: Die Teil­neh­mer des Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 rol­len auf das his­to­ri­sche Gelän­de des Tam­mens­hofs in Bund­er­hee. Hier bot die Mit­tags­pau­se den per­fek­ten Rah­men für Ben­zin­ge­sprä­che, erst­klas­si­gen Ser­vice und das Knüp­fen neu­er Kon­tak­te inner­halb der regio­na­len Biker-Sze­ne. (Foto: Kat­rin Wien­berg Photography)

Stil­vol­ler Kor­so für den guten Zweck: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride Leer 2026 glänzt mit Cha­rak­ter und star­ker Spendenbilanz

Leer. Ein Hauch von klas­si­scher Ele­ganz, glän­zen­dem Chrom und der unver­kenn­ba­re Duft von Moto­ren­öl weh­ten ges­tern, am 17. Mai 2026, durch Leer. Mit viel Herz und Stil bewies die loka­le Motor­rad-Com­mu­ni­ty, dass ech­te Lei­den­schaft kei­ne lan­ge Anlauf­zeit braucht: Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride (DGR) Leer 2026 roll­te im Rah­men einer per­fekt genutz­ten Gele­gen­heit erfolg­reich für den guten Zweck durch Ostfriesland.


Der Auf­takt: Stil­vol­les Tref­fen bei „Schö­ne Aussichten“

Der Start­schuss fiel mor­gens ab 10:00 Uhr an der pas­send gewähl­ten Loca­ti­on Schö­ne Aus­sich­ten in Leer. Nach und nach fan­den sich die Fah­rer ein – getreu dem welt­wei­ten DGR-Kodex in feins­ter Tweed-Klei­dung, mit Wes­te, Kra­wat­te oder Fliege.

Ins­ge­samt ver­sam­mel­ten sich neun Gen­tle­men und eine Lady, um gemein­sam Flag­ge zu zei­gen. Auch wenn im Vor­feld ursprüng­lich 17 Anmel­dun­gen vor­la­gen, zieht die Orga­ni­sa­ti­on eine posi­ti­ve Bilanz: Ange­sichts der kur­zen Vor­be­rei­tungs­zeit und der eher durch­wach­se­nen Wet­ter­la­ge sind zehn enga­gier­te Teil­neh­mer ein schö­nes und wert­vol­les Ergeb­nis. Zum Ver­gleich: Beim letz­ten regu­lä­ren Ride vor zwei Jah­ren lag die Teil­neh­mer­zahl bei 32 Per­so­nen. Der gest­ri­ge Tag hat jedoch bewie­sen, dass die Lei­den­schaft für die Sache auch im klei­ne­ren Kreis unge­bro­chen ist.


Fahr­spaß für die Män­ner­ge­sund­heit: Der gute Zweck im Fokus

Der Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride ist längst eine welt­be­kann­te Insti­tu­ti­on. Die inter­na­tio­na­le Wohl­tä­tig­keits­ver­an­stal­tung ver­folgt das Ziel, welt­weit Spen­den und Auf­merk­sam­keit für die Män­ner­ge­sund­heit zu gene­rie­ren. Im Fokus ste­hen dabei ins­be­son­de­re die Erfor­schung und Bekämp­fung von Pro­sta­ta­krebs sowie die Unter­stüt­zung bei psy­chi­schen Erkran­kun­gen und der men­ta­len Gesund­heit.

Wich­tig zu beto­nen: Der Name täuscht kei­nes­wegs – bei die­sem Event sind neben den „Gen­tle­men“ aus­drück­lich auch Frau­en auf ihren klas­si­schen Maschi­nen herz­lich will­kom­men, wie die dies­jäh­ri­ge Teil­neh­mer­lis­te sym­pa­thisch unter Beweis stellte.


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Die Rou­te: Von Leer über Bund­er­hee zurück zum Hafen

Die gemein­sa­me Aus­fahrt erstreck­te sich über eine male­ri­sche Stre­cke von rund 50 bis 60 Kilo­me­tern durch Leer und das direk­te Umland. Das ers­te gro­ße Etap­pen­ziel war der his­to­ri­sche Tam­mens­hof in Bund­er­hee. Bei her­vor­ra­gen­dem Ser­vice nutz­te die Grup­pe die Mit­tags­pau­se für ein gemein­sa­mes Essen, inten­si­ven Aus­tausch und das Knüp­fen neu­er Kon­tak­te inner­halb der regio­na­len Biker-Szene.

Frisch gestärkt trat die Kolon­ne anschlie­ßend den Rück­weg an. Die Rou­te führ­te über Bun­de und Wee­ner zurück in Rich­tung Leer. Das fah­re­ri­sche Fina­le fand am Hafen und an der his­to­ri­schen Waa­ge statt, wo der Ride tra­di­tio­nell mit einem gemein­sa­men Grup­pen­fo­to gebüh­rend abge­schlos­sen wurde.

Start: Leer (Schöne Aussichten) 
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Etappenziel: Bunderhee (Tammenshof) – Mittagspause & Networking
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Rückweg: Über Bunde & Weener
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Ziel: Leer (Hafen & Waage) – Abschluss & Gruppenfoto

Star­ke Bilanz: Knapp 800 Euro Spen­den und loka­le Unterstützung

Obwohl der Media Award in die­sem Jahr auf­grund der zeit­na­hen Pla­nung etwas klei­ner aus­fiel als gewohnt, tat dies der Stim­mung kei­nen Abbruch. Das gemein­sa­me Fah­ren und der Dienst an der guten Sache stan­den ohne­hin im Vordergrund.

Das finan­zi­el­le Ergeb­nis kann sich eben­falls sehen las­sen: Ins­ge­samt wur­den knapp 800 Euro an Spen­den für die inter­na­tio­na­le Initia­ti­ve gesam­melt. Ein Erfolg, der ohne loka­le Unter­stüt­zung kaum denk­bar gewe­sen wäre. Als Haupt­spon­sor für Leer agier­te auch in die­sem Jahr die Spar­kas­se. Die­se För­de­rung ist essen­zi­ell, um die anfal­len­den orga­ni­sa­to­ri­schen Fix­kos­ten – wie bei­spiels­wei­se die behörd­li­chen Anmel­dun­gen oder die Bereit­stel­lung der Media Wall – ver­läss­lich zu decken.

Der DGR Leer 2026 hat gezeigt, dass die Kom­bi­na­ti­on aus stil­vol­ler Motor­rad­kul­tur und sozia­lem Enga­ge­ment in Ost­fries­land fest ver­an­kert ist – und dass mit gro­ßem Ein­satz auch kurz­fris­tig ein rund­um gelun­ge­nes Event auf die Bei­ne gestellt wer­den kann.

DGR Leer 2026 an der his­to­ri­schen Waa­ge: Die Teil­neh­mer im ele­gan­ten Tweed-Look beim Abschluss­fo­to im Muse­ums­ha­fen Leer. Das Event kom­bi­nier­te klas­si­sche Motor­rä­der mit stil­vol­ler Mode, um Spen­den für die Män­ner­ge­sund­heit zu sam­meln. (Bild: Kat­rin Wien­berg Photography)

Mehr Impres­sio­nen des Tages: Vie­le wei­te­re groß­ar­ti­ge Auf­nah­men von Kat­rin Wien­berg Pho­to­gra­phy und die schöns­ten Momen­te des gest­ri­gen Rides im Detail sind auf der Leera­ner Face­book­sei­te Wir Leera­ner zu fin­den. Ein Blick in die Gale­rie lohnt sich!

Mit Bei­fah­rer der beson­de­ren Art: Auch tie­ri­sche Unter­stüt­zung war beim gest­ri­gen Kor­so durch Ost­fries­land ver­tre­ten. Ein tie­risch gutes Duo beim Distin­gu­is­hed Gentleman’s Ride im Muse­ums­ha­fen Leer. (Bild: Kat­rin Wien­berg Photography)
Stil­ech­ter Auf­tritt: DGR-Teil­neh­mer Uwe Respon­dek vor dem Ban­ner am Muse­ums­ha­fen Leer. Wie alle Akteu­re nutz­te er die Kulis­se für ein Erin­ne­rungs­fo­to – ermög­licht durch den Haupt­spon­sor Spar­kas­se Leer­Witt­mund. (Foto: Kat­rin Wien­berg Photography)
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Die Grand Dame des Platt­deut­schen: Das Ver­mächt­nis von Wil­hel­mi­ne Siefkes

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Ein blei­ben­des Denk­mal für Leer: Der Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Platz. Als Wür­di­gung für eine der prä­gends­ten Per­sön­lich­kei­ten des 20. Jahr­hun­derts benann­te die Stadt Leer am 23. Sep­tem­ber 2011 fei­er­lich den Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Platz. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag

Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984)

Die bekann­te Leera­ner Schrift­stel­le­rin, Päd­ago­gin und christ­li­che Sozi­al­de­mo­kra­tin präg­te maß­geb­lich die nie­der­deut­sche Lite­ra­tur. Wäh­rend der NS-Zeit mit einem Ver­öf­fent­li­chungs­ver­bot belegt, schrieb sie unter dem Pseud­onym Wilm­ke Anners.

Ihr 1939 ver­öf­fent­lich­ter Roman Keerl­ke gilt als ihr Haupt­werk. Nach die­ser bekann­ten Roman­fi­gur ist heu­te der wich­tigs­te ost­frie­si­sche Preis für Ver­diens­te um die platt­deut­sche Spra­che benannt. Zudem wirk­te Sief­kes als lite­ra­ri­sche Über­set­ze­rin aus dem Nie­der­län­di­schen und Westfriesischen.

Stadt­füh­rung in Leer: Auf den Spu­ren von Wil­hel­mi­ne Siefkes

Erle­ben Sie eine Zeit­rei­se durch Leer: Am Sonn­tag, den 17. Mai 2026, lädt eine beson­de­re Stadt­füh­rung dazu ein, das beein­dru­cken­de Leben der Ehren­bür­ge­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984) ken­nen­zu­ler­nen. Die Tour fin­det im Rah­men der lan­des­wei­ten Initia­ti­ve „frau­en­OR­TE“ statt und beleuch­tet die Sta­tio­nen einer Frau, die als Autorin, Leh­re­rin und poli­ti­sche Vor­kämp­fe­rin Geschich­te schrieb.

Alle Infos zur Stadt­füh­rung auf einen Blick:

  • Ter­min: Sonn­tag, 17. Mai 2026, um 11:30 Uhr

  • Treff­punkt: Bahn­über­gang Bre­mer Stra­ße / Ecke Reimersstraße

  • Dau­er: ca. 1,5 Stunden

  • Kos­ten: 7,50 € pro Person

  • Ziel: Wilhelmine-Siefkes-Platz


Von der „Gol­de­nen Kuh“ in die Politik

Die Füh­rung nimmt Sie mit zu den wich­tigs­ten Lebens­sta­tio­nen der bekann­tes­ten Schrift­stel­le­rin Ostfrieslands.

  1. Das Geburts­haus: In der Rat­haus­stra­ße 9 (Haus „Gol­de­ne Kuh“) erblick­te Wil­hel­mi­ne Sief­kes 1890 das Licht der Welt. Das his­to­ri­sche Gebäu­de zählt zu den ältes­ten erhal­te­nen Häu­sern der Leera­ner Altstadt.

  2. Poli­ti­sches Erwa­chen: Als eine der ers­ten Frau­en in der Leera­ner Poli­tik stritt sie ab 1928 für die SPD und im „Volks­bo­ten“ gegen sozia­le Not und für die Rech­te der Arbeiterfamilien.

  3. Wider­stand und „Keerl­ke“: Auf­grund ihrer Wei­ge­rung, den Treue­eid auf die Natio­nal­so­zia­lis­ten zu leis­ten, ver­lor sie 1933 ihre Stel­le als Leh­re­rin. In die­ser schwe­ren Zeit ent­stand ihr berühm­tes­ter Roman „Keerl­ke“, ein Mei­len­stein der platt­deut­schen Literatur.

Die Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Schu­le in Leer: Ein Denk­mal der Bildungsgeschichte

Im Her­zen der Stadt Leer, an der König­stra­ße, steht ein beein­dru­cken­des Zeug­nis nord­deut­scher Schul­ar­chi­tek­tur: die Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Schu­le. Errich­tet in den Jah­ren 1852/53 als städ­ti­sches Schul­haus, spie­gelt der Bau die wech­sel­vol­le Bil­dungs- und Ver­wal­tungs­ge­schich­te der Regi­on wider. Seit 1984 steht das his­to­ri­sche Gebäu­de unter Denk­mal­schutz und trägt heu­te den Namen der Ehren­bür­ge­rin, Leh­re­rin und bedeu­ten­den Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Siefkes.

Vom Pro­gym­na­si­um zum moder­nen Medi­en­zen­trum. Die Nut­zung des Gebäu­des gleicht einer Zeit­rei­se durch die Insti­tu­tio­nen der Stadt Leer. Ursprüng­lich für die All­ge­mei­ne Städ­ti­sche Höhe­re Bür­ger­schu­le kon­zi­piert, beher­berg­te der Kom­plex zunächst das ört­li­che Pro­gym­na­si­um, aus dem um 1896 das König­li­che Gym­na­si­um und Real­gym­na­si­um her­vor­ging. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag

Als die­ses 1909 in den Neu­bau des heu­ti­gen Ubbo-Emmi­us-Gym­na­si­ums umzog, begann eine Pha­se mul­ti­pler Nut­zun­gen:

Frü­hes 20. Jahr­hun­dert: Ein­zug der Hand­wer­ker­schu­le und der Prä­pa­ran­den­an­stalt.
Ab 1929: Nut­zung als Finanz­amt der Stadt.
Nach dem Zwei­ten Welt­krieg: Funk­ti­on als Berufs­schu­le.
Ab 1967: Sitz der katho­li­schen Lud­ge­ri­schu­le.
Spä­te­re Moder­ne: Nut­zung durch die Volks­hoch­schu­le (VHS).
Heu­te schlägt das his­to­ri­sche Gemäu­er eine Brü­cke in die Moder­ne. Neben der Funk­ti­on als Kreis­me­di­en­zen­trum bie­tet das Gebäu­de Raum für sozia­le Infra­struk­tur und dient als Stand­ort für eine vor­läu­fi­ge Kin­der­ta­ges­stät­te. Damit bleibt die ehe­ma­li­ge Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Schu­le auch ohne akti­ven Regel­schul­be­trieb ein leben­di­ger Ort des Ler­nens und der Gemein­schaft im Stadt­bild von Leer.
Gedenk­ta­fel an der his­to­ri­schen Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Schu­le. Die Ehren­ta­fel an der König­stra­ße 33 erin­nert an das tra­di­ti­ons­rei­che Gebäu­de aus den Jah­ren 1852/53, das heu­te den Namen der Leera­ner Ehren­bür­ge­rin trägt. 
Seit 1984 steht das his­to­ri­sche Gebäu­de unter Denk­mal­schutz und trägt heu­te den Namen der Ehren­bür­ge­rin, Leh­re­rin und bedeu­ten­den Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Siefkes.

Ein Ver­mächt­nis, das bleibt

Nach dem Krieg wid­me­te sich Wil­hel­mi­ne Sief­kes ganz der Lite­ra­tur und der Hei­mat­pfle­ge. Für ihr Wir­ken erhielt sie unter ande­rem das Bun­des­ver­dienst­kreuz und die Ehren­bür­ger­schaft der Stadt Leer.

Die Stadt­füh­rung macht die­ses Erbe greif­bar. Sie führt von den engen Gas­sen der Alt­stadt bis hin zu ihrem lang­jäh­ri­gen Wohn­sitz am Gro­ßen Olde­kamp. Ent­de­cken Sie, war­um Wil­hel­mi­ne Sief­kes bis heu­te als eine der inter­es­san­tes­ten Per­sön­lich­kei­ten des 20. Jahr­hun­derts in Ost­fries­land gilt.


Die Tour endet am Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Platz, unweit des Was­ser­turms – ein idea­ler Ort, um den Spa­zier­gang durch das his­to­ri­sche Leer aus­klin­gen zu lassen.

Gedenk­ta­feln am Geburts­haus in der Rat­haus­stra­ße
Die Tafeln an der Fas­sa­de des Hau­ses „Gol­de­ne Kuh“ wei­sen auf die his­to­ri­sche Bedeu­tung des Gebäu­des hin. Hier wur­de im Jahr 1890 die spä­te­re Leera­ner Ehren­bür­ge­rin und Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes gebo­ren. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag
Das Geburts­haus in der Leera­ner Alt­stadt
In der Rat­haus­stra­ße 9, dem geschichts­träch­ti­gen Haus „Gol­de­ne Kuh“, erblick­te Wil­hel­mi­ne Sief­kes im Jahr 1890 das Licht der Welt. Das his­to­ri­sche Gebäu­de zählt zu den ältes­ten erhal­te­nen Wohn­häu­sern im his­to­ri­schen Stadt­kern von Leer. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag
Eine Gedenk­ta­fel erin­nert seit­her an die renom­mier­te Autorin der Initia­ti­ve „frau­en­OR­TE Nie­der­sach­sen“. Im angren­zen­den Wohn­haus (Gro­ßer Olde­kamp 2) leb­te und wirk­te Wil­hel­mi­ne Sief­kes von 1933 bis zu ihrem Tod im Jahr 1984. Nach­dem das ursprüng­li­che Gebäu­de durch einen Bom­ben­an­griff zer­stört wor­den war, errich­te­ten Herr Loquard und ihr lang­jäh­ri­ger Weg­ge­fähr­te Lou­is The­le­mann die Dop­pel­haus­hälf­te in den Jah­ren 1943/44 neu. Wäh­rend der Bau­pha­se fand die Gemein­schaft vor­über­ge­hend Zuflucht in der Fabri­ci­us­stra­ße 14. Mit dem Platz und der Ehren­ta­fel hält die Stadt Leer das Ver­mächt­nis die­ser außer­ge­wöhn­li­chen Frau­en­per­sön­lich­keit für nach­fol­gen­de Gene­ra­tio­nen leben­dig. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag
Die letz­te Ruhe­stät­te einer bedeu­ten­den Stim­me Ost­fries­lands
Am 28. August 1984 ver­starb die Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes im Alter von 94 Jah­ren fried­lich in ihrem Arbeits­zim­mer im Gro­ßen Olde­kamp 2 in Leer. Das Foto zeigt das Fami­li­en­grab auf dem luthe­ri­schen Fried­hof an der Heis­fel­der Stra­ße, wo sie ihre letz­te Ruhe fand. Wäh­rend der Beer­di­gungs­fei­er sprach die bekann­te Lyri­ke­rin Gre­ta Scho­on aus Spet­zer­fehn ein Gedicht aus der Feder von Wil­hel­mi­ne Sief­kes. Foto: Ingo Ton­sor @LeserECHO-Verlag
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Blaulicht

Lebens­ge­fähr­lich ver­letzt: Woh­nungs­brand löst Groß­ein­satz aus — wei­te­re Meldungen

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sonn­tag, den 17.05.2026     Woh­nungs­brand ++ Belei­di­gung gegen Ein­satz­kräf­te ++ Trun­ken­heit im Ver­kehr...

Freizeit

Hand­le­sha­fen Leer

Moder­ne Archi­tek­tur trifft Tra­di­ti­on: Die Nes­se­brü­cke und das Haus „LEDA“ in Leer Ost­fries­land. Foto: Ingo Ton­sor @ Lese­r­ECHO-Ver­lag Mari­ti­mes Flair...

Veranstaltung

Hei­mat­mu­se­um Leer: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2026: Muse­en mit Freu­de entdecken

Kos­ten­los am 17. Mai: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, 17. Mai 2026, lädt das Hei­mat­mu­se­um Leer zum Inter­na­tio­na­len...

Lokal

Die Grand Dame des Platt­deut­schen: Das Ver­mächt­nis von Wil­hel­mi­ne Siefkes

Ein blei­ben­des Denk­mal für Leer: Der Wil­hel­mi­ne-Sief­kes-Platz. Als Wür­di­gung für eine der prä­gends­ten Per­sön­lich­kei­ten des 20. Jahr­hun­derts benann­te die Stadt...

Blaulicht

Poli­zei­mel­dun­gen vom 16.05.2026: Ein­bruch & Kennzeichendiebstahl

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden für Sams­tag, 16.05.2026     Ein­bruch in leer­ste­hen­des Wohn­haus mit Zeugensuche++Kennzeichendiebstahl mit Zeugensuche   Wes­t­ov­er­le­din­gen...

Blaulicht

Gefahr­gut-Ein­satz unter Real­be­din­gun­gen: Feu­er­weh­ren pro­ben den Ernst­fall in Diele

Gefahr­gut und Men­schen­ret­tung: Feu­er­weh­ren pro­ben den Ernst­fall in Diele Am Sams­tag­mor­gen absol­vier­ten die Frei­wil­li­gen Feu­er­weh­ren Ober­rhei­der­land und Ween­er­moor eine umfang­rei­che und...

Lokal

Kitz­ret­tung Moorm­er­land: Erfolg­rei­cher Sai­son­start & Helferaufruf

Wäh­rend der dich­te Nebel noch über den Wie­sen von Moorm­er­land liegt und die ers­te Mor­gen­son­ne den Hori­zont färbt, sind unse­re...

Lokal

Kon­do­lenz­buch für Ehren­bür­ger Albrecht Wein­berg eingerichtet

In stil­lem Geden­ken an Albrecht Wein­berg: Das Online-Kon­do­lenz­buch ist ab sofort geöff­net; ab dem 19. Mai liegt zudem ein Buch...

Lokal

Land­rats­wahl 2026: Wich­ti­ge Frist für Wahl­vor­schlä­ge vorgezogen

Land­rats­wahl 2026: Wich­ti­ge Frist­än­de­rung für Wahlvorschläge Im Hin­blick auf die kom­men­den Kom­mu­nal­wah­len am 13. Sep­tem­ber 2026 erge­ben sich für die...

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Zwei Tage Aus­nah­me­zu­stand: Flachs­meer freut sich auf sein Schüt­zen­fest mit gro­ßem Festumzug

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