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Preis für Strom und Gas steigt bei EWE zum 1. Oktober

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  • Beschaf­fungs­prei­se für Strom und Gas an Ener­gie­märk­ten legen wei­ter­hin zu
  • Krieg in Ukrai­ne und weni­ger Gas­lie­fe­rung durch Nord­stream 1 trei­ben Gaspreis
  • Wei­te­re Kun­den­zu­läu­fe machen Strom- und Gas­ein­kauf zu Höchst­prei­sen nötig
  • Knapp 500.000 Kun­den sind von Preis­an­he­bung betroffen
  • Geplan­te Umla­ge wird Gas noch teu­rer machen

 

Olden­burg, Straus­berg, 3. August 2022. „Wie es sich schon auf­grund der Ent­wick­lun­gen der letz­ten Wochen ange­kün­digt hat, ist EWE zum 1. Okto­ber gezwun­gen, den Preis für Strom und Gas in der Grund- und Ersatz­ver­sor­gung erneut anzu­he­ben.“ Das erklär­te der EWE-Vor­stands­vor­sit­zen­de Ste­fan Doh­ler am Mitt­woch vor Jour­na­lis­ten auf einer digi­ta­len Pressekonferenz.

 So zah­len EWE-Kun­den ab Okto­ber für Strom pro Kilo­watt­stun­de brut­to 37,81 Cent und damit 11,76 Cent mehr als heu­te. Der jähr­li­che Grund­preis bleibt seit Janu­ar 2021 unver­än­dert. Für einen Durch­schnitts­haus­halt mit einem Jah­res­ver­brauch von 3.000 Kilo­watt­stun­den erge­ben sich so Mehr­kos­ten von gut 352 Euro im Jahr bezie­hungs­wei­se rund 29 Euro im Monat. Die­se Strom­preis­an­he­bung in der Grund- und Ersatz­ver­sor­gung gilt jedoch nicht für Kun­din­nen und Kun­den in Bran­den­burg und Meck­len­burg-Vor­pom­mern, weil EWE dort kein Strom­grund­ver­sor­ger ist.

 Der Gas­preis steigt pro Kilo­watt­stun­de von aktu­ell brut­to 13,17 Cent auf 14,99 Cent. Das ent­spricht einem Plus von 1,82 Cent und bedeu­tet bei einem Durch­schnitts­ver­brauch von 20.000 Kilo­watt­stun­den jähr­li­che Mehr­kos­ten von 364 Euro, das sind pro Monat gut 30 Euro mehr. Der Grund­preis bleibt auch für Gas unverändert.

Betrof­fen sind von die­ser Preis­an­pas­sung laut Oli­ver Bolay (Geschäfts­füh­rer der EWE Ver­trieb GmbH) ins­ge­samt 375.000 Strom- und 110.000 Gas­kun­den der Grund- und Ersatz­ver­sor­gung. Sie erhal­ten in Kür­ze von EWE auch ein per­sön­li­ches Schrei­ben zur Preisanpassung.

Wei­ter­hin Preis­ga­ran­tie bei Laufzeitverträgen

Der Groß­teil der EWE Strom- und Gas­kun­den ver­fügt laut Bolay über so genann­te Lauf­zeit­ver­trä­ge mit einer Preis­ga­ran­tie von 12 oder 24 Mona­ten. „Sechs Wochen vor dem kun­den­in­di­vi­du­el­len Ende der Lauf­zeit schreibt EWE die­se Kun­den jeweils an und bie­tet ihnen eine Ver­län­ge­rung des Ver­tra­ges zu dem Preis, der dann für das jewei­li­ge Lauf­zeit­pro­dukt gilt, an. Das heißt, Kun­den kön­nen sich den dann gül­ti­gen Preis wie­der für zwölf Mona­te sichern“, so Bolay. Die Tari­fe für Pro­duk­te mit Preis­ga­ran­tie pas­se EWE unter­jäh­rig etwa im Quar­tals­rhyth­mus an. Kun­den, die ihr jet­zi­ges Lauf­zeit­pro­dukt in Kür­ze zum dann aktu­el­len Tarif ver­län­ger­ten, müss­ten sich jedoch beim Ver­gleich des neu­en Tari­fes mit dem Aus­gangs­ta­rif von vor zwölf oder 24 Mona­ten auf erheb­li­che Preis­sprün­ge einstellen.

Die Grün­de für die erneu­te Gas­preis­an­he­bung erläu­tert Ste­fan Doh­ler wie folgt: „Die Preis­dy­na­mik auf dem Ener­gie­markt ist nach wie vor unge­bro­chen und die Prei­se gehen wei­ter­hin deut­lich nach oben, nicht zuletzt auf­grund des Angriffs­krie­ges auf die Ukrai­ne und die noch­mal redu­zier­ten rus­si­schen Gas­lie­fer­men­gen durch die Pipe­line Nord­stream 1. Zur Wahr­heit gehört: Putins Krieg ist auch ein Wirt­schafts­krieg, der zu erheb­li­cher Ver­knap­pung der Gasim­por­te führt und damit zu extrem hohen Preisen.“

Oli­ver Bolay nennt als Grund auch, dass EWE auch wei­ter­hin sowohl beim Strom als auch beim Gas Kun­den­zu­wachs zu ver­zeich­nen hat bei gleich­zei­tig nur sehr gerin­gen Kun­den­ab­gän­gen. „Das ist zwar ein Zei­chen dafür, dass Kun­den in der Kri­se auf siche­re und sta­bi­le Ener­gie­ver­sor­ger set­zen. Es bedeu­tet aber auch, dass EWE für mehr Kun­den als geplant Ener­gie beschaf­fen muss und das zu den aktu­ell mas­siv hohen Prei­sen. Dar­aus resul­tiert die­se Ent­wick­lung, die für wei­ter stei­gen­de Prei­se für unse­re Pro­duk­te sorgt.“

Son­der­si­tua­ti­on beim Strompreis

Beim Strom kom­me noch ein wei­te­rer Aspekt hin­zu: „EWE konn­te zum 1. Juli eine bereits zu dem Zeit­punkt not­wen­di­ge Strom­preis­er­hö­hung nicht vor­neh­men. Der Grund: Wegen der Redu­zie­rung der EEG-Umla­ge zum 1. Juli hat­te der Gesetz­ge­ber eine Strom­preis­er­hö­hung zum sel­ben Zeit­punkt aus­ge­schlos­sen. So ergibt sich jetzt für EWE zum 1. Okto­ber beim Strom­preis eine stär­ke­re Erhö­hung“, so Oli­ver Bolay.

Erd­gas­preis wird durch neue Gas­um­la­ge zukünf­tig noch wei­ter steigen

Doh­ler mach­te deut­lich, dass gera­de der Erd­gas­preis noch wei­ter stei­gen wird, wenn näm­lich die Bun­des­re­gie­rung die geplan­te Gas­um­la­ge gemäß Ener­gie­si­che­rungs­ge­setz ein­führt. „Die Umla­ge soll Ener­gie­im­por­teu­re ent­las­ten, die bis­lang rus­si­sches Erd­gas impor­tiert haben und durch rus­si­sche Lie­fer­aus­fäl­le Ersatz­men­gen jetzt ander­wei­tig zu deut­lich höhe­ren Prei­sen beschaf­fen müs­sen. Die­se Mehr­kos­ten wer­den durch die Gas­um­la­ge bun­des­weit auf alle Haus­hal­te und Unter­neh­men umge­wälzt, unab­hän­gig von ihrer indi­vi­du­el­len ver­trag­li­chen Situa­ti­on“, erklär­te Doh­ler. Die Poli­tik wol­le die Höhe der Umla­ge zeit­nah bekannt geben und vor­aus­sicht­lich zum 1. Okto­ber erhe­ben. Sobald die­se Infor­ma­tio­nen vor­lä­gen, wer­de EWE sei­ne Kun­den dazu noch­mal sepa­rat informieren.

Abschlags­be­trä­ge recht­zei­tig erhö­hen, so viel Ener­gie ein­spa­ren wie möglich

Ste­fan Doh­ler beton­te, dass er die erneu­ten Preis­an­he­bun­gen außer­or­dent­lich bedaue­re, dass EWE aber gezwun­gen sei, die preis­li­chen Mehr­be­las­tun­gen in Form einer wei­te­ren Strom- und Gas­preis­an­he­bung an sei­ne Kun­den wei­ter­zu­ge­ben. „In dem Zusam­men­hang emp­feh­le ich allen betrof­fe­nen Kun­den drin­gend, ihren Abschlags­be­trag zu erhö­hen, um dadurch eine Nach­zah­lung in der nächs­ten Rech­nung zu ver­mei­den“, sag­te Ste­fan Dohler.

Er beton­te außer­dem, dass EWE erheb­li­che Anstren­gun­gen unter­neh­me, um die Ver­sor­gungs-sicher­heit der Regi­on zu gewähr­leis­ten. „So plant EWE zum Bei­spiel, den geplan­ten LNG-Ter­mi­nal in Wil­helms­ha­ven unter ande­rem an EWE-Gas­spei­cher anzu­bin­den“, sag­te der EWE-Chef.

 Auch mach­te Doh­ler auf die Not­wen­dig­keit auf­merk­sam, dass Men­schen gera­de in die­sen Zei­ten ver­su­chen soll­ten, so viel Ener­gie wie mög­lich ein­zu­spa­ren. Alle Infor­ma­tio­nen zur Preis­er­hö­hung und zum Ener­gie­spa­ren fin­den Kun­den unter www.ewe.de/preise  und unter www.ewe.de/energie-sparen

Mel­dung des Zäh­ler­stan­des nicht notwendig

Eine Mel­dung des Zäh­ler­stan­des ist EWE zufol­ge nicht erfor­der­lich. EWE berück­sich­tigt die Preis­an­pas­sun­gen bei der nächs­ten Abrech­nung, indem EWE die Ver­brauchs­men­gen nach den alten und neu­en Prei­sen anhand von sta­tis­tisch erfass­ten Ver­brauchs­da­ten auf­teilt. Kun­den, die EWE den­noch ihre Zäh­ler­stän­de mit­tei­len möch­ten, soll­ten dafür die digi­ta­len Mög­lich­kei­ten nut­zen, die EWE bie­tet, und zwar unter: www.ewe.de/preise

Wei­te­re Infor­ma­ti­on zur aktu­el­len Lage auf dem Gas­markt fin­den Kun­den unter www.ewe.de/gasversorgung-aktuell  


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Stadt Leer: Rus­ti­ka­ler Neu­jahrs­emp­fang auf dem Waageplatz!

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Rus­ti­ka­ler Neu­jahrs­emp­fang auf dem Waageplatz

Leer. Eigent­lich war alles für letz­te Woche vor­be­rei­tet, doch das Wet­ter zwang die Stadt zur Plan­än­de­rung. Nach­dem das extre­me Glatt­eis einen Strich durch die Rech­nung mach­te, ver­wan­delt sich der Waa­ge­platz nun am mor­gi­gen Frei­tag, den 30. Janu­ar 2026, ab 17:00 Uhr in einen stim­mungs­vol­len Treff­punkt für Jung und Alt.

Rus­ti­ka­les Kon­zept unter frei­em Himmel

In die­sem Jahr setzt die Stadt Leer erneut auf das bewähr­te Kon­zept eines „rus­ti­ka­len Emp­fangs“. Statt stei­fer Reden in geschlos­se­nen Sälen erwar­tet die Gäs­te eine gemüt­li­che Atmo­sphä­re unter frei­em Him­mel direkt an der his­to­ri­schen Waa­ge. Es ist eine Ein­la­dung an alle Leera­ne­rin­nen und Leera­ner, in locke­rer Run­de ins Gespräch zu kom­men und gemein­sam auf das Jahr 2026 anzustoßen.

Kuli­na­ri­sche Viel­falt von loka­len Vereinen

Für das leib­li­che Wohl ist bes­tens gesorgt. Drei loka­le Orga­ni­sa­tio­nen ste­hen mit viel Herz­blut bereit, um die Gäs­te mit regio­na­len Spe­zia­li­tä­ten zu bewirten:

  • Herz­haf­tes vom Grill: Das „Schip­per Klott­je Leer e. V.“ ser­viert kna­cki­ge Brat­würs­te und wär­men­den Glühwein.

  • Tra­di­ti­on aus der Pfan­ne: Die Frei­wil­li­ge Feu­er­wehr Loga berei­tet die belieb­ten ost­frie­si­schen Spe­cken­di­cken frisch zu.

  • Süßer Genuss: Der Pfad­fin­der­stamm „Wild­gän­se“ Leer e. V. run­det das Ange­bot mit frisch geba­cke­nen Waf­feln ab.

Musi­ka­li­scher Rah­men und Gemeinschaft

Für die pas­sen­de Unter­hal­tung sorgt, wie bereits ange­kün­digt, die Uwe Heger Big­band. Der Waa­ge­platz bie­tet mit sei­ner Kulis­se neben dem Restau­rant „Zur Waa­ge“ den idea­len Rah­men für die­sen beson­de­ren Start ins Jahr. Der Bür­ger­meis­ter und die betei­lig­ten Ver­ei­ne freu­en sich auf ein zahl­rei­ches Erschei­nen und einen leben­di­gen Aus­tausch in der Nachbarschaft.

Bei­trags­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO

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Ehren­amt mit Ver­ant­wor­tung: Semi­nar zum Betreu­ungs­recht in Leer

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Ehren­amt­li­che recht­li­che Betreu­ung: Kos­ten­lo­ses Ein­füh­rungs­se­mi­nar in Leer

Das Betreu­ungs­recht betrifft vie­le Men­schen – sei es durch die Über­nah­me einer Auf­ga­be für Ange­hö­ri­ge oder durch das Inter­es­se an einem gesell­schaft­lich wich­ti­gen Ehren­amt. Um Bür­ge­rin­nen und Bür­gern den Ein­stieg in die­ses The­ma zu erleich­tern, lädt die Betreu­ungs­stel­le des Land­krei­ses Leer zu einer Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung ein.

Unter­stüt­zung für Ange­hö­ri­ge und Interessierte

Das Semi­nar rich­tet sich gezielt an Per­so­nen, die bereits als gesetz­li­che Betreu­er für Fami­li­en­mit­glie­der bestellt wur­den, sowie an alle, die sich eine ehren­amt­li­che Tätig­keit in die­sem Bereich vor­stel­len kön­nen. Im Fokus steht die Fra­ge, wie Men­schen unter­stützt wer­den kön­nen, die auf­grund einer Krank­heit oder Behin­de­rung ihre Ange­le­gen­hei­ten nicht mehr voll­um­fäng­lich selbst regeln können.

Eck­da­ten der Veranstaltung

  • Datum: Don­ners­tag, 5. Febru­ar 2026

  • Uhr­zeit: 16:00 Uhr (Dau­er ca. zwei Stunden)

  • Ort: Gesund­heits­amt Leer, Jahn­stra­ße 4, 26789 Leer

  • Kos­ten: Die Teil­nah­me ist kostenfrei.


Inhal­te und Ablauf

In der zwei­stün­di­gen Ein­füh­rung wer­den die Grund­la­gen des Betreu­ungs­rechts ver­ständ­lich erläu­tert. Dabei geht es nicht nur um die recht­li­che Theo­rie, son­dern vor allem um die prak­ti­sche Umset­zung im Alltag.

The­men­schwer­punk­te sind unter anderem:

  • Defi­ni­ti­on und Abgren­zung der ver­schie­de­nen Aufgabenbereiche.

  • Rech­te und Pflich­ten ehren­amt­li­cher Betreuer.

  • Bereit­stel­lung von Arbeits­ma­te­ria­li­en zur Erleich­te­rung der Kor­re­spon­denz und Organisation.

Nach Abschluss des Semi­nars besteht kein Zeit­druck: Die Teil­neh­men­den kön­nen das Erfah­re­ne sacken las­sen und in Ruhe ent­schei­den, ob sie ein sol­ches Ehren­amt über­neh­men möch­ten. Für ver­tie­fen­de Fra­gen oder die Pla­nung der wei­te­ren Schrit­te bie­tet die Betreu­ungs­stel­le zudem indi­vi­du­el­le Fol­ge­ter­mi­ne an.

Anmel­dung und Kontakt

Für die Pla­nung wird um eine vor­he­ri­ge Anmel­dung per E‑Mail gebeten:

  • E‑Mail: insa.elsen@lkleer.de

  • Tele­fo­ni­sche Rück­fra­gen: 0491/926 4015

Die­ses Semi­nar bie­tet eine idea­le Gele­gen­heit, Berüh­rungs­ängs­te mit dem Betreu­ungs­recht abzu­bau­en und Sicher­heit im Umgang mit ver­ant­wor­tungs­vol­len Auf­ga­ben zu gewinnen.

Bei­trags­fo­to: Ingo Ton­sor @LeserECHO

 
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Woh­nungs­markt in Nie­der­sach­sen: Azu­bis und Rent­ner gera­ten unter Druck

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Woh­nungs­markt im Kreis Leer: Jun­ge und Alte gera­ten ins Abseits

Ein aktu­el­ler „Sozia­ler Wohn-Moni­tor“ des Pest­el-Insti­tuts ver­deut­licht die ange­spann­te Lage auf dem Woh­nungs­markt. Beson­ders im Land­kreis Leer zeigt sich, dass sowohl Aus­zu­bil­den­de als auch die kom­men­de Rent­ner­ge­nera­ti­on der Baby-Boo­mer vor mas­si­ven Pro­ble­men ste­hen. Die Indus­trie­ge­werk­schaft Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) for­dert daher eine dras­ti­sche Aus­wei­tung des sozia­len Wohnungsbaus.

Aus­bil­dung schei­tert an Mietpreisen

Für vie­le der rund 2.490 Aus­zu­bil­den­den im Land­kreis Leer ist der Aus­zug aus dem Eltern­haus finan­zi­ell unmög­lich. Gabrie­le Knue, Bezirks­vor­sit­zen­de der IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen, warnt vor den wirt­schaft­li­chen Fol­gen: Wenn jun­ge Men­schen eine Aus­bil­dung nicht antre­ten kön­nen, weil sie kei­ne bezahl­ba­re Woh­nung oder ein WG-Zim­mer fin­den, gefähr­det dies die loka­le Wirtschaft.

Um gegen­zu­steu­ern, schlägt die Gewerk­schaft vor:

  • Geziel­te För­de­rung: Bund und Land sol­len den Bau von Azu­bi-Woh­nun­gen nahe Aus­bil­dungs­zen­tren unterstützen.

  • Steu­er­an­rei­ze: Betrie­be, die Wohn­raum für ihre Lehr­lin­ge schaf­fen, soll­ten steu­er­lich ent­las­tet werden.

  • Stu­den­ti­sches Woh­nen: Auch in Uni­ver­si­täts­städ­ten ist eine ver­stärk­te För­de­rung für Stu­di-Wohn­hei­me notwendig.

Dro­hen­de Wohn­ar­mut für Baby-Boomer

Ein wei­te­res Alarm­si­gnal betrifft die rund 22.800 Baby-Boo­mer im Land­kreis Leer, die bis 2035 in Ren­te gehen wer­den. Vie­le von ihnen bli­cken auf­grund von Nied­rig­lohn­pha­sen oder Arbeits­lo­sig­keit auf eine gerin­ge Ren­te. Stei­gen­de Mie­ten könn­ten dazu füh­ren, dass die bis­he­ri­ge Woh­nung unbe­zahl­bar wird. Die IG BAU spricht hier­bei von einer dro­hen­den „Wohn­ar­mut im Alter“.


Die For­de­rung: 14.900 neue Sozi­al­woh­nun­gen pro Jahr

Um den Druck vom Markt zu neh­men und Mie­ten wie­der bezahl­bar zu machen, sieht der „Sozia­le Wohn-Moni­tor“ einen enor­men Nach­hol­be­darf. Bun­des­weit wird eine Ver­dopp­lung des Bestands auf 2 Mil­lio­nen Sozi­al­woh­nun­gen bis Mit­te der 2030er-Jah­re angestrebt.

Zie­le für Niedersachsen:

Ziel­mar­ke Anzahl Woh­nun­gen
Gesamt­be­stand bis 2035 168.500 Sozi­al­woh­nun­gen
Jähr­li­cher Neubau-Bedarf 14.900 Sozi­al­woh­nun­gen

Stra­te­gien für mehr bezahl­ba­ren Wohnraum

Damit die­se Zie­le erreicht wer­den kön­nen, for­dert die IG BAU eine Kehrt­wen­de in der För­der­po­li­tik und beim Bau­en selbst:

  1. Sofor­ti­ge Finan­zie­rung: För­der­gel­der des Bun­des müs­sen bereits zu Bau­be­ginn flie­ßen und nicht über Jah­re ver­teilt werden.

  2. „Erleich­ter­tes Bau­en“: Durch ein­fa­che­re Stan­dards – ohne Qua­li­täts­ver­lust – soll mehr Wohn­raum für das glei­che Bud­get ent­ste­hen. Dies senkt nicht nur die Bau­kos­ten, son­dern hält auch die Instand­hal­tungs­kos­ten niedrig.

  3. Trans­pa­renz durch Sta­tis­tik: Das Land Nie­der­sach­sen soll eine öffent­li­che Sta­tis­tik füh­ren, um monat­lich zu doku­men­tie­ren, wo wie vie­le Sozi­al­woh­nun­gen fer­tig­ge­stellt wurden.

Die Bot­schaft ist deut­lich: Sozia­ler Woh­nungs­bau darf kein Rand­the­ma blei­ben, son­dern muss zur poli­ti­schen Prio­ri­tät wer­den, um den sozia­len Zusam­men­halt im Kreis Leer und ganz Nie­der­sach­sen zu sichern.

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Start­schuss in der Nord­see­hal­le: Die Emder Eis­zeit ist eröffnet

Eis frei in Emden: Das Win­ter-High­light in der Nord­see­hal­le ist zurück! Drau­ßen herrscht das typi­sche Janu­ar-Grau, doch in der Nord­see­hal­le...

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Bewe­gen­des Histo­ry-Tel­ling: Das Grenz­gän­ger-Pro­jekt live in Jemgum

Musi­ka­li­sches Mahn­mal: „Grenz­gän­ger“ am 24. Janu­ar im Bür­ger­haus Jemgum Ein Trio, drei Jahr­zehn­te Freund­schaft und Geschich­ten, die nicht ver­stum­men dür­fen:...

Veranstaltung

Klas­sik-High­light zum Jah­res­start: Neu­jahrs­kon­zert im Thea­ter an der Blinke

Ein­tritt frei: Sin­fo­ni­scher Jah­res­auf­takt: Col­le­gi­um Musi­cum lädt zum Neujahrskonzert  Am kom­men­den Sams­tag ver­wan­delt sich das Thea­ter an der Blin­ke in...

Lokal

Geden­ken in Leer: Ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen setzen

Foto der Gedenk­ver­an­stal­tung in 2025: SPD Leer „Ver­ant­wor­tung für das Hier und Jetzt“: Leer gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus LEER. Am...

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Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen

Krea­ti­vi­tät trifft Tra­di­ti­on: Gro­ßer Kunst­hand­wer­ker­markt bei Opel Kem­per in Meppen Ein Hauch von Früh­ling zieht ein! Am Sonn­tag, dem 22....

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Ja-Wort in Sicht? Inspi­ra­ti­on auf der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse

WICHTIGE INFO: Absa­ge der 23. Leera­ner Hochzeitsmesse    Schlech­te Nach­rich­ten für alle Ver­lieb­ten und Pla­nungs-Pro­fis: Auf­grund des mas­si­ven Win­ter­ein­bruchs und...

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Platt­deut­sche Poe­sie im Kul­tur­spei­cher: Jan Cor­ne­li­us prä­sen­tiert „All­tied weer“

„All­tied weer“: Jan Cor­ne­li­us und Ensem­ble „Dree­klang“ laden zum Neu­jahrs­kon­zert im Kulturspeicher LEER – Es ist eine lieb­ge­won­ne­ne Tra­di­ti­on, die...

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MOTORRAD SHOW Olden­burg 2026: Wenn Moto­ren den Sai­son­start markieren

MOTORRAD SHOW Olden­burg star­tet mit Voll­gas in die neue Sai­son 2026 Die MOTORRAD SHOW Olden­burg ist auch 2026 der tra­di­tio­nel­le Sai­son­auf­takt...

Veranstaltung

„Lütt­je Wieh­nachts­markt“ in Hol­len – Advents­stim­mung für Groß und Klein

 Sym­bol­fo­to — LeserECHO-Archiv Lütt­je Wieh­nachts­markt in Hol­len – Ein fest­li­cher Nach­mit­tag für Groß und Klein Sonn­tag, 14.12.2025, 15:00 – 20:00 Uhr Die...

Lokal

Kunst­haus Leer zeigt facet­ten­rei­che Wer­ke ost­frie­si­scher Künstler

Am 14. Dezem­ber um 15 Uhr — Sonn­tags­füh­rung im Kunst­haus Leer. Am Sonn­tag, dem 14. Dezem­ber, lädt das Kunst­haus Leer zu...