Politik

Bei­trä­ge 2022: Kran­ken­kas­sen haben im 1. Halb­jahr 2021 ein Defi­zit von 1,9 Mrd. Euro verbucht.

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Finanz­ent­wick­lung der GKV im 1. Halb­jahr 2021

Die 103 gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen haben im 1. Halb­jahr 2021 ein Defi­zit von 1,9 Mrd. Euro ver­bucht. Hier­bei ist berück­sich­tigt, dass die Kran­ken­kas­sen in die­sem Jahr pro Quar­tal rund 2 Mrd. Euro ihrer Finanz­re­ser­ven an den Gesund­heits­fonds abfüh­ren. Die Finanz­re­ser­ven der Kran­ken­kas­sen betru­gen Ende Juni 2021 rund 14,8 Mrd. Euro und ent­spre­chen damit im Durch­schnitt 0,6 Monats­aus­ga­ben. Die gesetz­lich vor­ge­se­he­ne Min­dest­re­ser­ve für die ein­zel­nen Kran­ken­kas­sen beträgt 0,2 Monatsausgaben.

“Die Pan­de­mie hat auch im 1. Halb­jahr 2021 die Ein­nah­men- und Aus­ga­ben­ent­wick­lung der gesetz­li­chen Kran­ken­ver­si­che­rung deut­lich geprägt. Trotz­dem ist es uns gelun­gen, für 2021 die Zusatz­bei­trags­sät­ze der Kran­ken­kas­sen sta­bil und damit die Sozi­al­ab­ga­ben unter 40 Pro­zent zu hal­ten. Das ist auch das gesetz­lich fest­ge­leg­te Ziel für 2022. Sobald im Okto­ber eine aktu­el­le Finanz­pro­gno­se für die GKV vor­liegt, prü­fen wir, ob der von der Koali­ti­on beschlos­se­ne ergän­zen­de Bun­des­zu­schuss von sie­ben Mrd. Euro ange­passt wer­den muss. Klar ist: Die Bun­des­re­gie­rung steht zur gesetz­li­chen Sozi­al­ga­ran­tie.” — Bun­des­ge­sund­heits­mi­nis­ter Jens Spahn

Den Ein­nah­men der gesetz­li­chen Kran­ken­kas­sen in Höhe von rund 138,4 Mrd. Euro stan­den Aus­ga­ben von rund 140,3 Mrd. Euro gegen­über. Die Aus­ga­ben für Leis­tun­gen und Ver­wal­tungs­kos­ten ver­zeich­ne­ten bei nahe­zu kon­stan­ten Ver­si­cher­ten­zah­len einen Zuwachs von 6,4 Pro­zent. Der durch­schnitt­lich von den Kran­ken­kas­sen erho­be­ne Zusatz­bei­trags­satz war im 1. Halb­jahr sta­bil bei 1,28 Pro­zent und damit leicht unter­halb des Ende Okto­ber 2020 für das Jahr 2021 bekannt gege­be­nen durch­schnitt­li­chen Zusatz­bei­trags­sat­zes von 1,3 Prozent.


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Ergeb­nis des Gesundheitsfonds

Der Gesund­heits­fonds, der zum Stich­tag 15. Janu­ar 2021 über eine Liqui­di­täts­re­ser­ve in einer Grö­ßen­ord­nung von rund 5,9 Mrd. Euro ver­füg­te, ver­zeich­ne­te im 1. Halb­jahr 2021 ein Defi­zit von 311 Mio. Euro.

Die Bei­trags­ein­nah­men (ohne Zusatz­bei­trä­ge) stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 3,3 Pro­zent. Die­ser Anstieg blieb damit wei­ter hin­ter den Ver­än­de­rungs­ra­ten der Jah­re vor Beginn der Covid-19-Pan­de­mie mit durch­schnitt­lich über vier Pro­zent zurück.

Der Anstieg der gesam­ten Ein­nah­men des Gesund­heits­fonds um 15,6 Pro­zent geht zu einem gro­ßen Teil auf die Erstat­tun­gen des Bun­des im Rah­men der Covid-19-Pan­de­mie zurück. Die­se belie­fen sich im 1. Halb­jahr 2021 auf ca. 10,7 Mrd. Euro.

Ent­wick­lun­gen bei den Ausgaben

Bei den Kran­ken­kas­sen gab es im 1. Halb­jahr 2021 einen abso­lu­ten Aus­ga­ben­zu­wachs bei Leis­tun­gen und Ver­wal­tungs­kos­ten von 6,4 Pro­zent. Die Leis­tungs­aus­ga­ben stie­gen um 6,7 Pro­zent, die Ver­wal­tungs­kos­ten um 0,3 Pro­zent. Bei der Inter­pre­ta­ti­on die­ser Ver­än­de­rungs­ra­ten ist aller­dings zu berück­sich­ti­gen, dass die Aus­ga­ben­zu­wäch­se des 1. Halb­jahrs auf einen sehr nied­ri­gen Aus­ga­ben­so­ckel des ent­spre­chen­den Vor­jah­res­halb­jah­res auf­set­zen, der ins­be­son­de­re im 2. Quar­tal des ver­gan­ge­nen Jah­res wäh­rend des ers­ten Lock­downs von erheb­li­chen Rück­gän­gen bei den von den Kran­ken­kas­sen zu tra­gen­den Aus­ga­ben in einer Rei­he von Leis­tungs­be­rei­chen geprägt war. Da der Aus­ga­ben­so­ckel des 2. Halb­jah­res 2020 deut­lich höher lag als im 1. Halb­jahr, ist ten­den­zi­ell zu erwar­ten, dass sich die Zuwachs­ra­ten im wei­te­ren Jah­res­ver­lauf wie­der abfla­chen werden.

Zwei­stel­li­ge Aus­ga­ben­zu­wäch­se gab es im 1. Halb­jahr 2021 im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum vor allem bei Heil­mit­tel (+23,4 Pro­zent), bei zahn­ärzt­li­cher Behand­lung (+13,2 Pro­zent) und beim Zahn­ersatz (+22,1 Pro­zent) sowie bei ärzt­li­chen Früh­erken­nungs­maß­nah­men (+13,4 Pro­zent). Die­se hohen Zuwäch­se sind zum einem Teil auf Ein­brü­che im Leis­tungs­ge­sche­hen des Ver­gleichs­halb­jah­res zurück­zu­füh­ren, zu einem ande­ren Teil auf deut­li­che Preis­an­he­bun­gen bei­spiels­wei­se bei Heil­mit­teln oder auf Leis­tungs­aus­wei­tun­gen beim Zahn­ersatz (höhe­re Zuschüsse).

Auch die gro­ßen Aus­ga­ben­be­rei­che haben sich deut­lich auf einer nied­ri­gen Aus­gangs­ba­sis des Vor­jah­res­zeit­raums dyna­misch ent­wi­ckelt. So sind die Aus­ga­ben der Kran­ken­kas­sen für Kran­ken­haus­be­hand­lun­gen um 5,7 Pro­zent, für ambu­lant-ärzt­li­che Behand­lun­gen um 6,8 Pro­zent und für Arz­nei­mit­tel um 4,1 Pro­zent gestie­gen. Die Dyna­mik ist basis­be­dingt bei den Kran­ken­haus­aus­ga­ben auf den star­ken Bele­gungs­rück­gang im ers­ten Lock­down im Früh­jahr 2020 zurück­zu­füh­ren. Aus Bun­des­mit­teln haben die Kran­ken­häu­ser bzw. Vor­sor­ge- und Reha-Ein­rich­tun­gen von Janu­ar bis Juni 2021 ins­ge­samt rund 5,2 Mrd. Euro an Aus­gleichs­zah­lun­gen erhalten.

Die Kran­ken­geld­aus­ga­ben stie­gen im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum um 2,5 Pro­zent. Die dar­in ent­hal­te­nen Auf­wen­dun­gen für Kin­der­kran­ken­geld, die aller­dings ledig­lich rund 4 % der gesam­ten Aus­ga­ben für Kran­ken­geld aus­ma­chen, haben sich hin­ge­gen mehr als ver­dop­pelt. Dies ist vor allem auf die Erwei­te­rung des Anspruchs für Eltern, die ihre Kin­der pan­de­mie­be­dingt zu Hau­se betreu­en, und die Ver­län­ge­rung der mög­li­chen Anspruchs­dau­er zurückzuführen.

Bei der Inter­pre­ta­ti­on der Daten des 1. Halb­jah­res ist grund­sätz­lich zu berück­sich­ti­gen, dass die Aus­ga­ben in vie­len Leis­tungs­be­rei­chen, v. a. bei Ärz­ten und Zahn­ärz­ten, von Schät­zun­gen geprägt sind, da Abrech­nungs­da­ten häu­fig noch nicht oder nur teil­wei­se vorliegen.

Wei­te­re Entwicklung

Mit dem GVWG hat der Gesetz­ge­ber bereits einen ergän­zen­den Bun­des­zu­schuss von 7 Mrd. Euro für das Jahr 2022 beschlos­sen. Fer­ner ist das Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Gesund­heit ver­pflich­tet, per Rechts­ver­ord­nung im Ein­ver­neh­men mit dem Bun­des­mi­nis­te­ri­um der Finan­zen und Zustim­mung des Bun­des­ta­ges bis Jah­res­en­de die Höhe des ergän­zen­den Bun­des­zu­schus­ses für 2022 so anzu­pas­sen, dass der durch­schnitt­li­che Zusatz­bei­trags­satz sta­bil bei 1,3 Pro­zent und somit der Gesamt­so­zi­al­ver­si­che­rungs­bei­trags­satz auch im kom­men­den Jahr unter 40 Pro­zent bleibt. Die Höhe des Anpas­sungs­be­darfs wird nach Aus­wer­tung der Ergeb­nis­se des GKV-Schät­zer­krei­ses, der im Okto­ber zusam­men­kommt, fest­ge­legt. Der Schät­zer­kreis, der sich aus den Finanz­ex­per­ten des Bun­des­amts für Sozia­le Siche­rung, des GKV-Spit­zen­ver­bands und des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Gesund­heit zusam­men­setzt, hat die gesetz­li­che Auf­ga­be, die Aus­ga­ben und Ein­nah­men der GKV für das lau­fen­de und das kom­men­de Jahr auf Basis dann vor­lie­gen­der aktu­ells­ter Erkennt­nis­se zu prognostizieren.


Politik

Zucker­steu­er vor dem Start? Staud­te for­dert end­lich kla­re Ent­schei­dung aus Berlin

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Die Nie­der­säch­si­sche Minis­te­rin für Ernäh­rung, Land­wirt­schaft und Ver­brau­cher­schutz Miri­am Staud­te. Bild­rech­te: BRAUERS.COM

Zucker­steu­er: Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Staud­te for­dert kla­res Signal aus Berlin

Nie­der­sach­sens Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Miri­am Staud­te drängt die Bun­des­re­gie­rung zu einer abge­stimm­ten Posi­ti­on bei der geplan­ten Zucker­steu­er. Die Debat­te dür­fe aus ihrer Sicht nicht durch inter­ne Unei­nig­keit wei­ter ver­zö­gert wer­den. Ent­schei­dend sei, den Zucker­kon­sum zu redu­zie­ren und ins­be­son­de­re Kin­der und Jugend­li­che bes­ser vor gesund­heit­li­chen Fol­gen eines hohen Zucker­kon­sums zu schützen.

Staud­te for­dert von der Bun­des­re­gie­rung ein geschlos­se­nes Vor­ge­hen. Bei einem aus ihrer Sicht über­schau­ba­ren The­ma wie der Zucker­steu­er müs­se Ber­lin „unver­züg­lich mit einer abge­stimm­ten Posi­ti­on“ auf­tre­ten. Andern­falls pro­fi­tie­re vor allem die Zucker­in­dus­trie davon, wenn das Vor­ha­ben poli­tisch wei­ter zer­re­det werde.

Die Minis­te­rin äußer­te zugleich den Ver­dacht, dass die aktu­el­le Debat­te mög­li­cher­wei­se durch ein gezielt durch­ge­sto­che­nes inter­nes Papier – einen soge­nann­ten Leak – ange­heizt wor­den sein könn­te. Dadurch kön­ne das Vor­ha­ben zusätz­lich ins Sto­cken geraten.

Ziel: Weni­ger Zucker und mehr Gesundheit

Unab­hän­gig von der kon­kre­ten Aus­ge­stal­tung einer mög­li­chen Zucker­steu­er müs­se aus Sicht Staud­tes vor allem ein Ziel im Mit­tel­punkt ste­hen: Der Zucker­kon­sum soll sin­ken und gesund­heits­schäd­li­che Fol­gen sol­len ein­ge­dämmt werden.

Beson­ders mit Blick auf Kin­der und Jugend­li­che sieht die Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin Hand­lungs­be­darf. Eine poli­ti­sche Grund­satz­ent­schei­dung zuguns­ten der Gesund­heit jun­ger Men­schen sei ihrer Auf­fas­sung nach längst überfällig.

„Wich­tig ist doch, dass end­lich etwas pas­siert und die Zucker­steu­er nun bald kommt“, erklärt Staud­te. Ent­schei­dend sei daher weni­ger die aktu­el­le poli­ti­sche Aus­ein­an­der­set­zung über ein­zel­ne Details als viel­mehr die grund­sätz­li­che Ent­schei­dung, Maß­nah­men zur Redu­zie­rung des Zucker­kon­sums auf den Weg zu bringen.

Staud­te: Gesund­heit von Kin­dern muss im Mit­tel­punkt stehen

Mit ihrer For­de­rung betei­ligt sich die nie­der­säch­si­sche Ver­brau­cher­schutz­mi­nis­te­rin an der bun­des­wei­ten Debat­te über eine mög­li­che Zucker­steu­er. Sie macht dabei deut­lich, dass sie eine schnel­le poli­ti­sche Ent­schei­dung erwartet.

Aus ihrer Sicht soll­te der Gesund­heits­schutz – ins­be­son­de­re von Kin­dern und Jugend­li­chen – Vor­rang vor den Inter­es­sen der Zucker-Lob­by haben. Eine abge­stimm­te Posi­ti­on der Bun­des­re­gie­rung sei des­halb drin­gend erforderlich.

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Politik

Nico Blo­em: Fron­tal­an­griff auf „Lifestyle-Teilzeit“-Debatte

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Blo­em kri­ti­siert CDU-Vor­stö­ße: „Her­ber Schlag gegen die Beschäftigten“

WEEENER / HANNOVER – Der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Nico Blo­em aus Wee­ner bezieht in der aktu­el­len Debat­te um die Ein­schrän­kung der Teil­zeit­ar­beit klar Stel­lung. In einer schar­fen Reak­ti­on auf jüngs­te Vor­schlä­ge aus den Rei­hen der CDU kri­ti­siert Blo­em die Ten­denz, Arbeit­neh­mer­rech­te sys­te­ma­tisch zu schwächen.

Kri­tik an „Lifestyle“-Vorwürfen

Blo­em ord­net die aktu­el­le Dis­kus­si­on in eine Rei­he von Vor­stö­ßen ein, die nach sei­ner Auf­fas­sung den Respekt gegen­über den Arbeit­neh­mern ver­mis­sen las­sen. Ob es um die Kri­tik am Min­dest­lohn, For­de­run­gen nach län­ge­ren Arbeits­zei­ten oder die Debat­te um die tele­fo­ni­sche Krank­schrei­bung gehe – die Rhe­to­rik sei besorgniserregend.

Beson­ders deut­lich kri­ti­siert der Abge­ord­ne­te die Äuße­run­gen von Bun­des­kanz­ler Fried­rich Merz und der Vor­sit­zen­den der Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­uni­on, Git­ta Con­ne­mann. Den Vor­wurf einer soge­nann­ten „Life­style-Teil­zeit“ bezeich­net Blo­em als realitätsfern:

„Wer einen Teil­zeit­job hat, hat in der Regel nicht genug Geld, um sei­nen Life­style in der Frei­zeit zu finan­zie­ren. Wer das meint, kennt die Rea­li­tät der Arbeits­welt nicht.“

Fokus auf Kin­der­be­treu­ung und Pfle­ge statt Einschränkungen

Für Blo­em ist Teil­zeit kein Luxus, son­dern für die meis­ten Beschäf­tig­ten eine Not­wen­dig­keit, um den All­tag zwi­schen Beruf, Kin­der­be­treu­ung und der Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen zu bewäl­ti­gen. Eine Ein­schrän­kung des Rechts auf Teil­zeit wür­de nach sei­ner Ein­schät­zung vor allem Frau­en tref­fen und den bestehen­den Fach­kräf­te­man­gel durch einen Rück­gang der Beschäf­ti­gung wei­ter verschärfen.

Statt Arbeit­neh­mer­rech­te zu beschnei­den, for­dert der SPD-Poli­ti­ker Inves­ti­tio­nen in die Infra­struk­tur des Alltags:

  • Bes­se­re Kinderbetreuung

  • Gestei­ger­te Familienfreundlichkeit

  • Stär­kung der Pflege

Schul­ter­schluss mit Arbeit­neh­mern und Unternehmen

Nico Blo­em betont, dass die Men­schen, die täg­lich „ackern“, Wert­schät­zung statt Miss­trau­en ver­dient hät­ten. Er signa­li­siert Gesprächs­be­reit­schaft, sofern es um die Ver­bes­se­rung der Ver­ein­bar­keit von Job und All­tag geht. Abschlie­ßend unter­streicht er sein Enga­ge­ment für die Regi­on: „Ich ste­he an der Sei­te aller Beschäf­tig­ten und Unter­neh­men und wer­de mich wei­ter­hin für sie ein­set­zen, weil ich sehe, was täg­lich geleis­tet wird.“

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Politik

Teil­zeit nur noch bei „ech­tem“ Bedarf? Hef­ti­ger Streit um CDU-Vorstoß

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Streit um „Life­style-Teil­zeit“: Minis­ter Phil­ip­pi kri­ti­siert CDU-Vor­stoß scharf

Die Debat­te um die Arbeits­zeit­mo­del­le in Deutsch­land ver­schärft sich. Ein Antrag der Mit­tel­stands- und Wirt­schafts­uni­on (MIT) in der CDU, den Rechts­an­spruch auf Teil­zeit ein­zu­schrän­ken, sorgt für hef­ti­gen Gegen­wind aus Nie­der­sach­sen. Arbeits- und Gleich­stel­lungs­mi­nis­ter Dr. Andre­as Phil­ip­pi (SPD) bezeich­net das Vor­ha­ben als „abso­lu­ten Irrweg“.

In einem Antrag an den CDU-Bun­des­par­tei­tag for­dert die MIT unter dem Schlag­wort „Kein Rechts­an­spruch auf Life­style-Teil­zeit“, den gesetz­li­chen Anspruch auf redu­zier­te Arbeits­stun­den zu begren­zen. Ziel des Vor­sto­ßes ist es offen­bar, dem Arbeits­kräf­te­man­gel durch eine höhe­re Voll­zeit­quo­te ent­ge­gen­zu­wir­ken. Doch für den nie­der­säch­si­schen Arbeits­mi­nis­ter geht die­se Rech­nung nicht auf.

Rea­li­tät an der Lebens­wirk­lich­keit vorbei

„Die­ser Vor­schlag macht mich fas­sungs­los“, erklärt Dr. Andre­as Phil­ip­pi deut­lich. Laut dem Minis­ter igno­rie­re der Begriff der „Life­style-Teil­zeit“ die tat­säch­li­chen Lebens­rea­li­tä­ten der Beschäf­tig­ten. Sta­tis­ti­ken wür­den bele­gen, dass die Redu­zie­rung der Arbeits­zeit in den meis­ten Fäl­len nicht dem Frei­zeit­ver­gnü­gen die­ne, son­dern not­wen­dig sei, um Beruf und „Care-Arbeit“ – also die Betreu­ung von Kin­dern oder die Pfle­ge von Ange­hö­ri­gen – zu vereinbaren.

Beson­ders berufs­tä­ti­ge Müt­ter stün­den hier im Fokus. Eine Ein­schrän­kung des Rechts auf Teil­zeit wür­de nach Ansicht Phil­ip­pis vor allem Frau­en tref­fen und sie im Zwei­fels­fall ganz aus dem Berufs­le­ben drän­gen, anstatt sie zu mehr Arbeits­stun­den zu bewegen.

Gefahr für den Arbeitsmarkt

Auch wirt­schafts­po­li­tisch sieht der Minis­ter in dem Uni­ons-Vor­stoß eine Gefahr. Wäh­rend die Wirt­schaft hän­de­rin­gend nach Per­so­nal sucht, könn­te eine sol­che Maß­nah­me zu einem Rück­gang der Gesamt­be­schäf­ti­gung füh­ren. Anstatt Rech­te zu beschnei­den, for­dert Phil­ip­pi Inves­ti­tio­nen in die Infrastruktur:

„Es ist poli­tisch viel­mehr not­wen­dig, dass wir in die Wei­ter­bil­dung und Qua­li­fi­zie­rung der Beschäf­tig­ten inves­tie­ren und die Rah­men­be­din­gun­gen für Kin­der­be­treu­ung und Pfle­ge ver­bes­sern – so kann mehr Voll­zeit­er­werbs­tä­tig­keit geför­dert werden.“

Die Debat­te zeigt deut­lich die gegen­sätz­li­chen Posi­tio­nen: Wäh­rend Tei­le der Wirt­schaft auf mehr Prä­senz set­zen wol­len, pocht das Arbeits­mi­nis­te­ri­um auf Fle­xi­bi­li­tät als Grund­vor­aus­set­zung für eine moder­ne Arbeits­welt und die Gleich­stel­lung von Mann und Frau.

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Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

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Lese­r­ECHO — Medi­en­haus für IHR Mar­ke­ting in Ost­fries­land und Emsland

Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

Veranstaltung

Wein­fest an der Hengst­for­der Müh­le 2026: Wein, Musik und Genuss in Apen

Wein­fest an der Hengst­for­der Müh­le: Zwei genuss­vol­le Aben­de in Apen Wein­fest 2026 in Apen-Hengst­for­de: Am 11. und 12. Sep­tem­ber ver­wan­delt sich...

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Fest der Kul­tu­ren in Leer am 6. Sep­tem­ber 2026 mit Musik, Tanz und Sonnenschein

25. Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein bun­tes Jubi­lä­um der Begegnung Am Sonn­tag, 6. Sep­tem­ber 2026, von 11 bis 18...

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Ruder­re­gat­ta in Leer am 12. und 13. Sep­tem­ber 2026 mit Nachtsprint

84. Ruder­re­gat­ta in Leer: Span­nen­de Ren­nen und Nacht­sprint am 12. und 13. Sep­tem­ber 2026 Leer – Am 12. und 13. Sep­tem­ber...

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„Sound of Legends – Tri­bu­te Fes­ti­val“ fei­ert Pre­mie­re in Niedersachsen

Sorgt für ech­tes Sta­di­on­ge­fühl auf dem Markt­platz Rhau­der­fehn: Die Tri­bu­te-Band H.A.N.D bringt die zeit­lo­sen Bon-Jovi-Klas­si­ker von „Livin’ on a Pray­er“...

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APEN AIR 2026: 16 Bands, Punk­rock und Fami­li­en­pro­gramm in Apermarsch

Bän­te — Die Band mit der Ente — Fema­le fron­ted Punk­rock aus dem Ammer­land — Bei­trags­fo­to: Foto­stu­dio Scheiwe 11 Jah­re...

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New York Gos­pel Stars 2027 in Leer: Gos­pel-Kon­zert am 15. Janu­ar in der Lutherkirche

New York Gos­pel Stars kom­men im Janu­ar 2027 nach Leer Kraft­vol­le Stim­men und mit­rei­ßen­de Gos­pel­mu­sik in der Luther­kir­che – Kon­zert am...

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Hafen­fest Wee­ner 2026: Wein­fest, Dra­chen­boot­ren­nen und Live-Musik vom 28. bis 30. August

Hafen­fest Wee­ner 2026: Drei Tage mit Musik, Dra­chen­boot­ren­nen, Wein­fest und mari­ti­mer Stimmung Wee­ner. Der Alte Hafen in Wee­ner wird vom...

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Tag der offe­nen Tür am C‑Port: Ein Sonn­tag vol­ler Tech­nik, Ein­bli­cke und Erlebnisse

Tag der offe­nen Tür am C‑Port: 13 Unter­neh­men laden zum gro­ßen Erleb­nis­tag ein Am Sonn­tag, 16. August, wird der C‑Port zum...

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Fei­ern für den guten Zweck: Wie das Pix­xen-Fes­ti­val seit Jah­ren die Regi­on unterstützt

16. Pix­xen-Fes­ti­val in Neu­kam­per­fehn: Drei Büh­nen für den guten Zweck! Neu­kam­per­fehn. Die Ban­ner und Pla­ka­te hän­gen, die Vor­freu­desteigt: Das Pix­xen-Fes­ti­val geht...

Veranstaltung

Brand­brief-Autorin Lau­ra Nickel liest in Leer: Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien den Schul­all­tag gefährden

Lesung in der Ehe­ma­li­gen Jüdi­schen Schu­le Leer: „Rechts­ruck im Klassenzimmer“ Leer. Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien die Klas­sen­zim­mer durch­set­zen und unse­re Kin­der...

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