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Coro­na: Omi­kron brei­tet sich im Land­kreis Leer wei­ter aus

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Jetzt 24 bestä­tig­te Fäl­le / Land­kreis ruft zur Ein­hal­tung der Regeln und zur Imp­fung auf

 
Coro­na: Omi­kron brei­tet sich im Land­kreis Leer wei­ter aus
 
Zum bevor­ste­hen­den Jah­res­wech­sel wünscht der Land­kreis Leer allen Ein­woh­ne­rin­nen und Ein­woh­nern Gesund­heit und Glück für 2022. Land­rat Mat­thi­as Groo­te ver­bin­det dies mit der Bit­te, es an Sil­ves­ter und Neu­jahr ruhig anzu­ge­hen. “Wie ger­ne wür­den wir alle nach zwei Jah­ren Pan­de­mie wie­der rich­tig ins neue Jahr fei­ern. Aber Coro­na ist immer noch da, und Omi­kron macht um unse­ren Land­kreis kei­nen Bogen. Wir müs­sen also wei­ter­hin vor­sich­tig sein.” Gera­de mit Blick auf die­se neue hoch anste­cken­de Virus-Vari­an­te gel­ten in ganz Nie­der­sach­sen der­zeit stren­ge Kontaktbeschränkungen.
 
Omi­kron brei­tet sich auch im Land­kreis Leer aus. Am 13. Dezem­ber wur­de im Kreis­ge­biet der ers­te Fall bestä­tigt, am 17. Dezem­ber ver­zeich­ne­te der Land­kreis vier Fäl­le, am heu­ti­gen Mitt­woch sind es 24 Fäl­le. Omi­kron ver­brei­tet sich schnel­ler als die ohne­hin schon sehr anste­cken­de Delta-Variante.
 
Der Land­kreis Leer appel­liert daher, bei pri­va­ten Zusam­men­künf­ten und Fei­ern die Kon­takt­be­schrän­kun­gen zu beach­ten, sich vor­her auf Coro­na zu tes­ten und in Innen­räu­men wenn mög­lich die gut schüt­zen­den FFP2-Mas­ken zu tra­gen. Zusätz­lich wirbt Land­rat Groo­te noch ein­mal für die Coro­na-Schutz­imp­fung: “Wer noch nicht geimpft ist, soll­te dies schnell nach­ho­len. Und wer schon geimpft ist, soll­te sich boos­tern las­sen, sobald das mög­lich ist. Die Imp­fung ist der bes­te Schutz vor einem schwe­ren Krankheitsverlauf.”

 
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342 Chan­cen auf Aus­bil­dung im Land­kreis Leer – auch jetzt noch einsteigen!

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Aus­bil­dungs­plät­ze im Land­kreis Leer: IG BAU macht jun­gen Men­schen Mut

 

342 freie Aus­bil­dungs­plät­ze im Land­kreis Leer – 19 davon im Bau­ge­wer­be / 67 Pro­zent der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren ohne Berufsabschluss

 

Land­kreis Leer. Wer im Land­kreis Leer noch auf der Suche nach einem Aus­bil­dungs­platz ist, hat nach Ein­schät­zung der IG Bau­en-Agrar-Umwelt (IG BAU) wei­ter­hin gute Chan­cen. Ins­ge­samt sind aktu­ell 342 Aus­bil­dungs­plät­ze im Land­kreis Leer unbe­setzt. Dar­un­ter befin­den sich 19 Aus­bil­dungs­stel­len im Bau­ge­wer­be. Die IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen ver­weist dabei auf aktu­el­le Zah­len der Arbeitsagentur.

Das Ange­bot an frei­en Aus­bil­dungs­plät­zen ist viel­fäl­tig. Die Gewerk­schaft appel­liert ins­be­son­de­re an jun­ge Men­schen ohne Berufs­ab­schluss, jetzt noch ein­mal aktiv zu wer­den und nach einem pas­sen­den Aus­bil­dungs­be­trieb zu suchen.

„Wich­tig ist, sich einen Ruck zu geben und jetzt einen Aus­bil­dungs­be­trieb zu suchen. Denn mit einer Aus­bil­dung in der Tasche sind die Jobs, die man ein Berufs­le­ben lang macht, in der Regel siche­rer und vor allem auch deut­lich bes­ser bezahlt“, sagt Gabrie­le Knue, Vor­sit­zen­de der IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen. Sie rät allen Men­schen ohne Berufs­aus­bil­dung, sich „doch noch den ‚Aus­bil­dungs-Kick‘ zu geben“.

67 Pro­zent der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren ohne Berufsabschluss

Beson­ders deut­lich wird der Hand­lungs­be­darf bei den jün­ge­ren Arbeits­lo­sen im Land­kreis Leer. Nach Anga­ben der Arbeits­agen­tur haben 67 Pro­zent der Arbeits­lo­sen unter 25 Jah­ren im Land­kreis Leer kei­nen Berufs­ab­schluss.

Auch nie­der­sach­sen­weit ist die Zahl jun­ger Men­schen ohne abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung hoch. Nach Anga­ben des Sta­tis­ti­schen Bun­des­am­tes haben in Nie­der­sach­sen rund 259.000 jun­ge Erwach­se­ne zwi­schen 20 und 34 Jah­ren kei­ne abge­schlos­se­ne Berufs­aus­bil­dung und kei­nen Aus­bil­dungs­platz.

Gera­de die­se Grup­pe möch­te die IG BAU noch ein­mal auf die Mög­lich­kei­ten des Aus­bil­dungs­mark­tes auf­merk­sam machen.

Auch im Okto­ber sind Aus­bil­dungs­plät­ze möglich

Wer bis­lang noch kei­nen Aus­bil­dungs­platz gefun­den hat, soll­te laut IG BAU nicht auf­ge­ben. Die klas­si­schen Aus­bil­dungs­starts lie­gen zwar im August und Sep­tem­ber, doch auch danach bestehen wei­ter­hin Chancen.

„Jetzt im August und Sep­tem­ber star­ten die Aus­bil­dun­gen. Aber selbst im Okto­ber stel­len Aus­bil­dungs­be­trie­be noch ein“, erklärt Gabrie­le Knue.

Inter­es­sier­te soll­ten des­halb mög­lichst schnell Kon­takt zu Betrie­ben auf­neh­men und sich über freie Aus­bil­dungs­stel­len informieren.

 

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Jugend­be­rufs­agen­tur und Arbeits­agen­tur bie­ten Beratung

Die IG BAU Nord­west-Nie­der­sach­sen emp­fiehlt jun­gen Men­schen, die noch kei­nen Aus­bil­dungs­platz haben oder sich beruf­lich ori­en­tie­ren möch­ten, eine Berufs­be­ra­tung in Anspruch zu nehmen.

Eine Anlauf­stel­le ist die Jugend­be­rufs­agen­tur (JBA). Infor­ma­tio­nen und Bera­tungs­an­ge­bo­te gibt es unter www.servicestelle-jba.de.

Auch die Arbeits­agen­tur bie­tet Unter­stüt­zung bei der Suche nach einem pas­sen­den Aus­bil­dungs­be­ruf und Aus­bil­dungs­platz – sowohl vor Ort als auch digi­tal. Infor­ma­tio­nen gibt es unter www.arbeitsagentur.de/bildung.

Die Gewerk­schaft betont, dass sich ein per­sön­li­ches Bera­tungs­ge­spräch loh­nen kann.

Direkt bei Betrie­ben nachfragen

Neben der Bera­tung emp­fiehlt Gabrie­le Knue, selbst aktiv auf Unter­neh­men zuzugehen.

„Mutig auf die Betrie­be zuge­hen. Wer direkt nach­fragt, holt oft auch etwas für sich her­aus – ein Prak­ti­kum, viel­leicht aber auch einen Aus­bil­dungs­platz“, sagt die IG-BAU-Vorsitzende.

Bei der Suche soll­ten Jugend­li­che und jun­ge Erwach­se­ne aller­dings nicht nur dar­auf ach­ten, über­haupt einen Aus­bil­dungs­platz zu bekom­men. Wich­tig sei­en auch fai­re Aus­bil­dungs­be­din­gun­gen, eine gute Aus­bil­dungs­qua­li­tät und die beruf­li­chen Per­spek­ti­ven nach dem Abschluss.

Die IG BAU emp­fiehlt des­halb, gezielt nach Unter­neh­men zu suchen, die fair aus­bil­den und bezah­len. Dazu gehö­ren aus Sicht der Gewerk­schaft ins­be­son­de­re Betrie­be, in denen ein Tarif­ver­trag gilt.

Bei der Ent­schei­dung für einen Aus­bil­dungs­platz soll­te zunächst der pas­sen­de Beruf im Mit­tel­punkt ste­hen. Gleich­zei­tig sei­en aber auch die Qua­li­tät der Aus­bil­dung und die Fra­ge ent­schei­dend, wel­che Per­spek­ti­ven der Betrieb nach erfolg­rei­chem Abschluss bietet.

Wer im Land­kreis Leer noch einen Aus­bil­dungs­platz sucht, soll­te des­halb jetzt aktiv wer­den: 342 freie Aus­bil­dungs­plät­ze bie­ten wei­ter­hin zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten – auch im Baugewerbe.

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Aus 350 Jah­re alter Even­burg-Lin­de wächst eine neue Generation

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His­to­ri­sche Schloss­lin­de der Even­burg lebt in ihren Nach­kom­men weiter

Able­ger der rund 350 Jah­re alten Lin­de wach­sen im Schloss­park her­an – Nach­zucht „Evi“ soll das gene­ti­sche Erbe des his­to­ri­schen Bau­mes bewahren

Leer. Eine rund 350 Jah­re alte Lin­de an der Schloss­brü­cke der Even­burg bekommt eine beson­de­re Zukunft: Im Schloss­park wach­sen seit eini­gen Jah­ren jun­ge Nach­kom­men des his­to­ri­schen Bau­mes her­an. Das Gärt­ner­team des Schlos­ses zieht die neu­en Lin­den aus soge­nann­ten Absen­kern von Stock­aus­schlä­gen der alten Linde.

Ziel des Pro­jekts ist es, den cha­rak­te­ris­ti­schen und geschütz­ten Baum­be­stand des Schloss­parks lang­fris­tig zu erhal­ten und gleich­zei­tig das gene­ti­sche Erbe des his­to­ri­schen Bau­mes zu bewahren.

Gärt­ner­meis­ter Joa­chim Kös­ter erklärt den Hin­ter­grund: „Wenn ein Baum seit meh­re­ren 100 Jah­ren erfolg­reich an einem Stand­ort wächst, muss er sich opti­mal an die ört­li­chen Bege­ben­hei­ten und kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen ange­passt haben.“ Das gel­te auch für die his­to­ri­sche Lin­de an der Even­burg. Sie habe sich nach Ein­schät­zung des Gärt­ner­meis­ters auch unter den Bedin­gun­gen des Kli­ma­wan­dels bewährt.

„Des­we­gen ist es nur sinn­voll, die Gene zu erhal­ten und für wei­te­re Pflan­zun­gen im Park zu nut­zen“, so Köster.

 

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Anzucht der jun­gen Lin­den begann 2016

Mit der Anzucht der Nach­kom­men wur­de bereits im Jahr 2016 begon­nen. Inzwi­schen konn­ten meh­re­re jun­ge Lin­den erfolg­reich her­an­ge­zo­gen werden.

Ein Teil der Nach­zuch­ten wur­de bereits im Schloss­park ein­ge­setzt. Dabei kommt ein beson­de­res Ver­fah­ren zum Ein­satz: die soge­nann­te „Baum-im-Baum-Pflan­zung“.

An Stand­or­ten, an denen zu Jah­res­be­ginn aus Grün­den der Ver­kehrs­si­cher­heit ein­zel­ne Lin­den gefällt wer­den muss­ten, wur­den jun­ge Nach­zuch­ten der his­to­ri­schen Schloss­lin­de gepflanzt. Die jun­gen Bäu­me wach­sen nun in den Über­bleib­seln ihrer Vor­gän­ger her­an und sol­len deren Platz lang­fris­tig übernehmen.

Denk­mal­schutz und Kli­ma­schutz mit­ein­an­der verbunden

Für die­se beson­de­re Form der Nach­pflan­zung gibt es einen wich­ti­gen Grund. Der Schloss­park der Even­burg steht eben­so wie das Schloss selbst unter Denkmalschutz.

„Jede Pflan­zung muss mit der Denk­mal­schutz­be­hör­de der Stadt Leer abge­spro­chen wer­den“, erläu­tert Kös­ter. Wenn ein gefäll­ter Baum an sei­nem bis­he­ri­gen Stand­ort durch einen Nach­kom­men eins zu eins ersetzt wer­de, erleich­te­re dies das Verfahren.

Denn das Ziel, das his­to­ri­sche Erschei­nungs­bild des Schloss­parks mög­lichst genau zu erhal­ten, kön­ne auf die­se Wei­se beson­ders gut umge­setzt werden.

Wei­te­re Nach­zuch­ten wach­sen der­zeit in den Strei­fen­bee­ten des Schloss­parks her­an. Sie kön­nen bei Bedarf an geeig­ne­ten Stel­len ver­pflanzt werden.

Damit ver­bin­det das Pro­jekt auf unge­wöhn­li­che Wei­se Denk­mal­schutz und Kli­ma­schutz: Der his­to­ri­sche Cha­rak­ter des Parks soll erhal­ten blei­ben, wäh­rend zugleich Bäu­me nach­ge­zo­gen wer­den, die bereits an die ört­li­chen Bedin­gun­gen ange­passt sind.

Nach­zucht erhält den Namen „Evi“

Die regio­na­le Nach­zucht der Even­burg-Lin­de ist inzwi­schen so beson­ders, dass die neu ent­stan­de­ne und selek­tier­te Sor­te einen eige­nen Namen erhal­ten hat.

Beim dies­jäh­ri­gen Früh­lings­markt tauf­te Land­rat Mat­thi­as Groo­te die Nach­zucht­ge­nera­ti­on auf den Namen „Evi“.

Die jun­gen Lin­den ste­hen damit sinn­bild­lich für die lang­fris­ti­ge Bewah­rung des his­to­ri­schen Baum­be­stan­des der Even­burg. Aus einem Baum, der bereits seit rund 350 Jah­ren an sei­nem Stand­ort wächst, ent­steht auf die­se Wei­se eine neue Gene­ra­ti­on, die künf­tig selbst Teil des Schloss­parks wer­den soll.

Für Joa­chim Kös­ter reicht der Blick dabei weit über die Gegen­wart hin­aus: „Schön wäre natür­lich, wenn jemand in 350 Jah­ren dann Able­ger aus unse­ren Nach­zuch­ten nimmt.“

Dann könn­te auch die „Evi“ wei­ter­le­ben – und das gene­ti­sche Erbe der his­to­ri­schen Even­burg-Lin­de über Jahr­hun­der­te hin­weg erhal­ten bleiben.

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CDU Ost­fries­land for­dert Zukunft für VW Emden und zwei­ten Marinehafen

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CDU-Bezirks­vor­sit­zen­der Ulf Thie­le for­der­te in sei­ner Rede beim Bezirks­par­tei­tag im Fähr­haus in Emden die Ent­wick­lung eines „Ost­fries­land­plans 2.0“. Die­ser sol­le vor allem als Inno­va­ti­ons­stra­te­gie für die Regi­on die­nen und erneu­er­ba­re Ener­gien, Indus­trie, Mit­tel­stand, mari­ti­me Wirt­schaft sowie die Hoch­schu­le Emden/Leer stär­ker mit­ein­an­der verknüpfen.

CDU Ost­fries­land beschließt Zukunfts­pro­gramm für Land­wirt­schaft, Indus­trie und Häfen

Bezirks­par­tei­tag in Emden: CDU for­dert kla­re Zukunfts­per­spek­ti­ve für VW Emden, einen zwei­ten Mari­ne­ha­fen an der Ems und einen „Ost­fries­land­plan 2.0“

Emden, 15. August 2026. Die CDU Ost­fries­land hat auf ihrem Bezirks­par­tei­tag in Emden zen­tra­le poli­ti­sche Leit­li­ni­en für die kom­men­den Jah­re beschlos­sen. Unter dem Mot­to „Ganz klar für Ost­fries­land“ ver­ab­schie­de­ten die Dele­gier­ten am Sonn­abend im Fähr­haus am Emder Bor­kum­kai ein umfang­rei­ches Arbeits­pro­gramm für die Region.

Im Mit­tel­punkt stan­den die Zukunft der Land­wirt­schaft, die Siche­rung indus­tri­el­ler Arbeits­plät­ze, die Ent­wick­lung der ost­frie­si­schen Häfen, erneu­er­ba­re Ener­gien und Was­ser­stoff sowie der Aus­bau der Infra­struk­tur und die Stär­kung der Kom­mu­nen und des länd­li­chen Raumes.

Als Gäs­te dis­ku­tier­ten unter ande­rem der Prä­si­dent des Land­volks Nie­der­sach­sen und Vize­prä­si­dent des Deut­schen Bau­ern­ver­ban­des, Dr. Hol­ger Hen­nies, sowie der Gene­ral­se­kre­tär der CDU Nie­der­sach­sen und agrar­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Dr. Mar­co Mohr­mann, mit den Dele­gier­ten. Auch die poli­ti­sche Lage vor der Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tem­ber spiel­te eine wich­ti­ge Rolle.

Land­volk­prä­si­dent Hen­nies for­dert mehr Pla­nungs­si­cher­heit für die Landwirtschaft

Dr. Hol­ger Hen­nies ver­wies auf die beson­de­re Bedeu­tung Nie­der­sach­sens als Agrar­land. Die land­wirt­schaft­li­chen Betrie­be sei­en leis­tungs­fä­hig und inno­va­tiv, stün­den gleich­zei­tig aber zuneh­mend unter wirt­schaft­li­chem Druck.

Hohe Pro­duk­ti­ons­kos­ten, wach­sen­de Auf­la­gen und feh­len­de Pla­nungs­si­cher­heit wür­den Inves­ti­tio­nen erschwe­ren und damit die Zukunft vie­ler Fami­li­en­be­trie­be gefährden.

„Unse­re Land­wirt­schaft braucht nicht immer neue Auf­la­gen, son­dern ver­läss­li­che Rah­men­be­din­gun­gen, unter denen unse­re Betrie­be wett­be­werbs­fä­hig pro­du­zie­ren und inves­tie­ren kön­nen. Wer hei­mi­sche Lebens­mit­tel­pro­duk­ti­on will, muss den Fami­li­en­be­trie­ben auch eine wirt­schaft­li­che Zukunft ermög­li­chen“, sag­te Hennies.

In der anschlie­ßen­den Dis­kus­si­on bestand nach Anga­ben der CDU brei­te Über­ein­stim­mung dar­über, dass Land­wirt­schaft, Natur- und Kli­ma­schutz nicht gegen­ein­an­der aus­ge­spielt wer­den dürf­ten. Gefor­dert wur­den pra­xis­taug­li­che Lösun­gen, Pla­nungs­si­cher­heit und eine stär­ke­re Ori­en­tie­rung am Verursacherprinzip.

Mohr­mann: Arbeit müs­se sich wie­der stär­ker lohnen

Dr. Mar­co Mohr­mann for­der­te sowohl in der agrar­po­li­ti­schen Dis­kus­si­on als auch in sei­ner Rede zur poli­ti­schen Lage einen grund­le­gen­den Kurs­wech­sel. Nie­der­sach­sen müs­se sei­ne wirt­schaft­li­chen Stär­ken wie­der stär­ker in den Mit­tel­punkt stel­len. Unter­neh­men, Land­wirt­schaft und Beschäf­tig­te soll­ten von unnö­ti­gen Belas­tun­gen ent­las­tet werden.

Mit Blick auf die Land­wirt­schaft erklär­te Mohr­mann: „Wir müs­sen wie­der dafür sor­gen, dass die­je­ni­gen, die Lebens­mit­tel erzeu­gen, inves­tie­ren und Arbeits­plät­ze sichern, nicht durch immer neue Kos­ten und Auf­la­gen aus­ge­bremst wer­den. Land­wirt­schaft braucht unter­neh­me­ri­sche Frei­heit, Ver­läss­lich­keit und fai­re Wettbewerbsbedingungen.“

Mit Blick auf die Kom­mu­nal­wah­len stell­te Mohr­mann zudem das The­ma Leis­tungs­ge­rech­tig­keit in den Mit­tel­punkt. Men­schen, die arbei­ten und mit ihren Steu­ern und Sozi­al­ab­ga­ben zur Finan­zie­rung des Gemein­we­sens bei­tra­gen, müss­ten am Monats­en­de spür­bar mehr von ihrem Ein­kom­men behal­ten können.

Die CDU müs­se ins­be­son­de­re auf kom­mu­na­ler Ebe­ne zei­gen, dass sie kon­kre­te Pro­ble­me lösen kön­ne, wirt­schaft­li­che Ver­nunft mit sozia­ler Ver­ant­wor­tung ver­bin­de und Städ­ten, Gemein­den und Land­krei­sen wie­der grö­ße­re eige­ne Hand­lungs­spiel­räu­me verschaffe.

CDU for­dert lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve für VW-Werk in Emden

Der CDU-Bezirks­vor­sit­zen­de Ulf Thie­le MdL stell­te die Zukunft des Indus­trie­stand­or­tes Emden beson­ders her­aus. Das Volks­wa­gen-Werk sei von gro­ßer Bedeu­tung für die Stadt, aber auch für Beschäf­ti­gung, Kauf­kraft, Zulie­fe­rer und die wirt­schaft­li­che Sta­bi­li­tät der gesam­ten Region.

Thie­le for­der­te den VW-Kon­zern auf, bestehen­de Ver­ein­ba­run­gen ein­zu­hal­ten. Wenn die Beschäf­tig­ten und die Werk­lei­tung in Emden ihren Teil der ver­ein­bar­ten Kos­ten­zie­le erfüll­ten, müs­se auch der Volks­wa­gen-Vor­stand zu sei­nen Zusa­gen stehen.

„Der Tigu­an gehört dann wie zuge­sagt nach Emden. Und für mich ist eben­so klar: Auch das künf­ti­ge Nach­fol­ge­mo­dell des ID.7 muss in Emden gebaut wer­den“, sag­te Thiele.

Die For­de­rung wur­de auch in den beschlos­se­nen Leit­an­trag auf­ge­nom­men. Die CDU Ost­fries­land erwar­tet dem­nach aus­drück­lich Ver­trags­treue des VW-Vor­stan­des und bei Errei­chen der ver­ein­bar­ten Ein­spar­zie­le die zuge­sag­te Pro­duk­ti­on des ID. Tigu­an am Stand­ort Emden.

Emden soll zwei­ter Mari­ne­ha­fen­stand­ort werden

Eine wei­te­re zen­tra­le For­de­rung betrifft die mari­ti­me Bedeu­tung Emdens. Thie­le sprach sich dafür aus, den Emder Hafen neben Wil­helms­ha­ven zu einem Mari­ne­ha­fen­stand­ort der Deut­schen Mari­ne auszubauen.

Emden ver­fü­ge über geeig­ne­te Flä­chen, mari­ti­me Kom­pe­tenz, Hafen­in­fra­struk­tur und eine stra­te­gisch güns­ti­ge Lage. Ange­sichts der ver­än­der­ten Sicher­heits­la­ge in Euro­pa sei­en zusätz­li­che mari­ti­me Fähig­kei­ten und belast­ba­re Hafen­struk­tu­ren notwendig.

Auch die­se For­de­rung wur­de in den Leit­an­trag auf­ge­nom­men. Die Bun­des­re­gie­rung soll dem­nach die ver­füg­ba­ren Außen­ha­fen­flä­chen Emdens, ins­be­son­de­re am Rysumer Nacken, als stra­te­gi­schen Mari­ne­ha­fen­stand­ort der Deut­schen Mari­ne neben Wil­helms­ha­ven ent­wi­ckeln. Gleich­zei­tig soll die Pro­duk­ti­on von Defence-Gütern im ost­frie­si­schen Mit­tel­stand gestärkt werden.

 

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„Ost­fries­land­plan 2.0“ soll Inno­va­ti­on und Arbeits­plät­ze schaffen

Mit dem Leit­an­trag „Ganz klar für Ost­fries­land – Star­ker länd­li­cher Raum, ver­läss­li­che Infra­struk­tur und wirt­schaft­li­che Dyna­mik“ ver­ab­schie­de­te die CDU ein umfang­rei­ches poli­ti­sches Arbeitsprogramm.

Eine zen­tra­le Rol­le spielt dabei die Idee eines „Ost­fries­land­plans 2.0“. Dahin­ter steht eine neue Inno­va­ti­ons­stra­te­gie, die die unter­schied­li­chen wirt­schaft­li­chen und wis­sen­schaft­li­chen Stär­ken der Regi­on stär­ker mit­ein­an­der ver­bin­den soll.

Genannt wer­den ins­be­son­de­re erneu­er­ba­re Ener­gien und Was­ser­stoff, die mari­ti­me Wirt­schaft, die Auto­mo­bil­in­dus­trie, der Mit­tel­stand sowie die Hoch­schu­le Emden/Leer.

Nach den Vor­stel­lun­gen der CDU soll Ost­fries­land stär­ker als Modell­re­gi­on für Inno­va­ti­on ent­wi­ckelt wer­den. Geplant bezie­hungs­wei­se gefor­dert wer­den unter ande­rem ein inten­si­ve­rer Tech­no­lo­gie- und Wis­sens­trans­fer zwi­schen Hoch­schu­le und Mit­tel­stand, bes­se­re Bedin­gun­gen für Unter­neh­mens­grün­dun­gen und Start-ups sowie neue Finanzierungsinstrumente.

Der Leit­an­trag sieht unter ande­rem Real­la­bo­re für Was­ser­stoff­spei­cher und Netz­sta­bi­li­sie­rung, Tech­no­lo­gie­trans­fer-Gut­schei­ne für klei­ne und mitt­le­re Unter­neh­men sowie einen regio­na­len Risi­ko­ka­pi­tal-Grün­der­fonds vor.

„Wir brau­chen jetzt einen Ost­fries­land­plan 2.0. Er muss vor allem eine Inno­va­ti­ons­stra­te­gie für unse­re Regi­on sein“, erklär­te Thie­le. Ziel müs­se es sein, aus der vor­han­de­nen erneu­er­ba­ren Ener­gie neue Inno­va­tio­nen, Inves­ti­tio­nen, Wert­schöp­fung und siche­re Arbeits­plät­ze ent­ste­hen zu lassen.

Das von der CDU for­mu­lier­te Leit­mo­tiv lau­tet dabei: „Indus­trie folgt der Ener­gie.“ Der in Ost­fries­land erzeug­te Strom soll stär­ker vor Ort für indus­tri­el­le Pro­duk­ti­on, Was­ser­stoff­wirt­schaft und neue Arbeits­plät­ze genutzt werden.

 

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Land­wirt­schaft, Ener­gie und Infra­struk­tur als wei­te­re Schwerpunkte

In der Land­wirt­schaft bekennt sich die CDU zu den bäu­er­li­chen Fami­li­en­be­trie­ben. Gefor­dert wer­den weni­ger Büro­kra­tie, mehr Pla­nungs­si­cher­heit und fai­re Bedin­gun­gen für regio­na­le Lebens­mit­tel. Außer­dem spricht sich die Par­tei für ein akti­ves Wolfs­ma­nage­ment und einen koope­ra­ti­ven Moor­schutz anstel­le diri­gis­ti­scher Vor­ga­ben aus.

Beim Wirt­schafts­stand­ort setzt die CDU auf die Siche­rung des indus­tri­el­len Drei­ecks aus VW Emden, Ener­con und Mey­er Werft. Gleich­zei­tig sol­len neue Wert­schöp­fungs­mög­lich­kei­ten rund um erneu­er­ba­re Ener­gien und Was­ser­stoff entstehen.

Für den Emder Hafen for­dert die Par­tei neben der Fahr­rin­nen­an­pas­sung der Außen­ems neue Groß­schiffs­lie­ge­plät­ze sowie einen vom Land finan­zier­ten Hafen­pakt. Der Mas­ter­plan Ems müs­se öko­lo­gi­sche Sanie­rung und wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung mit­ein­an­der verbinden.

Wei­te­re For­de­run­gen betref­fen den Lücken­schluss der A20 und die B210n, den Aus­bau von Schie­ne, Glas­fa­ser und Mobil­funk sowie eine zukunfts­fes­te medi­zi­ni­sche Ver­sor­gung. Auch die Hoch­schu­le und die beruf­li­che Bil­dung sol­len gestärkt und die Unter­richts­ver­sor­gung ver­bes­sert werden.

Zudem for­dert die CDU grö­ße­re finan­zi­el­le Hand­lungs­spiel­räu­me für Städ­te, Gemein­den und Landkreise.

„Die­ser Leit­an­trag ist kein Wunsch­zet­tel, son­dern unser poli­ti­scher Arbeits­auf­trag für Ost­fries­land“, sag­te Thie­le. Ost­fries­land sol­le nicht Zuschau­er des Wan­dels sein, son­dern von den Ver­än­de­run­gen wirt­schaft­lich profitieren.

CDU legt Zukunfts­plan für die ost­frie­si­sche Küs­ten­fi­sche­rei vor

Mit einem wei­te­ren Beschluss stell­te sich der Bezirks­par­tei­tag hin­ter die ost­frie­si­sche Küs­ten­fi­sche­rei. Gefor­dert wird ein ergeb­nis­of­fe­ner Fische­rei­dia­log auf Grund­la­ge trans­pa­ren­ter wis­sen­schaft­li­cher und sozio­öko­no­mi­scher Daten.

Dabei soll die wirt­schaft­li­che Exis­tenz der Fische­rei­be­trie­be stär­ker berück­sich­tigt wer­den. Bereits bestehen­de Fische­rei­ver­bots­zo­nen sol­len auf die euro­päi­schen Flä­chen­zie­le ange­rech­net wer­den. Gleich­zei­tig for­dert die CDU gesi­cher­te Durch­fahrts­rech­te und pra­xis­taug­li­che, dyna­mi­sche Schutzgebiete.

Statt eines rei­nen Flot­ten­ab­baus ver­langt die Par­tei einen ver­bind­li­chen Trans­for­ma­ti­ons­fahr­plan. Die­ser soll die Betrie­be sta­bi­li­sie­ren, die Moder­ni­sie­rung von Flot­te und Häfen ermög­li­chen und lang­fris­tig eine öko­lo­gisch wie wirt­schaft­lich trag­fä­hi­ge Küs­ten­fi­sche­rei sichern.

Dafür soll nach dem Beschluss ein mehr­jäh­ri­ges Inves­ti­ti­ons­pro­gramm von Bund und Land mit einem Finanz­rah­men zwi­schen 90 und 135 Mil­lio­nen Euro auf­ge­legt werden.

Zusätz­lich for­dert die CDU ein ver­bind­li­ches Fische­rei­ha­fen- und Stand­ort­kon­zept. Im Beschluss heißt es: „Die Küs­ten­fi­sche­rei gehört zu Ost­fries­land wie die Dei­che und das Meer.“

Aus­bil­dung auf den Ost­frie­si­schen Inseln soll ver­bes­sert werden

Auch die beson­de­ren Bedin­gun­gen für Aus­zu­bil­den­de auf den Ost­frie­si­schen Inseln waren The­ma des Parteitages.

Die CDU for­dert, den Block­un­ter­richt für wich­ti­ge Aus­bil­dungs­be­ru­fe aus­zu­bau­en. Ab dem Schul­jahr 2027/28 sol­len die Aus­bil­dungs­gän­ge Hotelfachfrau/Hotelfachmann sowie Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann für alle Aus­bil­dungs­jah­re an der BBS Bor­kum ein­ge­rich­tet werden.

Ergän­zend soll geprüft und geför­dert wer­den, ob theo­re­ti­sche Aus­bil­dungs­in­hal­te teil­wei­se im Distanz­un­ter­richt ver­mit­telt wer­den können.

Damit sol­len Rei­se­zei­ten und Kos­ten redu­ziert, mehr prak­ti­sche Aus­bil­dungs­zeit in den Betrie­ben ermög­licht und die Nach­wuchs­ge­win­nung für Gas­tro­no­mie und Hotel­le­rie auf den Inseln ver­bes­sert werden.

Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tem­ber im Blick

Mit Blick auf die Kom­mu­nal­wahl am 13. Sep­tem­ber stell­te der Bezirks­par­tei­tag außer­dem die Bedeu­tung der kom­mu­na­len Ebe­ne heraus.

Die CDU wür­dig­te die Arbeit der ehren­amt­li­chen Kom­mu­nal­po­li­ti­ker und for­dert eine bes­se­re finan­zi­el­le Aus­stat­tung der Städ­te, Gemein­den und Land­krei­se. Bund und Land müss­ten für über­tra­ge­ne Auf­ga­ben auch die not­wen­di­gen finan­zi­el­len Mit­tel bereitstellen.

Das Kon­ne­xi­täts­prin­zip – ver­ein­facht: „Wer die Musik bestellt, bezahlt“ – müs­se kon­se­quent ange­wen­det werden.

Thie­le fass­te den Anspruch der CDU Ost­fries­land am Ende des Par­tei­ta­ges zusam­men: „Wir haben heu­te deut­lich gemacht, wofür die CDU Ost­fries­land steht: für wirt­schaft­li­che Stär­ke statt schlei­chen­den Struk­tur­ver­lust, für eine Land­wirt­schaft mit Zukunft, für siche­re Arbeits­plät­ze, star­ke Häfen und Kom­mu­nen, die wie­der han­deln können.“

Die Par­tei wol­le die anste­hen­den Ver­än­de­run­gen nicht ledig­lich beglei­ten, son­dern aktiv aus Ost­fries­land her­aus gestal­ten. Das zen­tra­le Mot­to des Bezirks­par­tei­ta­ges lau­te­te ent­spre­chend: „Ganz klar für Ostfriesland.“

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