Wirtschaft
Handwerk 2024/25: Rezession und Insolvenzen belasten, aber erste Hoffnungszeichen zeigen sich

Wirtschaftslage und Finanzierung im Handwerk 2024/25: Optimismus trotz schwieriger Rahmenbedingungen
Die aktuelle Lage im Handwerk ist von einem deutlichen Stimmungstief geprägt. Nach zwei Jahren Rezession sehen sich die Betriebe mit einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Situation konfrontiert. Laut der jüngsten Pressemitteilung von Creditreform ist die Stimmung im Handwerk auf dem tiefsten Stand seit der Weltfinanzkrise. Besonders der Bausektor leidet unter den Auswirkungen der wirtschaftlichen Rückschläge. Doch neben den Herausforderungen gibt es auch Zeichen der Hoffnung.
Stimmung im Handwerk auf einem 15-Jahres-Tief
Die zweijährige Rezession hat tiefgreifende Spuren im Handwerk hinterlassen. Der Geschäftslageindex ist auf 45,8 Punkte gefallen und erreicht damit den niedrigsten Stand seit 2010. Nur noch 51,6 Prozent der befragten Unternehmen bewerten ihre Geschäftslage als gut oder sehr gut, was einen Rückgang von 3,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Auch die Umsätze zeigen ein durchwachsenes Bild: 26,9 Prozent der Betriebe verzeichneten Rückgänge, während 25,4 Prozent ein Umsatzplus meldeten.
„Die Rezession trifft das Handwerk mit voller Wucht“, kommentiert Patrik-Ludwig Hantzsch, Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung. Besonders die Bauwirtschaft steht unter enormem Druck, während Handwerksbetriebe im gewerblichen Bedarf leichte Erholungstendenzen verzeichnen. Die Reparaturbranche, besonders im Bereich von Pkw und Haushaltsgeräten, zeigt positive Entwicklungen.
Optimistische Umsatzerwartungen, aber vorsichtiger Ausblick
Trotz der schwierigen Lage zeigen sich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Die Umsatzprognosen der Handwerksbetriebe sind weniger pessimistisch als im Vorjahr. Rund 24,3 Prozent der Betriebe erwarten ein Umsatzplus, was dem Vorjahreswert entspricht. Doch der Anteil der Pessimisten bleibt mit 22,8 Prozent hoch. Auch die Ertragsaussichten sind weiterhin überwiegend negativ, auch wenn eine leichte Verbesserung erkennbar ist.
Ein erfreuliches Signal ist die steigende Investitionsbereitschaft der Betriebe. Der Anteil der Unternehmen, die Investitionen planen, stieg von 41,5 Prozent auf 49,2 Prozent und erreichte damit das höchste Niveau seit Jahren. „Trotz der unsicheren Aussichten könnte das Handwerk gemeinsam mit der Binnennachfrage zur Stabilisierung der Konjunktur beitragen“, so Hantzsch.
Personalabbau setzt sich fort
Die angespannten wirtschaftlichen Bedingungen spiegeln sich auch im Personalabbau wider. 22,9 Prozent der Betriebe haben ihren Personalbestand reduziert, während nur 19,3 Prozent neue Mitarbeiter einstellten. Hauptursache für den Personalabbau ist das Ausscheiden von Fachkräften aufgrund des Renteneintritts und eine zurückhaltende Einstellungspolitik aufgrund der unsicheren wirtschaftlichen Lage.
In den kommenden Monaten dürften saisonale Effekte jedoch zu mehr Einstellungen führen. Etwa 21,4 Prozent der Unternehmen planen, ihr Personal aufzustocken, während 10,6 Prozent weiterhin Stellen abbauen wollen. Langfristig bleibt jedoch die Frage, ob dem Handwerk die Fachkräfte fehlen werden, warnt Hantzsch.
Insolvenzen steigen, Eigenkapitalquote unter Druck
Die Zahl der Insolvenzen im Handwerk ist 2024 um 18,9 Prozent auf insgesamt 4.350 Fälle gestiegen. Besonders betroffen sind Betriebe im gewerblichen Bedarf und im Ausbaugewerbe. „Viele Handwerksunternehmen, insbesondere im Baubereich, sehen sich mit wegbrechenden Aufträgen konfrontiert und haben mit steigenden Kosten zu kämpfen. Dies führt zu einem Anstieg der Insolvenzen“, erläutert Hantzsch.
Darüber hinaus ist die Zahl der eigenkapitalschwachen Handwerksbetriebe gestiegen. 34,5 Prozent der Unternehmen verfügen über eine Eigenkapitalquote von weniger als 10 Prozent, der höchste Wert seit mehr als einem Jahrzehnt. Die steigende Abhängigkeit von Fremdkapital und unsicheren Kreditkonditionen stellt eine zusätzliche Belastung dar.
Bürokratie als Belastung für das Handwerk
Ein weiteres großes Problem für viele Handwerksbetriebe ist die zunehmende Bürokratie. 79,3 Prozent der befragten Unternehmen berichten von einem Anstieg des Verwaltungsaufwands. Etwa ein Drittel der Betriebe gibt an, mehr als zehn Stunden pro Woche mit administrativen Aufgaben zu verbringen. Der steigende bürokratische Aufwand wird von den Betrieben als erheblicher Kostenfaktor und Wettbewerbsnachteil wahrgenommen. Mehr als die Hälfte der Betriebe muss mittlerweile Mitarbeiter für Bürokratieaufgaben abstellen, was zu weiteren Kosten führt.
„Es ist dringend notwendig, den Bürokratieabbau voranzutreiben, um den Unternehmen zu helfen“, fordert Hantzsch und appelliert an die neue Bundesregierung, hier entschlossener zu handeln.
Stabilisierung in Sicht, aber viele Herausforderungen bleiben
Obwohl die aktuelle wirtschaftliche Lage des Handwerks von Herausforderungen wie steigenden Insolvenzen, einem anhaltenden Personalabbau und einer schwachen Eigenkapitalquote geprägt ist, gibt es auch Hoffnungsschimmer. Die Investitionsbereitschaft steigt, die Stimmung ist weniger pessimistisch und es gibt Anzeichen einer Stabilisierung. Doch die strukturellen Probleme, die in den letzten Jahren gewachsen sind, und die Bürokratiebelastung stellen nach wie vor große Herausforderungen für die Branche dar. Es bleibt abzuwarten, wie sich die wirtschaftliche Lage in den kommenden Monaten entwickeln wird und ob das Handwerk in der Lage sein wird, sich wieder nachhaltig zu erholen.
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Wirtschaft
Gründungsboom in Niedersachsen: Immer mehr neue Unternehmen im Land!
Gewerbeanmeldungen in Niedersachsen steigen auch im ersten Halbjahr 2026
HANNOVER. Der Trend zu mehr Gewerbeanmeldungen hält in Niedersachsen weiter an: Im ersten Halbjahr 2026 wurden landesweit insgesamt 39.071 Gewerbe angemeldet. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) entspricht dies einem Anstieg von 7,1 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum (01.01. – 30.06.2025: 36.490 Anmeldungen).
(Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen, Pressemitteilung Nr. 079 vom 04.08.2026)
Zusammensetzung der Gewerbeanmeldungen
Die Gesamtzahl der 39.071 Anmeldungen in der ersten Jahreshälfte 2026 gliedert sich wie folgt auf:
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Neuerrichtungen: 33.141
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Zuzüge: 3.710
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Sonstige Anmeldungen: 2.220
Rechtsformen und Einzelunternehmen
Das Einzelunternehmen blieb mit einem Anteil von 80,2 % an allen Gewerbeanmeldungen die mit Abstand am häufigsten gewählte Rechtsform. Von den insgesamt 31.329 angemeldeten Einzelunternehmen entfielen 27.252 auf Neugründungen.
Geschlechterverteilung bei Neugründungen von Einzelunternehmen
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Männer: 17.334 Neugründungen
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Frauen: 9.918 Neugründungen
Die Frauenquote bei den Neugründungen von Einzelunternehmen lag damit bei 36,4 %. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (38,1 %) bedeutet dies ein leicht niedrigeres Niveau.
Staatsangehörigkeit der Gründerinnen und Gründer
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Deutsche Staatsangehörigkeit: 21.635 Neugründungen (79,4 %)
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Ausländische Staatsangehörigkeit: 5.617 Neugründungen (20,6 %)
Der Anteil deutscher Gründerinnen und Gründer erweist sich im zeitlichen Verlauf als sehr stabil (Vorjahr: 79,6 %).
Rückgang bei den Gewerbeabmeldungen und positiver Saldo
Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der Gewerbeabmeldungen im ersten Halbjahr 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,3 % auf 27.312 (Vorjahreszeitraum 2025: 27.950 Abmeldungen).
Daraus ergibt sich für das erste Halbjahr 2026 ein deutlich positiver Saldo aus An- und Abmeldungen von +11.759 zu Gunsten der Anmeldungen, der somit noch klarer ausfiel als im Vorjahr.

Immer informiert mit „Wir Leeraner“ & dem LeserECHO-Portal!
Wissen, was in der Region los ist? Die Facebook-Seite „Wir Leeraner“ und das digitale Nachrichtenportal „LeserECHO“ liefern Ihnen alle wichtigen Neuigkeiten, Veranstaltungstipps und Geschichten direkt aus der Heimat.
Das Beste: Unser Angebot ist vollständig kostenlos und kommt ganz ohne Abokosten aus!
Gewerbeanmeldung vor Ort: Ablauf, Pflichten und rechtliche Vorgaben
Wer den Schritt in die Selbstständigkeit wagt, steht zu Beginn vor administrativen Aufgaben. Grundsätzlich gilt: Ein Gewerbe muss immer bei der zuständigen Kommunalverwaltung – also der jeweiligen Gemeinde, Samtgemeinde oder Stadt des Betriebssitzes – angemeldet werden. Das Anmeldeverfahren folgt dabei bundesweit einheitlichen Vorgaben und ist auf einen strukturierten Ablauf ausgelegt.
Was gilt rechtlich als Gewerbe?
Ein Gewerbe ist jede nicht sozialwidrige, selbstständige, auf Dauer und Gewinnerzielung angelegte Tätigkeit, die im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ausgeübt wird.
Nicht jede selbstständige Tätigkeit fällt unter den Begriff des Gewerbes. Ausgenommen sind unter anderem:
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Freie Berufe: z. B. Ärzte, Rechtsanwälte oder Steuerberater
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Urproduktion: z. B. Land- und Forstwirtschaft
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Verwaltung eigenen Vermögens: sofern es sich nicht um eine im Handelsregister eingetragene Firma handelt
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Sozial unwerte Tätigkeiten: z. B. Hellsehen
Wann und von wem muss angemeldet werden?
Der Beginn eines stehenden Gewerbes, der Betrieb einer Zweigniederlassung oder einer unselbständigen Zweigstelle muss gleichzeitig mit dem Tätigkeitsbeginn bei der zuständigen Stelle angezeigt werden. Anzeigepflichtig sind:
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Einzelgewerbetreibende (natürliche Personen)
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Personengesellschaften: Hier ist jede bzw. jeder vertretungsberechtigte Gesellschafter anzeigepflichtig.
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Juristische Personen (z. B. GmbH, AG): Die juristische Person selbst wird vertreten durch ihre Organe angemeldet.
Behördenvernetzung: Automatischer Informationsfluss
Ein zentraler Vorteil der Gewerbeanmeldung bei der zuständigen Kommunalverwaltung liegt in der internen Vernetzung der Stellen. Durch das Einreichen der Gewerbeanzeige werden maßgebliche Institutionen automatisch informiert, darunter:
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Finanzamt
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Industrie- und Handelskammer (IHK) bzw. Handwerkskammer (HWK)
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Gewerbeaufsichtsamt
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Berufsgenossenschaften
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Amtsgericht
Gebühren und Kosten
Die Gebühren für die Bearbeitung der Gewerbeanmeldung richten sich in Niedersachsen nach der Anlage 1 zu § 1 Absatz 1 der Allgemeinen Gebührenordnung des Landes Niedersachsen (AllGO), Tarifstelle Nr. 40.1.2.1.
Die Höhe der Gebühr wird nach dem tatsächlichen Zeitaufwand berechnet. Es fallen jedoch höchstens 43,00 EUR an.
Sonderregelungen für überwachungsbedürftige Gewerbe (§ 38 GewO)
Für überwachungsbedürftige Gewerbezweige nach § 38 der Gewerbeordnung (GewO) gelten strengere Überprüfungspflichten bezüglich der persönlichen Zuverlässigkeit.
Erforderliche Nachweise:
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Führungszeugnis (Belegart O, zur Vorlage bei einer Behörde)
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Auszug aus dem Gewerbezentralregister (Belegart O, zur Vorlage bei einer Behörde)
Diese Unterlagen sind unverzüglich zu beantragen. Liegen sie bereits vor und sind nicht älter als drei Monate, können sie der Gewerbeanzeige direkt beigefügt werden. Wird dieser Verpflichtung nicht nachgekommen, holt die zuständige Stelle die Auskünfte von Amts wegen ein. Die Dokumente werden in diesem Fall direkt an die Behörde übermittelt.
Gewerbetreibende aus dem EU-/EWR-Ausland:
Gemäß § 13b GewO reichen bei Gewerbetreibenden aus einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum entsprechende Unterlagen aus dem Herkunftsland aus. Die Behörde kann die Vorlage in beglaubigter Kopie sowie in beglaubigter deutscher Übersetzung verlangen.
Abwicklung und der „Einheitliche Ansprechpartner“
Die örtliche Zuständigkeit liegt bei der jeweiligen Gemeinde, Samtgemeinde oder Stadtverwaltung. Für Dienstleistungserbringer besteht zudem die Möglichkeit, das Verfahren über den „Einheitlichen Ansprechpartner“ abzuwickeln – ein spezielles Serviceangebot der Kommunen und Länder zur Vereinfachung von Verwaltungsverfahren.
Benötigte Unterlagen auf einen Blick
Für die vollständige Gewerbeanmeldung werden je nach Rechtsform und Gewerbezweig folgende Dokumente benötigt:
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Personalausweis oder Reisepass
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Gegebenenfalls Handelsregisterauszug
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Gegebenenfalls Nachweis über die Eintragung bei der Handwerkskammer bzw. Handwerkskarte
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Gegebenenfalls gesetzlich vorgeschriebene Erlaubnisurkunde
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Im Vertretungsfall: Schriftliche Vertretungsvollmacht


Dein Start beim LeserECHO-Verlag: Gestalte die regionale Medienwelt mit!
Die Medienlandschaft verändert sich rasant – und wer eigene Ideen, eine Leidenschaft für Content Creation und ein Gespür für regionale Geschichten mitbringt, findet hier die perfekte Plattform. Der LeserECHO-Verlag baut sein Netzwerk in Ostfriesland und dem Emsland weiter aus und sucht motivierte Medienberater (m/w/d) sowie kreative Köpfe, die die digitale Zukunft aktiv mitgestalten wollen.
Ob reichweitenstarke Newsportale, moderne Social-Media-Kanäle oder die eigene gedruckte Zeitung: Das Medienhaus LeserECHO verbindet klassische Berichterstattung mit innovativen Online-Strategien.
Was die Aufgabe ausmacht
Als Medienberater und Creator beim LeserECHO-Verlag geht die Rolle weit über die klassische Beratung hinaus. Es entsteht Raum, eigenen Content aufzubauen, über spannende regionale Themen zu berichten und Kunden fundiert durch die digitale Welt zu begleiten.
Die Kernaufgaben im Überblick:
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Medienkonzepte & Content: Entwicklung und Umsetzung moderner Medienkonzepte mit starkem Fokus auf Social Media.
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Markenpositionierung: Beratung von Kunden bei Online-Marketing-Kampagnen und strategischer Online-Positionierung.
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Wissenstransfer: Durchführung von Workshops und Schulungen für Partner und Kunden.
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Netzwerk & Betreuung: Verlässlicher Ansprechpartner für Kundenfragen und regionale Netzwerke.
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Eigenes Profil schärfen: Aufbau eigener Formate und Berichterstattung über relevante Themen der Region.
Wer perfekt ins Team passt
Das Angebot richtet sich an engagierte Persönlichkeiten und junge Medienschaffende, die Freude an digitaler Kommunikation haben und eigenverantwortlich arbeiten möchten:
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Erfahrung: Kenntnisse oder mehrjährige Erfahrung im Bereich Online-Marketing und Social Media.
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Creator-Spirit: Leidenschaft für das Erstellen von digitalem Content und Freude daran, Reichweite aufzubauen.
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Sprachkompetenz: Sehr gute Deutschkenntnisse in Wort und Schrift.
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Arbeitsweise: Strukturierte, zielorientierte und selbstständige Arbeitsorganisation.
Warum sich der Einstieg lohnt
Der LeserECHO-Verlag bietet eine etablierte Infrastruktur, jahrelange Branchenerfahrung und ein starkes Netzwerk. Das bietet den perfekten Nährboden, um direkt durchzustarten:
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Vielfältige Möglichkeiten: Verknüpfung von reichweitenstarken Newsportalen, Social-Media-Kanälen und Printmedien.
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Flexibles Modell: Ein Einstieg als freiberuflicher Partner in Ostfriesland oder im Emsland ist problemlos möglich.
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Attraktive Bedingungen: Leistungsorientierte Vergütung und anspruchsvolle, abwechslungsreiche Projekte.
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Erfahrung nutzen: Profitieren vom Know-how eines etablierten Medienhauses.
So gelingt der erste Schritt
Der Standard-Lebenslauf kann gerne im Anhang bleiben – im ersten Schritt zählt die Begeisterung und die eigene Vision. In der Bewerbungs-E-Mail sollte direkt spürbar sein, warum das Herz für Medien und Content Creation schlägt.
Was in der E‑Mail stehen sollte:
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Die persönliche Idee: Welches Thema, welches Format oder welche Nische in Ostfriesland/Emsland brennt darauf, umgesetzt zu werden? Welcher Content begeistert?
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Die Vorstellung: Wie sieht die Wunsch-Zusammenarbeit aus (z. B. freiberuflich als Partner) und wie lässt sich das eigene Know-how optimal einbringen?
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Die Rahmenbedingungen: Gehalts- bzw. Honorarvorstellung sowie der frühestmögliche Eintrittstermin.
Einfach die Ideen und Unterlagen direkt per E‑Mail senden an:
Hinweis: Mit dem Absenden der E‑Mail erklären Sie sich damit einverstanden, dass Ihre Daten zur Bearbeitung Ihres Anliegens verwendet werden (Weitere Informationen und Widerrufshinweise finden Sie in der Datenschutzerklärung).
Wirtschaft
Windenergie 2026: Rekordzahlen bei den Genehmigungen – doch bremst die Politik den Ausbau jetzt wieder aus?
Windenergieausbau an Land im ersten Halbjahr 2026: Rekordgenehmigungen treffen auf Sorge um geplante Gesetzgebung
BERLIN / FRANKFURT. Der Ausbau der Onshore-Windenergie in Deutschland zeigt in der ersten Hälfte des Jahres 2026 ein solides Wachstum, sieht sich jedoch durch anstehende politische Entscheidungen mit neuen Hürden konfrontiert. Nach einer aktuellen Auswertung der Fachagentur Wind und Solar im Auftrag des Bundesverbandes WindEnergie (BWE) und von VDMA Power Systems wurden zwischen Januar und Juni 2026 Windenergieanlagen mit einer Brutto-Leistung von 2.363 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen. Dies entspricht einem Zuwachs von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Trotz des Zuwachses warnen die Branchenverbände eindringlich vor den Auswirkungen der geplanten Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG 2027) sowie des neuen Netzanschlusspakets der Bundesregierung.
Die Halbjahreszahlen 2026 im Überblick
Zum Stichtag 30. Juni 2026 umfasste der Gesamtbestand in Deutschland 29.248 Windenergieanlagen an Land mit einer installierten Gesamtleistung von 69.952 MW. Damit deckt die Onshore-Windenergie fast ein Viertel der deutschen Stromversorgung ab.
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Brutto-Zubau: 423 Anlagen mit insgesamt 2.363 MW Leistung (davon Repowering: 135 Anlagen mit 770 MW).
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Rückbau / Stilllegung: 307 Anlagen mit einer Leistung von 436 MW.
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Netto-Zubau: 116 Anlagen mit einer Netto-Leistung von 1.927 MW.
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Genehmigungsvolumen: Im 1. Halbjahr wurden 1.419 Anlagen mit 9.150 MW (9,1 GW) neu genehmigt.
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Projektspeicher: Das Gesamtvolumen genehmigter Projekte stieg auf 48,1 GW, wovon rund 19 GW bisher noch keinen Ausschreibungszuschlag erhalten haben.
Die Ausbauprognose der Branche für das Gesamtjahr 2026 liegt bei ambitionierten 8 GW, was aufgrund des vorhandenen Zuschlagsvolumens als erreichbar gilt, sofern bürokratische und logistische Ausbauhemmnisse zügig abgebaut werden.
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Der Tammenshof im ostfriesischen Bunderhee lädt Sie zu einer unvergleichlichen Kombination aus regionaler Küche und einmaligem historischen Ambiente ein. Als stilvolles Restaurant mit gemütlichem Café und idyllischer Außenterrasse verwöhnen wir Sie mit frischen, saisonalen Köstlichkeiten auf einer kulinarischen Reise durch die Region.
Zusammen mit dem historischen Garten Slingertuin und dem Steinhaus aus dem 14. Jahrhundert bildet der denkmalgeschützte Gulfhof ein einzigartiges Kulturquartier im Herzen des Rheiderlands.
Ob Hochzeiten, Geburtstage, Familienfeiern, Firmenevents, Weihnachtsfeiern oder als perfektes Ausflugsziel für Ihre nächste Fahrradtour – der Tammenshof bietet den idealen Rahmen für jeden Anlass.
(Für weitere Informationen einfach auf das Foto klicken)
Kritik an EEG-Novelle und Netzanschlusspaket
Die Branchenspitzen äußern deutliche Kritik an den Gesetzesentwürfen des Bundeswirtschaftsministeriums. Sie befürchten, dass durch neue Unwägbarkeiten der gesetzliche Zielpfad von 10 GW Zubau pro Jahr verfehlt wird.
„Die Windenergie an Land ist das Rückgrab der deutschen Stromversorgung. Die aktuellen Gesetzesentwürfe sorgen jedoch nicht für die notwendigen investitionssicheren Rahmenbedingungen. Die Pläne drohen, den Ausbau empfindlich auszubremsen und Deutschlands fossile Abhängigkeit zu zementieren.“
— Bärbel Heidebroek, Präsidentin des Bundesverbandes WindEnergie (BWE)
Dr. Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer von VDMA Power Systems, ergänzt, dass die Industrie über die nötigen Produktionskapazitäten verfüge, aber Verlässlichkeit benötige:
„Wenn beim Netzpaket nicht nachgebessert wird, geraten Investitionen, Innovationen, Wertschöpfung und der Ausbau einer resilienten Energieversorgung unter Druck. Mit verlässlichen Rahmenbedingungen sowie Verbesserungen bei Netzanschlüssen und Transportbedingungen kann der Zubau-Rückstand aufgeholt werden.“
— Dr. Dennis Rendschmidt, Geschäftsführer VDMA Power Systems
Kernforderungen der Windenergiebranche an die Politik
Um den Ausbaupfad auch über das Jahr 2026 hinaus zu sichern, fordern BWE und VDMA Nachbesserungen im parlamentarischen Verfahren:
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Verteilnetzausbau beschleunigen: Digitalisierung, Finanzierung und der physische Ausbau der Verteilnetze müssen mit dem Zubau der Windenergie Schritt halten. Engpassgebiet-Regelungen im Netzpaket dürfen den Ausbau nicht blockieren.
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Zusatzvolumen effektiv nutzen: Das im Klimaschutzprogramm beschlossene Zusatzvolumen von 12 GW Windenergie an Land wird begrüßt – insbesondere zur Stärkung der Südregion. Die Umsetzung dürfe jedoch nicht durch Redispatch-Vorbehalte oder praxisuntaugliche Reformen des Referenzertragsmodells entwertet werden.
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IT- und Anlagensicherheit stärken: Die physische und digitale Sicherheit der Energieanlagen muss angesichts potenzieller Bedrohungen höchste Priorität haben. Gesetzliche Regelungslücken, insbesondere bezüglich Fernzugriffen und Steuerungskontrollen, müssen umgehend geschlossen werden.
Mit inzwischen mehr als 130.000 Arbeitsplätzen bleibt die Windenergie an Land ein zentraler Pfeiler für industrielle Wertschöpfung, Versorgungssicherheit und bezahlbare Strompreise am Wirtschaftsstandort Deutschland.
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Wirtschaft
Tabaksteuereinnahmen des Bundes brechen im 1. Halbjahr um 15 Prozent ein
Tabaksteuereinnahmen brechen im 1. Halbjahr 2026 um 15 Prozent ein: BVTE warnt vor weiterem Drehen an der Steuerschraube
Die Steuereinnahmen aus dem Verkauf von Tabakwaren in Deutschland verzeichnen einen deutlichen Rückgang. Nach aktuellen Daten aus dem Monatsbericht des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) beliefen sich die Einnahmen aus der Tabaksteuer im ersten Halbjahr 2026 auf 6,792 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Einbruch von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (erstes Halbjahr 2025).
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) sieht darin ein klares Signal dafür, dass die Belastungsgrenze des legalen Marktes erreicht ist. Der Verband warnt die Politik eindringlich vor den geplanten weiteren Steuererhöhungen.
Steuererhöhung von 15 Cent zeigt negative Wirkung
Bereits zum 1. Januar 2026 wurde die Tabaksteuer um 15 Cent pro 20er-Packung Zigaretten angehoben. Der darauffolgende Rückgang der Einnahmen verdeutlicht nach Ansicht des BVTE die negativen finanziellen Folgen dieser Maßnahme für den Bundeshaushalt.
BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke kritisiert die aktuellen Pläne von Bundesregierung und Regierungskoalition scharf:
„Sowohl der Gesetzentwurf der Bundesregierung als auch die Pläne der Regierungskoalition für eine weitere drastische Erhöhung der Tabaksteuer sind finanzpolitischer Wahnsinn. Die derzeit diskutierte Steuererhöhung von 80 Cent je Packung würde den Preis einer Zigarettenschachtel bereits im kommenden Jahr auf rund 9,10 Euro und bis 2030 auf fast 12 Euro steigen lassen.“
Mücke betont, dass eine Erhöhung um 15 Cent, die mit einem Einnahmenrückgang von 15 Prozent einhergeht, als klares Warnsignal verstanden werden muss. Eine Politik, die die Steuerschraube weiter überdreht, riskiere den Verlust sicherer Einnahmen und begünstige die organisierte Kriminalität.

BVTE-Hauptgeschäftsführer Jan Mücke Bildrechte:Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE)Fotograf:Christian Kruppa
Risiken für den legalen Markt und den Bundeshaushalt
Nach Einschätzung des BVTE schwächen drastische Steuererhöhungen den legalen und regulierten Markt massiv. Zu den direkten Folgen gehören:
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Zunahme des illegalen Handels: Verfehlen Steuersätze die Akzeptanz der Verbraucher, verlagert sich der Konsum verstärkt auf den Schwarzmarkt.
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Anstieg von Schmuggel und Fälschungen: Höhere Preise fördern die Verbreitung unangemeldeter und gefälschter Produkte.
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Sinkende Staatseinnahmen: Ein schrumpfender legaler Markt führt zu schwindenden Tabaksteuereinnahmen und hinterlässt Milliardenlöcher im Haushalt.
Internationale Beispiele: Erfahrungen aus Frankreich und den Niederlanden
Der BVTE verweist auf Entwicklungen in europäischen Nachbarländern, um die Warnungen zu untermauern:
| Land | Entwicklung nach Steuererhöhungen |
| Frankreich | Laut einer Studie der Zollverwaltung entgehen bereits 17,7 % des Tabakkonsums der nationalen Besteuerung. Etwa 4 von 10 konsumierten Zigaretten stammen aus illegalen Quellen. |
| Niederlande | Nach den Steuererhöhungen des Jahres 2024 stieg der grenzüberschreitende Einkauf stark an. Mittlerweile werden rund 60 % der konsumierten Tabakwaren im Ausland erworben. |
Appell an die Politik
Der BVTE fordert Bundesregierung und Bundestag auf, die geplanten Steuererhöhungen grundlegend zu überdenken. Ziel müsse eine verlässliche Fiskalpolitik sein, die stabile Staatseinnahmen sichert, den regulierten Markt schützt und dem Schwarzmarkt entgegenwirkt.
AnzeigeÜber den BVTE
Der Bundesverband der Tabakwirtschaft und neuartiger Erzeugnisse (BVTE) vertritt die Interessen von Herstellern von Tabakwaren, E‑Zigaretten und verwandten Produkten in Deutschland. Der Verband setzt sich für eine evidenzbasierte Regulierung, wirksamen Jugendschutz und fairen Wettbewerb ein.























