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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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CDU will Steu­er­be­trug in Nie­der­sach­sen wirk­sa­mer bekämpfen

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CDU will Steu­er­voll­zug in Nie­der­sach­sen moder­ni­sie­ren und Steu­er­be­trug wirk­sa­mer bekämpfen

Ulf Thie­le: Mehr Daten­ana­ly­se, Spe­zia­li­sie­rung und Per­so­nal – zugleich kla­re rechts­staat­li­che Gren­zen beim Ein­satz von KI

Han­no­ver. Steu­er­be­trug ver­ur­sacht nicht nur finan­zi­el­le Schä­den für den Staat, son­dern kann auch den Wett­be­werb ver­zer­ren und das Ver­trau­en in die Steu­er­ge­rech­tig­keit beein­träch­ti­gen. Die CDU-Land­tags­frak­ti­on Nie­der­sach­sen for­dert des­halb eine umfas­sen­de Moder­ni­sie­rung des Steu­er­voll­zugs. Anläss­lich der Anhö­rung im Aus­schuss für Haus­halt und Finan­zen zum The­ma Steu­er­be­trug hat die Frak­ti­on einen weit­ge­hen­den Ände­rungs­vor­schlag zum Antrag von SPD und Grü­nen vorgelegt.

Der haus­halts- und finanz­po­li­ti­sche Spre­cher der CDU-Land­tags­frak­ti­on, Ulf Thie­le MdL, macht deut­lich: „Steu­er­be­trug ist kein Kava­liers­de­likt.“ Wer Steu­ern hin­ter­zie­he oder Steu­er­be­trug orga­ni­sie­re, scha­de letzt­lich auch den­je­ni­gen, die ihren steu­er­li­chen Pflich­ten ord­nungs­ge­mäß nachkommen.

Nach Ansicht der CDU geht der Antrag von SPD und Grü­nen bei den kon­kre­ten Kon­se­quen­zen nicht weit genug. Die CDU for­dert statt­des­sen einen daten­ba­sier­ten, risi­ko­ori­en­tier­ten und tech­nisch zeit­ge­mä­ßen Steu­er­voll­zug. Dadurch soll orga­ni­sier­te Steu­er­kri­mi­na­li­tät frü­her erkannt und wirk­sa­mer bekämpft werden.

TaDeA und moder­ne Daten­ana­ly­se sol­len aus­ge­baut werden

Im Mit­tel­punkt des CDU-Vor­schlags steht der kon­se­quen­te Aus­bau moder­ner Ana­ly­se­instru­men­te. Auch das nie­der­säch­si­sche Pro­jekt TaDeA soll wei­ter­ent­wi­ckelt und dau­er­haft gestärkt werden.

Nach Auf­fas­sung der CDU müs­sen vor­han­de­ne Daten bes­ser genutzt und sys­te­ma­tisch mit­ein­an­der aus­ge­wer­tet wer­den. Dabei geht es unter ande­rem um Daten, Zah­lungs­strö­me, Rech­nun­gen und Unter­neh­mens­ver­flech­tun­gen.

Dar­über hin­aus for­dert die CDU stär­ke­re spe­zia­li­sier­te Prüf­ein­hei­ten sowie eine enge­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen den Bun­des­län­dern, dem Bund und euro­päi­schen Institutionen.

Gera­de bei grenz­über­schrei­ten­dem Umsatz­steu­er­be­trug sto­ße die klas­si­sche Bear­bei­tung ein­zel­ner Fäl­le mit klein­tei­li­gen Zustän­dig­kei­ten zuneh­mend an ihre Gren­zen, so die CDU.

Euro­päi­sche Staats­an­walt­schaft bestä­tigt Handlungsbedarf

Nach Dar­stel­lung der CDU habe die Anhö­rung im Finanz­aus­schuss gezeigt, dass die vor­ge­schla­ge­ne Rich­tung not­wen­dig sei. Ver­tre­ter der Euro­päi­schen Staats­an­walt­schaft hät­ten geschil­dert, wie pro­fes­sio­nell orga­ni­siert und inter­na­tio­nal ver­netzt schwe­rer Umsatz­steu­er­be­trug inzwi­schen ablaufe.

Die zen­tra­le Bot­schaft aus der Anhö­rung sei aus Sicht der CDU ein­deu­tig: Steu­er­be­trug müs­se frü­her erkannt wer­den. Dafür sei­en eine bes­se­re Daten­ana­ly­se, dau­er­haf­te Spe­zia­li­sie­rung und eine stär­ke­re Koor­di­nie­rung der zustän­di­gen Stel­len erforderlich.

Thie­le sieht dar­in eine Bestä­ti­gung des CDU-Ansatzes.

Daten und Zah­lungs­strö­me sys­te­ma­tisch auswerten

Auch die Ver­tre­ter von TaDeA hät­ten bei der Anhö­rung dar­auf hin­ge­wie­sen, dass moder­ner Steu­er­be­trug nur umfas­send erkannt wer­den kön­ne, wenn unter­schied­li­che Infor­ma­tio­nen zusam­men­ge­führt und sys­te­ma­tisch ana­ly­siert würden.

Die CDU will des­halb TaDeA wei­ter aus­bau­en und zugleich gemein­sa­me Daten­stan­dards und Ana­ly­se­fä­hig­kei­ten stärken.

Auch die Deut­sche Steu­er-Gewerk­schaft (DSTG) auf Bun­des­ebe­ne habe den CDU-Vor­schlag grund­sätz­lich als wich­ti­gen Bau­stein für einen moder­nen und wirk­sa­men Steu­er­voll­zug ein­ge­ord­net. Dazu gehör­ten unter ande­rem eine stär­ke­re Daten­nut­zung, gemein­sa­me Platt­for­men sowie eine bes­se­re Bekämp­fung von Cum-Cum- und Umsatz­steu­er­be­trugs­struk­tu­ren.

Digi­ta­li­sie­rung allein reicht nicht

Gleich­zei­tig wur­de bei der Anhö­rung deut­lich, dass moder­ne Tech­nik allein nach Ein­schät­zung der CDU nicht aus­reicht. Die DSTG Nie­der­sach­sen habe dar­auf hin­ge­wie­sen, dass Ana­ly­se­instru­men­te nur dann ihre Wir­kung ent­fal­ten kön­nen, wenn aus­rei­chend qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal vor­han­den ist.

Die gewon­ne­nen Erkennt­nis­se müss­ten schließ­lich von Fach­leu­ten aus­ge­wer­tet und anschlie­ßend in Prü­fun­gen und Ermitt­lun­gen umge­setzt werden.

Die­sen Punkt will die CDU bei der wei­te­ren Aus­ar­bei­tung ihres Antrags beson­ders berücksichtigen.

Fünf Punk­te sol­len wei­ter­ent­wi­ckelt werden

Die CDU-Land­tags­frak­ti­on will ihren Antrag nun auf Grund­la­ge der Ergeb­nis­se der Anhö­rung wei­ter schär­fen. Dabei ste­hen fünf Berei­che beson­ders im Mittelpunkt:

  1. Mehr Per­so­nal und eine stär­ke­re Orga­ni­sa­ti­on für Steu­er­fahn­dung, Betriebs­prü­fung und Umsatzsteuer-Sonderprüfung.
  2. Dau­er­haf­te insti­tu­tio­nel­le Ver­ste­ti­gung von TaDeA als zen­tra­le Kom­pe­tenz für die Datenanalyse.
  3. Aus­bau gemein­sa­mer Daten­stan­dards und Län­der­ko­ope­ra­tio­nen, um Infor­ma­tio­nen bes­ser nut­zen und aus­wer­ten zu können.
  4. Kla­re rechts­staat­li­che Siche­run­gen beim Ein­satz auto­ma­ti­sier­ter Ana­ly­sen, ins­be­son­de­re beim Ein­satz von künst­li­cher Intelligenz.
  5. Ver­wal­tungs­ar­me Umset­zung, damit rechts­treue Steu­er­pflich­ti­ge nicht durch Mehr­fach­ab­fra­gen und unnö­ti­ge Büro­kra­tie belas­tet werden.

Mensch­li­che Ent­schei­dung soll erhal­ten bleiben

Bei der zuneh­men­den Nut­zung von Daten­ana­ly­se und künst­li­cher Intel­li­genz will die CDU zugleich kla­re Gren­zen set­zen. Die Stel­lung­nah­men der Steu­er­be­ra­ter­kam­mer und der Steu­er­ge­werk­schaf­ten hät­ten gezeigt, dass auto­ma­ti­sier­te Sys­te­me nicht die fach­li­che Ent­schei­dung des Men­schen erset­zen sollten.

Aus Sicht der CDU müs­sen Ver­fah­ren trans­pa­rent und ver­hält­nis­mä­ßig gestal­tet wer­den. Gleich­zei­tig dürf­ten ehr­li­che Unter­neh­men nicht mit unnö­ti­ger Büro­kra­tie belas­tet werden.

„Mehr Druck auf die Betrü­ger, nicht mehr Büro­kra­tie für die Ehrlichen“

Für die CDU-Land­tags­frak­ti­on steht des­halb ein Ziel im Mit­tel­punkt: Der Steu­er­voll­zug soll moder­ner und schlag­kräf­ti­ger wer­den, ohne die Belas­tun­gen für rechts­treue Steu­er­zah­ler unnö­tig zu erhöhen.

„Unser Ziel ist klar: Wir wol­len nicht mehr Büro­kra­tie für die Ehr­li­chen, son­dern mehr Druck auf die Betrü­ger“, erklärt Ulf Thiele.

Wer orga­ni­siert Steu­ern hin­ter­zie­he, müs­se schnel­ler erkannt und kon­se­quen­ter ver­folgt wer­den. Nie­der­sach­sen kön­ne und müs­se dabei nach Auf­fas­sung der CDU eine Vor­rei­ter­rol­le übernehmen.

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Lern­pro­fil ent­de­cken: VHS-Kur­se in Wes­t­ov­er­le­din­gen zei­gen, wie indi­vi­du­el­les Ler­nen gelin­gen kann

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Astrid Frey vor dem Klei­nen Cam­pus in Wes­t­ov­er­le­din­gen: In ihren VHS-Kur­sen geht es um das per­sön­li­che Lern­pro­fil und dar­um, indi­vi­du­el­le Lern­stär­ken gezielt zu erken­nen und zu nutzen.

Die For­mel unse­rer Ein­zig­ar­tig­keit: Was unse­re zwei Sei­ten über unser Ler­nen verraten

VHS-Kur­se in Wes­t­ov­er­le­din­gen zei­gen, wie indi­vi­du­el­le Lern­pro­fi­le erkannt und für den All­tag genutzt wer­den können

War­um fällt man­chen Men­schen das Ler­nen schein­bar mühe­los zu, wäh­rend ande­re stun­den­lang am Schreib­tisch sit­zen und trotz­dem das Gefühl haben, dass wenig hän­gen bleibt? War­um hilft dem einen Aus­wen­dig­ler­nen, wäh­rend der ande­re Inhal­te erst ver­steht, wenn er sie prak­tisch ausprobiert?

Die Ant­wort dar­auf ist nicht immer eine Fra­ge von Fleiß oder Moti­va­ti­on. Jeder Mensch nimmt Infor­ma­tio­nen auf sei­ne ganz eige­ne Wei­se wahr, ver­ar­bei­tet sie indi­vi­du­ell und ent­wi­ckelt dabei per­sön­li­che Stra­te­gien. Genau hier set­zen zwei beson­de­re Kur­se der Volks­hoch­schu­le Leer, Außen­stel­le Wes­t­ov­er­le­din­gen, an: Sie beschäf­ti­gen sich mit dem per­sön­li­chen Lern­pro­fil und der Fra­ge, wie Ler­nen geziel­ter, ent­spann­ter und indi­vi­du­el­ler gestal­tet wer­den kann.

Jeder Mensch ist ein­zig­ar­tig – auch beim Lernen

Unse­re Indi­vi­dua­li­tät zeigt sich nicht nur in unse­rer Per­sön­lich­keit, unse­ren Inter­es­sen und Vor­lie­ben. Auch unser Kör­per und unser Ner­ven­sys­tem sind indi­vi­du­ell organisiert.

Ein wich­ti­ger Aspekt des Kurs­kon­zepts ist dabei die soge­nann­te Domi­nanz. Der Mensch ver­fügt über zahl­rei­che paa­ri­ge Struk­tu­ren – unter ande­rem zwei Gehirn­hälf­ten, zwei Augen, zwei Ohren, zwei Hän­de und zwei Füße. Obwohl die­se jeweils zusam­men­ar­bei­ten, kann eine Sei­te bei bestimm­ten Wahr­neh­mungs- und Bewe­gungs­ab­läu­fen bevor­zugt ein­ge­setzt werden.

Aus dem Zusam­men­spiel ver­schie­de­ner Domi­nanz­be­rei­che kön­nen nach dem zugrun­de lie­gen­den Kon­zept 32 unter­schied­li­che Domi­nanz­pro­fi­le entstehen.

Dabei wer­den unter ande­rem die Gehirn­do­mi­nanz sowie die bevor­zug­te Nut­zung von Auge, Ohr, Hand und Fuß betrachtet.

Das per­sön­li­che Lern­pro­fil im Mittelpunkt

Die Kur­se sol­len dabei hel­fen, das eige­ne Lern­ver­hal­ten bes­ser zu ver­ste­hen. Im Mit­tel­punkt steht die Fra­ge: Wie ler­ne ich eigent­lich am besten?

Mit kine­sio­lo­gi­schen Tests wer­den im Rah­men des Kurs­an­ge­bots indi­vi­du­el­le Domi­nanz­mus­ter ermit­telt. Dar­aus sol­len Hin­wei­se ent­ste­hen, wel­che per­sön­li­chen Stär­ken beim Ler­nen genutzt wer­den kön­nen und wo mög­li­cher­wei­se Her­aus­for­de­run­gen liegen.

Das Ange­bot rich­tet sich sowohl an Erwach­se­ne als auch an Grund­schul­kin­der und Schü­ler. Gera­de bei Kin­dern und Jugend­li­chen kann es inter­es­sant sein, früh­zei­tig unter­schied­li­che Lern­stra­te­gien ken­nen­zu­ler­nen und her­aus­zu­fin­den, wel­che Her­an­ge­hens­wei­sen indi­vi­du­ell gut funktionieren.

Cle­ve­rer ler­nen statt mehr büffeln

Unter dem Titel „Lern­coach: Dein per­sön­li­ches Erfolgs­pro­fil – Cle­ve­rer ler­nen statt mehr büf­feln“ bie­tet die VHS einen ent­spre­chen­den Kurs in Wes­t­ov­er­le­din­gen an.

Der Kurs rich­tet sich an Men­schen, die ihr eige­nes Lern­ver­hal­ten bes­ser ver­ste­hen und neue Mög­lich­kei­ten für einen effek­ti­ve­ren Umgang mit Lern­in­hal­ten ken­nen­ler­nen möchten.

Denn stun­den­lan­ges Ler­nen bedeu­tet nicht auto­ma­tisch, dass Inhal­te auch nach­hal­tig im Gedächt­nis blei­ben. Unter­schied­li­che Men­schen kön­nen unter­schied­li­che Zugän­ge zu Lern­stoff benö­ti­gen. Der Kurs möch­te des­halb indi­vi­du­el­le Lern­pro­fi­le sicht­bar machen und dar­aus prak­ti­sche Anre­gun­gen für den All­tag ableiten.

Übun­gen für Ler­nen und Stresssituationen

Neben der Ermitt­lung des per­sön­li­chen Pro­fils geht es auch um kon­kre­te Übun­gen und Tech­ni­ken. Die­se sol­len dabei unter­stüt­zen, unter­schied­li­che Wahr­neh­mungs- und Bewe­gungs­be­rei­che mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen und per­sön­li­che Lern­stra­te­gien weiterzuentwickeln.

Ein wei­te­rer Schwer­punkt liegt auf dem Umgang mit Stress- und Prü­fungs­si­tua­tio­nen. Ziel ist es, auch unter Druck mög­lichst kon­zen­triert und hand­lungs­fä­hig zu bleiben.

Dabei geht es nicht dar­um, ein­fach noch mehr Lern­stoff in noch kür­ze­rer Zeit zu bewäl­ti­gen. Viel­mehr steht die Fra­ge im Mit­tel­punkt, wie vor­han­de­nes Wis­sen bes­ser abge­ru­fen und das eige­ne Ler­nen bewuss­ter gestal­tet wer­den kann.

 

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Zwei VHS-Ter­mi­ne in Westoverledingen

Inter­es­sier­te haben im neu­en Pro­gramm der Volks­hoch­schu­le die Mög­lich­keit, an zwei Ver­an­stal­tun­gen zum The­ma teilzunehmen.

12. Sep­tem­ber 2026: „Lern­coach – Dein per­sön­li­ches Erfolgsprofil“

Der Kurs 2628450102 „Lern­coach: Dein per­sön­li­ches Erfolgs­pro­fil – Cle­ve­rer ler­nen statt mehr büf­feln“ fin­det am 12. Sep­tem­ber 2026 im Klei­nen Cam­pus, Ihre­ner Stra­ße 40–42 in Wes­t­ov­er­le­din­gen statt.

Im Mit­tel­punkt steht das per­sön­li­che Lern­pro­fil und die Fra­ge, wel­che Lern­stra­te­gien zu den eige­nen indi­vi­du­el­len Vor­aus­set­zun­gen pas­sen können.

10. Okto­ber 2026: „Erfolg­reich ler­nen – ent­de­cke dein per­sön­li­ches Lernprofil“

Am 10. Okto­ber 2026 folgt der Kurs 2628450100 „Work­shop: Erfolg­reich ler­nen: Ent­de­cke dein per­sön­li­ches Lern­pro­fil“ – eben­falls im Klei­nen Cam­pus, Ihre­ner Stra­ße 40–42 in Wes­t­ov­er­le­din­gen.

Der Work­shop beschäf­tigt sich mit der Fra­ge, war­um Men­schen unter­schied­lich ler­nen und wie das eige­ne Lern­pro­fil bes­ser ver­stan­den und im Lern­all­tag berück­sich­tigt wer­den kann.

Ange­bot für Kin­der, Jugend­li­che und Erwachsene

Das Kurs­an­ge­bot rich­tet sich an unter­schied­li­che Alters­grup­pen. Für Eltern kann es bei­spiels­wei­se inter­es­sant sein, die indi­vi­du­el­len Lern­vor­aus­set­zun­gen ihrer Kin­der bes­ser ken­nen­zu­ler­nen. Schü­ler kön­nen neue Lern­stra­te­gien aus­pro­bie­ren, wäh­rend Erwach­se­ne die Mög­lich­keit erhal­ten, ihr eige­nes Lern­ver­hal­ten zu reflek­tie­ren und weiterzuentwickeln.

Gelei­tet wer­den die Kur­se von Astrid Frey, Heil­prak­ti­ke­rin und Kine­sio­lo­gin.

Jetzt den eige­nen Lern­weg entdecken

Ler­nen muss nicht für jeden Men­schen gleich funk­tio­nie­ren. Wer die eige­nen Gewohn­hei­ten hin­ter­fragt und ver­schie­de­ne Lern­we­ge aus­pro­biert, kann neue Mög­lich­kei­ten ent­de­cken, mit Lern­stoff, Kon­zen­tra­ti­on und Prü­fungs­si­tua­tio­nen umzugehen.

Die bei­den VHS-Ange­bo­te in Wes­t­ov­er­le­din­gen laden des­halb dazu ein, sich inten­si­ver mit dem eige­nen Lern­pro­fil zu beschäf­ti­gen – und viel­leicht eine Ant­wort auf die ganz per­sön­li­che Fra­ge zu finden:

Was braucht mein Gehirn, damit Ler­nen für mich leich­ter und erfolg­rei­cher wird?

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen und die Mög­lich­keit zur Anmel­dung fin­den Inter­es­sier­te direkt bei der Volks­hoch­schu­le Leer über die jewei­li­gen Kurs­an­ge­bo­te: Kurs 2628450102 – Lern­coach: Dein per­sön­li­ches Erfolgs­pro­fil sowie Kurs 2628450100 – Erfolg­reich ler­nen: Ent­de­cke dein per­sön­li­ches Lern­pro­fil.

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Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor: Neu­er Lebens­raum an der Ems ver­än­dert sich bereits

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Das Bild zeigt von links: Felix När­mann, Natur­schutz­sta­ti­on Ems, Nico Blo­em, Thors­ten Kuch­ta, Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems, und Dr. Claus Hinz, NlWKN.

Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor: Neu­er Lebens­raum an der Ems ver­än­dert sich bereits

Mehr als 30 Inter­es­sier­te infor­mie­ren sich vor Ort über den Pol­der und die Ent­wick­lung des Lebens­raums im Rah­men des Mas­ter­plans Ems

Weener/Stapelmoor. Mehr als 30 Inter­es­sier­te haben sich auf Ein­la­dung des SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em aus Wee­ner vor Ort über den Süß­was­ser­pol­der an der Ems in Sta­pel­moor infor­miert. Bei der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung am Ems­deich stan­den die Ent­wick­lung des neu­en Lebens­raums, die Zie­le des Mas­ter­plans Ems und die bis­he­ri­gen Erfah­run­gen mit dem 18 Hekt­ar gro­ßen Gebiet im Mittelpunkt.

Aus­ge­rech­net wäh­rend des Infor­ma­ti­ons­ter­mins zeig­te sich der Pol­der aller­dings von einer eher tro­cke­nen Sei­te: Das Gelän­de war nahe­zu aus­ge­trock­net. Für Felix När­mann vom Lan­des­be­trieb für Was­ser­wirt­schaft, Küs­ten- und Natur­schutz (NLWKN) ist das jedoch Teil der natür­li­chen Entwicklung.

„Aber das gehört eben dazu. Der Lebens­raum ver­än­dert sich schon“, erklär­te Närmann.

18 Hekt­ar neu­er Lebens­raum an der Ems

Der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor ist Bestand­teil des Mas­ter­plans Ems. Für rund eine Mil­li­on Euro wur­de das Gelän­de her­ge­rich­tet, damit sich dort die für die Ems typi­sche Tier- und Pflan­zen­welt ent­wi­ckeln kann.

Anders als der gegen­über­lie­gen­de Pol­der in Col­de­münt­je ver­fügt der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor aller­dings über kei­ne direk­te Ver­bin­dung zur Ems. Das hat Aus­wir­kun­gen auf den Was­ser­stand: Wenn über län­ge­re Zeit aus­rei­chend Nie­der­schlag fehlt, kann der Pol­der austrocknen.

Die aktu­el­le Situa­ti­on zeigt damit ein­drucks­voll, dass sich der Lebens­raum noch in einer Ent­wick­lungs­pha­se befindet.

Ent­wick­lung wird lang­fris­tig beobachtet

Wie sich die Tier- und Pflan­zen­welt im Pol­der ent­wi­ckelt, soll in den kom­men­den Jah­ren genau beob­ach­tet und beglei­tet wer­den. „Wir wer­den jetzt beob­ach­ten, wie sich der Pol­der ent­wi­ckelt. Das ist ein Pro­zess, den wir beglei­ten“, erklär­te Närmann.

Der­zeit las­sen sich auf dem Gelän­de noch zahl­rei­che Wie­sen­vö­gel beob­ach­ten. Nach Ein­schät­zung der Fach­leu­te wird sich die Zusam­men­set­zung der Tier- und Pflan­zen­welt mit der wei­te­ren Ent­wick­lung des Lebens­raums jedoch verändern.

Beglei­tet wur­de Felix När­mann bei der Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung von Dr. Claus Hinz vom NLWKN sowie Thors­ten Kuch­ta von der Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems in Olden­burg.

Kri­ti­sche Fra­gen zur Ent­wick­lung des Polders

Wäh­rend der Ver­an­stal­tung konn­ten die Besu­che­rin­nen und Besu­cher nicht nur Infor­ma­tio­nen erhal­ten, son­dern auch Fra­gen und Kri­tik an die Fach­leu­te rich­ten. Unter ande­rem ging es um die Aus­brei­tung von Dis­tel­ar­ten auf dem Gelände.

„An die­sem The­ma sind wir dran“, erklär­te Thors­ten Kuchta.

Die Fra­gen mach­ten deut­lich, dass die Ent­wick­lung eines neu­en Lebens­raums nicht ohne Ver­än­de­run­gen und Her­aus­for­de­run­gen ver­läuft. Gera­de des­halb sei die Beob­ach­tung und fach­li­che Beglei­tung des Gebie­tes wichtig.

An der Ver­an­stal­tung am Ems­deich nahm auch eine Fahr­rad­grup­pe des ADFC Rhei­der­land teil.

Infor­ma­ti­on und Betei­li­gung als wich­ti­ger Bestandteil

Für Nico Blo­em ist der direk­te Aus­tausch mit den Men­schen vor Ort ein wich­ti­ger Bestand­teil des Mas­ter­plans Ems. Die Bevöl­ke­rung müs­se die Mög­lich­keit haben, sich über die geplan­ten und bereits umge­setz­ten Maß­nah­men zu informieren.

„Mir ist wich­tig, dass die Men­schen die Gele­gen­heit bekom­men, sich über die Maß­nah­men des Mas­ter­plans Ems zu infor­mie­ren. Denn schließ­lich kann der Mas­ter­plan Ems nur erfolg­reich sein, wenn es eine Akzep­tanz gibt. Dazu gehört Kom­mu­ni­ka­ti­on und Betei­li­gung“, erklär­te Bloem.

Er hof­fe, dass die Infor­ma­ti­ons­ver­an­stal­tung einen Bei­trag zur Auf­klä­rung leis­ten konn­te. Gleich­zei­tig bedank­te sich der SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te beim NLWKN und der Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems für die Unter­stüt­zung bei der Veranstaltung.

Mas­ter­plan Ems ver­än­dert die Landschaft

Der Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor zeigt, wie sich die Land­schaft ent­lang der Ems durch die Maß­nah­men des Mas­ter­plans Ems ver­än­dert. Auf einer Flä­che von 18 Hekt­ar soll sich schritt­wei­se ein Lebens­raum ent­wi­ckeln, der der ems­ty­pi­schen Tier- und Pflan­zen­welt zugutekommt.

Dabei gehö­ren auch wech­seln­de Was­ser­stän­de und zeit­wei­se tro­cke­ne Flä­chen zur Ent­wick­lung des Gebie­tes. Wel­che Arten sich lang­fris­tig eta­blie­ren wer­den und wie sich der Pol­der öko­lo­gisch ent­wi­ckelt, soll in den kom­men­den Jah­ren wei­ter beob­ach­tet werden.

 

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