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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Minis­ter Phil­ip­pi bekräf­tigt Unter­stüt­zung für Fach­kran­ken­haus im Rheiderland

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Bild­no­tiz (v.l.n.r.): Bernd Lin­de­mann (Schrift­füh­rer All­ge­mei­ner Kran­ken­haus­ver­ein), Hei­ko Abbas (Bür­ger­meis­ter Stadt Wee­ner), Mat­thi­as Groo­te (Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der und Land­rat Land­kreis Leer), Nico Blo­em (MdL), Dr. Andre­as Phil­ip­pi (Nds. Minis­ter für Sozia­les, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung), Jako­bus Bau­mann (Vor­sit­zen­der All­ge­mei­ner Kran­ken­haus­ver­ein), Anja Troff-Schaffar­zyk (MdB), Danie­la Kamp (Geschäfts­füh­re­rin Kli­ni­kum Leer gGmbH).

Zukunfts­per­spek­ti­ve für Wee­ner: Minis­ter Phil­ip­pi bekräf­tigt Weg zum psych­ia­tri­schen Fachkrankenhaus

Leer/Weener, 5. Febru­ar 2026. In der stra­te­gi­schen Neu­aus­rich­tung der nie­der­säch­si­schen Kran­ken­haus­land­schaft rückt das Kran­ken­haus Rhei­der­land zuneh­mend in das Zen­trum der Auf­merk­sam­keit. Am ver­gan­ge­nen Mon­tag bot die Mit­glie­der­ver­samm­lung des All­ge­mei­nen Kran­ken­haus­ver­eins für das Rhei­der­land den Rah­men für eine rich­tungs­wei­sen­de Debat­te. Als Gast­red­ner skiz­zier­te Dr. Andre­as Phil­ip­pi, Nie­der­säch­si­scher Minis­ter für Sozia­les, Arbeit, Gesund­heit und Gleich­stel­lung, die Ent­wick­lung des Stand­or­tes hin zu einem spe­zia­li­sier­ten „Fach­kran­ken­haus für Psych­ia­trie und Psychotherapie“.

Poli­ti­scher Rück­halt für den Stand­ort Rheiderland

Jako­bus Bau­mann, Vor­sit­zen­der des Kran­ken­haus­ver­eins, eröff­ne­te die Ver­samm­lung mit einem Dank an die Mit­glie­der für ihr außer­or­dent­li­ches ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment. Er lenk­te den Fokus umge­hend auf den zen­tra­len Antrag zur Umstruk­tu­rie­rung des Hau­ses in Wee­ner. Bau­mann erin­ner­te an das kla­re Signal, das Minis­ter Phil­ip­pi bereits Ende ver­gan­ge­nen Jah­res am Ran­de eines Ter­mins gege­ben hat­te: „Es kommt sicher.“ Mit die­ser posi­ti­ven Erwar­tungs­hal­tung über­gab er das Wort an den Gast aus Hannover.

Minis­ter Phil­ip­pi unter­strich in sei­nem Vor­trag, dass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land früh­zei­tig die not­wen­di­gen Wei­chen gestellt wur­den, um eine zukunfts­fä­hi­ge Aus­rich­tung zu gewähr­leis­ten. Der Minis­ter räum­te ein, dass er gehofft hat­te, bereits bei die­sem Besuch den offi­zi­el­len Bescheid zur Ein­rich­tung des Fach­kran­ken­hau­ses über­rei­chen zu kön­nen. Er beschei­nig­te dem Stand­ort im Rhei­der­land ein „größ­tes Poten­zi­al“, um die Rol­le einer spe­zia­li­sier­ten Fach­kli­nik auszufüllen.

Bedarfs­gut­ach­ten soll Ver­sor­gungs­lü­cken schließen

Der fina­le Bescheid ver­zö­gert sich jedoch auf­grund von Wider­stän­den aus dem benach­bar­ten Kli­ni­kum Emden. Um eine rechts­si­che­re und medi­zi­nisch fun­dier­te Ent­schei­dung zu tref­fen, lässt das Minis­te­ri­um der­zeit durch eine exter­ne Bera­tungs­fir­ma ein Bedarfs­gut­ach­ten für den Bereich Psych­ia­trie erstel­len. Ziel ist ein fun­dier­ter Neu­zu­schnitt der Pflichtversorgungsgebiete.

„Wir erhof­fen uns von die­sem Gut­ach­ten einen kla­ren, sach­li­chen und fun­dier­ten Rah­men, der hilft, Ver­sor­gungs­lü­cken zu schlie­ßen und damit auch hier vor­lie­gen­de Kon­kur­renz­si­tua­tio­nen zwi­schen Emden und Leer bzw. dem Rhei­der­land auf­zu­lö­sen“, erläu­ter­te Phil­ip­pi. Erst auf die­ser Grund­la­ge könn­ten Ent­schei­dun­gen getrof­fen wer­den, die lang­fris­tig trag­fä­hig sind und für alle Betei­lig­ten die not­wen­di­ge Pla­nungs­si­cher­heit schaf­fen. Gleich­zei­tig beton­te der Minis­ter sei­ne per­sön­li­che Unter­stüt­zung und lob­te die bestehen­den Struk­tu­ren sowie das enga­gier­te Team vor Ort.

Die For­de­rung nach Planungssicherheit

Jako­bus Bau­mann dank­te dem Minis­ter für die inhalt­li­che Klar­stel­lung, mahn­te jedoch die zeit­li­che Kom­po­nen­te an. Er äußer­te den drin­gen­den Wunsch, inner­halb der nächs­ten zwei bis drei Mona­te eine end­gül­ti­ge Ent­schei­dung her­bei­zu­füh­ren. Dies sei ins­be­son­de­re für das Per­so­nal in Wee­ner sowie für den Auf­sichts­rat und das Kura­to­ri­um von exis­ten­zi­el­ler Bedeu­tung, um die aktu­el­le Pha­se der Unge­wiss­heit zu beenden.

Geschäfts­füh­re­rin Danie­la Kamp: „Eine 99-pro­zen­ti­ge Zusage“

In ihrem Geschäfts­be­richt für das Kran­ken­haus Rhei­der­land bedau­er­te Danie­la Kamp, dass der offi­zi­el­le Bescheid noch nicht unter­zeich­net vor­lag. Den­noch bewer­te­te sie die Aus­füh­run­gen des Minis­ters als eine „zu 99 Pro­zent“ erfolg­te Zusa­ge. Kamp berich­te­te von den inten­si­ven Gesprä­chen der ver­gan­ge­nen Mona­te, in denen der Antrag detail­liert erör­tert wurde.

Ein beson­de­res Augen­merk leg­te die Geschäfts­füh­re­rin auf das star­ke Netz­werk hin­ter dem Pro­jekt. Sie dank­te Jako­bus Bau­mann für sei­nen uner­müd­li­chen und beharr­li­chen Ein­satz ohne Unter­lass für das Kran­ken­haus Rhei­der­land. Eben­so hob sie die Unter­stüt­zung durch den Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten Nico Blo­em her­vor, der zahl­rei­che Kon­tak­te und Tref­fen im Minis­te­ri­um initi­iert hat­te. Auch der Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­de Mat­thi­as Groo­te wur­de für sei­ne enge Abstim­mung mit Blo­em und sei­nen diplo­ma­ti­schen Ein­satz beim Minis­ter gewürdigt.

„Der Bedarf im Land­kreis Leer ist unbe­strit­ten, eben­so sind bes­te Vor­aus­set­zun­gen am Stand­ort gege­ben. Wir gehen davon aus, dass die noch feh­len­de Unter­schrift auf dem Bescheid bald erfol­gen wird“, so Kamp abschlie­ßend. Das neue Fach­kran­ken­haus stel­le eine siche­re Zukunfts­per­spek­ti­ve für Wee­ner dar, für die man sich wei­ter­hin mit vol­ler Kraft ein­set­zen werde.


 

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Jugend­schutz­kon­trol­le im Land­kreis Leer: Ver­stö­ße bei Test­käu­fen festgestellt

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Jugend­schutz­kon­trol­le im Land­kreis Leer: Meh­re­re Ver­stö­ße bei Test­käu­fen festgestellt

Die Ein­hal­tung des Jugend­schutz­ge­set­zes im Ein­zel­han­del stand am 3. Febru­ar 2026 im Mit­tel­punkt einer geziel­ten Kon­troll­ak­ti­on im Land­kreis Leer. Gemein­sam mit der Poli­zei Leer/Emden über­prüf­te die Jugend­be­auf­trag­te des Land­krei­ses acht Ver­kaufs­stel­len, um die Abga­be­pra­xis von poten­zi­ell gesund­heits­ge­fähr­den­den Pro­duk­ten an Min­der­jäh­ri­ge zu untersuchen.

Test­käu­fe mit Fokus auf Vapes und Lachgas

Im Zen­trum der Maß­nah­me stand der Ver­kauf von E‑Zigaretten (Vapes) sowie Lach­gas-Kar­tu­schen. Zur Über­prü­fung der Ver­kaufs­stel­len wur­de ein 16-jäh­ri­ger Test­käu­fer ein­ge­setzt. Das Ergeb­nis der Stich­pro­ben fiel gemischt aus: In drei der acht kon­trol­lier­ten Geschäf­te kam es zu Ver­stö­ßen gegen die gesetz­li­chen Bestim­mun­gen. Dem Jugend­li­chen gelang es dort, die Waren zu erwer­ben, ohne dass eine ord­nungs­ge­mä­ße Aus­weis­kon­trol­le stattfand.

Die Begrün­dun­gen der Mit­ar­bei­ten­den für die feh­ler­haf­te Abga­be reich­ten von einer sub­jek­ti­ven Ein­schät­zung des Alters – der Jugend­li­che habe „älter gewirkt“ – bis hin zu einer unzu­rei­chen­den Prü­fung der vor­ge­leg­ten Dokumente.

Kon­se­quen­zen und Fokus auf Prävention

Die fest­ge­stell­ten Ver­säum­nis­se blei­ben nicht fol­gen­los. Das Ord­nungs­amt des Land­krei­ses Leer hat bereits ent­spre­chen­de Ord­nungs­wid­rig­keits­ver­fah­ren gegen die betrof­fe­nen Ver­kaufs­stel­len ein­ge­lei­tet. Den­noch beton­ten die Ver­ant­wort­li­chen, dass die Maß­nah­me pri­mär einen prä­ven­ti­ven Cha­rak­ter verfolgte.

Ziel sol­cher Kon­trol­len ist es nicht allein, Ver­stö­ße zu ahn­den, son­dern das Ver­ant­wor­tungs­be­wusst­sein des Per­so­nals im Ein­zel­han­del nach­hal­tig zu schär­fen. Nur durch eine kon­se­quen­te Durch­set­zung der Aus­weis­pflicht kann der Jugend­schutz im All­tag wirk­sam gewähr­leis­tet werden.

Sym­bol­fo­to zur Ver­an­schau­li­chung der The­ma­tik Jugend­schutz­kon­trol­le. @LeserECHO

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Voll­sper­rung der Jann-Berg­haus-Brü­cke wegen tech­ni­scher Wartungsarbeiten

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War­tungs­ar­bei­ten an der Jann-Berg­haus-Brü­cke: Voll­sper­run­gen im Februar

An der Jann-Berg­haus-Brü­cke (B436) ste­hen im Febru­ar not­wen­di­ge Instand­hal­tungs­ar­bei­ten an. Im Auf­trag der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­be­hör­de für Stra­ßen­bau und Ver­kehr müs­sen die Hydrau­lik­schläu­che des Brü­cken­an­triebs gewech­selt wer­den. Da die Brü­cke für die­se tech­ni­schen Maß­nah­men geöff­net blei­ben muss, kommt es zu zeit­wei­sen Voll­sper­run­gen für den gesam­ten Verkehr.

Ter­mi­ne der Vollsperrungen

Betrof­fen sind sowohl Kraft­fahr­zeu­ge als auch Rad­fah­rer und Fuß­gän­ger an fol­gen­den Terminen:

  • Don­ners­tag, 12.02.2026: von 22:00 Uhr bis ca. 00:00 Uhr

  • Diens­tag, 17.02.2026: von 18:45 Uhr bis ca. 21:15 Uhr

Wäh­rend die­ser Zeit­fens­ter ist eine Pas­sa­ge der Brü­cke nicht möglich.

Halb­sei­ti­ge Sper­rung und Behinderungen

Bereits am Mon­tag, den 16.02.2026, fin­den Vor­be­rei­tun­gen im Arbeits­be­reich statt. In der Zeit von 08:45 Uhr bis 20:45 Uhr wird die Brü­cke halb­sei­tig gesperrt. In die­sem Zeit­raum ist mit erheb­li­chen Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen zu rechnen.


Umlei­tungs­emp­feh­lun­gen

Für den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr ist eine Umlei­tung über die BAB 31 (Ems­tun­nel) eingerichtet.

Wich­ti­ger Hin­weis: Für Fuß­gän­ger und Rad­fah­rer kann wäh­rend der Voll­sper­run­gen sys­tem­be­dingt kei­ne Umlei­tung ange­bo­ten wer­den. Es wird emp­foh­len, die betrof­fe­nen Zeit­räu­me bei der Rei­se­pla­nung groß­räu­mig zu berücksichtigen.

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Ein Ein­blick in die aktu­el­le Pro­ben­pha­se der ost­frie­si­schen Komö­die kurz vor dem Sai­son­start 2026. Platt­deut­scher Thea­ter­spaß im Zoll­haus: „Twee unner een Deken“...

Lokal

Fähr­be­trieb Ditz­um-Pet­kum auf­grund extre­mer Glät­te vor­über­ge­hend eingestellt

Wit­te­rungs­be­dingt: Fäh­re Ditz­um-Pet­kum stellt den Betrieb ein Auf­grund der aktu­el­len Wet­ter­la­ge wur­de der Fähr­be­trieb zwi­schen Ditz­um und Pet­kum bis auf...

Lokal

Schul­aus­fall im Land­kreis Leer: Glät­te­ge­fahr beein­träch­tigt den Schulbetrieb

Glät­te­ge­fahr: Schul­aus­fall im Land­kreis Leer am 4. Februar Auf­grund einer amt­li­chen War­nung des Deut­schen Wet­ter­diens­tes vor gefrie­ren­dem Regen und der...

Blaulicht

Blau­licht-Ein­sät­ze in der Regi­on: Pkw-Kol­li­si­on und hohe Sachschäden

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/Emden vom 03.02.2026   Pkw prallt gegen Arzt­pra­xis ++ Sach­be­schä­di­gung an Wohn­ge­bäu­de ++ Auto­ma­ten­ki­osk beschädigt  Emden...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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Reich­wei­te, Rele­vanz, Regio­na­li­tät – Media­da­ten der Sei­te „Wir Leeraner“

Media­da­ten – Face­book­sei­te „Wir Leeraner“ Ein Ange­bot des LeserECHO-Verlags Die Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ ist die reich­wei­ten­star­ke Social-Media-Platt­form des Lese­r­ECHO-Ver­lags für...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

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101 Jah­re Lebens­weg: Ein Abend für Albrecht Weinberg

Ein Jahr­hun­dert Zeit­ge­schich­te: Film­vor­füh­rung zum 101. Geburts­tag von Albrecht Weinberg Ein beson­de­res Jubi­lä­um wirft sei­ne Schat­ten vor­aus: Albrecht Wein­berg, der...

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Start­schuss in der Nord­see­hal­le: Die Emder Eis­zeit ist eröffnet

Eis frei in Emden: Das Win­ter-High­light in der Nord­see­hal­le ist zurück! Drau­ßen herrscht das typi­sche Janu­ar-Grau, doch in der Nord­see­hal­le...

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Bewe­gen­des Histo­ry-Tel­ling: Das Grenz­gän­ger-Pro­jekt live in Jemgum

Musi­ka­li­sches Mahn­mal: „Grenz­gän­ger“ am 24. Janu­ar im Bür­ger­haus Jemgum Ein Trio, drei Jahr­zehn­te Freund­schaft und Geschich­ten, die nicht ver­stum­men dür­fen:...

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Klas­sik-High­light zum Jah­res­start: Neu­jahrs­kon­zert im Thea­ter an der Blinke

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Geden­ken in Leer: Ein Zei­chen gegen das Ver­ges­sen setzen

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Platt­deut­sche Poe­sie im Kul­tur­spei­cher: Jan Cor­ne­li­us prä­sen­tiert „All­tied weer“

„All­tied weer“: Jan Cor­ne­li­us und Ensem­ble „Dree­klang“ laden zum Neu­jahrs­kon­zert im Kulturspeicher LEER – Es ist eine lieb­ge­won­ne­ne Tra­di­ti­on, die...

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MOTORRAD SHOW Olden­burg 2026: Wenn Moto­ren den Sai­son­start markieren

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„Lütt­je Wieh­nachts­markt“ in Hol­len – Advents­stim­mung für Groß und Klein

 Sym­bol­fo­to — LeserECHO-Archiv Lütt­je Wieh­nachts­markt in Hol­len – Ein fest­li­cher Nach­mit­tag für Groß und Klein Sonn­tag, 14.12.2025, 15:00 – 20:00 Uhr Die...