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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Freizeit

Nacht­wäch­ter­füh­rung: Wenn Leer zur his­to­ri­schen Frei­licht­büh­ne wird

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His­to­ri­sche Kulis­se in der Rat­haus­stra­ße: Die Stadt­füh­rer Hel­ga Christ und Ralf Drees­mann vor einem ech­ten Juwel der Stadt­ge­schich­te. Das soge­nann­te „Haus Gol­de­ne Kuh“ an der Rat­haus­stra­ße 9 wur­de gemäß Inschrift 1572 von Johann Aggen Bur­la­ge erbaut und zählt zu den ältes­ten Bür­ger­häu­sern Leers. Es stammt aus einer Zeit, in der Häu­ser noch kei­ne Haus­num­mern tru­gen, son­dern eige­ne Namen besaßen.

Magi­sche Aben­de in der Alt­stadt: Wenn Leer mit der Nacht­wäch­ter­füh­rung Geschich­te leben­dig wer­den lässt

Wenn die Däm­me­rung sanft über die his­to­ri­schen Gie­bel fällt und die Stra­ßen lang­sam zur Ruhe kom­men, schlägt in der Leera­ner Alt­stadt eine ganz beson­de­re Stun­de. Mit Later­ne und Gewand füh­ren die Stadt­füh­rer von Leer Gäs­te und Ein­hei­mi­sche durch die stim­mungs­vol­len Gas­sen und ver­wan­deln das his­to­ri­sche Pflas­ter in eine gro­ße Freilichtbühne.

Der rund 90-minü­ti­ge Rund­gang ist weit mehr als eine gewöhn­li­che Stadt­füh­rung: Hel­ga Christ und Ralf Drees­mann neh­men das Publi­kum mit auf eine packen­de Zeit­rei­se. Zwi­schen geheim­nis­vol­len Win­keln und tra­di­ti­ons­rei­chen Fas­sa­den berich­ten sie ein­drucks­voll aus längst ver­gan­ge­nen Tagen – von schau­ri­gen Geschich­ten aus düs­te­ren Zei­ten bis hin zu augen­zwin­kern­den Dön­jes, die zum Schmun­zeln einladen.

Das ein­drucks­vol­le Zusam­men­spiel aus Geschich­te, Kul­tur und dem mari­ti­men Alt­stadt­flair macht die­se Aben­de zu einem rund­um emp­feh­lens­wer­ten Erleb­nis für jedes Alter.

Unter­wegs mit den Stadt­füh­rern von Leer: Die belieb­te Thea­ter­stadt­füh­rung zieht regel­mä­ßig zahl­rei­che Teil­neh­mer an. Auf dem gemein­sa­men Weg durch die Alt­stadt wird Geschich­te greif­bar gemacht.
Ein Rund­gang vol­ler Kon­tras­te: Die Leera­ner Nacht­wäch­ter­füh­rung begeis­tert mit Geheim­nis­sen aus dunk­len Epo­chen und sorgt im nächs­ten Moment mit humor­vol­len Dön­jes für gute Unterhaltung.

Alle Infor­ma­tio­nen & Ter­mi­ne auf einen Blick

Wer das nächt­li­che Spek­ta­kel selbst erle­ben möch­te, kann sich für die kom­men­den Ter­mi­ne bereits jetzt sei­nen Platz sichern. Auf­grund der hohen Nach­fra­ge wird um eine vor­he­ri­ge Anmel­dung per E‑Mail oder Tele­fon gebeten.

  • Treff­punkt: Rat­haus­trep­pe Leer

  • Dau­er: ca. 90 Minuten

  • Preis: 12,00 € pro Person

Ter­mi­ne 2026:

  • Diens­tag, 25.08.2026 um 19:30 Uhr

  • Diens­tag, 29.09.2026 um 19:00 Uhr

  • Diens­tag, 27.10.2026 um 18:00 Uhr

  • Diens­tag, 24.11.2026 um 18:00 Uhr

  • Diens­tag, 15.12.2026 um 18:00 Uhr

Kon­takt & Buchung:

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Jetzt erst recht!”: Star­ke Vor­be­rei­tun­gen und Unter­stüt­zung für den 5. CSD in Leer

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Bun­tes Trei­ben und ein fried­li­cher Umzug durch die Innen­stadt: So stim­mungs­voll wie auf die­sem Archiv­bild von Ingo Ton­sor (© Lese­r­ECHO 2025) wird es auch am Sonn­abend, 15. August, wie­der in Leer, wenn der 5. CSD unter dem Mot­to „Sicht­bar. Laut. Jetzt erst recht!“ durch die Stra­ßen zieht.

Kla­re Kan­te für Viel­falt und Sicher­heit: 5. CSD Leer fin­det wie geplant statt

Die Vor­be­rei­tun­gen für den 5. Chris­to­pher Street Day (CSD) Leer lau­fen auf Hoch­tou­ren – und set­zen in die­sem Jahr ein beson­ders star­kes Zei­chen für Ent­schlos­sen­heit, Zusam­men­halt und ein fried­li­ches Mit­ein­an­der. Unter dem Mot­to “Sicht­bar. Laut. Jetzt erst recht!” ver­sam­melt sich die Com­mu­ni­ty am Sonn­abend, 15. August, in der Stadt.

Auf­grund des schreck­li­chen Vor­falls beim CSD in Ber­lin hat­te Lese­r­ECHO bei der Stadt Leer ange­fragt, inwie­weit der CSD in Leer davon im Hin­blick auf die Sicher­heit betrof­fen sein könn­te und ob die Ver­an­stal­tung über­haupt statt­fin­den kann. Dar­auf­hin gab es von Sei­ten der Stadt Leer eine kla­re Aus­sa­ge: Der CSD in Leer fin­det selbst­ver­ständ­lich statt. Um dies unter opti­ma­len Bedin­gun­gen zu gewähr­leis­ten, tra­fen sich Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­ter der Stadt, der Poli­zei, der Stadt­wer­ke Leer sowie des CSD-Orga­ni­sa­ti­ons­teams zu einem bereits län­ger geplan­ten, kon­struk­ti­ven Koope­ra­ti­ons­ge­spräch. Dabei unter­strich auch Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst sei­ne vol­le Unter­stüt­zung und wird per­sön­lich am CSD teil­neh­men sowie bei der Kund­ge­bung eine Rede halten.

Enger Schul­ter­schluss für ein siche­res und fried­li­ches Fest

In einem sehr guten und kon­struk­ti­ven Aus­tausch stan­den die orga­ni­sa­to­ri­schen Abläu­fe sowie die Gewähr­leis­tung eines siche­ren, fried­li­chen und unbe­schwer­ten Fes­tes im Mit­tel­punkt. Grund­sätz­lich hat der ord­nungs­ge­mä­ße Ablauf und der Schutz von Ver­samm­lun­gen für Poli­zei und Stadt stets höchs­te Prio­ri­tät, wes­halb jede Ver­an­stal­tung behörd­lich indi­vi­du­ell bewer­tet und beglei­tet wird.

Alle Betei­lig­ten waren sich einig, dass das umfas­sen­de Sicher­heits­kon­zept eine her­vor­ra­gen­de und trag­fä­hi­ge Grund­la­ge bie­tet. Die­ses wur­de im Detail ana­ly­siert und punk­tu­ell an die aktu­el­len Bedürf­nis­se ange­passt, sodass einem siche­ren Fest­rah­men nichts im Wege steht.

Bun­tes Trei­ben und fried­li­cher Umzug durch die Innenstadt

Es wer­den etwa 1000 Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer erwar­tet, die sich zunächst auf dem Zoll­haus-Park­platz einfinden.

  • 13:00 Uhr: Start des fröh­li­chen und fried­li­chen Umzugs.

  • Die Rou­te: Der Weg führt vom Zoll­haus-Park­platz über den Müh­len­platz durch die ein­la­den­de Fuß­gän­ger­zo­ne, wei­ter über die Heis­fel­der Stra­ße in den Oster­steg, über die Bür­ger­meis­ter-Ehr­len­holtz-Stra­ße durch die Stich­stra­ße Bahn­hofs­ring zum Müh­len­platz und von dort aus zurück zum Park­platz neben dem Zoll­haus.

  • Kund­ge­bung & Aus­klang: Im Anschluss fin­det auf dem Zoll­haus-Park­platz eine Kund­ge­bung statt. Neben Rede­bei­trä­gen – dar­un­ter die per­sön­li­che Anspra­che von Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst – sorgt musi­ka­li­sche Unter­hal­tung für den pas­sen­den Rah­men. Gegen 19:00 Uhr fin­det ein gemein­sa­mer, fried­li­cher Aus­klang der Ver­samm­lung statt.

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Wich­ti­ge Ver­kehrs­hin­wei­se und Sper­run­gen für Leer

Um allen Teil­neh­men­den einen geschütz­ten und siche­ren Raum zu bie­ten, wird der Bereich in der Innen­stadt für die Dau­er des Demons­tra­ti­ons­zu­ges voll­stän­dig für den Fahr­zeug­ver­kehr gesperrt. Hier­bei kom­men moder­ne mobi­le Fahr­zeug­sper­ren (Okta­Block) zum Ein­satz, und das Ver­an­stal­tungs­ge­län­de am Zoll­haus wird zu allen Sei­ten hin abge­sperrt. Die Poli­zei beglei­tet das fried­li­che Mit­ein­an­der wäh­rend der gesam­ten Ver­an­stal­tung und dar­über hinaus.

  • Sper­run­gen: Der Bahn­hofs­ring (Stich­stra­ße Rich­tung Müh­len­platz) und die Leda­stra­ße wer­den für den Ver­kehr gesperrt.

  • Freie Fahrt: Die Zufahrt zur Kupen­warf aus Rich­tung Georg­stra­ße bleibt durch­ge­hend frei.

  • Emp­feh­lung: Ver­kehrs­teil­neh­me­rin­nen und Ver­kehrs­teil­neh­mern wird emp­foh­len, den betref­fen­den Bereich in die­sem Zeit­raum weit­räu­mig zu umfah­ren oder für geplan­te Fahr­ten etwas mehr Zeit ein­zu­pla­nen, um ent­spannt ans Ziel zu kommen.

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Frei­bad für Leer: SPD legt nach – Debat­te nimmt wei­ter Fahrt auf

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Im Juni 2014 prä­sen­tier­te sich das Frei­bad der Stadt Leer noch in vol­lem Betrieb, wie die­se Auf­nah­me zeigt. Es war die letz­te Sai­son unter der Regie des Betrei­bers aus Papen­burg, der das Bad über­nom­men hat­te. Auf­grund ver­trag­li­cher Schwie­rig­kei­ten sah sich die Stadt Leer jedoch gezwun­gen, die Not­brem­se zu zie­hen und den Ver­trag zu kün­di­gen, was letzt­lich zur Schlie­ßung des Bades führ­te. (Foto: Ingo Tonsor)

Frei­bad für Leer: SPD bekräf­tigt For­de­rung und wirbt für neue Ideen

Debat­te um ein Frei­bad bewegt die Men­schen in Leer weiter

Die Dis­kus­si­on um ein mög­li­ches Frei­bad für Leer sorgt wei­ter­hin für gro­ßes Inter­es­se. Nach­dem die ers­te Pres­se­mit­tei­lung der SPD auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ des Lese­r­ECHO-Ver­lags inten­siv dis­ku­tiert wur­de und zahl­rei­che Leser ihre Mei­nung äußer­ten, mel­de­te sich auch die CDU zu Wort. Sie bezeich­ne­te die For­de­rung aus finanz­po­li­ti­scher Sicht als nicht rea­lis­tisch und ver­wies auf die erheb­li­chen Kos­ten eines sol­chen Projekts.

Nun legt die SPD mit einer wei­te­ren Pres­se­mit­tei­lung nach und hält an ihrem Vor­schlag fest. Die Sozi­al­de­mo­kra­ten beto­nen, dass sie kei­nes­wegs neue unge­deck­te Aus­ga­ben für die Stadt schaf­fen möch­ten. Statt­des­sen for­dern sie, neue Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten und krea­ti­ve Kon­zep­te ernst­haft zu prü­fen. Über die bis­he­ri­gen Ent­wick­lun­gen und Stel­lung­nah­men hat­te das Lese­r­ECHO bereits aus­führ­lich berichtet.

SPD kri­ti­siert Reak­ti­on der CDU

„Völ­lig unkrea­tiv und am The­ma vor­bei“, so bewer­tet die SPD die Ant­wort der CDU auf die For­de­rung, in der kom­men­den Wahl­pe­ri­ode des Stadt­ra­tes ernst­haft über die Rea­li­sie­rung eines Frei­ba­des in Leer nachzudenken.

Nach Auf­fas­sung der Sozi­al­de­mo­kra­ten dür­fe man sich nicht mit älte­ren Berech­nun­gen zufrie­den­ge­ben. Bereits im ver­gan­ge­nen Jahr hat­te die SPD-Stadt­rats­frak­ti­on einen ent­spre­chen­den Antrag ein­ge­bracht. Damals sei­en ledig­lich älte­re Zah­len vor­ge­legt wor­den, ohne neue Mög­lich­kei­ten oder alter­na­ti­ve Finan­zie­rungs­mo­del­le näher zu untersuchen.

Krea­ti­ve Ideen statt vor­schnel­ler Absagen

Die SPD ist über­zeugt, dass neue Wege not­wen­dig sind, wenn Leer lang­fris­tig ein Frei­bad erhal­ten soll, ohne den städ­ti­schen Haus­halt zu überfordern.

Als Bei­spiel nen­nen die Sozi­al­de­mo­kra­ten einen Wohn­mo­bil­stell­platz mit Ver- und Ent­sor­gungs­mög­lich­kei­ten in Ver­bin­dung mit Hal­len- und Frei­bad. Dadurch könn­ten vor­han­de­ne Sani­tär­an­la­gen gemein­sam genutzt und zusätz­li­che Ein­nah­men erzielt wer­den. Gleich­zei­tig betont die SPD, dass dies ledig­lich ein ers­ter Denk­an­satz sei und wei­te­re Ideen ent­wi­ckelt wer­den müssten.

Finan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten und För­der­mit­tel prüfen

Nach Ansicht der SPD gebe es zahl­rei­che Mög­lich­kei­ten, Betriebs­kos­ten zu sen­ken, neue Ein­nah­me­quel­len zu erschlie­ßen und För­der­pro­gram­me von Land, Bund oder ande­ren Insti­tu­tio­nen zu nutzen.

Die­se Poten­zia­le könn­ten jedoch nur erkannt wer­den, wenn sich Poli­tik und Ver­wal­tung inten­siv mit dem The­ma beschäf­tig­ten. Es rei­che nicht aus, ledig­lich auf hohe Kos­ten hin­zu­wei­sen. Wer ein Frei­bad für unmög­lich erklä­re, ohne alter­na­ti­ve Kon­zep­te zu prü­fen, wer­de dem Wunsch vie­ler Bür­ger nicht gerecht, so die SPD.

Frei­bad als Stand­ort­fak­tor für Leer

Die Sozi­al­de­mo­kra­ten ver­wei­sen zudem auf die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen. Fami­li­en und Besu­cher, die im Som­mer im Frei­en baden möch­ten, fah­ren der­zeit in ande­re Städ­te oder Gemein­den und geben dort auch ihr Geld aus. Ein Frei­bad kön­ne daher nicht nur die Lebens­qua­li­tät erhö­hen, son­dern auch den Tou­ris­mus und den ört­li­chen Ein­zel­han­del stärken.

Hin­zu kom­me, dass Kin­der und Jugend­li­che häu­fig auf Fahr­diens­te ange­wie­sen sei­en, wenn sie ein Frei­bad außer­halb Leers besu­chen möch­ten. Aus Sicht der SPD sei dies ein wei­te­rer Grund, die Dis­kus­si­on offen und ohne Vor­be­hal­te zu führen.

Auch Sicher­heits­aspek­te spie­len eine Rolle

Als wei­te­res Argu­ment nennt die SPD die Sicher­heit der Bade­gäs­te. Sie ver­weist auf einen kürz­lich bekannt gewor­de­nen Ret­tungs­ein­satz in einem Emder Frei­bad. Dort habe geschul­tes Per­so­nal schnell ein­grei­fen kön­nen. An unbe­wach­ten Bade­seen sei­en sol­che Hilfs­mög­lich­kei­ten oft­mals nicht vorhanden.

SPD ruft alle Par­tei­en zum Mit­den­ken auf

Abschlie­ßend appel­liert die SPD an alle Par­tei­en, die nach der Kom­mu­nal­wahl im neu­en Stadt­rat ver­tre­ten sein wer­den, sich kon­struk­tiv an der Dis­kus­si­on zu beteiligen.

„Wir rufen des­halb alle im künf­ti­gen Rat ver­tre­te­nen Par­tei­en auf, sich nicht bequem zurück­zu­leh­nen, son­dern Anstren­gun­gen zu unter­neh­men, um für die Stadt Leer eine wich­ti­ge Ver­bes­se­rung zu errei­chen, die Ein­hei­mi­schen und Gäs­ten der Stadt glei­cher­ma­ßen nutzt.“

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