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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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PV-Frust in Rhau­der­fehn: Ener­gie­wen­de vs. Paragrafendschungel?

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Büro­kra­ti­scher Still­stand bei PV-Anla­gen: CDU Rhau­der­fehn kri­ti­siert Land­kreis-Bau­amt scharf

Rhau­der­fehn. Die Instal­la­ti­on von Pho­to­vol­ta­ik-Anla­gen (PV) auf Dächern in Wohn­ge­bie­ten mit stren­gen ört­li­chen Bau­vor­schrif­ten bleibt ein Ärger­nis für Bür­ger und Kom­mu­nal­po­li­ti­ker. Trotz einer ent­spre­chen­den Novel­lie­rung der Nie­der­säch­si­schen Bau­ord­nung Ende 2023 beklagt die CDU-Frak­ti­on im Gemein­de­rat Rhau­der­fehn nun, dass die prak­ti­sche Umset­zung in der Regi­on an einer „Ver­wal­tungs­bü­ro­kra­tie“ schei­te­re, die den not­wen­di­gen Fort­schritt bei der Ener­gie­wen­de im Keim ersticke.

Die Pro­ble­ma­tik ist bekannt:

In vie­len Bebau­ungs­plan­ge­bie­ten schrei­ben ört­li­che Bau­vor­schrif­ten eine rote Dach­ein­de­ckung vor. Nach aktu­el­ler Les­art des Bau­am­tes beim Land­kreis Leer sind PV-Anla­gen in die­sen Gebie­ten nicht geneh­mi­gungs­fä­hig, solan­ge die Sat­zung Bestand hat. Eine Ände­rung der Bebau­ungs­plä­ne durch die Gemein­de sei zwin­gend erfor­der­lich, da das Bau­amt die Pla­nungs­ho­heit der Kom­mu­ne respek­tie­ren müsse.

 

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Für die CDU-Frak­ti­on ist die­ses Vor­ge­hen nicht hinnehmbar.

Pres­se­spre­cher Niels Plai­sir bezeich­net die Hal­tung der Behör­de als „hal­be Wahr­heit“. Nach Ansicht der Christ­de­mo­kra­ten greift hier das Prin­zip „Lan­des­recht bricht kom­mu­na­les Sat­zungs­recht“. Es gäbe durch­aus Spiel­räu­me, etwa über Befrei­ungs­an­trä­ge nach dem Bau­ge­setz­buch oder die Inter­pre­ta­ti­on, dass eine PV-Anla­ge per se kei­ne Dach­ein­de­ckung im Sin­ne der Gestal­tungs­vor­schrif­ten dar­stel­le. „Mög­li­cher­wei­se wäre eine sol­che Rechts­an­wen­dung grenz­wer­tig, aber es wäre eine pro­ak­ti­ve und kei­ne restrik­ti­ve Anwen­dung“, so Plai­sir. Er kri­ti­siert das Bau­amt des Land­krei­ses, das im Volks­mund bereits den Ruf einer „Bau­ver­hin­de­rungs­be­hör­de“ genie­ße. In ande­ren Land­krei­sen sei es durch­aus üblich, recht­li­che Ermes­sens­spiel­räu­me zuguns­ten der Antrag­stel­ler aus­zu­schöp­fen – in Leer unter der Füh­rung von Land­rat Mat­thi­as Groo­te sei dies jedoch nicht der Fall.

In die­sem Zusam­men­hang wird die Kri­tik an der Kreis­ver­wal­tung beson­ders scharf: Die CDU weist dar­auf hin, dass auf dem pri­va­ten Dach von Land­rat Mat­thi­as Groo­te selbst eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge instal­liert sei, die nach der stren­gen Aus­le­gung der eige­nen Behör­de in einem Gebiet mit ent­spre­chen­den Gestal­tungs­vor­ga­ben eigent­lich nicht geneh­mi­gungs­fä­hig wäre.

Die CDU-Frak­ti­on zieht dar­aus einen bit­te­ren Schluss:

Wenn die Behör­de eine rechts­si­che­re Geneh­mi­gung kon­se­quent ver­wei­ge­re, kön­ne das in der Pra­xis fata­le Signa­le an die Bür­ger sen­den. Plai­sir erin­nert dabei an Geor­ge Orwells Zitat: „Alle Tie­re sind gleich, aber man­che Tie­re sind glei­cher als die ande­ren.“ Die aktu­el­le Situa­ti­on zei­ge, dass not­wen­di­ge Ände­run­gen der Bau­ord­nung in Leer von der Ver­wal­tungs­füh­rung förm­lich „aus­ge­he­belt“ wür­den. Für die CDU-Frak­ti­on in Rhau­der­fehn steht fest: Die Ener­gie­wen­de schei­te­re hier nicht am Gesetz­ge­ber in Han­no­ver, son­dern am man­geln­den Gestal­tungs­wil­len der zustän­di­gen Behör­den in Leer.

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„Kom­mu­nen am Limit“: Land­rat Groo­te for­dert fai­re Steu­er­ver­tei­lung für den Land­kreis Leer

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„Kom­mu­nen am Limit“: Land­kreis Leer mahnt mehr Steu­er­ge­rech­tig­keit an

Land­rat Mat­thi­as Groo­te for­dert eine kräf­ti­ge Erhö­hung des kom­mu­na­len Anteils am Steu­er­auf­kom­men – Finan­zi­el­le Schief­la­ge bedroht kom­mu­na­le Handlungsfähigkeit

Leer. Im Rah­men des bun­des­wei­ten Akti­ons­ta­ges „Kom­mu­nen am Limit“ hat der Leera­ner Land­rat Mat­thi­as Groo­te deut­li­che Kri­tik an der aktu­el­len Ver­tei­lung der Steu­er­ein­nah­men geübt und eine stär­ke­re finan­zi­el­le Berück­sich­ti­gung der Land­krei­se, Städ­te und Gemein­den gefordert.

Steu­er­an­tei­le decken Auf­ga­ben nicht mehr ab

Nach Ansicht von Groo­te klafft eine deut­li­che Lücke zwi­schen den Auf­ga­ben, die vor Ort zu bewäl­ti­gen sind, und den zur Ver­fü­gung ste­hen­den Finanz­mit­teln. „Der Anteil, den die Land­krei­se, Städ­te und Gemein­den bekom­men, muss erhöht wer­den, und zwar kräf­tig“, unter­strich der Land­rat am Mon­tag. Bund und Län­der stün­den in der Pflicht, die kom­mu­na­le Ebe­ne bei der Auf­ga­ben­er­fül­lung deut­lich bes­ser aus­zu­stat­ten, da der der­zei­ti­ge Steu­er­an­teil in kei­nem ange­mes­se­nen Ver­hält­nis zur tat­säch­li­chen Belas­tung durch staat­li­che Auf­ga­ben stehe.

Dra­ma­ti­sche Finanz­la­ge im Kreis Leer

Bereits im April mach­te die Arbeits­ge­mein­schaft des Land­krei­ses Leer gemein­sam mit den kreis­an­ge­hö­ri­gen Kom­mu­nen in einem Hil­fe­ruf an den nie­der­säch­si­schen Minis­ter­prä­si­den­ten Olaf Lies auf die pre­kä­re Haus­halts­la­ge auf­merk­sam. Die finan­zi­el­le Situa­ti­on hat sich dabei mas­siv ver­schlech­tert: Wäh­rend die Haus­hal­te bis 2023 noch Über­schüs­se ver­zeich­ne­ten, sind die­se nun in ein tie­fes Defi­zit gerutscht. Die Ver­schul­dung nimmt ste­tig zu, sodass mitt­ler­wei­le sogar der lau­fen­de Betrieb teil­wei­se durch Kre­di­te finan­ziert wer­den muss. „Das kann so nicht blei­ben, wir kön­nen sonst unse­re Auf­ga­ben vor Ort nicht mehr ange­mes­sen bewäl­ti­gen“, warn­te Groo­te mit Blick auf die dro­hen­de Handlungsunfähigkeit.

Feh­len­de Gegen­fi­nan­zie­rung durch Bund und Land

Die Kom­mu­nen im Land­kreis Leer sehen die Ursa­che für das Finanz­di­lem­ma vor allem in der Gesetz­ge­bung von Bund und Land. Durch neue Stan­dards und gesetz­li­che Vor­ga­ben wür­den den Kom­mu­nen kon­ti­nu­ier­lich Auf­ga­ben über­tra­gen, ohne die not­wen­di­ge finan­zi­el­le Gegen­fi­nan­zie­rung bereit­zu­stel­len. Ins­be­son­de­re an das Land Nie­der­sach­sen rich­tet sich die Erwar­tung, die finan­zi­el­len Aus­wir­kun­gen neu­er Geset­ze bereits im Vor­feld stär­ker in den Fokus zu nehmen.

Ver­trau­en in den Staat stärken

Für den Land­rat ist die kom­mu­na­le Ebe­ne das Fun­da­ment, auf dem die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger den Staat unmit­tel­bar erle­ben. Ob bei der Müll­ab­fuhr, der Digi­ta­li­sie­rung, der Jugend­ar­beit oder dem Betrieb von Schwimm­bä­dern und Büche­rei­en – die Ent­schei­dun­gen in den Rat­häu­sern und Kreis­häu­sern bestim­men maß­geb­lich die Lebens- und Wohn­qua­li­tät vor Ort.

„Die Kom­mu­nen benö­ti­gen genü­gend Geld, damit sie die Auf­ga­ben so erle­di­gen kön­nen, dass das Ver­trau­en der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in die Hand­lungs­fä­hig­keit des Staa­tes wie­der gestärkt wird“, so das Fazit von Mat­thi­as Groote.

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Ver­stär­kung für den OP: Zwei neue ATA-Fach­kräf­te star­ten im Kli­ni­kum Leer durch

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Freu­en sich über den erfolg­rei­chen Abschluss: (v.l.n.r.) Hei­ke Klie­gel­hö­fer (Pfle­ge­di­rek­to­rin Kli­ni­kum Leer gGmbH), Ali­na Fol­kerts (ATA), Dani­el Kre­nik (ATA), Eva Haw­lik (Team­lei­tung Anästhesie).

Erfolg­rei­cher Aus­bil­dungs­ab­schluss: Zwei neue Anäs­the­sie­tech­ni­sche Assis­ten­ten ver­stär­ken das Kli­ni­kum Leer

Das Kli­ni­kum Leer freut sich über per­so­nel­le Ver­stär­kung im medi­zi­ni­schen Bereich: Ali­na Fol­kerts und Dani­el Kre­nik haben ihre drei­jäh­ri­ge Aus­bil­dung zum/zur Anäs­the­sie­tech­ni­schen Assistenten/in (ATA) erfolg­reich abge­schlos­sen. Bei­de wer­den künf­tig das Team der Anäs­the­sie im Kli­ni­kum Leer tat­kräf­tig unterstützen.

Anäs­the­sie­tech­ni­sche Assis­ten­ten neh­men eine ver­ant­wor­tungs­vol­le und zen­tra­le Rol­le im Ope­ra­ti­ons­be­reich ein. Ihr Tätig­keits­feld ist viel­fäl­tig und anspruchs­voll: Sie über­neh­men die pro­fes­sio­nel­le Vor­be­rei­tung, Beglei­tung und Nach­be­rei­tung von Anäs­the­sien. Zudem sind sie für die selbst­stän­di­ge Koor­di­na­ti­on und Orga­ni­sa­ti­on der betrieb­li­chen Arbeits­ab­läu­fe zustän­dig. Ein wesent­li­cher Aspekt ihrer Arbeit ist die fach­kun­di­ge und indi­vi­du­el­le Betreu­ung der Pati­en­tin­nen und Pati­en­ten wäh­rend der Behand­lung. Dar­über hin­aus gehö­ren der siche­re Umgang mit kom­ple­xen medi­zi­nisch-tech­ni­schen Gerä­ten sowie die kon­se­quen­te Umset­zung der gel­ten­den Hygie­ne­richt­li­ni­en zu ihren täg­li­chen Aufgaben.

Wäh­rend ihrer drei­jäh­ri­gen Aus­bil­dung durch­lie­fen Ali­na Fol­kerts und Dani­el Kre­nik die ver­schie­de­nen Berei­che des OP-Diens­tes. Durch zusätz­li­che Ein­sät­ze in unter­schied­li­chen Funk­ti­ons­be­rei­chen, auf Sta­tio­nen sowie bei exter­nen Koope­ra­ti­ons­part­nern konn­ten sie umfas­sen­de und pra­xis­na­he Erfah­run­gen sam­meln, die sie nun in ihrer beruf­li­chen Lauf­bahn ein­brin­gen werden.

Seit dem Jahr 2024 fin­det der theo­re­ti­sche Unter­richt direkt am Bil­dungs­in­sti­tut Gesund­heit des Kli­ni­kums statt. Durch die­se räum­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Nähe wird die Ver­zah­nung von theo­re­ti­schem Wis­sen und prak­ti­scher Anwen­dung noch wei­ter gestärkt.

 

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Ver­kehrs­be­hin­de­run­gen: Geh- und Rad­weg an der Leda-Eisen­bahn­brü­cke am 23. Juni gesperrt Leer / Hee­ren­borg – Auf­grund drin­gen­der Instand­set­zungs­ar­bei­ten der Deut­schen...

Blaulicht

Hef­ti­ge Regen­fäl­le flu­ten Stra­ßen in Wee­ner und Ween­er­moor – Feu­er­weh­ren im Dauereinsatz

Unwet­ter ver­ur­sacht Feu­er­wehr­ein­sät­ze in Wee­ner und Weenermoor Ein hef­ti­ges Gewit­ter hat in der Nacht zum Frei­tag, den 19. Juni 2026,...

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15 Jah­re HUNDund­HAND: Gro­ßes Jubi­lä­ums-Stra­ßen­fest am Flinthörn

Kat­rin und Micha­el Scheu sowie Herr Braun freu­en sich bereits sehr auf das gro­ße Jubi­lä­ums-Stra­ßen­fest am 21. Juni 2026 und...

Lokal

Grund­steu­er-Urteil in Nie­der­sach­sen: Gericht bestä­tigt das „Flä­chen-Lage-Modell“

Die Neu­re­ge­lung der Grund­steu­er betrifft nicht nur Immo­bi­li­en­be­sit­zer, son­dern wirkt sich direkt auf Mie­ter aus, da die Steu­er antei­lig auf...

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Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

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Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

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Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

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Lese­r­ECHO — Medi­en­haus für IHR Mar­ke­ting in Ost­fries­land und Emsland

Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

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Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

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BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

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Kunst, Kul­tur und Geschich­te: Pre­mie­re des „Som­mer-Kunst­Padd“ in Mitling-Mark!

Per­spek­ti­ven­wech­sel: Der Som­mer-Kunst­Padd ermög­licht neue Ein­bli­cke in Mit­ling-Mark – ganz ähn­lich wie in den bekann­ten Bild­bän­den des ost­frie­si­schen Foto­gra­fen Hart­mut...

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Wee­ner: Der Hafen­Markt lockt mit Hand­werk, Kul­tur und mari­ti­mer Atmosphäre

Hafen­markt in Wee­ner: Wenn der Ems-Hafen zum Markt­platz der Mög­lich­kei­ten wird Wee­ner. Es sind oft die klei­nen, beharr­lich gepfleg­ten Tra­di­tio­nen, die...

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Event­tipps Ost­fries­land: Lek­ker­markt & Basketball‑Cup bele­ben Leer

Ost­fries­land star­tet in den Juni: Lek­ker­markt, Basketball‑Cup und Klein­kunst bele­ben die Leera­ner Innenstadt Wenn der Juni beginnt, ver­wan­delt sich die...

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35. Emder Mat­jes­ta­ge — Pro­gramm-High­lights an allen Festtagen

35. Emder Mat­jes­ta­ge 2026: Ein Fest für die gan­ze Familie  Vom 29. bis zum 31. Mai 2026 ver­wan­delt sich Emden...

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Digi­ta­le Zukunft in Leer: KI, Robo­tik und Inno­va­ti­on bei der Digi­tal-Tour 2026 erleben

Digi­ta­le Zukunft direkt vor der Haus­tür: Digi­tal-Tour 2026 macht Sta­ti­on in Leer LEER – Künst­li­che Intel­li­genz ist längst kein blo­ßes Schlag­wort...

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Bun­tes Trei­ben am See: Das Julia­nen­park­fest 2026 lädt zum gro­ßen Fami­li­en­tag nach Leer

Das Julia­nen­park­fest 2026 in Leer: Ein Fest für die gan­ze Fami­lie im Her­zen der Stadt LEER. Es ist wie­der so weit:...

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Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: PS-Gewalt, Qualm und Action für die gan­ze Familie

Tre­cker Treck Wit­ten­sand 2026: Kraft­vol­les Motor­sport-Spek­ta­kel für die gan­ze Familie Am Sonn­tag, den 16. August 2026, ver­wan­delt sich Wit­ten­sand wie­der...

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Som­mer­kon­zert der Gitarren­ju­gend Loga für die Sup­pen­kü­che Leer

Impres­si­on aus dem Vor­jahr: Die Gitarren­ju­gend Loga beim Bene­fiz­kon­zert 2025. (Foto: Wolf­gang Vogelsang) Gitarren­ju­gend Loga lädt zum gro­ßen Som­mer­kon­zert in...

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Hei­mat­mu­se­um Leer: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag 2026: Muse­en mit Freu­de entdecken

Kos­ten­los am 17. Mai: Inter­na­tio­na­ler Muse­ums­tag lädt zum Ent­de­cken ein Am Sonn­tag, 17. Mai 2026, lädt das Hei­mat­mu­se­um Leer zum Inter­na­tio­na­len...

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Kom over de Brug: Kunst, Musik & Som­mer­fee­ling in Blauwestad

Kom over de Brug: Ein Som­mer­tag vol­ler Kunst und Har­mo­nie in Blauwestad Wenn das Son­nen­licht auf der Was­ser­ober­flä­che glit­zert und...

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