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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Brown Sugar lie­fert Profiliga‑Show – Leer tanzt den Regen ein­fach weg

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Im Vor­der­grund Front­mann Gün­ter „Gün­ne“ Roh­mann und Sän­ge­rin Cath­ryn DuPont. Die per­fekt ein­ge­spiel­te For­ma­ti­on mit Har­ry F. (Gitar­re & Gesang), Mar­tin Rader (Gitar­re & Gesang), Micki Meu­ser (Bass) und Ste­fan Woi­cke (Drums) – eine Profiliga‑Besetzung, die den Denk­mal­platz zur gro­ßen Tanz­flä­che verwandelte.

Brown Sugar begeis­tert Leer – Front­mann Gün­ter „Gün­ne“ Roh­mann fei­ert, wie das Publi­kum den Regen ein­fach weg­ge­tanzt hat

Der Denk­mal­platz in Leer wur­de am Don­ners­tag­abend zum Schau­platz eines außer­ge­wöhn­li­chen Open‑Air‑Konzerts, das trotz Regen zu einem der ein­drucks­volls­ten Musik­aben­de des Som­mers wur­de. Die Ber­li­ner For­ma­ti­on „Brown Sugar – The Gre­at Rol­ling Stones Show“ lie­fer­te eine Dar­bie­tung, die weit über das Niveau einer gewöhn­li­chen Tribute‑Band hin­aus­ging. Schon die ers­ten Minu­ten mach­ten deut­lich, dass hier eine For­ma­ti­on auf der Büh­ne stand, die musi­ka­lisch, optisch und atmo­sphä­risch in der Pro­fi­li­ga spielt. Prä­zi­se Gitar­ren­riffs, per­fekt abge­stimm­te Solo­ein­la­gen, detail­rei­che Kos­tü­me und eine Büh­nen­prä­senz, die man sonst nur von inter­na­tio­na­len Tour‑Acts kennt, mach­ten die­sen Abend zu einem Ereig­nis, das die Stadt Leer so schnell nicht ver­ges­sen wird.

Der Denk­mal­platz ver­wan­del­te sich in eine ein­zi­ge gro­ße Tanz­flä­che – die Fans fei­er­ten, als gäbe es kein Mor­gen mehr, und lie­ßen sich selbst vom Regen nicht bremsen.

Wie Leer den Regen weg­ge­tanzt hat – und wie die Band dar­auf reagierte

Wäh­rend der Regen zeit­wei­se kräf­tig auf den Platz fiel, zeig­te das Publi­kum eine beein­dru­cken­de Stand­haf­tig­keit. Die Men­schen tanz­ten, san­gen und beweg­ten sich im Takt, als wäre der Him­mel strah­lend blau. Front­mann Gün­ter „Gün­ne“ Roh­mann, der mit einer außer­ge­wöhn­li­chen Büh­nen­prä­senz und einer stimm­li­chen Nähe zu Mick Jag­ger über­zeug­te, war sicht­lich über­wäl­tigt von die­ser Ener­gie. Immer wie­der fei­er­te er das Publi­kum, hob die Arme, lach­te, rief den Fans zu – und die Fans fei­er­ten ihn und die gesam­te Band zurück. Es ent­stand eine sel­te­ne Wech­sel­wir­kung: Gün­ne fei­er­te das Publi­kum, und das Publi­kum fei­er­te die Band. Die­se gegen­sei­ti­ge Begeis­te­rung ver­lieh dem Abend eine Inten­si­tät, die weit über ein gewöhn­li­ches Kon­zert hinausging.

Eine Per­for­mance, die ihres­glei­chen sucht – musi­ka­li­sche Prä­zi­si­on und star­ke Bühnenoptik

Die musi­ka­li­sche Qua­li­tät des Abends war beein­dru­ckend. Die Gitar­ris­ten Har­ry F. und Mar­tin Rader lie­fer­ten Solo­ein­la­gen, die das Publi­kum immer wie­der zu spon­ta­nen Jubel­ru­fen hin­ris­sen. Jeder Griff, jeder Ein­satz, jeder Über­gang saß – eine Prä­zi­si­on, die man nur von lang­jäh­rig ein­ge­spiel­ten Pro­fis kennt. Bas­sist Micki Meu­ser und Drum­mer Ste­fan Woi­cke bil­de­ten ein rhyth­mi­sches Fun­da­ment, das so kraft­voll und sau­ber war, dass man sich zeit­wei­se wie auf einem inter­na­tio­na­len Tour‑Konzert fühlte.

Auch optisch über­zeug­te die Band auf gan­zer Linie. Die Kos­tü­me waren detail­reich, sti­lis­tisch nah am Ori­gi­nal und ver­lie­hen der Show eine zusätz­li­che Inten­si­tät. Cath­ryn DuPont setz­te mit ihrer star­ken Stim­me und ihrer dyna­mi­schen Percussion‑Arbeit wei­te­re Akzen­te, die das Klang­bild abrun­de­ten. Die gesam­te For­ma­ti­on wirk­te per­fekt ein­ge­spielt – ein Ensem­ble, das klar in der Pro­fi­li­ga spielt und mit jeder Minu­te zeig­te, war­um es seit über vier Jahr­zehn­ten zu den gefrag­tes­ten Rolling‑Stones‑Tribute‑Bands Deutsch­lands gehört.

Die Song­aus­wahl des Abends zeig­te die gan­ze Klas­se der Band. „Brown Sugar“, „Paint It Black“, „Angie“, „Sym­pa­thy for the Devil“ oder „Satis­fac­tion“ – jeder Titel wur­de mit prä­zi­sen Gitar­ren­riffs, star­ken Solo­ein­la­gen und einer beein­dru­cken­den Büh­nen­ab­stim­mung prä­sen­tiert. Selbst anspruchs­vol­le Stü­cke wie „Mid­night Ram­bler“ oder „Gim­me Shel­ter“ wirk­ten mühe­los und sou­ve­rän. Die Band spiel­te die Klas­si­ker nicht nur nach, son­dern leb­te sie – und das Publi­kum spür­te jeden Moment.

Die gespiel­ten Songs – ein kom­plet­ter Streif­zug durch die Stones‑Geschichte

Die Set­list des Abends umfass­te nahe­zu alle gro­ßen Klas­si­ker der Rol­ling Stones. Gespielt wur­den unter ande­rem: Brown Sugar, I’m Free, Let’s Spend the Night Tog­e­ther, It’s All Over Now, Under My Thumb, Time Is on My Side, Dead Flowers, Angie, Like a Rol­ling Stone, Paint It Black, Love Is Strong, It’s Only Rock’n’Roll, Last Time, As Tears Go By, You Can’t Always Get What You Want, Mid­night Ram­bler, Miss You, Start Me Up, Dance Litt­le Sis­ter, Gim­me Shel­ter, Hon­ky Tonk Women, Get Off of My Cloud, Street Fight­ing Man, Jum­pin’ Jack Flash, Sym­pa­thy for the Devil, Satis­fac­tion und Wild Hor­ses. Jeder die­ser Titel wur­de mit einer Lei­den­schaft und Prä­zi­si­on gespielt, die das Publi­kum mit­riss und die Atmo­sphä­re wei­ter aufheizte.

Kos­ten­freie Kul­tur dank loka­ler Sponsoren

Ein beson­de­rer Dank gilt dem Café Extra­blatt Leer und der Bar Celo­na Leer. Durch deren Enga­ge­ment konn­ten die Don­ners­tags­kon­zer­te – dar­un­ter auch die­ser Abend – kos­ten­frei besucht wer­den. Die­se Initia­ti­ve berei­chert die Stadt Leer kul­tu­rell und schafft ein Ange­bot, das Men­schen jeden Alters zusammenbringt.

Fazit: Ein Abend, der Leer bewegt hat

„Brown Sugar“ lie­fer­te eine Show, die den Regen über­strahl­te und den Denk­mal­platz in eine pul­sie­ren­de Rock‑Arena ver­wan­del­te. Die Kom­bi­na­ti­on aus musi­ka­li­scher Prä­zi­si­on, cha­ris­ma­ti­scher Büh­nen­prä­senz und einem Publi­kum, das sich von nichts auf­hal­ten ließ, mach­te den Abend zu einem der Höhe­punk­te des Som­mers. Leer hat bewie­sen, dass die Stadt nicht nur fei­ern kann, son­dern auch bereit ist, für gute Musik zusam­men­zu­ste­hen – selbst wenn der Him­mel sei­ne Schleu­sen öffnet.

Die nächs­ten Donnerstags‑Konzerte am Denkmalplatz

  1. August: Watch Your Steps – Funk, Soul & mehr

  2. August: Dr. Beat – Top 40

  3. August: Rock­shots – Rock‑, Pop‑ und NDW‑Cover

Wer die kom­men­den Som­mer­aben­de in Leer mit erst­klas­si­ger Live‑Musik, küh­len Geträn­ken und guter Gesell­schaft ver­brin­gen möch­te, soll­te sich die­se Ter­mi­ne fest im Kalen­der markieren.

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Smar­tes Wahl­pla­kat in Wes­t­ov­er­le­din­gen: Thors­ten Sin­ning ver­bin­det Wahl­wer­bung mit Digitalisierung

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Smar­tes Wahl­pla­kat als Bür­ger-Info: Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat Thors­ten Sin­ning stellt digi­ta­les Kon­zept vor

Wes­t­ov­er­le­din­gen. Digi­ta­li­sie­rung beginnt nicht erst im Rat­haus, son­dern bereits im All­tag – mit die­ser Prä­mis­se geht Thors­ten Sin­ning, Bür­ger­meis­ter­kan­di­dat für Wes­t­ov­er­le­din­gen, in den Wahl­kampf. Mit dem „smar­ten Wahl­pla­kat“ stellt er ein neu­ar­ti­ges Kon­zept vor, das klas­si­sche Wahl­wer­bung mit einem digi­ta­len Bür­ger­infor­ma­ti­ons­sys­tem verbindet.

Loka­le Infor­ma­tio­nen direkt am Plakatstandort

Über einen dezent auf den Wahl­pla­ka­ten ange­brach­ten QR-Code gelan­gen Bür­ge­rin­nen und Bür­ger mit ihrem Smart­phone auf eine Infor­ma­ti­ons­sei­te, die spe­zi­ell für den jewei­li­gen Stand­ort und Orts­teil erstellt wur­de. Die Nut­ze­rin­nen und Nut­zer fin­den dort stand­ort­spe­zi­fi­sche Inhal­te wie einen aktu­el­len Wet­ter­be­richt, Infor­ma­tio­nen zum jewei­li­gen Orts­teil, Hin­wei­se auf Sehens­wür­dig­kei­ten sowie – sofern ver­füg­bar – loka­le Bus- und Nahverkehrsinformationen.

Par­al­lel dient die Platt­form als digi­ta­ler Treff­punkt für den jewei­li­gen Orts­teil. Bür­ge­rin­nen und Bür­ger haben die Mög­lich­keit, anonym eige­ne Bei­trä­ge für die Gemein­schaft ein­zu­rei­chen. Denk­bar sind dabei Geschich­ten aus dem Ort, Gedich­te, his­to­ri­sche Erin­ne­run­gen, Fra­gen an die Nach­bar­schaft, Anre­gun­gen sowie Bil­der mit loka­lem Bezug. Um Miss­brauch durch belei­di­gen­de, rechts­wid­ri­ge oder sach­frem­de Inhal­te zu ver­hin­dern, wird jeder Bei­trag vor der Ver­öf­fent­li­chung geprüft.

Daten­schutz und Logis­tik im Fokus

Ein zen­tra­ler Aspekt der Neu­ent­wick­lung ist der Daten­schutz. Das Sys­tem arbei­tet kon­se­quent daten­spar­sam und benö­tigt kei­ne Regis­trie­rung. Es wird ledig­lich der fest hin­ter­leg­te Stand­ort des gescann­ten Pla­kats ver­ar­bei­tet; der tat­säch­li­che Auf­ent­halts­ort der Nut­ze­rin­nen und Nut­zer wird weder abge­fragt noch gespei­chert. Es wer­den weder per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten erho­ben noch Bewe­gungs­pro­fi­le erstellt.

Neben dem Infor­ma­ti­ons­an­ge­bot erfüllt die Tech­nik auch eine logis­ti­sche Funk­ti­on: Jedes Pla­kat ver­fügt über eine ein­deu­ti­ge Ken­nung. Dadurch las­sen sich die Stand­or­te exakt doku­men­tie­ren. Beschä­dig­te, ent­fern­te oder ver­schwun­de­ne Pla­ka­te kön­nen schnel­ler iden­ti­fi­ziert und ersetzt wer­den, was auch einen Schutz vor Van­da­lis­mus bie­ten soll.

Pro­to­typ für die digi­ta­le Gemein­de der Zukunft

Sin­ning ver­steht das Pro­jekt nicht rein als Wahl­kampf­in­stru­ment, son­dern als Pro­to­typ für eine künf­ti­ge digi­ta­le Infra­struk­tur in Wes­t­ov­er­le­din­gen. Soll­te er zum Bür­ger­meis­ter gewählt wer­den, beab­sich­tigt er, die von ihm ent­wi­ckel­te Platt­form der Gemein­de unent­gelt­lich zur Ver­fü­gung zu stellen.

Aus der tech­ni­schen Grund­la­ge könn­te nach der Wahl gemein­sam mit der Ver­wal­tung, den Orts­tei­len und ört­li­chen Ver­ei­nen ein dau­er­haf­tes Bür­ger­infor­ma­ti­ons­sys­tem ent­ste­hen. Mög­li­che Ein­satz­be­rei­che wären amt­li­che Mit­tei­lun­gen, Ver­an­stal­tungs­ka­len­der, Abfahrts­zei­ten des ÖPNV, Infor­ma­tio­nen von Ver­ei­nen, tou­ris­ti­sche Hin­wei­se sowie digi­ta­le Beteiligungsangebote.

Wäh­rend des lau­fen­den Wahl­kampfs kann das Sys­tem an allen Pla­kat­stand­or­ten in der Gemein­de getes­tet wer­den. „Ich wün­sche mir einen fai­ren Wahl­kampf. Nicht der Lau­tes­te soll­te gewin­nen, son­dern der­je­ni­ge, der die bes­ten Ideen für die Zukunft unse­rer Gemein­de mit­bringt. Digi­ta­li­sie­rung soll den Men­schen hel­fen – ein­fach, prak­tisch und daten­schutz­freund­lich“, so Sin­ning abschließend.

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Zei­chen für Organ­spen­de: Trans­Dia-Rad­tour macht Stopp am Kli­ni­kum Leer

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Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der jähr­li­chen Trans­Dia-Rad­tour mach­ten am Frei­tag Sta­ti­on am Kli­ni­kum Leer. Rund 35 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer leg­ten auf ihrer Stre­cke von Dort­mund nach Wil­helms­ha­ven einen Zwi­schen­stopp ein, um den Mit­ar­bei­ten­den für ihr Enga­ge­ment im Organ­spen­de-Pro­zess zu dan­ken und gleich­zei­tig auf die Bedeu­tung der Organ­spen­de auf­merk­sam zu machen.

Trans­Dia-Rad­tour macht Halt am Kli­ni­kum Leer und setzt star­kes Zei­chen für Organspende

Rund 35 Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer besu­chen auf ihrer Etap­pe von Dort­mund nach Wil­helms­ha­ven das Kli­ni­kum Leer, um für Auf­klä­rung zu wer­ben und dem medi­zi­ni­schen Team zu danken.

LEER/OSTFRIESLAND. Ein beson­de­rer Besuch roll­te am Frei­tag auf das Gelän­de des Kli­ni­kums Leer: Die Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mer der dies­jäh­ri­gen Fahr­rad­tour des Ver­eins Trans­Dia Sport Deutsch­land e.V. leg­ten auf ihrer mehr­tä­gi­gen Etap­pen­fahrt einen Zwi­schen­stopp in der Leda­stadt ein. Rund 35 Rad­sport­le­rin­nen und Rad­sport­ler sind der­zeit auf der Stre­cke von Dort­mund nach Wil­helms­ha­ven unter­wegs. Ihr Ziel: Den Mit­ar­bei­ten­den in den Kran­ken­häu­sern für ihren uner­müd­li­chen Ein­satz im Organ­spen­de-Pro­zess zu dan­ken und gleich­zei­tig das gesell­schaft­lich hoch­re­le­van­te The­ma Organ­spen­de stär­ker in den öffent­li­chen Fokus zu rücken.

Ein Dan­ke­schön an die medi­zi­ni­schen Teams

Die jähr­li­che Rad­tour des Ver­eins blickt auf eine mehr als zehn­jäh­ri­ge Tra­di­ti­on zurück. Inner­halb einer Akti­ons­wo­che führt die Rou­te quer durch ver­schie­de­ne Städ­te in Deutsch­land, wobei gezielt Kli­ni­ken ange­steu­ert wer­den, die sich aktiv im Bereich der Organ­spen­de engagieren.

Vie­le der mit­fah­ren­den Rad­fah­re­rin­nen und Rad­fah­rer ver­bin­det eine ganz per­sön­li­che Geschich­te mit der Akti­on: Sie haben selbst eine Organ­trans­plan­ta­ti­on erhal­ten oder ste­hen der The­ma­tik aus per­sön­li­cher Erfah­rung sehr nahe. Mit jedem gefah­re­nen Kilo­me­ter möch­ten sie nicht nur ihre tie­fe Dank­bar­keit gegen­über den behan­deln­den Ärz­tin­nen, Ärz­ten und Pfle­ge­kräf­ten aus­drü­cken, son­dern auch zei­gen, wie viel Lebens­qua­li­tät ein gespen­de­tes Organ schen­ken kann.

Trans­pa­renz und Klar­heit schaf­fen Entlastung

Auch am Kli­ni­kum Leer wur­de die Bedeu­tung die­ser Bot­schaft nach­drück­lich unter­stri­chen. „Noch immer wird in Deutsch­land zu wenig über die per­sön­li­che Ein­stel­lung zur Organ­spen­de gespro­chen. Häu­fig tref­fen die Men­schen kei­ne Ent­schei­dung, weil ihnen die Infor­ma­tio­nen feh­len“, erläu­tert Klaus Kogel­mann, Trans­plan­ta­ti­ons­be­auf­trag­ter und Ober­arzt der Kli­nik für Anäs­the­sie und Inten­siv­me­di­zin am Kli­ni­kum Leer.

Umso wert­vol­ler sei­en Aktio­nen wie die Trans­Dia-Rad­tour, um Bewusst­sein in der Bevöl­ke­rung zu schaf­fen und zum Nach­den­ken anzu­re­gen. „Denn eine doku­men­tier­te Ent­schei­dung – unab­hän­gig davon, ob sie für oder gegen eine Organ­spen­de aus­fällt – schafft Klar­heit für Ange­hö­ri­ge und medi­zi­ni­sches Per­so­nal“, betont Kogelmann.

Der Besuch der Tour­teil­neh­mer mach­te ein­mal mehr deut­lich, wie essen­zi­ell Infor­ma­ti­on, offe­ner Aus­tausch und gesell­schaft­li­che Sen­si­bi­li­sie­rung für das The­ma Organ­spen­de sind. Das Kli­ni­kum Leer sprach allen Betei­lig­ten sei­nen aus­drück­li­chen Dank für den Besuch sowie für ihr lang­jäh­ri­ges, wert­vol­les Enga­ge­ment aus.

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