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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Atom­kraft­geg­ner pro­tes­tie­ren gegen Rosatom-Deal in Lin­gen und Uran-Trans­por­te in Gronau

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Pro­test vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen, 27.07.2026

Erneu­te Pro­tes­te gegen Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen: Kri­tik an Rosatom-Deal hält an

Lingen/Bonn/Hannover – Rund 100 Atom­kraft­geg­ne­rin­nen und Atom­kraft­geg­ner haben am Mon­tag­abend vor der Brenn­ele­men­te­fa­brik in Lin­gen (Ems­land) gegen die jüngst erwei­ter­te Betriebs­er­laub­nis demons­triert. Im Zen­trum der Kri­tik steht die Koope­ra­ti­on mit dem rus­si­schen Staats­kon­zern Rosatom sowie die gene­rel­le Fort­füh­rung der Pro­duk­ti­on. Wei­te­re Pro­tes­te sind für das kom­men­de Wochen­en­de in Gro­nau angekündigt.

Am Mon­tag­abend ver­sam­mel­ten sich nach Anga­ben der Ver­an­stal­ter rund 100 Akti­vis­ten aus Nie­der­sach­sen und Nord­rhein-West­fa­len zu einer Mahn­wa­che vor den Toren der Lin­ge­ner Anla­ge. Mit Kund­ge­bungs­re­den und Trans­pa­ren­ten mach­ten sie ihrem Unmut über die Geneh­mi­gungs­la­ge Luft. Zu dem Pro­test hat­ten neben ört­li­chen Initia­ti­ven aus dem Ems­land und dem Müns­ter­land auch der Bun­des­ver­band Bür­ger­initia­ti­ven Umwelt­schutz (BBU) aufgerufen.

Anlass der Demons­tra­ti­on ist die am 22. Juli 2026 vom nie­der­säch­si­schen Umwelt­mi­nis­te­ri­um in Han­no­ver erteil­te Geneh­mi­gung. Die­se erlaubt der Fabrik, Brenn­stä­be rus­si­scher Bau­art für ost­eu­ro­päi­sche Atom­kraft­wer­ke zu pro­du­zie­ren. Die Maß­nah­me erfolgt in Abstim­mung mit der Bun­des- und Lan­des­re­gie­rung und stößt auf mas­si­ven Wider­stand. Kri­ti­ker wer­fen den Behör­den vor, trotz des beschlos­se­nen Atom­aus­stiegs wei­ter nuklea­re Geschäf­te zu ermög­li­chen – nun auch in direk­ter Zusam­men­ar­beit mit Russland.

BBU for­dert Still­le­gung der Anlage

Der BBU, der sei­nen Sitz in Bonn hat, erneu­er­te sei­ne schar­fe Kri­tik an dem Vor­ha­ben. Trotz zahl­rei­cher Stör­fäl­le in der Ver­gan­gen­heit und der unge­lös­ten Fra­ge nach der dau­er­haf­ten End­la­ge­rung des anfal­len­den Uran­mülls wer­de an der Anla­ge fest­ge­hal­ten. Lin­gen beher­bergt bun­des­weit die letz­te Brenn­ele­men­te­fa­brik, für die es bis­her kei­ne Lauf­zeit­be­gren­zung gibt.

Udo Buch­holz, Vor­stands­mit­glied des BBU, beton­te: „Umwelt­mi­nis­ter Mey­er hät­te, eben­so wie sei­ne Vor­gän­ger, schon längst die Still­le­gung die­ser inter­na­tio­nal umstrit­te­nen Anla­ge ver­fü­gen kön­nen.“ Wäre dies gesche­hen, „dann wäre die gan­ze Dis­kus­si­on um den Ein­stieg des rus­si­schen Rosatom-Kon­zerns über­haupt nicht not­wen­dig gewe­sen“, so Buch­holz weiter.

Trans­por­te und Fol­ge­ter­mi­ne in Gronau

Die Bri­sanz der nuklea­ren Mate­ri­al­flüs­se in der Regi­on bleibt hoch. Am heu­ti­gen Diens­tag erreich­ten erneut meh­re­re LKW mit Uran­he­xa­fluo­rid die Uran­an­rei­che­rungs­an­la­ge (UAA) im nord­rhein-west­fä­li­schen Gro­nau. Uran­he­xa­fluo­rid ist das hoch­ge­fähr­li­che Nukle­ar­ma­te­ri­al, das sowohl in Gro­nau als auch in Lin­gen ver­ar­bei­tet wird.

Der Pro­test gegen die Atom­in­dus­trie ver­ar­bei­ten­de Indus­trie geht am kom­men­den Wochen­en­de wei­ter. Für Sonn­tag, den 2. August 2026, haben Initia­ti­ven zu einer Fahr­rad­de­mons­tra­ti­on nach Gro­nau auf­ge­ru­fen. Sie beginnt um 12 Uhr am Bahn­hof und endet direkt vor der Uran­an­rei­che­rungs­an­la­ge an der Röntgenstraße.

Wei­te­re Infor­ma­tio­nen zu den Pro­tes­ten in Gro­nau sind auf der Web­site https://sofa-ms.de abrufbar.

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Ein klei­ner Spa­zier­gang durch den Wilhelminengang

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Blick durch den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang auf den ehe­ma­li­gen Hafen­spei­cher, der heu­te als Ver­an­stal­tungs­ort dient. (Foto: Hans-Albert Dirks)

Charme aus ver­gan­ge­nen Jahr­hun­der­ten: Ein Streif­zug durch den Wil­hel­mi­nen­gang in Leer

Ein his­to­ri­scher Blick­fang im Her­zen der Alt­stadt von Leer: Das stim­mungs­vol­le Foto von Hans-Albert Dirks zeigt den male­ri­schen Wil­hel­mi­nen­gang, der sich char­mant zwi­schen der Rat­haus­stra­ße und der Nor­der­stra­ße erstreckt. Die schma­le Gas­se gehört zwei­fel­los zu den meist­fo­to­gra­fier­ten Moti­ven in ganz Ost­fries­land, erfreut sich glei­cher­ma­ßen bei Ein­hei­mi­schen wie Tou­ris­ten größ­ter Beliebt­heit und darf daher bei kei­ner klas­si­schen Stadt­füh­rung fehlen.

Geschich­te trifft auf mari­ti­mes Flair

In unmit­tel­ba­rer Nähe zum his­to­ri­schen Rat­haus sowie dem beleb­ten Han­dels- und Frei­zeit­ha­fen gele­gen, atmet der Wil­hel­mi­nen­gang an jeder Ecke pure Geschich­te. Cha­rak­te­ris­tisch für die Gas­se sind das enge alte Kopf­stein­pflas­ter, das his­to­ri­sche Mau­er­werk und die mar­kan­ten Spei­cher­häu­ser. Einst dien­te der Weg als wich­ti­ger Ver­bin­dungs­weg für Fuhr­wer­ke, die die alten Pack­häu­ser mit Waren versorgten.

Heu­te ver­bin­det der Gang his­to­ri­sche Bau­sub­stanz mit moder­nem Leben: Direkt vor Ort befin­den sich der Kul­tur­spei­cher Leer – ein ehe­ma­li­ger Hafen­spei­cher aus dem Jahr 1778, der heu­te als belieb­ter Ver­an­stal­tungs­raum genutzt wird – sowie die Stadtbibliothek.

Auf den Spu­ren von Wil­hel­mi­ne Siefkes

Sei­nen Namen ver­dankt der Gang einer gro­ßen Per­sön­lich­keit der Regi­on: Der bekann­ten Leera­ner Leh­re­rin und Schrift­stel­le­rin Wil­hel­mi­ne Sief­kes (1890–1984). Als aner­kann­ter „frau­en­ORT“ ist die Gas­se auch fes­ter Bestand­teil der the­ma­ti­schen Stadt­füh­run­gen der Stadt Leer, die sich inten­siv mit dem Leben und lite­ra­ri­schen Wir­ken von Sief­kes auseinandersetzen.

Nach einem Spa­zier­gang durch die his­to­ri­sche Gas­se laden zudem die zahl­rei­chen gemüt­li­chen Cafés, Tee­stu­ben und Restau­rants in der direk­ten Umge­bung zum Ver­wei­len ein.

Ein herz­li­cher Dank gilt an die­ser Stel­le dem Foto­gra­fen Hans-Albert Dirks für die­se wun­der­schö­nen, atmo­sphä­ri­schen Einblicke.

Ansicht des Wil­hel­mi­nen­gangs aus ande­rer Per­spek­ti­ve, der Blick führt nun auf das Gebäu­de des Kul­tur­spei­chers Leer. Der alte Spei­cher mit sei­ner cha­rak­te­ris­ti­schen Fas­sa­de ist deut­lich am Ende der Gas­se zu sehen. (Foto: Hans-Albert Dirks)
Ansicht des Wil­hel­mi­nen­gangs mit Blick auf die Rat­haus­stra­ße. Zu sehen ist das enge Kopf­stein­pflas­ter, gesäumt von his­to­ri­schen Back­stein­ge­bäu­den, an deren Ende die mar­kan­te­re Bebau­ung der Rat­haus­stra­ße erkenn­bar ist. (Foto: Hans-Albert Dirks)
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Frei­bad-Debat­te in Leer: CDU nennt SPD-For­de­rung „finanz­po­li­tisch unseriös“

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Das Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je in Leer: Im Zuge der aktu­el­len poli­ti­schen Debat­te um ein mög­li­ches neu­es Frei­bad ver­weist die CDU-Frak­ti­on in ihrer Stel­lung­nah­me auf die bereits bestehen­den Her­aus­for­de­run­gen des bestehen­den Bades, das unter ande­rem mit Per­so­nal­man­gel zu kämp­fen hat, wäh­rend sie gleich­zei­tig die wich­ti­ge Schwimm­aus­bil­dung des Teams aus­drück­lich würdigt.

CDU kon­tert SPD-For­de­rung: Debat­te um neu­es Frei­bad in Leer

Nach­dem das Lese­r­ECHO ges­tern aus­führ­lich über die For­de­rung der SPD nach einem neu­en Frei­bad in Leer berich­tet hat­te, erreich­te unse­re Redak­ti­on nun die offi­zi­el­le Stel­lung­nah­me der CDU-Rats­frak­ti­on. Die Christ­de­mo­kra­ten kri­ti­sie­ren das Vor­ha­ben scharf und stu­fen den Vor­stoß als finanz­po­li­tisch nicht ver­ant­wort­bar ein.

Der CDU-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Ulf-Fabi­an Hein­richs­dorf betont, dass ein eige­nes Frei­bad zwar zwei­fel­los eine Berei­che­rung sei und bei vie­len schö­ne Kind­heits­er­in­ne­run­gen wecke, die Rea­li­tät des städ­ti­schen Haus­halts jedoch dage­gen spreche:

„Die ent­schei­den­de Fra­ge ist aber nicht, ob wir uns ein Frei­bad wün­schen, son­dern ob wir es uns leis­ten können.“

Mas­si­ve finan­zi­el­le Belas­tung und offe­ne Gegenfinanzierung

Ein Neu­bau wür­de laut CDU Inves­ti­tio­nen in Mil­lio­nen­hö­he sowie dau­er­haft hohe Unter­hal­tungs- und Betriebs­kos­ten ver­ur­sa­chen. Ange­sichts der ange­spann­ten Haus­halts­la­ge sieht die Frak­ti­on kei­nen Spiel­raum für frei­wil­li­ge Mil­lio­nen­pro­jek­te. Zudem ver­weist die CDU auf drin­gen­de Pflicht­auf­ga­ben und not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen der kom­men­den Jahre:

  • Sanie­rung der Grundschulen

  • Erneue­rung und Instand­set­zung maro­der Brü­cken und Straßen

  • Wei­te­re Inves­ti­tio­nen in die kom­mu­na­le Infrastruktur

Die CDU wirft der SPD vor, Wunsch­po­li­tik zu betrei­ben und gleich­zei­tig ande­re teu­re Pro­jek­te – wie den gefor­der­ten Umbau der Heis­fel­der Stra­ße zur Ein­spu­rig­keit – zu for­dern. „Wer immer neue For­de­run­gen auf­stellt, muss den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern auch ehr­lich sagen, wel­che Pro­jek­te dafür zurück­ge­stellt wer­den oder wo das Geld her­kom­men soll“, so Heinrichsdorf.

Das Per­so­nal­pro­blem am Plytje

Ein wei­te­rer von der SPD laut CDU aus­ge­blen­de­ter Aspekt sei der aku­te Fach­kräf­te­man­gel. Das bestehen­de Hal­len- und Frei­zeit­bad Plyt­je müs­se schon heu­te regel­mä­ßig Öff­nungs­zei­ten ein­schrän­ken, weil qua­li­fi­zier­tes Per­so­nal für den Bade­be­trieb fehlt. Ein zusätz­li­ches Frei­bad wür­de die­sen Per­so­nal­man­gel mas­siv verschärfen.

Dank an das Plyt­je und Blick auf Alternativen

Trotz der kla­ren Absa­ge an den Neu­bau unter­streicht die CDU die Bedeu­tung der Schwimm­aus­bil­dung: Ein aus­drück­li­cher Dank gilt dem Per­so­nal des Plyt­jes, das Kin­dern mit gro­ßem Ein­satz den Weg zum See­pferd­chen ermög­licht. Ergän­zend ver­weist die Frak­ti­on auf die zahl­rei­chen Bade­seen in der Regi­on, die im Som­mer zusätz­li­che Frei­zeit­an­ge­bo­te bieten.

Hein­richs­dorf schließt mit einem kla­ren Appell an eine ver­ant­wor­tungs­vol­le Haushaltspolitik:

„Ehr­lich­keit gegen­über den Bür­ge­rin­nen und Bür­gern ist uns wich­ti­ger als popu­lä­re Schlag­zei­len. Es kann nicht unser Anspruch sein, der nächs­ten Gene­ra­ti­on einen immer grö­ße­ren Schul­den­berg zu hinterlassen.“

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Brü­cken­schlag über die Leda: Leer und Wes­t­ov­er­le­din­gen pla­nen neue Rad- und Fußwegbrücke   Leer/Westoverledingen. Die Que­rung der Leda ist für...

Blaulicht

Zwei Unfall­fluch­ten in der Regi­on: Poli­zei ermit­telt in Wee­ner und Emden

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 27.07.2026     Emden — Verkehrsunfallflucht Am 15.07.2026 beschä­dig­te ein der­zeit noch...

Lokal

SPD for­dert in neu­er Initia­ti­ve den Bau eines Freibades

Im Juni 2014 prä­sen­tier­te sich das Frei­bad der Stadt Leer noch in vol­lem Betrieb, wie die­se Auf­nah­me zeigt. Es war...

Veranstaltung

Musik, die bewegt: DILIAN live in der Ev.-ref. Kir­che Ditzum

Klang­ge­wal­tig und berüh­rend: DILIAN bringt Pop-Rock mit Tief­gang in die Ev.-ref. Kir­che Ditzum Jem­gum-Ditz­um – Musik, die Her­zen öff­net und...

Veranstaltung

Kult-Kom­mis­sar live in Hoya: Roland Jan­kow­sky gas­tiert im Kulturspeicher

Kri­mi­na­lis­ti­sche Spit­zen­un­ter­hal­tung im Kul­tur­spei­cher: Roland Jan­kow­sky liest „Sie nann­ten ihn Overbeck“ Eigent­lich muss man Roland Jan­kow­sky längst nicht mehr vor­stel­len....

Lokal

Lebens­ret­ten­de Hil­fe in der Regi­on: DRK ruft zur Blut­spen­de auf

Blut­spen­de­rin­nen und Blut­spen­der wer­den drin­gend gesucht: Ange­spann­te Ver­sor­gungs­la­ge in den Sommerferien DRK-Blut­spen­de­dienst NSTOB alar­miert: Lager­be­stän­de kri­tisch – Spen­de­auf­kom­men bleibt hin­ter...

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Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

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Laut, ehr­lich, Sem­mel­rog­ge: Wenn eine Kult-Legen­de den Kul­tur­spei­cher rockt!

Mar­tin Sem­mel­rog­ge live in Leer: Ein wil­der Ritt durch 50 Jah­re „Para­gra­phistan“ Unver­wech­sel­bar, unka­putt­bar und das wohl bekann­tes­te Steh­auf­männ­chen der...

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Genuss in his­to­ri­scher Kulis­se: Das 25. Leera­ner Wein­fest im Rathaus-Innenhof

Jubi­lä­um im his­to­ri­schen Rat­haus-Innen­hof: 25. Leera­ner Wein­fest lädt zum Genie­ßen ein Ein Vier­tel­jahr­hun­dert Genuss­kul­tur im Her­zen von Leer: Am 7. und...

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Der 14. Kunst- & Hand­wer­ker­markt erobert Leers Altstadt!

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Bost Rock Trio live im „Night­fe­ver“: Ein Abend vol­ler Musik­ge­schich­te in Leer!

Das Foto zeigt das „Bost Rock Trio“, v. l. n. r.: Man­fred Jans­sen, Rein­hard de Witt und Rem­mer Hein (Foto:...

Lokal

Fest der Kul­tu­ren in Leer: Ein Tag vol­ler Musik, Tanz und Begegnungen!

Das Orga­ni­sa­ti­ons­team des Arbeits­krei­ses für inter­kul­tu­rel­le Ver­stän­di­gung (v.l.: Katha­ri­na Birch, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst, Jörg Ken­ter, Tom­ke Hamer, Hei­ke Leim­ke, Gerd...

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