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Niederlande stoppen ihre Gaslieferungen. Erdgasumstellung auf H‑Gas ist gestartet.
Erdgasumstellung auf H‑Gas ist gestartet
- Gasmonteure besuchen alle Verbraucher mit Erdgasanschluss, um Gasgeräte anzupassen.
- Großprojekt dauert noch bis 2027 und sichert Gasversorgung der Region.
- Rund 98 Prozent aller Geräte sind anpassbar.
- Nur nach der Umrüstung können Geräte auch das aus LNG gewonnene Erdgas verbrennen.
Die Niederlande müssen die Lieferungen ihres L‑Erdgases nach Deutschland, Belgien und Frankreich bereits in wenigen Jahren beenden. Daher erhielt EWE Netz einen gesetzlichen Bundesauftrag, den Nordwesten Deutschlands auf H‑Erdgas umzustellen. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nordverbund, zum Beispiel aus Norwegen und Großbritannien. Bei den zwei Gassorten liegt der Unterschied im Energiegehalt: H‑Gas setzt bei der Verbrennung mehr Energie frei als das niederländische L‑Gas, daran muss EWE Netz auch nahezu alle Erdgasgeräte manuell anpassen.
In den nächsten Jahren erhalten alle Erdgasverbraucher in Ostfriesland mindestens zwei Besuche von EWE Netz — unabhängig davon, bei welchem Gaslieferanten sie letztlich ihre Gasrechnung bezahlen. Gestartet ist das Projekt jetzt in den Gemeinden Uplengen und Jümme, danach geht es in Ostfriesland weiter. Die Besuchstermine versendet EWE Netz immer einige Wochen zuvor auf dem Postwege, per Einschreiben.
Das geschieht bei den Besuchen
Bei dem ersten Besuch stehen zwei Fragen im Vordergrund: Zum einen welche Erdgasgeräte setzen die Kunden in ihrem Gebäude überhaupt ein? Betroffen sind alle Geräte, die mit Erdgas betrieben werden, zum Beispiel Herde, Heizungen oder erdgasbetriebene Waschmaschinen, Trockner oder Geschirrspüler. Ausgenommen sind Geräte, die zum Beispiel mit Flaschen- beziehungsweise Flüssig- oder Propangas betrieben werden. Gasbetriebene PKW müssen auch nicht umgerüstet werden. Zum anderen klären die Monteure vor Ort, ob die Kundengeräte das H‑Gas möglichst sauber und vor allem sicher verbrennen können. „Daher setzen wir an den Geräten immer eine wichtige Sicherheitsprüfung um und nehmen jeweils Daten vom Typenschild der Geräte auf, viel mehr geschieht während dieses ersten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Witthus, Sprecher des Projekts bei EWE Netz.
Sehr hohe Komplexität
Die Informationen vom Typenschild gleicht EWE Netz mit einer Datenbank ab, die vom „Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Geräte-Hersteller hinterlegen hier insbesondere drei Informationen: Ist das vom Kunden eingesetzte Modell überhaupt an H‑Gas anpassbar? Wie kann es angepasst werden? Und zu welchem Zeitpunkt sollte EWE Netz das Gerät anpassen?
„Wenn notwendig, bestellen wir für jeden Kunden und jedes seiner Geräte einen individuellen Umrüstsatz für das H‑Gas“, so Witthus weiter. Und genau das macht das Projekt zu einer wahren Mammutaufgabe: Denn im Nordwesten nutzen Verbraucher nicht nur über 700.000 Erdgasgeräte aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Geräte unterscheiden sich auch in weit über 22.000 Varianten. „Und nahezu jede Variante braucht eventuell eine individuelle Umrüstung. Hinzu kommen dann ja noch die unterschiedlichsten Reparatur- und Wartungszustände, daher müssen wir jedes Gerät persönlich prüfen“, ergänzt Witthus.
98 Prozent sind anpassbar
Über 200.000 Erdgasgeräte konnte EWE Netz bereits an das H‑Gas anpassen. „Mit der hier gemachten Erfahrung können wir sagen, dass sich insgesamt rund 98 Prozent aller Kundengeräte an das H‑Gas anpassen lassen“, berichtet Witthus. EWE Netz rechnet damit, diesen Wert auch in Ostfriesland erreichen zu können. „Sollte eine Heizung zum Beispiel heute 20–25 Jahre alt sein, muss man sich der Eigentümer in der Regel keine Sorgen machen“, beruhigt Witthus und ergänzt: „Auch bei noch älteren Markengeräten gelingt es meistens, diese an das H‑Gas anzupassen.“
Wenn sich ein Gerät doch einmal nicht mehr anpassen lässt, dann liegt es meistens daran, dass es den Geräte-Hersteller heute nicht mehr gibt und dieser daher kein Umrüstmaterial mehr liefern kann. In Einzelfällen haben die Hersteller auch den Support für bestimmte Geräte aufgegeben, auch dieses betrifft in der Regel nur sehr alte Geräte. Aber auch dann kann EWE Netz häufig kein Material mehr erhalten. Technische Probleme während des Umrüstens gab es laut Witthus unterdessen bislang nahezu ausschließlich bei alten Heizungen, die noch nie oder zu selten durch einen Fachbetrieb gewartet wurden. „Regelmäßige Wartungen der Heizungen unterstützen eine reibungslose Umrüstung auf das H‑Gas, sie sparen aber auch deutlich Erdgas und verlängern die Lebenszeit der Geräte.“
Keine Rechnungen
Grundsätzlich entstehen Kunden durch das Projekt keine direkten Kosten. Daher versendet EWE Netz weder für die Service-Besuche noch für das Material Rechnungen. Und die Gasmonteure verlangen vor Ort niemals Geld von Kunden. Eine Ausnahme gibt es bei den Service-Besuchen aber: Falls die Monteure vor Ort feststellen, dass ein Gerät eine Reparatur braucht oder gewartet werden muss, beauftragt der Eigentümer dafür wie gewohnt einen Fachbetrieb seiner Wahl und bezahlt ihn.
Erdgasgeräte und LNG
Nahezu alle Erdgasgeräte, die das Unternehmen bei Privatkunden derzeit auf das H‑Erdgas umrüstet, sollten anschließend auch das aus LNG gewonnene Erdgas zuverlässig verbrennen können. Die noch auf L‑Erdgas eingestellten Geräte können das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außereuropäischen Herkunftsländern stammt. Es wird bei einer Temperatur von ca. ‑161 °C flüssig – also zu LNG (Liquefied Natural Gas bzw. Flüssigerdgas) und lässt sich dann auch per Schiff transportieren. Für das Einspeisen in Gas-Pipelines wird LNG wieder in einen gasförmigen Zustand gebracht.
Um die Gasversorgung des Nordwestens darüber hinaus weiter zu sichern, plant EWE Netz parallel ein zweites Großprojekt: Das Unternehmen wird in Rekordzeit eine rund 70 Kilometer lange Pipeline vom Raum Sande (Friesland) zu den EWE-Gasspeichern in Ostfriesland bauen, um das Netz für die Aufnahme großer Mengen von in Wilhelmshaven anlandendem LNG vorzubereiten. Bereits 2023 soll diese Pipeline in Betrieb gehen. Perspektivisch hat die Leitung auch das Potential, eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern für den Transport von per Schiff importiertem grünen Wasserstoff zu werden.
Schutzmaßnahmen gegen Trickbetrüger
Bei den Besuchen beachtet das Unternehmen nach wie vor die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zum Schutz vor dem Corona-Virus. Zusätzlich entwickelte EWE Netz zusammen mit Polizeibehörden zahlreiche Schutzmaßnahmen gegen potenzielle Haustür-Trickbetrüger. Jeder Kunde erhält zusammen mit seinem Terminanschreiben einen Flyer, der darüber informiert, wie man den „echten“ Gasmonteur erkennt. Einige entwickelte Schutzmaßnahmen werden öffentlich nicht genannt. Verbraucher können sich auch hier informieren: www.ewe-netz.de/trickbetrug
Wie geht es weiter?
Ab Februar 2024 schaltet EWE Netz große Teile der Gemeinden Uplengen und Jümme auf das H‑Gas um. EWE Netz teilte auch Ostfriesland in Umstellbezirke ein, die man bis 2027 nacheinander auf das H‑Gas umstellen wird. Diese Umstellbezirke orientieren sich an den Gasleitungen, die bereits im Boden liegen und nicht an Orts- oder Landkreisgrenzen. Daher kann es geschehen, dass Gemeinden nur schrittweise auf H‑Gas umgeschaltet werden. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gasinsel wandeln und jeweils entscheiden, ob schon das H‑Gas oder weiterhin das niederländische L‑Gas eingespeist wird.
Warum stoppen die Niederlande ihre Gaslieferungen?
Ein Auslöser ist das zunehmende Schwinden der Förderkapazitäten des niederländischen L‑Erdgases. Hinzu kommen rund 14.000 Erdstöße und Erdbeben insbesondere in der Region Groningen in den letzten Jahrzehnten. Niederländische Experten machen inzwischen die Gasförderung als Verursacher für die Beben aus.
Stand heute werden die Niederlande daher bereits ab 2023 in der Region Groningen kein L‑Erdgas mehr fördern. Bereits heute kaufen die Niederlande daher H‑Erdgas auf den Weltmärkten ein, wandeln dieses mittels Stickstoff in „Pseudo-L-Gas“ und liefern Anteile davon auch in den Nordwesten. So kann unser Nachbar seinen Lieferverpflichtungen nachkommen und gleichzeitig seine Einwohner besser vor weiteren Beben schützen. Ab Ende 2029 wollen die Niederlande (Stand heute) nahezu gar kein L‑Gas mehr liefern. In Deutschland sind von der niederländischen Entscheidung mehrere Millionen Gasverbraucher in zahlreichen deutschen Bundesländern betroffen. Der deutsche Gesetzgeber verpflichtete daher über 40 Gasnetzbetreiber, jeweils ihre Region auf das alternative H‑Gas umzustellen.
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Kita-Besichtigung in Westoverledingen am 14. November 2026: Sechs Krippen und Kindergärten öffnen
Tag der offenen Türen in Westoverledingen: Sechs Krippen und Kindergärten können besichtigt werden
Welche Kindertagesstätte passt am besten zum eigenen Kind? Eltern, die für das kommende Jahr einen Betreuungsplatz in Westoverledingen suchen, können sich am Samstag, 14. November 2026, direkt vor Ort informieren. Sechs kommunale Krippen und Kindergärten öffnen von 9:30 bis 12:30 Uhr ihre Türen und geben Einblicke in ihre Räumlichkeiten und pädagogischen Konzepte.
Die Wahl der passenden Kindertagesstätte ist für Eltern eine wichtige Entscheidung. Schließlich sollen sich die Kinder in ihrer neuen Umgebung wohlfühlen, Vertrauen zu den Betreuungskräften entwickeln und gemeinsam mit anderen Kindern ihren Alltag gestalten können.
Um Familien bei dieser Entscheidung zu unterstützen, bietet die Gemeinde Westoverledingen einen Besichtigungstermin für mehrere kommunale Kindertagesstätten an. Am Samstag, 14. November 2026, können interessierte Eltern sechs Krippen und Kindergärten kennenlernen.
Sechs Kindertagesstätten in Westoverledingen öffnen ihre Türen
Von 9:30 bis 12:30 Uhr haben Sorgeberechtigte die Möglichkeit, sich die Einrichtungen anzuschauen, einen Eindruck von den Räumlichkeiten zu gewinnen und sich über die jeweiligen pädagogischen Konzeptionen zu informieren.
Folgende kommunale Kindertagesstätten beteiligen sich an der Besichtigungsaktion:
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Krippe „Wolkenstürmer“ in Ihren
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Krippe „Inselnest“ im Campus Ihrhove
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Krippe „Kinderkoje“ in Flachsmeer
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Kindergarten „Abenteuerland“ in Völlenerkönigsfehn
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Kindergarten „Lüttje Lü“ in Völlenerfehn
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Kita „Am Wäldchen“ in Steenfelde
Damit erhalten Familien die Gelegenheit, mehrere Betreuungsangebote kennenzulernen und miteinander zu vergleichen.
Besichtigung soll die Kita-Anmeldung erleichtern
Der Besichtigungstag richtet sich insbesondere an Eltern, die ihre Kinder im kommenden Jahr für einen Betreuungsplatz anmelden möchten.
Die Besuche sollen dabei helfen, sich ein genaueres Bild von den einzelnen Einrichtungen und ihren pädagogischen Konzepten zu machen. Diese Informationen können anschließend bei der Wunschangabe im Online-Anmeldeverfahren berücksichtigt werden.
Die Gemeinde verfolgt damit das Ziel, die anschließende Platzvergabe möglichst wunschgemäß zu gestalten. Wenn Eltern die Besonderheiten und Schwerpunkte der jeweiligen Kindertagesstätten kennen, können sie ihre Betreuungswünsche gezielter angeben.
Kein Rahmenprogramm – Mitarbeitende stehen für Fragen bereit
Bei dem Termin handelt es sich ausdrücklich um eine reine Besichtigungsmöglichkeit. Ein besonderes Rahmenprogramm oder zusätzliche Aktionen sind nicht vorgesehen.
Eine kleine Anzahl von Mitarbeitenden wird jedoch in den Einrichtungen vor Ort sein, um Fragen zu beantworten und die jeweiligen Konzeptionen zu erläutern.
So können sich Eltern in aller Ruhe einen persönlichen Eindruck verschaffen und wichtige Informationen für die bevorstehende Entscheidung zur Kinderbetreuung sammeln.
Alle Informationen zum Besichtigungstag
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Termin: Samstag, 14. November 2026
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Uhrzeit: 9:30 bis 12:30 Uhr
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Ort: Sechs kommunale Krippen und Kindergärten in Westoverledingen
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Zielgruppe: Eltern und Sorgeberechtigte, die für das kommende Jahr einen Betreuungsplatz suchen
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Angebot: Besichtigung der Einrichtungen und Informationen zu den pädagogischen Konzeptionen
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Hinweis: Reine Besichtigung ohne Rahmenprogramm
Mit dem offenen Besichtigungstermin möchte die Gemeinde Westoverledingen Eltern die Möglichkeit geben, sich frühzeitig über die Betreuungsangebote zu informieren und eine fundierte Entscheidung bei der Anmeldung ihres Kindes zu treffen.
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Neues Mehrzweckschiff „Ronja Ruteplate“: Niedersachsen investiert 21 Millionen Euro in den Schutz der Nordsee
Verstärkt die Schiffsflotte des NLWKN: Die bei der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde gefertigte „Ronja Ruteplate“ (Bild: Holger Dirks/NLWKN).
Neues Spezialschiff für Niedersachsen: „Ronja Ruteplate“ soll Ölunfälle in der Nordsee bekämpfen
Niedersachsen stärkt den Schutz des Wattenmeeres und der deutschen Küstengewässer: Das neue Mehrzweckschiff „Ronja Ruteplate“ wurde nach rund vierjähriger Bauzeit am 22. Oktober 2026 in Wilhelmshaven an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) übergeben. Das rund 21 Millionen Euro teure Spezialschiff ist für die Bekämpfung von Ölunfällen, aber auch für Meeresforschung, Vermessung und Gewässerüberwachung vorgesehen. Wilhelmshaven wird der Heimathafen.
„Ronja Ruteplate“ in Wilhelmshaven an den NLWKN übergeben
Ein neues Spezialschiff soll künftig einen wichtigen Beitrag zum Schutz der niedersächsischen Nordseeküste und des Wattenmeeres leisten. Am 22. Oktober 2026 wurde das Mehrzweckschiff „Ronja Ruteplate“ am Liegeplatz in Wilhelmshaven von der SET Schiffbau- und Entwicklungsgesellschaft Tangermünde an den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz übergeben.
Der Neubau entstand innerhalb einer rund vierjährigen Bauzeit. Vertreter des NLWKN und des Havariekommandos hatten das Schiff zuvor über einen längeren Zeitraum intensiv erprobt und geprüft.
Die Taufe des Spezialschiffes ist für Anfang 2027 vorgesehen. Anschließend soll die „Ronja Ruteplate“ in den regulären Betrieb übergehen.
Rund 21 Millionen Euro für den Schutz der Nordseeküste
Die Investition in das neue Mehrzweckschiff beläuft sich auf rund 21 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte dieser Summe wurde aus Mitteln des niedersächsischen Umweltministeriums finanziert.
Niedersachsens Umweltminister Christian Meyer unterstreicht die Bedeutung des Neubaus für den Küsten- und Umweltschutz.
„Mit der ‚Ronja Ruteplate‘ erhält Niedersachsen ein vielseitig einsetzbares Mehrzweckschiff, das Forschung, Vermessung und Gewässerüberwachung mit leistungsfähiger Technik zur Ölunfallbekämpfung verbindet“, erklärt Meyer.
Der Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer vor Ölunfällen und anderen Schiffskatastrophen habe oberste Priorität. Immer wieder gebe es Anlass zur Sorge, wenn es zu Schiffshavarien mit Schweröl komme. Als Beispiele nennt der Minister die russische Schattenölflotte sowie große Frachtschiffe.
Schutz des Wattenmeeres vor Ölunfällen und Schiffshavarien
Mit dem neuen Schiff soll die Einsatzvorsorge zur Bekämpfung von Schadstoffunfällen in den deutschen Küstengewässern deutlich gestärkt werden.
Christian Meyer verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Forderungen Niedersachsens nach einer Umstellung auf klimaneutrale, fossilfreie Schiffsantriebe. Darüber hinaus spricht sich das Land für eine Schifffahrtsroute aus, die weiter von den besonders sensiblen Bereichen des Nationalparks Wattenmeer entfernt verläuft.
Die „Ronja Ruteplate“ soll künftig nicht nur das Havariekommando bei seinen Aufgaben unterstützen, sondern auch für Meeresforschung, Überwachung und Beobachtung eingesetzt werden.
Damit erhält Niedersachsen ein Schiff, das mehrere wichtige Aufgaben des maritimen Umwelt- und Küstenschutzes miteinander verbindet.
Spezialtechnik für Forschung, Vermessung und Schadstoffbekämpfung
Bei den umfangreichen Erprobungen und Prüfungen standen neben sämtlichen für den Schiffsbetrieb notwendigen Anlagen, Ausrüstungen und Einrichtungen insbesondere die technischen Systeme für die verschiedenen Einsatzbereiche im Mittelpunkt.
Dazu gehören:
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Forschung und Meeresbeobachtung
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Vermessung der Gewässer
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Gewässerüberwachung
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Spezielle Ausrüstung zur Bekämpfung von Schadstoffunfällen
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Ölunfallbekämpfung in den deutschen Küstengewässern
Julian Nörder, Aufgabenbereichsleiter Schiffsbetrieb und Schadstoffunfallbekämpfung beim NLWKN, erläutert, dass insbesondere diese technischen Systeme und die spezielle Ausrüstung für die Schadstoffbekämpfung intensiv geprüft wurden.
Endgültige Abnahme bis Ende November geplant
Die „Ronja Ruteplate“ konnte zunächst mit vorübergehenden technischen Einschränkungen in einzelnen Aufgabenbereichen übernommen werden. Die endgültige Abnahme soll bis Ende November 2026 erfolgen.
Die dafür noch erforderlichen Restarbeiten werden direkt am Liegeplatz in Wilhelmshaven durchgeführt.
Anfang 2027 soll das Schiff offiziell getauft werden und anschließend in den Regelbetrieb wechseln.
Einsatzschwerpunkt Deutsche Bucht und niedersächsisches Küstenmeer
Die „Ronja Ruteplate“ ist als Forschungs‑, Vermessungs- und Gewässerüberwachungsschiff für Einsätze in der Deutschen Bucht vorgesehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem niedersächsischen Küstenmeer.
Darüber hinaus ist das Schiff ausdrücklich für die Bekämpfung von Ölunfällen ausgelegt.
Dirk Baake vom Fachbereich Schadstoffunfallbekämpfung Küste beim Havariekommando in Cuxhaven hebt diese zusätzliche Einsatzmöglichkeit hervor.
Mit dem neuen Mehrzweckschiff wird damit die maritime Gefahrenabwehr an der niedersächsischen Küste weiter ausgebaut. Insbesondere bei Schadstoffunfällen und Ölverschmutzungen soll die „Ronja Ruteplate“ künftig eine wichtige Rolle beim Schutz der Nordsee, des Wattenmeeres und der empfindlichen Küstenökosysteme übernehmen.
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Volkstrauertag 2026 in Leer: Gedenkveranstaltungen am 15. November – alle Termine und Uhrzeiten
Am Sonntag, 15. November 2026, wird in Leer und den Ortschaften an die Opfer von Krieg und Gewalt erinnert. Neben der zentralen Gedenkstunde am Ehrenmal an der Heisfelder Straße/Annenstraße finden auch in Heisfelde, Loga, Nüttermoor, Bingum, Logabirum und Leerort Gedenkveranstaltungen statt. Die Bürgerinnen und Bürger sind zur Teilnahme eingeladen.
In Leer wird am Sonntag, 15. November 2026, der Volkstrauertag mit mehreren Gedenkveranstaltungen begangen. An diesem besonderen Gedenktag wird in einer schlichten und würdevollen Form an die Opfer von Gewalt und Krieg aller Völker erinnert.
Die zentrale Gedenkstunde im Stadtgebiet beginnt um 11:30 Uhr am Ehrenmal im Innenbereich an der Heisfelder Straße/Annenstraße. Die Veranstaltung wird musikalisch von der Postkapelle Leer begleitet.
Nach der Ansprache wird traditionell ein Kranz des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. niedergelegt.
Die Veranstalter bitten darum, auf Aufmärsche jeglicher Art zu verzichten. Ebenso soll auf das Mitführen von Fahnen verzichtet werden. Gewünscht ist eine schlichte Gedenkveranstaltung, bei der das gemeinsame Erinnern und Gedenken im Mittelpunkt steht.
Volkstrauertag 2026: Alle Gedenkveranstaltungen in Leer im Überblick
Neben der zentralen Veranstaltung am Ehrenmal Heisfelder Straße/Annenstraße finden am Volkstrauertag auch in den verschiedenen Ortsteilen und Ortschaften von Leer Gedenkveranstaltungen statt.
Hier die Übersicht aller angekündigten Termine:
Stadtgebiet Leer – Ehrenmal Heisfelder Straße/Annenstraße
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Beginn: 11:30 Uhr
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Mitwirkung: Postkapelle Leer
Ortschaft Heisfelde – Ehrenmal Heisfelder Straße/Am Ehrenmal
- Beginn: 11:15 Uhr
Ortschaft Loga – Ehrenmal an der Hauptstraße
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Beginn: 11:30 Uhr
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Die Gedenkveranstaltung findet nach den Gottesdiensten statt.
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Die Vereine treten bereits um 11:15 Uhr an.
Ortschaft Nüttermoor – Ehrenmal Nüttermoor
- Beginn: 11:00 Uhr
Ortschaft Bingum – Ehrenmal an der Kirche
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Beginn: 11:30 Uhr
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Die Gedenkveranstaltung findet im Anschluss an den Gottesdienst statt.
Ortschaft Logabirum – Ehrenmal an der Logabirumer Straße
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Beginn: 12:00 Uhr
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Die Gedenkveranstaltung findet nach dem Gottesdienst statt.
Ortsteil Leerort – Ehrenmal Leerort
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Gottesdienst im Noortmer Huus: 11:30 Uhr
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Anschließend Kranzniederlegung mit kurzer Ansprache am Ehrenmal.
Gemeinsames Erinnern an die Opfer von Krieg und Gewalt
Der Volkstrauertag ist ein Tag des Gedenkens an die Menschen, die durch Krieg, Gewaltherrschaft und andere Formen von Gewalt ihr Leben verloren haben. Die Veranstaltungen in Leer und den Ortschaften bieten Gelegenheit, gemeinsam innezuhalten und an die Opfer aller Völker zu erinnern.
Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an den Gedenkveranstaltungen teilzunehmen.
























