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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Leers Sport-Eli­te im Rat­haus geehrt: Stadt stolz auf ihre Athleten!

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Spit­zen­sport im Fest­saal Wie die Stadt Leer ihre erfolg­reichs­ten Ath­le­ten wür­digt und die Ver­eins­ba­sis stärkt

LEER. Der Fest­saal des His­to­ri­schen Rat­hau­ses in Leer bil­de­te am Diens­tag den wür­di­gen Rah­men für eine Zere­mo­nie, die weit über den blo­ßen Akt der Urkun­den­über­ga­be hin­aus­ging. Es war ein Abend der Bilan­zie­rung exzel­len­ter sport­li­cher Leis­tun­gen des Jah­res 2025, aber auch ein Bekennt­nis der Kom­mu­nal­po­li­tik zur Rele­vanz des Brei­ten­sports. Die Stadt­ver­wal­tung hat­te gela­den, um 14 Ein­zel­sport­ler und sie­ben Mann­schaf­ten – ins­ge­samt 40 Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten – für ihre Erfol­ge aus­zu­zeich­nen. Das Spek­trum der gewür­dig­ten Leis­tun­gen reich­te von vor­de­ren Plat­zie­run­gen bei Welt­meis­ter­schaf­ten über Vize-Titel bei Deut­schen Meis­ter­schaf­ten bis hin zu Niedersachsenmeister-Titeln.

Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst (par­tei­los) fand in sei­ner Fest­re­de Wor­te, die den Bogen von indi­vi­du­el­ler Exzel­lenz zu kol­lek­ti­ver Stär­ke schlu­gen. „Ihr Erfolg zeigt deut­lich, dass es in unse­rer Stadt mög­lich ist, mit ver­ein­ten Kräf­ten Groß­ar­ti­ges zu voll­brin­gen“, erklär­te Horst. Er beton­te den Stolz der Stadt auf ihre Ath­le­ten und unter­mau­er­te die Bedeu­tung des Sports mit har­ten Zah­len: Rund 10.300 Mit­glie­der zäh­len die loka­len Sport­ver­ei­ne, wobei bemer­kens­wer­ter­wei­se jedes drit­te Mit­glied dem Jugend­be­reich zuzu­ord­nen ist.

Die­se sta­tis­ti­sche Rele­vanz kor­re­spon­diert mit einem signi­fi­kan­ten finan­zi­el­len Enga­ge­ment der Kom­mu­ne. Horst leg­te dar, dass die Stadt Leer – unab­hän­gig von den Mit­teln für das Hal­len­bad Plyt­je – jähr­lich mehr als 200.000 Euro auf­wen­det, um die städ­ti­schen Sport­ver­ei­ne direkt zu unter­stüt­zen. Ein Dank des Bür­ger­meis­ters galt in die­sem Zusam­men­hang aus­drück­lich dem Stadt­rat, der die­se Mit­tel­ver­ga­be kon­se­quent in jedem Haus­halts­jahr mitträgt.

Die logis­ti­sche Durch­füh­rung der Ehrung lag, wie in den Vor­jah­ren, in den Hän­den von Regi­na Stark vom Fach­dienst Jugend, Schu­le, Sport und Sozia­les. Sie rief die Sport­ler nach­ein­an­der nach vor­ne, wo die Aus­zeich­nun­gen im Tri­um­vi­rat über­reicht wur­den: Neben Bür­ger­meis­ter Horst gra­tu­lier­ten Jörg Krom­min­ga, Vor­sit­zen­der des Kreis­sport­bun­des (KSB) Leer, und Sven Albert, Vor­sit­zen­der des städ­ti­schen Sport­aus­schus­ses. Neben einer Urkun­de erhiel­ten die Geehr­ten ein Lauf- und Wal­king-Licht als Präsent.

In sei­nem Gruß­wort hob KSB-Vor­sit­zen­der Krom­min­ga einen Aspekt her­vor, der die Stand­ort­qua­li­tät Leers im lan­des­wei­ten Ver­gleich unter­streicht. Es sei kei­nes­wegs selbst­ver­ständ­lich, dass eine Kom­mu­ne Sport­hal­len kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­le. In ande­ren nie­der­säch­si­schen Städ­ten und Gemein­den wer­de der­zeit inten­siv dar­über dis­ku­tiert, „wie viel das kos­ten darf“, berich­te­te Krom­min­ga. Bür­ger­meis­ter Horst griff das The­ma Infra­struk­tur auf und ver­si­cher­te, dass sich die Stadt der­zeit aktiv um För­der­mit­tel für Sanie­run­gen und Erneue­run­gen bemü­he, um die Hal­len­si­tua­ti­on in Leer per­spek­ti­visch wei­ter zu ver­bes­sern. Der Abend im Fest­saal war somit nicht nur eine Fei­er ver­gan­ge­ner Sie­ge, son­dern auch eine Inves­ti­ti­on in die sport­li­che Zukunft der Stadt.

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Her­aus­ra­gen­de Ein­zel­leis­tun­gen: Die Medail­len­ge­win­ner der Stadt Leer

Neben den Mann­schafts­er­fol­gen präg­ten beein­dru­cken­de Ein­zel­leis­tun­gen das sport­li­che Bild der Stadt Leer im Jahr 2025. Die geehr­ten Ath­le­tin­nen und Ath­le­ten glänz­ten auf Landes‑, Regio­nal- und Bun­des­ebe­ne und tru­gen den Namen der Stadt weit über die Gren­zen Ost­fries­lands hinaus.

Mart­je Dre­wenz: Erfol­ge im Reit­sport auf Weser-Ems- und Bundesebene

Gleich mehr­fach stell­te Mart­je Dre­wenz ihr Kön­nen im Sat­tel unter Beweis. Im März 2025 sicher­te sie sich beim Fina­le des Jugend­ver­gleichs­wett­kamp­fes Weser-Ems, der im Schul­reit­sport­zen­trum des RuF Fürs­ten­au statt­fand, den 1. Platz in der Ein­zel­wer­tung bei den Pfer­den und damit die Goldmedaille.

Ihre Klas­se zeig­te sie auch bei der tra­di­ti­ons­rei­chen „Gol­de­nen Schär­pe – der Deutsch­land­preis der Pony­rei­ter“, einer kom­bi­nier­ten Prü­fung aus Dres­sur, Stil-Sprin­gen und Stil-Gelän­de­ritt. Ende Mai/Anfang Juni 2025 erreich­te Mart­je in Hohe Luc­kow einen her­vor­ra­gen­den 4. Platz. Bei der Ent­schei­dung der Gol­de­nen Schär­pe Pfer­de 2025 auf Gut Hohe Luc­kow setz­te sie noch einen drauf: Mit ihrem Pferd „Tul­li­bards It Takes Time“ beleg­te sie in der Ein­zel­wer­tung der zwei­ten Abtei­lung einen beein­dru­cken­den 3. Platz.

Hen­rik Elsas­ser: Treff­si­cher mit dem Recurve-Bogen

Im Bogen­schie­ßen domi­nier­te Hen­rik Elsas­ser die Kon­kur­renz auf Lan­des­ebe­ne. Er krön­te sich zum Lan­des­meis­ter im Feld­bo­gen (Recur­ve Her­ren) mit beacht­li­chen 330 Rin­gen. Als einer der Top-Ten-Schüt­zen des Nord­west­deut­schen Schüt­zen­bun­des (NWDSB) bestä­tig­te er sei­ne Form auch auf natio­na­lem Par­kett: Bei der Deut­schen Meis­ter­schaft in Del­men­horst erreich­te er mit 338 Rin­gen den 4. Platz in der Kate­go­rie Recur­ve Herren.

Frau Ring­at: Medail­len­re­gen im Ten­nis (AK Damen 50)

Eine wah­re Erfolgs­se­rie leg­te Frau Ring­at im Ten­nis­jahr 2025 in der Alters­klas­se Damen 50 hin. Ihre Bilanz im Win­ter 2025 war makel­los: Sie sicher­te sich die Titel als Lan­des­meis­te­rin, Nord­deut­sche Meis­te­rin und krön­te die Hal­len­sai­son als Deut­sche Vize­meis­te­rin.

Auch im Som­mer setz­te sie ihre Sie­ges­se­rie fort. Bei den Ein­zel­meis­ter­schaf­ten beleg­te sie den 3. Platz und hol­te sich im Dop­pel die Sil­ber­me­dail­le. Ein wei­te­rer Erfolg gelang ihr auf Mann­schafts­ebe­ne: Bei den Deut­schen Mann­schafts­meis­ter­schaf­ten erreich­te sie mit dem Ver­band (TNB) die Bron­ze­me­dail­le.

Mart­je Hart­mann: Bron­ze im Freistilschwimmen

Im Schwimm­sport glänz­te Mart­je Hart­mann bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten 2025. In der anspruchs­vol­len Dis­zi­plin über 800m Frei­stil erkämpf­te sie sich einen her­vor­ra­gen­den 3. Platz und wur­de dafür mit der Bron­ze­me­dail­le ausgezeichnet.

Titel im Mehr­kampf und Vize-Meis­ter­schaft: Ame­lie Schwa­be (VfL Ger­ma­nia Leer) fei­er­te 2025 her­aus­ra­gen­de Erfol­ge als Lan­des­meis­te­rin im Fünf­kampf und Nord­deut­sche Vize-Meis­te­rin im Sie­ben­kampf (U23).

Hier ist der detail­lier­te Bericht über die her­aus­ra­gen­den Erfol­ge der Leicht­ath­le­tik-Abtei­lung des VfL Ger­ma­nia Leer e.V. bei der Sport­ler­eh­rung der Stadt Leer. Alle Details und Leis­tun­gen wur­den über­nom­men und ent­spre­chend hervorgehoben.


VfL Ger­ma­nia Leer e.V.: Leicht­ath­le­ten glän­zen auf Lan­des- und Bundesebene

Die Leicht­ath­le­tik-Abtei­lung des VfL Ger­ma­nia Leer e.V. blickt auf ein über­aus erfolg­rei­ches Sport­jahr 2025 zurück. Zahl­rei­che Ath­le­tin­nen und ein Ath­let ver­tra­ten den Ver­ein mit exzel­len­ten Leis­tun­gen bei Meis­ter­schaf­ten auf Landes‑, nord­deut­scher und deut­scher Ebe­ne. Die Stadt Leer wür­dig­te die­se Erfol­ge im Rah­men der Sportlerehrung.

Inke Baum­falk: Vize-Lan­des­meis­te­rin und DM-Teilnahmen

Inke Baum­falk star­te­te bereits im Janu­ar 2025 erfolg­reich in die Sai­son. Bei den Hal­len-Lan­des­meis­ter­schaf­ten in Han­no­ver sicher­te sie sich in einer Zeit von 57,90 Sekun­den den 2. Platz über 400 m der Frau­en und wur­de damit Vize-Lan­des­meis­te­rin in ihrer Alters­klas­se. Einen wei­te­ren Vize-Titel erkämpf­te sie sich in Olden­burg, wo sie eben­falls die Sil­ber­me­dail­le in der Dis­zi­plin Hür­den (AK U20) holte.

Auf natio­na­ler Ebe­ne ver­trat Inke Baum­falk den VfL Ger­ma­nia Leer gleich drei­mal: Sie nahm an den Deut­schen Jugend-Hal­len­meis­ter­schaf­ten über 400 m in Dort­mund, an den Deut­schen Jugend­meis­ter­schaf­ten über 400 m Hür­den in Bochum sowie an den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten in der AK U23 in Ulm teil.

Ida Moll: Lan­des­meis­te­rin über die Hindernisstrecke

Einen Titel­er­folg fei­er­te Ida Moll im Juni 2025 bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten in Zeven. In einer Zeit von 11:27,14 Minu­ten krön­te sie sich zur Lan­des­meis­te­rin über 3.000 m Hin­der­nis der Frau­en. Auf­grund die­ser star­ken Leis­tung qua­li­fi­zier­te sie sich für die Deut­schen U23-Meis­ter­schaf­ten in Ulm, an denen sie erfolg­reich teilnahm.

Ame­lie Schwa­be: Titel im Mehr­kampf und Vize-Meisterschaft

Ame­lie Schwa­be bewies ihre Viel­sei­tig­keit Ende August 2025 bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten der Leicht­ath­le­tin­nen in Del­men­horst. Im Fünf­kampf (bestehend aus Hoch­sprung, Kugel­sto­ßen, Weit­sprung und 800-m-Lauf) hol­te sie sich mit 3.482 Punk­ten den 1. Platz und damit den Titel der Lan­des­meis­te­rin. Auch bei den Nord­deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Papen­burg über­zeug­te sie und wur­de Vize-Lan­des­meis­te­rin sowie Fünft­plat­zier­te im Sie­ben­kampf der AK U23.

Anna Stern und Nina Huis­man: Erfol­ge im Hochsprung

Im Hoch­sprung sicher­ten sich zwei Ath­le­tin­nen des VfL Ger­ma­nia Leer Medail­len­plät­ze auf Lan­des­ebe­ne. Anna Stern wur­de im Juni in Olden­burg Vize-Lan­des­meis­te­rin (Sil­ber­me­dail­le) mit einer über­sprun­ge­nen Höhe von 1,56 m in ihrer AK U20. Bei den Nord­deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Ham­burg erreich­te sie zudem Platz 6 im Hoch­sprung der AK U18.

Nina Huis­man trat bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten am 23. und 24. August in Lin­gen an. Sie über­sprang 1,53 m und sicher­te sich damit den 3. Platz und die Bron­ze­me­dail­le im Hoch­sprung der Frauen.

Peter Johan­nes Höl­scher: Lan­des­meis­ter-Titel und DM-Erfolg

Auch bei den Män­nern gab es Grund zum Jubeln. Peter Johan­nes Höl­scher fei­er­te im Sep­tem­ber 2025 in Zeven den Titel des Lan­des­meis­ters über 400 m Zeit­läu­fe in der AK M45 mit einer Zeit von 55,69 Sekun­den. Zuvor hat­te er bereits bei den Deut­schen Hal­len­meis­ter­schaf­ten Mas­ters in Frank­furt einen star­ken 4. Platz über 400 m in 57,28 Sekun­den erreicht.

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Kampf­sport und Prä­zi­si­on: Erfol­ge für den TV Leer und den PSC Leer

Auch im Ring und am Schieß­stand zeig­ten Ath­le­ten aus Leer im Jahr 2025 ihr außer­ge­wöhn­li­ches Kön­nen. Die Stadt Leer wür­dig­te im Rah­men der Sport­ler­eh­rung die Leis­tun­gen eines Boxers des Turn­ver­eins Leer e.V. sowie zwei­er Sport­schüt­zin­nen des Pis­to­len-Sport­clubs Leer (PSC) e.V., die auf Lan­des- und Bun­des­ebe­ne überzeugten.

Leart Mura­ti (TV Leer): Vize-Lan­des­meis­ter im Halbschwergewicht

Der Boxer Leart Mura­ti ver­trat den Turn­ver­ein Leer e.V. erfolg­reich im Halb­schwer­ge­wicht (Klas­se bis 80 kg). Sei­ne Erfolgs­se­rie begann im Febru­ar 2025 bei der Weser-Ems-Meis­ter­schaft in Olden­burg, wo er sich in der Alters­klas­se U19 den 2. Platz sicher­te. Die­sen Erfolg bestä­tig­te er bei der Nie­der­säch­si­schen Lan­des­meis­ter­schaft in Nor­den, wo er in der­sel­ben Dis­zi­plin erneut die Sil­ber­me­dail­le (2. Platz) gewann und somit Vize-Lan­des­meis­ter wurde.

Auf natio­na­ler Ebe­ne stell­te sich Leart Mura­ti im Novem­ber 2025 bei den Deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Köln der Kon­kur­renz. In der Alters­klas­se U18 erreich­te er im Halb­schwer­ge­wicht einen respek­ta­blen 5. Platz.

Gret­chen Ewen-Schö­berl (PSC Leer): Drei­fa­cher Medail­len­re­gen auf Landesebene

Gret­chen Ewen-Schö­berl vom Pis­to­len-Sport­club Leer (PSC) e.V. domi­nier­te die Lan­des­meis­ter­schaf­ten in Bas­sum und plat­zier­te sich gleich drei­mal auf dem Podest. Über­le­gen sicher­te sie sich die Gold­me­dail­le mit der 25m Sport­pis­to­le Auf­la­ge in der Klas­se Senio­ren III mit star­ken 292 Ringen.

Zusätz­lich errang sie zwei Vize-Titel: Den 2. Platz und somit die Vize­meis­ter­schaft in der Dis­zi­plin 25m Pis­to­le Damen III (536 Rin­ge) sowie einen wei­te­ren 2. Platz mit der 10m Luft­pis­to­le der Damen IV (344 Rin­ge). Mit die­sen her­aus­ra­gen­den Leis­tun­gen qua­li­fi­zier­te sie sich für die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten in Mün­chen (Ende August) und Han­no­ver (Ende Oktober).

Astrid Dönch (PSC Leer): Zwei­fa­che Lan­des­meis­te­rin an der Luftpistole

Eben­falls für den PSC Leer erfolg­reich war Astrid Dönch, die sich bei den Lan­des­meis­ter­schaf­ten in Bas­sum gleich zwei Titel sicher­te. Sie krön­te sich zur Lan­des­meis­te­rin in der Dis­zi­plin 10m Luft­pis­to­le Damen V und zur Lan­des­meis­te­rin der 10m Luft­pis­to­le Auf­la­ge bei den Senio­rin­nen IV.

Die­se Titel­ge­win­ne bedeu­te­ten gleich­zei­tig die Qua­li­fi­ka­ti­on für die Deut­schen Meis­ter­schaf­ten. In Han­no­ver beleg­te Astrid Dönch in der Dis­zi­plin 10m Luft­pis­to­le Auf­la­ge der Senio­rin­nen IV einen guten 14. Platz.

Stadt Leer – Sport­ler­eh­rung 2026

Lis­te der geehr­ten Ein­zel­sport­le­rin­nen und Ein­zel­sport­ler (für beson­de­re sport­li­che Leis­tun­gen im Jahr 2025)

  1. Frau Mart­je Drewenz

  2. Frau Frie­da Wolff

  3. Herr Hen­rik Elsasser

  4. Frau Inke Baumfalk

  5. Frau Ida Moll

  6. Frau Ame­lie Schwabe

  7. Frau Anna Stern

  8. Frau Nina Huisman

  9. Herr Peter Johan­nes Hölscher

  10. Herr Leart Murati

  11. Frau Gret­chen Ewen-Schöberl

  12. Frau Astrid Dönch

  13. Frau Mart­je Hartmann

  14. Frau Hei­ke Ringat

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Lokal

Nach­wuchs im Hand­werk: Kita-Kin­der besu­chen Tisch­le­rei in Uplengen

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Beim Rund­gang durch die Werk­statt von Tisch­ler­meis­ter Eden gab es für die Kita-Kin­der vie­le inter­es­san­te Maschi­nen und Werk­zeu­ge zu entdecken.

Hand­werk im Klei­nen Wie ein Tisch­ler­meis­ter in Ost­fries­land um den Nach­wuchs wirbt

VON UNSEREM KORRESPONDENTEN

UPLENGEN. In der Werk­statt von Wil­helm Eden im ost­frie­si­schen Jüb­ber­de riecht es an die­sem Vor­mit­tag nach frisch geho­bel­tem Kie­fern­holz und jener beson­de­ren Form von Neu­gier, die nur Kin­dern eigen ist. Eden, Tisch­ler­meis­ter und Ober­meis­ter der Tisch­ler-Innung Leer, hat zehn Jun­gen und Mäd­chen aus den Kin­der­ta­ges­stät­ten „Kita Hol­len“ und „Kita Hol­len Oll School“ zu Gast. Es ist kein gewöhn­li­cher Besuch, son­dern Teil des bun­des­wei­ten Wett­be­werbs „Klei­ne Hän­de, gro­ße Zukunft“.

Wäh­rend die indus­tri­el­le Fer­ti­gung zuneh­mend anony­mi­siert, setzt Eden auf die hap­ti­sche Erfah­rung. Er führt die per Los­ver­fah­ren aus­ge­wähl­ten Gäs­te durch das Holz­la­ger und den Maschi­nen­park. Anschau­lich erläu­tert er die Funk­ti­on von Hobel, Säge und Schleif­klotz. Es geht um die Ver­mitt­lung von Wert­schät­zung für das Mate­ri­al und das Ver­ständ­nis für ein Hand­werk, das, wie vie­le Gewer­ke im länd­li­chen Raum, vor der Her­aus­for­de­rung steht, künf­ti­ge Gene­ra­tio­nen für sich zu gewin­nen. „Mir liegt es am Her­zen, jun­ge Men­schen früh für das Hand­werk zu begeis­tern“, sagt Eden, der bereits zum zwei­ten Mal an der Initia­ti­ve teilnimmt.

Der Wett­be­werb, eine Koope­ra­ti­on der Akti­on Moder­nes Hand­werk e.V. mit der Hand­werks­kam­mer für Ost­fries­land, zielt dar­auf ab, die Viel­falt hand­werk­li­cher Beru­fe bereits im Vor­schul­al­ter im Bewusst­sein zu ver­an­kern. Die päd­ago­gi­sche Nach­be­rei­tung fin­det indes in den Grup­pen­räu­men der Kitas statt: Die Kin­der ver­ar­bei­ten ihre Ein­drü­cke auf groß­for­ma­ti­gen Pos­tern, die nun einer Jury vor­ge­legt wer­den. Neben dem ideel­len Wert winkt den Sie­gern ein Preis­geld für künf­ti­ge Projekte.

In einer Zeit, in der die Aka­de­mi­sie­rung der Arbeits­welt ste­tig vor­an­schrei­tet, wir­ken Initia­ti­ven wie jene in Uple­n­gen wie ein Plä­doy­er für die boden­stän­di­ge Pro­fes­sio­na­li­tät. Es ist der Ver­such, durch das Greif­ba­re eine Brü­cke in die Zukunft zu schla­gen – begin­nend bei jenen, deren Hän­de heu­te noch klein sind.

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Land­kreis Leer — Aus für Reit­sport-Groß­pro­jekt: Paters­weg-Süd bleibt unbelastet

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Aus für Reit­sport-Groß­pro­jekt am Paters­weg-Süd: Gemein­de zieht Reißleine

WESTOVERLEDINGEN – Die Plä­ne für eine mas­si­ve Reit­sport­an­la­ge am Paters­weg-Süd sind vom Tisch. Nach mona­te­lan­gen Dis­kus­sio­nen und deut­li­cher Kri­tik aus der Ein­woh­ner­schaft hat der Ver­wal­tungs­aus­schuss der Gemein­de Wes­t­ov­er­le­din­gen das Pro­jekt in sei­ner jüngs­ten Sit­zung ein­stim­mig gestoppt. Die Anla­ge gilt als „über­di­men­sio­niert“.

Bür­ger­pro­test zeigt Wirkung

Das Vor­ha­ben, das neben Reit­sport­ge­bäu­den auch eine grö­ße­re Anzahl an Feri­en­un­ter­künf­ten vor­sah, stieß seit dem Start des Inter­es­sen­be­kun­dungs­ver­fah­rens im ver­gan­ge­nen Herbst auf Wider­stand. Bür­ger­meis­ter Theo Dou­wes beton­te, dass die Argu­men­te der Anwoh­ner den Aus­schlag gaben: „Auf­grund meh­re­rer nach­voll­zieh­ba­rer Argu­men­ta­tio­nen gegen ein solch gro­ßes Pro­jekt aus der Ein­woh­ner­schaft haben sich die Zwei­fel an die­sem Stand­ort verstärkt.“

Nach inten­si­ver Abwä­gung stand fest: In der geplan­ten Form ist das Pro­jekt am Paters­weg-Süd nicht realisierbar.

Zukunft des Reit­sports: Kom­mu­na­le Trä­ger­schaft soll enden

Trotz des Stopps am Paters­weg hält die Gemein­de an ihrem Ziel fest, die Ver­ant­wort­lich­keit für den Reit­sport lang­fris­tig in pri­va­te Hän­de zu legen. Die Ver­wal­tung stell­te klar, dass man per­spek­ti­visch kei­ne kom­mu­na­le Reit­hal­le mehr betrei­ben möchte.

Dies betrifft auch die bestehen­de Hal­le am Zie­gen­kamp. Deren Sta­tus als kom­mu­na­le Ein­rich­tung ist zeit­lich begrenzt. Die Gemein­de sucht nun nach ande­ren Optio­nen und Stand­or­ten inner­halb Wes­t­ov­er­le­din­gens, um den Reit­sport durch Inves­to­ren weiterzuentwickeln.

Fokus auf Woh­nungs­bau am Ziegenkamp

Par­al­lel zum Aus des Reit­pro­jekts am Paters­weg treibt die Gemein­de die bau­li­che Ent­wick­lung an ande­rer Stel­le vor­an. Bau­amts­lei­ter Mar­co Smid kün­dig­te an, dass die Pla­nun­gen für das Bau­ge­biet „Ih 27“ öst­lich der Groß­wol­der Stra­ße inten­si­viert wer­den. Im Bereich der jet­zi­gen Grün­flä­chen am Zie­gen­kamp sol­len in den kom­men­den Mona­ten die Vor­aus­set­zun­gen für neu­en Wohn­raum geschaf­fen werden.

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