Lokal

Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

Veröffentlicht

am

Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


Anzeige 

Lokal

Ulf Thie­le ver­mit­telt 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung: Neue Gewer­be­flä­chen in Leer

Veröffentlicht

am

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) hat­te gro­ßen Anteil an der Erwei­te­rung des Leera­ner Gewer­be­ge­bie­tes Benz­stra­ße. Gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und zahl­rei­chen Ehren­gäs­ten durch­schnitt er das rote Band. Nach der Ver­mitt­lung einer Lan­des­för­de­rung konn­te der moo­ri­ge Boden aus­ge­tauscht wer­den.
Foto: Jür­gen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele

Neue Gewer­be­flä­chen an der Benz­stra­ße in Leer eröff­net – 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung ermög­li­chen Erschließung

Leer. Nach lan­ger Vor­be­rei­tung ist ein wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Ent­wick­lung der Stadt Leer geschafft: Die rund 12,5 Hekt­ar gro­ße Gewer­be­flä­che an der Benz­stra­ße direkt an der A31 ist offi­zi­ell eröff­net und frei­ge­ge­ben. Die neu­en, ver­kehrs­güns­tig gele­ge­nen Gewer­be­flä­chen sol­len Unter­neh­men Raum für Neu­an­sied­lun­gen, Inves­ti­tio­nen und Betriebs­er­wei­te­run­gen bieten.

Die Erschlie­ßung des Are­als war aller­dings mit erheb­li­chen Her­aus­for­de­run­gen ver­bun­den. Der Unter­grund besteht aus Moor­bo­den, wodurch die Arbei­ten beson­ders auf­wen­dig und kos­ten­in­ten­siv wur­den. Eine ent­schei­den­de Rol­le bei der Finan­zie­rung spiel­te des­halb die Unter­stüt­zung des Lan­des Nie­der­sach­sen. Im Jahr 2022 wur­de eine För­de­rung von rund 11,7 Mil­lio­nen Euro aus der Gemein­schafts­auf­ga­be „Ver­bes­se­rung der regio­na­len Wirt­schafts­struk­tur“ (GRW) ermöglicht.

Eine wich­ti­ge Rol­le bei der Ver­mitt­lung der För­de­rung spiel­te der CDU-Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le. Er hat­te sich inten­siv für die Ent­wick­lung der Gewer­be­flä­che ein­ge­setzt und dabei ins­be­son­de­re den Aus­tausch zwi­schen der Stadt Leer und dem damals CDU-geführ­ten nie­der­säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um unterstützt.

Thie­le: „Wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Zukunft Leers“

Bei der offi­zi­el­len Eröff­nung mach­te Ulf Thie­le deut­lich, wel­che Bedeu­tung die neu­en Gewer­be­flä­chen für die Stadt haben.

„Eine wirt­schaft­lich star­ke Stadt braucht Platz für Unter­neh­men, die inves­tie­ren, sich ansie­deln oder ihren bestehen­den Betrieb erwei­tern wol­len. Genau die­ser Platz hat Leer über vie­le Jah­re gefehlt. Des­halb ist es ein wich­ti­ger Schritt für die wirt­schaft­li­che Zukunft unse­rer Kreis­stadt, dass die Stadt jetzt end­lich wie­der eige­ne Gewer­be­flä­chen anbie­ten kann“, erklär­te Thiele.

Ohne die öffent­li­che För­de­rung wäre die Erschlie­ßung nach sei­ner Ein­schät­zung kaum zu wirt­schaft­lich ver­tret­ba­ren Grund­stücks­prei­sen mög­lich gewe­sen. Die schwie­ri­gen Boden­ver­hält­nis­se hät­ten die Kos­ten erheb­lich in die Höhe getrieben.

In den Gesprä­chen mit der Stadt sei sei­ner­zeit deut­lich gewor­den, dass ohne ent­spre­chen­de Unter­stüt­zung Grund­stücks­prei­se von etwa 200 Euro pro Qua­drat­me­ter hät­ten kal­ku­liert wer­den müs­sen. Ein sol­ches Preis­ni­veau sei zwar in Metro­pol­re­gio­nen denk­bar, für eine klei­ne­re Stadt wie Leer jedoch kaum realisierbar.

Unter­stüt­zung durch Alt­hus­mann und Lindner

Vor dem Durch­schnei­den des roten Ban­des erin­ner­te Ulf Thie­le aus­drück­lich an den dama­li­gen nie­der­säch­si­schen Wirt­schafts­mi­nis­ter Dr. Bernd Alt­hus­mann sowie sei­nen dama­li­gen Staats­se­kre­tär Dr. Ber­end Lind­ner.

„Bernd Alt­hus­mann hat die poli­ti­sche Unter­stüt­zung für das Vor­ha­ben gege­ben und damit eine ent­schei­den­de Vor­aus­set­zung für die Rea­li­sie­rung geschaf­fen. Und ich erin­ne­re mich noch sehr gut dar­an, wie inten­siv Ber­end Lind­ner als Staats­se­kre­tär im Hin­ter­grund dar­an mit­ge­wirkt hat, die offe­nen Fra­gen zu klä­ren und den Weg für einen erfolg­rei­chen För­der­an­trag frei­zu­ma­chen. Dafür bin ich bei­den bis heu­te sehr dank­bar“, sag­te Thiele.

Auch er selbst habe sich sei­ner­zeit inten­siv dafür ein­ge­setzt, die Stadt Leer und das Wirt­schafts­mi­nis­te­ri­um zusammenzubringen.

„Mir war wich­tig, dass aus dem lan­ge bestehen­den Bedarf end­lich ein rea­li­sier­ba­res Pro­jekt wird“, so Thiele.

Er habe an ver­schie­de­nen Stel­len die Gesprä­che unter­stützt und dafür gewor­ben, gemein­sam eine trag­fä­hi­ge Lösung für die schwie­ri­ge Erschlie­ßung zu finden.

„Dass dies gelun­gen ist, zeigt, was mög­lich ist, wenn Kom­mu­ne und Land gemein­sam an einem Strang zie­hen“, beton­te der Landtagsabgeordnete.

GRW-För­de­rung bringt auch Ein­schrän­kun­gen mit sich

Die För­de­rung des Lan­des hat aller­dings nicht nur Vor­tei­le. Durch die För­der­be­din­gun­gen der GRW-För­de­rung gel­ten bestimm­te Vor­ga­ben für die Ver­mark­tung der neu­en Gewerbeflächen.

Die Grund­stü­cke sol­len vor­ran­gig Unter­neh­men zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, die die ent­spre­chen­den GRW-För­der­kri­te­ri­en erfül­len. Das bedeu­tet gleich­zei­tig, dass bestimm­te über­wie­gend regio­nal täti­ge Gewer­ke und Bran­chen auf den neu erschlos­se­nen Flä­chen nicht oder nur ein­ge­schränkt berück­sich­tigt wer­den können.

Thie­le bezeich­ne­te dies als „Kehr­sei­te“ der Förderung.

„Das ist die Kehr­sei­te der För­de­rung, die die Erschlie­ßung die­ses schwie­ri­gen Gelän­des wirt­schaft­lich über­haupt erst mög­lich gemacht hat. Gera­de des­halb müs­sen wir bei der wei­te­ren Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung auch die­je­ni­gen hei­mi­schen Unter­neh­men im Blick behal­ten, die auf­grund der För­der­be­din­gun­gen hier nicht zum Zuge kom­men kön­nen“, erklär­te er.

Wei­te­re Gewer­be­flä­chen an der Benz­stra­ße bereits in Planung

Mit der Eröff­nung der neu­en Flä­che soll die Gewer­be­ent­wick­lung in Leer jedoch nicht been­det sein. Im Gegen­teil: Bereits eine wei­te­re Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­bie­tes ist im Rah­men des Bebau­ungs­plans Nr. 236 in Planung.

Thie­le sieht des­halb einen direk­ten Zusam­men­hang zwi­schen dem jetzt fer­tig­ge­stell­ten Abschnitt und der wei­te­ren Ent­wick­lung des Gewerbestandortes.

„Der heu­ti­ge Tag ist für mich des­halb nicht der Schluss­punkt der Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung an der Benz­stra­ße. Mit der Erschlie­ßung des B‑Plans 205 wird zugleich eine wich­ti­ge infra­struk­tu­rel­le Grund­la­ge für die wei­te­re Ent­wick­lung die­ses Gewer­be­stand­or­tes geschaf­fen. Jetzt kommt es dar­auf an, die­sen Weg kon­se­quent fort­zu­set­zen“, sag­te Thiele.

Gera­de bei der nächs­ten Erwei­te­rung bestehe die Mög­lich­keit, Finan­zie­rung und Ver­mark­tung so zu gestal­ten, dass auch Unter­neh­men eine Per­spek­ti­ve bekom­men, die auf­grund der GRW-Vor­ga­ben im jetzt erschlos­se­nen Abschnitt nicht oder nur ein­ge­schränkt berück­sich­tigt wer­den können.

Hei­mi­sche Unter­neh­men sol­len eben­falls wach­sen können

Aus Sicht des Land­tags­ab­ge­ord­ne­ten soll­ten ins­be­son­de­re die bereits in Leer ansäs­si­gen Hand­werks- und Gewer­be­be­trie­be bei der wei­te­ren Pla­nung berück­sich­tigt werden.

„Gera­de unse­re hei­mi­schen Hand­werks- und Gewer­be­be­trie­be brau­chen Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten. Wer seit vie­len Jah­ren in Leer Arbeits­plät­ze schafft, jun­ge Men­schen aus­bil­det, inves­tiert und Gewer­be­steu­er zahlt, muss auch die Chan­ce bekom­men, in Leer wei­ter zu wach­sen“, erklär­te Thiele.

Bei der nächs­ten Erwei­te­rung müs­se des­halb von Beginn an dar­auf geach­tet wer­den, mög­lichst gro­ße Hand­lungs­spiel­räu­me für die­se Betrie­be zu erhalten.

„Neue Ansied­lun­gen und Wachs­tum des hei­mi­schen Mit­tel­stan­des gehö­ren zusam­men“, so Thiele.

Anzeige 

Gewer­be­flä­chen sind stra­te­gisch wich­tig für den Wirt­schafts­stand­ort Leer

Für die Stadt Leer hat die kon­ti­nu­ier­li­che Ent­wick­lung neu­er Gewer­be­flä­chen eine stra­te­gi­sche Bedeu­tung. Als Kreis­stadt und wirt­schaft­li­ches Zen­trum der Regi­on müs­se Leer dau­er­haft über ein aus­rei­chen­des und mög­lichst viel­fäl­ti­ges Ange­bot an Gewer­be­grund­stü­cken verfügen.

Die neue Flä­che an der Benz­stra­ße bie­tet dabei einen beson­de­ren Stand­ort­vor­teil: Sie liegt ver­kehrs­güns­tig an der A31 und schafft damit attrak­ti­ve Vor­aus­set­zun­gen für Unter­neh­men, die auf eine gute Ver­kehrs­an­bin­dung ange­wie­sen sind.

Thie­le sieht in der Lan­des­för­de­rung des­halb nicht nur einen Bei­trag zur aktu­el­len Erschließung.

„Die Lan­des­för­de­rung hat nicht nur dazu bei­getra­gen, dass wir heu­te die­se neu­en Gewer­be­flä­chen eröff­nen kön­nen. Mit der jetzt geschaf­fe­nen Erschlie­ßung ent­steht zugleich eine wesent­li­che Grund­la­ge für die wei­te­re Ent­wick­lung des Stand­or­tes. Die­se Chan­ce soll­ten wir nut­zen“, erklär­te er.

„Ein guter Tag für den Wirt­schafts­stand­ort Leer“

Bei der offi­zi­el­len Eröff­nung durch­schnit­ten Ulf Thie­le, Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst und zahl­rei­che wei­te­re Ehren­gäs­te gemein­sam das rote Band.

Für Thie­le ist die Eröff­nung zugleich ein per­sön­li­cher Abschluss eines lan­gen poli­ti­schen Ein­sat­zes für das Projekt.

„Dass Leer end­lich wie­der eige­ne Gewer­be­flä­chen anbie­ten und damit wirt­schaft­lich wei­ter­wach­sen kann, war mir von Anfang an ein gro­ßes Anlie­gen. Ich freue mich des­halb sehr über die heu­ti­ge Eröff­nung. Sie ist ein guter Tag für den Wirt­schafts­stand­ort Leer – und zugleich der Auf­trag, bei der wei­te­ren Gewer­be­flä­chen­ent­wick­lung jetzt kon­se­quent den nächs­ten Schritt zu gehen“, so Thie­le abschließend.

Damit steht der Stadt Leer nun ein rund 12,5 Hekt­ar gro­ßes neu­es Gewer­be­are­al zur Ver­fü­gung. Die Erschlie­ßung des schwie­ri­gen Moor­un­ter­grunds konn­te dank der umfang­rei­chen Lan­des­för­de­rung rea­li­siert wer­den. Gleich­zei­tig soll die bereits geplan­te wei­te­re Ent­wick­lung des Gewer­be­stand­or­tes dafür sor­gen, dass künf­tig auch hei­mi­sche Unter­neh­men aus­rei­chend Mög­lich­kei­ten für Wachs­tum und Erwei­te­run­gen erhalten.

Anzeige 
Weiterlesen

Lokal

Gewer­be­ge­biet Benz­stra­ße in Leer eröff­net: 12,6 Hekt­ar neue Flä­chen für Unternehmen

Veröffentlicht

am

Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­biets Benz­stra­ße in Leer offi­zi­ell eröffnet

Nach jahr­zehn­te­lan­ger Pla­nung ist die Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­biets an der Benz­stra­ße in Leer abge­schlos­sen. Auf 12,6 Hekt­ar ste­hen künf­tig auto­bahn­na­he Gewer­be­flä­chen zur Ver­fü­gung. Mit einer För­de­rung von rund 11,7 Mil­lio­nen Euro durch das Land Nie­der­sach­sen konn­te das rund 19,5 Mil­lio­nen Euro teu­re Erschlie­ßungs­pro­jekt umge­setzt werden.

Es war ein lan­ger Weg bis zur offi­zi­el­len Eröff­nung: Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst blick­te bei der Eröff­nung des erwei­ter­ten Gewer­be­ge­biets Benz­stra­ße auf die jahr­zehn­te­lan­ge Ent­wick­lung zurück. „Es hat lan­ge gedau­ert, bis wir end­lich hier ste­hen und auf die­ses erschlos­se­ne Gebiet bli­cken kön­nen“, sag­te Horst.

Die ers­ten Ideen für den Gewer­be­stand­ort rei­chen bis in die 1990er-Jah­re zurück. Schwie­ri­ge Boden­ver­hält­nis­se und die damit ver­bun­de­nen hohen Kos­ten führ­ten jedoch immer wie­der dazu, dass das Vor­ha­ben über vie­le Jah­re nicht umge­setzt wer­den konnte.

Erst mit der För­der­zu­sa­ge des Lan­des Nie­der­sach­sen im Jahr 2022 kam ent­schei­dend Bewe­gung in das Pro­jekt. Wei­te­re Ver­zö­ge­run­gen gab es anschlie­ßend auf­grund einer EWE-Pipe­line. Im April 2025 konn­te schließ­lich der sym­bo­li­sche Spa­ten­stich erfol­gen. Nun ist die Erschlie­ßung abge­schlos­sen und das Gewer­be­ge­biet offi­zi­ell eröffnet.

12,6 Hekt­ar für neue Unternehmen

Zur offi­zi­el­len Eröff­nung kamen zahl­rei­che Ver­tre­ter aus Poli­tik, Wirt­schaft und Ver­wal­tung sowie betei­lig­te Fach­bü­ros und benach­bar­te Unter­neh­men an der Benz­stra­ße zusam­men. Gemein­sam wur­de das neu erschlos­se­ne Gewer­be­ge­biet besichtigt.

Für die Stadt Leer eröff­net sich damit eine wich­ti­ge Mög­lich­keit, neue Gewer­be­flä­chen an einem stra­te­gisch beson­ders inter­es­san­ten Stand­ort anzu­bie­ten. Nach­dem über vie­le Jah­re kei­ne ent­spre­chen­den auto­bahn­na­hen Gewer­be­flä­chen zur Ver­fü­gung stan­den, kön­nen sich inter­es­sier­te Unter­neh­men nun in unmit­tel­ba­rer Nähe zur Auto­bahn und zum Flug­platz Leer-Papen­burg ansiedeln.

Auf dem ins­ge­samt 12,6 Hekt­ar gro­ßen Are­al sind 13 Grund­stü­cke vor­ge­se­hen. Wie vie­le Unter­neh­men sich tat­säch­lich dort ansie­deln wer­den, hängt vom jewei­li­gen Flä­chen­be­darf der Inter­es­sen­ten ab.

Auch der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le unter­strich bei der Eröff­nung die Bedeu­tung des Pro­jekts. Die nun erfolg­te Erschlie­ßung sei ein wich­ti­ger Schritt, um den Wirt­schafts­stand­ort Leer wei­ter voranzubringen.

Rund 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung vom Land

Die Gesamt­in­ves­ti­ti­on für die Erschlie­ßung des Gewer­be­ge­biets beläuft sich auf rund 19,5 Mil­lio­nen Euro. Einen erheb­li­chen Teil davon über­nimmt das Land Niedersachsen.

Die För­de­rung durch die NBank beträgt rund 11,7 Mil­lio­nen Euro. Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst dank­te dem Land Nie­der­sach­sen aus­drück­lich für die Unter­stüt­zung. Ohne die­se För­de­rung wäre das Pro­jekt nach sei­nen Wor­ten nicht rea­li­sier­bar gewesen.

Sein Dank galt außer­dem den betei­lig­ten Behör­den des Land­krei­ses, den Stadt­wer­ken Leer sowie den Mit­glie­dern des Stadt­ra­tes, die die not­wen­di­gen poli­ti­schen Ent­schei­dun­gen für das Vor­ha­ben getrof­fen haben.

Neu­er Pend­ler­park­platz mit 50 Stellplätzen

Im Zuge der Erschlie­ßung wur­de auch die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur rund um das Gewer­be­ge­biet wei­ter aus­ge­baut. Unlängst fer­tig­ge­stellt wur­de ein Pend­ler­park­platz mit 50 Stell­plät­zen für Autos, der über die Benz­stra­ße erreich­bar ist.

Zusätz­lich wur­de von der B70 aus ein neu­er Fuß- und Rad­weg zum Park­platz ange­legt. Der Weg ist mit Later­nen aus­ge­stat­tet und ver­fügt über Fahr­rad­bü­gel. Damit wur­den neben der Erschlie­ßung der Gewer­be­flä­chen auch Ver­bes­se­run­gen für Pend­ler sowie für den Fuß- und Rad­ver­kehr geschaffen.

Gesprä­che mit Unter­neh­men lau­fen bereits

Die Stadt Leer befin­det sich nach der offi­zi­el­len Eröff­nung bereits in kon­kre­ten Gesprä­chen mit meh­re­ren inter­es­sier­ten Unter­neh­men. Ziel ist es, die ent­spre­chen­den Ver­trä­ge noch im Lau­fe die­ses Jah­res bezie­hungs­wei­se Anfang 2027 abzuschließen.

Sobald die jewei­li­gen Bau­ge­neh­mi­gun­gen vor­lie­gen, könn­te anschlie­ßend zeit­nah mit den Bau­ar­bei­ten auf den Grund­stü­cken begon­nen werden.

Die Wirt­schafts­för­de­rung der Stadt Leer blickt trotz der aktu­ell schwie­ri­gen wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen zuver­sicht­lich auf die wei­te­re Ent­wick­lung. Mit den neu­en Gewer­be­flä­chen an der Benz­stra­ße ver­fügt Leer nun über einen attrak­ti­ven und stra­te­gisch wich­ti­gen Stand­ort für Unter­neh­men, die von der Nähe zur Auto­bahn und zum Flug­platz Leer-Papen­burg pro­fi­tie­ren möchten.

Damit könn­te die jahr­zehn­te­lan­ge Geschich­te der Gewer­be­ge­biets­er­wei­te­rung an der Benz­stra­ße nun in eine neue Pha­se ein­tre­ten: Aus der lang­jäh­ri­gen Pla­nung und Erschlie­ßung sol­len in den kom­men­den Jah­ren kon­kre­te Unter­neh­mens­an­sied­lun­gen und neue wirt­schaft­li­che Impul­se für den Stand­ort Leer entstehen.

Anzeige 
Weiterlesen

Lokal

Meente­land­hal­le in Wee­ner: Neue Drei­feld­sport­hal­le für 14,5 Mil­lio­nen Euro nimmt Gestalt an

Veröffentlicht

am

Richt­fest für die Meente­land­hal­le in Wee­ner: Neue Drei­feld­sport­hal­le nimmt Gestalt an

Nur 111 Tage nach der Grund­stein­le­gung haben der Land­kreis Leer und die Stadt Wee­ner am Mitt­woch Richt­fest für die neue Drei­feld­sport­hal­le „Meente­land­hal­le“ gefei­ert. Der Roh­bau steht, die Dimen­sio­nen des künf­ti­gen Gebäu­des sind bereits deut­lich zu erken­nen. Die Fer­tig­stel­lung und Inbe­trieb­nah­me sind nach aktu­el­lem Pla­nungs­stand für das drit­te Quar­tal 2027 vorgesehen.

In Wee­ner geht der Bau der neu­en Meente­land­hal­le sicht­bar vor­an. Nur 111 Tage nach der Grund­stein­le­gung konn­ten der Land­kreis Leer und die Stadt Wee­ner gemein­sam das Richt­fest für die neue Drei­feld­sport­hal­le fei­ern. Der Roh­bau ist bereits weit fort­ge­schrit­ten und ver­mit­telt einen ers­ten Ein­druck von den Dimen­sio­nen der zukünf­ti­gen Sporthalle.

Der Grund­stein für das rund 14,5 Mil­lio­nen Euro teu­re Pro­jekt wur­de am 7. Mai 2026 gelegt. Künf­tig soll die Meente­land­hal­le gemein­sam von Land­kreis und Stadt genutzt wer­den. Sie soll sowohl dem Schul- und Ver­eins­sport als auch wei­te­ren Ver­an­stal­tun­gen und unter­schied­li­chen Mehr­zweck­nut­zun­gen zur Ver­fü­gung stehen.

Land­rat Mat­thi­as Groo­te wür­digt Zusammenarbeit

Beim Richt­fest hob Land­rat Mat­thi­as Groo­te die schnel­le Ent­wick­lung des Bau­pro­jekts und die gute Zusam­men­ar­beit aller Betei­lig­ten hervor.

„Es ist beein­dru­ckend, wie schnell aus Plä­nen und Zeich­nun­gen ein ech­tes Gebäu­de gewor­den ist“, sag­te Groo­te. Gleich­zei­tig beton­te er, dass eine Sport­hal­le erst durch ihre Nut­zer mit Leben gefüllt wer­de. Kin­der und Jugend­li­che, Ver­ei­ne und Ehren­amt­li­che soll­ten künf­tig in der Meente­land­hal­le einen Ort für Sport, Begeg­nung und gemein­schaft­li­che Akti­vi­tä­ten finden.

Der Land­rat dank­te ins­be­son­de­re der Stadt Wee­ner für die enge und ver­trau­ens­vol­le Zusam­men­ar­beit. Sein Dank galt außer­dem den poli­ti­schen Gre­mi­en von Stadt und Land­kreis, die die not­wen­di­gen Beschlüs­se gefasst hat­ten, sowie den Pla­ne­rin­nen und Pla­nern und den Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­tern des Gebäudemanagements.

Ein beson­de­rer Dank ging an die Hand­wer­ke­rin­nen und Hand­wer­ker auf der Bau­stel­le. Sie sor­gen dafür, dass das Pro­jekt Schritt für Schritt Gestalt annimmt und aus den ursprüng­li­chen Pla­nun­gen ein kon­kre­tes Gebäu­de entsteht.

Rund 14,5 Mil­lio­nen Euro für die neue Sporthalle

Land­kreis Leer und Stadt Wee­ner inves­tie­ren gemein­sam rund 14,5 Mil­lio­nen Euro in die Meente­land­hal­le. Rund zwei Drit­tel der Inves­ti­ti­ons­sum­me über­nimmt dabei der Land­kreis Leer.

Unter­stützt wird das Bau­vor­ha­ben zudem durch das Bun­des­pro­gramm „Sanie­rung kom­mu­na­ler Ein­rich­tun­gen in den Berei­chen Sport, Jugend und Kul­tur“. Aus die­sem Pro­gramm kann das Pro­jekt mit bis zu drei Mil­lio­nen Euro geför­dert werden.

Damit ent­steht in Wee­ner nicht nur eine moder­ne Drei­feld­sport­hal­le, son­dern zugleich ein Gebäu­de, bei dem auch Aspek­te des Kli­ma­schut­zes und der Ener­gie­ef­fi­zi­enz eine wich­ti­ge Rol­le spielen.

Meente­land­hal­le setzt auf Kli­ma­schutz und Energieeffizienz

Ein beson­de­res Augen­merk liegt auf einer mög­lichst nach­hal­ti­gen Nut­zung der neu­en Hal­le. Das Regen­was­ser von den Dach­flä­chen wird künf­tig in einer Zis­ter­ne gesam­melt, auf­be­rei­tet und anschlie­ßend wei­ter­ver­wen­det.

Auch bei der Ener­gie­ver­sor­gung geht die Meente­land­hal­le einen moder­nen Weg. Die Sport­hal­le soll wei­test­ge­hend ener­gie­aut­ark betrie­ben wer­den. Eine Pho­to­vol­ta­ik­an­la­ge erzeugt Strom und ver­sorgt unter ande­rem die Wär­me­pum­pe, Beleuch­tung, Lüf­tung und wei­te­re tech­ni­sche Anla­gen des Gebäudes.

Auch das Außen­ge­län­de wird ent­spre­chend gestal­tet. Geplant sind 50 Fahr­rad­stell­plät­ze sowie Lade­säu­len für Elek­tro­fahr­zeu­ge. Die Außen­be­leuch­tung soll mit ener­gie­spa­ren­der und insek­ten­freund­li­cher LED-Tech­nik umge­setzt werden.

Bei der Gestal­tung der Grün­flä­chen setzt das Pro­jekt auf hei­mi­sche Pflanzen.

8.000 Qua­drat­me­ter gro­ßes Grundstück

Die neue Meente­land­hal­le ent­steht auf einem rund 8.000 Qua­drat­me­ter gro­ßen Grund­stück. Das Gebäu­de selbst ver­fügt über eine Grund­flä­che von etwa 2.600 Qua­drat­me­tern.

Zur Aus­stat­tung gehört auch eine Tri­bü­ne mit Platz für rund 150 Zuschaue­rin­nen und Zuschau­er. Damit bie­tet die Drei­feld­sport­hal­le künf­tig gute Vor­aus­set­zun­gen für den Schul- und Vereinssport.

Gleich­zei­tig ist die Hal­le so kon­zi­piert, dass sie fle­xi­bel genutzt wer­den kann. Neben dem täg­li­chen Sport­be­trieb sind auch Ver­an­stal­tun­gen und ver­schie­de­ne Mehr­zweck­nut­zun­gen möglich.

Fer­tig­stel­lung für 2027 geplant

Mit dem Richt­fest ist ein wei­te­rer wich­ti­ger Mei­len­stein beim Bau der Meente­land­hal­le in Wee­ner erreicht. Nach der Grund­stein­le­gung am 7. Mai und dem nun fer­tig­ge­stell­ten Roh­bau nimmt das Pro­jekt zuneh­mend kon­kre­te For­men an.

Nach der­zei­ti­gem Pla­nungs­stand soll die neue Drei­feld­sport­hal­le im drit­ten Quar­tal 2027 fer­tig­ge­stellt und in Betrieb genom­men wer­den. Dann steht in Wee­ner eine moder­ne Sport- und Ver­an­stal­tungs­stät­te zur Ver­fü­gung, die Schu­le, Ver­ei­ne, Sport­le­rin­nen und Sport­ler sowie wei­te­re Nut­zer zusam­men­brin­gen soll.

Anzeige 
Weiterlesen

Anzei­gen

Anzei­gen

auch inter­es­sant:

Lokal

Ulf Thie­le ver­mit­telt 11,7 Mil­lio­nen Euro För­de­rung: Neue Gewer­be­flä­chen in Leer

Der Land­tags­ab­ge­ord­ne­te Ulf Thie­le (CDU) hat­te gro­ßen Anteil an der Erwei­te­rung des Leera­ner Gewer­be­ge­bie­tes Benz­stra­ße. Gemein­sam mit Bür­ger­meis­ter Claus-Peter Horst...

Lokal

Gewer­be­ge­biet Benz­stra­ße in Leer eröff­net: 12,6 Hekt­ar neue Flä­chen für Unternehmen

Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­biets Benz­stra­ße in Leer offi­zi­ell eröffnet Nach jahr­zehn­te­lan­ger Pla­nung ist die Erwei­te­rung des Gewer­be­ge­biets an der Benz­stra­ße in...

Lokal

Meente­land­hal­le in Wee­ner: Neue Drei­feld­sport­hal­le für 14,5 Mil­lio­nen Euro nimmt Gestalt an

Richt­fest für die Meente­land­hal­le in Wee­ner: Neue Drei­feld­sport­hal­le nimmt Gestalt an Nur 111 Tage nach der Grund­stein­le­gung haben der Land­kreis...

Blaulicht

Porte­mon­naie und Beu­tel gestoh­len – Unfall­flucht auf Parkplatz

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 28.08.2026     Porte­mon­naie gestoh­len ++ Ver­kehrs­un­fall­flucht ++ Beu­tel gestohlen    Leer...

Lokal

CDU will Steu­er­be­trug in Nie­der­sach­sen wirk­sa­mer bekämpfen

CDU will Steu­er­voll­zug in Nie­der­sach­sen moder­ni­sie­ren und Steu­er­be­trug wirk­sa­mer bekämpfen Ulf Thie­le: Mehr Daten­ana­ly­se, Spe­zia­li­sie­rung und Per­so­nal – zugleich kla­re...

Anzeige

Lern­pro­fil ent­de­cken: VHS-Kur­se in Wes­t­ov­er­le­din­gen zei­gen, wie indi­vi­du­el­les Ler­nen gelin­gen kann

Astrid Frey vor dem Klei­nen Cam­pus in Wes­t­ov­er­le­din­gen: In ihren VHS-Kur­sen geht es um das per­sön­li­che Lern­pro­fil und dar­um, indi­vi­du­el­le...

Lokal

Süß­was­ser­pol­der in Sta­pel­moor: Neu­er Lebens­raum an der Ems ver­än­dert sich bereits

Das Bild zeigt von links: Felix När­mann, Natur­schutz­sta­ti­on Ems, Nico Blo­em, Thors­ten Kuch­ta, Geschäfts­stel­le Mas­ter­plan Ems, und Dr. Claus Hinz, NlWKN....

Lokal

CDU Wes­t­ov­er­le­din­gen for­dert siche­re Fahr­rad­rou­te von Ihr­ho­ve nach Papen­burg ent­lang der Bahnstrecke

CDU Wes­t­ov­er­le­din­gen will siche­re Fahr­rad­rou­te von Ihr­ho­ve nach Papen­burg vorantreiben Neue Ver­bin­dung ent­lang der Bahn­stre­cke soll Rad­ver­kehr siche­rer machen, nach­hal­ti­ge...

Wirtschaft

Real­löh­ne in Nie­der­sach­sen stei­gen 2026 nur um 0,7 Pro­zent – Infla­ti­on bremst Kaufkraft

Real­löh­ne in Nie­der­sach­sen stei­gen im zwei­ten Quar­tal 2026 nur leicht Nomi­nal­löh­ne legen um 3,5 Pro­zent zu – nach Abzug der...

Blaulicht

Ein­bruch­ver­such, Unfäl­le und schwe­re Ver­let­zun­gen in der Region

POL-LER: Pres­se­mit­tei­lung der Poli­zei­in­spek­ti­on Leer/ Emden für den 27.08.2026   Ver­such­ter Dieb­stahl aus Wohn­haus ++ PKW beschä­digt ++ PKW sto­ßen...

Anzeige

1001 Nacht kommt nach Papen­burg! Ala­din, Yas­min und der Dschinni

Magi­sches Musi­cal-Aben­teu­er in Papen­burg: „Ala­din – das Musi­cal“ bringt 1001 Nacht auf die Bühne Am Sonn­tag, 1. Novem­ber 2026, wird es...

Lokal

cBox in Ditz­um: Digi­ta­ler Dorf­la­den sorgt für neue Nah­ver­sor­gung im Rheiderland

Von links: Tors­ten Din­ke­la (ProEn­ge­no), Nico Blo­em (SPD-Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter),  Mar­tin Sin­ning (SPD Ditz­um) und Hil­de Hom­mers (SPD Ditz­um). Foto: privat cBox...

Lokal

Kreis­feu­er­wehr Leer: Mar­tin Steb­ner und Hans Her­mann Leehm­huis gewählt.

Auf dem Foto sind Mar­tin Steb­ner, Hans Her­mann Leehm­huis, Land­rat Mat­thi­as Groo­te und Kreis­brand­meis­ter Ernst Ber­ends zu sehen. Kreis­feu­er­wehr Leer stellt...

Lokal

Land­ge­richt Aurich: Vier neue Straf­ver­fah­ren wegen Ver­ge­wal­ti­gung, Raub und Betrug

Vier neue Straf­ver­fah­ren: Land­ge­richt ver­han­delt schwe­re Vor­wür­fe in Ostfriesland In der ers­ten Sep­tem­ber­wo­che begin­nen am Land­ge­richt meh­re­re erst­in­stanz­li­che Straf­ver­fah­ren. Die...

auch inter­es­sant:

Anzeige

Erfolg­rei­ches und pie­tät­vol­les Mar­ke­ting für Bestatter

Wie Sie im hoch­wer­ti­gen Umfeld des Lese­r­ECHO-Ver­lags Ver­trau­en auf­bau­en und Reich­wei­te erzielen Die Wahl des pas­sen­den Wer­be­um­felds stellt für Bestat­tungs­un­ter­neh­men...

Anzeige

Reich­wei­ten­stark kom­mu­ni­zie­ren: Ver­net­zung von Face­book und Por­ta­len ohne Paywalls

War­um Ver­net­zung hohe Reich­wei­te schafft – Face­book & Online‑Portale im Zusammenspiel In einer Zeit, in der Auf­merk­sam­keit die wich­tigs­te Wäh­rung...

Anzeige

Regio­na­les Sto­rytel­ling stärkt digi­ta­le Sichtbarkeit

Regio­na­les Sto­rytel­ling – wie Online‑Marketing wirk­lich funktioniert In einer Zeit, in der Sicht­bar­keit alles bedeu­tet, ent­schei­det sich Erfolg im Netz...

Anzeige

Lese­r­ECHO — Medi­en­haus für IHR Mar­ke­ting in Ost­fries­land und Emsland

Wer­bung im Medi­en­haus LeserECHO Ihre Reich­wei­te in Ost­fries­land & dem Ems­land – Print, Online, Social Media & SEO aus einer Hand...

Anzeige

Face­book­sei­te Stadt und Land­kreis Leer

Ob Stadt oder Land­kreis Leer – die Even­burg ist das Sym­bol unse­rer Hei­mat. Auf der Face­book­sei­te „Wir Leera­ner“ infor­mie­ren wir...

Marketing

Frei­er Zugang zu regio­na­len News: Lese­r­ECHO-Ver­lag for­ciert media­le Teilhabe

Medi­en für alle: Lese­r­ECHO-Ver­lag stärkt regio­na­le Teil­ha­be durch kos­ten­freie Newsportale In einer Zeit, in der Infor­ma­tio­nen zuneh­mend hin­ter Bezahl­schran­ken ver­schwin­den,...

Marketing

Online-Anzei­gen rich­tig gestal­ten: Smart­phone & Tablet im Fokus

Online-Anzei­gen: Das rich­ti­ge For­mat für Smart­phone & Tablet In der heu­ti­gen digi­ta­len Welt grei­fen immer mehr Nut­zer über Smart­phones und...

Anzeige

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händler

BauWoLe.de – Das star­ke Bran­chen­ver­zeich­nis für Hand­wer­ker & Händ­ler aus Ost­fries­land und dem Emsland Regio­nal. Exklu­siv. Effi­zi­ent.Wer als Hand­werks­be­trieb oder...

Anzeige

„Sound of Legends – Tri­bu­te Fes­ti­val“ fei­ert Pre­mie­re in Niedersachsen

Sorgt für ech­tes Sta­di­on­ge­fühl auf dem Markt­platz Rhau­der­fehn: Die Tri­bu­te-Band H.A.N.D bringt die zeit­lo­sen Bon-Jovi-Klas­si­ker von „Livin’ on a Pray­er“...

Veranstaltung

APEN AIR 2026: 16 Bands, Punk­rock und Fami­li­en­pro­gramm in Apermarsch

Bän­te — Die Band mit der Ente — Fema­le fron­ted Punk­rock aus dem Ammer­land — Bei­trags­fo­to: Foto­stu­dio Scheiwe 11 Jah­re...

Veranstaltung

New York Gos­pel Stars 2027 in Leer: Gos­pel-Kon­zert am 15. Janu­ar in der Lutherkirche

New York Gos­pel Stars kom­men im Janu­ar 2027 nach Leer Kraft­vol­le Stim­men und mit­rei­ßen­de Gos­pel­mu­sik in der Luther­kir­che – Kon­zert am...

Veranstaltung

Hafen­fest Wee­ner 2026: Wein­fest, Dra­chen­boot­ren­nen und Live-Musik vom 28. bis 30. August

Hafen­fest Wee­ner 2026: Drei Tage mit Musik, Dra­chen­boot­ren­nen, Wein­fest und mari­ti­mer Stimmung Wee­ner. Der Alte Hafen in Wee­ner wird vom...

Anzeige

Tag der offe­nen Tür am C‑Port: Ein Sonn­tag vol­ler Tech­nik, Ein­bli­cke und Erlebnisse

Tag der offe­nen Tür am C‑Port: 13 Unter­neh­men laden zum gro­ßen Erleb­nis­tag ein Am Sonn­tag, 16. August, wird der C‑Port zum...

Veranstaltung

Fei­ern für den guten Zweck: Wie das Pix­xen-Fes­ti­val seit Jah­ren die Regi­on unterstützt

16. Pix­xen-Fes­ti­val in Neu­kam­per­fehn: Drei Büh­nen für den guten Zweck! Neu­kam­per­fehn. Die Ban­ner und Pla­ka­te hän­gen, die Vor­freu­desteigt: Das Pix­xen-Fes­ti­val geht...

Veranstaltung

Brand­brief-Autorin Lau­ra Nickel liest in Leer: Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien den Schul­all­tag gefährden

Lesung in der Ehe­ma­li­gen Jüdi­schen Schu­le Leer: „Rechts­ruck im Klassenzimmer“ Leer. Wie neu­rech­te Ideo­lo­gien die Klas­sen­zim­mer durch­set­zen und unse­re Kin­der...

Veranstaltung

100 Jah­re Feu­er­wehr Bin­gum: Drei­tä­gi­ges Jubi­lä­ums­fest steht bevor

100 Jah­re Stütz­punkt­feu­er­wehr Bin­gum: Gro­ßes Jubi­lä­ums­wo­chen­en­de vom 28. bis 30. August 2026 Bin­gum. Ein Jahr­hun­dert ehren­amt­li­ches Enga­ge­ment für den Brand­schutz...

Veranstaltung

FEUERWEHR-SPEKTAKEL IN HOLTHUSEN! Wer holt sich den Sieg im Rheiderland?

Ein­satz auf Zeit: Beim Schnel­lig­keits­wett­be­werb 2025 in Hol­thusen zeig­ten die Brand­be­kämp­fer ihr Kön­nen. Im Ernst­fall ret­ten Schnel­lig­keit und Prä­zi­si­on Leben....

Veranstaltung

Wenn die Pfei­fen Beats spu­cken: Orgel trifft auf Hip-Hop in Leer!

Mit geball­ter Faust und vol­lem Fokus: Das Rap­per-Trio AzumT, HzumZ und Rob­by aus der Regi­on Wil­helms­ha­ven ist bereit für ihr...

Anzei­gen