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Nie­der­lan­de stop­pen ihre Gas­lie­fe­run­gen. Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet.

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Erd­gas­um­stel­lung auf H‑Gas ist gestartet

 

  • Gas­mon­teu­re besu­chen alle Ver­brau­cher mit Erd­gas­an­schluss, um Gas­ge­rä­te anzupassen.
  • Groß­pro­jekt dau­ert noch bis 2027 und sichert Gas­ver­sor­gung der Region.
  • Rund 98 Pro­zent aller Gerä­te sind anpassbar.
  • Nur nach der Umrüs­tung kön­nen Gerä­te auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas verbrennen.

Die Nie­der­lan­de müs­sen die Lie­fe­run­gen ihres L‑Erdgases nach Deutsch­land, Bel­gi­en und Frank­reich bereits in weni­gen Jah­ren been­den. Daher erhielt EWE Netz einen gesetz­li­chen Bun­des­auf­trag, den Nord­wes­ten Deutsch­lands auf H‑Erdgas umzu­stel­len. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nord­ver­bund, zum Bei­spiel aus Nor­we­gen und Groß­bri­tan­ni­en. Bei den zwei Gas­sor­ten liegt der Unter­schied im Ener­gie­ge­halt: H‑Gas setzt bei der Ver­bren­nung mehr Ener­gie frei als das nie­der­län­di­sche L‑Gas, dar­an muss EWE Netz auch nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te manu­ell anpassen.

In den nächs­ten Jah­ren erhal­ten alle Erd­gas­ver­brau­cher in Ost­fries­land min­des­tens zwei Besu­che von EWE Netz — unab­hän­gig davon, bei wel­chem Gas­lie­fe­ran­ten sie letzt­lich ihre Gas­rech­nung bezah­len. Gestar­tet ist das Pro­jekt jetzt in den Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me, danach geht es in Ost­fries­land wei­ter. Die Besuchs­ter­mi­ne ver­sen­det EWE Netz immer eini­ge Wochen zuvor auf dem Post­we­ge, per Einschreiben.

Spei­se­kar­ten aus Ostfriesland

 

Das geschieht bei den Besuchen

Bei dem ers­ten Besuch ste­hen zwei Fra­gen im Vor­der­grund: Zum einen wel­che Erd­gas­ge­rä­te set­zen die Kun­den in ihrem Gebäu­de über­haupt ein? Betrof­fen sind alle Gerä­te, die mit Erd­gas betrie­ben wer­den, zum Bei­spiel Her­de, Hei­zun­gen oder erd­gas­be­trie­be­ne Wasch­ma­schi­nen, Trock­ner oder Geschirr­spü­ler. Aus­ge­nom­men sind Gerä­te, die zum Bei­spiel mit Fla­schen- bezie­hungs­wei­se Flüs­sig- oder Pro­pan­gas betrie­ben wer­den. Gas­be­trie­be­ne PKW müs­sen auch nicht umge­rüs­tet wer­den. Zum ande­ren klä­ren die Mon­teu­re vor Ort, ob die Kun­den­ge­rä­te das H‑Gas mög­lichst sau­ber und vor allem sicher ver­bren­nen kön­nen. „Daher set­zen wir an den Gerä­ten immer eine wich­ti­ge Sicher­heits­prü­fung um und neh­men jeweils Daten vom Typen­schild der Gerä­te auf, viel mehr geschieht wäh­rend die­ses ers­ten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Wit­thus, Spre­cher des Pro­jekts bei EWE Netz.

Sehr hohe Komplexität

Die Infor­ma­tio­nen vom Typen­schild gleicht EWE Netz mit einer Daten­bank ab, die vom „Deut­schen Ver­ein des Gas- und Was­ser­fa­ches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Gerä­te-Her­stel­ler hin­ter­le­gen hier ins­be­son­de­re drei Infor­ma­tio­nen: Ist das vom Kun­den ein­ge­setz­te Modell über­haupt an H‑Gas anpass­bar? Wie kann es ange­passt wer­den? Und zu wel­chem Zeit­punkt soll­te EWE Netz das Gerät anpassen?

„Wenn not­wen­dig, bestel­len wir für jeden Kun­den und jedes sei­ner Gerä­te einen indi­vi­du­el­len Umrüst­satz für das H‑Gas“, so Wit­thus wei­ter. Und genau das macht das Pro­jekt zu einer wah­ren Mam­mut­auf­ga­be: Denn im Nord­wes­ten nut­zen Ver­brau­cher nicht nur über 700.000 Erd­gas­ge­rä­te aus ver­schie­de­nen Jahr­zehn­ten. Die Gerä­te unter­schei­den sich auch in weit über 22.000 Vari­an­ten. „Und nahe­zu jede Vari­an­te braucht even­tu­ell eine indi­vi­du­el­le Umrüs­tung. Hin­zu kom­men dann ja noch die unter­schied­lichs­ten Repa­ra­tur- und War­tungs­zu­stän­de, daher müs­sen wir jedes Gerät per­sön­lich prü­fen“, ergänzt Witthus.

98 Pro­zent sind anpassbar

Über 200.000 Erd­gas­ge­rä­te konn­te EWE Netz bereits an das H‑Gas anpas­sen. „Mit der hier gemach­ten Erfah­rung kön­nen wir sagen, dass sich ins­ge­samt rund 98 Pro­zent aller Kun­den­ge­rä­te an das H‑Gas anpas­sen las­sen“, berich­tet Wit­thus. EWE Netz rech­net damit, die­sen Wert auch in Ost­fries­land errei­chen zu kön­nen. „Soll­te eine Hei­zung zum Bei­spiel heu­te 20–25 Jah­re alt sein, muss man sich der Eigen­tü­mer in der Regel kei­ne Sor­gen machen“, beru­higt Wit­thus und ergänzt: „Auch bei noch älte­ren Mar­ken­ge­rä­ten gelingt es meis­tens, die­se an das H‑Gas anzupassen.“

Wenn sich ein Gerät doch ein­mal nicht mehr anpas­sen lässt, dann liegt es meis­tens dar­an, dass es den Gerä­te-Her­stel­ler heu­te nicht mehr gibt und die­ser daher kein Umrüst­ma­te­ri­al mehr lie­fern kann. In Ein­zel­fäl­len haben die Her­stel­ler auch den Sup­port für bestimm­te Gerä­te auf­ge­ge­ben, auch die­ses betrifft in der Regel nur sehr alte Gerä­te. Aber auch dann kann EWE Netz häu­fig kein Mate­ri­al mehr erhal­ten. Tech­ni­sche Pro­ble­me wäh­rend des Umrüs­tens gab es laut Wit­thus unter­des­sen bis­lang nahe­zu aus­schließ­lich bei alten Hei­zun­gen, die noch nie oder zu sel­ten durch einen Fach­be­trieb gewar­tet wur­den. „Regel­mä­ßi­ge War­tun­gen der Hei­zun­gen unter­stüt­zen eine rei­bungs­lo­se Umrüs­tung auf das H‑Gas, sie spa­ren aber auch deut­lich Erd­gas und ver­län­gern die Lebens­zeit der Geräte.“

 

Kei­ne Rechnungen

Grund­sätz­lich ent­ste­hen Kun­den durch das Pro­jekt kei­ne direk­ten Kos­ten. Daher ver­sen­det EWE Netz weder für die Ser­vice-Besu­che noch für das Mate­ri­al Rech­nun­gen. Und die Gas­mon­teu­re ver­lan­gen vor Ort nie­mals Geld von Kun­den. Eine Aus­nah­me gibt es bei den Ser­vice-Besu­chen aber: Falls die Mon­teu­re vor Ort fest­stel­len, dass ein Gerät eine Repa­ra­tur braucht oder gewar­tet wer­den muss, beauf­tragt der Eigen­tü­mer dafür wie gewohnt einen Fach­be­trieb sei­ner Wahl und bezahlt ihn.

 

Erd­gas­ge­rä­te und LNG

Nahe­zu alle Erd­gas­ge­rä­te, die das Unter­neh­men bei Pri­vat­kun­den der­zeit auf das H‑Erdgas umrüs­tet, soll­ten anschlie­ßend auch das aus LNG gewon­ne­ne Erd­gas zuver­läs­sig ver­bren­nen kön­nen. Die noch auf L‑Erdgas ein­ge­stell­ten Gerä­te kön­nen das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außer­eu­ro­päi­schen Her­kunfts­län­dern stammt. Es wird bei einer Tem­pe­ra­tur von ca. ‑161 °C flüs­sig – also zu LNG (Lique­fied Natu­ral Gas bzw. Flüs­sig­erd­gas) und lässt sich dann auch per Schiff trans­por­tie­ren. Für das Ein­spei­sen in Gas-Pipe­lines wird LNG wie­der in einen gas­för­mi­gen Zustand gebracht.

 

Um die Gas­ver­sor­gung des Nord­wes­tens dar­über hin­aus wei­ter zu sichern, plant EWE Netz par­al­lel ein zwei­tes Groß­pro­jekt: Das Unter­neh­men wird in Rekord­zeit eine rund 70 Kilo­me­ter lan­ge Pipe­line vom Raum San­de (Fries­land) zu den EWE-Gas­spei­chern in Ost­fries­land bau­en, um das Netz für die Auf­nah­me gro­ßer Men­gen von in Wil­helms­ha­ven anlan­den­dem LNG vor­zu­be­rei­ten. Bereits 2023 soll die­se Pipe­line in Betrieb gehen. Per­spek­ti­visch hat die Lei­tung auch das Poten­ti­al, eine der wich­tigs­ten Haupt­ver­kehrs­adern für den Trans­port von per Schiff impor­tier­tem grü­nen Was­ser­stoff zu werden.

 

Schutz­maß­nah­men gegen Trickbetrüger

Bei den Besu­chen beach­tet das Unter­neh­men nach wie vor die Vor­ga­ben des Robert Koch-Insti­tuts zum Schutz vor dem Coro­na-Virus. Zusätz­lich ent­wi­ckel­te EWE Netz zusam­men mit Poli­zei­be­hör­den zahl­rei­che Schutz­maß­nah­men gegen poten­zi­el­le Haus­tür-Trick­be­trü­ger. Jeder Kun­de erhält zusam­men mit sei­nem Ter­min­an­schrei­ben einen Fly­er, der dar­über infor­miert, wie man den „ech­ten“ Gas­mon­teur erkennt. Eini­ge ent­wi­ckel­te Schutz­maß­nah­men wer­den öffent­lich nicht genannt. Ver­brau­cher kön­nen sich auch hier infor­mie­ren: www.ewe-netz.de/trickbetrug

Wie geht es weiter?

Ab Febru­ar 2024 schal­tet EWE Netz gro­ße Tei­le der Gemein­den Uple­n­gen und Jüm­me auf das H‑Gas um. EWE Netz teil­te auch Ost­fries­land in Umstell­be­zir­ke ein, die man bis 2027 nach­ein­an­der auf das H‑Gas umstel­len wird. Die­se Umstell­be­zir­ke ori­en­tie­ren sich an den Gas­lei­tun­gen, die bereits im Boden lie­gen und nicht an Orts- oder Land­kreis­gren­zen. Daher kann es gesche­hen, dass Gemein­den nur schritt­wei­se auf H‑Gas umge­schal­tet wer­den. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gas­in­sel wan­deln und jeweils ent­schei­den, ob schon das H‑Gas oder wei­ter­hin das nie­der­län­di­sche L‑Gas ein­ge­speist wird.

War­um stop­pen die Nie­der­lan­de ihre Gaslieferungen?

Ein Aus­lö­ser ist das zuneh­men­de Schwin­den der För­der­ka­pa­zi­tä­ten des nie­der­län­di­schen L‑Erdgases. Hin­zu kom­men rund 14.000 Erd­stö­ße und Erd­be­ben ins­be­son­de­re in der Regi­on Gro­nin­gen in den letz­ten Jahr­zehn­ten. Nie­der­län­di­sche Exper­ten machen inzwi­schen die Gas­för­de­rung als Ver­ur­sa­cher für die Beben aus.

Stand heu­te wer­den die Nie­der­lan­de daher bereits ab 2023 in der Regi­on Gro­nin­gen kein L‑Erdgas mehr för­dern. Bereits heu­te kau­fen die Nie­der­lan­de daher H‑Erdgas auf den Welt­märk­ten ein, wan­deln die­ses mit­tels Stick­stoff in „Pseu­do-L-Gas“ und lie­fern Antei­le davon auch in den Nord­wes­ten. So kann unser Nach­bar sei­nen Lie­fer­ver­pflich­tun­gen nach­kom­men und gleich­zei­tig sei­ne Ein­woh­ner bes­ser vor wei­te­ren Beben schüt­zen. Ab Ende 2029 wol­len die Nie­der­lan­de (Stand heu­te) nahe­zu gar kein L‑Gas mehr lie­fern. In Deutsch­land sind von der nie­der­län­di­schen Ent­schei­dung meh­re­re Mil­lio­nen Gas­ver­brau­cher in zahl­rei­chen deut­schen Bun­des­län­dern betrof­fen. Der deut­sche Gesetz­ge­ber ver­pflich­te­te daher über 40 Gas­netz­be­trei­ber, jeweils ihre Regi­on auf das alter­na­ti­ve H‑Gas umzustellen.


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Oster­feu­er in Ost­fries­land: Eine töd­li­che Gefahr für Wildtiere

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Oster­feu­er: Eine töd­li­che Fal­le für die hei­mi­sche Tier­welt – NABU Ost­fries­land ruft zur Rück­sicht­nah­me auf

Das tra­di­tio­nel­le Oster­feu­er gehört für vie­le Men­schen in Ost­fries­land fest zum Früh­lings­an­fang. Was als gesel­li­ges Bei­sam­men­sein beginnt, kann für zahl­rei­che Wild­tie­re jedoch zur töd­li­chen Gefahr wer­den. Die NABU-Regio­nal­ge­schäfts­stel­le Ost­fries­land schlägt Alarm und warnt vor den gra­vie­ren­den Fol­gen für die loka­le Fau­na. Gera­de in der jet­zi­gen Jah­res­zeit, wenn vie­le Tie­re mit der Brut begin­nen oder ihre Jun­gen zur Welt brin­gen, stel­len die bren­nen­den Holz­hau­fen eine erheb­li­che Bedro­hung dar.

Die NABU-Exper­ten beto­nen, dass die tra­di­tio­nel­len Oster­feu­er, die oft schon Wochen vor dem eigent­li­chen Fest auf­ge­schich­tet wer­den, wie Magne­te auf vie­le Wild­tie­re wir­ken. Igel, Hasen, Mäu­se, Krö­ten, aber auch vie­le Vogel­ar­ten nut­zen die schein­bar siche­ren Unter­schlüp­fe als Rück­zugs­ort oder sogar als Nist­platz. Wenn dann das Feu­er ent­zün­det wird, beginnt für die­se Tie­re ein dra­ma­ti­scher Kampf um Leben und Tod.

„In die­sen Wochen beginnt für vie­le Arten die ent­schei­den­de Zeit des Jah­res“, erklärt Jan Fuchs von der NABU-Regio­nal­ge­schäfts­stel­le Ost­fries­land. „Oster­feu­er wer­den dabei schnell zur töd­li­chen Fal­le, weil Tie­re die Holz­hau­fen als siche­ren Unter­schlupf nut­zen und beim Anzün­den kei­ne Chan­ce haben zu entkommen.“

Natur­ver­träg­li­cher Umgang mit der Tradition

Der NABU Ost­fries­land ruft des­halb zu einem natur­ver­träg­li­chen Umgang mit die­ser Tra­di­ti­on auf. Anstatt rie­si­ge Holz­ber­ge zu ver­bren­nen, soll­ten Alter­na­ti­ven in Betracht gezo­gen wer­den. Klei­ne Feu­er­scha­len oder gemein­sa­me Grill­aben­de kön­nen ein eben­so schö­nes Erleb­nis bie­ten, ohne die Tier­welt zu gefähr­den. Wenn auf ein Oster­feu­er nicht ver­zich­tet wer­den möch­te, soll­ten unbe­dingt eini­ge wich­ti­ge Regeln beach­tet werden:

  • Das Holz erst kurz vor dem Abbren­nen aufschichten.

  • Wenn ein Feu­er geplant ist, das Mate­ri­al am Tag des Anzün­dens sorg­fäl­tig umset­zen, damit Tie­re flie­hen können.

NABU Ost­fries­land appel­liert an alle Bür­ge­rin­nen und Bür­ger, Ver­ant­wor­tung zu über­neh­men und bei der Pla­nung und Durch­füh­rung von Oster­feu­ern Rück­sicht auf die Natur zu neh­men. Gemein­sam kann so dazu bei­getra­gen wer­den, die hei­mi­sche Tier­welt in die­ser sen­si­blen Zeit zu schützen.

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Gedenk­ver­an­stal­tung und Stra­ßen­sper­rung an wun­den Punk­ten in Leer

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Geden­ken an „wun­den Punk­ten“: Abend­an­dacht führt zu Stra­ßen­sper­rung in Leer

Ein Moment des Inne­hal­tens und der Erin­ne­rung prägt den kom­men­den Mon­tag­nach­mit­tag in Leer. Unter dem Leit­ge­dan­ken „Gefan­gen und Miss­ach­tet“ laden die Kir­chen­ge­mein­den der Stadt gemein­sam mit der Arbeits­ge­mein­schaft Christ­li­cher Kir­chen (ACK) Leer und dem Hei­mat­ver­ein Leer zu einer beson­de­ren Abend­an­dacht ein.

Die Ver­an­stal­tung ist Teil der Rei­he „an wun­den Punk­ten in Leer“ und fin­det die­ses Mal an einem Ort mit his­to­ri­scher Tie­fe statt: den Bahn­glei­sen an der Klei­nen Roß­berg­stra­ße. Im Zen­trum des Geden­kens ste­hen Schick­sa­le von Men­schen, die Aus­gren­zung und Frei­heits­ent­zug erfah­ren mussten.

Hin­wei­se für den Straßenverkehr

Um einen wür­de­vol­len Rah­men für die Zusam­men­kunft zu gewähr­leis­ten, sind kurz­zei­ti­ge Anpas­sun­gen im Ver­kehrs­fluss erforderlich:

  • Sper­rung: Die Klei­ne Roß­berg­stra­ße wird im Bereich der Haus­num­mer 12 für den durch­ge­hen­den Kraft­fahr­zeug­ver­kehr voll gesperrt.

  • Zeit­raum: Mon­tag, der 30.03.2026, von 17:45 Uhr bis vor­aus­sicht­lich 18:45 Uhr.

  • Umlei­tung: Der Ver­kehr wird über die Mari­en­stra­ße und die Bre­mer Stra­ße geleitet.

Beson­ders zu beach­ten ist, dass die Zufahrt von der Bre­mer Stra­ße in die Klei­ne Roß­berg­stra­ße wäh­rend des Ver­an­stal­tungs­zeit­raums aus­nahms­wei­se frei­ge­ge­ben wird, um die Erreich­bar­keit zu unter­stüt­zen. Alle Ver­kehrs­teil­neh­men­den wer­den um Ver­ständ­nis und erhöh­te Auf­merk­sam­keit im Umfeld des Ver­an­stal­tungs­or­tes gebeten.

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Moder­ni­sie­rung am Muse­ums­ha­fen: Start­schuss für neue Pro­me­na­de und Spundwand

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Start der Moder­ni­sie­rung: Ein Bag­ger der Fir­ma Heu­vel­mann Ibis beginnt mit dem Rück­bau der maro­den Holz­steg­an­la­gen im Leera­ner Muse­ums­ha­fen. Die­se vor­be­rei­ten­den Maß­nah­men schaf­fen Platz für das neue, 1,6 Mil­lio­nen Euro schwe­re Infra­struk­tur­pro­jekt, das eine moder­ne Schwimm­steg­an­la­ge und eine bar­rie­re­freie Ufer­pro­me­na­de vorsieht.

Moder­ni­sie­rung am Muse­ums­ha­fen: Start­schuss für die neue Albert-Wehner-Promenade

Der Muse­ums­ha­fen in Leer steht vor einer bedeu­ten­den Auf­wer­tung. Zwi­schen dem Gar­rel­schen Gar­ten und der Waa­ge haben die Arbei­ten zur umfas­sen­den Erneue­rung der Albert-Weh­ner-Pro­me­na­de sowie der Ufer­be­fes­ti­gung begon­nen. Das Pro­jekt kom­bi­niert moder­ne Inge­nieurs­tech­nik mit dem Ziel, die Auf­ent­halts­qua­li­tät am Was­ser bar­rie­re­frei und zukunfts­si­cher zu gestalten.

Schwe­re Tech­nik und prä­zi­se Verankerung

Herz­stück der Bau­maß­nah­me ist ein rund 50 Meter brei­tes, rück­ver­an­ker­tes Spund­wand­bau­werk. Um die Belas­tung für die Umge­bung so gering wie mög­lich zu hal­ten, kommt ein spe­zi­el­les Press­ver­fah­ren zum Ein­satz: Ein Arbeits­schiff wird die Spund­wand­ele­men­te vom Was­ser aus zwölf Meter tief senk­recht in den Boden drücken.

Für die not­wen­di­ge Sta­bi­li­tät sorgt eine auf­wen­di­ge Rück­ver­an­ke­rung. Soge­nann­te Dau­er­an­ker wer­den in einem 45-Grad-Win­kel dia­go­nal in Rich­tung Neue Stra­ße gebohrt und in einer Tie­fe von 14 Metern fest im Erd­reich fixiert.

Albert-Weh­ner-Pro­me­na­de — Muse­ums­ha­fen: Auf der Skiz­ze ist zu sehen, wie die künf­ti­ge Schwimm­steg­an­la­ge ange­ord­net sein wird.

Bar­rie­re­frei­heit und mari­ti­me Infrastruktur

Die in die Jah­re gekom­me­nen und auf­grund von Män­geln bereits gesperr­ten Holz­steg­an­la­gen gehö­ren bald der Ver­gan­gen­heit an. Sie wer­den durch eine moder­ne, 45 Meter brei­te Schwimm­steg­an­la­ge ersetzt. Die­se bie­tet künf­tig Platz für sechs Muse­ums­schif­fe und wer­tet das mari­ti­me Bild des Hafens deut­lich auf.

Ein beson­de­rer Fokus liegt auf der Zugänglichkeit:

  • Bar­rie­re­freie Ram­pe: Von der Pro­me­na­de führt künf­tig eine behin­der­ten­ge­rech­te Ram­pe direkt hin­un­ter zu den Stegen.

  • Hoch­wer­ti­ge Optik: Wäh­rend die Ram­pe sofort mit Klin­kern gepflas­tert wird, erhält die Pro­me­na­de zunächst eine Schot­ter­trag­schicht. Die fina­le fes­te Decke – vor­aus­sicht­lich eben­falls in klas­si­scher Klin­ker­bau­wei­se – folgt zu einem spä­te­ren Zeitpunkt.

Zeit­plan und Investitionen

Der­zeit führt das Leera­ner Unter­neh­men Heu­vel­mann Ibis die not­wen­di­gen Rück­bau­ar­bei­ten durch. Direkt nach Ostern beginnt die hei­ße Pha­se mit der Errich­tung der neu­en Spund­wand. Die Stadt Leer inves­tiert rund 1,6 Mil­lio­nen Euro in die­se Infra­struk­tur­maß­nah­me, deren Abschluss für den Spät­som­mer geplant ist. Damit wird der Muse­ums­ha­fen pünkt­lich zur zwei­ten Jah­res­hälf­te in neu­em Glanz erstrahlen.

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Mit SEO erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men vom Lese­r­ECHO-Por­tal profitieren

Erfolg­reich in Deutsch­land: Wie nie­der­län­di­sche Unter­neh­men mit SEO durchstarten Die Digi­ta­li­sie­rung macht es für Unter­neh­men immer ein­fa­cher, über Län­der­gren­zen hin­weg...

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Fir­men­events in Ost­fries­land & Ems­land: Per­fekt pla­nen und erfolg­reich umsetzen

Fir­men­events pla­nen in Ost­fries­land und Ems­land: Wich­ti­ge Tipps und krea­ti­ve Ideen Ein gelun­ge­nes Fir­men­event kann die Mar­ken­be­kannt­heit stei­gern, Kun­den bin­den und...

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Mar­ke­ting: Geschäfts­er­öff­nung: So wird Ihr Event zum unver­gess­li­chen Erlebnis!

Per­fek­te Pla­nung für Ihre Geschäfts­er­öff­nung, Fir­mener­wei­te­rung oder Ihr Firmenjubiläum Eine erfolg­rei­che Geschäfts­er­öff­nung, eine Erwei­te­rung oder ein Fir­men­ju­bi­lä­um sind idea­le Anläs­se,...

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Blau-weiß-schwar­ze Nacht: Die HSV-Kult­band kehrt nach Hin­te zurück!

Schon 2019 und 2024 waren die Ham­bur­ger ABSCHLACH! im Live Music Cen­ter Emden in Hin­te zu Gast und prä­sen­tier­ten ihre...

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War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Gro­ßes Früh­lings­fest mit Hand­werk und Kulinarik

War­den­bur­ger Land­par­tie 2026: Ein Fest für die Sin­ne mit Hand­werk, Musik und Genuss WARDENBURG. Das Pflan­zen-Cen­ter Warn­ken ver­wan­delt sich am...

Veranstaltung

Vor­trag in Leer the­ma­ti­siert die Unan­tast­bar­keit der Menschenwürde

Die Men­schen­wür­de – für immer unan­tast­bar? Ein Abend zum Mit­re­den in Leer  LEER – „Die Wür­de des Men­schen ist unan­tast­bar.“ Die­ser...

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His­to­ri­sche Spu­ren­su­che bei Kri­mi­füh­rung am Muse­ums­ha­fen Leer

Mör­der­jagd im his­to­ri­schen Leer: Kri­mi­füh­rung „Mord am Hafen“ Wer ermor­de­te den Ehe­mann der Wit­we Gesche Mein­ders? Tau­chen Sie ein in das...

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Lions Musik­preis: Jun­ge Kla­vier­ta­len­te in der Even­burg Leer

Kla­vier­kunst in der Even­burg: Lions Musik­preis sucht Publikumsliebling Der Lions Musik­preis kehrt zurück und stellt in die­sem Jahr ein beson­ders...

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Gar­ten­Ta­geN­ord 2026 laden zur Sai­son­er­oeff­nung nach Wues­t­ing ein

Bei­trags­bild: Gar­ten­Ta­geN­ord — Hol­ler Land­stra­ße 2 — 27798 Hude/Wüsting   Gar­ten­Ta­geN­ord 2026: Inspi­ra­tio­nen für die Grü­ne Oase in Wüsting  ...

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Par­ty-Duo „Die Fid­gets“ sorgt für Stim­mung in Niedersachsen

Die Fid­gets: Par­ty-Power aus Han­no­ver erobert Niedersachsen Leer/Hannover – Wenn in Nie­der­sach­sens Par­ty­hoch­bur­gen die Stim­mung ihren Höhe­punkt erreicht, ste­cken oft...

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Digi­ta­ler Schutz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf

Sicher im Netz: VHS Leer klärt über Online-Betrug auf Die Digi­ta­li­sie­rung bie­tet unzäh­li­ge Mög­lich­kei­ten, birgt jedoch auch wach­sen­de Gefah­ren. Betrü­ge­ri­sche...

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Knei­pen­fes­ti­val Leer Live: DJ-Beats und Saxo­fon im 360 Grad

DJ Casa & Tobi­as Leon Hacker: Ein ein­ge­spiel­tes Team In der Müh­len­stra­ße 36–38 erwar­tet die Besu­cher von 21:00 bis 24:00 Uhr...

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The Air­let­tes prä­sen­tie­ren Swing-Inter­pre­ta­tio­nen der Neun­zi­ger­jah­re in Leer

Kon­zert­ab­sa­ge „The Air­let­tes“ im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer Leer, 1. März 2026 – Das für Mitt­woch, den 4. März 2026, im Spar­kas­sen­Fo­rum Leer...