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Niederlande stoppen ihre Gaslieferungen. Erdgasumstellung auf H‑Gas ist gestartet.
Erdgasumstellung auf H‑Gas ist gestartet
- Gasmonteure besuchen alle Verbraucher mit Erdgasanschluss, um Gasgeräte anzupassen.
- Großprojekt dauert noch bis 2027 und sichert Gasversorgung der Region.
- Rund 98 Prozent aller Geräte sind anpassbar.
- Nur nach der Umrüstung können Geräte auch das aus LNG gewonnene Erdgas verbrennen.
Die Niederlande müssen die Lieferungen ihres L‑Erdgases nach Deutschland, Belgien und Frankreich bereits in wenigen Jahren beenden. Daher erhielt EWE Netz einen gesetzlichen Bundesauftrag, den Nordwesten Deutschlands auf H‑Erdgas umzustellen. Das H‑Erdgas stammt aus einem Nordverbund, zum Beispiel aus Norwegen und Großbritannien. Bei den zwei Gassorten liegt der Unterschied im Energiegehalt: H‑Gas setzt bei der Verbrennung mehr Energie frei als das niederländische L‑Gas, daran muss EWE Netz auch nahezu alle Erdgasgeräte manuell anpassen.
In den nächsten Jahren erhalten alle Erdgasverbraucher in Ostfriesland mindestens zwei Besuche von EWE Netz — unabhängig davon, bei welchem Gaslieferanten sie letztlich ihre Gasrechnung bezahlen. Gestartet ist das Projekt jetzt in den Gemeinden Uplengen und Jümme, danach geht es in Ostfriesland weiter. Die Besuchstermine versendet EWE Netz immer einige Wochen zuvor auf dem Postwege, per Einschreiben.
Das geschieht bei den Besuchen
Bei dem ersten Besuch stehen zwei Fragen im Vordergrund: Zum einen welche Erdgasgeräte setzen die Kunden in ihrem Gebäude überhaupt ein? Betroffen sind alle Geräte, die mit Erdgas betrieben werden, zum Beispiel Herde, Heizungen oder erdgasbetriebene Waschmaschinen, Trockner oder Geschirrspüler. Ausgenommen sind Geräte, die zum Beispiel mit Flaschen- beziehungsweise Flüssig- oder Propangas betrieben werden. Gasbetriebene PKW müssen auch nicht umgerüstet werden. Zum anderen klären die Monteure vor Ort, ob die Kundengeräte das H‑Gas möglichst sauber und vor allem sicher verbrennen können. „Daher setzen wir an den Geräten immer eine wichtige Sicherheitsprüfung um und nehmen jeweils Daten vom Typenschild der Geräte auf, viel mehr geschieht während dieses ersten Besuchs noch nicht“, erklärt Jens Witthus, Sprecher des Projekts bei EWE Netz.
Sehr hohe Komplexität
Die Informationen vom Typenschild gleicht EWE Netz mit einer Datenbank ab, die vom „Deutschen Verein des Gas- und Wasserfaches e.V.“ (DVGW) geführt wird. Die Geräte-Hersteller hinterlegen hier insbesondere drei Informationen: Ist das vom Kunden eingesetzte Modell überhaupt an H‑Gas anpassbar? Wie kann es angepasst werden? Und zu welchem Zeitpunkt sollte EWE Netz das Gerät anpassen?
„Wenn notwendig, bestellen wir für jeden Kunden und jedes seiner Geräte einen individuellen Umrüstsatz für das H‑Gas“, so Witthus weiter. Und genau das macht das Projekt zu einer wahren Mammutaufgabe: Denn im Nordwesten nutzen Verbraucher nicht nur über 700.000 Erdgasgeräte aus verschiedenen Jahrzehnten. Die Geräte unterscheiden sich auch in weit über 22.000 Varianten. „Und nahezu jede Variante braucht eventuell eine individuelle Umrüstung. Hinzu kommen dann ja noch die unterschiedlichsten Reparatur- und Wartungszustände, daher müssen wir jedes Gerät persönlich prüfen“, ergänzt Witthus.
98 Prozent sind anpassbar
Über 200.000 Erdgasgeräte konnte EWE Netz bereits an das H‑Gas anpassen. „Mit der hier gemachten Erfahrung können wir sagen, dass sich insgesamt rund 98 Prozent aller Kundengeräte an das H‑Gas anpassen lassen“, berichtet Witthus. EWE Netz rechnet damit, diesen Wert auch in Ostfriesland erreichen zu können. „Sollte eine Heizung zum Beispiel heute 20–25 Jahre alt sein, muss man sich der Eigentümer in der Regel keine Sorgen machen“, beruhigt Witthus und ergänzt: „Auch bei noch älteren Markengeräten gelingt es meistens, diese an das H‑Gas anzupassen.“
Wenn sich ein Gerät doch einmal nicht mehr anpassen lässt, dann liegt es meistens daran, dass es den Geräte-Hersteller heute nicht mehr gibt und dieser daher kein Umrüstmaterial mehr liefern kann. In Einzelfällen haben die Hersteller auch den Support für bestimmte Geräte aufgegeben, auch dieses betrifft in der Regel nur sehr alte Geräte. Aber auch dann kann EWE Netz häufig kein Material mehr erhalten. Technische Probleme während des Umrüstens gab es laut Witthus unterdessen bislang nahezu ausschließlich bei alten Heizungen, die noch nie oder zu selten durch einen Fachbetrieb gewartet wurden. „Regelmäßige Wartungen der Heizungen unterstützen eine reibungslose Umrüstung auf das H‑Gas, sie sparen aber auch deutlich Erdgas und verlängern die Lebenszeit der Geräte.“
Keine Rechnungen
Grundsätzlich entstehen Kunden durch das Projekt keine direkten Kosten. Daher versendet EWE Netz weder für die Service-Besuche noch für das Material Rechnungen. Und die Gasmonteure verlangen vor Ort niemals Geld von Kunden. Eine Ausnahme gibt es bei den Service-Besuchen aber: Falls die Monteure vor Ort feststellen, dass ein Gerät eine Reparatur braucht oder gewartet werden muss, beauftragt der Eigentümer dafür wie gewohnt einen Fachbetrieb seiner Wahl und bezahlt ihn.
Erdgasgeräte und LNG
Nahezu alle Erdgasgeräte, die das Unternehmen bei Privatkunden derzeit auf das H‑Erdgas umrüstet, sollten anschließend auch das aus LNG gewonnene Erdgas zuverlässig verbrennen können. Die noch auf L‑Erdgas eingestellten Geräte können das in der Regel nicht. Denn LNG ist H‑Erdgas, das aus außereuropäischen Herkunftsländern stammt. Es wird bei einer Temperatur von ca. ‑161 °C flüssig – also zu LNG (Liquefied Natural Gas bzw. Flüssigerdgas) und lässt sich dann auch per Schiff transportieren. Für das Einspeisen in Gas-Pipelines wird LNG wieder in einen gasförmigen Zustand gebracht.
Um die Gasversorgung des Nordwestens darüber hinaus weiter zu sichern, plant EWE Netz parallel ein zweites Großprojekt: Das Unternehmen wird in Rekordzeit eine rund 70 Kilometer lange Pipeline vom Raum Sande (Friesland) zu den EWE-Gasspeichern in Ostfriesland bauen, um das Netz für die Aufnahme großer Mengen von in Wilhelmshaven anlandendem LNG vorzubereiten. Bereits 2023 soll diese Pipeline in Betrieb gehen. Perspektivisch hat die Leitung auch das Potential, eine der wichtigsten Hauptverkehrsadern für den Transport von per Schiff importiertem grünen Wasserstoff zu werden.
Schutzmaßnahmen gegen Trickbetrüger
Bei den Besuchen beachtet das Unternehmen nach wie vor die Vorgaben des Robert Koch-Instituts zum Schutz vor dem Corona-Virus. Zusätzlich entwickelte EWE Netz zusammen mit Polizeibehörden zahlreiche Schutzmaßnahmen gegen potenzielle Haustür-Trickbetrüger. Jeder Kunde erhält zusammen mit seinem Terminanschreiben einen Flyer, der darüber informiert, wie man den „echten“ Gasmonteur erkennt. Einige entwickelte Schutzmaßnahmen werden öffentlich nicht genannt. Verbraucher können sich auch hier informieren: www.ewe-netz.de/trickbetrug
Wie geht es weiter?
Ab Februar 2024 schaltet EWE Netz große Teile der Gemeinden Uplengen und Jümme auf das H‑Gas um. EWE Netz teilte auch Ostfriesland in Umstellbezirke ein, die man bis 2027 nacheinander auf das H‑Gas umstellen wird. Diese Umstellbezirke orientieren sich an den Gasleitungen, die bereits im Boden liegen und nicht an Orts- oder Landkreisgrenzen. Daher kann es geschehen, dass Gemeinden nur schrittweise auf H‑Gas umgeschaltet werden. EWE Netz kann jeden Bezirk in eine Art Gasinsel wandeln und jeweils entscheiden, ob schon das H‑Gas oder weiterhin das niederländische L‑Gas eingespeist wird.
Warum stoppen die Niederlande ihre Gaslieferungen?
Ein Auslöser ist das zunehmende Schwinden der Förderkapazitäten des niederländischen L‑Erdgases. Hinzu kommen rund 14.000 Erdstöße und Erdbeben insbesondere in der Region Groningen in den letzten Jahrzehnten. Niederländische Experten machen inzwischen die Gasförderung als Verursacher für die Beben aus.
Stand heute werden die Niederlande daher bereits ab 2023 in der Region Groningen kein L‑Erdgas mehr fördern. Bereits heute kaufen die Niederlande daher H‑Erdgas auf den Weltmärkten ein, wandeln dieses mittels Stickstoff in „Pseudo-L-Gas“ und liefern Anteile davon auch in den Nordwesten. So kann unser Nachbar seinen Lieferverpflichtungen nachkommen und gleichzeitig seine Einwohner besser vor weiteren Beben schützen. Ab Ende 2029 wollen die Niederlande (Stand heute) nahezu gar kein L‑Gas mehr liefern. In Deutschland sind von der niederländischen Entscheidung mehrere Millionen Gasverbraucher in zahlreichen deutschen Bundesländern betroffen. Der deutsche Gesetzgeber verpflichtete daher über 40 Gasnetzbetreiber, jeweils ihre Region auf das alternative H‑Gas umzustellen.
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Ulf Thiele vermittelt 11,7 Millionen Euro Förderung: Neue Gewerbeflächen in Leer
Der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele (CDU) hatte großen Anteil an der Erweiterung des Leeraner Gewerbegebietes Benzstraße. Gemeinsam mit Bürgermeister Claus-Peter Horst und zahlreichen Ehrengästen durchschnitt er das rote Band. Nach der Vermittlung einer Landesförderung konnte der moorige Boden ausgetauscht werden.
Foto: Jürgen Eden/Wahlkreisbüro Ulf Thiele
Neue Gewerbeflächen an der Benzstraße in Leer eröffnet – 11,7 Millionen Euro Förderung ermöglichen Erschließung
Leer. Nach langer Vorbereitung ist ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Leer geschafft: Die rund 12,5 Hektar große Gewerbefläche an der Benzstraße direkt an der A31 ist offiziell eröffnet und freigegeben. Die neuen, verkehrsgünstig gelegenen Gewerbeflächen sollen Unternehmen Raum für Neuansiedlungen, Investitionen und Betriebserweiterungen bieten.
Die Erschließung des Areals war allerdings mit erheblichen Herausforderungen verbunden. Der Untergrund besteht aus Moorboden, wodurch die Arbeiten besonders aufwendig und kostenintensiv wurden. Eine entscheidende Rolle bei der Finanzierung spielte deshalb die Unterstützung des Landes Niedersachsen. Im Jahr 2022 wurde eine Förderung von rund 11,7 Millionen Euro aus der Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur“ (GRW) ermöglicht.
Eine wichtige Rolle bei der Vermittlung der Förderung spielte der CDU-Landtagsabgeordnete Ulf Thiele. Er hatte sich intensiv für die Entwicklung der Gewerbefläche eingesetzt und dabei insbesondere den Austausch zwischen der Stadt Leer und dem damals CDU-geführten niedersächsischen Wirtschaftsministerium unterstützt.
Thiele: „Wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Zukunft Leers“
Bei der offiziellen Eröffnung machte Ulf Thiele deutlich, welche Bedeutung die neuen Gewerbeflächen für die Stadt haben.
„Eine wirtschaftlich starke Stadt braucht Platz für Unternehmen, die investieren, sich ansiedeln oder ihren bestehenden Betrieb erweitern wollen. Genau dieser Platz hat Leer über viele Jahre gefehlt. Deshalb ist es ein wichtiger Schritt für die wirtschaftliche Zukunft unserer Kreisstadt, dass die Stadt jetzt endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten kann“, erklärte Thiele.
Ohne die öffentliche Förderung wäre die Erschließung nach seiner Einschätzung kaum zu wirtschaftlich vertretbaren Grundstückspreisen möglich gewesen. Die schwierigen Bodenverhältnisse hätten die Kosten erheblich in die Höhe getrieben.
In den Gesprächen mit der Stadt sei seinerzeit deutlich geworden, dass ohne entsprechende Unterstützung Grundstückspreise von etwa 200 Euro pro Quadratmeter hätten kalkuliert werden müssen. Ein solches Preisniveau sei zwar in Metropolregionen denkbar, für eine kleinere Stadt wie Leer jedoch kaum realisierbar.
Unterstützung durch Althusmann und Lindner
Vor dem Durchschneiden des roten Bandes erinnerte Ulf Thiele ausdrücklich an den damaligen niedersächsischen Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann sowie seinen damaligen Staatssekretär Dr. Berend Lindner.
„Bernd Althusmann hat die politische Unterstützung für das Vorhaben gegeben und damit eine entscheidende Voraussetzung für die Realisierung geschaffen. Und ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie intensiv Berend Lindner als Staatssekretär im Hintergrund daran mitgewirkt hat, die offenen Fragen zu klären und den Weg für einen erfolgreichen Förderantrag freizumachen. Dafür bin ich beiden bis heute sehr dankbar“, sagte Thiele.
Auch er selbst habe sich seinerzeit intensiv dafür eingesetzt, die Stadt Leer und das Wirtschaftsministerium zusammenzubringen.
„Mir war wichtig, dass aus dem lange bestehenden Bedarf endlich ein realisierbares Projekt wird“, so Thiele.
Er habe an verschiedenen Stellen die Gespräche unterstützt und dafür geworben, gemeinsam eine tragfähige Lösung für die schwierige Erschließung zu finden.
„Dass dies gelungen ist, zeigt, was möglich ist, wenn Kommune und Land gemeinsam an einem Strang ziehen“, betonte der Landtagsabgeordnete.
GRW-Förderung bringt auch Einschränkungen mit sich
Die Förderung des Landes hat allerdings nicht nur Vorteile. Durch die Förderbedingungen der GRW-Förderung gelten bestimmte Vorgaben für die Vermarktung der neuen Gewerbeflächen.
Die Grundstücke sollen vorrangig Unternehmen zur Verfügung gestellt werden, die die entsprechenden GRW-Förderkriterien erfüllen. Das bedeutet gleichzeitig, dass bestimmte überwiegend regional tätige Gewerke und Branchen auf den neu erschlossenen Flächen nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden können.
Thiele bezeichnete dies als „Kehrseite“ der Förderung.
„Das ist die Kehrseite der Förderung, die die Erschließung dieses schwierigen Geländes wirtschaftlich überhaupt erst möglich gemacht hat. Gerade deshalb müssen wir bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung auch diejenigen heimischen Unternehmen im Blick behalten, die aufgrund der Förderbedingungen hier nicht zum Zuge kommen können“, erklärte er.
Weitere Gewerbeflächen an der Benzstraße bereits in Planung
Mit der Eröffnung der neuen Fläche soll die Gewerbeentwicklung in Leer jedoch nicht beendet sein. Im Gegenteil: Bereits eine weitere Erweiterung des Gewerbegebietes ist im Rahmen des Bebauungsplans Nr. 236 in Planung.
Thiele sieht deshalb einen direkten Zusammenhang zwischen dem jetzt fertiggestellten Abschnitt und der weiteren Entwicklung des Gewerbestandortes.
„Der heutige Tag ist für mich deshalb nicht der Schlusspunkt der Gewerbeflächenentwicklung an der Benzstraße. Mit der Erschließung des B‑Plans 205 wird zugleich eine wichtige infrastrukturelle Grundlage für die weitere Entwicklung dieses Gewerbestandortes geschaffen. Jetzt kommt es darauf an, diesen Weg konsequent fortzusetzen“, sagte Thiele.
Gerade bei der nächsten Erweiterung bestehe die Möglichkeit, Finanzierung und Vermarktung so zu gestalten, dass auch Unternehmen eine Perspektive bekommen, die aufgrund der GRW-Vorgaben im jetzt erschlossenen Abschnitt nicht oder nur eingeschränkt berücksichtigt werden können.
Heimische Unternehmen sollen ebenfalls wachsen können
Aus Sicht des Landtagsabgeordneten sollten insbesondere die bereits in Leer ansässigen Handwerks- und Gewerbebetriebe bei der weiteren Planung berücksichtigt werden.
„Gerade unsere heimischen Handwerks- und Gewerbebetriebe brauchen Erweiterungsmöglichkeiten. Wer seit vielen Jahren in Leer Arbeitsplätze schafft, junge Menschen ausbildet, investiert und Gewerbesteuer zahlt, muss auch die Chance bekommen, in Leer weiter zu wachsen“, erklärte Thiele.
Bei der nächsten Erweiterung müsse deshalb von Beginn an darauf geachtet werden, möglichst große Handlungsspielräume für diese Betriebe zu erhalten.
„Neue Ansiedlungen und Wachstum des heimischen Mittelstandes gehören zusammen“, so Thiele.
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Gewerbeflächen sind strategisch wichtig für den Wirtschaftsstandort Leer
Für die Stadt Leer hat die kontinuierliche Entwicklung neuer Gewerbeflächen eine strategische Bedeutung. Als Kreisstadt und wirtschaftliches Zentrum der Region müsse Leer dauerhaft über ein ausreichendes und möglichst vielfältiges Angebot an Gewerbegrundstücken verfügen.
Die neue Fläche an der Benzstraße bietet dabei einen besonderen Standortvorteil: Sie liegt verkehrsgünstig an der A31 und schafft damit attraktive Voraussetzungen für Unternehmen, die auf eine gute Verkehrsanbindung angewiesen sind.
Thiele sieht in der Landesförderung deshalb nicht nur einen Beitrag zur aktuellen Erschließung.
„Die Landesförderung hat nicht nur dazu beigetragen, dass wir heute diese neuen Gewerbeflächen eröffnen können. Mit der jetzt geschaffenen Erschließung entsteht zugleich eine wesentliche Grundlage für die weitere Entwicklung des Standortes. Diese Chance sollten wir nutzen“, erklärte er.
„Ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Leer“
Bei der offiziellen Eröffnung durchschnitten Ulf Thiele, Bürgermeister Claus-Peter Horst und zahlreiche weitere Ehrengäste gemeinsam das rote Band.
Für Thiele ist die Eröffnung zugleich ein persönlicher Abschluss eines langen politischen Einsatzes für das Projekt.
„Dass Leer endlich wieder eigene Gewerbeflächen anbieten und damit wirtschaftlich weiterwachsen kann, war mir von Anfang an ein großes Anliegen. Ich freue mich deshalb sehr über die heutige Eröffnung. Sie ist ein guter Tag für den Wirtschaftsstandort Leer – und zugleich der Auftrag, bei der weiteren Gewerbeflächenentwicklung jetzt konsequent den nächsten Schritt zu gehen“, so Thiele abschließend.
Damit steht der Stadt Leer nun ein rund 12,5 Hektar großes neues Gewerbeareal zur Verfügung. Die Erschließung des schwierigen Mooruntergrunds konnte dank der umfangreichen Landesförderung realisiert werden. Gleichzeitig soll die bereits geplante weitere Entwicklung des Gewerbestandortes dafür sorgen, dass künftig auch heimische Unternehmen ausreichend Möglichkeiten für Wachstum und Erweiterungen erhalten.
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Gewerbegebiet Benzstraße in Leer eröffnet: 12,6 Hektar neue Flächen für Unternehmen
Erweiterung des Gewerbegebiets Benzstraße in Leer offiziell eröffnet
Nach jahrzehntelanger Planung ist die Erweiterung des Gewerbegebiets an der Benzstraße in Leer abgeschlossen. Auf 12,6 Hektar stehen künftig autobahnnahe Gewerbeflächen zur Verfügung. Mit einer Förderung von rund 11,7 Millionen Euro durch das Land Niedersachsen konnte das rund 19,5 Millionen Euro teure Erschließungsprojekt umgesetzt werden.
Es war ein langer Weg bis zur offiziellen Eröffnung: Bürgermeister Claus-Peter Horst blickte bei der Eröffnung des erweiterten Gewerbegebiets Benzstraße auf die jahrzehntelange Entwicklung zurück. „Es hat lange gedauert, bis wir endlich hier stehen und auf dieses erschlossene Gebiet blicken können“, sagte Horst.
Die ersten Ideen für den Gewerbestandort reichen bis in die 1990er-Jahre zurück. Schwierige Bodenverhältnisse und die damit verbundenen hohen Kosten führten jedoch immer wieder dazu, dass das Vorhaben über viele Jahre nicht umgesetzt werden konnte.
Erst mit der Förderzusage des Landes Niedersachsen im Jahr 2022 kam entscheidend Bewegung in das Projekt. Weitere Verzögerungen gab es anschließend aufgrund einer EWE-Pipeline. Im April 2025 konnte schließlich der symbolische Spatenstich erfolgen. Nun ist die Erschließung abgeschlossen und das Gewerbegebiet offiziell eröffnet.
12,6 Hektar für neue Unternehmen
Zur offiziellen Eröffnung kamen zahlreiche Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung sowie beteiligte Fachbüros und benachbarte Unternehmen an der Benzstraße zusammen. Gemeinsam wurde das neu erschlossene Gewerbegebiet besichtigt.
Für die Stadt Leer eröffnet sich damit eine wichtige Möglichkeit, neue Gewerbeflächen an einem strategisch besonders interessanten Standort anzubieten. Nachdem über viele Jahre keine entsprechenden autobahnnahen Gewerbeflächen zur Verfügung standen, können sich interessierte Unternehmen nun in unmittelbarer Nähe zur Autobahn und zum Flugplatz Leer-Papenburg ansiedeln.
Auf dem insgesamt 12,6 Hektar großen Areal sind 13 Grundstücke vorgesehen. Wie viele Unternehmen sich tatsächlich dort ansiedeln werden, hängt vom jeweiligen Flächenbedarf der Interessenten ab.
Auch der Landtagsabgeordnete Ulf Thiele unterstrich bei der Eröffnung die Bedeutung des Projekts. Die nun erfolgte Erschließung sei ein wichtiger Schritt, um den Wirtschaftsstandort Leer weiter voranzubringen.
Rund 11,7 Millionen Euro Förderung vom Land
Die Gesamtinvestition für die Erschließung des Gewerbegebiets beläuft sich auf rund 19,5 Millionen Euro. Einen erheblichen Teil davon übernimmt das Land Niedersachsen.
Die Förderung durch die NBank beträgt rund 11,7 Millionen Euro. Bürgermeister Claus-Peter Horst dankte dem Land Niedersachsen ausdrücklich für die Unterstützung. Ohne diese Förderung wäre das Projekt nach seinen Worten nicht realisierbar gewesen.
Sein Dank galt außerdem den beteiligten Behörden des Landkreises, den Stadtwerken Leer sowie den Mitgliedern des Stadtrates, die die notwendigen politischen Entscheidungen für das Vorhaben getroffen haben.
Neuer Pendlerparkplatz mit 50 Stellplätzen
Im Zuge der Erschließung wurde auch die Verkehrsinfrastruktur rund um das Gewerbegebiet weiter ausgebaut. Unlängst fertiggestellt wurde ein Pendlerparkplatz mit 50 Stellplätzen für Autos, der über die Benzstraße erreichbar ist.
Zusätzlich wurde von der B70 aus ein neuer Fuß- und Radweg zum Parkplatz angelegt. Der Weg ist mit Laternen ausgestattet und verfügt über Fahrradbügel. Damit wurden neben der Erschließung der Gewerbeflächen auch Verbesserungen für Pendler sowie für den Fuß- und Radverkehr geschaffen.
Gespräche mit Unternehmen laufen bereits
Die Stadt Leer befindet sich nach der offiziellen Eröffnung bereits in konkreten Gesprächen mit mehreren interessierten Unternehmen. Ziel ist es, die entsprechenden Verträge noch im Laufe dieses Jahres beziehungsweise Anfang 2027 abzuschließen.
Sobald die jeweiligen Baugenehmigungen vorliegen, könnte anschließend zeitnah mit den Bauarbeiten auf den Grundstücken begonnen werden.
Die Wirtschaftsförderung der Stadt Leer blickt trotz der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zuversichtlich auf die weitere Entwicklung. Mit den neuen Gewerbeflächen an der Benzstraße verfügt Leer nun über einen attraktiven und strategisch wichtigen Standort für Unternehmen, die von der Nähe zur Autobahn und zum Flugplatz Leer-Papenburg profitieren möchten.
Damit könnte die jahrzehntelange Geschichte der Gewerbegebietserweiterung an der Benzstraße nun in eine neue Phase eintreten: Aus der langjährigen Planung und Erschließung sollen in den kommenden Jahren konkrete Unternehmensansiedlungen und neue wirtschaftliche Impulse für den Standort Leer entstehen.
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Meentelandhalle in Weener: Neue Dreifeldsporthalle für 14,5 Millionen Euro nimmt Gestalt an
Richtfest für die Meentelandhalle in Weener: Neue Dreifeldsporthalle nimmt Gestalt an
Nur 111 Tage nach der Grundsteinlegung haben der Landkreis Leer und die Stadt Weener am Mittwoch Richtfest für die neue Dreifeldsporthalle „Meentelandhalle“ gefeiert. Der Rohbau steht, die Dimensionen des künftigen Gebäudes sind bereits deutlich zu erkennen. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme sind nach aktuellem Planungsstand für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.
In Weener geht der Bau der neuen Meentelandhalle sichtbar voran. Nur 111 Tage nach der Grundsteinlegung konnten der Landkreis Leer und die Stadt Weener gemeinsam das Richtfest für die neue Dreifeldsporthalle feiern. Der Rohbau ist bereits weit fortgeschritten und vermittelt einen ersten Eindruck von den Dimensionen der zukünftigen Sporthalle.
Der Grundstein für das rund 14,5 Millionen Euro teure Projekt wurde am 7. Mai 2026 gelegt. Künftig soll die Meentelandhalle gemeinsam von Landkreis und Stadt genutzt werden. Sie soll sowohl dem Schul- und Vereinssport als auch weiteren Veranstaltungen und unterschiedlichen Mehrzwecknutzungen zur Verfügung stehen.
Landrat Matthias Groote würdigt Zusammenarbeit
Beim Richtfest hob Landrat Matthias Groote die schnelle Entwicklung des Bauprojekts und die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten hervor.
„Es ist beeindruckend, wie schnell aus Plänen und Zeichnungen ein echtes Gebäude geworden ist“, sagte Groote. Gleichzeitig betonte er, dass eine Sporthalle erst durch ihre Nutzer mit Leben gefüllt werde. Kinder und Jugendliche, Vereine und Ehrenamtliche sollten künftig in der Meentelandhalle einen Ort für Sport, Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten finden.
Der Landrat dankte insbesondere der Stadt Weener für die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit. Sein Dank galt außerdem den politischen Gremien von Stadt und Landkreis, die die notwendigen Beschlüsse gefasst hatten, sowie den Planerinnen und Planern und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Gebäudemanagements.
Ein besonderer Dank ging an die Handwerkerinnen und Handwerker auf der Baustelle. Sie sorgen dafür, dass das Projekt Schritt für Schritt Gestalt annimmt und aus den ursprünglichen Planungen ein konkretes Gebäude entsteht.
Rund 14,5 Millionen Euro für die neue Sporthalle
Landkreis Leer und Stadt Weener investieren gemeinsam rund 14,5 Millionen Euro in die Meentelandhalle. Rund zwei Drittel der Investitionssumme übernimmt dabei der Landkreis Leer.
Unterstützt wird das Bauvorhaben zudem durch das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“. Aus diesem Programm kann das Projekt mit bis zu drei Millionen Euro gefördert werden.
Damit entsteht in Weener nicht nur eine moderne Dreifeldsporthalle, sondern zugleich ein Gebäude, bei dem auch Aspekte des Klimaschutzes und der Energieeffizienz eine wichtige Rolle spielen.
Meentelandhalle setzt auf Klimaschutz und Energieeffizienz
Ein besonderes Augenmerk liegt auf einer möglichst nachhaltigen Nutzung der neuen Halle. Das Regenwasser von den Dachflächen wird künftig in einer Zisterne gesammelt, aufbereitet und anschließend weiterverwendet.
Auch bei der Energieversorgung geht die Meentelandhalle einen modernen Weg. Die Sporthalle soll weitestgehend energieautark betrieben werden. Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom und versorgt unter anderem die Wärmepumpe, Beleuchtung, Lüftung und weitere technische Anlagen des Gebäudes.
Auch das Außengelände wird entsprechend gestaltet. Geplant sind 50 Fahrradstellplätze sowie Ladesäulen für Elektrofahrzeuge. Die Außenbeleuchtung soll mit energiesparender und insektenfreundlicher LED-Technik umgesetzt werden.
Bei der Gestaltung der Grünflächen setzt das Projekt auf heimische Pflanzen.
8.000 Quadratmeter großes Grundstück
Die neue Meentelandhalle entsteht auf einem rund 8.000 Quadratmeter großen Grundstück. Das Gebäude selbst verfügt über eine Grundfläche von etwa 2.600 Quadratmetern.
Zur Ausstattung gehört auch eine Tribüne mit Platz für rund 150 Zuschauerinnen und Zuschauer. Damit bietet die Dreifeldsporthalle künftig gute Voraussetzungen für den Schul- und Vereinssport.
Gleichzeitig ist die Halle so konzipiert, dass sie flexibel genutzt werden kann. Neben dem täglichen Sportbetrieb sind auch Veranstaltungen und verschiedene Mehrzwecknutzungen möglich.
Fertigstellung für 2027 geplant
Mit dem Richtfest ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Bau der Meentelandhalle in Weener erreicht. Nach der Grundsteinlegung am 7. Mai und dem nun fertiggestellten Rohbau nimmt das Projekt zunehmend konkrete Formen an.
Nach derzeitigem Planungsstand soll die neue Dreifeldsporthalle im dritten Quartal 2027 fertiggestellt und in Betrieb genommen werden. Dann steht in Weener eine moderne Sport- und Veranstaltungsstätte zur Verfügung, die Schule, Vereine, Sportlerinnen und Sportler sowie weitere Nutzer zusammenbringen soll.
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